Sommerzeit – erhöhte Unfallzeit für Kinder

Auf welche Gefahrenquellen Autofahrer besonders achten sollten

In den Sommerferien sind Kinder nicht nur zu den sonst eher gewohnten Schulbeginn- und -Endzeiten, sondern verstärkt auch untertags im Straßenverkehr unterwegs. Die meisten Unfälle mit Kindern ereignen sich zwischen Mai und August. „In den Jahren 2012 bis 2015 war der Juni mit über 300 Kinderunfällen der Monat mit den häufigsten Unfällen, knapp dahinter Juli und Mai (Quelle: Statistik Austria)“, berichtet ÖAMTC-Psychologin Marion Seidenberger. „Vor allem Kinder im Kindergarten- und Volkschulalter sehen, hören und reagieren noch nicht so gut wie Erwachsene. Räumliche Wahrnehmung fällt ihnen schwer, sie können Entfernungen noch nicht gut abschätzen, haben längere Reaktionszeiten, sind sehr spontan und leicht ablenkbar. Und meistens fehlt ihnen aufgrund der geringen Körpergröße der Gesamtüberblick.“

Autofahrer sollten sich der geringen Risiko- und Gefahrenwahrnehmung von Kindern bewusst sein, im Sommer vor allem rund um Freizeiteinrichtungen und Einkaufszentren besonders aufmerksam fahren und verstärkt mit jungen Verkehrsteilnehmern rechnen.

Was Eltern und Begleitpersonen tun können

Um Unsicherheiten und Unfälle bei Kindern im Straßenverkehr zu vermeiden, sollten Eltern, Erziehungsberechtige und Begleitpersonen auch „Freizeitwege“ mit ihrem Nachwuchs üben und durch richtiges Vorleben zeigen, wie man sich als aufmerksamer Fußgänger oder Radfahrer sicher bewegt. Seidenberger: „Viele Kinder tippen beim Überqueren einer Kreuzung am Handy, hören über Kopfhörer Musik und übersehen eine rote Fußgängerampel. Dabei imitieren sie Erwachsene, die leider oft ein schlechtes Vorbild abgeben“. Eine ÖAMTC-Umfrage im Oktober 2015 hat in diesem Zusammenhang ergeben, dass 15 Prozent der Erwachsenen regelmäßig bei Rot die Straße überqueren. „Sie sollten sich daher ihrer Vorbildwirkung bewusst sein und sich entsprechend sicher und gesetzeskonform verhalten,“ rät die Club-Psychologin abschließend.

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