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Ostermarkt Schönbrunn und mehr: Wiener Ostermärkte

Der Ostermarkt Schönbrunn präsentiert sich von 6. bis 23.4.2019 mit Frühlingsblumen, Riesen-Ostereiern und einer farbenfrohen Eierschalen-Sitzlandschaft vor der einstigen Sommerresidenz der Habsburger. Über 60 AusstellerInnen aus Österreich und den Nachbarländern und ein vielseitiges Programm mit Live-Musik sowie Angeboten speziell für Kinder laden zum Flanieren, Gustieren und Mitmachen ein. In liebevoll dekorierten Hütten werden Eier in allen Variationen, Holzschnitzereien, Keramik, Glaskunst, Schmuck und österliche Dekorationsartikel bis hin zu Nützlichem für Haus und Garten angeboten. An den gastronomischen Ständen sind Leckerbissen von süß bis deftig sowie erfrischende Getränke erhältlich. In der Osterhasenwerkstatt können die Kleinen Marzipanhasen formen und Ostergestecke binden oder sich auf die Osternestsuche machen.

Der Altwiener Ostermarkt auf der Freyung, einem der schönsten historischen Plätze in der Altstadt, türmt alljährlich den größten Eierberg Europas mit rund 40.000 bemalten Ostereiern auf. Dazu gibt es von 5. bis 22.4.2019 zahlreiche kulinarische Spezialitäten wie Osterpinze oder gebackenes Osterlamm, eine Oster-Bastel-Werkstatt für die Kleinsten, Puppenspiele und einen Hasenstall.



 

Der Ostermarkt Am Hof ist wenige Gehminuten von der Freyung entfernt. Dort zeigen die AusstellerInnen von 5. bis 22.4.2019 jede Menge Kunst und Handwerk, Osterdekor und edlen Kitsch. Die Gastronomiestände offerieren Apfelstrudel, gebrannte Mandeln oder deftigen Speck und sind täglich bis 21 Uhr geöffnet. In der Mitte des Platzes lädt das Hof-Café zur gemütlichen Pause ein.

Eine lokale Besonderheit ist das Kalvarienbergfest im 17. Bezirk. In der österlich geschmückten Kalvarienberggasse präsentieren sich vor allem KünstlerInnen mit ihren Werken. Neben den Kunst- und Kunsthandwerksständen gibt es auch eine Bühne für Performances und ein vielfältiges Kinderprogramm. In Workshops kann so manche künstlerische Technik erlernt werden.

Ostermarkt Schönbrunn– © www.ostermarkt.co.at / FOTOFALLY


Foto Wien und Wiener Kunstfrühling

Wien hat ein neues Kunstfestival: Es nennt sich Foto Wien und findet alle zwei Jahre, erstmals von 20.3. bis 20.4.2019, statt. Das Festival wird vom Kunst Haus Wien veranstaltet und schließt an „Eyes On“ an, den bis 2016 im November ausgerichteten Monat der Fotografie. Foto Wien rückt das Medium Fotografie ins Zentrum der Aufmerksamkeit und macht die Vielfalt und das Potential der lokalen Fotoszene sichtbar. Mehr als 120 Programmpartner – Museen, Ausstellungshäuser, Galerien, Archive, Fotografie-Institutionen, Kunstuniversitäten, Künstlerinitiativen und Off-spaces – werfen in den vier Wochen einen neuen Blick auf das lokale und internationale Fotogeschehen.

Festivalzentrale ist die Postsparkasse im 1. Bezirk. In dem von Otto Wagner entworfenen Gebäude sind mehrere Eigenproduktionen des Festivals sowie Workshops, Diskussionen und ein Symposium geplant. So setzen sich etwa in der Ausstellung Zones Urbaines / Urbane Zonen österreichische und französische KünstlerInnen mit dem Phänomen Stadt auseinander. Foto Wien ist Mitglied des European Month of Photography (EMOP), in dessen Rahmen auch die Fotofestivals in Athen, Berlin, Bratislava, Budapest, Ljubljana, Luxemburg und Paris stattfinden.

Postsparkassengebäude von Otto Wagner

Foto Wien: Festivalzentrale. Postsparkassengebäude von Otto Wagner – © SIGNA / Stefan Seelig

Rund 35 österreichische und internationale Galerien und KunsthändlerInnen präsentieren bei der Art Vienna zeitgenössische Kunst, klassische Moderne und Design von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart. Die Kunstmesse findet von 15. bis 17.3.2019 in der Wiener Hofburg statt.

Im Gartenpalais Liechtenstein zeigt Art Austria von 4. bis 7.4.2019 die Vielfalt österreichischer Kunst. Zu sehen sind Werke von KünstlerInnen, die in Österreich leben, wirken und arbeiten.




Insider-Tipps der Drag Queen „Die Tiefe Kümmernis“

Die Tiefe Kümmernis führt seit zwei Jahren in Drag durch das Kunsthistorische Museum Wien. Ihr queerer Blick auf die Meisterwerke des berühmten Museums ist sehr gefragt, ihre Touren sind meist ausgebucht.

Mein Lieblingsort: Das Lazy Life ist eine queerfeministische Café-Bar mit abwechslungsreichem Veranstaltungsprogramm. Es ist inklusiv, politisch engagiert und super familiär. Mein absoluter Wohlfühlort!
Lazy Life, Burggasse 44, 1070 Wien, www.lazylife.at

Mein Kultur-Tipp: Auf jeden Fall das Kunsthistorische Museum, nicht nur, weil ich dort Führungen gebe. Neben den alten Meister*innen kann man im Frühjahr dort eine Werkschau von Mark Rothko sehen. Wir planen außerdem ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zur EuroPride!
Kunsthistorisches Museum Wien, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien, www.khm.at

Mein Community-Tipp: Die Türkis Rosa Lila Villa mit ihren Beratungsstellen, Freiräumen, Kursen und Veranstaltungen ist die wichtigste Institution in Wien für politisch aktive Queer-Personen.
Türkis Rosa Lila Villa, Linke Wienzeile 102, 1060 Wien, www.dievilla.at

Mein kulinarischer Tipp: Ich LIEBE Burritos!! Und die besten gibt’s bei Max & Benito. Bin mindestens einmal pro Woche dort. Frisch, gesund, preiswert, super lecker – was will man mehr?
Max & Benito, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien, Wien Mitte „The Mall“, 1030 Wien; Mariahilferstraße 4, 1070 Wien; www.maxbenito.at

Mein Shopping-Tipp: Es gibt in Wien zwei queere Buchhandlungen, die ich sehr empfehlen kann: das feministische ChickLit und das schwul-lesbische Löwenherz. Beide machen großartige Präsentationen und Lesungen.
ChickLit, Kleeblattgasse 7, 1010 Wien. www.chicklit.at
Löwenherz, Berggasse 8, 1090 Wien, www.loewenherz.at

© Wien Tourismus / Paul Bauer


Neues von den Wiener Museen

Zum 100. Geburtstag der Ersten Republik eröffnet in Österreich ein neues Museum. Das Haus der Geschichte Österreich in der Neuen Burg am Wiener Heldenplatz lädt ab 10.11.2018 zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Landes ein. Die erste Sonderausstellung trägt den Titel „Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918“. Ab 12.11.2018 ist das Ephesos Museum, das sich ebenfalls in der Neuen Burg befindet, wieder geöffnet. Es wurde baulich adaptiert und zeigt zahlreiche Objekte, die seit 1895 von österreichischen Archäologen in Ephesos gefundenen wurden.

Mehrere Wiener Museen werden in den kommenden Jahren einer Sanierung bzw. Umgestaltung unterzogen. Nur noch bis Ende Februar 2019 ist das Sigmund Freud Museum in seiner bisherigen Form in der Berggasse 19 zu sehen. Ab dann wird das Haus saniert und die Museumsfläche von 280 m² auf 400 m² erweitert. Von 1.3.2019 bis circa Mai 2020 bezieht das Museum ein „Ersatzquartier“ in der Berggasse 13. Wenige Schritte von Freuds früheren Lebens- und Arbeitsräumen entfernt informiert eine Ausstellung mit originalen Möbelstücken, Objekten und Bildern über das Leben und Werk des Begründers der Psychoanalyse.

Auch das Wien Museum wird in den kommenden Jahren saniert und erweitert. Das 1959 eröffnete, von Oswald Haerdtl geplante Gebäude soll zu einem zukunftsweisenden Stadtmuseum ausgebaut werden. Der Museumsbetrieb am Karlsplatz wird ab 3.2.2019 geschlossen und das Wien Museum wird seine Ausstellungen im MUSA präsentieren. Werke des Museums gehen auch auf Reisen, unter anderem für zwei große Ausstellungen 2019 nach Japan.

Das 1868 am Karlsplatz errichtete Künstlerhaus wird ebenfalls saniert und logiert bis Frühjahr 2019 in einem Ausweichquartier im 5. Bezirk. Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste hat während Umbauarbeiten Unterschlupf im Theatermuseum gefunden. Dort sind bis etwa Ende 2020 die wertvollen Werke alter Meister zu sehen, darunter das berühmte Weltgerichtstriptychon von Hieronymus Bosch.

Die Sanierung der Secession hingegen wurde im September 2018 abgeschlossen. Zum 120-Jahre-Jubiläum erstrahlt der Jugendstilbau in neuem Glanz. Die umfangreichen Arbeiten umfassten u. a. das äußere Erscheinungsbild, die Verbesserung der Barrierefreiheit und den Shop. Im Untergeschoss der Secession ist Gustav Klimts „Beethovenfries“ (1902) zu besichtigen. Das 34 Meter lange Werk ist eine virtuose Interpretation von Beethovens 9. Symphonie.

 

Das Leopold Museum im MuseumsQuartier Wien ist von 5.11. bis 5.12.2018 geschlossen. Grund dafür sind Sanierungsarbeiten am Dach des Museums. Auf dieses oberste Geschoss wird im Anschluß der neue Veranstaltungsraum MQ Libelle gebaut. Die neue MQ Terrasse wird bei freiem Eintritt und öffentlich zugänglich einen der schönsten Ausblicke über die Wiener Innenstadt bieten. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2020 geplant.