Steiermark – der Reiseführer

Tipps zu Zielen & Sehenswürdigkeiten – Das steierische Salzkammergut –  Die Buschenschank – Speisekarte mit steirische Spezialitäten – Das weststeirische Schilcherland – Wandern & Pilgern – Steirisches Brauchtum

In der Steiermark beginnen die Alpen, oder hier enden sie – je nach Standpunkt. Dadurch ergeben sich landschaftliche Kontraste, die kaum ein anderes Bundesland in sich vereinen kann: Da ist zum einen das Hügelland der Süd- und Oststeiermark mit seinen Ausläufern in die pannonische Tiefebene. Im Gegensatz dazu steht die gebirgige Welt des Nordens, wo in den Tälern von jeher in handwerklichen und industriellen Betrieben für Wohlstand gesorgt wurde. Im Süden des Landes gedeihen hervorragende Weine: Welschriesling, Sauvignon blanc und Muskateller, aber auch Chardonnay, in der Steiermark Morillon genannt.

Die Steiermark steht für eine bunte Vielfalt. Der Reigen reicht von der Kulturhauptstadt Graz als größter bis Oberwölz als kleinster Stadt, über die Lipizzaner bis zum Erzberg, von der Riegersburg bis zum Gartenschloss Herberstein samt Tierwelt. Eine Entdeckungsreise wert ist auch das 200 alte Joanneum, das erste Museum Österreichs, das Kunsthaus Graz oder die Weingüter mit ihrer oft interessanten Architektur.

Eine wichtige Rolle spielen natürlich auch die vielen Kulturveranstaltungen und Feste wie das Narzissenfest, die klassische styriarte und das elektronische springfestival oder die zeitgenössischen Festivals wie steirischer herbst und elevate. Und die Sprache der Steirer? Vom tiefen Oststeirisch, übel beleumundet als „bellen“, bis zum fast aristokratisch anmutenden Eggenberger Grazerisch, ist die Palette der Dialekte bunt.


Daten und Fakten

Zwischen Dachstein, Hochschwab, Zirbitzkogel und Almenland, zwischen Flussauen und Klammen erstreckt sich Österreichs grünste Ecke. Die Steiermark ist 16.401 km2 groß und damit das zweitgrößte sowie zu 61,3 Prozent bewaldet  und damit auch das waldreichste Bundesland Österreichs. Die Region besitzt einen knappen 3000er (Dachstein: 2.995 m), 788 Gipfel über 2000 Meter und 2000 Almen mit einer Gesamtfläche von ca. 50.000 ha.

Die Steiermark wird auch als der Obstgarten Österreichs bezeichnet und ist dank ihrer klimatischen Bedingungen das fruchtbarste Bundesland der Alpenrepublik. Vor allem Wein, Kürbis-(kernöl) und Äpfel zählen zu den Exportschlagern.

Die Steiermark besitzt eine Weinanbaufläche von 3.940 Hektar, das mit 5.800 Hektar größte Apfelanbaugebiet Österreichs und beachtliche 12.000 ha Kürbisanbaufläche, die dem Land jährlich rund zwei Millionen Liter Kürbiskernöl bescheren.

  • Lage: im Südosten Österreichs
  • Fläche: 16.401 km2, 61,3 % Waldanteil, zweitgrößtes Bundesland Österreichs
  • Bevölkerung: 1.213.255 Einwohner
  • Landeshauptstadt: Graz (zweitgrößte Stadt Österreichs) mit 266.965 Einwohnern
  • Klimazonen: alpines Klima im Norden, pannonische Klimazone im Süden
  • Topografie: Der Norden ist (hoch)alpin mit Bergen bis annähernd 3000 Metern; in der Mitte prägen Almen (das größte zusammenhängende Almgebiet Europas) und das Grazer Becken die Landschaft; im Süden wechseln die Hügel der Weinberge mit flachen Ebenen des Thermenlandes
  • Staatsgrenze: 145 km mit der Republik Slowenien
  • Landesfarben: Weiß-Grün
  • Wappen: rot gehörnter, Feuer speiender, silberner Panther auf grünem Wappenschild, den der steirische Herzogshut krönt
  • Symbol: das grüne Herz (das Land wird wegen seines Waldreichtums seit 1972 auch als Grünes Herz Österreichs bezeichnet)
  • Verwaltung: 17 politische Bezirke einschließlich der Landeshauptstadt Graz
  • Höchster Punkt: 2.995 m – Hoher Dachstein
  • Tiefster Punkt: 200 m – die Mur östlich von Bad Radkersburg
  • Längster Fluss: Mur – 290,9 km (in der Steiermark)
  • Größter See: Grundlsee – 4,3 km2

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