Wien 2020 – die spannendsten Events

Wien 2020 – die interessantesten Ausstellungen, Events und Festivals!

Wien 2020 – Ausstellungen zu Beethoven

Ludwig van Beethoven ist in Wien 2020 ein wichtiges Thema in Wiener Museen: ein Überblick über temporäre und permanente Ausstellungen zum Musikgenie.

Bereits seit dem Dezember 2019 zeigt die Österreichische Nationalbibliothek in ihrem Prunksaal in der Ausstellung Beethoven. Menschenwelt und Götterfunken Originalbriefe und Handschriften von herausragenden Werken Beethovens. Gezeigt werden etwa Seiten aus der 9. Symphonie – eine Leihgabe aus Berlin – sowie das Autograph von Beethovens einzigem Violinkonzert (op. 61). Zusätzlich zu den 130 Briefen aus der Hand des Meisters ist die Musiksammlung der Nationalbibliothek auch im Besitz der „Sammlung Hoboken“, die nahezu alle Erst- und Frühdrucke von Beethovens Werken umfasst.

Das Mozarthaus Vienna spürt in der Ausstellung Die Trias der Wiener Klassik: Haydn – Mozart – Beethoven Gemeinsamkeiten, Parallelen und Gegensätzen der drei Giganten der Musikwelt nach. Mozart und Haydn waren eng befreundet und musizierten gemeinsam in Mozarts Wohnung (heute Mozarthaus Vienna). Beethoven wäre gern ein Schüler Mozarts geworden, später wurde Haydn sein Lehrer.

Mit einer durchaus ungewöhnlichen Hommage würdigt das Kunsthistorische Museum Wien in Kooperation mit dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien den großen Meister der Wiener Klassik, dessen 250. Geburtstag 2020 gefeiert wird. Die Ausstellung Beethoven bewegt bringt in Wien 2020 Gemälde von Caspar David Friedrich, Skizzenbücher William Turners, Grafiken von Francisco de Goya und Jorinde Voigt, Skulpturen von Auguste Rodin, Rebecca Horn und John Baldessari, eine performative Skulptur von Tino Sehgal, ein Video von Guido van der Werve u.v.m. ins Gespräch und in Beziehung mit der Musik und der Person Beethovens. Sie schlägt so eine visuelle Brücke bis zur Gegenwart und versteht sich als poetische Reflexion auf den Komponisten und sein Schaffen: Meisterwerke der Bildenden Kunst gehen Verbindungen mit Musik und Stille ein.

Das Leopold Museum zeigt in Wien 2020 im Jubiläumsjahr die Ausstellung Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900. Beethovens VI. Symphonie, die „Pastorale“, inspirierte 1899 den Wiener Jugendstilmaler und Klimt-Kollegen Josef Maria Auchentaller zu einem monumentalen Bildprogramm für das Musikzimmer des Schmuckfabrikanten Scheid. Dieses wird erstmals im Leopold Museum rekonstruiert und steht idealtypisch für die Beethoven-Verehrung der Künstler der Wiener Secession um 1900.

Das Haus der Musik in der Wiener Innenstadt, das am 15.6.2020 seinen 20. Geburtstag feiert, setzt im Beethoven-Jahr 2020 eine Fülle von Aktivitäten: Der Beethoven-Raum im Haus der Musik wird neu arrangiert und temporär durch Originaldokumente ergänzt. Permanent sind dort eine Lebend- und Totenmaske des Komponisten, Autographen, Bühnenbildentwürfe sowie eine Schautafel mit Beethovens zahlreichen Wiener Wohnungen ausgestellt. Bei der Klanginstallation Inside Beethoven erfahren BesucherInnen mit neuester Musikelektronik und raffiniertem Raumdesign, wie es sich anfühlt und anhört, Teil eines Musik-Ensembles zu sein (10.6.-10.8.2020). Die Sonderschau Bernstein’s Beethoven im Innenhof des Museums widmet sich in Kooperation mit dem Beethoven-Haus Bonn der Beethoven-Interpretation durch den berühmten amerikanischen Dirigenten (3.10.2020-10.1.2021).

Ein Wiener Pilgerort schlechthin für alle Beethoven-Fans ist das 2017 neu eröffnete Beethoven Museum im 19. Bezirk mit seinen zahlreichen Exponaten aus dem Leben des Meisters in Wien. In diesem Haus komponierte er Klavierstücke und Violinsonaten sowie das Oratorium „Christus am Ölberge“ und arbeitete an der „Eroica“-Symphonie. Und hier entstand auch jener berühmte, nie abgesandte Brief an seine Brüder: das „Heiligenstädter Testament“, in dem der große Musiker seine fortschreitende Taubheit thematisierte.

Im Pasqualatihaus auf der Mölker Bastei in der Wiener Innenstadt lebte Beethoven mit Unterbrechungen insgesamt acht Jahre – in einer Wohnung, die ihm sein Gönner Johann Baptist Freiherr von Pasqualati zur Verfügung stellte. Hier schrieb er an seiner Oper „Fidelio“ und verfasste einige Symphonien sowie das bekannte Klavierwerk „Für Elise“, heute ist die Wohnung eine Gedenkstätte. In der Secession, die 1902 eine ganze Schau dem Genie des Komponisten Ludwig van Beethoven widmete, ist Gustav Klimts berühmter Beethovenfries zu sehen. Das 34 Meter lange und zwei Meter hohe Wandgemälde, das Beethovens „Neunte“ und deren Interpretation durch Richard Wagner thematisiert, gilt als eines der Hauptwerke des Wiener Jugendstils. 2020 können die BesucherInnen während der Betrachtung von Klimts Meisterwerk über Kopfhörer den 4. Satz aus der Symphonie Nr. 9 d-moll op.125 von Beethoven in neuer Einspielung anhören.

Die Sammlung alter Musikinstrumente in der Hofburg widmet den prächtigen Marmorsaal der Ära Beethoven. Zu sehen sind in Wien 2020 auch eine Beethoven-Büste und zwei Porträts.

  • Beethoven. Menschenwelt und Götterfunken, 19.12.2019-19.4.2020, Nationalbibliothek, Prunksaal, Österreichische Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, 1010 Wien, www.onb.ac.at
  • Die Trias der Wiener Klassik: Haydn – Mozart – Beethoven. Gemeinsamkeiten – Parallelen – Gegensätze, 13.2.2020-27.1.2021, Mozarthaus Vienna, Domgasse 5, 1010 Wien, www.mozarthausvienna.at
  • Beethoven bewegt, 25.3.-5.7.2020, Kunsthistorisches Museum Wien, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien, www.khm.at
  • Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900, 30.5.-21.9.2020, Leopold Museum, MuseumsQuartier Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien, www.leopoldmuseum.org
  • Haus der Musik. Das Klangmuseum, Seilerstätte 30, 1010 Wien, www.hdm.at
  • Beethoven Museum, Probusgasse 6, 1190 Wien, www.wienmuseum.at
  • Pasqualatihaus, Mölker Bastei 8, 1010 Wien, www.wienmuseum.at
  • Secession, Friedrichstraße 12, 1010 Wien, www.secession.at
  • Sammlung alter Musikinstrumente, Hofburg, Neue Burg, Heldenplatz (Weltmuseum), 1010 Wien, www.khm.at
John Baldessari: Beethoven's Trumpet (with Ear) Opus # 133, 2007
John Baldessari: Beethoven’s Trumpet (with Ear) Opus # 133, 2007, Photo Timo Ohler

Wien 2020 an der Adresse Berggasse 19

Ende Mai 2020 wird das Wiener Sigmund Freud Museum wiedereröffnet. Neben einer umfassenden Sanierung und verbesserter Infrastruktur wurde Platz für neue Präsentationen geschaffen.

Ende Mai 2020 wird das Sigmund Freud Museum in Wien wiedereröffnet: Eine neue Dauerausstellung mit zeitgemäßer Museumspräsentation erzählt das Leben Sigmund Freuds und seiner Familie in der Berggasse 19, macht die originalen Räume erlebbar und beschreibt, wie unterschiedlich diese im Lauf der Jahrzehnte genutzt wurden. Die von Freud begründete Psychoanalyse wird in ihrer Entwicklung, Aktualität und weltweiten Verbreitung präsentiert. Die Leerstelle, die die abwesende Couch hinterlässt, wirkt wie ein Mahnmal für die Gräueltaten des Holocaust. Freud, der 1938 flüchten musste, konnte sein gesamtes Hab und Gut mit ins Exil nach London transportieren.

Neue und optimierte Serviceeinrichtungen tragen in Wien 2020 zu einem erheblich verbesserten Museumsbesuch bei: Ein Aufzug erschließt alle Stockwerke im Haus, Shop und Kassa im Erdgeschoss werden dem Ansturm von mehr als 100.000 Gästen jährlich gerecht und erleichtern Gruppenbesuche durch die erweiterte Infrastruktur. Ein Museumscafé dient als Treffpunkt. Die Öffnung neuer Flächen im Hochparterre und im Mezzanin macht es den Besuchern möglich, mehr Räume – und insbesondere Freuds Privatwohnung – zu besichtigen sowie die Konzeptkunstsammlung des Museums mit Werken von Franz West, Joseph Kosuth, Jenny Holzer u. a. kennenzulernen. Die Bibliothek der Psychoanalyse im Sigmund Freud Museum, mit einem Bestand von rund 40.000 Medien Europas größte einschlägige Studienbibliothek, ist Teil des großen Neuaufstellungs- und Sanierungsprojektes. Sie wird zeitgemäß untergebracht und mehr Bibliotheksnutzern zugänglich sein. Als neues Herzstück fungiert ein multifunktionaler Lese- und Veranstaltungssaal.

Bis zur Wiedereröffnung des Sigmund Freud Museums Ende Mai 2020 informiert nur wenige Schritte entfernt das Moving Freud Museum mit einer eigens konzipierten Ausstellung über Leben und Werk des Begründers der Psychoanalyse. Freuds Wartezimmer, originale Objekte und Bilder über den zentralen Wissenschaftler der Wiener Moderne sind dort ebenso zu sehen, wie eine Auswahl aus seiner Antikensammlung. Auch Videos der Familie Freud werden in der Berggasse 13 gezeigt.

Im Frühjahr 2020 launcht das Streaming- und Filmproduktionsunternehmen Netflix gemeinsam mit dem ORF (Österreichischer Rundfunk) eine achtteilige TV-Serie, die in 148 Millionen Haushalten und 30 Sprachen über die Bildschirme flimmern wird. „Freud“ zeigt einen jungen, unfertigen Mann, der als Getriebener mit seinen Theorien aneckte.

  • Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien, www.freud-museum.at, Wiedereröffnung Ende Mai 2020
  • Bis Ende Mai 2020: Moving Freud Museum, Berggasse 13 / Liechtensteinstraße 19, 1090 Wien, www.freud2020.at
Simund Freud, Portraitfoto um 1906
Simund Freud, um 1906
– © Sigmund Freud Privatstiftung

Neuigkeiten aus der Wiener Gastronomie

Von der Highball-Bar über das Foodsharing-Restaurant bis zum veganen Feinkostgeschäft: In Wiens Lokalszene tut sich viel: ein Überblick über die jüngsten Neuzugänge in Wien 2020

Das neue Restaurant Das kleine Paradies im 8. Bezirk bietet tagsüber ein vegetarisches Mittagsmenü und eine kleine Nachmittagskarte. Abends wird groß aufgekocht, mit Bio-Fleisch, zahlreichen Beilagen und veganen Gerichten, die auch zum Teilen auf den Tisch kommen. Bemerkenswert ist das Interieur des einstigen Schreibmaschinengeschäfts mit seinem imposanten Marmorportal, intarsiertem Holz aus den 1920er-Jahren und jeder Menge liebevoller Interieur-Details. Knapp vor der Eröffnung steht der Dogenhof auf der Praterstraße im 2. Bezirk, das Begegnungen zwischen Nahrungsmittel-Produzenten und Konsumenten im Lokal in den Fokus stellt. Das kulinarische Konzept, das vom benachbarten Analog-Conceptstore Supersense stammt, sieht unter anderem eine offene Feuerstelle und Gastspiele von Wiener Top-Köchen vor.

Das Wiener Designhotel „Das Triest“ wurde vor kurzem um einen eleganten Bar- und Bistrobereich erweitert. Das Porto Bar & Bistro, entworfen von BEHF Architects aus Wien, hat sich bereits als stilvoller und urbaner Treffpunkt etabliert. Im Restaurant Béla Béla des Steigenberger Hotel Herrenhof im 1. Bezirk wird nun mediterrane Küche, vereint mit österreichischen Spezialitäten, serviert – gerne nach dem Foodsharing-Konzept. Alle Gerichte kommen in die Mitte des Tisches und jeder nimmt sich, was er möchte. Ein bunter Mix an österreichischer, italienischer, russischer und georgischer Küche sowie mehrere Kindermenüs stehen bei Happy Rabbit auf der Speisekarte. An das Restaurant im Shopping-Zentrum „The Mall“ in Wien Mitte ist „The Alice Fairytale“ angeschlossen, eine interaktive Multimedia-Spielwelt für Kids ab 4 Jahren. Das Lokal Ballroom im 9. Bezirk widmet sich dem Thema Teigtaschen und Knödel aus aller Welt und offeriert diese mit wechselnden Füllungen und in süßen Versionen.

Die neue Joseph Highball Bar trägt ihr Konzept im Namen. In dem Lokal in der Wiener Innenstadt werden vor allem Highballs ausgeschenkt, also Cocktails mit einem hohen Anteil an kohlesäurehaltigen „Fillern“ wie Sodawasser oder Ginger Ale. Die neue Bar punktet zudem mit 60er-Jahre-Hollywood-Ambiente. Auf der Neustiftgasse in Wiens Hipster-Bezirk 1070 eröffnete vor kurzem mit Moby Dick eine neue „Cocktail Bar & Eatery“. Für die Drinks werden zum Teil selbstgemachte Produkte wie etwa Liköre verwendet. Zudem hat man sich der Nachhaltigkeit verschrieben und versucht u. a. Müll zu vermeiden, fair einzukaufen und Energie zu sparen.

Der italienischen Bar-Kultur huldigt die Bar Campari in der Luxus-Shopping-Zone Goldenes Quartier in der Wiener Innenstadt. Das italienische Architekturstudio Matteo Thun & Partners setzte beim Interieur auf die futuristischen Grafiken des Künstlers Fortunato Depero und die Farben Rot, Schwarz und Weiß. Kulinarisch orientiert sich die neue Bar an der italienischen Küche und natürlich am Likör-Klassiker, den sie im Namen trägt. Der gepflegten Cocktail-Kultur verschreibt sich seit Ende 2019 auch die Bar Kleinod Prunkstück in der Bäckerstraße im Zentrum der Stadt. Für abendliche Partystimmung gibt es eine kleine Tanzfläche. Die Einrichtung erweist der Tradition der American Bar ihre Reverenz, für die Barkarte wurden 30 neue Drinks entwickelt.

Das neue Café Kandl im 7. Bezirk versteht sich als modernes Kaffeehaus und punktet mit langen Öffnungszeiten. Außer montags ist täglich von 8 Uhr früh bis 2 Uhr nachts geöffnet. Von Frühstück bis zum letzten Absacker ist hier also alles drinnen, in der warmen Jahreszeit gibt es auch eine kleinen Gastgarten im Innenhof. Nicht weit vom Café Kandl hat das Restaurant Seidengasse 31 aufgesperrt. Das Mini-Lokal setzt den Fokus auf Fisch und ein täglich wechselndes Angebot. Wegen des sehr begrenzten Platzangebots ist eine Reservierung unerlässlich (zwischen 13 und 14 Uhr unter Tel. +43 677 637 57 940). Das kleine Kaffeehaus FranzundJulius logiert am Kriemhildplatz im touristisch wenig frequentierten 15. Bezirk. Neben einem Mittagsgericht gibt es guten Kaffee und hausgemachte Kuchen. Vegane Feinkost offeriert der neue Shop Pepper & Ginny im 1. Bezirk. Das Sortiment umfasst unter anderem Käsespezialitäten, Chutneys, handgemachte Rohschokolade oder veganen Wein. Es darf verkostet und samstags auch gebruncht werden.

Das kleine Paradies, Innenansicht, gedeckte Tische
Das kleine Paradies
© Roland Unger

Wien 2020 = Gateways to Luxury

Die globale Luxus- und Modeindustrie trifft sich von 29. bis 30.4.2020 in der Wiener Hofburg bei der Condé Nast International Luxury Conference.

Mit jährlich rund 500 TeilnehmerInnen auf CEO-Ebene aus mehr als 30 Ländern ist die Condé Nast International Luxury Conference ein prominenter Treffpunkt der globalen Luxus- und Modeindustrie. Kuratiert von Modeikone und International VOGUE Editor Suzy Menkes und mit dem WienTourismus als City Partner findet die Konferenz am 29. und 30.4.2020 in der Wiener Hofburg statt.

Gateways to Luxury ist das Thema der Konferenz, das auf die Verbindungen zwischen den verschiedenen mittel- und osteuropäischen Nationen sowie auf die Rolle Wiens als Quelle reichhaltiger künstlerischer Inspiration für die Modewelt, als Bindeglied zwischen Ost und West und als Finanz- und Investitionsdrehscheibe für die Region verweist.

Wiener Winterträume

Tipps für den Winter in Wien: Nach der Adventzeit mit ihren romantischen Weihnachtsmärkten und dem Jahreswechsel am Silvesterpfad wird im Dreivierteltakt auf dem Ball oder auf dem Eis getanzt, durch Museen geschlendert und im Kaffeehaus relaxt.

Leise rieselt der Schnee

Seit über 100 Jahren verzaubern die Original Wiener Schneekugeln, in denen der Kunstschnee auf Stephansdom, Riesenrad, Tannen, Rehlein und Co. fällt. Erfunden wurde die Glaskugeln mit dem faszinierenden Innenleben vom Wiener Familienunternehmen Perzy. Zu finden sind sie in guten Souvenirgeschäften und auf den Weihnachtsmärkten. Die größte Auswahl – und ein eigenes Museum dazu – gibt es aber in der Schneekugelmanufaktur im 17. Bezirk. Erwin Perzy III lässt sich immer wieder neue Motive einfallen und ist ein leidenschaftlicher Tüftler – wie sein Großvater, der die Schneekugel ja erfunden hat. Das Rezept für den so schön rieselnden Kunstschnee ist selbstverständlich ein streng gehütetes Familiengeheimnis.

Original Wiener Schneekugelmanufaktur & Schneekugelmuseum, Schumanngasse 87, 1170 Wien, www.schneekugel.at

Drei-Viertel-Takt

Viele Stunden Ballvergnügen versprechen die mehr als 450 Bälle, die in Wien alljährlich stattfinden. In der Hochsaison im Jänner und Februar drängen sich in Wien 2020 die Termine auf dem Ballkalender: Wer eine gute Kondition hat, kann in diesen Monaten beinahe täglich eine flotte Sohle auf dem Tanzparkett hinlegen. Den eleganten Auftakt macht der Hofburg Silvesterball (31.12.2019), Höhepunkt ist der berühmte Wiener Opernball (20.2.2020). Auch der Ball der Wiener Philharmoniker (23.1.2020), der Kaffeesiederball (14.2.2020) und der Zuckerbäckerball (16.1.2020) zählen zu den Highlights des Ballvergnügens. In Wien hat zudem so gut wie jede Berufs- und Interessensgruppe ihren mehr oder minder glamourösen Ball, von den Juristen über die Rauchfangkehrer bis zu den Gewichthebern. Wer es weniger klassisch mag, tanzt in angesagten Clubs wie Flex, Grelle Forelle, Pratersauna oder Volksgarten Disco durch die Wiener Ballsaison.

www.wien.info/de/musik-buehne/tanz/ball-uebersicht

In Wien 2020 den Winter schmecken

Der Winter schmeckt süß in Wien: mit Marillenmarmelade oder Creme gefüllten Krapfen, Kekse in unzähligen Varianten wie Vanillekipferl, Zimtsterne, Linzer Augen, Florentiner und Kokosbusserl, kandierte Früchte und Lebkuchen machen die Kälte gleich leichter ertragbar. Vor allem, wenn es dazu wärmende Begleiter wie heißen Tee, eventuell mit Rum, Glühwein oder Punsch gibt. Die Klassiker der Wiener Mehlspeiseküche wie Strudel, Kuchen und Torten eignen sich natürlich auch besonders gut, um den erhöhten Kalorienbedarf im Winter abzudecken.

Kaffee und Kuchen

Der Winter ist die ideale Zeit, um ins Kaffeehaus zu gehen. Diese Oasen der Gemütlichkeit bieten sich in der kalten Jahreszeit zum gemütlichen Aufwärmen und Erholen an. Heiße Getränke, köstliche Mehlspeisen oder ein kleines Gericht geben schnell wieder Energie. Auf den weichen Polsterbänken oder hölzernen Thonet-Sesseln vergeht die Zeit aufs Angenehmste. Es wird geplaudert, gegessen, getrunken, gelesen, gearbeitet oder einfach nur in die Luft geschaut. Die Wiener Cafés können aber noch viel mehr: Genießer haben sie als attraktive Frühstücksorte entdeckt oder schätzen ihre Mittagsmenüs. Feine Patisserie und beschwingte Musik erwarten die BesucherInnen in den Konzert-Cafés. Die üppigste Auswahl an süßen Delikatessen gibt es in den Konditoreien der Stadt.

Übers Eis gleiten

Eislaufen und Eisstockschießen gehören zum sportlichen Winter-Programm in Wien. Der „Wiener Eistraum“ verwandelt den Rathausplatz in einen 9.000 m² großen Eislaufplatz auf zwei Ebenen, der elegante Kurven zu beschwingter Musik ebenso ermöglicht wie gemütliche Spazierfahrten auf den verschlungenen Eisbahnen im angrenzenden Park. Ein innovatives Lichtkonzept sorgt für romantische Stimmung. Abends stehen zudem acht Eisstockbahnen für SportlerInnen bereit. Bereits ab Mitte November lädt der „Kleine Eistraum“ auf eine 3.000 m² große Eislauffläche am Rathausplatz und im Rathauspark.

Wiener Eistraum 22.1.-1.3.2020, täglich 10-22 Uhr, Eröffnung 22.1.2020 19 Uhr, www.wienereistraum.com
Kleiner Eistraum 15.11.2019-6.1.2020, täglich 10-22 Uhr, 24.12.2019 10-18 Uhr, 31.12.2019 geschlossen

Bilder schauen

Wien hat wundervolle Museen. Wenn es draußen kalt ist, empfehlen sich ausgedehnte Rundgänge durch diese besonderen Ausstellungsorte. Das MuseumsQuartier Wien, eines der größten Kunstareale weltweit, versammelt Leopold Museum, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Architekturzentrum Wien und die Kunsthalle Wien. Das Kunsthistorische Museum und das Naturhistorische Museum bieten „Anschauungsmaterial“ für viele Stunden. Albertina und Belvedere sind wahre Kunst-Leuchttürme der Stadt. Dazu gesellt sich in Wien 2020 eine große Zahl weiterer Ausstellungshäuser: Insgesamt gibt es mehr als 100 Museen in Wien.

www.wien.info/de/sightseeing/museen-ausstellungen

Einkaufen gehen

Ob luxuriöse Flagshipstores oder moderne Einkaufsstraße: In Wien wird das Einkaufen zum Erlebnis. Exklusive internationale Marken betreiben in Wien eigene Standorte, meist in der Wiener Innenstadt, am Kohlmarkt, am Graben, in der Kärntner Straße oder im sogenannten Goldenen Quartier. In der Innenstadt ist in Wien 2020 auch wieder das traditionelle Wiener Handwerk mit feinstem Porzellan, Glaswaren, Schmuck, Kleidung oder Schuhen zu finden. Einen Kontrapunkt bildet die Mariahilfer Straße, Wiens größte Einkaufsstraße, auf der internationale Ketten ihre Shops betreiben. Dort findet man garantiert alles, wonach man immer schon gesucht hat, ob Mode, Kosmetik Interieur, Entertainment oder Kulinarik. Abstecher in die angrenzenden Seitenstraßen lohnen sich, dort gibt es viele kleine Designläden, sympathische Lokale und ein kreativ-angeregtes Ambiente.

www.wien.info/de/einkaufen-essen-trinken/shopping

Durch den Winter spazieren

Die Stadt zu Fuß erkunden macht in Wien auch im Winter Spaß, richtige Kleidung vorausgesetzt. Mit Schal und Haube trotzen SpaziergängerInnen Wind und Winter. Der Schönbrunner Schlosspark lässt sich auch in der kalten Jahreszeit erkunden und ist besonders schön, wenn Schnee liegt. Auch die kleinen Gassen der Innenstadt laden zu ausgedehnten Bummeleien ein – und das nächste wärmende Kaffeehaus ist immer gleich ums Eck. Für längere Ausflüge in die winterliche Natur bietet sich der Wienerwald an.

Café Prückel
Café Prückel
– © WienTourismus / Christian Stemper

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