Der Römerradweg

Im österreichischen Innviertel gibt es zahlreiche Möglichkeiten, entlang von Salzach, Inn und vielen kleinen Flüssen Rad zu fahren. Das Highlight des Zweiradangebotes ist zweifellos der Römerradweg. Er ist – wie schon sein Name verrät – ein Radweg, der sozusagen in die Römerzeit führt. Er ist daher neben der regulären Radwegebeschilderung auch mit Römerhelmen markiert. Auf dieser Radreise kommen die Besucher immer wieder an interessanten Fundstellen vorbei. Informationstafeln geben Einblick in das Leben der Römerzeit. Der familienfreundliche Radweg wurde mittlerweile zu einem Rundkurs geschlossen und umfasst nun die Tour zwischen Passau, dem Innviertel, Attersee, Wels, Traun, St. Florian und Enns. Retour geht es auf dem Donauradweg über insgesamt 242 Kilometer. Eine interessante Mountainbike-Strecke ist die Verbindung von Maria Schmolln nach St. Johann, eine auch für Hobby-Mountainbiker geeignete Tour.

Eine aktuelle Karte der Region gibt es in allen Tourismusverbänden. Auch online unter www.innviertel-tourismus.at gibt es Informationen rund um diese oberösterreichische Region, die auch bei Wanderern beliebt ist. Hier lassen sich zum Beispiel die Geheimnisse des ursprünglichen Kobernaußerwalds entdecken. Ein besonderer “Leckerbissen” für Wanderfreunde ist der Europäische Pilgerweg VIA NOVA vom deutschen Metten bis nach St. Wolfgang am Wolfgangsee.

Landschaft im Innviertel / bei Neukirchen

Die weiten Wiesen des frühherbstlichen Innviertels bei Neukirchen. © Österreich Werbung, Fotograf: Weinhaeupl W.

Wer bei einer Radtour gerne Geschichte und Kultur seiner Urlaubsregion erkundet, findet im Innviertel eine gute Auswahl an Museen. Etwa das Römer-Erlebnismuseum “Ochzethaus” in Altheim. Hier befindet sich auch das Wirtshausmuseum beim Napoleonwirt, wo der französische General vor rund 200 Jahren logierte. Sehenswert ist auch die Falknerei auf der Burg Obernberg, das Heimathaus Obernberg oder das Stift Reichersberg mit der Stiftsvinothek. Das Stelzhamermuseum Pramet und der Kräuter- und Rosengarten der Naturschule St. Veit sind ebenfalls lohende Ziele.


Zum Einstimmen auf das Innviertel ein Buchtipp:

“Der Onkel Franz oder die Typologie des Innviertlers”

Ein wenig erinnern das Innviertel und seine Bewohner an das unbeugsame gallische Dorf ….. Und diesen Menschen hat Klaus Ranzenberger mit seinem “Onkel Franz” ein Denkmal gesetzt, frei nach dem Motto “Was den Wienern die Tante Jolesch, ist den Innviertlern der Onkel Franz”. Liebenswert, unbeugsam und manchmal ein wenig stur, skeptisch gegenüber jeglichem Blendwerk und unglaublich scharfsichtig ist er, der Onkel Franz, der als Archetyp des Innviertlers vorgestellt wird.

Der seinen wachen Geist gerne hinter beredtem Schweigen verbirgt, und der das Leben gelassen zu nehmen weiß, wie es eben ist. Aber das mit großem Genuss … Klaus Ranzenberger gelingt es mit viel Herz und Humor, uns mit Innviertler Typen und ihren Lebensweisen bekannt zu machen.

 

Klaus Ranzenberger
Der Onkel Franz oder die Typologie des Innviertlers
160 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, Hardcover
ISBN: 978-3-7025-0767-1

Der Onkel Franz hat es nicht so mit dem Elektrischen. So nennt es halt er: „Dös Eleggtrische.“ Meinen tut er damit Elektronisches, Digitales. Elektronische Medien etwa oder Geräte, die eine gewisse Komplexität in Bedienung und Anwendung überschreiten. Mit Strom betriebene Werkzeuge, die der Onkel ja früher auch beruflich zu bedienen hatte, sind hier nicht gemeint. „Woast, Bua“, hielt er in einer mit mir geführten Unterhaltung zum Thema fest, „a so a Flex, a Bohrmaschin oder a Kreissog, do kimmt hint da Strom beim Kabi eini, donn host an Schoita zun Eischoitn, nochan geht da Strom zun Elektromotor und donn draht se de Gaudi. Des tuats.“ Solch einfach strukturierten technischen Vorgängen vertraut der Onkel Franz. Sie entsprechen seinem Charakter. Geradlinig, nachvollziehbar – Punkt.

Klaus Ranzenberger

geboren 1964 in Braunau am Inn, ebendort Friseurlehre, Meisterprüfung. Betreibt seit 1990 in Braunau einen Salon. Beschäftigt sich seit frühester Jugend mit Karikatur, Malerei und dem Schreiben. Veröffentlichungen von satirischen Kurzgeschichten in Studentenzeitungen. Mehrere Lesungen aus dem noch nicht veröffentlichten „Onkel Franz“, einer zeitgenössischen Innviertler Entsprechung von Torbergs Tante Jolesch.

 


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