Österreich-Urlaub mit Kindern – die besten Tipps

Ob Kindertheater, Museum für kleine Menschen oder Themenwanderungen: Österreich hat für Kids viel zu bieten. Wir haben die besten Tipps für Sie zusammengestellt. Von Festivalspaß für Kinder und Jugendliche bis hin zu Tipps für Wanderausflüge, die auch Kinder und Jugendliche begeistern und auf Trab halten!

 

Festivalspaß für Kinder und Jugendliche

Wer meint, dass sich Kinder und Jugendliche nur schwer für Theater, Bücher und Musik begeistern lassen, irrt gewaltig. Eine Vielfalt von Kinderfestivals in ganz Österreich sorgt mit großem Einsatz und Kreativität für Spaß bei kleinen und größeren Kindern.

Den Satz „Mir ist so fad!“ werden wohl alle Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel schon einmal gehört haben. Dabei ist es so einfach, Zeit sinnvoll zu verbringen und Spaß zu haben. In ganz Österreich gibt es nicht nur Museen, Schlösser und Burgen, die über ein tolles Kinderprogramm verfügen. Ganze Festivalreihen werden eigens für Kinder und Jugendliche konzipiert und veranstaltet. Von Vorarlberg bis Wien dreht sich ein ganzer Veranstaltungsreigen um Literatur, Musik, Darstellende Kunst und Kultur. Das abwechslungsreiche Repertoire garantiert, dass kein Teilnehmer Fernseher oder Computer vermisst.

Ein Fixpunkt im Veranstaltungskalender ist das größte Kinderkulturfestival, die NÖ Kindersommerspiele (NÖKISS), die in der kleinen niederösterreichischen Stadt Herzogenburg stattfinden. Als Höhepunkt und Abschluss der großen Ferien haben hier sechs Tage lang die Kinder die Macht – und das in der einzigartigen Kulisse des barocken Augustiner Chorherrenstiftes Herzogenburg. Kindertheater, Puppenspieler, Ballettworkshops, ein riesiges Kreativzentrum sowie zahlreiche Workshops und Wettbewerbe laden zum Austoben ein. Dabei steht die Kreativität der Kinder im Mittelpunkt. Selbst mitspielen, mittanzen und andere Kulturen kennenlernen ist angesagt. Seit einigen Jahren bereisen die NÖKISS jedes Jahr einen anderen Erdteil.

Das Kinderfilmfestival mit dem Programm “Frösche und Kröten”. © Victor Arnolds

Seit mehr als 20 Jahren ein Fixstern am Kinderkulturhimmel ist das Kinderfilmfestival, bei dem eine Woche lang in Wien, Graz, Liezen, Bruck an der Mur, Innsbruck, Linz und Gmunden interessante Produktionen für Menschen von 4 bis 14 Jahren gezeigt werden. Viele der Filme werden in der Originalsprache gezeigt und Deutsch nur eingesprochen – auch, um damit unaufdringlich Interesse für fremde Sprachen und Kulturen zu wecken.

Für kleine Leseratten und solche, die es werden wollen, ist das Lesofantenfest der Wiener Büchereien ein Muss. Kinder von 3 bis 12 Jahren können in zahlreichen Zweigstellen Lesungen lauschen, Kino- und Theatervorstellungen erleben und ihrer Kreativität bei Workshops freien Lauf lassen – und das alles bei kostenlosem Eintritt. Tausende Lesofanten-Fans strömen jedes Jahr wieder gerne in die Wiener Büchereien.

Das niederösterreichische Pendant dazu ist das Kinder-und Jugendbuchfestival „Kijubu“, das Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen den Spaß am Lesen vermitteln will. Zum Angebot des Festivals, das im März 2010 wieder über die Bühne gehen wird, gehören auch Workshops, Film- und Theatervorführungen. Auch Graz verfügt über ein zweiwöchiges Buchfestival namens „bookolino“, das viel Abwechslung im Programm hat.

Der Klassiker für junges Publikum ist das Theaterfestival „szene bunte wähne“ (sbw). Jeden Herbst trifft sich die internationale Kinder- und Jugendtheaterszene im Waldviertel, um Kinder und Jugendliche fürs Theater zu begeistern. Zu den Spielorten gehören Horn, Krems, Langenlois, St. Pölten, Zwettl und Jindrichuv Hradec (CZ). Ein „Ableger“ von sbw ist das TanzFestival Wien, das Kindern und Jugendlichen an den drei Spielorten brut-Künstlerhaus, Dschungel Wien und WUK einzigartige Begegnungen mit zeitgenössischem Tanz, Tanztheater und Performance ermöglicht.

Auch die steirische Hauptstadt verfügt mit „spleen graz“ über ein tolles Theaterfestival für Kinder und Jugendliche. Im Februar wird Graz sechs Tage lang von internationalen Theater-, Musik- und Tanzgruppen bevölkert, die Kinder und Jugendliche von 2 bis 18 Jahren in ihren Bann ziehen. Ergänzt wird das steirische Theaterangebot für junge Menschen durch das mobile Theaterfestival „KuKuK“ des Grazer Mezzanin Theaters, das durch elf Gemeinden tourt und viele unterhaltsame Theaterstücke im Gepäck hat.

In Oberösterreich ist das SCHÄXPIR Theaterfestival, das alle zwei Jahre veranstaltet wird, eine gern besuchte Veranstaltungsreihe. Internationale und heimische Theaterkünstler zeigen Vorstellungen aus allen Sparten der Darstellenden Kunst für ein Publikum von 6 Monaten bis 99 Jahren.

Auch im Bundesland Salzburg kommen junge Menschen, die an Kunst und Kultur interessiert sind, nicht zu kurz. So gibt es das Theaterfestival „BIM BAM“, das im Zweijahresrhythmus stattfindet, also 2011 wieder. Das Zielpublikum sind Klein(st)kinder ab einem Jahr, die Künstlergruppen stammen aus ganz Europa. An verschiedenen Spielorten in Stadt und Land Salzburg, Oberösterreich und Bayern werden fantasievolle Geschichten mit Musik und Tanz dargebracht.

Ein weiteres Salzburger Kulturhighlight sind die „Kinderfestspiele“, die Kinder an klassische Musik heranführen möchten. Das gelingt mit Workshops, Kinderkonzerten sowie Orchesterkonzerten für die ganze Familie. Auf spielerische Weise wird in den Kindern die Lust auf Musik erweckt – und vielleicht sogar der Wunsch, ein Instrument zu erlernen. Ausgetragen werden die Veranstaltungen im Mai im amadeus terminal 2 am Salzburger Flughafen.

LINKTIPPS:

NÖ Kindersommerfestspiele
www.noekiss.at

Filmfestival
www.kinderfilmfestival.at

Kinder-und Jugendbuchfestival
www.kijubu.at

Bookolino
www.bookolino.at

Szene Bunte Wähne
www.sbw.at

Theaterfestival
www.mezzanintheater.at/kukuk.htm

Theater für junges Publikum
www.schaexpir.at

Theater Toihaus
www.toihaus.at

Große Musik für kleine Zuhörer
www.kinderfestspiele.com


Kunstgenuss ab drei Jahre

Wie jede Sprache lernt man auch die Sprache der Kunst am besten schon als Kind verstehen. Es lohnt sich daher, das Kunstverständnis der Kleinen schon früh zu fördern zumal sie sich besonders leicht für Theater oder Tanz, Musik und Malerei begeistern lassen. Voraussetzung dafür ist, dass die Angebote fantasievoll und kindergerecht in Szene gesetzt werden.

Eine der meistbesuchten Kulturstätten für Kinder, Familien und junge Erwachsene ist der „Dschungel Wien“: Das Theaterhaus mit zwei Vorstellungssälen liegt im quirligen MuseumsQuartier mitten in Wien und ist ein lebendiger Ort für alle Altersgruppen und Kunstformen. Bunt wie der Name ist auch das Programm: Es umfasst Schauspiel, Tanz und Performance sowie Musik und Neue Medien, darunter Eigen- und Koproduktionen, Uraufführungen von Wiener Theatergruppen sowie internationale Gastspiele.

Auch in der steirischen Landeshauptstadt Graz gibt es mit „Frida und Fred“ ein eigenes Kindermuseum, das für die erlebnishungrigsten aller Besucher ein reiches Unterhaltungsspektrum bereit hält. Allein das Theaterprogramm reicht von Tanz- und Musiktheater über Figuren- und Objekttheater bis hin zu Mitmach-Theater oder Pantomime. Darüber hinaus sorgen immer wieder themenbezogene Ausstellungen für große Kinderaugen. Ebenfalls in Graz ist das Kinder- und Jugendtheater „Next Liberty“ zuhause, das in rund 180 Vorstellungen pro Jahr Klassiker wie den „Räuber Hotzenplotz“ oder das „Dschungelbuch“, aber auch kontroversielle zeitgenössische Stoffe wie das nach dem gleichnamigen Film benannte Theaterstück „Paradise now“ präsentiert.

Ist es vorstellbar, dass sich Kinder sogar für Opern begeistern lassen? – Und wie: Auf der eben erwähnten Grazer Jugendbühne wird zum Beispiel „Nabucco“ speziell für Kinder inszeniert, und auch im Rahmen der Opernfestspiele St. Margarethen im Burgenland ziehen fantasie- und humorvolle Märchenopern wie „Max und Moritz“ oder die wohlbekannte Geschichte von „Hänsel und Gretel“ das junge Publikum in ihren Bann. Auch während des Carinthischen Sommers in Ossiach erhalten Märchenopern alljährlich großen Beifall, und nicht nur das: Bei den MusikTheaterTagen haben die Kleinen die Chance, einmal selbst aktiv an einer solchen Aufführung mitzuwirken.

Auf aktives Gestalten setzen auch die „Klangspuren“ in Schwaz/Tirol, die den Kindern das Musik-Machen als ganzheitliche Erfahrung vermitteln: eine Woche lang können sie Musik hautnah erleben, vom Entstehen einer Komposition bis zur Aufführung, aber auch selbst intensiv und kreativ mitarbeiten und sich mit anderen Kindern austauschen. Dass der Titel dieses Programms „Lautstark“ keine leere Versprechung ist, versteht sich von selbst. Im Haus der Musik, das auch erwachsene Besucher oft staunen lässt wie kleine Kinder, wird der Zugang zur Welt der Musik auf besonders kreative Weise gefördert: Da können die Sprösslinge eine eigene CD aufnehmen, ein Orchester dirigieren oder sogar das Baby in Mamas Bauch hören. Dazu werden natürlich auch Kinderkonzerte und spezielle Führungen angeboten.

Man könnte nun meinen, dass sich Theater, Tanz oder Musik besonders gut für Kinder eignen. Aber was tun mit zeitgenössischer bildender Kunst, die schon für Erwachsene oft schwer zugänglich ist? Das Museum der Moderne in Salzburg hat – wie fast alle modernen Kunstmuseen des Landes – darauf eine einfache Antwort: Learning by doing. Im Miniatelier stellen die Allerjüngsten zwischen 3 und 5 Jahren Learning by doing. Im Miniatelier stellen die Allerjüngsten zwischen 3 und 5 Jahren Learning by doing. Im Miniatelier stellen die Allerjüngsten zwischen 3 und 5 Jahren Learning by doing. Im Miniatelier stellen die Allerjüngsten zwischen 3 und 5 Jahren Learning by doing. Im Miniatelier stellen die Allerjüngsten zwischen 3 und 5 Jahren Learning by doing. Im Miniatelier stellen die Allerjüngsten zwischen 3 und 5 Jahren Learning by doing. Im Miniatelier stellen die Allerjüngsten zwischen 3 und 5 Jahren Learning by doing. Im Miniatelier stellen die Allerjüngsten zwischen 3 und 5 Jahren Learning by doing. Im Miniatelier stellen die Allerjüngsten zwischen 3 und 5 Jahren ihre Fragen an die Kunstwerke im Museum und werden dann durch das Selbst- Ausprobieren behutsam zu den Antworten hingeführt. Mit den älteren Kindern oder Jugendlichen arbeiten Künstler/innen oder Kunstvermittler/innen jeweils zu einem bestimmten Thema, das in Zusammenhang mit den laufenden Ausstellungen steht. Und natürlich werden auch die Ausstellungen selbst mit Kindern aller Altersstufen besucht, wobei tausend Fragen beantwortet und viele Exponate diskutiert werden. Ein bereicherndes Erlebnis für alle, weil es keine ehrlicheren Kunstkritiker als Kinder gibt: Ihre Reaktionen sind immer spontan und völlig unbeeinflusst von „erwachsenen“ Verhaltensregeln wie Höflichkeit oder Diplomatie. Diese Kombination aus spannender Theorie und lebhafter Praxis im Atelier wird mittlerweile in vielen Museen Österreichs angeboten, so auch im Essl Museum in Klosterneuburg, im Museum Moderner Kunst Kärnten in Klagenfurt oder dem Kunstmuseum Lentos in Linz. Ein Aufwand, der sich lohnt – denn wer weiß: vielleicht verbirgt sich in so manchem kleinen Besucher von heute ein großer Künstler von morgen, den bei einer seiner ersten Kunsterfahrungen in Österreich die Muse küsst …

LINKTIPPS:

WIEN

Dschungel WienTheaterhaus für junges Publikum
MuseumsQuartier****
Museumsplatz 1
1070 Wien
Tel.: +43 1 522 07 20 19
www.dschungelwien.at

ZOOM Kindermuseum
Museumsplatz 1
1070 Wien
Tel.: +43 1 5247908
www.kindermuseum.at

Technisches Museum Wien
Vielseitiges Kinderprogramm, z. B. Camping im Technischen Museum
Mariahilfer Straße 212
1140 Wien
Tel.: +43 1 89998 0
www.tmw.ac.at

Haus der Musik
Seilerstätte 30
1010 Wien
Tel.: +43 1 51348 50
www.hdm.at

Szene Bunte Wähne Tanzfestival im Februar 2010
Im Dschungel Wien und WUK
sowie an verschiedenen Veranstaltungsorten in Niederösterreich
Tel.: +43 2982 2020 2
www.sbw.at/typo_sbw

Theater der Jugend
Neubaugasse 38

1070 Wien
Tel.: +43 1 52110
www.tdj.at

BURGENLAND

Opernfestspiele St. Margarethen
7062 St. Margarethen
Tel.: +43 2680 42042
www.arenaria.at

STEIERMARK

Frida und Fred
Friedrichgasse 34
8010 Graz
Tel.: +43 316 872 7700
www.fridaundfred.at

Landesmuseum Joanneum
Vielseitiges Kunst- und Kulturvermittlungsprogramm für Kinder
Raubergasse 10
8010 Graz
Tel.: +43 3168017 9660
www.museum-joanneum.at

Next Liberty Kinder-und Jugendtheater
Kaiser-Josef-Platz 10
8010 Graz
Tel.: +43 316 8008 1120
www.theater-graz.com

La Strada
Internationales Festival für Theater und Figurentheater für Kinder und Erwachsene
Unterschiedliche Spielorte in Graz und Umgebung
Tel.: +43 316695 580
www.lastrada.at

KÄRNTEN

Carinthischer Sommer
Musiktheatertage für Kinder
9570 Stift Ossiach
Tel.: +43 4243 2510
www.carinthischersommer.at

Museum Moderner Kunst Kärnten
Burggasse 8/Domgasse
9020 Klagenfurt
Tel.: +43 50536 305 42
www.mmkk.at

NIEDERÖSTERREICH

Szene Bunte Wähne
Internationales Festival für Theater, Performance etc. für Kinder ab 3+
Wiener Straße 2A (unterschiedliche Veranstaltungsorte)
3580 Horn
Tel.: +43 2982 202 02
www.sbw.at/typo_sbw

Essl MuseumKunst der Gegenwart
An der Donau-Au 1
3400 Klosterneuburg
Tel.: +43 2243370 50 150
www.essl.museum/

OBERÖSTERREICH

Ars Electronica CenterMuseum der Zukunft
Ars-Electronica-Straße 1
4020 Linz
Tel.: +43 732 72720
www.aec.at

Lentos Kunstmuseum Linz
Kinderatelier, Workshops, Geburtstage, Malkoffer
Ernst-Koref-Promenade 1
4020 Linz
Tel.: +43 732707 3600
www.lentos.at

SALZBURG

Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg
Mönchsberg 32
5020 Salzburg
Tel.: +43 662 842220 403
www.museumdermoderne.at

Theaterschachtel Hallein
Davisstraße 7
5400 Hallein
Tel.: +43 6245 817 93
www.theaterschachtel.at

TIROL

Landesmuseum Ferdinandeum
Zeughaus, Volkskunstmuseum, Atelier und spezielle Führungen
Museumsstraße 15
6020 Innsbruck
Tel.: +43 512 594 89
www.tiroler-landesmuseen.at

Klangspuren Schwaz
für Kinder ab 4 Jahren

Ullreichstraße 8a
6130 Schwaz
Tel.: +43 5242 735 82
www.klangspuren.at

VORARLBERG

inaturaErlebnis Naturschau Dornbirn
Jahngasse 9
6850 Dornbirn
Tel.: +43 5572 23235
www.inatura.at

Theater der FigurMinimus Maximus Kindertheater
Gamperdonaweg 2
6710 Nenzing
Tel.: +43 5525 62575
www.theater-der-figur.at


Themenwanderwege

Auch, wenn österreichische Wanderwege gern mit Kühen, Almen und herzhaften Bergjausen in Verbindung gebracht werden: Themenwanderwege bieten zusätzlich geistige Nahrung. Zum Beispiel Einblick in die kulturellen Wurzeln der verschiedensten Regionen, in Geschichte, Tier-und Pflanzenwelt. Andere Themenwanderwege lassen einen die Kraft des Wassers erleben oder führen von einer kulinarischen Köstlichkeit zur nächsten.

© Österreich Werbung, Fotograf: Himsl

© Österreich Werbung, Fotograf: Himsl

Vorarlberg

Manchmal sind Kinder von einem normalen Wanderausflug nicht so begeistert: Sie wollen etwas erleben, etwas tun. Golmi’s Forschungspfad bietet Erholung für die Eltern und abenteuerliche Entdeckungen für die Kinder. Das Murmeltier „Golmi“ führt die Besucher durch seinen Lebensraum und bringt ihnen die Tier- und Pflanzenwelt im Bergwald näher. Spielend lernen die kleinen Wanderer die Natur kennen: Welche Tiere leben im Boden, warum und wie pfeifen Vögel, welche Pilze kann ich essen? Bei den Erlebnisstationen kann gefühlt, gehorcht und gerochen werden, bis der Wissensdurst gestillt ist.

Was Golmi nicht erzählt, ist die Geschichte der vom Sonnenlicht braungetünchten Holzhütten, die wie zufällig auf den Almweiden im Montafon verstreut sind. Nur 15 Minuten weiter südöstlich bietet die Route „Maisäße der Walser Bauern“ Einblicke in die Entwicklung der Landwirtschaft im Montafon und einen wunder- schönen Ausblick auf die Silvretta. Die Maisäße sind eine kulturlandschaftliche Be- sonderheit in Vorarlberg, deren Entstehung auf die Dreistufenwirtschaft in der Landwirtschaft zurückgeht. Aufgrund der knappen Böden im alpinen Montafon nutzten die Talbewohner den Hof im Tal, im Frühsommer dann die Maisäß zwi- schen 1.200 und 1.600 m Seehöhe und im Sommer die Hochalpen. Maisäße be- stehen zumeist aus Ställen, Wohngebäuden und Heubargen aus Holz und Stein, oftmals findet man Inventar zur Milch- und Käseverarbeitung. Auf dieser zwei- bis siebenstündigen Wanderung durchstreift man bekannte Maisäße wie Tanafreida, Sasarscha oder Montiel und erfährt einiges über die jahrhundertelange Tradition und das Leben der Talbewohner, die auch heute noch die Maisäße bewirtschaften. Setzt man sich zur Rast auf eine der Weiden, lässt den Blick über die umliegenden Gebirgszüge streifen und atmet den Geruch der Wiese ein, versteht man plötzlich, warum Milch und Käse hier wirklich besser schmecken …

www.montafon.at

Für tiefe kulinarische Einblicke begibt man sich am besten in den Bregenzerwald. Die Käsestraße ist keine Straße im eigentlichen Sinne, sondern umfasst mehrere Straßenzüge im Bregenzerwald und stellt einen Zusammenschluss von Bauern, Wirten und Produzenten dar. Hier werden Besucher in das Geheimnis des perfek- ten Käses eingeweiht und können sich von der Qualität der Produkte selbst über- zeugen. Doch hier wird nicht nur geschlemmt: Von vielen Orten des Bregenzerwal- des ausgehend führen Bergwanderwege zu Almen und Alpsennereien, wo man beim „Käsen“ zusehen und sogar mit anpacken darf. Oder man setzt sich einfach nur vor die Alphütte, lässt die Seele baumeln und verkostet die selbstgemachten Käse- und Specksorten. Und wenn das Wetter so gar nicht mitspielt, kann man sich im Alpsennereimuseum Hittisau einen Überblick über die Entwicklung der Käseher- stellung in den letzten 300 Jahren verschaffen – und natürlich auch hier den aro- matischen Käse verkosten.

www.kaesestrasse.at

Bregenzerwälder Bergkäse © Österreich Werbung, Fotograf: Wiesenhofer


Tirol

Jeder kennt Geschichten über Kobolde und Geister, aber die wenigsten können von sich behaupten, ihnen schon einmal begegnet zu sein. In der Leutascher Geisterklamm jedoch – weit hinten am Ende des Tales, tief unten in der Klamm – haust der Klammgeist. Vor Tausenden von Jahren ist der Geist vom Gebirge herabgestiegen und versteckt sich seitdem in der Klamm, in seinem Schloss aus tosendem Wasser und gurgelndem Sprudeln. Zwischen rauschenden Kaskaden und steilen Felswänden wird er von Kobolden und Feen auf den Streifzügen durch sein Reich begleitet und gemeinsam poltern und tanzen sie durch die Klamm. Nur wenn man den Alltag zurück- und sich auf die Natur einlässt, wird man den Geist spüren, sehen oder hören. Auf dem Klammgeistweg spaziert man teilweise 75 Meter über dem Wasser durch die Schlucht und kann aus sicherer Entfernung den Geist in seiner Heimat beobachten. Auf dem etwas kürzeren Koboldweg, der von der anderen Seite in die Klamm führt, wird man von Kobolden begleitet, die einiges über Gletscher und Gesteine in der Klamm zu erzählen wissen.

www.seefeld.com

 

Neun Burgen, Schlösser und Kapellen in vier Stunden – das klingt vielleicht nach einem Rekordversuch, tatsächlich handelt es sich jedoch um einen gemütlichen Rundwanderweg bei Brixlegg im Alpbachtal. Ausgehend von der Kapelle Mariahilfbergl, einer beliebten Pilgerstätte der Region, wandert man zu den Ruinen der Burg Mehrnstein, die einen wunderbaren Ausblick auf das Alpbachtal bietet. Weiter geht es zum Ansitz Lanegg und zum Schloss Neumatzen. Der Matzenpark, der das Schloss umgibt, ist für jedermann zugänglich und zählt zu den schönsten Kultur- landschaften Tirols. Wer sich für eine Rast niederlassen möchte, hat die ange- nehme Qual der Wahl zwischen Plätzen mit exotischen Pflanzen, den beiden Teichen oder dem Nympheum-Springbrunnen. Über die Burg Rattenberg führt der Weg zur Stadtbergkapelle und kurz darauf gelangt man wieder zum Ausgangs- punkt. Die Stadt Rattenberg, die man durchwandert, ist übrigens mit ca. 440 Ein- wohnern die kleinste Stadt Österreichs und liegt so ungünstig am angrenzenden Schlossberg, dass ein Teil der Stadt im Winter für etwa drei Monate im Schatten liegt.

www.alpbachtal.at

 

Nicht menschliche Architektur, sondern die landschaftsformende Wirkung des Wassers erlebt man am Wasserschaupfad Umbalfälle. Prägraten liegt am Fuß des Großvenedigers – der mächtige Berg dominiert die Umgebung. Doch man muss nicht unbedingt den Hauptgipfel der Venedigergruppe besteigen, um ein be- eindruckendes Naturschauspiel zu erleben. Kurz nach der Islitzeralm beginnt der Wasserschaupfad, und nach wenigen Minuten, bei der Querung einer Holzbrücke, begrüßt einen der herabstürzende Großbachfall mit einer sanften Sprühdusche. Von den Aussichtsplattformen bieten sich immer neue Blickwinkel auf die Kaskaden der Umbalfälle. Der Lärm des Wassers lässt einen die Kraft des Wassers spüren, ebenso ein tonnenschwerer Fels, der bei einer Sturzflut vor über 20 Jahren wie ein Kiesel taleinwärts gespült wurde. Lässt man die Lichtreflexionen in den Wassertropfen und hunderte von Regenbögen auf sich wirken, dann weiß man, dass Wasser vielleicht nicht nur das wichtigste, sondern auch das schönste Element ist.

www.osttirol.com

 

Salzburger Land

Ramingstein im Lungau bietet Besuchern mit der Ramingstein-Kulturwanderung einen Ausflug in die frühere Welt des Bergbaus. Der Lungau war vom 14. bis zum 18. Jahrhundert aufgrund der Bodenschätze eine der wirtschaftlich bedeutendsten Regionen Österreichs: In Ramingstein wurde über viele Jahrhunderte hinweg Silbererz abgebaut. Der Kulturwanderweg kombiniert eine Tour durch das stillgelegte Silberbergwerk mit dem Erzweg Dürnrain. Nachdem man mit Helm, wasserdichter Jacke und einer Stirnlampe ausgerüstet wurde, steigt man zehn Minuten lang ins Innere des Berg- werks ab. Während der Führung gewinnt man im wahrsten Sinne des Wortes einen tiefen Einblick in das Leben der Bergwerksarbeiter. Wo haben die Knappen gerastet? Wie wurde das abgebaute Gestein transportiert? Nach ca. zwei Stunden kommt man wieder zurück ans Licht und kehrt zurück in das Ortszentrum. Dort beginnt der Erzweg Dürnrain, der zur Burg Finstergrün, dem Wahrzeichen Ramingsteins führt. Die Burganlage des 12. Jahrhunderts verfiel über die Jahrhunderte, ab 1899 ließ jedoch ein ungarischer Graf direkt neben der Ruine eine neue Burg erbauen, die den mittelalterlichen Stil imitiert. Nach einer Runde durch den Wald, vorbei an alten Stollen und Halden, kehrt man nach ca. 1 ½ Stunden zurück nach Ramingstein.

www.lungau.at

 

Will man sich nicht unter Tag begeben, sondern lieber auf langen Wanderungen Körper und Geist auslüften, sollte man sich für eine oder mehrere Etappen des Salzburger Almenwegs entscheiden. Mit über 1.800 Almhütten ist Salzburg das almenreichste Bundesland Österreichs, über 500 Almen öffnen ihre Türen für Wanderer, um sie mit köstlichen Spezialitäten zu verwöhnen. Die Gesamtlänge des Weges beträgt 350 km und ist in über 30 Tagesetappen unterteilt, die man einzeln erwandern oder zu Mehrtagestouren kombinieren kann, allesamt mit ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten im Tal oder auf Hütten. Obwohl es hier bei jeder Etappe auch geschichtliche und kulturelle Besonderheiten zu entdecken gibt, wie beispielsweise Museen oder Wallfahrtskirchen in den Ausgangsorten, steht kein Thema im Vordergrund, welches über den gesamten Streckenverlauf erläutert wird. Das Schönste am Salzburger Almenweg ist, ihn einfach nur zu erwandern und zu erleben. Über Almwiesen, durch Bergwälder und vorbei an Wasserfällen – jede Etappe lädt auf ihre eigene Art dazu ein, Körper und Seele etwas Gutes zu tun.

www.salzburger-almenweg.at

Kühe auf der Almwiese bei Maria Pfarr im Salzburger Land. © Österreich Werbung, Fotograf: Weinhaeupl W.

Kühe auf der Almwiese bei Maria Pfarr im Salzburger Land. © Österreich Werbung, Fotograf: Weinhaeupl W.

Im Herzen der Hohen Tauern, nördlich des Alpenhauptkammes liegt das Raurisertal mit dem Tauerngold-Erlebnisweg. Das Tal ist nicht nur als Brut- und Schlafstätte eines der seltensten Greifvogels Europas, des Bartgeiers, bekannt, sondern auch für den Goldabbau, der hier bis 1944 betrieben wurde. In der Blütezeit des Gold- bergbaus, im 13. und 14. Jahrhundert, wurden 10 Prozent des Goldweltvorkommens in Rauris abgebaut, und einige Familien erlangten in kurzer Zeit großen Reichtum. Doch nach und nach versiegte der Bergsegen – der Abbau kostete mehr, als er Ertrag brachte. Die meisten im Bergbau tätigen Familien der Region erkannten dies zu spät und ihr Vermögen schwand fast völlig dahin. Den Spuren der Knappen folgend, lassen sich auf dem Tauerngold-Erlebnisweg die goldenen Zeiten noch einmal erleben. Die knapp zweistündige Wanderung führt unter anderem über einen Schrägaufzug zu den Mundlöchern der ehemaligen Stollen, vorbei an den Knappenunterkünften, an Schmiedewerkstätten und anderen Relikten. Und hat man die letzte der ausgeschilderten Stationen erreicht, sollte man unbedingt noch ein paar hundert Meter weiter auf die Fragenter Scharte steigen, denn von hier bietet sich ein grandioser Ausblick auf die umliegenden 3000er.

www.raurisertal.at


Kärnten

500 Millionen Jahre an einem Tag! Das ist der Geo-Trail. Nicht in einem dunklen Museum, sondern inmitten der beeindruckenden Bergwelt der Karnischen Alpen wandert man durch verschiedene Epochen der Erdgeschichte. Nirgendwo sonst sind die Spuren des Paläozoikums, also des Erdaltertums, so gut sichtbar wie in der Region Kötschach-Mauthen. Auf fünf Geo-Trails wandert man in „Schichten durch die Urgeschichte“, zahlreiche Informations- und Panoramatafeln erzählen die Entwicklung vom Urknall bis heute. Wie mag Kärnten vor Millionen von Jahren aus- gesehen haben, als die umliegenden Berge Korallenriffe und Muschelbänke in einem prähistorischen Meer waren?

www.naturarena.com

Das Maltatal wird auch „Tal der stürzenden Wasser“ genannt. Auf der Wanderung Malteiner Wasserspiele erfährt und erspürt man, warum. In insgesamt dreieinhalb Stunden wandert man entlang der Malta taleinwärts und erlebt die Kraft des Wassers hautnah und -nass. Tief ausgegrabene Klammen und Schluchten, vom Wasser geglättete Felsen und hohe Wasserfälle demonstrieren, wie das Wasser mit der Erde und dem Stein spielt. Das gleichmäßige Rauschen und Getöse der Wassermassen, die über die Felsstufen stürzen, machen die Wanderung zu einer Meditation – mit reichlichen Möglichkeiten zur Abkühlung.

Ist man mit Kindern unterwegs, sucht aber ein trockeneres Ausflugsprogramm, sollte man sich auf die Märchenwandermeile begeben. Mit einem Shuttle geht es gemütlich von Trebesing zum Ausgangspunkt der Märchenmeile. Auf dem 3 km langen Weg gibt es viel zu entdecken und die Entscheidung fällt schwer: Soll man zuerst zum Streichelzoo oder zu den Ponys? Vorbei an Märchenfiguren und Spiel- plätzen spaziert man in den Märchenwald zur Hexe Kniesebein. Und nur die Mutigsten wagen den Hexenritt über die Drachenschlucht und fliegen über die 175 Meter lange Hängebrücke.

www.familiental.com


Steiermark

Die Semmeringbahn wurde 1854 eröffnet und war die erste normalspurige Gebirgsbahn Europas. Mittlerweile wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Start des ca. 16 km langen Semmeringbahnwanderwegs ist der Bahnhof Semmering. Von dort aus durchquert man das Gemeindegebiet Spital am Semmering und wandert bis Mürzzuschlag. Obwohl der Weg meist nicht stark be- gangen wird, ist man dennoch nie alleine: Der Autor der „Waldheimat“, Peter Rosegger, begleitet die Wanderer auf der historischen Wanderung und stellt ihnen zwölf seiner Zeitgenossen vor. So „trifft“ man u. a. Carl Ritter von Ghega, Erzherzog Johann oder Viktor Kaplan und erfährt durch die Thementafeln einiges über die Bahn und die Geschichte der Region. Zurück zum Ausgangspunkt geht es mit der Bahn, aber nicht ohne sich vorher mit steirischen Schmankerln bei einem der „Bahnwanderweg-Wirt’n“ zu stärken …

www.spitalamsemmering.com

 

Das Salzkammergut kennt fast jeder, den Salzkammerweg aber kaum jemand. Diese Wanderung ist nichts für schwache Füße, handelt es sich doch um eine Mehrtagestour von 45 km Länge, für die man etwa drei Tage einplanen sollte. Rund um den hohen Sarstein wandert man Schritt für Schritt durch vergangene Epochen und durch eine faszinierende Landschaft, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. So besichtigt man auf dem „Weg durch die Wildnis“, so der Name einer der fünf Themen-Etappen, beispielsweise die Koppenbrüllerhöhle, eine imposante Wasserhöhle, oder eine spektakuläre Hängebrücke. Der „historische Salzweg“ führt den Wanderer zu uralten Stollen, auf historische Handels- und Transportwege und zu der Ruine der Burg Pflindsberg, die im 13. Jahrhundert zum Schutz der Salinen und des Salzweges erbaut wurde. Mit einer Bootsfahrt am Hallstätter See oder einem Bad im naturbelassenen Moorsee, dem 28 Grad warmen Sommersbergsee, kann man jede der Tagesetappen zu einem Erlebnis werden lassen.

www.ausseerland.at

 

Sucht man keine aufregenden Erlebniswanderungen, sondern Ruhe und Meditation auf dem Weg, so empfiehlt sich eine Wanderung „auf den Spuren der Pilger und Wallfahrer“. Pilgern hat Tradition und Zukunft! Immer mehr Menschen versuchen ihr Leben bewusst zu entschleunigen und sind auf der Suche nach neuen Perspek- tiven und Sichtweisen. Auf zahlreichen Pilgerwegen in der Steiermark findet man kaum erklärende Wegetafeln und keine Erlebnisstationen, und doch erfährt und lernt man etwas Unersetzbares: Man lernt sich selbst kennen. Am Steirischen Hemmaweg durchquert man, vom Stift Admont losgehend, die Wölzer Tauern und erreicht auf 1988 m Seehöhe die Glattjochkapelle, die höchstgelegene Kapelle der Steiermark. Weiter geht es nach Oberwölz, von wo man einen von zwei Wegen bis nach Gurk in Kärnten wählen kann. Von Admont aus führt auch ein fast in Vergessenheit geratener Pilgerweg in fünf Tagesetappen nach Mariazell, dem bekanntesten Wallfahrtsort Österreichs. Der Weg führt über die schönsten Gipfel des Nationalparks Gesäuse und durch den Naturpark Eisenwurzen. Das Benediktinerstift Admont beherbergt übrigens die weltweit größte Klosterbibliothek – vielleicht eine Möglichkeit, sich geistige Impulse und Denkanstöße für die Wanderung zu holen …

www.oststeiermark.com www.almenland.at


Oberösterreich

„Die sausende Schlucht“ ist ein kleines Naturparadies mitten im Mühlviertel: Zahl- reiche kleine Wasserfälle sprudeln fröhlich ins Tal. Im Frühjahr, wenn die Schnee- schmelze den Kirchbacher Bach zum reißenden Fluss werden lässt, der mit Getöse ins Tal stürzt, versteht man die Namensgebung der idyllischen Region. Auf dem Vogelstimmenweg fühlen sich nicht nur Wanderer und Naturgenießer wohl, sondern auch Vögel verschiedenster Art. Geht man den Weg entlang des Wasser- verlaufs und hört bewusst in den Wald, mischt sich das Plätschern und Rauschen der Wasserfälle mit dem Zwitschern der kleinen Goldhähnchen, den kleinsten Vögeln Europas, oder dem Gesang der Lerche. Um die einzelnen Vögel zu erken- nen, befinden sich entlang des Weges Schautafeln mit Informationen zu den Arten. Drückt man auf die Knöpfe auf den Nistkästen, ertönen die dazugehörigen Vogelstimmen – und so erfährt man beispielsweise, dass es die leuchtend gelben Goldammern sind, die „Wie, wie, wie hab ich dich liiiiieb“ zu singen scheinen.

Der Attersee ist einer der schönsten Seen Oberösterreichs und lädt mit Trinkwas serqualität und wunderschöner Landschaft zum Verweilen ein – er ist eine „Tank- stelle für die Seele“. Auch Gustav Klimt wusste diese Schönheiten zu schätzen und er verbrachte zwischen 1900 und 1916 zahlreiche Sommer am See, um sich inspirieren zu lassen – und zu malen: Viele seiner über fünfzig Landschaftsbilder entstanden hier. Auf dem Themenweg „Klimt am Attersee“ kann man sich auf die Spuren des Wiener Jugendstilmalers begeben und erfährt Wissenswertes über Klimts Leben und Werk. Der Weg führt vor allem zu den Orten, an denen Klimts Landschaftsbilder entstanden sind, wie zu den Gemeinden entlang des Nord- und Südufers, in die Bereiche seiner Sommerdomizile in Litzlberg, Kammer und Weißenbach. Klimt verwendete zum Komponieren seiner Landschaften oftmals einen „Sucher“ aus Karton, und an einigen Stationen des Weges kann man es dem Meister mithilfe von beweglichen Tafeln mit zwei Ausschnitten gleichtun. Der Spaziergang dauert ca. zwei Stunden, von Anfang Mai bis Ende August findet jeden Samstag um 14 Uhr eine Führung statt.

www.attersee.at

 

Für weniger Kunst-, sondern eher Technikinteressierte empfiehlt sich der grenz- berschreitende Pferdeeisenbahnwanderweg.Um den Salztransport vom Salz- kammergut in die böhmischen Ländereien des damaligen Kaiserreichs zu erleich- tern, erbaute Franz Anton von Gerstner zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Pferdeeisenbahn von Budweis über Linz nach Gmunden, eine Strecke von 76 km Länge. Diese erste Eisenbahn in Kontinentaleuropa bestand aus einem sehr leich- ten Güterwagen mit Rädern aus Holz, der zumeist von nur einem Pferd über Holz- schienen gezogen wurde. War die Strecke zuerst nur dem Gütertransport vorbehalten, entwickelte sich später auch reger Personenverkehr. Der Wanderweg verläuft großteils direkt entlang der historischen Trasse und gliedert sich in elf familiengerechte Etappen von ein bis zwei Stunden Länge. Wer den Spuren der Pferdeeisenbahn über Brücken, Viadukte, Dämme und Einschnitte folgt, wird ein wenig das Gefühl der Reisenden von einst erfahren. Wer es ganz genau wissen möchte, kann in Kerschbaum auch eine nostalgische Fahrt mit der Pferdeeisenbahn auf einem nachgebauten Trassenstück unternehmen. Wenn man dann den Blick über die hügelige Landschaft des Mühlviertels genießt, fühlt man sich beinahe wie jener Fahrgast von 1833, der meinte: „Wie angenehm lässt es sich doch mit einer Schienenbahn reisen! Kein Rumpeln, kein Stoßen – man gleitet dahin wie im Himmel!“

www.oberoesterreich.at www.pferdeeisenbahn.at


Wien, Niederösterreich, Burgenland

Die Gegend um die Dürre Wand entlang der Piesting ist ein beliebtes Wanderziel der Region und vor allem Freunden der bildenden Kunst ein Begriff. Der österrei- chische Biedermeiermaler Friedrich Gauermann wurde in Scheuchenstein geboren, und seine Heimat, die Miesenbacher Almlandschaft, diente ihm stets als Inspiration für seine Ölbilder und Landschaftszeichnungen. Man sollte sich mindestens drei- einhalb Stunden Zeit nehmen, um auf der Gauermann-Wanderung die vielfältige Alpinflora, die dunklen, dichten Wälder zu durchwandern und die bizarren Felsge- bilde zu bestaunen. Am höchsten Punkt der Wanderung, der Gauermannhütte am Plattenstein, empfiehlt sich eine Rast, um den Blick auf den mächtigen Schneeberg zu genießen. Je mehr man sich auf die Umgebung einlässt und die idyllischen Ein- drücke auf sich wirken lässt, desto mehr versteht man den Maler, der nicht nur die Natur detailgetreu darzustellen versuchte, sondern seine persönlichen Eindrücke in den Bildern verarbeitete. Und vor allem an bewölkten Tagen, wenn sich die Sonne für einige Momente einen Weg durch die Wolkendecke bahnt, meint man, ein Teil eines Gauermann-Bildes zu sein und einen seiner Lichteffekte zu sehen.

Wanderungen müssen nicht immer auf Berge oder Almen führen, um erholsam und aufregend zugleich sein zu können. Dies zeigt der Weg Rund um die Lange Lacke. Die Lange Lacke ist die größte von mehr als 40 salzhaltigen Lacken, wie man sie im europäischen Binnenland nur noch in Zentralungarn und eben im burgenlän- dischen Seewinkel findet. Millionen Jahre alte Sedimente bildeten hier einen salz- hältigen Bodenhorizont. Ausschließlich von Regenwasser gespeist, variiert die Wasserfläche der Langen Lacke zwischen ca. 10 km² und annähernd null, wenn sie während der heißen Jahreszeit beinahe ausgetrocknet ist – so präsentiert sie sich witterungsbedingt stets auf eine andere Art. Das Naturschutzgebiet ist Teil des Nationalparks Neusiedlersee-Seewinkel und offenbart sich dem Besucher als Vogelparadies. Für die Wanderung sollte man vor allem zwei Dinge mitbringen: ein gutes Fernglas und ausreichend Zeit. Beides benötigt man, um die scheuen Wasservögel wie Säbelschnäbler, Löffler, Grau-, Silber- und Purpurreiher erspähen zu können. Doch nicht nur die Vogelwelt ist faszinierend – auch die Flora hat einige Überraschungen zu bieten, schließlich haben die Salzlacken eine in unseren Brei- tengraden einzigartige Vegetation hervorgebracht: Pflanzen, wie die Knollenbinse oder das Pannonische Zypergras, die sich an die salzigen Bedingungen angepasst haben und die man sonst nur an Meeresküsten erwartet.

Lange Lacke bei Apetlon im Burgenland / Nationalpark Neusiedler See. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.

Lange Lacke bei Apetlon im Burgenland / Nationalpark Neusiedler See. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.


Wien-Tipps für Reisende mit Kindern

Action auf der Donauinsel

Action für heiße Tage verspricht die Donauinsel. In diesem Wiener Open-Air-Areal mit 42 Kilometer langem Strand ist alles angesagt, was mit Sport zu tun hat: Schwimmen, Inline-Skaten, Skateboarden (Halfpipe bei der Reichsbrücke), Streetsoccer, Beachvolleyball, Basketball, Fußball, Trampolinspringen, Boot- und Radfahren, Wasserschilift-Abenteuer bei Wehr 1 (www.wakeboardlift.at) oder Klettern im Kletterpark Donauinsel (www.donauinsel-kletterpark.at) am Kaisermühlendamm. (Infos zu weiteren Outdoor-Hochseilgärten in Wien wie etwa dem Waldseilpark Kahlenberg mit Slackline-Area und Wichtelparcours unter: www.wien.info/de/wien-fuer/familien/outdoor/hochseilklettergaerten).

Der Wasserspielplatz Wasserturm im 10. Bezirk ist mit rund 15.000 m² der größte seiner Art in Europa und begeistert Kinder mit Wasserfällen, Teichen, Brücken, Bachläufen, einer Rutsche und Bootsfahrten. Ein besonderer Spaß ist das Spielen im Matsch auf einer großen Sandfläche – eine „Kinder-Waschstraße“ sorgt dafür, dass die Kleinen wieder sauber nach Hause gehen (Anfang Mai-Ende September täglich von 9 Uhr (freitags ab 11 Uhr) bis zum Einbruch der Dunkelheit, Eintritt frei, Windtenstraße 3, 1100 Wien, Tel. +43-1-4000-8042, www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/wasserspielplatz-wasserturm.html).

In der kalten Jahreszeit lockt das Diana-Erlebnisbad mit einer 125 Meter langen Wasserrutsche, dem Piratenschiff und dem Wasserspielgarten. Konstante 29°C, das Wellenbecken und Palmen verbreiten Südsee-Flair (Mo, Di, Fr, Sa. 10-22 Uhr, Mi, Do 13-22 Uhr, So 10-20 Uhr, Lilienbrunngasse 7-9, 1020 Wien, Tel. +43-1-219 81 81-10, www.dianabad.at). In der Therme Wien bietet der Bereich „Erlebnis-Stein“ mit Wildwasserkanal, bis zu vier Meter hohen Sprungtürmen und einer Erlebnisrutsche Kindern Spaß und Abenteuer. Im warmen Wasser der Außenbecken kann man auch im Winter schwimmen (Mo-Sa 9 bis 22 Uhr, So, Feiertag 8 bis 22 Uhr, Kurbadstraße 14, 1100 Wien, Tel. +43-1-680 09, www.thermewien.at).

Eine 35 Meter hohe Außenwand des Flakturms im Esterházypark wartet von Ostern bis Oktober auf kleine und große Kraxler. Bei Schlechtwetter oder im Winter geht es ab in die Kletterhalle Wien. Eine umfangreiche Liste der Klettermöglichkeiten in der Stadt findet sich unter www.wien.info/de/wien-fuer/sport/kletterhalle.


Der Tiergarten Schönbrunn

Die erste Adresse für einen Ausflug in die Welt der Tiere ist der Tiergarten Schönbrunn, der im imperialen Ambiente über 700 Tierarten von A wie Ameisenbär bis Z wie Zebra ein Zuhause bietet (www.zoovienna.at). Ein Fixpunkt für die jungen TiergartenbesucherInnen ist die Fütterung der Mähnenrobben. Wenn sich die Robben wild ins Wasser werfen, um Fische zu ergattern, haben nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen viel Spaß. Wie Ameisenbären mit ihren langen Zungen einen Futterbrei aus einem künstlichen Termitenhügel schlecken, das können sie im Südamerika-Park beobachten. Südamerikanische Tierarten wie Ameisenbären, Flachlandtapire oder Wasserschweine leben hier in einer tierischen Wohngemeinschaft. Das Regenwaldhaus, in dem man sich wie Tarzan im Dschungel fühlen kann, ist ein Abenteuer für Augen, Nase und Ohren. Wirklich sehenswert ist auch das Polarium, in dem sich die Kinder ihre Nasen an der großen Scheibe plattdrücken, wenn die Pinguine vorbei gleiten.

In der ORANG.erie hanteln sich Orang-Utans über den Köpfen der Kinder von Seil zu Seil. Der Baumkronenpfad bietet neben einem spektakulären Ausblick auf das Schloss Schönbrunn, den Tiergarten und die Stadt die Möglichkeit, heimische Vögel zu beobachten. Im anschließenden Waldstück gibt es eine Feuersalamander-Kletterwand und ein großes Spinnennetz zum Durchkrabbeln. Im Elefantenpark kann man die Tiere beim Schlammbaden oder Duschen erleben. Eine besondere Attraktion des Zoos: das Aquarien-Terrarienhaus mit dem größten Korallenriff Österreichs.

In der Eisbärenwelt „Franz Josef Land“ können die Tiere durch ein großes Sichtfenster ganz aus der Nähe beim Schwimmen beobachtet werden. Im Polardom erfahren die Besucher in einer interaktiven Ausstellung, warum es in der Arktis nur mehr wenige Eisbären gibt und was sie tun können, um die Umwelt und damit die Eisbären zu schützen. Außer exotischen Tierarten leben im Tiergarten auch bedrohte Nutztierrassen. Rund um die Stallungen eines original Tiroler Bauernhofes wird traditionelle und moderne Landwirtschaft präsentiert. Der Tiergarten hat ein großes Angebot an Abend- und Nachtführungen. Wer zu müde zum Nachhause-Marschieren ist, kann mit der Schönbrunner Panoramabahn, die Besucher im 30-Minuten-Takt durch den Park fährt, wieder zum Park-Eingang kommen. Oder zum Schloss der Kaiserin Maria Theresia.


Kindermuseum „Schloss Schönbrunn erleben“

Ein riesiges Schloss als Spielplatz? Ein Besuch im Kindermuseum „Schloss Schönbrunn erleben“ lässt diesen Traum Wirklichkeit werden und bietet zu verschiedenen Themen einen Einblick in den Alltag der Habsburger-Familie. Kinder ab 4 Jahren können selbst aktiv werden und lernen so spielerisch das Leben der Kaiserkinder kennen. Am Ende des Rundgangs schlüpfen sie in historische Kostüme und verwandeln sich in kleine Prinzessinnen oder Prinzen (Kinderführung im Kindermuseum zu wechselnden Themen für Kinder ab 6 Jahren, Dauer ca. 1 Stunde. Im Jänner und Februar werden jeden Samstag und Sonntag auch Führungen für Kinder ab 6 Jahren durch die Prunkräume im Schloss Schönbrunn zum Thema „Kaiserin Maria Theresia und ihre Kinder“ angeboten. Dauer ca. 1 Stunde. Infos und Detailprogramme: www.kaiserkinder.at).

Einmal pro Monat gibt es im Schloss Schönbrunn für Kinder, aber auch Erwachsene die Gelegenheit, unter professioneller Anleitung den höfischen Quadrille-Tanz zu erlernen, der bis heute den mitternächtlichen Höhepunkt jedes Wiener Balles darstellt.

Zum Herumtollen und Experimentieren lädt der Spielplatz Labyrinthikon im Schlosspark ein. Und von Ende März bis Anfang November bietet ein Besuch im Irrgarten und Labyrinth Unterhaltung.

Wie Kaiser Franz Joseph, seine Frau Elisabeth und ihre Kinder in der Hofburg, der habsburgischen Hauptresidenz im Herzen von Wien, gelebt haben und wie ihr Alltag abgelaufen ist, erfahren Kids (6 bis 11 Jahre) bei speziellen Führungen durch die Kaiserappartements, den ehemaligen Wohnräumen des Kaiserpaares. Auch dort probieren sie „herrschaftliche Gewänder“ an, um das imperiale Leben nachvollziehen zu können. (Dauer ca. 1 ½ Stunden). Wer einmal im Dunkeln mit der Taschenlampe durch die Hofburg geistern möchte, kann dies in Begleitung einer Zofe oder eines Kammerdieners an manchen Abenden im Jänner, Februar oder November tun. Infos: Tel. +43-1-533 75 70, www.kaiserkinder.at/hofburg) Kaiserliche Geburtstagsfeste können ebenfalls in Schönbrunn, in der Hofburg und im Hofmobiliendepot gefeiert werden (Infos und Details: www.kaiserkinder.at).


Haus des Meeres – Aqua Terra Zoo

Die Welt unter Wasser lässt sich im Haus des Meeres – Aqua Terra Zoo im ehemaligen Flakturm des Esterházyparks erforschen ( Fritz-Grünbaum-Platz 1, 1060 Wien, Tel. +43-1-587 14 17, www.haus-des-meeres.at). Auf elf Geschoss-Ebenen und zwei Anbauten, dem Tropenhaus und dem Krokipark tummeln sich über 10.000 Tiere. Neben Bewohnern aller sieben Weltmeere (darunter natürlich auch die Fische, die aus dem Film „Nemo“ bekannt sind) bietet das Tropenhaus – angehängt an die Außenfassade des Flakturms – ein Dschungelerlebnis: 500 Tiere, unter ihnen auch Äffchen und Papageien, bewegen sich frei zwischen den Besuchern. In anderen Abteilungen üben Krokodile, Schildkröten, Piranhas und natürlich die Haifische magische Anziehungskraft auf Kinder aus. Beliebt ist die Tropfsteinhöhlengrotte, wo oft bizarre Höhlenbewohner beobachtet werden können, die hier in einem umgekehrten Tag-Nacht-Rhythmus leben. Sehenswert ist auch der Dachausbau mit einem karibischen Hammerhai-Becken und dem Café Ocean’sky mit tollem Ausblick über die Stadt.

Eine Sensation in schwülem Tropenklima bietet das Schmetterlinghaus im Burggarten. Dort können Kinder Hunderte von lebendigen, frei fliegenden exotischen Schmetterlingen bestaunen. Der vielleicht schönste ist der blaue Morpho-Falter mit seinen leuchtenden Flügeln, der größte der Atlasfalter, eigentlich ein Nachtfalter. Im Filmzimmer laufen nonstop während der Öffnungszeiten Filme über Schmetterlinge. (Ermäßigungen für Senioren und Besitzer der Wien-Karte. Burggarten, 1010 Wien, Tel. +43-1-533 85 70, www.schmetterlinghaus.at).


Freier Eintritt unter 18/19 Jahren

Kids und Teens bis zum vollendeten 18., teilweise 19. Lebensjahr haben freien Eintritt in folgende Wiener Museen: Albertina, Beethoven-Museen, Belvedere/Oberes und Unteres, Bestattungsmuseum, Esperantomuseum, Geldmuseum, Globenmuseum, Haydnhaus, Heeresgeschichtliches Museum, Hermesvilla, Johann-Strauss-Wohnung, Jüdisches Museum Wien, Kunsthistorisches Museum Wien (mit Neuer Burg), Künstlerhaus k/haus, MAK – Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst, MAK-Expositur Geymüllerschlössel, Museum Judenplatz, MUSA – Museum, Startgalerie, Artothek, Nationalbibliothek/Prunksaal, Naturhistorisches Museum Wien, Neidhart Fresken, Österreichisches Museum für Volkskunde, Otto Wagner Hofpavillon Hietzing, Otto Wagner Pavillon Karlsplatz, Papyrusmuseum, Pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm, Pratermuseum, Römermuseum, Kaiserliche Schatzkammer Wien, Schubert-Museen, Technisches Museum,Theatermuseum, Uhrenmuseum, Wagenburg, Wien Museum, 21er Haus, Winterpalais, alle Bezirksmuseen sowie im Ausstellungsbereich des Zoom Kindermuseums im MuseumsQuartier. Für Kinder nahe der Altersgrenze bzw. solche, die vielleicht schon erwachsener aussehen als sie sind, empfiehlt sich die Mitnahme eines Lichtbildausweises.


Naturhistorisches Museum

Dinosaurierskelette, Mineralien und interessante Tiere: Im Naturhistorischen Museum ist Staunen angesagt bei den NHM Kids & Co genannten Kinderführungen (ab 6 Jahren, kostenpflichtig,  keine Anmeldung erforderlich). Das Digitale Planetarium bringt mit Fulldome-Projektionstechnik die Besucher virtuell, aber wissenschaftlich exakt, zum Beispiel an den Rand der Milchstraßengalaxie oder zu den Saturnringen. Weiters wird eine große Auswahl an Fulldome-Filmen präsentiert, die Themen aus den Bereichen der Astronomie, der Biologie, der Prähistorie, der Paläontologie etc. zum Inhalt haben. Termine und Programm unter www.nhm-wien.ac.at/planetarium. Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren; Filmvorführungen sind kostenpflichtig. Auskunft und Anmeldung: Tel. +43-1-521 77-335, anmeldung@nhm-wien.ac.at

Mit viel Einfallsreichtum wartet auch das Kunst Haus Wien auf. Künstler Friedensreich Hundertwassers phantasievolles, lebendiges und buntes Museum fasziniert alle Besucher, gleich ob groß oder klein. Die Kids vielleicht doch ein bisschen mehr, denn die fühlen sich plötzlich in eine Welt versetzt, die ganz die ihre ist. Kinder-Workshops für Individualbesucher, Termine unter www.kunsthauswien.com, spezielle Kinderführungen für Gruppen auf Anfrage (Tel. +43-1-712 04 95-12).


Das ZOOM Kindermuseum im MuseumsQuartier

Das ZOOM Kindermuseum im MuseumsQuartier gibt sich interaktiv. Mit Mitmach-Ausstellungen und dem Erleben von physikalischen Phänomenen oder dem bewussten Entdecken der Sinne (tägl. außer Montag geöffnet, wechselnde Öffnungszeiten, Tel. +43-1-524 79 08, www.kindermuseum.at, Anmeldung erforderlich!). Auch die Allerkleinsten von 0 bis 6 Jahren können hier im Ozean spielen, entdecken und auf große Fahrt gehen. Im Atelier arbeiten Kinder von 3 bis 12 Jahren gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern. Im Trickfilmstudio stehen den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zur Verfügung, Trickfilme selbst zu gestalten und auch zu vertonen.

Gleich gegenüber im MQ gibt es übrigens eine Info-Stelle für Kinder, die „wienXtra kinderinfo“, wo man gratis alles über das Freizeitangebot der Stadt für 0- bis 13-Jährige erfährt und eine eigene Spiel-Landschaft benützen kann (Di-Fr 14-18 Uhr, Sa, So, Feiertage 10-17 Uhr, Mo immer geschlossen, Info: Tel. +43-1-4000-84400, www.kinderinfowien.at).

Moderne Kunst gefällt Kindern meist besonders: „Der malt ja wie ich“, ist ein oft zu hörender Kommentar. Deshalb sind die Workshops für Kinder im mumok, dem Museum moderner Kunst im MuseumsQuartier, ein besonderes Vergnügen (Anmeldung Tel. +43-1-525 00-1313, kunstvermittlung@mumok.at, www.mumok.at). Jeden Sonntag gibt es von 14 bis 16 Uhr Familienprogramm und an manchen Samstagen von 14 bis 16 Uhr können sich Kinder zwischen 6 und 12 Jahren als KünstlerInnen im Atelier erproben oder bekannte KünstlerInnen treffen. Das Atelier X-small öffnet jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 11 bis 12.30 Uhr seine Pforten für die Kleinsten (4 bis 6 Jahre). Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist notwendig, Kinder zahlen dafür 2 Euro, Erwachsene 5 Euro. Wer lieber alleine durch Ausstellungen düst, schnappt sich einen KinderkunstTransporter – darin ist alles, was Kinder für einen Museumsbesuch brauchen.

Das Kunsthistorische Museum Wien hat nicht nur die weltgrößte Bruegel-Sammlung mit so berühmten Bildern wie der Bauernhochzeit oder dem Turm zu Babel, sondern auch echte Mumien von Menschen und Tieren, das teuerste Salzfass der Welt, kostbare Spiele sowie manche „magische“ Kuriosität in der Kunstkammer. Samstags um 15 Uhr (5 bis 8 Jahre) und um 16 Uhr (9 bis 12 Jahre) gibt es bei kostenlosen Führungen dazu die spannendsten Geschichten. Und am Sonntag können Kinder zwischen 6 und 12 Jahren im Kinderatelier von 14 bis 16.30 Uhr nach einer Führung der eigenen Kreativität freien Lauf lassen (Kinder 4 Euro, Erwachsene ermäßigt 11 Euro). Info: kunstvermittlung@khm.at, +43-1-525 24-5202, www.khm.at.


Kinderführungen im Belvedere

Über Kunst lachen, Kunst einfach schön finden und selbst Kunst machen: Das Programm des Belvedere (www.belvedere.at, Tel. +43-1-795 57-134) lädt Kinder zwischen 3 und 12 Jahren mehrmals pro Monat zum Mitmachen, Entdecken und Ausprobieren ein. Nach spielerischen Kinderführungen zu wechselnden Themen kann im Atelier mit unterschiedlichen Materialien und Techniken experimentiert werden. Im Winterpalais des Prinzen Eugen finden ebenfalls regelmäßig altersgerechte Michmach-Führungen für kleine Kunstfans statt.

Kindergeburtstagsfeiern im Belvedere: Der Komplettservice beinhaltet eine Kinderführung (je nach Thema in historischen Kostümen) mit anschließendem Kreativ-Workshop, Einladungskarten, Tischdekoration und einer Auswahl an Tortenmotiven. Auf die Bedürfnisse junger Eltern mit Babys abgestimmt ist der Führungszyklus „Mit Baby im Museum“, im Rahmen dessen Kunst in Kürze treffsicher vermittelt wird (Kinderwagen kann mitgenommen werden, Wickelmöglichkeit und Fläschchenwärmer vorhanden). Für Familien, die das Obere Belvedere auf eigene Faust erkunden möchten, steht ein kostenloser Museumsdetektiv mit kniffeligen Fragen rund um die berühmtesten Gemälde der Sammlung zur Verfügung.


Zeitgenössische Kunst für Kinder im 21erhaus

Das 21er Haus (www.21erhaus.at, Tel. +43-1-79557-770) bietet dem jungen Publikum von 3 bis 12 Jahren an Wochenenden, an Mitwochnachmittagen und auch in den Ferien spielerische Kinderführungen mit Workshops zu zeitgenössischer Kunst, Fotografie, Architektur, Buchkunst und Natur. Rätselrallyes und Entdeckungsreisen in den Ausstellungen, Teamwork sowie sinnliche Materialien und kreative Arbeiten im Atelier und im Fotolabor machen den Besuch zu einem Erlebnis für junge Kunstbegeisterte. Die Kindergeburtstagsfeiern im 21er Haus sind bunt und verrückt — besonderes Highlight: die Dunkelkammer. Baby-Eltern-Treffs bieten jungen Eltern mit Babys die Möglichkeit, sich zeitgenössischer Kunst in entspannter Atmosphäre zu widmen (Besuch mit Kinderwagen möglich, Tragehilfe empfohlen). Schließlich können Familien das 21er Haus auch auf eigene Faust erkunden, gemeinsam die Rätsel des 21er Haus Kinderfolders lösen und dabei kreativ sein.


Wurstelprater – ein Fixpunkt für Kinder in Wien

Im Wurstelprater spannt sich der Bogen der rund 250 Attraktionen vom traditionellen Spiegelkabinett, das Mama plötzlich dünn wie einen Zahnstocher und Papa dick wie ein Fass aussehen lässt, Ponyreiten und Mini-Hochschaubahn bis zum „Eisberg“: eine interaktive Abenteuerfahrt durch die Eiswelt. Außerdem gibt es die Dinosaurierwelt und das Luftburg-Paradies. Dem Himmel um 117 Meter näher kommen können Mutige am „Praterturm“, dem höchsten Kettenkarussell der Welt, das sich auch einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde erworben hat (www.praterwien.com; Hauptsaison: Mitte März bis Ende Oktober). Das Pratermuseum bietet eine Reise in die Vergangenheit. Neben vielen Erinnerungsstücken an den Vergnügungspark vor dem 2. Weltkrieg ist hier eine Laterna-magica-Sammlung zu bewundern (Prater, Oswald-Thomas-Platz 1/Planetarium beim Riesenrad, 1020 Wien, Fr-So und Ftg 10-13 und 14-18, Tel. +43 1 726 76 83, www.wienmuseum.at)

Ein Foto mit Kaiserin Sisi, Mozart, Hermann Maier, James Bond, Angelina Jolie oder Michael Jackson? Bei Madame Tussauds im Wiener Prater trifft man ca. 80 Stars aus der Film-, Sport- und Musikwelt, sowie Politiker und historische Persönlichkeiten (täglich 10-18 Uhr, Riesenradplatz im Prater, 1020 Wien, Tel. +43-1-890 33 66, www.madametussauds.com/wien).


Theater, Musik und Marionetten

Dass man Musik nicht nur hören, sondern auch sehen und fühlen kann, zeigt das Haus der Musik. Auf einer Reise über sechs Ebenen lässt sich dort Musik real und virtuell mit allen Sinnen erleben — dies auch während spezieller Führungen für Kinder. Und zum Schluss können auch kleine Besucher die Wiener Philharmoniker dirigieren. Ebenfalls beliebt: die regelmäßigen Kinderkonzerte von klassisch bis zu lustigen Mitmachkonzerten (Öffnungszeiten täglich 10 bis 22 Uhr, jeden Samstag 14 Uhr und Sonntag 10 und 14 Uhr Führungen für Kinder von 6 bis 12 Jahren, um Voranmeldung wird gebeten. Info: Tel. +43-1-513 48 50, www.hausdermusik.at).

Im Marionettentheaters Schloss Schönbrunn werden für Kinder adaptierte Opern, Operetten und Musicals aufgeführt. Wolfgang Amadé Mozart ist so etwas wie ein Hausherr im Marionettentheater Schloss Schönbrunn. Seine wohl berühmteste Oper, „Die Zauberflöte“, wird für Kinder von 2 bis 99, ganzjährig aufgeführt. Aber es kommt auch der „Käsefeinspitz“, Ritter Kamenbert, auf die Bühne und erobert´, ohne zu kämpfen, den begehrten Drachenkäse. Nicht nur Mozart wird als Marionettenfigur wieder lebendig, auch Johann Strauss tritt in seiner Fledermaus auf, Engelbert Humperdinck erzählt seine Oper Hänsel und Gretel und mit Aladdin erleben Kinder und auch Erwachsene Abenteuer. Darüber hinaus können Geburtstagskinder jeder Altersgruppe das außergewöhnliche Schauspielhaus zu ihrer „Partyzone“ machen und im Kreise von Freunden und Verwandten feiern. Dabei erfahren die kleinen Festgäste spielerisch die Welt der Marionetten, indem zum Beispiel erste Gehversuche mit einer Figur unternommen werden (Schloss Schönbrunn, Hofratstrakt, 1130 Wien, Tel. +43-1-817 32 47, www.marionettentheater.at)

Auch das Niedermair-Kindertheater (www.niedermair.at), das Lilarum (www.lilarum.at), Dschungel Wien (www.dschungelwien.at) und das Theater der Jugend (www.tdj.at) bietet jungem Publikum ein Programm. Das Theater in der Josefstadt lässt Kinder hinter die Kulissen schauen, während die Eltern in der Nachmittagsvorstellung sitzen: Theaterwerkstatt und Kostümfundus werden inspiziert, ein bisschen Schminken wird auch geübt. (Anmeldung: Tel. +43-1-427 00-300, www.josefstadt.org).

 

Speziell bei Regentagen: Österreichs größter Indoor-Spielplatz BOGI Park bietet auf 5.000 m² Spiel und Sport für Kinder im Alter von ein bis zwölf Jahren. Ein riesiger Fun-Park, Klettervulkan, Zauberdisco und ein Kleinkinderbereich sorgen für  Unterhaltung (täglich 10-19 Uhr, Gutheil-Schoder-Gasse 17, 1230 Wien, Tel. +43-1-23 000 00, www.bogipark.at).

Im Family Fun: Hüpfburgen, XXXL-Riesenrutsche, Wellenrutsche, Kletterwand, Trampoline, Bungee-Trampoline, Bumperboote, Kletterlabyrinth, Rodeoreiten, Mini-Karts, Kleinkinderbereich und vieles mehr. Für die Eltern gibt es einen Relaxbereich und Gastronomie (Mo-Fr 13 bis 19 Uhr, Sa, So, Feiertag 9 bis 19 Uhr; Ermäßigungen für Familien und nach 17 Uhr, Breitenleer Straße 77, 1220 Wien, Tel. +43-1-236 70 70, www.familyfun.at).


Buchtipps rund um den Österreich-Urlaub mit Kindern

Gehend lernen auf spannenden Lehrpfaden

Die 75 einfallsreichsten und sehenswertesten Lehrpfade in Oberösterreich, Salzburg und Berchtesgaden

Was gibt es Schöneres, als sich an der frischen Luft zu bewegen, die Natur zu genießen und obendrein noch Neues kennenzulernen! Tatjana Rasbortschan hat für ihr Buch die 75 einfallsreichsten und sehenswertesten Lehrpfade in Oberösterreich, Salzburg und Berchtesgaden versammelt. Kartenausschnitte und genaue Wegbeschreibungen erleichtern die Orientierung.Weiters bietet das Buch Informationen über Rastplätze zum Einkehren, Kinderwagentauglichkeit oder Begehungsmöglichkeiten im Winter. Sie führt die Leser z.B. ins “Gläserne Tal”, auf den “Weg der Sinne” oder auf eine “Lebensroas” – außergewöhnliche Wandererlebnisse gerade für Kinder sind jedenfalls garantiert.

 

Tatjana M. J. Rasbortschan

Mag., geboren 1968 in Wien, in Salzburg aufgewachsen und wegen der landschaftlichen Schönheit geblieben. Studium der Psychologie, Psychotherapieausbildung und Kursleitungen an der Volkshochschule. Mitarbeiterin in der psychologischen Fakultät der Universität Salzburg. Arbeitet seit 20 Jahren in freier Praxis in Salzburg. Veröffentlichungen von Texten (Gedichte, Kurzgeschichten, Reiseberichte) und eigenem Fotomaterial. Mitarbeit in einer Literaturzeitschrift.


Das Rucksackbuch für den Wald

Ein Spaziergang durch den Wald kann für Kinder entweder ur-fad oder aber ur-cool sein. Für ur-coole Erlebnisse im Wald gibt es in der Perlen-Reihe ein “Rucksackbuch für den Wald”, mit dem im Wald viel Neues zu entdecken ist.

Gefundene Objekte verwandeln sich in Boote oder Laternen, Blüten öffnen und schließen sich wie von Zauberhand, und so manche Pflanze hat magische Tricks auf Lager. Dazu gibt es für alle Jahreszeiten Spiel- und Bastelideen sowie Anleitung zu Experimenten rund um den Erlebnisraum Wald.

Alice Thinschmidt, Daniel Böswirth
Das Rucksackbuch für den Wald
Mit Illustrationen von Jürgen Schremser
128 Seiten
ISBN: 978-3-99006-034-6


Alice Thinschmidt und Daniel Böswirth
absolvierten die Höhere Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Wien und sind als Fachautoren in Österreich, Deutschland und der Schweiz tätig. Im Lauf der Jahre haben beide das umfangreiche Fotoarchiv www.gartenfoto.at aufgebaut. Alice Thinschmidt ist als Ökopädagogin auch beruflich damit beschäftigt, gemeinsam mit Kindern die Natur zu entdecken und immer wieder Neues auszuprobieren. Die besten Kritiker sind dabei ihre eigenen Kinder.

Jürgen Schremser hat sich als Schöpfer politischer Cartoons in seiner Heimat Liechtenstein einen Namen gemacht. Seit 2011 illustriert er regelmäßig Ratgeber der Perlen-Reihe, bisher Schlaue Tricks mit Physik von Bernhard Weingartner sowie Fang den König! – Schach für Kinder von Peter Mitschitczek. Der gelernte Historiker ist Mitglied von DEsign Austria und moderierte 2012 das Jospeh Binder Symposium zum Thema “Illustrationen zwischen Kunst und Kommerz”.

 


Titelbild: Schwarzsee © Österreich Werbung, Fotograf: Peter Burgstaller

 

 


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