Gärten und Gartenreisen in Österreich

Wiens barocke Prachtgärten

Weitläufigen Natur- und Erholungsraum bieten auch die Parks und Gärten Wiens. Schloss Schönbrunn und seine barocken Parkanlagen wurden ab 1743 unter Kaiserin Maria Theresia erbaut, seit 1996 gehört das Ensemble zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der riesige Schönbrunner Schlosspark bietet Alleen mit aufwändig geschnittenen Hecken, Statuen, Brunnen, prächtige Blumenbeete, einen Irrgarten und einen japanischen Garten, das größte Palmenhaus Europas (aus dem Jahre 1882), den Aussichtspunkt Gloriette und mit dem Tiergarten Schönbrunn den ältesten noch bestehenden Zoo der Welt. Der Schlosspark Schönbrunn kann von Mitte März bis Ende Oktober auch mit einer Panoramabahn erkundet werden.

Parkanlage in Schönbrunn

Schlosspark Schönbrunn mit Blick auf das Schloss vor einem Gewitter. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun

Die barocke Gartenanlage, die das Untere mit dem Oberen Belvedere verbindet, wurde um 1700 nach französischem Vorbild entlang einer Mittelachse streng symmetrisch angelegt und mit Bäumen, Hecken, Skulpturen und Wasserspielen ausgestattet. Die schöne Aussicht auf die Stadt mit Stephansdom und Kahlenberg gaben dem Ensemble seinen Namen. Zur Anlage gehört auch einer der ältesten Alpengärten Europas mit mehr als 4.000 Pflanzenarten aus Alpingebieten der ganzen Welt (geöffnet von Ende März bis Anfang August). Im Botanischen Garten nebenan, 1754 unter Maria Theresia gegründet, werden 11.500 Pflanzenarten aus sechs Kontinenten für wissenschaftliche Forschung und Artenschutz kultiviert. Mit seinen alten Bäumen und schönen Wiesen ist der Botanische Garten eine der zahlreichen Naturoasen der Stadt und Lebensraum für heimische Tierarten.

Biotope & Biosphären

Ein Grünareal von rund sechs Quadratkilometern steht den Wienern und ihren Gästen im 2. Bezirk zur Verfügung. Der Prater ist nur drei Kilometer Luftlinie vom Stephansdom entfernt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Das einstige Auland der Donau lädt mit ausgedehnten Wiesen, Wäldern und Gewässern in jeder Jahreszeit zu Spaziergängen, Wanderungen, Joggingrunden und Radtouren ein. Die schnurgerade „Prater Hauptallee“ (1020 Wien), eine über vier Kilometer lange autofreie Allee durch die Grünoase, ist von 2.500 Bäumen gesäumt. Die Kastanien stehen dort in bis zu sechs Reihen, ihre Blüte im Frühjahr ist ein Naturerlebnis für sich.

Weitere Gartenadressen in Wien:

Schloss Belvedere

Schloss Belvedere. Oberes Belvedere mit Brunnen. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner


Die Gärten Niederösterreichs

Über ganz Niederösterreich verstreut liegen die Mitgliedsbetriebe der Vereinigung „Die Gärten Niederösterreichs“. 26 Gärten – vom idyllischen Kräutergarten bis zum imperialen Schlosspark. Und das ehrgeizigste Garten Projekt Österreichs überhaupt: Für über 30 Millionen Euro wurde seit 2002 eines der schönsten Barockensembles Europas wieder zum Leben erweckt – das Marchfeldschloss Schloss Hof. Besonders aufwändig gestaltete sich die Wiedergeburt des barocken Prachtgartens von Prinz Eugen, der das Anwesen erbauen ließ.

Schloss Hof

Schloss Hof. © Österreich Werbung, Fotograf: Reinhard Mandl

Mit seinen riesigen Terrassen, imposanten Wasserspielen, den Brunnenanlagen, den kunstvoll ornamentierten Blumenbeeten, Irrgärten und verzweigten Bosketten zählte der Park schon 1730 zu den schönsten Anlagen der Donaumonarchie. Und er verschlang schon damals immens viel Geld. Über 100 Gärtner waren im Dauereinsatz, um diese Prachtanlage zu pflegen. Mit viel Aufwand und Einsatz wurde der vollkommen verloren gegangene, 16 Hektar große Garten (sowie der danebenliegende 5 Hektar große Meierhof) original wieder aufgebaut. Die Rekonstruktion erfolgte mit Hilfe archäologischer Grabungen, alter Pläne und historischer Pflanzenlisten aus der Barockzeit.

(c) Schloss Hof/Lois Lammerhuber

Die Gärten Niederösterreichs
Dachmarke zu 26 Gärten, Infos und Fotomaterial
www.diegaerten.at


Kamptalgärten im Kamptal

Die Kamptalgärten umfassen 19 Grün-Oasen in Niederösterreich.

Im Kamptal haben Gartenfreunde viel zu sehen: Da wartet in Grafenegg ein eindrucksvoller englischer Garten, in dem man auch picknicken kann. Im Kloster Stift Altenburg wurde der Garten der Religionen angelegt, der mithilfe zeitgenösssischen Garten-Designs die großen Weltreligionen darstellt. Der Heilkräutergarten in Maissau bringt einen Überblick über die heimischen Heil- und Würzkräuter. Und in Elsarn wurde unter archäologischen Gesichtspunkten ein Nutzpflanzengarten der Germanen rekonstruiert. Für die Kittenberger Erlebnisgärten wurden 1,5 Hektar Land in 23 Themengärten verwandelt, und die Arche Noah in Schiltern rettet in einem Barockgarten gefährdete Pflanzen und Saatgut. Alle Entfernungen zwischen den grünen Oasen des Kamptals sind kurz, manche sind sogar per Rad zu bewältigen.

www.diegaerten.at

Grafenegg. © Niederösterreich-Werbung/Rita Newman


Der Historische Hofgarten Stift Seitenstetten

Das Benediktinerstift Seitenstetten ist seit langem ein Treffpunkt für Liebhaber von Natur, Kunst und Kultur. Neben der Architektur und den Kunstschätzen ist vor allem der Historische Hofgarten ein Anziehungspunkt. Der in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts revitalisierte Barockgarten beheimatet heute eine Fülle von Themengärten.

Die ersten Darstellungen des umschlossenen Hofgartens im Stift Seitenstetten stammen aus dem Barock. Zeugnis jener Zeit sind die schützende Gartenmauer, das schmiedeeiserne Eingangstor, die lange Mittelachse, die beiden Brunnen und Sandsteinvasen. Die Millenniumsfeiern des Jahres 1996 waren Anlass, eine Revitalisierung der Anlage in Angriff zu nehmen.

Parkanlage des Stift Seitenstetten, Seitenstetten, Mostviertel, Niederösterreich –  (c) Stift Seitenstetten

Der Kräutergarten erinnert an die mittelalterliche Tradition der Klostergärten. Die zentralen Rasenflächen rund um den großen Brunnen sind eine schlichte Version des ehemaligen Barock-Parterres. Der Eingangsbereich ist in Anlehnung an die Landschaftsgärten des 19. Jahrhunderts als Wiesenfläche mit Gruppen von Ziergehölzen gestaltet. Ein neuer Gartenteil schlägt die Brücke zur Gegenwart und gibt einer Sammlung historischer Rosen Raum.

Der Nutzgarten im hinteren Gartenbereich liefert Obst und Gemüse. Salat und Zwiebel, Kraut und Rüben, Küchenkräuter und Schnittblumen werden von hier aus direkt an die Klosterküche geliefert. Das Gewächshaus wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut, es bietet den Kübelpflanzen ein Winterquartier und dient der Anzucht von Jungpflanzen.

Aus dem Klostergarten

In Handarbeit werden Kräuter und Blüten getrocknet, zu Tee verarbeitet und im Klosterladen des Stiftes verkauft. Ebenso gibt es hier das beliebte Kräutersalz, Rosenmarmelade und Trockenfrüchte. Aus den Früchten des Gartens werden auch Edelbrände und Liköre erzeugt. Verarbeitet werden Zwetschken, Quitten, Holunder, Dirndlfrüchte und sogar Rosen.

Ehrenamtliche Helfer

Oft arbeiten freiwillige Helfer als Klostergäste auf Zeit im Garten mit. „Es ist immer wieder berührend, wie die Gartenarbeit rastlose Gemüter beruhigt“, so Gärtnermeisterin Andrea Stejskal, Leiterin des Hofgartens Seitenstetten. „Wir dürfen dabei sein, wenn Menschen wieder Boden unter die Füße bekommen, weil ihr Puls beim Unkrautjäten oder Kräuterernten von Tag zu Tag gemächlicher schlägt. Sie kehren dann mit rauen Händen, aber glatter Seele wieder in ihren Alltag zurück.“

Einkehr und Rast

Abends schlendern die Mönche des Stiftes plaudernd durch den Garten. Treuester Gartenbesucher ist Alt-Abt Berthold Heigl, der sich nur selten davon abhalten lässt, seinem Garten „Gute Nacht“ zu sagen. Der Historische Hofgarten soll heute noch mehr als früher in seiner ursprünglichen Bestimmung als Klostergarten erfahren werden – als Ort des Innehaltens. Eine spezielle Einladung dazu ist das Rosenkranz-Labyrinth. Jeweils zehn rosa blühende Beet Rosen stehen für die „Ave Maria“-, geschnittene Buchskugelformen markieren die „Vater Unser“ – Gebete.

Teile des Nutzgartens wurden zu lauschigen Séparées im Grünen umgestaltet – zu einem Plauder-, Jausen-, Urlaubs- und Mittelaltergarten. Unter zwei mächtigen Eiben entstand die Kapelle unter freiem Himmel.

  1. April 2013 bis 31. Oktober 2013: Täglich geöffnet

Informationen:

3353 Seitenstetten, Am Klosterberg 1, +43 (0) 7477 423 00–0. www.stift-seitenstetten.at


ARCHE NOAH Schaugarten

Das sicher ungewöhnlichste Projekt im Kamptal ist aber die „ArcheNoah“. Auf Privatinitiative entstand in einem verwilderten Barockgarten in der kleinen Ortschaft Schiltern ein Zentrum zur Rettung gefährdeter Kulturpflanzen. Über den kunstvollen schmiedeeisernen Eingang aus Maria Theresias Zeiten betritt der Besucher den ehemaligen Lustgarten von Schloss Schiltern und damit das Reich der Vielfalt: Der Schaugarten wird mit viel Liebe jedes Jahr aufs Neue mit mehr als 500 Gemüsesorten bebaut. Und zwar nicht zu Schauzwecken, sondern um alte, aussterbende Pflanzensorten zu vermehren und damit das Sortenspektrum zu erhalten. Im sogenannten Naschgarten wird zudem seltenes Beerenobst angebaut, auf der Streuobstwiese wachsen rar gewordene Obstsorten. So ist der barocke Garten-Pavillon von unbekannten Kirschen umgeben. In der Arche Noah können Gartenfreunde übrigens nicht nur schauen, sondern sich auch über die Raritäten beraten lassen und Saatgut oder Jungpflanzen erstehen.

ARCHE NOAH Schaugarten
3553 Schiltern
www.arche-noah.at/etomite


Die Bodenseegärten

Gartenprofis gab es auf der Gemüseinsel Reichenau am Vorarlberger Bodensee schon vor 1.200 Jahren. Damals verfasste ein Mönch hier den ersten Gartenratgeber Europas. In Versform gab er Tipps zu Anzucht und Pflege von allerlei Kräutern. Ein gutes Händchen fürs Grüne und Bunte beweist seit Generationen auch die gräfliche Familie Bernadotte, die die Insel Mainau zu einer Pilgerstätte für Blumenfreunde macht.

 

Schloss Arenenberg

Napoleon III., der Neffe des berühmten Napoleon I. verbrachte einen Großteil seiner Jugend auf Schloss Arenenberg, das mit idyllischem Blick über den Untersee in der Gemeinde Salenstein liegt. Womöglich verdankte Napoleon III. seine Leidenschaft zum Gärtnern der fantastischen Aussicht auf die Insel Reichenau, die am gegenüberliegenden Bodenseeufer zu erspähen ist. Wer als Gartenbauarchitekt für die Arenenberger Anlage in Frage kommt, ist nicht genau bekannt. Initiatorin für den wunderschönen Park aber war Louis Napoleons Mutter Hortense de Beauharnais.

 

Napoleonmuseum Schloß Arenenberg. (c) Bodenseegärten

Ab 1834 gestaltete dann ihr Sohn zusammen mit Fürst Hermann von Pückler-Muskau den Park um und gab ihm sein heutiges Aussehen. Nach dem Tod seiner Mutter 1837 verkaufte Louis Napoleon das Anwesen, kaufte es jedoch 1855 als Kaiser unter dem Namen Napoleon III. zurück. Heute können Besucher durch die original eingerichteten Gemächer des Schlosses ebenso wie durch die wunderschön gestaltete Parkanlage flanieren. Zwischen Springbrunnen, kaiserlicher „Lustgrotte”, einer Eremitage und eigener Schifflände gibt es jede Menge Garten zu entdecken.

Die Insel Mainau

Die Bodensee-Insel Mainau bietet eine jahreszeitlich wechselnde Blütenfülle mit rund einer Million Tulpen, hunderten Rhododendren, duftenden Rosen, Stauden und farbenfrohen Dahlien aber auch die majestätische Wucht des über 150 Jahre alten Arboretums mit Mammutbäumen. Palmen und Zitruspflanzen verleihen der Insel im Sommer mediterranes Flair, exotisches Ambiente bieten das tropische Schmetterlingshaus, in dem sich das Jahr über freifliegende Tag- und Nachtfalter in insgesamt rund 120 Arten tummeln, sowie das subtropische Palmenhaus, das rund 20 verschiedenen Palmenarten Schutz biete.

Insel Mainau: Fotograf: Achim Mende. Internationale Bodensee Tourismus GmbH


Reichenau ist Geburtsort der abendländischen Gartenbaukultur

Vor fast 1.200 Jahren hat der Reichenauer Mönch Walahfrid Strabo mit seinem Büchlein „Hortulus – Über die Pflege von Gärten” den ersten Gartenratgeber Europas verfasst. Die 24 Verse über genau so viele Pflanzen machen die Welterbeinsel Reichenau zum Geburtsort der abendländischen Gartenkultur. Das wirkt bis heute: Die Gemüseinsel mit ihren Gewächshäusern und Rebhängen, den drei Kirchen und ihrem Weltkulturerbestatus ist Traumziel für Menschen mit dem berühmten grünen Daumen. Ein nach dem Vorbild des Hortulus angelegter Kräutergarten erinnert heute an die lange Gartentradition auf der Reichenau. Die Insel erreicht man leicht per Rad, zu Fuß oder mit dem Bus über den aufgeschütteten Damm, ein besonderes Erlebnis ist eine Schifffahrt zur Reichenau von Radolfzell, Konstanz oder Mannenbach aus.

Von Park zu Park

Die wahrscheinlich bekannteste Blumeninsel der Welt ist die Insel Mainau. Hier hat die Familie Bernadotte auf 45 Hektar aus der historischen Baumsammlung des 19. Jahrhunderts ein wahres Blumenparadies geschaffen. Ein Star-Landschaftsarchitekt wurde vom späteren französischen Kaiser Napoleon III. für den englischen Garten von Schloss Arenenberg am schweizerischen Untersee engagiert. Der legendäre Fürst Pückler plante rund um das schönste Schloss am Bodensee um 1840 eine grüne Idylle voller Überraschungen. Von hier ist es nicht weit zur historischen Anlage des ehemaligen Kartäuserklosters Ittingen. Neben einem Barockgarten sind hier zwei Hopfengärten, Weingärten, ein Kräutergarten, ein Priors- und ein Mönchsgarten zu sehen. Der Rosengarten mit 1.000 Rosenstöcken duftet nicht nur wunderbar, er wartet außerdem mit der größten Auswahl an historischen Rosensorten der Schweiz auf.

Prachtvolle Schlossanlagen auf der deutschen Seeseite

Ein Garten mit Traumblick liegt auf der anderen Seeseite, nur eine kurze Schifffahrt entfernt. Der Park am neuen Schloss Meersburg bietet neben barocker Gartenarchitektur eine herrschaftliche Aussicht auf den See. Von hier aus ist es ein Katzensprung zum ehemaligen Kloster und Schloss Salem. Gleich beim Eintritt empfängt den Gast ein prächtiger Formengarten ganz im barocken Stil. Gestalterische Elemente sind symmetrisch angelegte Wege, phantasievoll geschnittene Hecken und Büsche, Brunnen und Wasserbassins sowie zwei Labyrinthe.

Hirse für hungrige Pfahlbauer

Die Reste steinzeitlicher Pfahlbauten in der Bodenseeregion gehören seit 2011 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wie hier schon in der Steinzeit gegärtnert wurde, zeigt der archäobotanische Garten in Frauenfeld. In direkter Nachbarschaft liegen das Museum für Archäologie Thurgau und das Naturmuseum des Kantons. Dort erfahren Besucher viel Wissenswertes zum Gartenbau aus dieser Zeit. Auch der archäobotanische Garten in Hemmenhofen zeigt ein urzeitliches Pflanzenspektrum. Dabei eröffnet sich dem Besucher nicht weniger als die Kulturpflanzengeschichte Mitteleuropas. Kolben-Hirse zum Beispiel, die wir nur noch als Sittich-Futter kennen, Buchweizen, Linse und Ackerbohne, das erste Saatgut der Menschheit, werden dort heute noch gezüchtet und gepflanzt. Am Bodensee wird so auf engstem Raum die Gartenbaugeschichte Europas erlebbar: Von der Steinzeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit.

2015 schlossen sich vier neue Mitglieder dem Netzwerk an: Die Englische Parkanlage von Schloss Wartegg ist ein Idyll aus alten Bäumen, Wasserläufen und lauschigen Lichtungen. Im Herzen des nationalen Gartendenkmals aus dem Jahr 1860 bauen Biogärtner fast vergessenes Gemüse, Kräuter und Blumen an. Im EchinaPoint in Roggwil dreht sich alles um den Naturheilkunde-Pionier Alfred Vogel und seine Lieblingspflanze, den Roten Sonnenhut. Besucher genießen die purpurne Blütenpracht und erfahren, wie pflanzliche Heilmittel hergestellt werden und wirken. Der Überlinger Gartenkulturpfad verbindet die grünen Sehenswürdigkeiten der Stadt, darunter der Stadtgarten mit exotischen Pflanzen und mächtigen Baumriesen. 30 prächtige Villen und Parks lassen sich auf dem Lindauer Gartenkulturpfad erkunden direkt am bayerischen Bodenseeufer.

Die „Bodenseegärten“ präsentieren eigene Reiseangebote und Veranstaltungen.

www.bodenseegaerten.eu

Adressen der teilnehmenden Gärten und Parks:

Kräutergarten nach dem „Hortulus” auf der Insel Reichenau, beim Münster St.Maria und Markus in Reichenau Mittelzell. Eintritt frei. Informationen: Tourist-Information, Pirminstrasse 145, D-78479 Insel Reichenau, Tel. +49 7534 92 07 0, info@reichenau-tourismus.de, www.reichenau-tourismus.de

Blumeninsel Mainau, D-78465 Insel Mainau, Tel. +49 7531 303-0, info@mainau.de, www.mainau.de. Eintritt: März bis Oktober.

Schloss und Park Arenenberg (Napoleonmuseum Thurgau), CH-8268 Salenstein, Tel. +41 58 345 74 10, napoleonmuseum@tg.ch, www.napoleonmuseum.ch. Der Eintritt zum Landschaftspark ist frei. Der Eintritt zum neuen Mittelaltergarten ist kostenpflichtig.

Schul- und Versuchsgärtnerei des Bildungs- und Beratungszentrum (BBZ) Arenenberg, CH-8268 Salenstein, Tel. +41 71 663 33 33, info@arenenberg.ch, www.arenenberg.ch. Der Eintritt ist frei.

Stiftung Kartause Ittingen, CH-8532 Warth bei Frauenfeld, Tel. +41 52 748 44 11, info@kartause.ch, www.kartause.ch, www.kunstmuseum.ch. Der Eintritt zu vielen Gärten der Kartause ist frei. Einige sind im Rahmen einer Museumsbesichtigung zu besuchen. Museum inkl. Audioguide mit vier Garten-Themenführungen kostenpflichtig.

Kloster und Schloss Salem, D-88682 Salem, Tel. +49 7553 9165 336, schloss@salem.de, www.salem.de.

Neues Schloss Meersburg, Schlossplatz 12, D-88709 Meersburg, Tel. +49 7532 8079 410, info@neues-schloss-meersburg.de, www.neues-schloss-meersburg.de. Der Eintritt in den Schlossgarten ist frei.

Garten-Rendezvous am Untersee, Informationen: Tourismus Untersee e.V., Im Kohlgarten 2, D-78343 Gaienhofen, Tel. +49 7735 9190 55, info@tourismus-untersee.eu, www.tourismus-untersee.eu, www.garten-rendezvous-bodensee.de. Der Eintritt in die beteiligten Gärten und Parks ist mehrheitlich frei.

Archäobotanischer Garten beim Naturmuseum Thurgau und Museum für Archäologie, Freie Strasse 24, CH-8510 Frauenfeld, Tel. +41 58 345 74 00, naturmuseum@tg.ch, www.naturmuseum.tg.ch. Der Eintritt in den Garten und in die Museen ist frei.

Überlinger Gartenkulturpfad
, Rundweg ab Badgarten, Informationen: Kur und Touristik Überlingen GmbH, Landungsplatz 5, D-88662 Überlingen, Tel. +49 7551 94 715-22, info@ueberlingen-bodensee.de, www.ueberlingen-bodensee.de. Ganzjährig frei begehbar.

Lindauer Gartenkulturpfad durch die Villen und Parks an der Bayerischen Riviera, Informationen: Lindau Tourismus und Kongress GmbH, Alfred-Nobel-Platz 1, D-88131 Lindau, Tel. +49 8382 2600 20, info@lindau-tourismus.de, www.lindau-tourismus.de

Schloss Wartegg, Von Blarer Weg, CH-9404 Rorschacherberg, Tel. +41 71 858 62 62, schloss@wartegg.ch, www.wartegg.ch. An Wochenenden führen Fachleute durch den Park.

A. Vogel Naturheilpflanzenwelt, Erlebniszentrum EchinaPoint auf dem Gelände der Bioforce AG, Grünaustrasse 4, CH-9325 Roggwil, Tel. +41 71 454 62 42, www.erlebnisbesuche.avogel.ch. Täglich geöffnet von 8 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Thurgau Tourismus, Gartenkanton Thurgau, Egelmoosstrasse 1, CH-8580 Amriswil, Tel. +41 71 414 11 44, www.thurgau-bodensee.ch.


Gartenkunst in Österreich

Eisenmänner in den Bergen, ein Motorboot auf Rasenwellen und Holzskulpturen am Waldesrand? LandArt und Skulpturenparks erlauben neue Perspektiven auf Österreichs Kunst-Landschaft.

Jeder Irrtum ausgeschlossen: Da kommt ein Motorboot über die Rasenwelle geschippert! Und noch dazu liegt es so, wie nur Landratten das Steuer ausrichten: parallel zur scharf verlaufenden Wellenkante. Aber Probleme verursacht der nautische Fauxpas keine. Es ist ohnehin kein Wasser in der Nähe. Obwohl der Rasen, auf dem das Schiff ruht, durchaus ein wenig Nass vertragen könnte. Das Boot am Rasen ist eine von sechzig Skulpturen, die sich ein paar Kilometer südlich von Graz über sanft gewelltes Gelände verteilen. Was auch Peter Weibels Plastik „Der Globus als Koffer“ scheinbar Mühe bereitet: Recht unsicher wirkt die Kofferwelt des Medienkünstlers im Gelände. Doch dafür steht das Gesamtkonzept des „Österreichischen Skulpturenparks“ auf solider Basis. Hochkarätiges wird hier seit dem Jahr 2003 unter freiem Himmel präsentiert. Arbeiten renommierter Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Künstlergenerationen – von Fritz Wotruba über Franz West bis zu Erwin Wurm und Heimo Zobernig – legen da aussagekräftige Querverweise zu internationalen Strömungen skulpturalen Schaffens vor.

Die Geschichte der Skulptur von der klassischen anthropomorphen Plastik über die Erweiterung zur Möbelskulptur bis hin zu konzeptuellen sprachlichen Arbeiten wird da thematisiert. Dazu gesellt sich noch die Art der Präsentation selbst. Differenziert hat der Schweizer Landschaftsarchitekt Dieter Kienast die sieben Hektar umfassende Topographie angelegt: Waldweiher, Lotusblütenteiche, Labyrinthe und Rosengärten verweben sich zur spektakulären Freiraum-Architektur und verfolgen ein Ziel: nämlich eine Wechselbeziehung zwischen Natur und Skulptur entstehen zu lassen, die sich permanent ändert.

Das Land, die Kunst und die Geschichten, die beide erzählen. – Wie vielfältig sich all das verweben lässt, kann man auch an einem anderen steirischen Ort erfahren, der sich dem spannenden Dialog von Kunst und Natur widmet, im LandArt Park Gleinstätten. Florale Skulpturen ziehen hier den Blick in ihren Bann, doch vor allem geht es um behutsame Intervention. Schattenfiguren mit gewaltigen Ausmaßen laden im Dickicht der Blätterdächer zum meditativen Verweilen ein. Genau das tut auch Michael Kienzers in eine Baumgruppe gesetztes Drahtkunstwerk. Dass das „Parasites“ langsam vom Weidengestrüpp durchwachsen wird, ist Teil des Konzepts und zugleich typisch für jene subtilen Berührungspunkte, die Österreich heute eine Reihe von Skulpturenparks verschaffen.

Mitunter verbindet sich die Entstehung freilich auch mit privater Initiative. Kommt man von der Bundesstraße 50 und biegt im verschlafenen burgenländischen Örtchen Winden in die Kleine Bachgasse ein, parkt linker Hand ein UFO. Doch schon lange bevor die glänzende Metallscheibe wie ein Alien auf einer Steinmauer auftaucht, schöpft man Verdacht. Da war doch auch der metallische Turm zu sehen, der wie ein Totem aus einer weit entfernten Galaxie über die Zeilen der Rebstöcke in den Himmel ragt. Spaziert man etwas später durch den Garten des Bildhauers Wander Bertoni, der hier auf freiem Gelände viele seiner Großplastiken versammelt hat, dann wird eines klar: Man durchstreift ein Lebenswerk, bewegt sich zugleich auf dem Terrain einer alten Wassermühle, auf dem im Laufe der Zeit Reste einer römischen Villa aufgetaucht waren, und auf dem die älteste Weinpresse Österreichs zu bestaunen ist. Vor allem aber findet sich hier viel Kunst Weinpresse Österreichs zu bestaunen ist. Vor allem aber findet sich hier viel Kunst Weinpresse Österreichs zu bestaunen ist. Vor allem aber findet sich hier viel Kunst Weinpresse Österreichs zu bestaunen ist. Vor allem aber findet sich hier viel Kunst Weinpresse Österreichs zu bestaunen ist. Vor allem aber findet sich hier viel Kunst Weinpresse Österreichs zu bestaunen ist. Vor allem aber findet sich hier viel Kunst Weinpresse Österreichs zu bestaunen ist. Vor allem aber findet sich hier viel Kunst Weinpresse Österreichs zu bestaunen ist. Vor allem aber findet sich hier viel Kunst Weinpresse Österreichs zu bestaunen ist. Vor allem aber findet sich hier viel Kunst im offenen Raum: Da liegt eine gemeißelte Schöne, untrennbar verbunden mit dem Marmorbett, aber wohl auch mit der Stille des Seerosenteichs neben ihr. Ein dickes Ei brütet in der pannonischen Sonne – und auf bizarrem Sockel. Andere der in Metall oder Stein ausgeführten Skulpturen, die sich hier übers Gelände verteilen, erinnern an die mittelalterlichen Stelen ethnographischer Freilichtmuseen.

Der Besuch in Winden ist kein schlechter Einstieg für Ausflüge in Sachen Skulpturenpark. Zum berühmten Römersteinbruch von St. Margarethen, der ein spektakuläres Setting mit Schnupperkursen für Bildhauer verbindet, sind es gerade ein paar Minuten. Und auch Johannes Haiders NN Fabrik ist nicht allzu weit entfernt. Hier kommt man moderner LandArt schon verdächtig nahe: Weiße Lettern stehen da auf einer saftigen Wiese, und reihen sich zum Skulpturen-Satz DAS WORT STEHT IN DER WIESE. Weiter hinten lässt der Deutsche Bruno Feger „Hagebutten“ aus dem Boden wachsen, zwei Stück nur, dafür aber mehrere Meter hoch. In Summe verteilen sich 21 Großplastiken über das 20.000 Quadratmeter große Grundstück bei Oslip, welche Einblick in das aktuelle Schaffen repräsentativer Bildhauer aus Mitteleuropa geben.

Mitunter ist es aber auch einfach so: Dass eine Sage ein Gesicht bekommt, welches dann plötzlich am Wiesenhang auftaucht. „Der Müllerfuchs vom Gerstboden“ ist so ein Fall – und kommt echter LandArt schon ein gutes Stück näher. An exponierter Stelle, am Fuße der Leoganger Steinberge, wurden hier die Konturen eines fünfundzwanzig Mal dreißig Meter großen Fuchskopfes in die Landschaft gesetzt – wie ein riesiges Tattoo einer sanft gewölbten Bergschulter. Prähistorische Erdzeichen haben den einheimischen Architekten und Initiator Ulrich Stöckl dabei inspiriert. Doch vor allem will er mit seiner Installation alte Märchen in Erinnerung rufen, und diese am Originalschauplatz wieder mit Leben füllen. Ganz so grausig wie die lokale Geschichte vom gotteslästerlichen Müller, der, als Fuchs wiedergeboren, die Gerstbodener nächtens mit Geheule in Angst und Schrecken versetzt haben soll, ist der nette Fuchskopf freilich nicht. Raffiniert wird das Objekt gleich mehrfach mit der Umgebung in Beziehung gesetzt. Denn zum Erbe der Gegend zählt ja nicht nur die Sage, sondern dazu gehört auch jene traditionelle Pinzgauer Flechtzaun-Technik der „Giaschdn“-Zäune, die für die Gestaltung des Fuchskopfes herangezogen wurde. Doch weil der Fuchs der Sage nach vorzugsweise in den Nachtstunden wütete, erzählt das Holz seine Geschichte in Verbindung mit moderner Lichttechnik. Klar, dass er in der Nacht im Neon-Pelz besonders unheimlich wirkt. Den besten Blick hat man übrigens von der idyllisch gelegenen Sinnlehenalm.

Es ist nicht das erste Mal, dass Ulrich Stöckl seiner Heimat ein LandArt-Logo verpasst. Bereits 2007 hat er im Oberpinzgauer Stubachtal, und basierend auf der Sage „Die Wildfrauen vom Stubachtal“, einen überdimensionalen Fußabdruck in die Landschaft gesetzt. Gegenwärtig harren weitere acht Sagen im Pinzgau ihrer Umsetzung.

Private Initiativen und innovative Gemeinden gehen da Hand in Hand. Die Salzburger Gemeinde Leogang eröffnete in diesem Sommer noch ein zweites Projekt, bei dem sich Kunst und Natur erwandern lassen – dahinter steht das Bemühen der Salzburger Gemeinde, sich als Kulturort zu positionieren. Sieben Pinzgauer Künstler/innen haben entlang des drei Kilometer langen Kunst- Wanderwegs „Leos GangArt“ am Fuß des Asitz ungewöhnliche Kunstwerke geschaffen, die sich ebenfalls mit dem Erbe der Region auseinandersetzen. Da erinnern Keramikarbeiten mittels symbolhafter Darstellungen an die Zeit des Bergbauerndorfs Hütten, während ein Kunst-Torlauf die Auswüchse des Wintertourismus hinterfragt. An archaische Traditionen, die heute im Orient überdauern, knüpft der „Wunschzettelklangbaum“ an. Doch die – traditionellerweise auf Zettelchen geschriebenen – Bitten werden hier nicht lautlos vom Wind weitergetragen. An ihre Stelle sind Klangstäbe getreten. Ganz anders verbindet John Glader Kunst und die umliegende Natur: Seine zwei Steinskulpturen „Sitzstein“ und „Tautropfen“ hatte die Leoganger Ache schon einmal vorgeschmirgelt – wurden diese doch aus so genannten Geschiebesteinen herausgearbeitet. Und das ist auch ganz im Sinne des Skulpturenparks, der weniger Freilichtmuseum sein will, und mehr auf stetige Bewegung und Veränderung abzielt, was auch eine fortlaufende Erweiterung des Weges beinhalten soll – Leos GangArt eben.

Auf sehr unterschiedliche Art und Weise verteilen sich ähnlich gelagerte Projekte über das ganze Land. Am Bodensee geht Kunst sogar ins Wasser – und zwar in jenes des Harder Binnenbeckens. Juri Troy kreierte dafür drei „Zahlen“-Skulpturen, die mit Hochwasser, mittlerem Wasserstand und Niedrigwasser korrespondieren. Jedes dieser Objekte ist viereinhalb Meter lang und besteht aus einer Zahl mit mindestens 12 Nullen. Die einzelnen Skulpturen sind genau an jenem Pegelstandort platziert, den sie zahlenmäßig dokumentieren: Am Fußweg oberhalb des Ufers, als „Mittelwasserstand-Skulptur“ am Ufer selbst – während die „Niedrigwasser-Zahl“ nur in der Winterzeit sichtbar ist, und bei den höheren Wasserständen im Sommer verschwindet. Seit dem Sommer 2010 gibt es parallel dazu in Vorarlberg auf 2039 Metern über dem Meeresspiegel das bisher größte Kunstprojekt des Bundeslandes zu bestaunen. Der britische Bildhauer Antony Gormley hat hier hundert lebensgroße Eisenabgüsse des menschlichen Körpers über die Bergwelt verteilt – wozu ihm zwischen Diedamskopf, Lech, Warth, Damüls und Sonntag hundert Quadratikilomenter Fläche gerade groß genug waren.

Man sieht: LandArt ist schwer im Kommen. Das vermuteten die privaten Initiatoren des Projektes „Mondsee Land Art“, zu dem 227 Künstler aus neun Nationen Projekte einreichten, bereits vor Jahren. Also wurden Kontakte zu Grundstücksbesitzern geknüpft. Mit dem spannenden Ergebnis, dass Spaziergänger und Badegäste rund um die Salzkammergut-Gemeinde mitunter unvorbereitet auf Kunst im Naturraum treffen. Da taucht zwischen den Luftmatratzen des öffentlichen Badeplatzes Zell am Moos die „Gekippte Fläche“ des Franzosen Benoit Tremsal auf – als ob das ausgehebelte Rasenstück die Verrenkungen der benachbarten Campingbetten mitmachen wollte. Die Steinplastik „Phyllotaxis Irrsee“ von Sjoerd Buisman aus Holland nimmt auf die Buchten und Halbinseln des gleichnamigen Sees Bezug, während der New Yorker Künstler Richard Nonas auf einem Hügel in der Nähe des Loibichler Hotels „Seehof“, Gemeinde Innerschwand, seine „Stoneline“ zog – eine Skulptur, die mit vertrauten Sehweisen und verfremdeten Landschaftsbildern spielt.

Projekte, die sich über mehrere Nachbargemeinden verteilen, sind freilich die Ausnahme. Eher kompakt gibt man sich denn auch im Wald- und im benachbarten Mühlviertel, wo das wichtigste Wirtschaftsgut der Region – gleichzeitig Mittel der lokalen Identifikation – den Ausgangspunkt naturnaher Kunsterfahrung darstellt: nämlich Holz. Das gilt für den kleinen oberösterreichischen Bildhauerort Schwarzenberg am Böhmerwald, dessen Ortsbild bereits seit Anfang der Neunziger Jahre von zahlreichen Holzskulpturen geprägt ist, und wo bislang 116 Künstler aus aller Welt und im Rahmen von Holzbildhauersymposien die Exponate zum „1. Österreichischen Skulpturenpark“ beisteuerten.

Ähnliches lässt sich auch für die Waldvierteler Gemeinde Großschönau behaupten. Egal von welcher Richtung man in den Ort rollt – solange man sich auf der Hauptstraße bewegt, verrät in jedem Fall eine unübersehbare, am Ortseingang platzierte Großskulptur, dass der Zugang der Waldviertler zum Holz auch ein kunstsinniger ist. Seit dem Jahr 2003 sprießt hier die Kunst aus dem Gemeindeboden, werden aus den mächtigen Stämmen Holzskulpturen geschaffen. Begonnen hat alles mit jährlich stattfindenden Symposien, aus denen im Laufe der Zeit ein Kunst- & Kultur-Erlebniswanderweg entstand. Über zwölf Meter Höhe misst das größte der insgesamt 58 großvolumigen Holzkunstwerke, die hier längst auch thematisch gruppiert werden. So laden die Skulpturen des unter Mitwirkung internationaler Künstler entstandenen Sternzeichenparks zum Meditieren über jähzornige Skorpione und unstete Zwillinge ein – in jedem Fall aber zum Durchatmen zwischen Waldluft und Kunstgefilde.

Tiefer in die sprichwörtliche Mystik der Wackelstein-Welt führt der Steinwanderweg Langschlag. Kunstobjekte sucht man hier vergeblich, aber dafür tauchen Relikte einer uralten Kultur im Rahmen eines thematischen Wanderwegs auf. Schalensteine, Blutschalen, Teufelssitze oder Fruchtbarkeitssteine heißen die zehn Millionen Jahre alten, geologischen Urgesteine des Waldviertels, die an ihrer Oberseite runde und ovale Vertiefungen aufweisen – und hier im Rahmen einer schönen Waldwanderung bewundert werden können. Brandneu und alt zugleich – das lässt sich auch für den jüngsten Skulpturen-Erlebnispark der Gegend behaupten, der das Kunstmuseum Waldviertel in Schrems angeschlossen ist. Fast könnte man glauben, dass man sich an einer alten Ausgrabungsstätte befindet. – Plätze mit riesigen Himmels-Skulpturen, verschlungene Verbindungswege, die zur versteckten Steinkapelle führen. Es ist eine in eine grüne Parklandschaft eingebettete Stätte mit Zeittiefe, mit archaisch anmutenden und gleichzeitig modernen Platzgestaltungen, mit großen Raumskulpturen und Objekten, die die Handschrift des renommierten Künstlers Makis Warlamis verraten. Im Gegensatz zu vielen anderen Skulpturenparks ist das Umherstreifen zwischen Natur und Kunst hier nicht das einzige Anliegen. Darauf verweist der Mittelpunkt des großen Freiluft-Raumtheaters am Rosenhügel, der auf gewisse Weise ja auch ein Ideal der Antike heraufbeschwört: Kunst inmitten der Natur, das war einst auch Theatersache.

OBERÖSTERREICH

Österreichischer Holzskulpturenpark
Führungen gegen telefonische Voranmeldung:
Tel.: +43 7280 306 bei Hr. Deutschbauer
4164 Schwarzenberg am Böhmerwald
www.schwarzenberg.co.at

Leos GangArt
Asitz Leogang, ganzjährig geöffnet
Saalfelden Leogang Touristik GmbH
Tel.: +43 6583 8234 22

NIEDERÖSTERREICH

Kunstmuseum Waldviertel
3943 Schrems, Mühlgasse 7
Tel.: +43 2853 72 888
www.daskunstmuseum.at

STEIERMARK

„Skulpturenpark“ in Irdning
Kontakt und Öffnungszeiten:
Skulpturenpark Irdning
8952 Irdning
Tel.: +43 3682 23999
www.irdning.at
Der Skulpturenpark Irdning ist jederzeit zu besichtigen!

Mit Gartenkunst beschäftigt sich auch der „Kunstgarten“
http://kunstgarten.mur.at

„Österreichischer Skulpturenpark“ in Unterpremstätten
www.museum-joanneum.at

LandArt Park & Au beim Schloss Gleinstätten
Marktgemeinde Gleinstätten 8443 Gleinstätten 1
Tel.: +43 3457 2215
www.gleinstaetten.steiermark.at

BURGENLAND

Wander Bertonis, Galerie nur nach telefonischer Vereinbarung unter
Gritschmühle 1
7092 Winden am See
Tel.: +43 664 43 25 403
www.wanderbertoni.com/homepage/folge.htm

VORARLBERG

Langenegg:Energie-Kunstportale-Wanderung

Das Dorf Langenegg engagiert sich seit Jahren für Nachhaltigkeit, Energie- und Klimaschutz. Der „Energieweg“ macht Energie begreifbar und erlebbar. In den Weg integriert ist ein künstlerisch gestalteter Skulpturenweg. Beim Gemeindeamt
beginnt der Weg. Durch die roten Portale führt er zur Sonnenuhr und durchs Wind- und Wasserportal mit seinen Energiespielen. Beim Hotel Krone überquert der Weg die Landesstraße und führt weiter, den Portal-Schildern folgend, zum Portal „Sagenhaftes“.
Information Tourismusbüro Langenegg
Tel.: +43 5513 4101 14
www.langenegg.at


Übersicht: Gärten und Gartenreisen

Marienschlössl Wiedendorf
3491 Wiedendorf/ Gemeinde Straß
www.marienschloessl.at

ARCHE NOAH Schaugarten
3553 Schiltern
www.arche-noah.at/etomite

Kittenberger Erlebnisgärten
3553 Schiltern
www.kittenberger.at

HeilkräutergartenMaissau
Am Graben
3712 Maissau
T.: +43 2958 82271 (Gemeindeamt)
www.maissau.at

Germanisches Gehöft Elsarn
Kremser Straße
3491 Elsarn
www.freilichtmuseum-elsarn.at

Stift Melk
3390 Melk
www.stiftmelk.at

Kaiserliches Festschloss Hof
2294 Schlosshof 1
www.schlosshof.at

 

Die Garten Tulln
NÖ Landesgartenschau, Mitte April bis Ende Oktober
www.diegartentulln.at

Sabtours
Anbieter von Gartenreisen
www.sabtours.at

 


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