Der Donauradweg – Tipps, die sich lohnen

Die kostenlose Donauradweg-Broschüre Passau-Bratislava beschreibt den beliebtesten Radfernwege Europas, der über 381 Kilometer von Passau nach Bratislava führt. 600.000 Radfahrerinnen und Radfahrer befahren alljährlich eine oder mehrere der 17 Etappen, die beiderseits des Stroms verlaufen.

Die etwas verkürzte Tour an der Donau, von Passau nach Wien, gilt bei Radwanderern geradezu als Klassiker. Ihre 14 Etappen (beiderseits des Flusses) werden dementsprechend stark frequentiert. Kein Wunder, bietet die 312 Kilometer lange Strecke doch eine Fülle von Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten.

So begegnen den Radlern aufregende Landschaften wie etwa der Mäander der Schlögener Donauschlinge mit den hoch aufragenden, dicht bewaldeten Donauleiten zu beiden Seiten. Oder die romantische UNESCO-Weltkulturerbe-Landschaft Wachau mit ihren von Felsen durchsetzten Waldhängen, den sich sanft wölbenden Weinbergen und den vielen historischen Ortschaften.


Kostenloser Donauradweg Führer Passau-Bratislava

Für 2019 erschien die Neuauflage der 170-seitigen Donauradweg-Broschüre Passau-Bratislava. Die beliebte Broschüre beinhaltet wichtige Informationen rund um das Radfahren an der Donau in Österreich und ist sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar. In 13 Streckenabschnitten zeigen übersichtliche Karten den genauen Verlauf des Radweges von Passau bis Bratislava. Neben Auskünften über Nächtigungsbetriebe findet man darin allerhand Wissenswertes über Highlights in den Donauorten und –städten, Radfähren, Kraftwerksübergänge und Schiffsanlegestellen. Die Broschüre kann kostenlos unter www.donau-oesterreich.at/prospekte angefordert werden.


Radfahren in der Wachau. © Österreich Werbung, Fotograf: Mooslechner

Wien, einst Kaiserresidenz, mit ihren Sehenswürdigkeiten wie Schloss Schönbrunn, Hofburg und Riesenrad wird vom Donauradweg durchquert. In Linz, der oberösterreichischen Landeshauptstadt und europäischen Kulturhauptstadt 2009, locken u.a. Lentos Kunstmuseum, Brucknerhaus und Ars Electronica Center. Die Dreiflüssestadt Passau, ehemaliger Bischofssitz, wartet mit einer prächtigen Altstadt auf. Das malerische Enns, Österreichs älteste Stadt, das idyllische Schifferstädtchen Grein die malerischen Wachauer Orte Dürnstein und Spitz sowie die Gartenstadt Tulln liegen ebenso an der Strecke wie barocke Klöster und Stifte – etwa Melk, Göttweig, Klosterneuburg, Engelszell und St. Florian. Burgen und Ruinen, Dörfer und alte Marktplätze, Sandstrände und kleine Museen warten ebenfalls darauf, entdeckt zu werden.

Pause bei einer Fahrradtour entlang des Donauradwegs am Ufer der Donau bei Rossatz mit Blick auf Dürnstein in der Wachau.© Österreich Werbung, Fotograf: Peter Burgstaller

Ergänzt wird dieses Angebot durch eine Routenführung und Infrastruktur, die auch den ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) überzeugt haben. Der hat 2015 den Donauradweg erneut einer Qualitätsprüfung unterzogen – und ihm wieder eine sehr gute 4-Sterne-Bewertung verliehen. Dabei wurden auch rund 50 fahrradfreundliche Pensionen und Hotels als ADFC-bett+bike-Betriebe qualifiziert. Sie garantieren damit nicht nur gesicherte, teilweise überdachte Radabstellplätze, „Erste Hilfe“-Radwerkzeug und Trockenräume für Kleidung, sondern auch Ladestationen für E-Bikes.

Alle wichtigen Informationen zum Donauradweg findet man im kleinen Reiseführer “Donauradweg-Falter”. Der Gratisfolder im handlichen Kleinformat in Deutsch und Englisch bietet u.a. übersichtliche Karten zu der Strecke von Passau bis Bratislava, Informationen zu Beherbergungsbetrieben, E-Ladestationen, Radinformations- und Servicestellen, zu Radfähren und Kraftwerksübergängen. Er führt Schifffahrtspläne sowie Kontaktadressen von Gemeinden und Tourismusverbänden an und enthält buchbare Radreiseangebote. Zu beziehen ist der Donauradweg-Falter kostenlos unter: www.donau-oesterreich.at/prospekte.

Donauradweg-Facts

  • der österreichische Donauradweg ist Teil der EuroVelo-Route EV6, die über 4.448 km vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer führt
  • Ausbau des Donauradwegs seit 1984 am sogenannten “Treppelweg” an der Donau
  • von Passau bis Bratislava 17 Etappen über 381 km beiderseits des Stromes, bis Wien 14 Etappen über 312 km beiderseits des Stromes
  • jährlich rund 600.000 Radfahrer am Donauradweg
  • touristische Tagesausgaben am Donauradweg / Jahr: rund 100 Mio. €
  • 17 Radfähren, 29 Infostellen, ca. 100 E-Bike-Ladestationen in OÖ, NÖ und Wien, ca. 50 ADFC-bett+bike-Betriebe, 350 Radverleihstellen (vielfach mit Rad-Service)
  • 1.300 via Handy auszuleihende “nextbikes” an 296 Verleihstandorten (z.B. Bahnhöfe) in Niederösterreich
  • Infos: www.donau-oesterreich.at

Donauradweg in Bildern

Donauradweg in Oberösterreich, Schlögener Schlinge. © OÖ.Tourismus, Fotograf: Erber

Donauradweg in Oberösterreich, Stift St. Florian. © WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH, Fotograf: Hochhauser

Mit E-Bikes auf dem Donauradweg bei Grein. © Österreich Werbung, Fotograf: Peter Burgstaller

Donauradweg in der Wachau. © Österreich Werbung, Fotograf: Mooslechner

Donauradweg in der Wachau. © Österreich Werbung, Fotograf: Mooslechner

Der Donauradweg ist durchgängig sehr gut ausgebaut und beschildert. © Österreich Werbung, Fotograf: Mooslechner

Fähren machen es einfach, von einer Donauseite auf die andere zu wechseln. Hier die Fähranlegestelle in Spitz an der Donau. © Österreich Werbung, Fotograf: Mooslechner

Hier setzen Radfahrer mit einer Fähre bei der Schlögener Schlinge über die Donau.© Österreich Werbung, Fotograf: Peter Burgstaller

Der Radweg an der Donau ist besonders bei Familien beliebt. © Österreich Werbung, Fotograf: Mooslechner


Wandern am Donausteig

An beiden Ufern des Flusses führt der Donausteig durch abwechslungsreiche Landschaften: waldreiche Uferhänge mit versteckten Burgen und Ruinen, fruchtbare Ebenen und urwüchsige Auwälder. 41 Rundrouten zweigen vom Hauptweg ab und laden ein, das Hinterland zu erkunden. Dazu erzählt der Donausteig Geschichten. Die Gegebenheiten der Natur, die wechselnden Landschaften, unerklärliche Phänomene sind die Wurzeln eines großen Schatzes an mystischen und mythischen Erzählungen.

Der Donausteig greift 120 dieser alten Donausagen auf, die mit Burgen, Bergen, Orten und Städten entlang der Ufer in Verbindung stehen. Neu erzählt und illustriert können die Wanderer sie auf den Übersichtstafeln des Donausteiges nachlesen. Und damit verstehen, wie sich die Menschen der Vergangenheit ihre Umgebung zu erklären versuchten.

Nähere Informationen: www.donausteig.com


Das Donaufestival: Ende April bis Anfang Mai

Krems liegt im Donautal und zwar im östlichen Randbereich der Wachau. Das donaufestival Krems gilt als das Festival für aktuelle künstlerische Positionen im Spannungsfeld zwischen Performance und Klangkunst, Experiment, Pop und Subkultur.

Es muss am Fluss liegen und an der Landschaft zu beiden Seiten seiner Ufer, am Kommen und Gehen der Völker im Laufe der Jahrtausende, die ein geschärftes Bewusstsein geben von den eigenen Wurzeln und gleichzeitig den Blick frei machen für Neues. Wie sonst ließe sich die Fülle der Festivals in dieser Region erklären, die mit einem wachen Sinn für Tradition und der Begegnung über Grenzen hinweg gleichermaßen ausgestattet sind. Im Jahresreigen dieser Festivals ist das donaufestival eines der ersten.

Ostern ist kaum vorüber, wenn das donaufestival alljährlich seine Überraschungen auspackt. Besonderes Augenmerk legen die Initiatoren dabei auf (noch) Unbekanntes und eine Fülle von Eigenproduktionen, die es nur hier zu erleben gibt. Trotzdem bietet das Programm immer auch internationale Größen: So stellte in Krems Rufus Wainwright eines seiner Alben vor, hatten die Melvins einen bejubelten Auftritt und brachte Peaches Techno-Punk zu Gehör. Getreu dem inhaltlichen Gestaltungsprinzip „Nodes, Roots & Shoots” – Knoten, Wurzeln und Triebe – wird alljährlich an den Schaltstellen künstlerischer Netzwerke gearbeitet.

Spaziergänge bei psychedelischer Musik dem Hypothalamus entlang oder mit den Noiserockern Sonic Youth hart an der Schmerzgrenze werden beim „donaufestival“ ebenso geboten wie Diskursoperetten, Musikfilmprojekte und experimentelle Nebenbeschäftigungen wie Lachyoga. Alles zusammen ein junges und garantiert ungewöhnliches Festivalprogramm, das sich wohltuend vom Mainstream abhebt.

Termin: Ende April – Anfang Mai

www.donaufestival.at


Gut essen und trinken an der Donau

Die Donauregion zwischen Passau und Bratislava bietet eine Fülle regionaltypischer Spezialitäten, ausgezeichneter Lokale und prämierter Weine. Knödel und Bier gelten allgemein als kulinarische Wahrzeichen Oberösterreichs. Zu Recht, kennt man doch hier Knödel in sämtlichen Variationen, von den gebackenen Mühlviertler bis zu den kleinen Innviertler Knödeln. Gereicht werden sie z.B. zum deftigen “Bratl in der Rein”, zu dem das hiesige Bier auf den Tisch kommt. Das stammt meist aus einer der vielen Kleinbrauereien des nahen Mühlviertels.

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