Schweiz – das kleine Reisebuch für den ersten Überblick

„Zückerli“ ist das Schweizer Synonym für etwas Besonderes, Außergewöhnliches, Attraktives. Und davon hat das Land eine Menge zu bieten. Langweilig wird Ihnen in der Schweiz sicher nicht! In kaum einem anderen Land treffen dermaßen viele Highlights in kurzer Distanz aufeinander.

Die nur rund 40.000 Quadratkilometer große Schweiz mit ihren 26 Kantonen bietet eine enorme Erlebnisvielfalt und eine atemberaubende Landschaft: türkisblauen Seen, ein einzigartige Alpenpanorama, unzählige  Passhöhen und Gipfeln sowie Museen, Messen und Bauwerke von Weltruf.

M%C%BCnster Basel Rhine Church Chapel  - Photo-pixler / Pixabay
Photo-pixler / Pixabay

Ein ganz besonderer Leckerbissen ist die neue Grand Tour of Switzerland, die seit kurzem 44 Sehenswürdigkeiten und attraktive Ausflugsmöglichkeiten entlang und im Umkreis der landschaftlich reizvollsten Routen der Schweiz verbindet.

Begleiten Sie die Autoren in diesem Buch auf eine Reise durch eines der schönsten und vor allem abwechslungsreichsten Länder Europas!

Reisebuch Schweiz: Ziele von A bis Z

Basel

Basel, die drittgrößte Stadt der Schweiz, hat etwa 170.000 Einwohner. Nur Zürich und Genf sind noch größer als die Stadt am Dreiländereck Schweiz/Deutschland/Frankreich.

Basel liegt am Rhein und unterteilt sich in Kleinbasel am rechten Rheinufer und Großbasel auf der linken Rheinseite. Die Stadt gehört zum Schweizer Kanton Basel-Stadt. Sie gliedert sich nach Wohnvierteln, auch Quartiere genannt. Insgesamt gibt es neunzehn dieser Quartiere.

Die Anreise nach Basel ist einfach. So gibt es neben drei Fernbahnhöfen und ausgebauten Autobahnen auch einen internationalen Flughafen. Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg ist ein internationaler Großflughafen mit über sechzig Reisezielen. Für Touristen, die ohne Auto anreisen, ist eine gute Infrastruktur vorhanden. Die Bus- und Bahnstrecken sind ausgezeichnet ausgebaut.

Sehenswürdigkeiten

Basel ist die Stadt der Musik und Museen  (siehe www.museenbasel.ch) wie z. B. das Kunstmuseum, Antikenmuseum, Architektenmuseum oder das Anatomische Museum. Für Designbegeisterte empfiehlt sich ein Besuch des Vitra Design Museums.

Auch im Musikbereich hat die Stadt sehr viel zu bieten. Hervorzuheben ist das Sinfonieorchester, das Kammerorchester sowie die Musikakademie. Sportbegeisterte können Fußballspiele des FC Basel im St. Jakob-Park anschauen oder aber Eishockeyspiele beim EHC Basel.

Zudem ist Basel eine Universitätsstadt, was die Zahl von etwa 12.000 Studierenden beweist. Das Biozentrum der Universität ist weltweit bekannt und genießt einen internationalen Ruf. Auch die Fachhochschule Nordwestschweiz zieht viele Studenten an.

Basel macht vor allem  seinem Ruf als Kulturhauptstadt der Schweiz alle Ehre. Neben Sonderausstellungen finden viele spannende Veranstaltungen in den Theatern, Clubs und auf öffentlichen Plätzen statt.

Altstadt und Rathaus von Basel

Die Art Basel

Ein wichtiger Termin im Basler Kultursommer ist die Art Basel, die Messe für zeitgenössische und moderne Kunst. Die Art Basel bietet Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Mehrere hundert Aussteller der weltweit bedeutendsten Galerien machen die Messe zum wichtigsten Museum auf Zeit. Künstler, Kunstsammler und viel Prominenz aus der Kulturszene treffen sich in diesen Tagen in Basel (www.artbasel.com).

Die Art Basel wurde 1968 ins Leben gerufen und gilt heute als bedeutendste Kunstmesse der Welt. Die Idee dazu hatten Galeristen und Kunsthändler, nachdem im Jahre 1967 in Köln eine Kunstmesse stattfand, zu der nur ausgewählte Galerien eingeladen wurden.

Die Art Basel steht allen Galerien offen, die sich jedoch einem Auswahlverfahren stellen müssen. Die Auswahl erfolgt nicht willkürlich. Es wird dazu ein Art Committee (Ausstellungsbeirat) gewählt, der in einer intensiven Runde die sich über mehrere Wochen hinzieht, die Auswahl unter den Galerien und Künstlern trifft.

Kulturgenuss versprechen zudem die unterschiedlichen Musikfestivals, angefangen mit dem Festival „Im Fluss“ am Rheinufer (www.imfluss.ch) über das Open Air Basel (www.openairbs.ch), bis hin zum Militärmusikevent „Basel Tattoo“ (www.baseltattoo.ch).

In den Sommermonaten widmen sich die Baslerinnen und Basler aber auch der Kunst zu leben, dem Savoir-vivre. An den Ufern des Rheins trifft man auf Sonnenanbeter, Spaziergänger, Studenten und Geschäftsleute, die hier die Seele baumeln lassen. Zudem frönen viele Einheimische einem Freizeitvergnügen der besonderen Art: Jährlich im August findet das offizielle Rheinschwimmen statt, welches inzwischen bereits zu einer Tradition geworden ist. Und auch an allen anderen Tagen begibt man sich in der Stadt am Rhein gerne ins kühle Nass. 

Weitere Informationen:

www.basel.com

Broc/Gruyère

Die Vorstellung klingt zunächst unglaublich. Doch sie wird jedes Jahr  für unzählige Touristen in der Schweiz wahr. Mit weit aufgerissenen Mündern wandeln sie in Broc (ca. 45 Autominuten von Genf entfernt) staunend auf den Spuren von Francois Louis Callier.

Dem Lebensmittelgeschäftsführer erging es Anfang des 19 Jahrhunderts ebenso, als er auf einer Italienreise einer neuen Liebe- der Schokolade- verfiel. Grund genug das kostbare Gut in seiner unnachahmlichen, zart-schmelzenden Form an die Menschen in seiner Heimat weiterzugeben. Und die älteste und gleichzeitig umsatzstärkste Schokoladenmarke der Schweiz ins Leben zu rufen.

Maison Cailler, ein Touristenmagnet

Idyllisch hinter saftig grünen Hügel warten die Menschen in der Schokoladenfabrik der Caillers Tag für Tag vom 2 Januar bis zum 31 Dezember auf die Verkostung. Doch sie müssen sich noch gedulden. Erst gegen Ende der audiovisuellen Führung durch das Schokoladenmuseum dürfen sich die Besucher die feinen Confiserie Produkten im fabrikeigenen Laden mit den süßen Spezialitäten eindecken.

Zuvor sollen ihnen schließlich noch als Zeuge der exklusiven Schokoladenherstellung das Wasser im Munde zusammenlaufen und Appetit machen auf Trüffel, aztekische Kakao-Variationen und feine Pralinen. Aufschlussreiche und witzige Anekdoten über die Geschichte der Calliers und ihrer Fabrik ergänzen die 75- bis 90minütigen Besichtigungen.

Die Heldentaten eines Mannes, der die Milchschokolade oder die Luftschokolade erfunden haben soll, stehen dabei aber keineswegs im Vordergrund. Im Atelier du Choclat dürfen Schokoladenliebhaber in speziellen Workshops ihre eigenen Vorlieben  nach ihrem Rezept selbst in die Tat umsetzen.

Info: www.cailler.ch

Chur

Die Schweizer Bahn- und Alpenstadt mit einer Siedlungsgeschichte von über 5000 Jahren ist die älteste Stadt der Schweiz, was sie in ihrer malerischen und durchgehend autofreien Altstadt auch eindrücklich zelebriert. Als Hauptstadt des Gebirgskantons Graubünden und zugleich Drehscheibe der Rhätischen Bahn ist Chur zudem Ausgangsort für Bahn- und Bergerlebnisse.

Chur, die Stadt am Alpenrhein und am Fusse imposanter Berggipfel, ist schon längst mehr als ein Halteort auf der ehemals wichtigsten Nord-Süd Handelsroute. Die Alpenstadt ist Endstation der großen internationalen Bahnlinien und Ausgangspunkt der Rhätischen Bahn mit ihrer als UNESCO-Welterbe ausgezeichneten Streckenführung und ihren weltbekannten Tourismusbahnen Bernina und Glacier Express.

Ob umliegende mondäne Kurorte wie Davos-Klosters und St. Moritz, oder Sport- und Freizeitdestinationen wie Arosa-Lenzerheide und Flims-Laax, die Nachbarn sind allesamt mit Bahn und Postbus direkt aus Chur erreichbar. Mit dem beliebten Hausberg Brambrüesch hat Chur zudem als einzige Stadt der Schweiz ein eigenes Sommer- und Wintersportgebiet, welches direkt aus dem Zentrum per Luftseilbahn erschlossen ist.

Die bedeutende Bischofsstadt ist zugleich Zentrum der rätoromanischen Schweiz. Funde in der Nähe der Kathedrale schließen auf eine Besiedlung 11.000 Jahre vor Christus hin und Keramiken sowie Werkzeug zeugen von einer römischen Militärstation. In den archäologischen Ausgrabungsstätten oder im Rätischen Museum über der Altstadt hat die Stadt ihre Geschichte bewahrt und zugänglich gemacht. Auch das hier beheimatete Bündner Naturmuseum lohnt einen Besuch.

Die Altstadt von Chur

Sehenswert sind auch das bischöfliche Schloss, die dreischiffige Kathedrale und die gut erhaltenen Gebäude in der historischen Altstadt. Chur lockt auch Shoppingfans an, denn es ist mit seinen mehr als 500 Geschäften das größte Einkaufszentrum zwischen Zürich und Milano. Die autofreie Altstadt und die verwinkelten Gassen laden zum gemütlichen Einkaufsbummel. Genießer schätzen die zahlreichen gemütlichen Cafés und die über 130 Restaurants, die der Stadt nebst dem milden Klima ein unverkennbar mediterranes Ambiente verleihen.

Weitere Infos: www.churtourismus.ch

Graubünden

Nirgendwo sonst in der Schweiz ist die Bergwelt so zerklüftet und archaisch wie in Graubünden. Den Kanton im Südosten der Schweiz prägen schroffe Felsen und tiefe Einschnitte in die Berge. Der weltweit größte Bergsturz, der vor ca. 9.500 Jahren stattfand, ist hier eben so zu sehen wie beeindruckende tektonische Verschiebungen.

Zwischen dem tiefsten Punkt von Graubünden und dem höchsten Gipfel des Piz Bernina liegen ca. 3.800 Meter Höhenunterschied. Die Straßen, die durch Graubünden führen (u.a. mit der „Oberen Straße“ eine der vier wichtigsten Alpenstraßen), sind deshalb eine eigenständige Attraktion.

Der Berninapass

Graubünden hat alles, was den Schweiz-Tourismus auszeichnet und das in überreicher Zahl: fast 1.000 hohe Berggipfel, 150 Täler und die meisten Seen und Burgen aller Kantone.

Fasziniert von der Landschaft waren schon im 19. Jahrhundert viele Besucher; Graubünden war 1865 der erste Kanton, der auch den Wintertourismus entwickelte. Klangvolle Namen wie Davos oder Arosa sind dafür überzeugende Belege. Aber auch der Bädertourismus in Vals oder Scuol hat Weltruf.

Nichts ist in Graubünden so beeindruckend wie die sichtbaren Zeugnisse der Erdgeschichte. Das Weltnaturerbe „TektonikArena Sardona“ bietet einzigartige Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Alpen.

Der Geopark bei Sardans, den man mit dem Auto in weniger als einer Stunde von der Kantonshauptstadt Chur aus erreicht, dokumentiert nicht nur die Spitze der Plattenkollision zwischen Afrika und Europa. Ebenso faszinieren megalithische Kultstätten und Bergwerke, die sich auf dem 300 Quadratkilometer großen Areal befinden.

Luzern

Die Berge, der See, die schöne Altstadt – das freut die Reisenden mit den großen Kameras. Doch Luzern muss sich auch kulturell nicht verstecken, im Gegenteil

Tanzen im leeren Pool: Netzwerk Neubad

Dies ist eine sehr kreative kulturelle Zwischennutzung des ehemaligen städtischen Hallenbads Biregg. Im leeren Poolbecken finden jetzt Konzerte, Ausstellungen, Märkte, Theater und Tanzveranstaltungen statt, im ehemaligen Garderobenbereich haben Unternehmen der Kreativwirtschaft einen Platz gefunden, und im Poolkino werden Filme via Facebook-Voting bestummen. Zudem gibt es ein cooles Bistro.

Infos: http://www.neubad.org

Hof Hinter Musegg – das städtische Landidyll

Ein Bauernhof mitten in der Stadt – das gibt‘s in Luzern, das in keinem Reisebuch fehlen darf. Er liegt hinter der Museggmauer verborgen. Die offenen Stalltüren geben Einblick in die artgerechte Tierhaltung. Von Mai bis September verwöhnt die Hofbeiz mit Produkten aus der Region ihre Gäste, Schweinegrunzen, Hühnergackern und Ziegenmeckern und Aussicht auf die Museggmauer inklusive.

Infos: http://www.hinter-musegg.ch

Bruchquartier – das neue Szeneviertel Luzerns

Fast 60 Jahre lang war das Bruchquartier Schauplatz des Viehhandels. Dann wehrten sich die Anwohner gegen den Dreck und Gestank – mit Erfolg: 1971 war Schluss mit dem Viehmarkt. In diesem Wohnquartier findet man viel Kultur und lokales Handwerk, etwa die Boutique Treger oder das Label Mimoa. Auch das Madeleine, eine angesagte Kulturlocation mit Bühne für Comedy und Konzerte, ist hier zu Hause.

Chäs-Chäller Luzern

In diesem alten Keller mitten in der Stadt Luzern wird Alpkäse eingelagert. Der Besuch im Chäs-Chäller ist ein Erlebnis für Liebhaber von traditionell hergestelltem Rohmilchkäse. Der Chäs-Chäller kann in Kombination mit einer Käse-Degustation in der Gruppe besucht werden.

Das Gebäude und der Stollen wurde Ende 19. Jahrhundert gebaut und steht unter Denkmalschutz. Ursprünglich wurde in diesem Stollen Eis eingelagert, später gab es eine Champignonzucht im Stollen.

Infos: http://www.chaes-chaeller.ch

Nendaz

Nendaz (im Deutschen Neind oder Neindt) ist eine Gemeinde im französischsprachigen Kanton Wallis im Schweizerischen Bezirk Conthey. Die Ursprünge der Gemeinde gehen bis in das Jahr 1250 zurück.

Nendaz besteht aus 18 Ortsteilen, die auf unterschiedlichen Höhenebenen liegen. Der niedrigste Ortsteil Aproz befindet auf einer Höhe von 460 Metern über dem Meeresspiegel in der Rhône-Ebene. Die am höchsten gelegene Ortschaft ist Siviez auf einer Höhe von 1.730 Metern.

Kernort ist Haute-Nendaz. Über der Gemeinde ragt der Gipfel des Rosablanches mit einer Höhe von 3.336 Metern auf. In Nendaz wird besonders gutes Quellwasser gefördert, abgefüllt und unter den Namen Nendaz oder Aproz vertrieben.

Südlich von Haute-Nendaz ragt die Spitze des Dent de Nendaz mit einer Höhe von 2.463 Metern über die Gemeinde. Am nördlichen Hang gibt es eine Seilbahn bis zum Wasserschloss. Für Urlauber interessant ist besonders die Umlaufbahn mit Gondeln, die bis zwölf Personen Platz bieten. Zwischen den Bergen Tracouet und Dent gibt es einen kleinen, romantischen See, der liebevoll Lac Noir genannt wird.

St. Gallen

Die Stadt aus dem 7. Jahrhundert ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Ostschweiz. Hier lockt ein Besuch des Stiftsbezirks mit der Stiftsbibliothek, in der zahlreiche Bücher und Schriften lagern. Der Stiftsbezirk mit seiner barocken Kathedrale gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sein Ursprung geht auf den irischen Mönch Gallus zurück, der dort vor über 1.400 Jahren seine Eremitage errichtete. Hundert Jahre später entstand das Kloster, das im Mittelalter zur „Schreibstube Europas“ und zu einem der wichtigsten kulturellen Zentren des Abendlandes wurde.

Die Kathedrale von St. Gallen

 Die Stiftsbibliothek

Das wohl bekannteste Gebäude des heutigen Klosterareals ist die Stiftsbibliothek: Tausende von Besucherinnen und Besuchern schlurfen jedes Jahr ehrfürchtig in Pantoffeln über den Holzboden der ehemaligen Schreibstube der Benediktiner-Mönche.

Die Mönche sind zwar heute verschwunden, aber ihre Bibliothek beherbergt zigtausend unschätzbare Schriftstücke. Hier, in einem der schönsten Rokokosäle der Schweiz, können 170.000 gedruckte Bücher und – in wechselnder Ausstellung – einzigartige Exemplare der 2.000 mittelalterlichen Originalhandschriften bewundert werden können.

Touristenmagnet ist jedoch die Mumie der Schepenese, die zusammen mit ihrem Doppelsarg in der Stiftsbibliothek ruht. Die Priestertochter Schepenese lebte zwischen 700 und 650 v.Chr. in Theben und gehörte zur Elite jener Stadt. Ihre Mumie mit dem reich bemalten Innen- und Außensarg gelangte 1821 nach St. Gallen. Schepenese’s Mumie und ihre beiden Särge bilden damit die erste altägyptische Bestattung, die in die Schweiz gelangte.

Die St. Galler Festspiele

Einmal im Jahr wird der Klosterhof des UNESCO-Weltkulturerbes mit seiner prachtvollen barocken Kathedrale zur Kulisse für die St. Galler Festspiele. Die Tanz- und Konzerthighlights werden im Theater, auf dem Klosterplatz und in der barocken Kathedrale aufgeführt.

Festspieltickets und weitere Infos: www.st.gallen-bodensee.ch

Scuol

Der Ort hieß bis 1943 offiziell Schuls und seit 1970 Scuol. Der Name soll vom lateinischen scopulus «Klippe» stammen.

Durch seinen Mineralwasser-Reichtum, eine jahrhundertealte Kurtradition und das Erlebnis- und Gesundheitsbad Bogn Engiadina ist Scuol der einzige Ort Graubündens mit der nationalen Auszeichnung «Wellnessdestination». Die Region widmet sich hochengagiert dem Gut „Wasser“ – touristisch und weltpolitisch.

Zahlreichen Quellen führten vor rund 150 Jahren zum Bau großer Kurhäuser, der Trinkhalle, den ersten Bäderhäusern und Grand-Hotels. Bereits im 19. Jahrhundert lockte das Heilwasser Kurgäste aus aller Welt ins Unterengadin. Man traf sich zum Kuren in der Trinkhalle am Inn und trank unter ärztlicher Aufsicht gemeinsam Mineralwasser. Später löste sich der Tourismus vorübergehend vom Schwerpunktthema „Mineralwasser“: Mit dem aufkommenden Berg- und Wintersport gewannen die Bergwelt sowie die Natur und Kultur rund um die Engadinerdörfer und der Nationalpark an Bedeutung. Dafür investierte die Ferienregion rege in die ebenso wichtige touristische Infrastruktur. Die Quellen führten weiterhin – wie schon bei ihrer Entdeckung 1369 und lange davor – pausenlos hochmineralisiertes Wasser, auch die Brunnen im Dorf.

Wohl wegen dieser Selbstverständlichkeit verkannten die Unterengadiner lange Zeit die Bedeutung des kostbarsten Bodenschatzes. Im Jahre 1993 sorgte der Bau des Bogn Engiadina dann für den nötigen Aufschwung. Dort, wo das alte Bäderhaus mit seinen Badekabinen und Holzwannen in den achtziger Jahren vor sich hin vegetierte, floriert heute der Wellness- und Gesundheitstourismus und sorgt für eine ganzjährige Auslastung.

Weitere Informationen: www.engadinbadscuol.ch

Seetal

Das Seetal bietet weitgehend unbebaute Uferlandschaften, das bezaubernde Wasserschloss Hallwyl aus dem 11. Jahrhundert und die über 100-jährige Schifffahrtsgesellschaft des Hallwilersees. Der Hallwilersee ist ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge und ein Highlight unseres Reisebuchs. In den Dörfern am Seeufer gibt es zahlreiche Ausflugsrestaurants und Strandbäder.

Beliebt ist auch eine Wanderung rund um den See, die etwa viereinhalb Stunden dauert. Der Baldeggersee liegt im luzernischen Teil des Seetals und gilt (noch) als Geheimtipp.

Er lässt sich besonders eindrücklich mit dem Rad erkunden und bietet viele romantische (Bade-) Plätze und Feuerstellen. Aber das ist noch nicht alles: Das Seetal lockt mit Burgen und Schlössern, malerischen Dörfern, der mittelalterlichen Kleinstadt Lenzburg, sanftem Land und schattigen Wäldern, zwei Badeseen sowie zahlreichen Bächen und Weihern.

Mit den Schlössern Brunegg (in Privatbesitz), Wildegg, Lenzburg und Hallwyl sind in kurzer Distanz gleich vier geschichtsträchtige Anlagen zu finden. Das renovierte Schloss Heidegg ist das Wahrzeichen des Luzerner Seetals und seit 1950 Eigentum des Kantons Luzern. Seine Räume stehen für kulturelle und gesellschaftliche Begegnungen zur Verfügung.

Weitere Infos: www.seetal-freiamt.ch

Das Wasserschloss Hallwyl

Swissminiatur

Die Swissminiatur ist eine im Jahr 1959 eröffnete Freiluftanlage in Melide im Kanton Tessin und zeigt eine verkleinerte Schweiz. Wer sämtliche Sehenswürdigkeiten der Schweiz auf einmal besichtigen möchte, ist hier, fünf Kilometer südlich von Lugano genau am richtigen Ort. Mit der Bahn erreicht man Melide von Lugano in 7 Minuten und mit dem Schiff in 35 Minuten (mit dem Auto über die A2).

Mehr als 120 Modelle (25-fach verkleinert)  von Schweizer Gebäuden, Kirchen, Brücken, Plätzen, Bauernhöfen, Chalets und Denkmälern können in dieser Anlage besichtigt werden. Seit 2003 steht außerdem ein riesiges Modell vom Mailänder Dom in der Swissminiatur – es ist die einzige Sehenswürdigkeit, die nicht zur Schweiz gehört.

Auf etwa 3,5 Kilometer Schienen fahren Modelleisenbahnen und Zahnradbahnen. Daher ist die Swissminiatur auch für Eisenbahnfans ein ideales Ausflugsziel. Neben Schienenfahrzeugen tummeln sich auch Drahtseilbahnen, Schiffe und Autos in der Anlage. 

Swissminiatur ist täglich geöffnet von Mitte März bis Ende Oktober.

Info: www.swissminiatur.ch

Thunersee

Eine besonders malerische Region ist der Thunersees ab Spiez bis nach Interlaken. Etwas abseits der Hauptstraße in der Ortschaft Spiez liegt die vielleicht schönste Bucht Europas, gesäumt vom größten Weingut im Berner Oberland und bewacht vom Schloss Spiez, einer der beliebtesten Hochzeitslokalitäten in der Region. Zwischen den Segelschiffen versuchen sich Stand up Padler und Kanufahrer erkunden die nahe Umgebung auf dem Wasser. Immer mit dabei ist das eindrückliche Panorama auf die Riesen des Berner Oberlandes.

Der Thunsersee

Traumstrecke Interlaken – Thun

Nehmen Sie sich die Zeit, um von Interlaken via Oberhofen nach Thun zu fahren! Entlang des glitzernden, tiefblauen Thunersees, vorbei an einladenden Buchten, gemütlichen Strandkaffees und traumhaften Strandbädern. Es lohnt sich, das Auto einfach einmal stehen zu lassen, um entspannt in dieses fast kitschig anmutende Szenario einzutauchen.

Seestraße am Thunersee

Feinspitze und Gourmets gönnen sich in einem der Fischrestaurants einen Leckerbissen, Naturfreunde besuchen das Niederhorn – den Logenplatz über dem Thunersee – und Kulturinteressierte besuchen die Altstadt Thuns mit ihren berühmten Hochtroittoirs zum Flanieren, Shoppen und Schlemmen.

Toggenburg

Die Bergkette “sieben Churfirsten” ist DAS Wahrzeichen vom Toggenburg. Das idyllische Tal liegt im Osten der Schweiz und ist mit vielen kleinen Dörfern entlang des Flusses, der Thur, besiedelt – ein wahres Paradies für Wanderer und Fans des Wintersports.

Die sieben Churfirsten

Ein Erlebnis ist zum Beispiel die Fahrt mit der Selunbahn. Dies ist jedoch nicht eine Seilbahn mit einer Gondel, wie sie jedermann kennt! Nein, es ist eine einfache Holzkiste, die einen in zehn Minuten auf den Berg Selun befördert. Genutzt wird die Selunbahn hauptsächlich von den Älplern im Sommer, um die Milch ins Tal zu bringen.

Oben angekommen, wird man von einer Idylle wie im Bilderbuch überrascht. Saftige grüne Wiesen, frische Bergluft und eine atemberaubende Aussicht laden zum Verweilen ein. In den “Alpe-Beizli” (Alp-Restaurants auf Schweizerdeutsch übersetzt) gibt es einheimischen Spezialitäten und (spartanische) Übernachtungsmöglichkeiten.

In diesem Tal legen die Einheimischen viel Wert auf Tradition und Bodenständigkeit. Es gibt viele Landwirtschaftsbetriebe, die über Generationen existieren und die heimischen Alpen bewirtschaften.

Veysonnaz

Wer im Sommer Entspannung und im Winter jede Menge Action sucht, ist in Veysonnaz im Kanton Wallis in der Schweiz genau richtig. Das als Teil der sogenannten Vier-Täler-Region bekannte Bergdorf mit etwa 600 Einwohnern wird umgeben vom malerisch gelegenen Rhonetal und den Berner Alpen.

Im Winter ist Veysonnaz ein beliebtes Ziel für Ski- und Snowboardfahrer. Das Skigebiet der Vier Täler, das durch seine Höhenlage in den Wintermonaten besonders schneesicher ist, verfügt über insgesamt 400 präparierte Pistenkilometer – sowohl für Anfänger als auch für Profis.

Innerhalb des Skigebietes befinden sich unter anderem mit dem Matterhorn und dem Mont Blanc die höchsten Berge der Alpen. Bereits mehrmals war Veysonnaz Gastgeber von Abfahrts- und Snowboard-Weltcups auf der „Piste de l’Ours“. Außerdem bietet das gesamte Wintersportgebiet neben zahlreichen gespurten Langlauf-Loipen auch einige Rodelbahnen und Snowboard-Parks sowie Möglichkeiten zum Schneeschuh-Wandern und Heli-Skiing.

Das Matterhorn

Die Region hält auch einige Sehenswürdigkeiten bereit. Besucher sollten unter anderem einen Rundgang durch den alten Dorfkern mit den zahlreichen typischen Schweizer Häusern unternehmen. Hier ist noch immer das ursprüngliche Schweizer Leben live zu erleben.

In der Nähe von Veysonnaz ist mit „Grande-Dixence“ die größte Gewichtsstaumauer der Welt zu finden. Das 285 Meter hohe Bauwerk staut insgesamt 400 Millionen Kubikmeter Wasser. Im nahegelegenen Saint-Léonard ist ein immens großer unterirdischer See zu bestaunen.

Jeweils im August findet in der Region das härteste Mountainbike-Rennen der Welt „Grand Raid Cristalp“ statt. Während des insgesamt 131 Kilometer langen Rennens muss eine Höhendifferenz von 4.600 Metern überwunden werden. Ein weiterer Jahres-Höhepunkt sind die berühmten Alpaufzüge Ende Juni.

Waadt

Der Kanton Waadt ist flächenmäßig der viertgrößte Kanton der Schweiz. Die höchsten Bergzüge sind die Les Diablerets mit 3.210 Metern über dem Meeresspiegel. Der Genfer See ist der tiefste Punkt im Kanton.

Der Kanton verläuft im Westen vom Genfer See bis zum Neuenburger See. Im Nordwesten grenzt er an Frankreich, im Südwesten an den Kanton Genf. Im Osten bilden die Kantone Freiburg und Bern die Grenze und im Südosten das Walli.

Garten am Genfer See

Die Regionen zwischen Lausanne und Montreux mit dem Lavaux gelten bei den Schweizern und den Touristen als die “Waadtländer Riviera” und sind auf Grund ihrer landschaftlichen Schönheiten besonders beliebt. Ein schönes Hotel ist hier meist schon lange vor der Hauptsaison ausgebucht.

Als besondere Sehenswürdigkeiten im Kanton Waadt  ist das Schloss Chillon zu empfehlen, das jährlich etwa 300.000 Menschen empfängt und damit das historische Gebäude in der Schweiz ist, das die meisten Besucher hat. Auch das überregional bekannte Thermalbad und Thermal-Zentrum in Yverdon-les-Bains sind zu empfehlen.

In Corsier-sur-Vevey, dem letzten Wohnsitz Charlie Chaplins kann man das Charlie-Chaplin-Museum mit einer Statue des berühmten Mannes erkunden. Eine Staue von Freddie Mercury befindet sich in Montreux.

Der Hauptsitz des Internationalen Olympischen Komitees befindet sich in der Hauptstadt des Kantons Waadt, in Lausanne. Der Hauptsitz der UEFA befindet sich in Nyon und dürfte Sportbegeisterte besonders interessieren.

Zürich

Die Stadt am Zürichsee verspricht ländliche Idylle und großstädtische Internationalität – und sie hält es. Geprägt von ihren Gewässern verleihen die Berglandschaft und natürlich der See Zürich einen ganz eigenen Zauber.

Verschiedenste Baustile, vom mittelalterlichen Kern bis zu zeitgenössischen Glaspalast, allesamt ohne übertriebenen Prunk, kennzeichnen das Schweizer Finanz- und Kulturzentrum. 30 Museen und Galerien lassen Kunstliebhaber auf ihre Kosten kommen. Die schönste Reisezeit ist zwischen Mai und September. Im Winter laden eher die nahe gelegenen Berge zum Wintersport ein.

Unterwegs in Zürich

In Zürich ist man am besten zu Fuß unterwegs und beginnt seine Entdeckungstour mit einem Altstadtbummel. Zürichs Hauptbahnhof – einer der schönsten Europas – ist der Ausgangspunkt. Von hier aus geht es weiter in die berühmte Bahnhofstraße. Auf dieser etwas über einen Kilometer langen Einkaufsmeile lässt sich unter den Linden flanieren und über die sehr hohen Preise staunen.

In der Schlägeralle geht es dann bis zur Höhe des Brunnens aufwärts. Die Treppen führen zum Lieblingsplatz der Einheimischen, in den Lindenhof. Der Aufstieg wird durch einen fantastischen Ausblick auf die Altstadt belohnt. Danach empfiehlt sich ein Blick in das berühmte Kolonialwarengeschäft Schwarzenbach, Münstergasse 19. Hier scheint die Welt im Jahr 1912 stehengeblieben zu sein.

Ein Besuch des Münsterlatzes, des Ausgangspunktes der deutsch – schweizerischen Reformation, ist unbedingt anzuraten. Für Kunstliebhaber ein echter Leckerbissen ist das Kunsthaus am Heimplatz. Eine internationale Sammlung mit Werken unter anderem von Monet bis Picasso sowie Wechselausstellungen machen den Kunsttempel zum Kunstgenuss.

Ein Spaziergang in den grünen Anlagen der Kaianlagen entspannt und stimmt schon etwas auf eines der ältesten Viertel der Stadt ein. Die Handwerkergasse lockt mit romantischen Läden und Werkstätten sowie schönen Möglichkeiten zum Einkaufen und Essen.

Zurück geht es in Richtung Bahnhof durch die Jürgen-Straße über die Gessner Brücke in das andere Zürich. In der Kasernenstraße und in der Lutheroth-Becker Straße bekommt der Besucher den Kontrast dieser ambivalenten Stadt zu spüren. Der Helvetica-Platz mit dem Arbeiterfamiliendenkmal zeugt von dieser ganz anderen Welt.

Weiter Richtung Bullinger Platz gelangt man zur Iris-Mann-Siedlung, einem architektonisch außergewöhnlich interessanten Teil Zürichs..

Einkaufen in Zürich

In Zürich lässt sich alles kaufen für jeden Preis – der nach oben hin überhaupt keine Grenzen kennt. Die wichtigste und teuerste Einkaufstraße ist die Bahnhofstraße, parallel dazu die Löwenstraße sowie die Augustinerstraße und die Uraniastraße.

Internationale Designermode findet man in der Storchengasse und Umgebung. Preiswerter sind die Geschäfte am Limmat – über den Fluss.

Meist haben die Geschäfte Montags bis Freitag von 9:00 bis 18:30 Uhr, Samstags von 8:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Der lange Donnerstag geht bis 21:00 Uhr.

Vegan in Zürich

Die gutbürgerlicher Küche Zürichs ist über die Landesgrenzen bekannt. In Zürich isst man meistens sehr gut, ganz sicher aber wird man ausgezeichnet bedient.

Vor allem die vegane Ernährungsform ist in Zürich voll im Trend und viele Restaurants und Läden spezialisieren sich auf vegane Kunden. Bekannt sind orientalische Mezzes im libanesischen „Le Cèdre“, der vegane Döner von „Elle’n’Belle“, der frische Salat aus der „Gärtnerei“ oder fleischlose Kreationen an der Theke des ersten vegetarischen Metzgers „Hiltl“: Die Zürcher Gastronomie bietet eine Vielzahl an veganen Gerichten.

Weitere Informationen: www.zuerich.com/vegan

AKTIVITÄTEN

Die Herzroute: Radeln vom Boden- zum Genfer See

Die Herzroute führt in 13 Tagesetappen über 720 Kilometer und 12.000 Höhenmeter vom Genfer See an den Bodensee. Damit ist sie die längste Radwanderroute der Schweiz.Die Etappen folgen oft Höhenlagen, die spektakuläre Aussichten bieten –unter anderem die Innerschweiz mit ihren Alpweiden, der Zürichsee oder das Appenzellerland.

Die regionale Radroute erstreckt sich von Lausanne nach Rorschach am Bodensee und führt vorbei an historischen Ortsbildern und idyllischen Seen. Wer nicht ganz so sportlich ist, dem wird ein E-Bike empfohlen, um die Hügel zwischen Genfer See und Bodensee ohne Mühe zu erklimmen. Unterwegs bieten Akkuwechselstationen frische Energie.

Weitere Informationen: www.herzroute.ch

Wandern am Vierwaldstättersee

„Ringsum die Herrlichkeit der Welt!“ – was ein reiseerfahrener Künstler wie Johann Wolfgang Goethe schon 1779 vom Aussichtspunkt Rigi-Känzeli herab feststelle, ist mit einer Wanderung auf dem Waldstätterweg heute wieder neu zu entdecken. Während der bekanntere Weg um den Urnersee führt, umrundet der Waldstätterweg die anderen Arme des Vierwaldstättersees von Brunnen bis auf das Rütli.

Der romantische Vierwaldstättersee

Der Weg hat eine Gesamtlänge von 119,6 Kilometern, rund 50 Prozent davon sind historisch gewachsene Pfade. Sämtliche Ausgangs- und Zielorte der Wanderungen liegen am See und sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Waldstätterweg ist eine klassische Fernwanderroute, die sich auch in Tagesetappen bewältigen lässt.

Weitere Infos: www.waldstaetterweg.ch

Der Vier-Quellen-Weg

In der Schweizer Gotthardregion lockt der Vier-Quellen-Weg. Auf dem 85 Kilometer langen Weg werden Wanderer an die Quellen der vier wichtigsten Flüsse Europas geführt. Am Oberalppass der Rhein, am Lucandropass die Reuss, der Ticino am Nufenenpass sowie die Rhone am gleichnamigen Rhonegletscher. Dabei sieht man hochalpine Landschaften, Hochmoore und Alpenwiesen und kann Murmeltiere, Alpendohlen und Gämse entdecken.

Rhonegletscher

Gleichzeitig soll dem Wanderer auch die zentrale Bedeutung des Wassers bewusst werden. Denn die vier Flüsse sind für einen Großteil der jährlichen Stromproduktion durch Wasserkraft in der Schweiz zuständig. Rund zwei Drittel der Energie aus Wasserkraft stammen dabei aus den Gebirgskantonen Uri, Graubünden, Tessin und Wallis, durch die auch die fünf Etappen des Vier-Quellen-Wegs führen.

Weitere Infos: www.vier-quellen-weg.ch

Die Grand Tour of Switzerland

Die Grand Tour of Switzerland besteht aus zwölf Streckenabschnitten und verbindet 44 Höhepunkte der touristischen Schweiz. Die abwechslungsreiche und spektakuläre Route berücksichtigt alle touristischen Regionen und alle vier Sprachräume des Landes und führt unter anderem über fünf Alpenpässe, entlang von 22 Seen, zu elf UNESCO-Welterbestätten und zwei Biosphärereservaten. Zur über 1.600 Kilometer langen Kernroute führen drei Einstiegsetappen von den Grenzorten Basel, Genf und Chiasso, wo bereits die ersten Höhepunkte warten.

Die „Route 66“ der Schweiz verbindet 23 Kantone mit den schönsten Orten des Landes. So auch die Ostschweiz. Die Strecke führt entlang des Schweizer Bodenseeufers vom größten Wasserfall Europas, über die mittelalterlichen Städtchen Schaffhausen und Stein am Rhein bis in die Region St.Gallen-Bodensee.

Im Wallis folgt die Grand Tour of Switzerland dem Flusslauf der Rhone vom Furkapass bis zum Genfer See. Dabei erlaubt sie auch Ausflüge in die Seitentäler. Der Große Aletschgletscher, das Matterhorn, das Bergdorf Grimentz und die 1500-jährige Abtei Saint-Maurice gehören zu den Höhepunkten der Route.

Aletschgletscher

Wer den Furkapass befährt, wo der Walliser Teil der Grand Tour of Switzerland beginnt, genießt den Blick auf die kleinen Blockgletscher links, das Furkahorn rechts und den mächtigen Rhonegletscher. Weiter unter öffnet sich das Rhonetal.

Blick auf den Großen Aletschgletscher

Die Aussichtsplattformen auf der Moosfluh, dem Eggishorn und dem Bettmerhorn bieten eine spektakuläre Sicht auf den Großen Aletschgletscher, das Kernstück des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Auf dem Eggishorn bringt ein neuer, leicht begehbarer Gipfelerlebnis-Rundweg den Besuchern an neun Stationen die Einzigartigkeit des Aletschgletschers näher. Der Grosse Aletschgletscher ist einer der Walliser Höhepunkte auf der Grand Tour of Switzerland.

Weitere Infos: www.aletscharena.ch

Während das Saastal nur ein Nebenziel der Grand Tour of Switzerland ist, gehört das benachbarte Mattertal fest zur Route. Die Familiendestination Grächen im Mattertal widmet den Suonen die Erlebniswelt „Zauberwasser“. Suonen sind kilometerlange Bewässerungsanlagen, die sich vornehmlich auf den trockenen Südhängen des Wallis befinden. Die Wanderrouten entlang dieser historischen Wasserwege sind heute beliebte Ausflugsziele.

Weitere Infos: www.graechen.ch

Dass das Mattertal Teil der Grand Tour of Switzerland ist, liegt vor allem an einem Berg: Das Matterhorn bei Zermatt gehört zweifellos zu den Höhepunkten der gesamten Grand Tour.

Weitere Infos: www.zermatt.ch

Grimentz und eine 1500 Jahre alte Abtei

Der weitere Walliser Abschnitt der Grand Tour of Switzerland verläuft geradlinig durch das Rhonetal. An verschiedenen Orten bieten sich dabei Ausflüge in die umliegenden Täler an, wie beispielsweise ins Val d’Anniviers. Das Bergdorf Grimentz am Ende des Tals bildet einen offiziellen Höhepunkt der Grand Tour of Switzerland.

Die autofreie Hauptgasse ist gesäumt von verwitterten Holzhäusern und geschmückt mit hunderten tiefroten Geranien. Im Ortszentrum steht das Bürgerhaus aus dem Jahr 1550.

Inmitten von Weinbergen und Obstbäumen liegt das für seine hochstehende Gastronomie bekannte Städtchen Martigny. Biegt man dort im rechten Winkel nordwärts ab Richtung Genfer See, führt die Grand Tour nach Saint-Maurice. Am Festtag des Heiligen Mauritius im September feiert hier die Abtei Saint-Maurice ihr rund 1500-jähriges Bestehen. Saint-Maurice gilt als älteste ohne Unterbrechung bewohnte Abtei des Abendlandes. Die Dauerausstellung der Abtei zeigt Meisterwerke sakraler Goldschmiedekunst.

Weitere Infos: www.abbaye1500.ch  (nur französisch)

Nach Saint-Maurice verlässt die Grand Tour of Switzerland den Kanton Wallis und erreicht entlang der Waadtländer Weinberge den Genfer See (Weitere Details unter www.MySwitzerland.com/grandtour).

Auf einfachen Wegen

Die Grand Tour of Switzerland eignet sich für praktisch alle Fortbewegungsmittel, sie ist aber aufgrund ihrer Länge und wegen abseits liegender Abschnitte hauptsächlich auf Auto- und Motorradfahrer ausgerichtet. Die Straßeninfrastruktur und überwiegend breite Straßen stellen fahrtechnisch keine hohen Anforderungen.

Die Grand Tour kann sowohl individuell als auch mit einem buchbaren Package befahren werden. Diverse Reiseveranstalter haben Angebote zusammengestellt, die unter www.MySwitzerland.com/grandtour buchbar sind.

In der Hochsaison ist eine Vorausbuchung der Hotels empfehlenswert.

Die Albula- und Bernina-Bahnlinie

Seit 2008 zählen die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn von Thusis bis Tirano zum UNESCO Welterbe. Damit ist die Rhätische Bahn weltweit erst die dritte Eisenbahn, die mit dem UNESCO Welterbe – Prädikat ausgezeichnet wurde. Die mehr als 100 Jahre alte Bahnstrecke gilt bezüglich Bautechnik und Linienführung als Meisterleistung aus der Zeit der Bahnpioniere. Die beiden einzigartigen Bahnlinien fügen sich mit spektakulären Kunstbauten wie Viadukten und Kehrtunnels harmonisch in die bezaubernde Landschaft ein. Auf der Reise zwischen Thusis und Tirano erleben Sie hochalpine, alpine und subtropische Zonen – von Norden nach Süden oder umgekehrt.

Bernina Bahnlinie

Von Höhepunkt zu Höhepunkt

Doch nicht nur die raffinierten Kunstbauten in den schroffen Tälern lohnen den Besuch, sondern auch viele Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. So ist auch das Bahnmuseum Albula ein Abstecher wert: Es entführt Eisenbahnfans zurück in die Vergangenheit. In frühere Zeiten können Sie auch im Gletschergarten von Cavaglia eintauchen, wo der Palügletscher während der Eiszeit vor rund 11.000 Jahren eine Gletschermulde formte.

Zehn Meter tief und fünf Meter breit sind diese Gletschermühlen. Das mächtige Eis hinterließ eine faszinierende Landschaft mit natürlichen Skulpturen. Oder reisen Sie noch ein Stückchen weiter südlich und genießen Sie pure Italianità in Tirano. Das italienische Städtchen kurz nach der Grenze ist Zollstadt und zugleich südlicher Ausgangspunkt der Berninalinie.

Tirano

Die gesamte UNESCO Welterbestrecke lässt sich auch zu Fuß bestreiten: Auf dem Wanderweg Via Albula/Bernina sind Sie Aug in Aug mit imposanten Brücken und Viadukten. Und wenn die Beine müde werden, steigen Sie ganz einfach wieder um auf die RhB.

Weitere Informationen: www.rhb.ch

Grand Train Tour of Switzerland

Mit der Grand Train Tour of Switzerland können Reisende die ganze Alpennation sozusagen in einem Zug erleben. Die Tour verbindet auf rund 1.200 Kilometern die Highlights des öffentlichen Verkehrs der Schweiz  und wird ganzjährig angeboten. Man kann die ganze Tour mit einem einzigen Ticket absolvieren – dem Swiss Travel Pass.

Die schönsten Routen der Schweiz

Insgesamt vereint die Grand Train Tour of Switzerland acht verschiedene Routen. Reisende können an jedem beliebigen Punkt entlang der Strecke starten – beispielsweise in Zürich. Vom Zürichsee führt die Route nach St. Gallen, an Bord des Voralpen-Express weiter nach Luzern und schließlich auf der GoldenPass Line nach Interlaken und Montreux.

Vom Genfersee nimmt man Fahrt auf nach Martigny, Brig und Zermatt, wo der Glacier Express Richtung Chur und St. Moritz wartet. Im mondänen Kurort haben Reisende zwei Möglichkeiten, die Reise nach Lugano fortzusetzen: im Sommer mit Bernina Express und Bernina Express Bus, im Winter mit dem Palm Express (PostAuto). Mit dem Wilhelm Tell Express geht es nach Luzern und von dort zurück nach Zürich.

Von Zürich nach St Gallen

Die Zugfahrt durch die Ostschweiz führt vorbei am Rheinfall und der Stadt Schaffhausen mit ihrem Wahrzeichen, der Festung Munot. Bald schon kommt der Bodensee, der flächenmäßig drittgrößte See Mitteleuropas, in Sicht. An seinem Ufer entlang geht es weiter bis St. Gallen.

Rheinfall bei Schaffhausen

Hinter St. Gallen passiert der Voralpen-Express das Tor zum Kanton Appenzell, der wohl traditionsreichsten Region der Schweiz. Hier ragen das Alpsteinmassiv mit dem Säntis und die Gebirgskette der Churfirsten als Vorboten der Alpen in den Himmel. Über die Rosenstadt Rapperswil und die Rothenthurmer Hochmoorebene geht es weiter Richtung Luzern am Vierwaldstättersee.

Von Luzern nach Montreux (GoldenPass Line)

Im modernen Luzern-Interlaken Express der Zentralbahn fährt man zunächst über den 1.008 Meter hohen Brünigpass nach Meiringen und weiter nach Brienz und Interlaken. Nach dem Umsteigen auf einen der BLS-Züge führt die Fahrt entlang des Thunersees und durch das Simmental mit seinen traditionellen Bauernhäusern nach Zweisimmen.

Hier steht der GoldenPass Panoramic für die letzte Etappe der Reise bereit. Er führt durch das mondäne Ferienparadies Gstaad und weiter durch die Pays d’Enhaut mit dem beschaulichen Chateau d’Oex. Durch die Rebberge am Genfersee nimmt der Zug Kurs auf Montreux.

Montreux

Von Montreux nach Zermatt

Vom Genfersee ist es nur ein Katzensprung nach Martigny, dem Tor zu den Alpenpässen Großer St. Bernhard und Col de la Forclaz. Weiter geht es durch das Rhonetal nach Brig mit dem berühmten Stockalperpalast. Die Alpenstadt liegt am Fuß des Simplonpasses und ist Dreh- und Angelpunkt für zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten. Mit dem Zug fährt man weiter durch das tiefsteingeschnittene Tal der Schweiz, das Nikolaital. Und schon bald kommt das Matterhorn, der meistfotografierte Berg der Welt, in Sicht.

Das Matterhorn

Von Zermatt nach St. Moritz (Glacier Express)

Zermatt ist Ausgangs- und Zielort eines der berühmtesten Züge weltweit. Der Glacier Express fasziniert jedes Jahr tausende Fahrgäste. Vom Matterhorn nimmt der Zug Kurs auf das idyllische Goms und den Ferienort Andermatt am Fuß des 2.044 m hohen Oberalppasses, der die Kantone Uri und Graubünden miteinander verbindet. Auf der anderen Seite locken Aussichten auf das Benediktinerkloster Disentis, die imposante Rheinschlucht, das burgenreiche Domleschg und auf die Albulalinie der Rhätischen Bahn, Teil des UNESCO-Welterbes.

Von St. Moritz nach Lugano (Bernina Express / Palm Express)

Seit jeher steht das Bergdorf St. Moritz für Glanz und Glamour und viel Prominenz aus aller Welt. Zu den Berühmtheiten zählt auch der Bernina Express, der seine Fahrgäste auf eine Reise vom Norden in den Süden Europas entführt – über die höchste Bahnstrecke der Alpen. Die UNESCO-Welterbestrecke Albula und Bernina zwischen Thusis und Tirano bietet fantastische Ausblicke und findet ihren Höhepunkt auf dem 2.253 m ü. M thronenden Berninapass mit dem Ospizio Bernina.

Im Sommer geht die Reise mit dem Bernina Express Bus von Tirano weiter nach Lugano – durch das malerische Veltlin und vorbei am Comersee mit seinen verträumten Buchten und Fischerdörfern.

Reisende, die die Strecke von St. Moritz nach Lugano im Winter antreten möchten, fahren mit dem Palm Express. Mit dem gelben Postauto geht es durch das Engadin, über den Malojapass und durch das Bergell, entlang des Comersees und bei Gandria am Luganersee wieder zurück in die Schweiz.

Von Lugano nach Luzern (Wilhelm Tell Express)

Im Panoramawagen der SBB lässt sich die weltbekannte Gotthardlinie mit ihren Sagen und Geschichten sowie das mächtige Urner Reusstal entdecken. Auf dem weiteren Weg nach Norden steigt man in Flüelen um auf einen historischen Raddampfer und bewältigt so die Fahrt über den Vierwaldstättersee. Unterwegs kreuzt man geschichtsträchtige Orte wie die Tellskapelle, die Rütliwiese und den Schillerstein. Kurz vor Luzern beeindrucken die Aussichten auf Rigi, Bürgenstock, Titlis und Pilatus.

Von Luzern nach Zürich

Luzern ist Ausgangspunkt der letzten Etappe der Grand Train Tour of Switzerland. Die Seen-Route führt vom Vierwaldstättersee entlang des Rotsees bei Ebikon, einem von drei Austragungsorten des Ruderweltcups. Und schon bald kommt auch der Zugersee, das zehntgrößte Gewässer der Schweiz in Sicht. Den Abschluss der Reise bilden der Zürichsee und die Stadt Zürich.

Übrigens: Auch die elf Schweizer UNESCO-Welterbestätten lassen sich mit der Grand Train Tour of Switzerland gut kombinieren. Weitere Informationen: www.whes.ch.

Die Grand Train Tour of Switzerland lässt sich ideal in vier- oder acht Tagen erfahren. Reisenden empfiehlt sich dafür der Swiss Travel Pass 4 oder 8 Tage. Wer länger unterwegs sein oder die Reise mit Ausflügen kombinieren möchte, für den bietet das gesamte Swiss Travel System-Ticketsortiment flexible Lösungen.

Weitere Informationen und Reisevorschläge zur Grand Train Tour of Switzerland auf www.SwissTravelSystem.com/grandtraintour.

Swiss Travel System-Tickets sind weltweit erhältlich. Eine Übersicht über die Verkaufsstellen finden Sie auf SwissTravelSystem.com/verkaufsstellen.

(c) Beitragsbild: Berggeist / pixelio.de

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