Gut einkaufen in Kärnten

In Kärnten einkaufen: Hier finden Sie das typisch Kärntnerische, das Besondere und Regionale: edles und qualitativ Hochwertiges statt Massenware.

Märkte in Kärnten

Viele Bauern finden sich auch jede Woche am Donnerstag und am Samstag in Klagenfurt auf dem Wochenmarkt am Benediktinerplatz. Mit seinem reichen Angebot ist er ein wunderbares Beispiel für die große Produktpalette der österreichischen Köstlichkeiten, die auf den lokalen Märkten des Landes verkauft werden. Der Markt am Benediktinerplatz ist aber noch mehr: er ist das beste Beispiel für das neue Europa der Regionen. Wie selbstverständlich mischen sich hier auch Bauern aus dem nahen Slowenien und dem italienischen Friaul unter die Händler und verkaufen gemeinsam mit den Kärntner Kollegen Köstlichkeiten für Küche und Keller.

Wochenmarkt Benediktinerplatz Klagenfurt
Benediktinerplatz, 9010 Klagenfurt
www.visitklagenfurt.at/essen-trinken-in-klagenfurt/benediktinermarkt/


Jauntaler Bauernsalami

„Schön kompakt muss sie sein, appetitlich im Anschnitt und gerade richtig würzig“, beschreibt Thorsten Ribeschel die perfekte Jauntaler Bauernsalami. Eine Information von höchster Stelle, denn Herr Ribeschel ist amtierender Salamikönig – und das mit jugendlichen 21 Jahren! Eine Ehre, die alljährlich dem besten Produzenten des Jauntals zuteil wird und neben der begehrten Trophäe viele Repräsentationstermine und entsprechendes Renommee mit sich bringt. „Ja, unser Thorsten wird jetzt ganz schön herumgereicht“, bestätigt sein Vater Franz, der bei der heurigen Salamikrönung in Stift Eberndorf ebenfalls eine prämierte Geschmacksprobe eingereicht hat, den Thron letztendlich aber Herrn Ribeschel Junior überlassen musste. „Aber was kann ihm Besseres passieren, schließlich soll er sich etwas aufbauen und früher oder später auch den Hof übernehmen, und damit zwischen 250 und 300 Schweine!“

Strengste Kriterien
Die charakteristische Jauntaler Salami, auch „Königin der Würste“ genannt, ist mehr als ein genussvolles Nahrungsmittel. Sie ist ein echtes Kulturgut, das gleich drei Traditionen in sich birgt: Jene der optimalen Haltung und Fütterung der Schweine, jene der Rezeptur, die von Bauer zu Bauer variiert und wie ein Staatsgeheimnis gehütet wird und jene der Erfahrung und des Qualitätsbewusstseins der Produzenten.

Zusätzlich haben sich die Bauern des Jauntals auf gleich 40 Richtlinien geeinigt, die nicht nur für den Salamikönig strengstens einzuhalten sind.

„Wir produzieren unsere Salami aus 100% Schweinefleisch, seit circa 30 Jahren nach einem fast unveränderten Hausrezept“, lässt Franz Ribeschel hinter die Kulissen der hofeigenen Wurstproduktion blicken. „Einige hundert Salamis reifen bei uns ständig in der Trockenkammer. Wobei ein Schwerpunkt sicher im Winter liegt. Je trockener die Witterung, desto besser das Ergebnis. Zu viel Feuchtigkeit bekommt den Würsten gar nicht.“

Unverkennbar ein Original
Farbe, Geschmack, Schnitt, Geruch und die Fleischqualität sind die wichtigsten Kriterien bei der fachmännischen Beurteilung einer Jauntaler Salami. Die originale Bauernsalami – nicht zu verwechseln mit der Haussalami, die auch andere Fleischsorten enthalten darf – besteht aus reinem Schweinefleisch samt feinen Speckwürfeln, wird mild über Buchenholz geräuchert und reift ganze acht Wochen, wodurch sie ihren typischen Geschmack entwickelt.

Thorsten Ribeschel: „Eine der vielen Besonderheiten ist mit Sicherheit, dass für eine Jauntaler Salami das ganze Schwein genutzt wird. Es kommen also auch und vor allem die Gustostückerln mit hinein. Kein Gewürz darf hervorstechen, auch nicht der Knoblauch, den wir an den Produktionstagen kiloweise von Hand schälen. Ja, und dann geht es um die feine Ausgewogenheit zwischen dem natürlichen Fleischaroma und dem mit der Zeit entstehenden Reifearoma.“ Man merkt, der junge Salamikönig hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt. Kein Wunder, dass er gemeinsam mit seinem Vater bei der letztjährigen Jury-Sitzung gleich zwei „Goldene“ mit nach Hause gebracht hat. Von der Salamikrone – dem rustikalen Wanderpokal in Form einer geschnitzten Holztafel – ganz abgesehen.

Genuss Steckbrief: Genuss Region Jauntaler Salami

Jauntaler Bauernsalami, zu 100% aus Schweinefleisch Gekrönte Häupter: beim jährlichen Salamifest im Stift Eberndorf, jeweils im August (Details auf www.salamigenuss.at)!

Franz und Thorsten Ribeschel
Rückersdorf 20
9123 St. Primus, Österreich
Tel: +43 664 4953 207
franz.ribeschel@aon.at

 

Bienenprodukte von der Apis mellifera carnica

Jedem Bundesland seine Biene? Zumindest hat Kärnten eine, die so genannte Apis mellifera carnica, die aus der westlichen Honigbiene hervorgegangen ist und sich im Süden Österreichs offensichtlich schon seit Jahrhunderten wohlfühlt. Die sanftmütige und emsige Carnica schöpft aus dem landschaftlichen Reichtum der Naturregion und verwandelt ihn einerseits in köstlich-aromatischen Honig, andererseits in wertvolle Zusatzprodukte wie Gelée Royale, Propolis, Bienenwachs und Rosentaler Gebirgs- und Blütenpollen, die in den Imkereien der Carnica Genuss Region Rosental angeboten werden. Propolis, das zum Abdichten des Stockes verwendete Bienenharz, und Gelée Royale, der Futtersaft, mit dem die Honigbienen ihre Königinnen aufziehen, sind hochgeschätzte, aufbauende Wirkstoffe in der Alternativmedizin und Naturheilkunde, aber auch in der Kosmetik. Schönen Dank an die Bienen!

RosentalerCarnica Honig
Ressnig 49
9170 Ferlach
Tel.: +43 4227 5119
www.carnica-rosental.at


Kräuter aus dem Kräuterdorf Irschen

Im Kräuterdorf Irschen in Kärnten finden Interessierte einen Kräuterkraftkreis, Kräuter-Wanderungen und ein bekanntes 2-tägiges Kräuterfestival mit kulinarischen Schmankerln aus der Bauern-Kräuterküche. Die Herstellung von Kräuterschnäpsen kann man im Dorf ebenso lernen wie das richtige Räuchern von Kräutern.

Kräuterdorf Irschen
www.irschen.com

 

Oberdrautal Kräuterdorf Irschen. (c) Kärnten Werbung


Die Ferlacher Büchsenmacherei

Sie sind schön wie Museumsstücke, wenn sie aus der Werkstatt kommen, und doch für die Praxis gemacht: Mit ihrer Präzision erfreuen Gewehre aus Ferlach das Herz des Sammlers. Schon Kaiserin Maria Theresia begeisterte sich für die Ferlacher Waffenmeister. Das Handwerk der Büchsenmacherei wird in Ferlach in Kärnten seit über 500 Jahren ausgeübt; die Büchsen aus dem Rosental sind in ganz Europa geschätzt. Das belegen Waffensammlungen von Adelshäusern und Museen von St. Petersburg bis Cleveland. Zu erkennen sind sie am Prüfzeichen, das auf Lauf, Schloss und Schaft aufgedrückt wurde, nachdem der Beschaumeister sie für hervorragend befunden hatte. Diese seit 1631 praktizierte Qualitätskontrolle legte den Grundstein zum nachhaltigen Erfolg.

Jeder Jagdstutzen aus Ferlacher Erzeugung ist ein Unikat, maßgefertigt nach den Wünschen der Auftraggeber: Sie entscheiden Laufkaliber, Schlossarten oder Laufkombinationen, bestimmen die zierenden Gravuren der Metallplatten auf dem Schaft und wählen das edle Holz dafür aus. Dann wird für die Schaftlänge Maß genommen. Faszinierend dabei ist das Zusammenspiel vieler hochspezialisierter Handwerke, die nur durch die Büchsenmacherei lebendig geblieben sind: Schäfter, Graveure, Schlossmacher, Baskuleure und Laufgarnierer arbeiten Hand in Hand und den Büchsenmachern zu. Diese Meister fügen die einzelnen Teile schließlich zusammen und stellen den Stutzen fertig. Einmal eingeschossen, legen sie ihn dem Beschussamt vor. Dort wird die Waffe mit Patronen geladen, die höheren Druck erzeugen als die üblichen. Hält sie das aus, wird sie amtlich freigegeben. Elf Büchsenmachermeister stellen im Jahr ungefähr 200 Stutzen her. Ihre Erzeugung braucht unterschiedlich lang, manchmal sogar Jahre, wenn Gravuren und Schmuckbesatz besonders aufwändig sind. Dass Ferlacher Stutzen noch immer eine königliche Jagdwaffe mit künstlerischem Wertsind, bezeugt die Kundenliste. Welchen Ruhm sie sich international erworben haben, beweisen die Schüler aus aller Welt, die in Ferlach die waffentechnische Schule besuchen und später über ihre eigenen Geschäfte stolz die Berufsbezeichnung „Ferlacher Büchsenmachermeister“ schreiben.

Traditionelle Büchsenmacher

 


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