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	<title>Reiseführer</title>
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	<title>Reiseführer</title>
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		<title>Linzer Sehenswürdigkeiten &#8211; ein erster Überblick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2018 13:32:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Oberösterreich-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
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					<description><![CDATA[Inhaltsverzeichnis: Linz – ein erster Überblick - Zwischen Edelstahl und Naturidyll - Linz und sein Kulturangebot -    Museum Lentos - Offenes Kulturhaus Oberösterreich
        Ars Electronica Center und Klangwolke u.v.m.
        ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erfahren Sie die spannendsten Seiten der oberösterreichischen Landeshauptstadt: Kultur vom Feinsten und kulinarische Tipps und viele andere spannende Highlights!</strong></p>
<p>Die Stadt Linz ist etwa geeigneter Ausgangspunkt für eine architektonische Rundreise durch Oberösterreich. Am besten startet man frühmorgens, noch vor sechs Uhr. Zu dieser Zeit fährt die erste Bergbahn auf den Pöstlingberg hinauf. Der morgendliche Aufwand lohnt sich allemal. Einmal ganz oben angekommen, liegt einem die Stadt in spektakulärem Panorama zu Füßen.</p>
<p><strong>Linz setzt neue architektonische Impulse</strong></p>
<p>Diese Stadt hat in den vergangenen Jahren ein völlig neues Image erlangt, und zwar hauptsächlich aufgrund der vielen neuen architektonischen Projekte. Linz – wo bis vor wenigen Jahren hauptsächlich Stahl verschmolzen wurde, verschmelzen heute Kunst, Wissenschaft und Technologie zu einer neuen Gesamtkomposition. Die zeitgenössischen Bauten wie das <strong>Lentos Kunstmuseum</strong>, das <strong>Zukunfts-und Technologiezentrum Ars Electronica</strong>, das <strong>Brucknerhaus</strong> oder das entstehende <strong>Musiktheater</strong> lassen die ganze Region profitieren. Auch die <strong>Tabakfabrik Linz</strong> gehört zu den Architekturbesonderheiten der Stadt. Erbaut von den Architekten Peter Behrens und Alexander Popp ist sie ein Industriedenkmal.</p>
<p>Der architektonische Gegenpart zu dieser zeitgenössischen Architektur ist die Linzer Altstadt mit dem <strong>Mariendom</strong> und der romantischen Landstraße mit ihren vielen kleinen Geschäften. Tradition und Moderne vereint das kolossale <strong>Linzer Schloss</strong> (oder Schlossmuseum) auf spektakuläre Weise. Auf der einen Seite die historischen Mauern, die über die Donau wachen. Auf der anderen Seite der Südflügel, der heute eine moderne Stahl-Glas-Konstruktion ist und jenen Teil des historischen Schlosses ersetzt, der 1800 abbrannte.</p>
<h2>Linz – ein erster Überblick</h2>
<p>Vielleicht liegt es am Erbe der Industrie, und am rauen Charme der nahen Hafenkräne: Aber Kunst und Technik verschränken sich in der oberösterreichischen Landeshauptstadt auf besonders spannende Weise. Linz ist eine Stadt der Arbeit, offen auch für die Arbeit der Avantgarde. Da wartet das Ars Electronica Center mit den virtuellen Welten der interaktiven Kunst auf – und mit 40.000 Leuchtdioden, der größten LED-Fassade Europas. Wie selbstverständlich weist moderne Architektur den Linzern den Weg: Auch das Lentos Kunstmuseum steht dafür Pate. Am schönsten ist die Linzer Sehenswürdigkeit, wenn sich die Glashaut der illuminierten Fassade im Hafenwasser spiegelt.</p>
<p>Energiegeladen und offen für neue Strömungen. So macht sich Linz seit langem einen Namen als Kunststadt. Die <strong>Linzer Klangwolke, das Ars Electronica Festival, das Pflasterspektakel, der Donausommer und das Brucknerfest</strong> zählen zu den Höhepunkten des Linzer Kulturjahres. Im Experimentallabor des OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich erarbeiten Kreative vor Ort Positionen einer lebendigen Gegenwartskunst. Aber auch moderne Skulptur beweist dauerhaft Präsenz: Das am Donaupark beheimatete Open-Air Museum „<strong>forum metall“</strong> bietet einen spannenden Überblick auf das zeitgenössische Schaffen internationaler Bildhauer wie Donald Judd oder Max Bill.</p>
<p>Eingebettet in dieses moderne Umfeld erinnern historische Sehenswürdigkeiten an die vorindustrielle Ära der Donaustadt. Ein alter Kulturboden stellt dabei seine Besonderheiten vor. Mit der Martinskirche, deren älteste Teile aus der Zeit vor 788 stammen, weist Linz sogar die älteste, noch ursprünglich erhaltene Kirche Österreichs auf. Und spaziert man durch die kompakte Altstadt, dann bezaubert die Eleganz bedeutender Renaissance-Bauten. Das weitläufige Landhaus oder der Arkadenhof des Alten Rathaus sind hervorragende Beispiele dafür. Nur einen Schritt davon entfernt laden kleine Cafés zum Verkosten der <u><a href="http://www.linzertorte.at">Linzertorte</a></u> ein.</p>
<figure id="attachment_4696" aria-describedby="caption-attachment-4696" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-4696" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Der_Linzer_1544103494-1024x682.jpg" alt="Der Linzer Dom" width="690" height="460" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Der_Linzer_1544103494-1024x682.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Der_Linzer_1544103494-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Der_Linzer_1544103494-768x512.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Der_Linzer_1544103494.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4696" class="wp-caption-text">Der Linzer Dom</figcaption></figure>
<p>Sucht man trotzdem ein wenig Distanz zu dieser Stadt, so haben Linzer Technik-Tüftler auch dafür gesorgt. Denn beim Ausflug auf den <strong>Pöstlingberg</strong> kommt als besondere Linzer Sehenswürdigkeit Europas steilste Schienenbergbahn zum Einsatz. Mit im Panoramabild, das man von hier aus genießt: Jene Donauschiffe, die hunderte Meter tiefer eine ganz andere Ausflugs-Alternative ansteuern.</p>
<h2>Zwischen Edelstahl und Naturidyll</h2>
<p>Linz liegt an der Donau, so viel ist bekannt. Weniger bekannt dürfte sein, dass Linz auch an zahlreichen kleinen Seen liegt, etwa dem Weikerlsee. Moderne Großstadt und wilde Natur treffen hier aufeinander, und zwar in einer durchaus harmonischen Weise. Auf der einen Seite befindet sich die „<strong>solarCity Pichling</strong> “, ein nach dem Masterplan des Architekten Roland Rainer entstandenes städtebauliches Experiment mit Niedrigenergiewohnungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Wenige hundert Meter von diesen futuristisch anmutenden Gebäuden entfernt beginnen die Traunauen – ein undurchdringlicher Dschungel, der nur an den Ufern des Weikerlsees ein wenig zivilisiert wurde. Hier liegt eine Wiese mit alten Bäumen, an deren Rand eine Imbissbude mit schattigen Sitzgelegenheiten steht.</p>
<p>Am Weikerlsee tummeln sich an schönen Sommertagen Enten, Schwäne und Nudisten, doch soll die Idylle von heute nicht über die historischen Hintergründe hinwegtäuschen: Der See entstand während der Zeit des Nationalsozialismus, denn hier wurde Schotter für den Bau der Westautobahn sowie zur Errichtung der „Hermann-Göring-Werke“ gewonnen. Die gigantische Waffenschmiede wurde nach dem Krieg zur Vöest und notiert heute unter dem Namen voestalpine als einer der größten und erfolgreichsten Stahlkonzerne der Welt an der Börse. Das Gelände der <strong>voestalpine</strong>, der größte Industriestandort Österreichs, ist etwa doppelt so groß wie die Linzer City. Es gibt darin ein Straßennetz von über 80 Kilometern. Das Schienennetz ist länger als jenes des Bundeslandes Vorarlberg. Und die Schienen dazu werden natürlich im eigenen Haus produziert.</p>
<p>Die Zeiten, als man in Linz täglich die Fenster putzen musste und die Stadt als Synonym für Umweltverschmutzung galt, sind freilich längst vorbei. Dank modernster Technologie weist die Linzer Luft heute den zweitniedrigsten Schadstoffwert aller österreichischen Städte auf.</p>
<p>Die zahlreichen Geh- und Fahrradwege an der Donau bilden ein Naherholungsgebiet von unschätzbarem Wert, und dass der zweitgrößte Fluss Europas nicht ganz so blau ist, wie es der Donauwalzer vermuten lässt, sagt über die gute Wasserqualität nichts aus. Wichtig war das Wasser auch für die Wirtschaft. Der Linzer Hafen befand sich einst an jener Stelle, wo heute <strong>Lentos-Museum</strong> und <strong>Brucknerhaus</strong> stehen. Und dort, wo heute auf der Donaulände die Autos vierspurig durch die Stadt fahren, erstreckte sich der „Fabriksarm“, ein Seitenarm der Donau, an dem sich Handwerk, Gewerbe und frühe Industrie angesiedelt hatten.</p>
<p>Übrig geblieben sind davon hauptsächlich Straßennamen, wie Färbergasse, Fabrikstraße oder Lederergasse. Dennoch, ein herausragendes Gebäude, freilich aus einer späteren Epoche, ist noch heute an der Donaulände zu sehen: Die <strong>Tabakfabrik</strong>, 1929-1935 nach Plänen von Peter Behrens und Alexander Popp entstanden, steht als revolutionär neuartiges Werk der Industriebaukunst und heutige Linzer Sehenswürdigkeit unter Denkmalschutz.</p>
<p>Wenige hundert Meter davon entfernt liegt der <strong>Hauptplatz</strong>, der bereits um 1230 in dieser Größe konzipiert wurde. Es war in Linz eine Zeit lang modern, italienische Arkadeninnenhöfe zu bauen. In lauen Sommernächten, bei einem Glas Wein, kann sich durchaus ein toskanisches Lebensgefühl einstellen. Gleich neben dem Rathaus zum Beispiel teilen sich das Studentenbeisl „Alte Welt“ und ein chinesisches Restaurant solch einen Arkadenhof. Besonders verwinkelt und romantisch sind die Arkadengänge beim Hotel Wolfinger oder beim Restaurant El Greco, wo man wie in Griechenland zwischen Säulen sitzt. Nur stammen diese Säulen nicht aus dem Altertum, sondern aus einem Mühlviertler Granitsteinbruch.</p>
<p>Geht man weiter Richtung Landhaus, findet man an der Adresse Altstadt Nr. 17 einen weiteren prächtigen Innenhof, jenen des <strong>Mozarthauses</strong>. Auf der Rückreise von Salzburg nach Wien hielt sich Wolfgang Amadeus Mozart als Gast des Grafen Thun für längere Zeit in Linz auf. „… Dienstag, als den 4ten November werde ich hier im Theater academie geben. – Und weil ich keine einzige Simphonie bey mir habe, so schreibe ich über hals und kopf an einer Neuen, welche bis dahin fertig seyn muss“, schrieb er am 31. Oktober 1783 an seinen Vater. In vier Tagen entstand die Sinfonie in C-Dur, die den Namen „Linzer Sinfonie“ trägt.</p>
<p>Auch ein anderer berühmter Musiker schrieb Teile einer Sinfonie in Linz: Ludwig von Beethoven. Nikolaus Johann van Beethoven, der Bruder des berühmten Komponisten, lebte lange Jahre in Linz und betrieb die Apotheke am Hauptplatz, die Vorläuferin der heutigen Wasser-Apotheke. Beethoven besuchte seinen Bruder immer wieder und vollendete während eines mehrwöchigen Aufenthalts 1812 in Linz seine 8. Sinfonie.</p>
<p>Jener Komponist, dessen Name am stärksten mit Linz verbunden bleibt, ist zweifellos Anton Bruckner, der 1824 im „Vorort“ Ansfelden zur Welt kam. Bruckner, zu Lebzeiten als Orgelvirtuose weltbekannt, war Linzer Domorganist und Schöpfer von neun Sinfonien, deren harmonische Kühnheit den Weg ins 20. Jahrhundert wies. Bruckner starb 1896 in Wien. Er liegt in der Krypta des Stiftes St. Florian bei Linz unter der Orgel begraben. Ein „<strong>Sinfoniewanderweg</strong>“ führt vom Geburtsort Ansfelden durch Felder, Wiesen und Wälder bis zum Grab nach St. Florian. In zehn Stationen werden auf Schautafeln Bruckners Sinfonien und ihr biografischer Hintergrund beschrieben.</p>
<p>Versteckte Türen mitten in der Linzer City führen, wie in Spionageromanen beschrieben, in geheimnisvolle unterirdische Welten, in denen einen sanftes Gruseln befällt. Seit vielen Jahren führt Linz-Guide Gundi Grabner durch die ehemaligen Linzer Luftschutzstollen unter dem Bauernberg und unter dem Schlossberg. So ist Linz auch historisch gesehen eine in jeder Hinsicht spannende Stadt.</p>
<p><strong>LINKTIPPS &#8211; Linzer Sehenswürdigkeiten:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Kunstmuseum Lentos</strong><br />
<u><a href="http://www.lentos.at">www.lentos.at</a></u></li>
<li><strong>Voestalpine</strong><br />
<u><a href="http://www.voestalpine.com">www.voestalpine.com</a></u></li>
<li><strong>solarCity Pichling</strong><br />
<u><a href="http://www.linz.at/leben/4701.asp"><span style="color: #0000ff;">www.linz.at/leben/4701.asp</span></a></u></li>
<li><strong>Brucknerhaus</strong><br />
<u><a href="http://www.brucknerhaus.at"><span style="color: #0000ff;">www.brucknerhaus.at</span></a></u></li>
<li><strong>Tabakfabrik</strong><br />
<u><a href="http://www.tabakfabrik-linz.at">www.tabakfabrik-linz.at</a></u></li>
<li><strong>Mozarthaus Linz</strong><br />
<span style="color: #0000ff;"><u><a style="color: #0000ff;" href="http://www.linz.at/Tourismus/7560.asp">www.linz.at/Tourismus/7560.asp</a></u></span></li>
<li><strong>Synphoniewanderweg</strong><br />
<u><a href="http://www.antonbrucknercentrum.at">www.antonbrucknercentrum.at</a></u></li>
<li><u><a href="http://www.linz.at/tourismus/tourismus_donauschifffahrt.asp"><span style="color: #0000ff;">www.linz.at/tourismus/tourismus_donauschifffahrt.asp</span></a></u></li>
</ul>
<h2>Linz und sein Kulturangebot</h2>
<p>Wenn es um die Linzer Sehenswürdigkeiten geht, darf man auch eines nicht vergessen: Das Besondere an Linz ist die überall präsente Mischung aus Tradition und Moderne, aus Wirtschaft, Natur und Kultur. Die Nähe zu den bäuerlichen Strukturen des Mühlviertels hat die Stadt ebenso geprägt wie die Stahlindustrie. Im Namen des Kunstmuseums „<strong>Lentos</strong>“ ist die keltische und römische Vergangenheit präsent und zugleich ist das Lentos selbst ein Teil der florierenden Szene moderner Kunst, die sich in Linz in den letzten Jahren und Jahrzehnten entwickelt hat.</p>
<p>Linz ist heute dank <strong>Ars Electronica</strong> und Kunst-Universität die wichtigste Stadt für avantgardistische Kunst in Österreich. Freilich konnte diese Entwicklung nur in einer Stadt passieren, deren Gegensätze und Reibeflächen eine spürbare Spannung erzeugen. Die Reibung entsteht auch durch Mobilität, durch ständige Fluktuation: Linz, nach Wien und Graz drittgrößte Stadt Österreichs, bietet rund 200.000 Arbeitsplätze, und das bei 190.000 Einwohnern.</p>
<h3><strong>M</strong>useum Lentos</h3>
<p>Zurück zum Museum Lentos, mit Blick auf die barocke Pöstlingbergkirche an der Donau gelegen. Ohne diese kühne Linzer Sehenswürdigkeit aus Stahl, Glas und Beton wäre die Stadt gar nicht mehr zu denken, und es verwundert nicht, dass das Kunstmuseum Lentos seit 2003 zum meistfotografierten Linzer Motiv geworden ist. Hier ist dem Schweizer Architekturbüro Weber &amp; Hofer, das sich in einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb gegen 218 Konkurrenten durchgesetzt hatte, ein großer Wurf gelungen. Am eindrucksvollsten ist es in der Nacht, wenn es leuchtet, rosa in der Dämmerung, später wechselnd in lila-blau.</p>
<p><u><a href="http://www.lentos.at">www.lentos.at</a></u></p>
<h3>Offenes Kulturhaus Oberösterreich</h3>
<p>Vom Museum Lentos in fünf Minuten zu Fuß zu erreichen ist das „<strong>OK</strong>“: In der Nähe der Landstraße ist in den letzten Jahren ein neuer und auch unter den Jungen als „cool“ geltender Kulturbezirk entstanden. Das OK (Offenes Kulturhaus Oberösterreich) und das fast schon altehrwürdig zu nennende Programmkino „Moviemento“ gehen in diesem neu gestalteten Gebäude eine Symbiose ein, ergänzt durch stilvolle Restaurants und Café-Bars, darunter das „<strong>Gelbe Krokodil</strong>“, das schon seit vielen Jahren als Treffpunkt der nationalen und internationalen Kunstszene gilt. Das OK ist gleichzeitig Experimentallabor, Ausstellungs- und Produktionshaus für zeitgenössische Kunst und begleitet die Umsetzung einer künstlerischen Arbeit von der Idee bis zu ihrer Ausstellung. Eine Sammlung wurde bewusst nicht aufgebaut. Der Bau selbst stammt aus den 1930er- Jahren und wurde nach einem Konzept des Architekten Peter Riepl erweitert. Wie im Rathaus am Hauptplatz gelang auch hier ein herausragendes Beispiel qualitätsvoller Architektur, die einen Bezug zwischen Altem und Neuem herstellt.</p>
<p><u><a href="http://www.ok-centrum.at">www.ok-centrum.at</a></u></p>
<p><strong>Restaurant Gelbes Krokodil: </strong><u><a href="http://www.krokodil.at">www.krokodil.at</a></u></p>
<h3><strong>A</strong>rs Electronica Center und Klangwolke</h3>
<p>Bereits eine Linzer „Institution“ und eine fixe Linzer Sehenswürdigkeit ist das <strong>Ars Electronica Center</strong>. Wobei das AEC eigentlich kein Museum ist, es zeigt keine Vergangenheit, sondern die Zukunft. Die interaktiven technischen Sensationen, die es hier zu sehen und zu erleben gilt, versetzen Kinder und Erwachsene in Erstaunen. Die Linzer Ars Electronica steht heute auf vier Säulen: Dem Ars Electronica Center, dem Festival, dem <strong>Prix Ars Electronica</strong> (wichtigster und höchstdotierter Computerkunstpreis weltweit) und dem Future Lab, einer Art Labor zur Erforschung des Spannungsfeldes zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft. Eng mit der Ars Electronica verbunden ist die zweite international bekannte Linzer Kulturinstitution, <strong>die Klangwolke</strong> – ein visuell umgesetztes Open-Air-Konzert an der Donaulände, wobei man in der Mehrzahl von Klangwolken sprechen sollte, denn es gibt ihrer alljährlich drei: die visualisierte Klangwolke, die Kinderklangwolke und die klassische Klangwolke.</p>
<p><u><a href="http://www.aec.at">www.aec.at</a></u></p>
<p><img decoding="async" class="size-large wp-image-4699" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Linz_1544103809-1024x685.jpg" alt="Linz" width="690" height="462" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Linz_1544103809-1024x685.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Linz_1544103809-300x201.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Linz_1544103809-768x514.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Linz_1544103809.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p>Nicht nur, dass das Ars Electronica Center zu einem der wichtigsten Museen für Zukunftstechnologien in Mitteleuropa zählt. Die außergewöhnliche Architektur symbolisiert den rasanten Wandel der Stadt Linz. Bis vor wenigen Jahren galt Linz als graue Stahlstadt, heute ist sie eine farbenprächtige, weltoffene Kultur- und Kunststadt. Farbenfroh ist das imposante Ars Electronica Center vor allem in der Nacht. Wenn die Lichtfassade des Baus, eine der größten LED-Fassaden weltweit, in knalligen Farbenspielen erstrahlt. Die Wasseroberfläche der angrenzenden Donau verwandelt sich dann auch in ein prächtiges Lichtermeer.</p>
<h3><strong>L</strong>inzer Pflasterspektakel</h3>
<p>Ebenfalls ein Fixpunkt im Linzer Kulturkalender: Seit 1987 findet im Juli das <strong>Linzer Pflasterspektakel</strong> statt. Hunderte Künstler und Künstlergruppen verwandeln die Innenstadt in eine Traumwelt von Gauklern und Artisten. Ganz Linz wird zu einem Zirkus, einem Zirkus, wie es ihn früher einmal gab: einfach, akrobatisch, poetisch. Mittlerweile gehört das Pflasterspektakel international zu den wichtigsten Treffen der Straßenkunstszene. Jahr für Jahr kommen über 200.000 Besucher – mehr Menschen als Linz Einwohner hat! Dennoch ist das Pflasterspektakel nur zum Teil organisiert. Die Stadt Linz bezahlt den Auftretenden zwar die Reisespesen und die Übernachtungen, doch wer wann und wo auftritt bleibt den Künstlern überlassen, die, wie sich das im Ehrenkodex der Straßenartisten gehört, auch keine Gage bekommen, sondern vom Hutgeld leben.</p>
<p>So mancher Wiener Theatertriumph erfuhr seine ungleich leisere Uraufführung oder Entdeckung im „theaternarrischen“ Linz. Kein Wunder, gibt es hier doch zwei Bühnen von Rang, <strong>das Landestheater</strong> und <strong>das Theater Phönix</strong>, verbunden mit einer lebendigen Avantgarde-Szene: Der Elektroniker Fadi Dorninger, die Hip- Hopper „Texta“ oder die Band „Shy“ wuchsen im Linzer Biotop um Stadtwerkstatt, Café Landgraf und „Kapu“ heran. Nicht zu vergessen Dr. Dietmar Bruckmayrs Formation „Fuckhead“ – ein nach wie vor extremer Grenzgang zwischen Punk, Aktionismus und Körperverletzung, immer noch so wild und schmerzhaft wie vor zwanzig Jahren, und das trotz Kultstatus.</p>
<ul>
<li><u><a href="http://www.pflasterspektakel.at">www.pflasterspektakel.at</a></u></li>
<li><u><a href="http://www.landestheater-linz.at">www.landestheater-linz.at</a></u></li>
<li><span style="color: #0000ff;"><u><a style="color: #0000ff;" href="http://www.theater-phoenix.at">www.theater-phoenix.at</a></u></span></li>
</ul>
<h3>Adalbert-Stifter-Haus</h3>
<p>Einen Kultstatus der anderen Art genießt der Dichter Adalbert Stifter. Der Autor feinsinniger Werke, wie „Bergkristall“ oder „Der Nachsommer“, war auch als Maler, als Landeskonservator für den Denkmalschutz, als Schulinspektor sowie als Journalist tätig, etwa für die „Linzer Zeitung“. Es ist überliefert, dass der tragisch verstorbene Stifter pro Jahr 600 Liter Wein konsumierte. In einem Tagebuch beobachtete er seinen Gesundheitszustand: „Bis Abends ausgezeichnet. Suppe Rindfleisch Taube Spargel sehr gut. Nachts infolge Zorn wegen der Frau unruhig.“</p>
<p>Das Haus, in dem Adalbert Stifter lebte und starb, befindet sich an der Donaulände gegenüber dem Lentos-Museum und heißt heute <strong>Adalbert-Stifter-Haus</strong>. Die ehemaligen Wohnräume des Dichters wurden in ein oberösterreichisches Literaturmuseum mit einem Gedenkraum umgewandelt. In den anderen Stockwerken befinden sich unter anderem das oberösterreichische Literaturhaus sowie das Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich.</p>
<figure id="attachment_4700" aria-describedby="caption-attachment-4700" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-4700 size-medium" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Adalbert_Stifter_1544103882-225x300.jpg" alt="Adalbert Stifter." width="225" height="300" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Adalbert_Stifter_1544103882-225x300.jpg 225w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Adalbert_Stifter_1544103882-768x1024.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Adalbert_Stifter_1544103882.jpg 960w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-4700" class="wp-caption-text">Adalbert Stifter</figcaption></figure>
<p>Eine Gasse weiter wartet das Café Meier mit Bio-Kaffee aus der hauseigenen Rösterei auf, zu genießen übrigens in einer handy- und laptopfreien Zone. Ein paar hundert Meter Richtung Hauptplatz befindet sich ein anderes „kultiges“ Linzer Lokal, der „Leberkas-Pepi“, der Tag und Nacht zahlreiche Varianten seines hausgemachten Leberkäses anbietet: „Net beim Hias/ beim Franz oder beim Seppi/ an guat´n Leberkas gibt´s nur beim Pepi“, so lautet der markige Werbespruch des Hauses, das 2008 eine Filiale in der Fast-Food-Metropole London eröffnete. Im Haus gleich neben dem „Leberkas-Pepi“ vollendete übrigens Johannes Kepler zwischen 1621 und 1626 sein astronomisches Hauptwerk „Tabulae Rudolphinae“. Der Mathematiker, Astrologe und kaiserliche Hofastronom Kepler, in der Nähe von Stuttgart geboren, lebte zwischen 1612 und 1626 in Linz.</p>
<p>Zu dieser Zeit dürfte es das geheime Wahrzeichen von Linz schon gegeben haben: die Linzer Torte. In der Stiftsbibliothek zu Admont in der Steiermark wurde ein aus dem Jahr 1653 und aus Linz stammendes Rezept gefunden. Die „älteste Torte der Welt“ mundet noch Jahrhunderte später.</p>
<p><u><a href="http://www.stifter-haus.at">www.stifter-haus.at</a></u></p>
<h3>Stahlwelt Linz</h3>
<p>Ohne Stahl gäbe es weder Raketentriebwerke noch Autokarosserien oder Hochhäuser. Einer der traditionsreichsten stahlerzeugenden Betriebe ist die Linzer Voest. In der Linzer Sehenswürdigkeit „Stahlwelt“ erleben Besucher, wie Stahl erzeugt wird und fertige Produkte entstehen. Blumen, Sträucher und Wiesen umgeben das 30 Meter hohe „Periskop“, das auf fünf Stockwerken interaktives Ausstellungszentrum ist. Von der Dachterrasse aus überblickt man das gesamte Werk der Voestalpine. Innen beeindruckt die Stahl-Glasarchitektur des Gebäudes, und bei der ca. 1,5-stündigen Führung erfährt man alles über die Geschichte des Konzerns und die Stahlerzeugung. Die Ausstellungsstücke reichen von einfachsten Arbeitsutensilien bis zu feinmechanischen Teilen und medizinischen Geräten. Auf Knopfdruck werden Vorgänge interaktiv erklärt. Nach der Führung geht es mit dem Werksbus durch das gesamte Areal der Voestalpine.</p>
<p>Dort kommt flüssiger Rohstahl aus riesigen Hochöfen. Man spürt die Hitze des mehr als 1.400 Grad heißen Ofens. Mit etwas Glück erlebt man bei einem Besuch dieser Linzer Sehenswürdigkeit einen sogenannten „Abstich“, bei dem das flüssig gewordene Gestein wie ein Bach in Behälter fließt. Nicht minder beeindruckend ist, wie der flüssige Rohstahl in Form gebracht wird. Hinter dicken Glaswänden sieht man 40 Meter lange, gleißend orange Stahlblöcke mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h vorbeiflitzen. Später werden 50 cm dicke Blöcke zwischen riesigen Walzen in 0,5 cm dünne Stahlplatten gepresst und zu Knäulen gerollt.</p>
<p><u><a href="http://www.voestalpine-stahlwelt.at">www.voestalpine-stahlwelt.at</a></u></p>
<h3><strong>N</strong>eues Musiktheater Linz</h3>
<p><strong>Mit dem neuen Musiktheater hat sich Linz endgültig als Kulturstadt etabliert. Genau zwischen den „Musikhauptstädten“ Salzburg und Wien gelegen, setzt man in Linz auf spannende architektonische und musikalische Konzepte.</strong></p>
<p>Seit 2013 hat Linz endlich ein Musiktheater. Und was für eines! Der eindrucksvolle, 200 Meter lange Bau mit seiner geriffelten Fassade am Linzer Volksgarten ist das Zuhause für Oper und Operette, Ballett, die neugegründete Musicalsparte und das Bruckner Orchester Linz. Im Sinne des britischen Architekten Terry Pawson sollte dieser Bau mehr als ein reines Opernhaus sein, sondern „ein neues Wohnzimmer für die Stadt“ und eine ganz besondere Linzer Sehenswürdigkeit.</p>
<p>Dafür wurde einer der modernsten Theaterräume Europas geschaffen, der tatsächlich hohen Wohlfühlcharakter hat – auch bei 1.200 Besuchern im Großen Saal. Nicht weniger als vier Bühnen hat das Musiktheater zu bieten. In der sogenannten Black Box im Keller, deren Bühne die Form einer halben Gitarre hat, widmet man sich etwa musikalischen Kleinodien von der Kinderoper bis zur zeitgenössischen Musik. Das Neue Musiktheater ist aber nicht nur eine Konzertlocation, sondern auch ein Erlebnisraum: Außerhalb der Vorstellungen kann sich das Publikum im KlangFoyer jederzeit einen spielerischen Überblick über das Haus verschaffen: Interaktiv lassen sich über Töne die einzelnen Teile des Musiktheaters entdecken. Und noch eine Besonderheit hat das neue Musiktheater zu bieten: Es gibt keine Sommerpause, ideal also, um einen Kurzurlaub in Linz mit einem Theaterbesuch zu verbinden.</p>
<p><u><a href="http://www.landestheater-linz.at">www.landestheater-linz.at</a></u></p>
<h3>Anton Bruckner in Linz</h3>
<p><strong>Anton Bruckner </strong>gilt als einer der innovativsten Komponisten der Romantik. Er hat die Musikwelt durch seine groß angelegten Sinfonien und Werke in der Kirchenmusik bereichert, die ihm den Namen „Musikant Gottes“ eingetragen haben. Das alljährliche Brucknerfest in Linz zeugt gemeinsam mit der Ars Electronica und der Klangwolke Linz für eine spannende Verbindung von Tradition und Zukunft in der Kunst.</p>
<p><strong>Engagierter Lehrer, emsiger Schüler, erfolgreicher Sinfoniker</strong></p>
<p>Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 in Ansfelden, Oberösterreich, geboren und gilt neben Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms als einer der bedeutendsten Sinfoniker. Durch seinen Vater, der ihm Grundbegriffe des Orgelspiels beibrachte, kam er bereits früh in Kontakt mit der Musik und lernte bald das Violinen- und Orgelspiel. Beruflich trat er vorerst aber in die Fußstapfen des Vaters und nahm den Beruf des Lehrers an. 1855 wurde er Dom- und Stadtpfarrorganist des Alten Doms in Linz, gab aber bald darauf den Lehrerberuf auf, um Berufsmusiker zu werden. Anton Bruckner war stets bemüht, durch Studien bei den Meistern seines Fachs seinen musikalischen Horizont zu erweitern, und nahm Unterricht in Musiktheorie und Komposition.</p>
<p>Während ihn sein erster Lehrer anhielt, vom selbständigen Komponieren Abstand zu halten, ermutigte der Kapellmeister Otto Kitzler Anton Bruckner dazu, sich aus den Fesseln der Theorie zu befreien und dem eigenen Schaffensdrang zu folgen. Zwischen 1864 und 1868 entstanden die ersten Meisterwerke Bruckners, die drei großen Messen in d-Moll, e-Moll und f-Moll sowie die Sinfonie Nr. 1 c-Moll. Angesteckt von der Verehrung seines Lehrers für die Musik von Richard Wagner, fuhr Bruckner 1865 eigens nach München, um der Uraufführung der Oper „Tristan und Isolde“ beizuwohnen. Acht Jahre später besuchte er den Meister in Bayreuth und widmete ihm in tiefer Verehrung sogar seine dritte Sinfonie.</p>
<p>So gut es anfangs mit Bruckners musikalischer Karriere gelaufen war, sein Umzug nach Wien bedeutete vorerst ein abruptes Ende seines Erfolgs. Plötzlich fand sich der Komponist kritischen Stimmen ausgesetzt. Seine Sinfonien ernteten bei den Musikkritikern der Hauptstadt Missfallen. Der große Durchbruch gelang ihm erst mit der Uraufführung seiner Sinfonie Nr. 7 im Jahr 1884, die bezeichnenderweise außerhalb Wiens, in Leipzig, stattfand. Auch die Aufführung des „Te Deum“ im darauffolgenden Jahr war ein großer Erfolg. Damit war die problematische Zeit in Wien vorüber, Bruckners Musik wurde nun sowohl im In- wie auch im Ausland anerkannt. Durch die Verleihung des Ehrendoktors der Universität Wien 1891, wo er ein Lektorat für Musiktheorie hatte, wurde seinem musikalischen Schaffen schließlich allerhöchste Anerkennung zuteil.</p>
<p>Über kaum einen Musiker kursieren so viele Anekdoten in Bezug auf seine Persönlichkeit wie über Anton Bruckner. Besonders sein eigentümliches Verhältnis zu Frauen wird hier oft erwähnt. Zeit seines Lebens schrieb der Komponist Briefe mit Heiratsanträgen an meist deutlich jüngere Frauen, die immer unerwidert blieben. Entgegen seiner Wunschvorstellung von trauter Zweisamkeit blieb der tief religiöse Bruckner bis zu seinem Tod alleine und pflegte einen beinahe mönchisch bescheidenen Lebensstil. Am 11. Oktober 1896 starb Anton Bruckner im Alter von 72 Jahren in seiner Wohnung im Kustodenstöckl bei Schloss Belvedere in Wien. Auf seinen Wunsch hin wurde er in der Krypta unter der Orgel der Stiftskirche in St. Florian beigesetzt.</p>
<p><strong>Sinfonien und Kirchenwerke </strong>– <strong>das Werk</strong></p>
<p>Anton Bruckners Werke vor 1863 gelten als seine Frühwerke. Sie sind zwar vom hohen Niveau seiner Spätwerke noch weit entfernt, aber man erkennt bereits die spätere Genialität. Die Wende in Bruckners musikalischem Schaffen vollzog sich im Jahre 1863. Zu dieser Zeit setzte die eigenständige Kompositionstätigkeit ein, auf die er seine ganze Schaffenskraft richtete. Die neun Sinfonien sind dafür der beste Beweis. Er widmete sich fast ausschließlich dieser Musikgattung. Die Sinfonien sind meist mächtigen und einflussreichen Persönlichkeiten oder Institutionen gewidmet, wie dem Kaiser von Österreich, dem Bayernkönig Ludwig II., der Wiener Universität oder dem Komponisten Richard Wagner. Das Hauptmerkmal seines Stils ist der sogenannte „Bruckner-Rhythmus“: ungleichmäßige Rhythmisierungen, die der Musik große Spannkraft und Energie verleihen. Seine wohl berühmteste Sinfonie ist die 7. in e-Dur (uraufgeführt 1884 in Leipzig), die er König Ludwig II. von Bayern widmete. Teile des in vier Sätzen komponierten Meisterwerkes erinnern an die Musik von Richard Wagner, dessen Tod Bruckner vorausahnte. Kurz bevor er am zweiten Satz zu arbeiten begann, schrieb er an seinen Schüler Felix Mottl: „Einmal kam ich nach Hause und war ganz traurig; ich dachte mir lange kann der Meister nicht mehr leben. Dabei fiel mir das Cis-Moll-Adagio ein.“ Dieser zweite Satz gilt als eine der ergreifendsten Trauermusiken des 19. Jahrhunderts. In der Zeit zwischen 1842 und 1875 komponierte Bruckner Messen und Requien, von denen die „Missa solemnis in b-Moll“ die bekannteste ist. Unter den zahlreichen Werken der geistlichen und weltlichen Chormusik ragt das „Te Deum laudamus“ aus dem Jahre 1881 hervor. Weitere Kompositionen Anton Bruckners sind Menuette, Märsche, Lieder und Psalmen.</p>
<p><strong>Brucknerfest, Ars Electronica und Linzer Klangwolke</strong></p>
<p>Das Brucknerfest wurde nach der Eröffnung des Brucknerhauses in Linz 1974 gegründet und war anfangs ein reines Musikfestival mit der Musik von <a href="https://reisewiki.at/klassikfestivals-in-oesterreich/#Internationales_Brucknerfest_und_Ars_Electronica_in_Linz">Anton Bruckner</a>. Die <a href="https://reisewiki.at/klassikfestivals-in-oesterreich/#Salzburger_Festspiele">Festspiele in Salzburg</a> oder die <a href="https://reisewiki.at/klassikfestivals-in-oesterreich/#Wiener_Festwochen">Wiener Festwoche</a>n waren Vorbilder für das internationale Festival. Erst als Ende der 1970er Jahre die Ars Electronica und die Klangwolke Linz zum ersten Mal stattfanden und somit eine Verbindung zwischen Tradition und Zukunft geschaffen wurde, bekam das Musikfestival ein unverwechselbares Image, das heute weltweit Anerkennung findet. Künstlerisches Niveau und das Vermitteln zeitgenössischer Strömungen in der Musik stehen im Mittelpunkt jedes Programms. Das Konzerthaus selbst besticht mit seiner schlichten Form und zählt zu den Architekturklassikern in Linz. Vom zweigeschossigen Foyer an der Außenseite des Kreissegments eröffnet sich ein Panoramablick auf den Linzer Stadtteil Urfahr und den über der Donau gelegenen Pöstlingberg.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Brucknerhaus und Brucknerfest</strong><br />
Untere Donaulände 7<br />
4020 Linz<br />
Tel.: +43 732 76120<br />
<u><a href="http://www.brucknerhaus.at"><span style="color: #0000ff;">www.brucknerhaus.at</span></a></u></p>
<p><strong>Ars Electronica</strong><br />
Ars-Electronica-Straße 1<br />
4020 Linz<br />
Tel.: +43 732 72720</p>
<p><u><a href="http://www.aec.at">www.aec.at</a></u></p>
<p><strong>Klangwolke Linz </strong><br />
<u><a href="http://www.klangwolke.at">www.klangwolke.at</a></u></p>
<p><strong>Umfassende Infos rund um Anton Bruckner</strong><br />
<u><a href="http://www.antonbruckner.at">www.antonbruckner.at</a></u><br />
<u><a href="http://www.antonbrucknercentrum.at">www.antonbrucknercentrum.at</a></u></p>
<p><strong>Literatur:</strong><br />
„Bruckner-Stätten in Österreich“ von Renate Grasberger, Wien 2001 (Herausg.<br />
Anton Bruckner Institut Linz)</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<h2>Linzer Gastronomie-Tipps</h2>
<h3>Linzer Markt</h3>
<p>Der Südbahnhofmarkt in Linz ist als größter Grünmarkt Oberösterreichs ein höchst <a href="https://reisewiki.at/oberoesterreich-sehenswuerdigkeiten/#Linzer_Markt">lebendiger Markt</a> und vor allem am Freitag und Samstag eine Linzer Sehenswürdigkeit. Dann nämlich verkaufen neben den fixen Marktständen unzählige Kleinbauern und Gärtnerinnen aus der Region ihre Waren und es wimmelt vor winzigen Verkaufstischen, auf denen oft nur zehn Kohlrabi und zwei Kilo Zwetschken angeboten werden. Jeden Samstag zeichnet zudem der ORF Oberösterreich in einem apfelförmigen Übertragungspavillon die Radio-Sendung „Arcimboldo – Live vom Markt“ auf, in der Star-Köche und bekannte Gastronomen vor Publikum ihre Spezialitäten zubereiten und verkosten lassen.</p>
<p><strong>Südbahnhofmarkt Linz</strong></p>
<p>Marktplatz, 4020 Linz<br />
<u><a href="http://www.suedbahnhofmarkt-linz.at"><span style="color: #0000ff;">www.suedbahnhofmarkt-linz.at</span></a></u></p>
<h3><strong>D</strong>ie Donauwirtinnen</h3>
<p><strong>Der Linzer Stadtteil Alt-Urfahr hat eine wahre kulinarische Attraktion zu bieten. Nachhaltig, in liebevoll eingerichtetem Ambiente zu genießen steht bei den Donauwirtinnen Tanja Obernberger und Julia Oswald im Vordergrund.</strong></p>
<p>Es sind zwei junge couragierte Quereinsteigerinnen, die unweit des Donauufers dieses Wirtshaus mit einem einladenden Gastgarten führen. Dieser Garten mit Blick auf den träge fließenden Strom ist gleichzeitig ein Ort, an dem verschiedenste Küchenkräuter nicht nur zur Dekoration wachsen, sondern auf kürzestem Wege in der Küche landen. Die regionale Abstammung der Lebensmittel sorgt für hohe Qualität. Täglich werden zwei verschiedene Mittagsmenüs, eines mit Fleisch oder Fisch und eine vegetarische Alternative angeboten, beispielsweise ein dunkles Hirschcurry mit Rhabarber oder „Bratene Kaspressknödeln“ mit gemischtem Salat. À la carte beginnt man etwa mit Variation von heimischen Schafskäsesorten, dazu hausgemachtes Sauerteigbrot, gefolgt vom gerollten Schulterbraten vom Gutauer Jungschaf in Natursaftl und Rosmarin-Polenta. Der Besuch an der Donau kann mit einem Joghurt-Sauerrahm-Törtchen auf Schoko-Biskuit, dazu Kaffee von Suchan (aus Freistadt), abgerundet werden. Aus der Getränkeauswahl sind Freistädter Biozwickel-Bier oder Frühroter Veltliner vom biodynamisch arbeitenden Weingut Wimmer-Czerny vom Wagram sowie die Brände von Florian Prückl (Dambachler, Gutau) hervorzuheben.</p>
<p><strong>Kontaktdaten:</strong></p>
<p>Die Donauwirtinnen, Webergasse 2, 4040 Linz. <u><a href="http://www.diedonauwirtinnen.at">www.diedonauwirtinnen.at</a></u></p>
<h3>Landhotel Keplingerwirt</h3>
<p>Die Mühlviertler Gemeinde St. Johann am Wimberg liegt etwa eine halbe Autostunde entfernt von Linz in der Region Hansbergland, die für ihre Weberei-Tradition und den Hopfenanbau bekannt ist. Gleich auf der ersten Seite der Speisekarte des Keplingerwirts findet sich eine Auflistung aller Lieferanten und Bezugsquellen, darunter viele bäuerliche und handwerkliche Betriebe aus der Gegend. Zur Begrüßung kommt hausgemachtes Sauerteigbrot mit Nussbutter, zur Vorspeis gibt es Grammeltascherln mit Rieslingkraut oder gebackene Saiblingsnockerl. Sehr gut auch der Bachsaibling mit Bärlauchrisotto und Veltlinerschaum. Als Hauptgericht: der geschmorte Rostbraten vom Mühlviertler Ochsen mit Wurzelgemüse und Pestonockerl, ein zartes Bauernhenderl, Mühlviertler Weidelamm oder Milchkalbsrücken mit Schnittlauchpüree.</p>
<p>Wer dann noch hungrig ist, sollte unbedingt die hausgemachten Eisspezialitäten oder die Topfen-Mohntascherl mit gebräunter Honigsauce probieren. Beim Keplinger werden auch Degustationsmenus mit Weinbegleitung geboten. Der Weinkeller ist mit besten österreichischen Weinen bestückt, es gibt sehr gute Säfte und zum Abschluss steht eine schöne Auswahl an heimischen Bränden bereit.</p>
<p><strong>Kontaktdaten:</strong></p>
<p>4172 St. Johann/Wimberg<span style="color: #0000ff;">.</span><u><a href="http://www.keplingerwirt.at"><span style="color: #0000ff;">www.keplingerwirt.at</span></a></u></p>
<h3>Buchtipps</h3>
<h4>Prost, Mahlzeit! Wirtshauskultur in Linz</h4>
<p>Das Wirtshaus – ein Sehnsuchtsort &#8230; wenn die Kirchenbank drückt, die Arbeit sich hinzieht oder das Essen daheim nicht schmeckt. Ein Fluchtpunkt &#8230; wenn es draußen – metaphorisch oder tatsächlich – wieder einmal stürmt und schneit. Als „Lebensraum“ im konkreten Sinn begleitet das Wirtshaus seine Gäste vom Taufessen bis zur Totenzehrung.</p>
<p>Wer vermag zu sagen, wie viele Beziehungen im Wirtshaus angebandelt, wie viele Schuhe auf Hochzeiten durchgetanzt wurden? Wer zählt die Fluchtachterl und die Sparvereinsgroschen? Wer die Stammtisch-Welterrettungstheorien, die Geschäftsverträge, die leidenschaftlich geschmiedeten und wieder verworfenen Pläne? Kurzum: Wirtshäuser sind die Bühnen, auf denen das Leben spielt.</p>
<p>„Prost, Mahlzeit!“ widmet sich der facettenreichen Geschichte der Linzer Wirtshäuser und erlaubt einen Blick hinter die Kulissen dieses Grundpfeilers der Alltagskultur, der für die einen Ort des Vergnügens und für die anderen ein knochenharter Arbeitsplatz ist.</p>
<p>Das Buch erscheint anlässlich der Ausstellung „Prost, Mahlzeit! Linzer Wirtshauskultur“ im NORDICO Stadtmuseum Linz (15.3. bis 1.9. 2019).</p>
<p><strong>Prost, Mahlzeit! Wirtshauskultur in Linz</strong></p>
<p>Museen der Stadt Linz / Andrea Bina / Klaudia Kreslehner / Georg Thiel (Hg.)</p>
<p>Verlag Anton Pustet</p>
<p>292 Seiten, 23 x 28 cm, Hardcover, Durchgehend farbig bebildert</p>
<p>ISBN: 978-3-7025-0936-1</p>
<h4>Wanderungen und Ausflugsziele nördlich von Linz</h4>
<p>Die Region nördlich von Linz hat landschaftlich, kulturell und kulinarisch einiges zu bieten . Dass in Urfahr und Umgebung auch ein abwechslungsreiches Wanderwegenetz existiert, ist&nbsp; vielen nicht bewusst. Die Autoren Walter Lanz und Stephen Sokoloff beschreiben 25 Wanderungen in der Region zwischen Puchenau und Bad Leonfelden . Die Wanderwege führen über sanfte Geländekuppen, große Felder, durch Wäldchen und nette Ortschaften und eröffnen eine Fülle von schönen Ausblicken und kulturellen Höhepunkten. Damit auch das leibliche Wohl zu Ehren kommt, gibt es neben den Streckenbeschreibungen Tipps zu Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben am Weg und Auskunft über lokale Attraktionen – zum Beispiel übereinen Hochseil-Garten, eine Whisky-Destillerie&nbsp; oder eine Straußenfarm also besondere Sehenswürdigkeiten bei Linz.</p>
<p><strong>GUUTE Wege &#8211; Wanderungen und Ausflugsziele nördlich von Linz</strong></p>
<p>Walter Lanz / Stephen Sokoloff<br />
Verlag Anton Pustet<br />
240 Seiten, 11,5 x 18 cm<br />
Französische Broschur<br />
Durchgehend farbig bebildert<br />
ISBN: 978-3-7025-0928-6</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wien &#8211; der Architektur- und Designführer</title>
		<link>https://reisewiki.at/wien-architektur-design-reisefuehrer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2016 08:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[Wiens 2000-jährige Geschichte ist in einzigartiger Dichte im Stadtbild gegenwärtig. Der Grundriss des Zentrums geht auf die Römerstadt und das mittelalterliche Straßennetz zurück. Romanische und <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wien-architektur-design-reisefuehrer/" title="Wien &#8211; der Architektur- und Designführer">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wiens 2000-jährige Geschichte ist in einzigartiger Dichte im Stadtbild gegenwärtig. Der Grundriss des Zentrums geht auf die Römerstadt und das mittelalterliche Straßennetz zurück. Romanische und gotische Kirchen prägen die Straßen und Plätze ebenso wie Paläste und Bürgerhäuser der barocken Residenzstadt. Die Ringstraße ist Ausdruck der modernen Großstadt des 19. Jahrhunderts, im 20. Jahrhundert setzten ausgedehnte Wohnhausanlagen Akzente in den äußeren Bezirken. Aktuell werden groß angelegte städtebauliche Maßnahmen umgesetzt; markante Bauten internationaler Star-Architekten ergänzen die Silhouette der Stadt.</strong></p>
<p>Durch seine Funktion als Residenz des Kaisers und europäisches Machtzentrum stand Wien jahrhundertelang im Fokus internationaler Aufmerksamkeit, war sich seiner besonderen Rolle aber auch bewusst. Dadurch entwickelte sich eine herausragende Baukultur, und noch heute können nur wenige Städte weltweit mit einer vergleichbaren Dichte an hochwertiger Architektur aufwarten. Seit mehreren Jahren bemüht sich Wien verstärkt, an seine historischen Höhepunkte anzuschließen und macht mit teils spektakulären Neubauten auf sich aufmerksam. Die am schnellsten wachsende Großstadt im deutschsprachigen Raum setzt heute vor allem im Wohnbau weltweit beachtete Maßstäbe. Konstanten der Wiener Architektur sind die Rücksicht auf gewachsene Strukturen, das Spürbarmachen historischer Schichten und der Dialog von Alt und Neu.</p>
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<p><strong>Höhepunkt mittelalterlicher Baukunst: der Stephansdom</strong></p>
<p>Das älteste architektonische Wahrzeichen der Stadt ist der Stephansdom. Unter der Herrschaft der Habsburger, die das Gesicht der Stadt vom späten 13. Jahrhundert bis 1918 entscheidend prägten, wurde der Dom zum sakralen Denkmal für die politischen Ambitionen des Herrscherhauses ausgebaut. Der 1433 vollendete, 137 Meter hohe Südturm, von den Wienern liebevoll „Steffl“ genannt, ist ein Meisterwerk spätgotischer Architektur in Europa. Jahrzehntelang war er das höchste steinerne Bauwerk Europas, bis heute ist er der unangefochtene Mittelpunkt der Stadt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1119" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/Stephansdom_1464094288.jpg" alt="Stephansdom" width="424" height="565" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/Stephansdom_1464094288.jpg 480w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/Stephansdom_1464094288-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 424px) 100vw, 424px" /></p>
<hr />
<h2><strong>Die barocke Residenzstadt</strong></h2>
<p>Wiens Aufstieg in die Reihe der großen europäischen Hauptstädte begann im Barock. Zu den bedeutendsten Baumeistern zählten Johann Bernhard Fischer von Erlach und Johann Lucas von Hildebrandt. Außerhalb der Stadtmauern entstand eine Kette von Sommerpalästen, darunter das Gartenpalais Schwarzenberg (1697-1704) sowie das Obere und Untere Belvedere des Prinzen Eugen von Savoyen (1714-22). Zu den bedeutendsten Stadtpalästen zählen das Winterpalais des Prinzen Eugen (1695-1724; heute Außenstelle des Belvedere) und das Palais Daun-Kinsky (1713-19; Auktionshaus Im Kinsky). Der Kaiser selbst ließ die Hofburg durch Bauten wie die Hofbibliothek (1722-26) und die Winterreitschule (1729-34) ergänzen. Wichtiger war den Habsburgern jedoch die Stiftung von Kirchen und Klöstern. So entstand vor den Mauern der Stadt Fischer von Erlachs Karlskirche (1714-39), die mit ihrer formal und inhaltlich komplexen Schaufassade zu den Hauptwerken des europäischen Barock zählt. In farbigen Innenräumen wie jenem der Peterskirche (1701-22) wird das zeitgenössische Bemühen um die Synthese von Architektur, Malerei und Skulptur sichtbar.</p>
<figure style="width: 446px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3365/thumb_preview_8fd1b5c7-b498-4818-a09a-435a34d4a371.jpg" alt="Karlskirche am Abend" width="446" height="660" data-ab-color="rgb(47,77,147)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Karlskirche am Abend © Österreich Werbung, Fotograf: Kalmar</figcaption></figure>
<p><strong>Ausbau zur Metropole: die Ringstraßen-Zeit</strong></p>
<p>Seit dem Barock wurden Überlegungen zur Erweiterung der hoffnungslos überfüllten Stadt angestellt, doch erst Kaiser Franz Joseph befahl 1857 die Abtragung der Befestigungsanlagen und die Verbindung der Inneren Stadt mit den Vorstädten. 1865 wurde die Ringstraße eröffnet. Sie ist als bedeutendster Prachtboulevard Europas eine städtebauliche und architektonische Leistung höchsten Ranges. Die originale Bausubstanz ist fast vollständig erhalten und vermittelt damit das authentische Bild einer Metropole des 19. Jahrhunderts. Die öffentlichen Repräsentationsbauten sprechen, ganz im Sinne des Historismus, durch ihren Stil: Die griechisch-antiken Formen von Theophil Hansens Parlament (1871-83) standen für Demokratie, die Renaissance der von Heinrich Ferstel erbauten Universität (1873-84) für die Blüte des Humanismus, die Gotik des Rathauses (1872-83) von Friedrich Schmidt für den mittelalterlichen Bürgerstolz.</p>
<p>Dominierend blieben die Bauten des Kaiserhauses: Eduard van der Nüll und August Sicardsburgs Opernhaus (1863-69) Gottfried Sempers und Carl Hasenauers Burgtheater (1874-88), ihr Kunsthistorisches und Naturhistorisches Museum (1871-91) sowie die Neue Hofburg (1881-1918). Zugleich war die Ringstraße bevorzugtes Wohngebiet des zumeist jüdischen Großbürgertums. Mit luxuriösen Palästen machten Familien wie Ephrussi, Epstein oder Todesco deutlich, dass sie die kulturelle Führungsrolle in der Wiener Gesellschaft übernommen hatten. Im Rahmen der Weltausstellung des Jahres 1873 präsentierte sich das neue Wien einem internationalen Publikum. An der Ringstraße wurden zahlreiche Hotels eröffnet, darunter das Hotel Imperial und das heutige Palais Hansen Kempinski.</p>
<figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/93/thumb_preview_1e50b6e1-3f8d-43f5-94a5-1aad83bdd28d.jpg" alt="Staatsoper in Wien" width="880" height="585" data-ab-color="rgb(8,11,10)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Staatsoper in Wien. Ringstraße bei Nacht. © Österreich Werbung, Fotograf: Viennaslide</figcaption></figure>
<p><strong>Laboratorium der Moderne: Wien um 1900</strong></p>
<p>Zu den letzten Bauten im Ringstraßenbereich zählte Otto Wagners Postsparkasse (1903-06), die mit ihrer von Ornament befreiten, nur mit „funktionalen“ Aluminiumknöpfen geschmückten Fassade und dem gläsernen Kassensaal heute zu den Ikonen der Architektur der Moderne zählt. Wie kein Zweiter stand Otto Wagner für den Aufbruch ins 20. Jahrhundert: Seine Stadtbahnbauten machten den öffentlichen Verkehr der Großstadt zu einem Thema der Architektur, die Kirche der Nervenheilanstalt am Steinhof (1904-07) gilt als erste moderne Kirche.</p>
<p>Mit seiner konsequenten Ausrichtung auf die Funktion eines Gebäudes („Etwas Unpraktisches kann nicht schön sein“) prägte Wagner eine ganze Generation von Architekten und machte Wien zum Laboratorium der Moderne. Neben Joseph Maria Olbrich, dem Erbauer der Secession (1897/98) und Josef Hoffmann, dem Architekten des am westlichen Stadtrand gelegenen Sanatorium Purkersdorf (1904) und Begründer der Wiener Werkstätte (1903) ist vor allem Adolf Loos zu nennen, der mit dem Looshaus am Michaelerplatz (1909-11) Architekturgeschichte schrieb. Die verschwenderische Marmorverkleidung der Geschäftszone steht in maximalem, aus der Funktion abgeleiteten Kontrast zur dekorlosen Fassade darüber, wodurch ihre „Nacktheit“ noch offensichtlicher wurde – eine Provokation, ebenso wie seine kulturkritischen Texte („Ornament und Verbrechen“), mit denen er größten Einfluss auf die Architektur des 20. Jahrhunderts nahm. Öffentliche Aufträge blieben Loos verwehrt. Zu seinen wichtigsten Werken zählen daher Villen, Wohnungseinrichtungen und Geschäftslokale wie der noch im Originalzustand erhaltene Schneidersalon Kniže am Graben (1910-13) und die restaurierte Loos-Bar (1908/09) nahe der Kärntnerstraße.</p>
<hr />
<h2><strong>Zwischen den Kriegen</strong></h2>
<p><strong>internationale Moderne und sozialer Wohnbau </strong></p>
<p>Nach dem Zerfall der Monarchie im Jahr 1918 wurde Wien Hauptstadt des neu gebildeten Kleinstaates Österreich. Im Herzen der Stadt errichteten die Architekten Theiss &amp; Jaksch 1931/32 das erste Hochhaus Wiens als exklusive Wohnadresse (Herrengasse 6-8). Zur Bekämpfung der Wohnungsnot der breiten Bevölkerung ließ die sozialdemokratische Stadtregierung in einem weltweit einzigartigen Bauprogramm innerhalb weniger Jahre 60.000 Wohnungen in hunderten Wohnhausanlagen im gesamten Stadtgebiet errichten, darunter den bekannten Karl Marx-Hof von Karl Ehn (1925-30). Eine Alternative zum Geschoßwohnbau wurde mit der 1932 eröffneten Werkbundsiedlung vorgestellt, an der 31 Architekten aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Holland und den USA teilnahmen und Modelle für leistbares Wohnen im Grünen zeigten. Mit Bauten von Adolf Loos, André Lurçat, Richard Neutra, Gerrit Rietveld zählt die Werkbundsiedlung, die derzeit mit großem Aufwand saniert wird, zu den wichtigsten Dokumenten der modernen Architektur in Österreich.</p>
<p>Die Moderne kam auch in bedeutenden Villenbauten zum Ausdruck. Das Haus Beer (1929-31) von Josef Frank steht beispielhaft für die verfeinerte Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit, während das vom Philosophen Ludwig Wittgenstein gemeinsam mit dem Architekten Paul Engelmann für seine Schwester Margarete errichtete Haus Stonborough-Wittgenstein (1926-28; heute Bulgarisches Kulturinstitut) durch seine ästhetische Radikalität und mathematische Strenge einen Sonderfall innerhalb der zeitgenössischen Architektur darstellt.</p>
<p><strong>Vertreibung, Krieg und Wiederaufbau</strong></p>
<p>Nach dem „Anschluss“ an das Deutsche Reich 1938 wurden zahlreiche jüdische Bauherren, Architektinnen und Architekten, die wesentlich für das hohe Niveau der Wiener Architektur verantwortlich gewesen waren, aus Österreich vertrieben. Während der NS-Zeit blieb Wien von baulichen Umgestaltungen weitgehend verschont, sieht man von den sechs zur Luftabwehr errichteten Flaktürmen von Friedrich Tamms (1942-45) aus massivem Stahlbeton ab, die heute als Mahnmale im Stadtbild präsent sind.</p>
<p>Die Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs standen im Zeichen des Wiederaufbaus der von Bomben schwer beschädigten Stadt. Die Architektur jener Zeit war von ästhetischem Pragmatismus geprägt, aber auch von dem Versuch, an die Zeit vor 1938 anzuknüpfen und aktuelle internationale Trends aufzugreifen. Zu den wichtigsten Bauten der 1950er-Jahre zählen Roland Rainers Stadthalle (1952-58), das von Oswald Haerdtl errichtete Wien Museum am Karlsplatz (1954-59) und das 21er Haus von Karl Schwanzer (1958-62).</p>
<p><strong>Die Jungen kommen</strong></p>
<p>Seit den 1960er-Jahren suchte eine junge Generation nach Alternativen zur moderaten Moderne der Wiederaufbaujahre. Mit visionären Entwürfen, konzeptuellen, experimentellen und vor allem temporären Architekturen, Interventionen und Installationen erhielten Raimund Abraham, Günther Domenig, Eilfried Huth, Hans Hollein, Walter Pichler und die Gruppen Coop Himmelb(l)au, Haus-Rucker-Co und Missing Link rasch international Aufmerksamkeit. Wenn auch zunächst mehr gezeichnet, als gebaut wurde, war der Einfluss auf die postmodernen und dekonstruktivistischen Tendenzen der 1970er- und 1980er-Jahre auch außerhalb Österreichs groß. Holleins futuristisches Kerzengeschäft „Retti“ am Kohlmarkt (1964/65) und Domenigs biomorphes Gebäude der Zentralsparkasse in Favoriten (1975-79) zählen zu den frühesten Beispielen, später kamen Holleins Haas-Haus (1985-90), der Dachausbau Falkestraße (1987/88) von Coop Himmelb(l)au oder Domenigs T-Center (2002-04) hinzu. Vor allem Domenig, Hollein, Coop Himmelb(l)au und die Architekten Ortner &amp; Ortner (ehem. Mitglieder von Haus-Rucker-Co) machten durch Aufträge aus dem Ausland die neue österreichische und Wiener Architektur zu einem festen internationalen Begriff.</p>
<p><strong>MuseumsQuartier und Gasometer</strong></p>
<p>Seit den 1980er-Jahren liegt ein Schwerpunkt des Bauens in Wien auf dem Verdichten des historischen Stadtgefüges, das als qualitativ hochwertiger urbaner Lebensraum nun nicht mehr in Frage gestellt wird. Zu den international bekanntesten Projekten zählt das von Ortner &amp; Ortner geplante MuseumsQuartier in den ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen (Wettbewerb 1987; 1998-2001), das mit Institutionen wie dem mumok &#8211; Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, dem Leopold Museum, der Kunsthalle Wien, dem Architekturzentrum Wien und dem Zoom Kindermuseum weltweit zu den größten Kulturarealen zählt. Nach Kontroversen in der Planungsphase wurde hier am Ende ein architektonischer Kompromiss zwischen Alt und Neu erzielt, dessen Erfolg als urbane Bühne mit vier Millionen Besuchern (2012) überwältigend ist.</p>
<p>Der Dialog von Alt und Neu, der in einer von der Geschichte so stark geprägten Stadt wie Wien auf der Tagesordnung der Baukultur stehen muss, kennzeichnet auch den Umbau der Gasometer in Simmering durch Coop Himmelb(l)au, Wilhelm Holzbauer, Jean Nouvel und Manfred Wehdorn (1999-2001). Hier wurde nicht nur neuer Wohnraum geschaffen, sondern auch ein historisches Industriedenkmal zu einem Signal im Stadtentwicklungsgebiet uminterpretiert.</p>
<figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1660/thumb_preview_02259b4b-05b4-4b8d-ab4d-a2159b2af35c.jpg" alt="Museumsquartier in Wien / Museum Leopold" width="880" height="590" data-ab-color="rgb(94,172,220)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Museumsquartier in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Bartl</figcaption></figure>
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<h2><strong>Neue Stadtviertel</strong></h2>
<p>In den vergangenen Jahren rückten die großen Bahnhöfe und ihr Umfeld in den Fokus der Planungen. Hier wurden nicht nur notwendige infrastrukturelle Maßnahmen gesetzt, sondern zugleich weiträumige innerstädtische Wohnareale und Geschäftsviertel erschlossen. Zu den Prestigeprojekten zählt der neue Hauptbahnhof (2010-14) mit den umgebenden Büro-Hochhäusern des Quartier Belvedere und den Wohn- und Schulbauten des Sonnwendviertels. Auf der Fläche des ehemaligen Nordbahnhofes entstehen derzeit 10.000 Wohnungen und 20.000 Arbeitsplätze, auf jener des Aspangbahnhofes wird an Europas größter Passivhaussiedlung „Eurogate“ gebaut, das Areal des Nordwestbahnhofes wird voraussichtlich ab 2020 für Wohnen und Arbeiten erschlossen. Das größte derzeit in Bau befindliche Wohnprojekt findet sich aber am nordöstlichen Stadtrand, wo in der Seestadt Aspern bis 2028 Wohn- und Arbeitsraum für insgesamt 40.000 Menschen geschaffen wird. Eine gezielte Förderpolitik ermöglicht dabei die Schaffung von leistbarem und qualitativ hochwertigem Wohnraum – ein besonderes Merkmal der Wiener Stadtplanung, das weltweit Beachtung findet.</p>
<p>Neben dem Wohnbau wird auch in den Neubau von Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen investiert. So wurde 2013 in einer der „grünen Lungen“ Wiens, dem Prater, der Campus WU für die größte Wirtschaftsuniversität Europas eröffnet. Um den zentralen Platz sind spektakuläre Bauten einer internationalen Architektenriege aus Großbritannien, Japan, Spanien und Österreich versammelt, die ein mitunter recht lautstarkes Gespräch über den Status quo der zeitgenössischen Architektur zu führen scheinen (Hitoshi Abe, BUSarchitektur, Peter Cook, Zaha Hadid, NO MAD Arquitectos, Carme Pinós).</p>
<p><strong>Hoch hinaus</strong></p>
<p>International ist auch die Reihe jener Architekten, die sich in den letzten Jahren mit Hochhäusern in die Silhouette Wiens eingeschrieben haben und dem Stephansdom eine nicht immer unproblematische Konkurrenz machen. Schon von weitem sichtbar ist Massimiliano Fuksas’ 138 bzw. 127 Meter hoher eleganter Twin Tower am Wienerberg (1999-2001). Der monolithische, 75 Meter hohe Turm des Hotel Sofitel am Donaukanal von Jean Nouvel ( 2007-10) reagiert dagegen auf die besondere städtebauliche Situation und inszeniert in seinem obersten Stockwerk neue Perspektiven auf das historische Stadtzentrum.</p>
<p>Ebenfalls am Wasser steht Dominique Perraults DC-Tower (2010-13) in der Donau-City – jener Hochhausstadt, in der sich seit Baubeginn 1996 die Ausdehnung der Stadt nördlich der Donau zeichenhaft verdichtet. Selbst in dieser Umgebung sprengt der schlanke und zugleich auffällig vertikal gefaltete Turm Perraults alle bisher bekannten Dimensionen; von seiner Bar kann man den höchsten Blick auf Wien genießen. Mit 250 m ist der Turm Österreichs höchstes Gebäude und beinahe doppelt so hoch wie der Stephansdom. Wien hat damit eine neue, tatsächlich unübersehbare architektonische Landmark erhalten – ob sie auch das Potenzial zu einem Wahrzeichen des neuen Wien hat, wird die Zukunft zeigen. Die Architekturgeschichte Wiens, wo europäische Geschichte Gegenwart ist und Neubauten in spannungsreichen Dialog mit einem großen und herausragenden baulichen Erbe treten, wird in jedem Fall noch spannende Kapitel bieten.</p>
<figure style="width: 834px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/9948/thumb_preview_c33f6a95-750d-4924-89fa-089644aca26f.jpg" alt="Hochhaeuser in Wien" width="834" height="660" data-ab-color="rgb(71,118,187)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Blick von der Donauinsel am Abend. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</figcaption></figure>
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<h2>Wien um 1900</h2>
<p><strong>Wien um 1900, das ist ein glänzendes Gewebe aus Gegensätzen wie „Traum und Wirklichkeit“ oder „Tod und Eros“ – und aus großen Namen der europäischen Kulturgeschichte. Am Beginn eines neuen Jahrhunderts konzentrierten sich in dieser Stadt Höchstleistungen der Literatur, Malerei, Architektur und Musik in einer Dichte, die ihresgleichen sucht.</strong></p>
<p><strong>Stadtwachstum und Stadtumbau</strong></p>
<p>Dass Wien um 1900 zum kulturellen Zentrum Mitteleuropas werden konnte, setzte zunächst das rasante Wachstum zur Großstadt voraus, in Konkurrenz mit den europäischen Metropolen London, Paris und Berlin. Durch Zuwanderung und zwei Stadterweiterungen vergrößerte sich die Stadt im 19. Jahrhundert um ein Vielfaches. Zwischen 1870 und 1910 stieg die Einwohnerzahl von rund 900.000 auf mehr als das Doppelte (über 2 Millionen) an. Die erste Stadterweiterung um die Mitte des 19. Jahrhunderts hatte den Prachtboulevard Ringstraße und die an ihn grenzenden monumentalen Häuserblöcke hervorgebracht. Rund 1,6 km² füllten sich zwischen 1860 und 1890 mit Kulturstätten (Oper, Burgtheater, Museen), Wohnpalästen (Miets- bzw. Zinshäusern) und Monumentalbauten für Politik, Kommerz und Bildung (Rathaus, Parlament, Börse, Universität, Kunstgewerbeschule). Viele der Palais an der Ringstraße waren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von den sogenannten „Ringstraßenbaronen“, reichen, oftmals jüdischen Bankiers und Großindustriellen, errichtet worden und dienten ihnen als Wohn- und Geschäftshäuser. Das Palais der Familie Ephrussi am Universitätsring erlangte durch Edmund de Waals Roman „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ (englische Originalausgabe 2010), der auf der Familiengeschichte der Ephrussis beruht und in ca. 30 Sprachen übersetzt wurde, weltweite Bekanntheit.</p>
<p>Gleichzeitig wurden alte Häuser umgebaut, aufgestockt oder ganz durch neue ersetzt. Damit erarbeitete sich die Wiener Architektur einen internationalen Ruf, die Bauindustrie prosperierte so, dass der Börsenkrach von 1873 sie nur vorübergehend lähmen konnte. Die Generation der Ringstraßenarchitekten hatte die großen öffentlichen Bauaufgaben bewältigt, für die Nachfolger blieben hauptsächlich private Aufträge. Immerhin war ein wichtiges öffentliches Infrastrukturprojekt, die für eine Großstadt unerlässliche Stadtbahn, so lange aufgeschoben worden, dass Otto Wagner es ab 1894 gestalten konnte: 45 km Bahnstrecke mit mehr als 30 Stationen.</p>
<p><strong>Konfliktreiches Nebeneinander</strong></p>
<p>Wien war die Hauptstadt eines weit über 50 Millionen Einwohner und an die 15 Nationen um-fassenden Reiches, der österreichisch-ungarischen Monarchie. Ihren Bestand sicherten vor allem der Langzeitregent Kaiser Franz Joseph I. (geb. 1830, reg. 1848-1916), die den Zusammenhang repräsentierende Symbolfigur, und der effiziente Verwaltungsapparat.</p>
<p>Aus allen Teilen des multinationalen Kaiserreiches strömten Zuwanderer in die Hauptstadt, verschiedenste ethnische und religiöse Gruppen trafen hier aufeinander. Ebenso verschieden und konfliktreich waren die sozialen Verhältnisse, speziell die Zuwanderer litten unter den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen des Liberalismus. Damit schlug aber auch die Stunde für die Organisation der Arbeiter, Gewerkschaftsbewegung und Sozialdemokratie formierten sich.</p>
<p>Das Schlagwort „Völkerkerker“ illustriert die Nationalitätenproblematik aus der Sicht der slawischen Einwohner – und das waren beinahe 50 Prozent der Bevölkerung: Während die Ungarn seit dem „Ausgleich“ von 1867 zweite Staatsnation waren, besaßen die Slawen (Tschechen, Polen, Serben, Kroaten, Ukrainer usw.) keinen vergleichbaren Status. Was in dieser spannungsreichen Epoche und in der gegenseitigen Befruchtung der Nationalitäten aber entstand und bis heute Bestand hat, ist sehr viel mehr als die Wiener Küche mit ihrer ungarischen Würze und ihrer böhmischen Reichhaltigkeit.</p>
<p><strong>Baukunst: Otto Wagner, Josef Hoffmann, Adolf Loos</strong></p>
<p>Otto Wagner (1841-1918) war Wiener, aber beinahe die Hälfte der Absolventen seiner Spezial-schule für Architektur an der Akademie der bildenden Künste, der „Wagner-Schule“, stammte aus den östlichen und südlichen Provinzen des Reiches. Beispielsweise Josef Hoffmann (1870-1956) aus Mähren oder Josef Plecnik (1872-1957) und Max Fabiani (1865-1962) aus Slowenien. Aus dem gemischtsprachigen Reichsteil Mähren (heute Tschechien) kamen auch Joseph Maria Olbrich (1867-1908) oder Adolf Loos (1870-1933).</p>
<figure style="width: 436px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4336/thumb_preview_132fed51-896f-4d87-a08d-1561b7a3d79a.jpg" alt="Majolikahaus " width="436" height="660" data-ab-color="rgb(69,114,181)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Majolikahaus. Otto Wagner-Bau in der Wienzeile. © Österreich Werbung, Fotograf: Wiesenhofer</figcaption></figure>
<p>Allein mit diesen Namen ist der wesentliche Teil des Baugeschehens um 1900 abgedeckt: die Stationen, Geländer und Brücken der Wiener Stadtbahn, Majolikahaus und Musenhaus an der Wienzeile, die erste moderne Kirche Europas, nämlich St. Leopold am Steinhof, und die Post-sparkasse, allesamt von Otto Wagner zwischen 1894 und 1910 entworfen. Die Villen von Josef Hoffmann, der 1903 gemeinsam mit Kolo Moser die Wiener Werkstätte gründete. Eine der Hoffmann-Villen auf der Hohen Warte ist das Doppelhaus für die Künstlerkollegen Kolo Moser und Carl Moll. Zwei Häuser weiter, in der Villa Ast, führte in den 1930er-Jahren Alma Mahler-Werfel, femme fatale des 20. Jahrhunderts und Titelheldin in Paulus Mankers Theater- und Partyspektakel „Alma“, ihren prominenten Salon. Das Ausstellungsgebäude der protestierenden Jungen, die „Secession“, baute Olbrich, der Wagners Mitarbeiter war. Die Wagner-Schüler Plecnik und Fabiani zeichnen für Zacherl-Haus und Heilig-Geist-Kirche bzw. Artaria-Haus und Urania verantwortlich.</p>
<p>Adolf Loos, der Streitbare, verpflichtete den Architekten auf das klassische Ornament. Das Erfinden neuer Ornamente hielt er für eine zeitverschwenderische Degenerationserscheinung. Als solche verstand Loos insbesondere die Jugendstil-Ornamente von Wagners Schülern und Mit-arbeitern und beinahe alles, was aus der Wiener Werkstätte kam. Das von Adolf Loos für die Schneiderfirma Goldman &amp; Salatsch errichtete Wohn- und Geschäftshaus auf dem Michaelerplatz kommt mit sparsam eingesetzter klassischer Ornamentation aus. Aber damit konnten die meisten an üppiges Neo-Barock gewöhnten Zeitgenossen noch viel weniger anfangen als mit dem „neuen“ Jugendstil-Dekor und verspotteten es als das „Haus ohne Augenbrauen“.</p>
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<p><strong>Literatur &amp; Kaffeehaus</strong></p>
<p>„Adolf Loos und ich, er wörtlich, ich sprachlich, haben nichts weiter getan als gezeigt, dass zwischen einer Urne und einem Nachttopf ein Unterschied ist &#8230;“, schrieb Karl Kraus (1874-1936) – übrigens in Böhmen geboren – über die Geistesverwandtschaft mit seinem Freund Loos. Maler und Musiker, Architekten, Dichter, Journalisten und andere Intellektuelle trafen sich im Café Griensteidl, im Café Central oder im Café Museum. Das Griensteidl befand sich im Vorgängerbau des 1899 fertig gestellten neobarocken Palais Herberstein am Michaelerplatz. Das Herberstein-Palais zeigt jenen ornamentalen Reichtum, den viele am gegenüberliegenden, nur zehn Jahre später errichteten Goldman &amp; Salatsch-Gebäude, heute „Loos-Haus“ genannt, vermissten. In den 1890er-Jahren war das Café Griensteidl Treffpunkt des Literatenkreises „Jung Wien“ um Hermann Bahr gewesen. Karl Kraus, ebenfalls Stammgast im Griensteidl, hatte an der anti-naturalistischen literarischen Moderne und ihrem Hang zur „Décadence“ vieles auszusetzen, besonders an Hermann Bahr. In der „Fackel“, der von 1899 bis 1936 herausgegebenen und zum größten Teil von Kraus allein verfassten Zeitschrift, machte er alles zum Stoff seiner Satire, was ihm missfiel. Solches Missfallen verschaffte Hermann Bahr jahrzehntelange Präsenz in der „Fackel“.</p>
<figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10888/thumb_preview_5686ac46-0603-4332-afa7-e736b65e3694.jpg" alt="Café Central, Wien" width="880" height="659" data-ab-color="rgb(61,136,199)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Das Café Central in der Wiener Innenstadt am Abend. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</figcaption></figure>
<p>Nachdem Kraus ins Café Central gewechselt war, rechnete er in der Satire &#8222;Die demolirte Literatur“ mit der im Literatencafé beheimateten „Jung-Wiener-Dichtergalerie“ ab. Zum Titel veranlasste ihn der Abriss (die Demolierung) besagten Vorgängerbaus samt Schließung des Cafés Griensteidl 1897. (1990 wurde im Palais Herberstein ein neues Café mit dem Namen „Griensteidl“ eröffnet.) Nichtsdestotrotz war Karl Kraus Freund und Förderer von Peter Altenberg (1859-1919), des Lebenskünstlers und Kaffeehausliteraten par excellence. Zu dessen Freundeskreis wiederum zählte auch Alban Berg, ein Repräsentant der musikalischen Moderne, der Orchesterlieder nach Texten von Altenberg komponierte.</p>
<p><strong>Musikalische Moderne: Atonalität und Antisemitismus</strong></p>
<p>Der Begriff „Atonalität“ bezeichnet am ehesten die Reizungen, mit denen die gerade an die Spät-romantik gewöhnten Ohren des Publikums konfrontiert waren, wenn Musik Schönbergs und seines Schülerkreises (u. a. Berg, Webern, Wellesz), der „Zweiten Wiener Schule“, zur Aufführung kam. Schönberg, der später eine Methode der „Komposition mit zwölf Tönen“ entwickeln sollte, dirigierte am 31. März 1913 im Goldenen Saal des Musikvereins den als „Watschenkonzert“ in die Musik-geschichte eingegangenen Skandal. Am Programm standen Werke von Webern, Schönberg, Zemlinksy, Berg und Mahler. Nach der Pause, als Bergs Lieder nach Ansichtskartentexten von Peter Altenberg an der Reihe gewesen wären, beendete ein Tumult mit gerichtlichem Nachspiel das Konzert.</p>
<p>Gustav Mahler (1860-1911), auch in Böhmen geboren, war 1897-1907 Direktor der Wiener Oper und damit eine Art Regent der damaligen europäischen Musikszene. Streitigkeiten u. a. über zu häufige Engagements in anderen Städten und antisemitische Angriffe veranlassten Mahler schließlich, vom begehrten Amt des Wiener Hofoperndirektors zurückzutreten. Mahlers Gattin Alma ist wegen ihres abwechslungsreichen Liebes- und Ehelebens nicht nur Musikliebhabern bekannt. Das Paar hatte sich in einem der berühmten Salons des Wiener Großbürgertums, dem Bertha Zuckerkandls, kennen gelernt. Die schwierige Beziehung zu Alma mag mit ein Grund für Mahler gewesen sein, die Praxis des Dr. Freud aufzusuchen. Aber es kam bis ein Jahr vor Mahlers Tod nur zu abgesagten Terminen. 1910 trafen sich die beiden schließlich auf Reisen in Leiden (Holland) und Freud analysierte einen Nachmittag lang Mahlers Verhältnis zu Frauen.</p>
<p><strong>Sexualität, Moral und Gesellschaft: Freud und Schnitzler</strong></p>
<p>Üblicherweise fanden die Analysen in der Wiener Berggasse auf Freuds berühmter Couch statt und dauerten viel länger. Die Familie Freuds lebte seit 1860 in Wien, Sigmund war 1856 noch in Mähren zur Welt gekommen, in der neuen Heimat studierte er Medizin. 1896 verwendet Freud erstmals den Begriff „Psychoanalyse“, 1899 erscheint die auf 1900 vordatierte “Traumdeutung“. Dass Freud die Sexualität als Zentrum vieler Handlungen und Wünsche darstellt, stört(e) und verstört(e) viele. Seine Zeitgenossen um 1900 umso mehr, als in den ehelichen Beziehungen eine krasse Doppelmoral herrschte und alles Geschlechtliche ein von Ängsten und Neugier umgebenes Tabuthema war.</p>
<p>Wie Freud und Mahler, lernten sich auch Freud und Arthur Schnitzler (1862-1931) sehr spät kennen, obgleich sie in derselben Stadt lebten, in ähnlichen Kreisen verkehrten und verwandte Themen behandelten. Erst 1922 kam es zu einer persönlichen Begegnung und Freud schrieb in einem Brief an Schnitzler, er habe den Dichter wohl aus einer Art Doppelgängerscheu gemieden, da er in Schnitzlers Dichtungen die „nämlichen Voraussetzungen, Interessen und Ergebnisse“ wie die eigenen zu finden glaubte.</p>
<p>Schnitzlers Vorfahren väterlicherseits stammten aus Ungarn. Arthur Schnitzler wurde zunächst Arzt wie sein Vater und befasste sich mit Hysterie- und Hypnosestudien. Als Schriftsteller behandelt er Sexualität, Verführung, Ehebruch und die damit verknüpfte Doppelmoral, aber auch den wachsenden Antisemitismus der Wiener Gesellschaft. Viele seiner Novellen und Theaterstücke, „Leutnant Gustl“, „Professor Bernhardi“, oder „ Der Reigen“, sind Klassiker der deutschen Literatur geworden. Schnitzlers „Traumnovelle“ inspirierte übrigens Stanley Kubrick zu seinem letzten Film „Eyes Wide Shut“ (1999).</p>
<p><strong>Ödipus, Generationskonflikte und Traditionsverbundenheit</strong></p>
<p>Die Geschichte von Ödipus, der seinen Vater tötete, ist seit der Antike Thema der Dichtkunst. Den Ödipuskomplex als wichtiges Entwicklungsstadium machte Freud bewusst. Vereinfacht und auf kulturelle Vorgänge umgelegt, müssen Künstler stets die Werke der vorausgehenden Generation in Frage stellen. Das geschah um 1900 deutlicher, als man es aus den Jahrhunderten davor kennt. Vielleicht, weil am Ausgang des „historistischen“ 19. Jahrhunderts mehr denn je ersichtlich war, dass es nicht nur den Stil der Väter gab. Waren doch so viele Stile der Vergangenheit erforscht und katalogisiert worden. Es kam zu lautstarken Austritten aus den Institutionen der Väter, wie dem Wiener Künstlerhaus, von dem sich 1897 die „Vereinigung bildender Künstler Österreichs“ abspaltete. Zu den Mitgliedern dieser bekanntesten Secession zählten Gustav Klimt (1862-1918), Kolo Moser (1868-1918), Josef Hoffmann (1870-1956) oder Joseph Maria Olbrich (1867-1908).</p>
<p>Zu mancher Entsetzen trat 1899 Otto Wagner, beinahe 60-jährig und seit 1894 ordentlicher Professor für Baukunst an der ehrwürdigen Wiener Kunstakademie, der Secession der „Jungen“ bei. Viele waren seine Schüler und Mitarbeiter: Olbrich, Architekt des 1898 errichteten neuen Ausstellungsgebäudes, ebenfalls Secession genannt, arbeitete an Wagners Stadtbahnbauten mit. Kolo Moser entwarf die Musenmedaillons an Wagners Haus Wienzeile 38 und die Glasfenster für die Kirche am Steinhof. Hoffmann hatte u. a. bei Wagner studiert. Mit ihrem „Meister“ waren die Wagnerschüler fest in der Tradition verankert, was über dem Protest gegen die „historistischen“ Väter oft übersehen wurde. Selbst im Namen des Vereinsorgans der Secessionisten, Ver Sacrum (Heiliger Frühling), ist die Tradition präsent, verweist er doch auf einen antiken Brauch der Erneuerung.</p>
<figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3311/thumb_preview_ea29a6ab-0375-4769-b4c6-d342923babc5.jpg" alt="Beethovenfries / Gustav Klimt / Secession in Wien" width="880" height="536" data-ab-color="rgb(37,57,48)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Beethovenfries. Gemälde von Gustav Klimt in der Wiener Secession. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure>
<p>Gustav Klimt (1862–1918), mit dem Heiligen Frühling um 1900 aufs engste verbunden, lernte in Ravenna und Venedig die Goldgründe und den ornamentalen Reichtum frühchristlicher und mittelalterlicher Mosaiken kennen. Seine „goldene Periode“ mit dem Hauptwerk „Der Kuss“ (1907/08) zeigt, wie er auf diese Vorbilder reagierte. Die freie Sinnlichkeit in vielen seiner Frauendarstellungen, Nacktheit, Schwangere und gewagte Posen illustrieren die Themen Tod und Eros, Kreislauf des Lebens, die in der Luft lagen und die in ihren „Medien“ auch Freud und Schnitzler behandelten.</p>
<p>Wenige Jahre vor dem ersten Weltkrieg reizten neue „Junge“ die Sehgewohnheiten: Egon Schiele (1890-1918) und Oskar Kokoschka (1886-1980), die bekanntesten Vertreter des österreichischen Expressionismus. Beide stellten 1908 bzw. 1909 unter Klimts Patronanz auf der Wiener Kunst-schau aus. Wenig früher, 1907, malte Picasso in Paris die „Demoiselles d&#8217;Avignon“, die als Initiationsbild des Kubismus gelten. Eine der wenigen modernen Bewegungen, auf deren Geburt „Wien um 1900“ keinen Anspruch erheben kann.</p>
<p><strong>Abendröte und Habsburgnostalgie</strong></p>
<p>Auf den Heiligen Frühling der Secession folgte kein Sommer, sondern der Erste Weltkrieg (1914-18). Darin ist aller ornamentaler Reichtum der Jahrhundertwende, ob nouveau oder klassisch, untergegangen, samt der Kultur, die ihn hervorbrachte. So konnte „Wien um 1900“ den Über-lebenden und den Nachgeborenen als glänzende Abendröte einer europäischen Hochkultur erscheinen. Joseph Roth (1894-1939) war kurz vor dem Ende der Habsburgermonarchie auch an einem der Ränder des Reiches zur Welt gekommen, in Galizien, heute Ukraine. Wie so viele der Genannten hatte Roth jüdische Vorfahren. Er schrieb, als die Zeit des entfesselten Antisemitismus anbrach, den „Radetzkymarsch“ (1932). Dieser Roman wurde und wird gerne als verklärend-nostalgische Darstellung der untergegangenen „k. u. k. Monarchie“ vereinnahmt, wenngleich er auch anders gelesen werden kann. Gerade Joseph Roth, exilierter Österreicher, katholischer Jude und sozialdemokratischer Monarchist, konnte gut zwischen Operette und Wirklichkeit unter-scheiden. Und erst recht musste er die Wirklichkeit der 1930er-Jahre als menschheits-geschichtlichen Rückschritt erleben, der selbst die gröbsten Unzulänglichkeiten der Monarchie in ein mildes Licht tauchte.</p>
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<h2><strong>Gustav Klimt und die Geburt der Moderne in Wien</strong></h2>
<p><strong>Gustav Klimt (1862-1918) prägte entscheidend die Malerei der Moderne und verhalf dem Jugendstil zu Weltruhm. Die Gemälde des Malergenies – allen voran „Der Kuss“, eines der bekanntesten Bilder der Welt – werden als Inbegriff für den Aufbruch in eine neue Zeit gesehen. In Wiener Museen und Kulturstätten sind zahlreiche Werke Klimts zu besichtigen.</strong></p>
<p>Im Wien um 1900 konzentrierte sich Hochkultur aus allen Bereichen. In Literatur, Bildender Kunst, Architektur und Musik entstand Neues und Wegweisendes in einer Dichte und Geschwindigkeit, die ihresgleichen sucht. 1910 war Wien mit zwei Millionen Einwohnern die fünftgrößte Stadt der Welt und das unbestrittene kulturelle Zentrum Mitteleuropas. Gustav Klimt fasste die Erkenntnisse und Entwicklungen von Kunst und Wissenschaft dieser Zeit des Auf- und Umbruchs in Bilder.</p>
<p>Künstlerisch spiegelt das Werk Klimts den Weg von der „Ringstraßenzeit“ bis in die Anfänge der Abstraktion. Beeinflusst von Hans Makart, dem tonangebenden Wiener Maler des ausgehenden 19. Jahrhunderts, übernahm Klimt mit seinem Bruder Ernst und mit Franz Matsch Aufträge zur Dekoration einiger Ringstraßenbauten. So gestalteten sie die Stiegenhäuser des Kunsthistorischen Museums und des Burgtheaters. Klimts weiteres Schaffen und sein in späteren Jahren entwickelter Stil ebneten hingegen den Weg für seine jüngeren Zeitgenossen Egon Schiele und Oskar Kokoschka.</p>
<p><strong>Secession und Wiener Werkstätte</strong></p>
<p>Bis heute sichtbare Folgen hat die von Gustav Klimt und seinen Künstlerkollegen 1897 als „Protest“ gegen einen überholten Kunstbegriff beschlossene Gründung der Künstlervereinigung „Wiener Secession“. Das von Joseph Maria Olbrich, einem Mitarbeiter Otto Wagners, geschaffene neue Ausstellungshaus, die Secession, trägt das wegweisende Motto „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“. Klimt schuf für das Haus den Beethovenfries. Ein Mitbegründer der Secession war Architekt Josef Hoffmann. Gemeinsam schufen die Künstler mit dem Palais Stoclet in Brüssel das wohl bedeutendste Jugendstil-Gesamtkunstwerk der Welt. Wesentlichen Einfluss hatte Klimt auch auf die 1903 von Hoffmann und Kolo Moser gegründete Wiener Werkstätte, die das Design nachhaltig veränderte. Zeugnisse für das Schaffen dieser Künstler und ihrer Zeitgenossen finden sich in Wien nicht nur in Museen und Sammlungen, sie prägen auch das Stadtbild.</p>
<figure style="width: 681px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4757/thumb_preview_0f4b14b4-bd36-4d30-9af1-0e44f1f9087f.jpg" alt="Druckwerk der Wiener Werkstätten " width="681" height="660" data-ab-color="rgb(253,253,253)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Druckwerk der Wiener Werkstätten. Exponat im Museum für angewandte Kunst (MAK). © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure>
<p>Auch die Gesellschaftsstruktur wandelte sich um die Jahrhundertwende dramatisch. An Klimts Frauen-Bildnissen lässt sich der Aufstieg eines selbstbewussten Bürgertums nachvollziehen. Mit seinem 1898 entstandenen Bildnis von Sonja Knips avancierte Klimt zum Porträtisten des wohlhabenden Wiener Großbürgertums. Seine Bilder, etwa von Fritza Riedler oder Adele Bloch-Bauer (eines der teuersten Gemälde der Welt) faszinieren bis heute ebenso wie das seiner langjährigen Begleiterin Emilie Flöge, einer emanzipierten und modernen Frau.</p>
<p>Viele Werke von Klimt, vor allem die seiner Anfänge, sind permanent in Wien zu sehen.</p>
<h3><strong>Albertina</strong></h3>
<p>Albertinaplatz 1, 1010 Wien, <a href="http://www.albertina.at">www.albertina.at</a></p>
<p>Die Wiener Albertina besitzt in ihrer grafischen Sammlung rund 170 Blätter Gustav Klimts, unter anderem mehrere Serien von Figurenstudien, die der Künstler im Zusammenhang mit wichtigen allegorischen Gemälden oder Porträtbildern geschaffen hat. Klimts Gemälde „Nixen“ („Silberfische“) ist das einzige Werk des Künstlers, das permanent im Original in der Albertina zu sehen ist. Es wird in der Schausammlung Claude Monets „Der Seerosenteich“ gegenübergestellt, beide Werke sind Interpretationen der um 1900 beliebten Wasserthematik. Faksimiles von Klimts fragilen Zeichnungen sind in den Prunkräumen zu sehen.</p>
<figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/350/thumb_preview_4608b6c0-2893-465d-89d2-3098ff458438.jpg" alt="Albertina in Wien / Nachtaufnahme" width="880" height="581" data-ab-color="rgb(22,28,60)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Albertina in Wien / Nachtaufnahme. © Österreich Werbung, Fotograf: Lammerhuber</figcaption></figure>
<h3><strong>Belvedere</strong></h3>
<p><em>Oberes Belvedere, Prinz-Eugen-Straße 27, 1030 Wien, <a href="http://www.belvedere.at">www.belvedere.at</a></em></p>
<p>Die ehemalige Residenz des Prinzen Eugen von Savoyen gehört mit seinen prachtvollen Gartenanlagen zu den international schönsten Barockensembles. Das Obere Belvedere beherbergt neben der weltgrößten Klimt-Gemäldesammlung, u. a. mit den Jugendstillikonen „Kuss“ und „Judith“, Meisterwerke von Schiele, Kokoschka, Waldmüller, Renoir, Monet und Van Gogh sowie bedeutende Sammlungen des 19. und 20. Jahrhunderts, des Barock und des Mittelalters. Im Unteren Belvedere sowie der Orangerie werden nach umfangreichen Adaptierungen seit 2007 laufend Sonderausstellungen gezeigt.</p>
<figure id="attachment_3101" aria-describedby="caption-attachment-3101" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3101" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053.jpg" alt="Belvedere, Wien" width="640" height="426" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053.jpg 640w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-3101" class="wp-caption-text">Belvedere, Wien</figcaption></figure>
<h3><strong>Burgtheater</strong></h3>
<p>Universitätsring 2, 1010 Wien, <a href="http://www.burgtheater.at">www.burgtheater.at</a></p>
<p>Gustav Klimt schuf, gemeinsam mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch, die beeindruckenden Deckenbilder der Feststiegen des Burgtheaters. Dargestellt sind das antike Theater in Taormina, das Londoner Globe Theatre und die Schlussszene aus Shakespeares „Romeo und Julia“. Im Hintergrund hat der Maler sich selbst und seine beiden Kollegen verewigt. Die wertvollen Entwurfszeichnungen zu diesen Deckenbildern wurden Ende der 1990er-Jahre am Dachboden des Burgtheaters gefunden. Nach ihrer Restaurierung sind sie permanent im „Klimt-Raum“ des Burgtheaters ausgestellt und können im Rahmen von Führungen sowie beim abendlichen Theaterbesuch besichtigt werden.</p>
<figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/612/thumb_preview_1adda447-7a02-40b2-851d-952e70203410.jpg" alt="Burgtheater " width="880" height="589" data-ab-color="rgb(26,95,165)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Wiener Burgtheater vor dem Rathausplatz. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun</figcaption></figure>
<h3><strong>Klimt-Villa</strong></h3>
<p>Feldmühlgasse 11, 1130 Wien, <a href="http://www.klimtvilla.at">www.klimtvilla.at</a></p>
<p>Von 1911 bis zu seinem Tod 1918 nutzte Gustav Klimt eine Villa im 13. Bezirk als Atelier. Dieses wurde revitalisiert und ist seit Ende September 2012 wieder für der Öffentlichkeit zugänglich. Klimt nutzte das ursprünglich ohne ersten Stock errichtete Gartenhaus als Atelierraum bzw. Werkstatt während seiner letzten Schaffensperiode. Im Erdgeschoß wird das Atelier anhand zeitgenössischer Beschreibungen und Abbildungen detailgetreu nachgebaut. Lebens- und Arbeitssituation sollen atmosphärisch und inhaltlich erfahrbar gemacht werden. Dies geschieht durch die Rekonstruktion der Möblierung des &#8222;Empfangszimmers&#8220; und des &#8222;Ateliers&#8220; auf Basis der Fotos von Moritz Nähr und vorhandener Originalmuster von Objekten (z. B. Teppich). In den anderen Räumen des Ateliers werden Informationen über Modelle und „Klientinnen“, die für Klimts Werke dieser Schaffensperiode von Bedeutung waren, vermittelt.</p>
<h3><strong>Kunsthistorisches Museum Wien</strong></h3>
<p>Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien, <a href="http://www.khm.at">www.khm.at</a></p>
<p>Gustav Klimt, sein Bruder Ernst und Franz Matsch wurden 1890 mit der Gestaltung der schmalen Wandbereiche zwischen den Bögen und Säulen im imposanten Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums beauftragt. Elf dieser <strong>40 Zwickel- und Interkolumnien-Bilder wurden von Gustav Klimt geschaffen, die anderen von seinem Bruder Ernst und von Franz Matsch. </strong>Dargestellt ist die Geschichte der Kunst und des Kunstgewerbes von den altägyptischen Anfängen bis in die Neuzeit. Mit diesen Bildern, in denen bereits die Zuwendung zum Symbolismus des Jugendstils erkennbar ist, schuf Gustav Klimt die stilistischen Schlüsselwerke für sein weltberühmtes Schaffen um 1900. Die Gemälde können beim Museumsbesuch besichtigt werden.</p>
<figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3634/thumb_preview_2e6da1f6-bfc5-49a3-a885-23d52aff39b6.jpg" alt="Kunsthistorisches Museum Wien" width="880" height="644" data-ab-color="rgb(45,48,47)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Kunsthistorisches Museum Wien &#8211; Halle. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure>
<h3><strong>MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst</strong></h3>
<p>Stubenring 5, 1010 Wien, <a href="http://www.mak.at">www.mak.at</a></p>
<p>Als Eigentümer des Archivs der Wiener Werkstätte kann das MAK wie kein anderes Museum die Geschichte und Bedeutung der Wiener Werkstätte belegen. Das Archiv, das dem MAK 1955 von seinem letzten Besitzer Alfred Hofmann geschenkt wurde, umfasst etwa 16.000 Entwurfs-zeichnungen, darunter 5.500 aus der Hand von Josef Hoffmann, rund 20.000 Stoffmuster, Plakate, Entwürfe für Postkarten, Modellbücher, Fotoalben und Geschäftskorrespondenz. Einen der Höhepunkte der MAK-Sammlung stellt Gustav Klimts neunteilige Werkzeichnung zum Mosaikfries (um 1910) im Speisezimmer des von Josef Hoffmann entworfenen Palais Stoclet in Brüssel dar, die nach mehrjähriger Restaurierung seit 2012 wieder permanent im MAK zu sehen ist. Das Palais Stoclet, das als eines der Hauptwerke der Wiener Werkstätte gilt, entstand im Auftrag von Adolphe Stoclet in der Avenue de Tervuren in den Jahren 1905 bis 1911. Es symbolisiert am deutlichsten die Utopie des Gesamtkunstwerks, einen Kerngedanken der Wiener Werkstätte.</p>
<figure style="width: 653px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4778/thumb_preview_934a6d3e-9ff4-4ad6-85f6-523bb382ccc5.jpg" alt="Stuhl um 1905 von Josef Hoffmann" width="653" height="660" data-ab-color="rgb(219,222,229)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Stuhl um 1905 von Josef Hoffmann. MAK Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure>
<h3><strong>Österreichisches Theatermuseum</strong></h3>
<p>Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien, <a href="http://www.theatermuseum.at">www.theatermuseum.at</a></p>
<p>Gustav Klimts Ölbild „Nuda Veritas“ (1899) ist Teil einer kleinen, kunsthistorisch wertvollen Sammlung aus dem Nachlass Hermann Bahr/Anna Bahr-Mildenburg. Der österreichische Schriftsteller Hermann Bahr (1863-1934), ein großer Förderer der Kunst der Jahrhundertwende, hatte das in der vierten Ausstellung der Wiener Secession im Jahre 1899 vertretene Bild von Klimt erworben. Die „Nuda Veritas“ ist permanent im Österreichischen Theatermuseum ausgestellt.</p>
<h3><strong>Secession</strong></h3>
<p>Friedrichstraße 12, 1010 Wien, <a href="http://www.secession.at">www.secession.at</a></p>
<p>Die Wiener Secession, deren Mitbegründer Klimt war, ist nicht nur eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern beherbergt auch den weltberühmten Beethoven-Fries. Der Bilderzyklus (34 x 2 Meter groß) ist dem Komponisten Ludwig van Beethoven gewidmet und war eines der Hauptwerke der großen Beethoven-Ausstellung 1902 in der Secession. Wegen ihrer Erotik und Drastik löste Klimts Wandmalerei damals neben Bewunderung auch heftige Kritik aus.</p>
<figure id="attachment_979" aria-describedby="caption-attachment-979" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-979" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/medres_00000018077-beethovenfries-gustav-klimt-secession-in-wien-oesterreich-werbung-Trumler-1024x568.jpg" alt="Beethovenfries / Gustav Klimt / Secession in Wien © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler" width="1024" height="568" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/medres_00000018077-beethovenfries-gustav-klimt-secession-in-wien-oesterreich-werbung-Trumler.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/medres_00000018077-beethovenfries-gustav-klimt-secession-in-wien-oesterreich-werbung-Trumler-300x166.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/medres_00000018077-beethovenfries-gustav-klimt-secession-in-wien-oesterreich-werbung-Trumler-768x426.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-979" class="wp-caption-text">Beethovenfries / Gustav Klimt / Secession in Wien © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure>
<h3>Wien Museum</h3>
<p>Karlsplatz, 1040 Wien, <a href="http://www.wienmuseum.at">www.wienmuseum.at</a></p>
<p>Das Wien Museum verfügt über eine hochkarätige Klimt-Sammlung und vor allem über den weltweit größten Bestand an seinen Zeichnungen, der absolute Meisterwerke, Skizzen und Vorstufen aus allen Phasen seines Schaffens umfasst. Das wichtigste Kunstwerk des Museums ist Klimts „Porträt Emilie Flöge“ (1902), sein erstes Damenporträt, in dem das Ornament im Vordergrund steht. Damit markiert es den Beginn jener Schaffensperiode des Künstlers, deren Bilder auf internationalen Auktionen Rekordpreise erzielten. Permanent ausgestellt sind zudem Klimts Gemälde „Pallas Athene“ (1898) und „Allegorie der Liebe“ (1895).</p>
<hr />
<h2>Design in Wien</h2>
<p>Wien ist seit langem Designstadt. Spätestens seit 1900 ist der Übergang von der imperialen Vergangenheit zur klassischen Moderne vollzogen und Wien ein Schmelztiegel für Kreative geworden. Damals wie heute zeigt sich Design in zahlreichen Geschäften, Hotels und Institutionen und lässt sich an vielen Orten der Stadt erleben und bestaunen.</p>
<h3>Designgeschichte in Wien</h3>
<p>Aufbauend auf der künstlerischen Tradition Wiens als prunkvolle Residenzstadt der Habsburger und Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie entwickelte der Architekt Otto Wagner einen neuen Stil und setzte damit noch immer sichtbare Akzente im Stadtbild. Als prägender Architekt der Jugendstilepoche beim Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert entwarf er unter anderem die Stadtbahn samt Stationsgebäuden, Geländer, Leuchten und Aufschriften. Am Gürtel wurde die Stadtbahn über weite Strecken als Hochbahn auf eleganten Bögen geführt. Heute fährt auf dieser Trasse die U6, in den Bögen haben sich viele Lokale der kreativen jungen Wiener Musikszene angesiedelt.</p>
<p>Mit innovativen Materialen – Stahlbeton und Aluminium – arbeitete Otto Wagner beim Gebäude der Postsparkasse. Hier gelang ihm eine besonders spannende Verbindung von Funktion und Ästhetik: Die Marmorverkleidung wurde mit Bolzen befestigt, was den Eindruck eines Schmuckornaments entstehen lässt. Das Gebäude wurde – typisch für den Jugendstil – ein Gesamtkunstwerk. Historisch steht der Jugendstil zwischen der Biedermeier-Epoche, die ab 1820 in Wien einen ersten Höhepunkt der schlichten Eleganz im Möbeldesign brachte – berühmt wurden etwa die Bugholzmöbel der Firma Thonet – und der Moderne mit ihrer streng funktionalistischen Formensprache.</p>
<p>Josef Hoffmann, einer von Otto Wagners Schülern, gründete gemeinsam mit Kolo Moser im Jahr 1903 die Wiener Werkstätte, die den Begriff des Kunstgewerbes neu definierte. In höchster Qualität und mit niedrigen Stückzahlen wurden in Zusammenarbeit mit den namhaftesten Künstlern der Zeit wie Gustav Klimt, Egon Schiele oder Oskar Kokoschka Alltagsgegenstände, Schmuck und Möbel hergestellt. Außenstellen in New York, Berlin und Zürich bildeten sichtbare Zeichen des internationalen Erfolgs. Auch hier spielte das Gesamtkunstwerk die übergeordnete Rolle: Beim Palais Stoclet in Brüssel und dem Sanatorium in Purkersdorf bei Wien, zwei von Josef Hoffmann entworfenen Gebäuden, wurde die gesamte Einrichtung von der Wiener Werkstätte entworfen. Trotz dieser Erfolge geriet das Unternehmen im Zuge der Weltwirtschaftskrise in Schwierigkeiten und musste 1932 seine Produktion einstellen. Heute gelten die Erzeugnisse der Wiener Werkstätte längst als Klassiker der Designgeschichte.</p>
<figure style="width: 685px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3747/thumb_preview_e8798957-360e-40f4-bc9a-fc0b18a76b65.jpg" alt="Firmenzeichen / Logo / Wiener Werkstätte " width="685" height="660" data-ab-color="rgb(243,243,245)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Firmenzeichen / Logo / Wiener Werkstätte. Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure>
<p>In starkem Gegensatz zu Jugendstil und Wiener Werkstätte stand Adolf Loos, der wichtigste Architekt der Wiener Moderne. In seinen Schriften (vor allem „Ornament und Verbrechen“, „Die Potemkinsche Stadt“) geißelte er, mit spürbarer Lust an der Polemik, vor allem die Auffassung vom „Gesamtkunstwerk“, das Kunst und Handwerk verbinden sollte, und die Jugendstil-Ornamentik der Wiener Werkstätte. Loos sah das Kunstwerk streng vom Gebrauchsgegenstand getrennt. Von seinen architektonischen Arbeiten wurde vor allem das Loos-Haus am Michaelerplatz, direkt bei der Hofburg, bekannt. Wegen des Verzichts auf Fassadenschmuck erhielt es bald den Spitznamen „Haus ohne Augenbrauen“. Die „American Bar“ im Kärntner Durchgang in der Innenstadt ist in Wien besser als Loos-Bar bekannt. Hier kann man die Arbeit von Adolf Loos – er gestaltete sowohl das Portal als auch die gesamte Inneneinrichtung – bei einem guten Cocktail ganz aus der Nähe betrachten. Die Praxis wirkt nicht ganz so streng, wie Loos’ theoretische Schriften vermuten lassen.</p>
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<hr />
<h3>Zeitgenössisches Design</h3>
<p>Anknüpfend an diese große Vergangenheit, damit spielend oder sich bewusst davon distanzierend, haben in den vergangenen Jahren Wiener DesignerInnen unverkennbare Formensprachen entwickelt. Wien beweist sich als kreatives Zentrum. Das gilt für Mode und Schmuck genauso wie für Accessoires und Interior Design, für die Gastronomie oder für Designhotels.</p>
<p>Der Modemacher Helmut Lang begann seinen Siegeszug in Wien, eine neue Riege an DesignerInnen wie Lena Hoschek oder Wendy &amp; Jim hat übernommen und feiert internationale Erfolge. Und selbst so traditionsreiche Unternehmen wie J. &amp;.L. Lobmeyr erweitern ihre Palette um innovative Designstücke. Lobmeyr gilt in Wien als Synonym für hochwertige, klassische Tischkultur und arbeitet immer wieder mit jungen GestalterInnen zusammen. So entwickelten etwa der Designer Mark Braun und der Meisterdestillateur Christoph Keller gemeinsam für Lobmeyr das Schnapsglas Stählemühle. Auch die seit 1718 bestehende Wiener Porzellanmanufaktur Augarten verbindet High-Tech-Design und Tradition, so wurde mit der Designschmiede Mostlikely die „Katzendose“ entwickelt.</p>
<p>Wiens Modeszene hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Geschäfte wie Meshit, Awareness &amp; Consciousness oder Art Point machen den 7. Bezirk zu einer Gegend, in der designaffine Stadtbummler sicher fündig werden. Hergestellt werden die Produkte nicht selten in angeschlossenen Hinterhofateliers.</p>
<p>Das Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au gehört mit seinem markanten, dekonstruktivistischen Stil längst zu den internationalen Stars dieser Branche. In Wien hat Coop Himmelb(l)au beispielsweise einen der Simmeringer Gasometer vom brachliegenden Industriedenkmal in ein Wohnhaus mit Shoppingcenter und Entertainmenthalle verwandelt. Zu den  Großprojekten gehört der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt, das Musée des Confluences in Lyon sowie das Musikkens Hus im dänischen Aalborg..</p>
<p>Auch im Produkt- und Interior-Design mischt die österreichische Kreativszene international kräftig mit. Das Wiener Designbüro EOOS hat unter anderem das weltweite Store-Konzept für Giorgio Armani Cosmetics und, gemeinsam mit dem Wasserforschungsinstitut Eawag der ETH Zürich, ein revolutionär neues Sanitärkonzept für die Bill &amp; Melinda Gates Foundation entwickelt. Das Designduo Walking Chair versteht sich als Think Tank für neue Wege im Design und entwarf unter anderem einen Konferenztisch namens Ping Meets Pong oder Luster aus Pfandflaschen.</p>
<p>Die Basis dafür bietet das kreative Klima Wiens. Im Innovation Cities Index <em>(<a href="http://www.innovation-cities.com">www.innovation-cities.com),</a></em> dem weltweit größten City-Ranking, das auf die Innovationskraft der Städte abzielt und 445 Städte analysiert, belegt Wien international Rang Spitzenplätze. In Wien verbinden sich Tradition und Innovation auch im Design auf schönste Weise, das Gestern und das Heute bestimmen den Puls der Stadt. Dafür sorgt eine Vielzahl an Geschäften, Hotels, Lokalen, Events und Institutionen.</p>
<h3>Mode, Schmuck und Accessoires</h3>
<p><strong>A&amp;C Store</strong></p>
<p>Lindengasse 25, 1070 Wien, <a href="http://www.awarenessandconsciousness.com">www.awarenessandconsciousness.com</a></p>
<p>Das Label Awareness &amp; Consciousness, gegründet von Christiane Gruber, einer Absolventin der Modeklasse an der Universität für Angewandte Kunst Wien, steht für zeitlose Kollektionen aus Jersey und Seide. In ihrem Shop gibt es auch Accessoires und Baby-Mode, genauso wie Schuhe, Schmuck und Taschen befreundeter DesignerInnen.</p>
<p><strong>Anukoo – Fair Fashion</strong></p>
<p>Gumpendorfer Straße 28, 1060 Wien, <a href="http://www.anukoo.at">www.anukoo.at</a></p>
<p>Mit der Modemarke Anukoo setzt die Organisation EZA Fairer Handel ihre Vision eines alternativen fairen Handels in die Praxis um. Das geradlinige Shopkonzept stammt von Atelier Heiss Architekten. Das Mobiliar aus Esche bietet einen natürlichen und doch exklusiven Hintergrund für die Präsentation der schicken Kollektionen mit Fair-Trade- und Öko-Zertifizierung.</p>
<p><strong>artup – Austrian Design in the City</strong></p>
<p>Bauernmarkt 8, 1010 Wien, <a href="http://www.artup.at">www.artup.at</a></p>
<p>In einem Shop mit Galeriecharakter präsentiert artup seit 2003 österreichisches Design. Mode, Accessoires, Wohnkultur und Souvenirs findet man hier in einem bunten Mix, frische Ideen sind als Unikate oder Kleinserien zu haben. GastdesignerInnen ermöglichen den Blick auf internationale Trends.</p>
<p><strong>Art Point</strong></p>
<p>Neubaugasse 35, 1070 Wien &amp; Bauernmarkt 11-13, 1010 Wien, <a href="http://www.artpoint.eu">www.artpoint.eu</a></p>
<p>Neben ihrer eigenen Modekollektion präsentiert die russisch-stämmige Designerin Lena Kvadrat ausgewählte Schuhe, Taschen und Accessoires anderer junger Label.</p>
<p><strong>eigensinnig</strong></p>
<p>Sankt-Ulrichs-Platz 4, 1070 Wien, <a href="http://www.eigensinnig.at">www.eigensinnig.at</a></p>
<p>Der Concept-Store eigensinnig betrachtet Mode als tragbare Kunst für Kreative, Querdenker und Visionäre. In den historischen Gewölben am idyllischen Sankt-Ulrichs-Platz finden DesignerInnen wie Hannibal, Daniel Andresen oder Biek Verstappen eine beeindruckende Präsentationsfläche.</p>
<p><strong>Göttin des Glücks</strong></p>
<p>Kirchengasse 17, 1070 Wien, <a href="http://www.goettindesgluecks.at">www.goettindesgluecks.at</a></p>
<p>Das Wiener Öko-Modelabel „Göttin des Glücks“ setzt bereits seit mehreren Jahren auf Fairtrade und zertifizierte Bio-Baumwolle für seine Entwürfe.</p>
<p><strong>Ina Kent</strong></p>
<p>Neubaugasse 34 &amp; Siebensterngasse 50, 1070 Wien, <a href="http://www.inakent.at">www.inakent.at</a></p>
<p>Die Designerin Ina Kent legt bei ihren Taschen Wert darauf, dass sie vielseitig einsetzbar und gut kombinierbar sind. Verarbeitung und Qualität des Materials erfüllen höchste Ansprüche. Kombiniert mit gutem Design ergibt das Taschen mit Geschichten – gemäß Ina Kents Motto: „Bags tell stories“.</p>
<p><strong>Meshit</strong></p>
<p>Westbahnstraße 25, 1070 Wien, <a href="http://www.meshit.at">www.meshit.at</a></p>
<p>Die Modemacherinnen Ida Steixner und Lena Krampf haben ganz jung angefangen, wurden im britischen Topshop gelistet und gewannen den Modepreis der Stadt Wien. Ihre frechen, urbanen Outfits gibt es im eigenem Shop in der Westbahnstraße, bald wird das Sortiment um Meshit-Unterwäsche erweitert.</p>
<p><strong>Michèl Mayer</strong></p>
<p>Singerstraße 7, 1010 Wien, <a href="http://www.michelmayer.at">www.michelmayer.at</a></p>
<p>Mit avantgardistischer Mode für Damen und Herren hat sich Michèl Mayer einen Namen gemacht. Im kleinen Shop unweit des Stephansdoms führt die Wiener Designerin außerdem eine eigene Kaschmir-Kollektion, die durch ihre Qualität besticht.</p>
<p><strong>PARK</strong></p>
<p>Mondscheingasse 20, 1070 Wien, <a href="http://www.park.co.at">www.park.co.at</a></p>
<p>Der futuristische, ganz in Weiß gehaltene Concept Store führt Designer wie Ann Demeulemeester, Raf Simons, Haider Ackermann und Edwina Hörl sowie Fotobücher und internationale Magazine.</p>
<p><strong>RUNWAY Vienna</strong></p>
<p>Goldschmiedgasse 10, 1010 Wien, <a href="http://www.runwayvienna.com">www.runwayvienna.com</a></p>
<p>Edle österreichische Designermode und Accessoires gibt es bei RUNWAY Vienna in noblem Ambiente am Petersplatz. Außerdem bietet der Store DesignerInnen eine Präsentationsfläche für Events und Modeschauen.</p>
<p><strong>Samstag Shop</strong></p>
<p>Margaretenstraße 46, 1040 Wien, <a href="http://www.samstag-shop.com">www.samstag-shop.com</a></p>
<p>Superated ist ein Wiener Designlabel für tragbare und leistbare Mode für Frauen und Männer, gegründet von Peter Holzinger und Christian Moser. Unter dem Namen „Samstag“ wurde in Wien der erste Shop eröffnet, hier gibt neben den superated-Kollektionen weitere interessante Labels wie La Casita de Wendy, Großer Heinrich oder Andy Wolf Eyewear.</p>
<p><strong>Song</strong></p>
<p>Praterstraße 11-13, 1020 Wien, <a href="http://www.song.at">www.song.at</a></p>
<p>In dem von Architekt Gregor Eichinger gestalteten Concept Store in der boomenden Praterstraße sind exklusive Stücke von Dries van Noten, AF Vandevorst oder Veronique Branquino erhältlich.</p>
<p><strong>Wall</strong></p>
<p>Westbahnstraße 5a, 1070 Wien, <a href="http://www.kaufhauswall.com">www.kaufhauswall.com</a></p>
<p>Gelungene Mischung aus Frisörladen und Streetwear-Store, der neben coolen Outfits auch Kosmetik, Schmuck sowie Foto- und Kunstbücher führt.</p>
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<h3>Interior Design</h3>
<p><strong>Augarten Porzellan</strong></p>
<p>Spiegelgasse 3, 1010 Wien, <a href="http://www.augarten.at">www.augarten.at</a></p>
<p>Porzellanmuseum im Augarten, Obere Augartenstraße 1, 1020 Wien</p>
<p>Innerstädtisches Verkaufslokal der seit 1718 bestehenden Wiener Porzellanmanufaktur, deren exquisite, handbemalte Geschirrserien, Lampen, Vasen und anmutige Figuren weltweite Berühmtheit erlangten. Die Geschichte des Wiener Porzellans zeigt ein eigenes Porzellanmuseum, untergebracht in einem Seitenflügel der Porzellanmanufaktur im Augarten.</p>
<p><strong>Das goldene Wiener Herz</strong></p>
<p>Kirchberggasse 17/L1, 1070 Wien, <a href="http://www.dgwh.at">www.dgwh.at</a></p>
<p>Authentische und umweltfreundliche Wien-Souvenirs, entworfen von den Grafikdesignern Alexander Dworsky und Ursula Meyer, bietet Das goldene Wiener Herz am Spittelberg. Hier gibt es originelle Porzellanbecher, traditionelle Weingläser und mehrdeutige Postkarten mit einem neuen Blick auf die großen Wiener Klischees.</p>
<p><strong>Die Werkbank</strong></p>
<p>Breite Gasse 1, 1070 Wien, <a href="http://www.werkbank.cc">www.werkbank.cc</a></p>
<p>Das Geschäft zwischen MuseumsQuartier und Spittelberg versteht sich als Raum, Drehscheibe und Werkbank für Design. Hier finden sich Arbeiten junger heimischer Labels, von Möbeln und Wohnaccessoires bis hin zu Taschen, fein gearbeitetem Schmuck und vielem mehr.</p>
<p><strong>feinedinge</strong></p>
<p>Margaretenstraße 35, 1040 Wien, <a href="http://www.feinedinge.at">www.feinedinge.at</a></p>
<p>Aus feinem Porzellan gefertigte Speiseservices, Becher, Schalen, Sushi-Sets, Blumenvasen und Wandlichter, die zeitgemäßes Design mit echtem Gebrauchswert kombinieren.</p>
<p><strong>Lichterloh</strong></p>
<p>Gumpendorfer Straße 15-17, 1060 Wien + Showroom in der Ankerbrotfabrik, Absberggasse 27, 1100 Wien, <a href="http://www.lichterloh.com">www.lichterloh.com</a></p>
<p>Möbelklassiker des 20. Jahrhunderts, unter anderem von Charles und Ray Eames, Arne Jacobsen, Roland Rainer und Carl Auböck sind bei Lichterloh ebenso zu finden wie ausgewählte Neuanfertigungen österreichischer JungdesignerInnen. Ein gutes Beispiel dafür ist die limitierte Armbanduhr NORMALZEIT. Der in New York lebende Wiener Uhrendesigner Fredi Brodmann hat sie nach dem Vorbild der legendären Wiener Würfeluhren, die auf vielen öffentlichen Plätzen der Stadt zu sehen sind, gestaltet.</p>
<p><strong>J.&amp;.L. Lobmeyr</strong></p>
<p>Kärntner Straße 26, 1010 Wien, <a href="http://www.lobmeyr.at">www.lobmeyr.at</a></p>
<p>Das 1823 gegründete Wiener Traditionsunternehmen steht mit handgefertigten Lustern und kostbaren Glasserien für hochwertige Glaskultur und kunstvolle Lichtgestaltung – und arbeitet immer wieder mit jungen DesignerInnen zusammen.</p>
<p><strong>Lucy.D Studio</strong></p>
<p>Halbgasse 20/3, 1070 Wien, <a href="http://www.lucyd.com">www.lucyd.com</a></p>
<p>Die Produktpalette von Barbara Ambrosz und Karin Santorso umfasst Trinkschalen aus mund-geblasenem Kristallglas, multifunktionale Sitz-/Liegemöbel oder recyceltes Porzellangeschirr.</p>
<p><strong>Mano Design</strong></p>
<p>Grundsteingasse 36/1-3, 1160 Wien, <a href="http://www.manodesign.at"><span style="color: #0000ff;">www.manodesign.at</span></a></p>
<p>Aus hochwertigem Porzellan fertigt die Designerin Hedwig Rotter in ihrem Studio in Ottakring in Handarbeit Unikate, Kleinserien und limitierte Auflagen. Ihre Objekte wie Becher, Schalen, Teller, Vasen und Dekorationsobjekte zeichnen sich durch funktionale Vielfalt aus.</p>
<p><strong>das möbel &gt; das geschäft</strong></p>
<p>Gumpendorfer Straße 11, 1060 Wien, <a href="http://www.dasmoebel.at">www.dasmoebel.at</a></p>
<p>Zwischen MuseumsQuartier und Naschmarkt gelegene Einrichtungsgalerie auf drei Ebenen mit innovativem Möbeldesign und außergewöhnlichen Wohnaccessoires.</p>
<p><strong>Polka Studio</strong></p>
<p>Mariahilfer Straße 9/7, 1060 Wien, <a href="http://www.polkaproducts.com">www.polkaproducts.com</a></p>
<p>Das von Marie Rahm und Monica Singer gegründete Label Polka spielt mit Alltagsprodukten: Aus einer drahtverstärkten Stoffserviette wird ein Brotkorb, ein klassischer Emailkochtopf erhält unzählige kleine Füße.</p>
<p><strong>The Viennastore</strong></p>
<p>Herrengasse 5 + 6, Herrengasse 1/Palais Herberstein, 1010 Wien, <a href="http://www.theviennastore.at">www.theviennastore.at</a></p>
<p>Originelle und kitschfreie Wien-Souvenirs gibt es in gleich drei Geschäften in der Herrengasse. Vom „Vienna“ Weinglas über Würstelteller aus Porzellan bis zum Riesenrad-Keksausstecher findet sich hier Schönes und Kurioses. Einer der drei Shops, der Vienna1900Store neben dem Café Griensteidl, bietet Ausgesuchtes zur Wiener Jahrhundertwende.</p>
<hr />
<h3>Gastronomie-Design</h3>
<p><strong>Albertinapassage Dinnerclub</strong></p>
<p>Opernring/Ecke Operngasse, 1010 Wien, <a href="http://www.albertinapassage.at">www.albertinapassage.at</a></p>
<p>In einer aufgelassenen Fußgängerunterführung, direkt vor der Wiener Staatsoper, befindet sich dieser 800 Quadratmeter große Club mit Live-Musik, gehobener Gastronomie und ausgezeichneten Steaks. Das Designkonzept der Wiener Architekten Söhne &amp; Partner setzt auf den eleganten Kontrast der dunklen Möbel zu den weißen Elementen von Bar und Bühne.</p>
<p><strong>American Bar</strong></p>
<p>Kärntner Durchgang 10, 1010 Wien, <a href="http://www.loosbar.at">www.loosbar.at</a></p>
<p>Die Bar wurde 1908 von Adolf Loos entworfen und versteckt sich in einer kleinen Seitenstraße der Kärntner Straße. Auf nur 24 Quadratmetern bestimmen Holz, Glas, Messing und Onyx das heute denkmalgeschützte Frühwerk architektonischer Moderne.</p>
<p><strong>Café-Restaurant Corbaci</strong></p>
<p>MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien, <a href="mailto:corbaci@chello.at">corbaci@chello.at</a></p>
<p>Das Architekturzentrum Wien beherbergt mit dem Corbaci eines der schönsten Restaurants des MuseumsQuartiers. Entworfen wurde das Lokal mit dem orientalisch gefliesten Gewölbe von den französischen Architekten Anne Lacaton und Jean Philippe Vassal.</p>
<p><strong>ChinaBar an der Wien</strong></p>
<p>Hamburgerstraße 2, 1050 Wien, <a href="http://www.chinabaranderwien.at">www.chinabaranderwien.at</a></p>
<p>Ein ehemaliges Gasthaus am Rande des Naschmarkts hat der chinesische Gastronom Simon Xie Hong puristisch renoviert. In dunkelgrauer Kulisse werden Spezialitäten der scharfen Sichuan Küche auf höchstem Niveau serviert, im Sommer auch im ruhigen Garten.</p>
<p><strong>Heuer am Karlsplatz</strong></p>
<p>Treitlstraße 2, 1040 Wien, <a href="http://www.heuer-amkarlsplatz.com">www.heuer-amkarlsplatz.com</a></p>
<p>Das lichtdurchflutete urbane Lokal teilt sich diesen besonderen Ort mit der Kunsthalle am Karlsplatz. Das Architektenteam von BUSarchitektur setzte beim Interieur auf eine Mischung aus echten Lederbänken, alten Thonet-Stühlen, multifunktionalen Regalen und einer zentralen Bar. An der Decke ist der Verlauf des vor seiner Regulierung unter dem Restaurant verlaufenden Wienflusses angedeutet.</p>
<p><strong>Kussmaul</strong></p>
<p>Spittelberggasse 12, 1070 Wien, <a href="http://www.kussmaul.at">www.kussmaul.at</a></p>
<p>Die Architekten von BEHF hatten keine leichte Aufgabe. Schließlich sollten ein der Wiener Küchentradition verpflichtetes modernes Restaurant, eine Café-Pâtisserie und eine Bar gleichermaßen Raum finden. Gelungen ist dies im Restaurant mit gediegenen Designsesseln aus Japan und in den beiden trotz Reduktion gemütlichen Wintergärten.</p>
<p><strong>Labstelle</strong></p>
<p>Lugeck 6, 1010 Wien, <a href="http://www.labstelle.at">www.labstelle.at</a></p>
<p>Ein zeitgerechtes Restaurant im ersten Bezirk, sehr entspannt, der regionalen Küche verpflichtet – und doch urban. Gestaltet vom Architektenteam Traum Raum Harald Klune ist das 270 m² umfassende Gewölbe der <em>Labstelle ein genussvoller Gewinn für den Platz am Lugeck.</em></p>
<p><strong>O Boufés</strong></p>
<p>Dominikanerbastei 17, 1010 Wien, <a href="http://www.konstantinfilippou.com">www.konstantinfilippou.com</a></p>
<p>Direkt neben seinem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurant auf der Dominikanerbastei hat der Spitzenkoch Konstantin Filippou ein Bistro eröffnet. Raue Wände, Eames Chairs und ein grober Holzboden schaffen die richtige Atmosphäre für raffinierte Snacks und eine große Auswahl an Natural Wines.</p>
<p><strong>On Market</strong></p>
<p>Linke Wienzeile 36, 1060 Wien, <a href="http://www.on-market.at">www.on-market.at</a></p>
<p>Direkt am Naschmarkt gelegen, aber kulinarisch von den Küstengegenden Südchinas und Japans inspiriert. Die ehemalige Bankfiliale mit riesigen Fenstern und hohen Räumen wurde von der Architektin Birgit Eschenlor gestaltet.</p>
<p><strong>Palmenhaus</strong></p>
<p>Burggarten 1, 1010 Wien, <a href="http://www.palmenhaus.at">www.palmenhaus.at</a></p>
<p>Früher nutzte Kaiser Franz Joseph das Palmenhaus zum Entspannen, heute beherbergt die einzigartige Stahl-Glaskonstruktion im Burggarten ein trendiges Café-Restaurant.</p>
<figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10701/thumb_preview_c69ac727-4c3c-4d24-ad65-90e7b2f868b9.jpg" alt="Wien, Burggarten, Palmenhaus" width="880" height="659" data-ab-color="rgb(148,182,226)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Abendliche Sommerstimmung vor dem Palmenhaus im Burggarten. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</figcaption></figure>
<p><strong>Roberto American Bar</strong></p>
<p>Bauernmarkt 11-13, 1010 Wien, <a href="http://www.robertosbar.com">www.robertosbar.com</a></p>
<p>Roberto Pavlovic gilt als einer der besten Barkeeper Wiens, die Roberto American Bar am Bauernmarkt ist sein erstes eigenes Lokal. Schwarzes Holz, eine geschwungene Theke, gemütliche <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A9par%C3%A9e">Séparée</a>s und ein beeindruckender Luster aus 80.000 aufgefädelten Perlen schaffen eine einzigartige Atmosphäre.</p>
<p><strong>Unger und Klein</strong></p>
<p>Gölsdorfgasse 2, 1010 Wien, <a href="http://www.ungerundklein.at">www.ungerundklein.at</a></p>
<p>Die von den Architekten „Eichinger oder Knechtl“ gestaltete Weinhandlung und Weinbar wird von einem langen, geschwungenen Weinregal dominiert, edle Tropfen und ausgesuchte Lebensmittel finden hier ihren Platz.</p>
<p><strong>Unger und Klein im Hochhaus</strong></p>
<p>Herrengasse 6-8, 1010 Wien, <a href="http://www.imhochhaus.at">www.imhochhaus.at</a></p>
<p>Wiens erstes Hochhaus wurde 1932 eröffnet und erfreute sich prominenter Bewohner wie Curd Jürgens oder Oskar Werner, bekannt ist es nach wie vor als „das Hochhaus“. In der rundum verglasten Mini-Espresso-Bar im Erdgeschoss dieses Gebäudes gibt es Kaffee von der hochgelobten Berliner Andraschko Kaffee Manufaktur und ausgezeichneten Wein. Für den Umbau des Lokals nach italienischem Vorbild zeichnete das Architektenbüro BEHF verantwortlich.</p>
<p><strong>Weingut &amp; Heuriger Christ</strong></p>
<p>Amtsstraße 10-14, 1210 Wien, <a href="http://www.weingut-christ.at">www.weingut-christ.at</a></p>
<p>Der „Design“-Heurige Christ vereint Tradition und Moderne der Wiener Heurigenkultur. Rainer Christ wurde schon mehrmals als Winzer des Jahres prämiert, sein Heuriger ist in den ungeraden Monaten täglich ab 15 Uhr geöffnet.</p>
<p><strong>Zum Schwarzen Kameel</strong></p>
<p>Bognergasse 5 + 7, 1010 Wien, <a href="http://www.kameel.at">www.kameel.at</a></p>
<p>Seit 1618 gibt es das Lokal für den feinen Gaumen „Zum Schwarzen Kameel“ in der Innenstadt, in der edlen Patisserie nur zwei Häuser weiter werden süße Köstlichkeiten fabriziert und angeboten.</p>
<hr />
<h2>Designhotels</h2>
<p><strong>25hours Hotel</strong></p>
<p>Lerchenfelder Straße 1-3, 1070 Wien, <a href="http://www.25hours-hotels.com/wien">www.25hours-hotels.com/wien</a></p>
<p>Von der Blütezeit des Zirkus zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich die Designer des 25hours Hotel inspirieren lassen. Schwere Samtvorhänge und Memorabilien aus der Manege treffen auf rohen Beton. Das Dachgeschoss ist eine cool-gemütliche Lounge, von der Dachterrasse geht der Blick über das nahe Parlament und die Stadt.</p>
<p><strong>Altstadt Vienna</strong></p>
<p>Kirchengasse 41, 1070 Wien, <a href="http://www.altstadt.at"><span style="color: #0000ff;">www.altstadt.at</span></a></p>
<p>Mitten im angesagten 7. Bezirk liegt das Hotel Altstadt Vienna, mehrere der Zimmer und Suiten wurden vom italienischen Stararchitekten Matteo Thun und der Modedesignerin Lena Hoschek neu eingerichtet – und kein Zimmer gleicht dem anderen.</p>
<p><strong>DO &amp; CO Hotel Vienna</strong></p>
<p>Stephansplatz 12, 1010 Wien, <a href="http://www.doco.com">www.doco.com</a></p>
<p>Das DO &amp; CO Hotel bietet einen einmaligen Blick auf den Stephansdom, urbanen Luxus der Sonderklasse und ein ausgezeichnetes Restaurant.</p>
<p><strong>Hollmann Beletage</strong></p>
<p>Köllnerhofgasse 6, 1010 Wien, <a href="http://www.hollmann-beletage.at"><span style="color: #0000ff;">www.hollmann-beletage.at</span></a></p>
<p>Mit nur 26 Zimmern ist das Hollmann Beletage ein sehr familiäres Wiener Designhotel in einem noblen, nur wenige Minuten vom Stephansplatz entfernten Gründerzeithaus.</p>
<p><strong>Hotel Daniel Vienna</strong></p>
<p>Landstraßer Gürtel 5, 1030 Wien, <a href="http://www.hoteldaniel.com">www.hoteldaniel.com</a></p>
<p>Neben dem Schloss Belvedere gelegen, setzt das Hotel Daniel auf reduzierte Eleganz. „Smart Luxury“ heißt das Konzept, die Architektur wurde mit dem österreichischen Staatspreis Architektur ausgezeichnet. Das Daniel befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, das aber nicht aus dem Barock oder der Ringstraße-Epoche stammt. Es wurde 1962 errichtet – als erstes Haus in Österreich im damals revolutionären Curtain-Wall-Stil.</p>
<p><strong>Palais Hansen Kempinski Vienna</strong></p>
<p>Schottenring 24, 1010 Wien, <a href="http://www.kempinski.com">www.kempinski.com</a></p>
<p>Das zur Eröffnung der Wiener Ringstraße gebaute Ringstraßen-Palais wurde 2013 von Boris Podrecca &amp; Atelier Hayde Architekten als Luxushotel neu gestaltet. Es beherbergt 98 Zimmer und 54 Suiten, Herzstück ist der großzügige Lobby-, Lounge- und Barbereich.</p>
<p><strong>Grand Ferdinand</strong></p>
<p>Schubertring 10-12, 1010 Wien, <a href="http://www.grandferdinand.com">www.grandferdinand.com</a></p>
<p>Das denkmalgeschützte Ringstraßen-Gebäude aus den 1950er-Jahren war früher Firmensitz der Veitscher Magnesitwerke. Deren Direktor hieß Dr. Hans Lauda, Großvater des Formel-1-Weltmeisters Niki Lauda. Sein ehemaliges Firmenauto, einen Jaguar, können die Gäste ausleihen. Die188 Zimmer des Grand Ferdinand verbinden zeitlose Eleganz mit zeitgemäßem Komfort.</p>
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<p><strong>grätzlhotel</strong></p>
<p>Belvedere/Meidlinger-Markt/Karmelitermarkt, <a href="http://www.graetzlhotel.com">www.graetzlhotel.com</a></p>
<p>Grätzl ist ein Wiener Ausdruck für einen Teil eines Stadtbezirks, für die unmittelbare Wohnumgebung. Das grätzlhotel ist kein klassisches Hotel, es besteht aus 18 individuellen Suiten, verteilt über drei Gebiete im 2., 4. und 12. Bezirk. Alle Suiten befinden sich in ehemaligen Geschäftslokalen, deren ursprüngliche Nutzung sich im modernen Design wiederfindet.</p>
<p><strong>The Guesthouse Vienna</strong></p>
<p>Führichgasse 10, 1010 Wien, <a href="http://www.theguesthouse.at"><span style="color: #0000ff;">www.theguesthouse.at</span></a></p>
<p>Zwischen Wiener Oper und Albertina hat der britische Stardesigner Sir Terence Conran ein Boutiquehotel mit nur 39 Zimmern und Suiten entworfen. Die Zimmer vermitteln das Gefühl einer gemütlichen und zugleich luxuriösen Wohnung im ersten Wiener Bezirk.</p>
<p><strong>Hotel Lamée</strong></p>
<p>Rotenturmstraße 15, 1010 Wien, <a href="http://www.hotellamee.com">www.hotellamee.com</a></p>
<p>Das Hotel Lamée ist ein edles, kleines Designhotel, gelegen in einem Haus aus den 1930er-Jahren nahe dem Stephansdom. Die moderne Interpretation des Grand Hotels ist auch in den insgesamt 32 Zimmern zu spüren, eine Dachterrasse mit Blick über Wien rundet das Bild ab.</p>
<p><strong>Magdas Hotel</strong></p>
<p>Laufbergergasse 12, 1020 Wien, <a href="http://www.magdas-hotel.at">www.magdas-hotel.at</a></p>
<p>Ein ehemaliges Seniorenheim wurde vom Architekturbüro AllesWirdGut ideenreich umgebaut, entstanden ist ein Hotel mit 78 Zimmern im Upcycling-Design und das Restaurant magdas Salon. In dem von der Caritas betriebenen Haus arbeiten 20 Flüchtlinge aus 14 Ländern, hier kommen also nicht nur die Gäste aus allen Teilen der Welt.</p>
<p><strong>Meliá Vienna<u> </u></strong></p>
<p>Donau-City-Straße 7, 1220 Wien, <a href="http://www.melia.com‎">www.melia.com‎</a></p>
<p>Das höchste Gebäude Österreichs wurde vom französischen Architekten Dominique Perrault entworfen. Ganz oben im 58. Stock befindet sich die atemberaubende Meliá Roof Top Bar, in den 239 Zimmern und 14 Suiten des Hotels logiert man von Stockwerk 4 bis 15.</p>
<p><strong>Le Méridien</strong></p>
<p>Opernring 13-15, 1010 Wien, <a href="http://www.lemeridienvienna.com">www.lemeridienvienna.com</a></p>
<p>Das trendige Ringstraßenhotel in der Nähe der Staatsoper ist mit einer coolen Mischung aus Alt und Neu ausgestattet, moderne Kunst und aktuelle Wiener Szene-DJs gibt es in der Lounge Bar Shambala.</p>
<p><strong>Motel One Wien</strong></p>
<p><a href="http://www.motel-one.com">www.motel-one.com</a></p>
<p>Die Budget-Designhotel-Kette Motel One betreibt in Wien vier Standorte: am Westbahnhof, in der Nähe der Staatsoper, in Praternähe und seit Sommer 2015 ein Haus mit 533 Zimmern am Wiener Hauptbahnhof.</p>
<p><strong>Rathaus Wein &amp; Design</strong></p>
<p>Lange Gasse 13, 1080 Wien, <a href="http://www.hotel-rathaus-wien.at"><span style="color: #0000ff;">www.hotel-rathaus-wien.at</span></a></p>
<p>In diesem Designhotel dreht sich alles um den Wein. Jedes der 40 Zimmer ist einem österreichischen Spitzenwinzer gewidmet, die Minibar ist ebenfalls mit Wein bestückt, zum Frühstück gibt es Wein-Käse, und auch für Wein-Kosmetik ist gesorgt.</p>
<p><strong>Hotel Sans Souci Wien</strong></p>
<p>Museumstraße 1, 1070 Wien, <a href="http://www.sanssouci-wien.com">www.sanssouci-wien.com</a></p>
<p>Das Interieur des Sans Souci, eingebettet zwischen MuseumsQuartier und Volkstheater, wurde vom Londoner Designkollektiv yoo konzipiert. 63 individuell gestaltete und großzügig angelegte Zimmer unterstreichen den Lifestyle-Anspruch des Designhotels.</p>
<p><strong>Hotel Schani Wien</strong></p>
<p>Karl-Popper-Straße 22, 1100 Wien, <a href="http://www.hotelschani.com">www.hotelschani.com</a></p>
<p>Die Architektur und das Interieur Design des Hotels in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes stammen aus der Feder von Gabriel Kacerovsky von archisphere. Die innovativen Ideen für eine digitale Hotellobby kommen vom Fraunhofer Institut: 135 Zimmer können individuell via Smartphone gewählt und aufgeschlossen werden.</p>
<p><strong>Sofitel Vienna Stephansdom</strong></p>
<p>Praterstraße 1, 1020 Wien, <a href="http://www.sofitel-vienna.com">www.sofitel-vienna.com</a></p>
<p>Das am Donaukanal errichtete Hochhaus des französischen Stararchitekten Jean Nouvel beherbergt neben dem Designcenter Stilwerk das Luxus-Hotel Sofitel Vienna Stephansdom, dessen Interieur ebenfalls von Nouvel gestaltet wurde. Auf der 18. Etage bietet das Restaurant „Das Loft“ französisch inspirierte Küche inklusive 360-Grad-Stadtpanorama und eine spektakuläre Deckeninstallation der Künstlerin Pipilotti Rist.</p>
<p><strong>Hotel Topazz</strong></p>
<p>Lichtensteg 3, 1010 Wien, <a href="http://www.hoteltopazz.com">www.hoteltopazz.com</a></p>
<p>Für die Architektur des Designhotels und seine auffällige Fassade zeichnen BWM Architekten aus Wien verantwortlich. Die ovalen Fenster der insgesamt 32 Zimmer geben dem Hotel ein einzigartiges Aussehen – von innen wie von außen.</p>
<p><strong>Das Triest</strong></p>
<p>Wiedner Hauptstraße 12, 1040 Wien, <a href="http://www.dastriest.at">www.dastriest.at</a></p>
<p>Das Triest hat als erstes Wiener Designhotel Maßstäbe gesetzt, es wurde von Sir Terence Conran designt und ist immer noch ein absoluter Hot-Spot zwischen Karlsplatz und Naschmarkt. Auch die kleine Silverbar ist einen Besuch wert, hier haben sich schon Robbie Williams und andere Showgrößen wohl gefühlt.</p>
<hr />
<h2>Design-Events &amp; -Institutionen</h2>
<p><strong>Austrian Fashion Association (AFA)</strong></p>
<p><a href="http://www.austrianfashionassociation.at">www.austrianfashionassociation.at</a></p>
<p>Die Austrian Fashion Association organisiert die Vergabe der Modeförderung des Bundes und der Stadt Wien. Das AFA Offspace in der Lindengasse ist eine Spielfläche für grenzüberschreitende Präsentationen von Mode und ihrem kreativen Umfeld – Fotografie, bildende Kunst, Performance und Musik.</p>
<p><strong>Blickfang Wien</strong></p>
<p>Einmal jährlich im Oktober im MAK, <a href="http://www.blickfang.com">www.blickfang.com</a></p>
<p>Mit über 150 Ausstellern präsentiert sich Blickfang einmal jährlich als Österreichs größte Designmesse für Möbel, Mode und Schmuck im MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst am Stubenring.</p>
<p><strong>designforumMQ</strong></p>
<p>MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien, <a href="http://www.designforum.at">www.designforum.at</a></p>
<p>Das Designforum im MuseumsQuartier beschäftigt sich mit designrelevanten Themen, die in Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Symposien, Vorträgen, Konferenzen und Events für eine breite Öffentlichkeit aufbereitet werden.</p>
<p><strong>Hofmobiliendepot. Möbel Museum Wien</strong></p>
<p>Andreasgasse 7, 1070 Wien, <a href="http://www.hofmobiliendepot.at">www.hofmobiliendepot.at</a></p>
<p>Mit knapp 160.000 Objekten beherbergt das Hofmobiliendepot die größte Möbelsammlung der Welt und bietet einen Überblick über die Geschichte der Wiener Möbelkunst von den kaiserlichen Hoflieferanten über berühmte Namen wie Adolf Loos, Otto Wagner und Josef Hoffmann bis heute.</p>
<p><strong>MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst</strong></p>
<p>Stubenring 5, 1010 Wien, <a href="http://www.mak.at">www.mak.at</a></p>
<p>Im MAK Design Shop sind limitierte Editionen heimischer DesignerInnen und im Rahmen von Aus-stellungen entwickelte Produkte erhältlich. Der MAK Design-Info-Pool dokumentiert das Schaffen von mehr als 800 österreichischen GestalterInnen, regelmäßige Design Showcases stellen ausgewählte DesignerInnen und Designstudios vor. Im Museum selbst ist das Wiener-Werkstätte-Archiv höchst sehenswert, ebenso wie das vom Wiener Designstudio EOOS gestaltete MAK Design Labor. Es bietet auf 2.000 m² inspirierende Bezüge zwischen Kunst und Alltag.</p>
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<p><strong>Modepalast</strong></p>
<p>Einmal jährlich im Mai im Künstlerhaus Wien, <a href="http://www.modepalast.com">www.modepalast.com</a></p>
<p>Verkaufsausstellung junger österreichischer und internationaler Mode-, Schmuck- und Accessoires-Labels mit jährlich wechselndem Länderschwerpunkt, Modeschauen und einer Fashion-Lounge.</p>
<p><strong>MQ Point</strong></p>
<p>MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien, <a href="http://www.mqw.at">www.mqw.at</a></p>
<p>Direkt im Haupteingang des MuseumsQuartier gelegen ist der MQ Point die erste Adresse für internationale Designartikel, eigens für das MuseumsQuartier kreierte Produkte, ausgefallene Geschenke und originelle Accessoires.</p>
<p><strong>Vienna Design Week</strong></p>
<p>Einmal jährlich im September/Oktober an verschiedenen Orten in Wien, <a href="http://www.viennadesignweek.at">www.viennadesignweek.at</a></p>
<p>Österreichisches Produkt-, Industrie- und Möbeldesign steht im Mittelpunkt der Vienna Design Week, deren reichhaltiges Veranstaltungsprogramm Ausstellungen, Spezialführungen, Diskussionen, Vorträge und eine Designverkaufsausstellung umfasst.</p>
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<hr />
<h2>Literaturtipp: ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön</h2>
<p><a href="https://www.amazon.de/gp/product/389705969X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389705969X&amp;linkCode=as2&amp;tag=reisefuehrer099-21">111 Orte in Wien die man gesehen haben muss</a></p>
<p>111 Einblicke und Einsichten in ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön verspricht der etwas andere Wien-Reiseführer: „hinter den diskret versteckten Tapetentüren der alten Monarchie ebenso wie in den schrill erleuchteten Entrees des New Vienna, in postmodernen Kaffeehäusern, musealen Beisln, politischen Waschsalons und längst vergessenen Hinterhöfen“.</p>
<p>Lesen Sie nach, wo sich Wien richtig böse, und wo ist es richtig gemütlich ist, wo sich das schönste Stundenhotel der Stadt befindet und wo der Kopf eines Mörders hinter Glas liegt …</p>
<p><a href="https://www.amazon.de/gp/product/389705969X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389705969X&amp;linkCode=as2&amp;tag=reisefuehrer099-21"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-4178 size-full" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/08/Werbung-amazon.jpg" alt="Werbung amazon" width="165" height="250" /></a></p>
<p>Dieses Buch ist ein wahrer Lesegenuss für all jene, die bei ihrem Besuch nicht nur das übliche Standard-Touristenprogramm abspulen möchten.</p>
<p>Von Peter Eickhoff  / Emons Verlag</p>
<p><strong>Spiegel-Bestseller Nr. 1</strong></p>
<p><em>Beitragsbild: Das Loft Restaurant, Sofitel Vienna Stephansdom. © WienTourismus/Christian Stemper</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reiseführer Tirol</title>
		<link>https://reisewiki.at/reisefuehrer-tirol/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2016 09:53:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tirol-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Tirol]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://reisewiki.at/?p=3665</guid>

					<description><![CDATA[Tirol – ein erster Überblick  „Tirol isch lei oans“, heißt es in einem Mundart-Lied, „isch a Landl, a kloans.“ Wer das bergige österreichische Bundesland kennenlernt, <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/reisefuehrer-tirol/" title="Reiseführer Tirol">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Tirol – ein erster Überblick</h2>
<p><strong> </strong>„Tirol isch lei oans“, heißt es in einem Mundart-Lied, „isch a Landl, a kloans.“ Wer das bergige österreichische Bundesland kennenlernt, weiß bald, dass nur der zweite Teil des Satzes stimmt. Denn Tirol ist vielfältig: Da gibt es das Unterland zwischen der Sportstadt Kitzbühel und der mittelalterlichen Salzstadt Hall, in dem der Dialekt weicher, das Inntal weiter und die Bergrücken nicht so steil sind. Und es gibt das engere, steilere Oberland mit den harten K-Lauten, die ganz hinten in der Kehle gebildet werden.</p>
<p>Aber so facettenreich Tirol ist, so verschieden sind auch die Bräuche und Dialekte in den Tälern von Ober- und Unterland und Osttirol. Nur die sanften, schroffen oder steilen, aber immer imposanten Berge prägen und verbinden das Land. Kenner lassen schon allein die Namen der Gletscher – Pitztal, Kaunertal, Hintertux, Ötztal und Stubai – an immerwährenden Winter denken. Aber ob ewiger Schnee in den Höhen, noble und große Skigebiete bei Kitzbühel, Ischgl und<a href="http://www.stantonamarlberg.com"> St. Anton am Arlberg</a> oder die gerade zum „Besten Skigebiet der Welt“ gewählte Region Wilder Kaiser- Brixental im Bezirk Kitzbühel: Tirol ist ein Muss für Skifahrer und Snowboarder. Und natürlich auch für Rodler, Skitouren-Geher oder Langläufer.</p>
<p>Wer Tirol nur im Winter besucht, verpasst viel, denn in der wärmeren Jahreszeit wird hier gewandert. Das Gehen auf den und am Berg gilt in Tirol als Kulturgut. Warum, das versteht man, wenn man es erlebt: Über die grünen Wiesen oberhalb von Maurach am <a href="http://www.achensee.info"><strong>Achensee</strong></a>, hinter denen das Rofan-, das Karwendelgebirge und die Alpen aufragen, mit Blick hinunter auf den See. Dazu viel frische Luft und Ruhe, durchbrochen nur von Kuhglockengeläut. Wenn man das erlebt, kann man verstehen, warum Tirol so oft als Filmkulisse dient.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/8078/thumb_preview_495c51d1-ae07-49f6-9a9e-299538f03685.jpg" alt="Segelboote am Achensee" width="880" height="582" data-ab-color="rgb(56,118,179)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Blick über den windstillen Achensee in Tirol. © Österreich Werbung, Fotograf: H.Wiesenhofer</em></p>
<p>„Heiliges Land“ wird Tirol auch genannt. Diesem Ruf wird es mit seinen Wallfahrtskirchen gerecht. Eine besonders schöne, Maria Brettfall im Zillertal, passiert man auf einer Etappe des Jakobswegs, der durch Tirol führt. Beeindruckend auch die auf einem 14 Meter hohen Felsen stehende Wallfahrtskirche Mariastein bei Wörgl, deren gotische Kapelle eine aus Stein gemeißelte Marienstatue birgt.</p>
<p>Wer lieber wandert, als pilgert, ist auf dem <a href="http://www.tirol.at/action/search?form=search&amp;query=adlerweg&amp;="><strong>Adlerweg</strong></a>, dem Tiroler Weitwanderweg, richtig. Die Hauptroute führt quer durchs Land von <strong>St. Anton am Arlberg</strong> bis nach St. Johann in Tirol – ganze 280 Kilometer. Kürzere Etappen führen auch ins Zillertal, durch die Kitzbühler oder in die Lechtaler Alpen. Den Namen hat der Adlerweg übrigens von der Form der Routen, die an die Schwingen des edlen Tieres erinnern. Und wenn man beim Wandern den Blick auch mal in die Weite schweifen lässt, sieht man vielleicht sogar den einen oder anderen Adler durch die Luft gleiten.</p>
<p>Der Adlerweg führt auch nach <strong>Osttirol</strong>. Wer sein Glück auf den Gipfeln sucht, ist hier, wo es 241 Dreitausender gibt, richtig. „Griaß di“ sagt man, wenn man sich am Berg trifft, denn das vornehme „Sie“ gibt es über 1000 Metern Meereshöhe nicht. Reines Naturerlebnis bietet der <strong>Nationalpark Hohe Tauern</strong>. Und, was heute kaum noch zu finden ist, „alpines Urland“. In dem mächtigen Gebirge, überragt von Großvenediger und Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner, ist der Mensch nur Besucher. Zuhause sind hier Gämsen, Murmeltiere, Steinböcke und Bartgeier. Hier zweigt sogar ein Weg ins Paradies ab: „Zedlacher Paradies“ nennt sich ein Rundwanderweg unter jahrhundertealten Lärchen. Los geht es beim Nationalparkhaus in Matrei über Prosegg und Hinteregg. Auslassen sollte man keinesfalls den Strumerhof auf 1451 Metern Seehöhe. Hier warten Gerichte wie eine „Unkrautsuppe“, die man mit Blick über schier endlose Almwiesen genießt.</p>
<p>Bäuerliches Leben im Einklang mit Natur und Traditionen erlebt man im Osttiroler <strong>Villgratental</strong>. Schafherden grasen auf steilen Hängen, die Bauernhäuser sind aus Holz – Entschleunigung muss hier nicht erst erfunden werden.</p>
<p>Ein weiteres Naturjuwel ist das <strong>Kaisertal bei Kufstein</strong>, in das man nur zu Fuß gelangt. Bis vor wenigen Jahren waren die rund 35 Bewohner des <strong>Naturschutzgebiets</strong> vom Rest Tirols abgeschnitten, keine Straße führte hinein. Heute gibt es einen Tunnel, durch den jedoch nur die Einheimischen fahren dürfen. Besucher, die beim Gasthof Pfandlhof einkehren und das Panorama mit dem Wilden Kaiser genießen wollen, müssen noch immer zu Fuß ins Kaisertal gehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4577/thumb_preview_c5329bef-c92b-4e09-aa0f-4f3c19e034d2.jpg" alt="Wilder Kaiser / Kaisergebirge / vom Kaisertal bei Kufstein aus / Tirol" width="523" height="660" data-ab-color="rgb(142,181,220)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Kaisertal bei Kufstein. © Österreich Werbung, Fotograf: Federer</em></p>
<p>Tirol riecht nach frisch gemähten Almwiesen, nach Heu oder auch Schnee und kalter Luft im Winter. Tirol kann man aber auch schmecken. Auf den Almen servieren die Hüttenwirte Selbstgemachtes. Und in der Höhe schmecken die Brettljause, Kasknödel und Kaiserschmarrn besonders gut. Eine Spezialität des Zillertales ist das <strong>Melchermuas</strong>. Aus Butter, Mehl, Milch und Salz gemacht, gilt das einstige Arme-Leute-Essen heute als Spezialität. Gekocht wird es noch im Goglhof in Fügenberg. Und, weil es nach einem deftigen Essen einen Schnaps braucht, wird der beste des Landes aus den süßesten Zwetschgen gemacht. In Stanz bei Landeck werden diese zu einem ganz besonderen Destillat gebraut. Eine weitere flüssige Spezialität und der meistprämierte Gerstensaft Österreichs ist das <strong>Starkenberg Bier</strong>, das in Tarrenz auf Schloss Starkenberg gebraut wird.</p>
<p>Nur wenige Kilometer von Innsbruck entfernt, im Mittelalter-Städtchen <strong>Hall in Tirol</strong>, gibt es auch einen Adventmarkt, den man nicht auslassen sollte. Eine Vorweihnachtszeit ganz ohne Weihnachts-Beschallung und Lichterketten, dafür mit viel Tradition, wird in <strong>Rattenberg</strong> zelebriert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3871/thumb_preview_e749e902-7992-45de-9489-b64d47f79a91.jpg" alt="Burg Hasegg / mit Muenzturm / in Hall in Tirol " width="662" height="660" data-ab-color="rgb(228,231,240)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license">Burg Hasegg mit Münzturm / in Hall in Tirol. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</p>
<p>So eng die Täler Tirols auch sein mögen, das Denken der Tiroler ist dies nicht. Der Lebensmittelhändler <strong>M-Preis</strong> brachte moderne Baukunst sogar in kleine Tiroler Dörfer: Alle Filialen des Nahversorgers wurden von namhaften Architekten geplant. Ein besonders gelungener Supermarkt steht in Wattens, geplant von <strong>Dominique Perrault</strong>, dem Architekten der französischen Nationalgalerie und der Innsbrucker Rathausgalerien.</p>
<figure id="attachment_1538" aria-describedby="caption-attachment-1538" style="width: 825px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1538" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/nordkette_innbruecke-1024x732.jpg" alt="Innsbrucker Nordkettenbahnen Betriebs GmbH." width="825" height="589" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/nordkette_innbruecke.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/nordkette_innbruecke-300x214.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/nordkette_innbruecke-768x549.jpg 768w" sizes="(max-width: 825px) 100vw, 825px" /><figcaption id="caption-attachment-1538" class="wp-caption-text">Hungerburgbahn. Foto: Thomas Murauer/Innsbrucker Nordkettenbahnen Betriebs GmbH.</figcaption></figure>
<p>Tirol, das sind nicht nur die Berge, das ist auch das Wasser. Der <strong>Inn</strong>, der sich im Namen der Hauptstadt findet, zieht wie eine Lebensader quer durch das Land. Vom Finstermünzpass bei Nauders vorbei an Telfs, Innsbruck und der Silberstadt Schwaz, durch die <strong>Festungsstadt Kufstein</strong> hindurch. Und auch wenn woanders die Seen größer und bekannter sind, in Tirol ist jeder für sich einzigartig. So gibt es <strong>klare Bergseen wie den Piburger See</strong> am Eingang vom Ötztal, den kleinen <strong>Möserer See</strong> bei Seefeld oder den <strong>Berglsteinersee</strong> bei Kramsach. Um die kleinen Inseln in diesem romantischen Alpensee rankt sich die Sage von zwei Liebenden, die erst im Tod zusammenfanden. Eine Geschichte, die einem bei der Einkehr in das <strong>Restaurant am Berglsteinersee</strong> gerne erzählt wird. Und dann ist da noch der Achensee, Tirols größter See. Auf einer Seehöhe von 930 Metern gelegen, ist es kein Wunder, dass er auch im Sommer im wärmsten Teil nur 10 Grad warm wird – oder besser gesagt kalt bleibt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10003/thumb_preview_ba4cb9bb-9928-4084-abf1-c179a6e3031e.jpg" alt="Inntal bei Woergl / Tirol" width="880" height="586" data-ab-color="rgb(176,197,214)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p><em>Inntal bei Wörgl.© Österreich Werbung, Fotograf: Homberger</em></p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><a href="http://www.tirol.at">www.tirol.at</a><br />
<a href="http://www.osttirol.com">www.osttirol.com</a><br />
<a href="http://www.innsbruck.info">www.innsbruck.info</a><br />
<a href="http://www.adventintirol.at">www.adventintirol.at</a></p>
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<h2>Sehenswert</h2>
<h3>Alpinarium Galtür</h3>
<p><strong>Die Kombination aus Schutzmauer und Ausstellungsraum macht das Alpinarium Galtür und seine Architektur heute einzigartig in Europa.</strong></p>
<p>Ein von innen beleuchteter Steinkreis in der Eingangshalle und eine Glasfassade mit Alabastersteinen symbolisieren die gleichzeitig faszinierenden und bedrohlichen Kräfte der Natur. Diese Kräfte erfuhr das Bergdorf und Skigebiet Galtür 1999 hautnah. Die Gemeinschaft verlor durch ein Lawinenunglück Menschen, Häuser und Hoffnungen. Umso bemerkenswerter ist die Aufarbeitung. Die 345 m lange und bis zu 19 m hohe Lawinenmauer integriert nicht nur Kunst und Kultur, sondern beeindruckt mit moderner Gestaltung im Inneren und einer dem Ortsbild und der Natur angepassten Außenarchitektur. Weitere Bezugspunkte zum Berg bilden der Einsatz der alpinen Signalfarben Gelb und Schwarz, blaues Bruchglas als Versinnbildlichung des Gletschereises in der Theke des Cafés „Gefrorene Wasser“ sowie eine Boulderwand.</p>
<p><a href="http://www.alpinarium.at">www.alpinarium.at</a></p>
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<h3>Kristallwelten Wattens</h3>
<p><strong>Staunen wie ein Kind, wo kann man das heute noch? Beispielsweise im Inneren eines riesigen Kristalls, bei dem sich Licht in hunderten Spiegelflächen bricht. Der imposante Kristalldom ist Herzstück der „Swarovski Kristallwelten“.</strong></p>
<p>Wie sehr man Menschen mit kunstvoll verarbeiteten Glaskristallen verzaubern kann, beweist die Familie Swarovski seit über 100 Jahren. Mit den „Swarovski Kristallwelten“ in Wattens ging man noch einen Schritt weiter – und erschuf einen eigenen Kosmos des Staunens, in dem die Magie des Kristalls auf unterschiedlichste, fantasievolle Weise inszeniert wird. Erdacht vom Multimediakünstler André Heller, wurden 14 Wunderkammern von namhaften internationalen Künstlern und Designern wie Alexander McQueen, Tord Boontje oder Brian Eno gestaltet und machen ihrem Namen seither alle Ehre: In der märchenhaften Winterlandschaft aus tausenden Kristallen, im größten Kaleidoskop der Welt, in der mysteriösen Eisgasse, in der man als Besucher zum Entdecker wird, oder im bereits erwähnten Kristalldom von André Heller, Brian Eno und Susanne Schmöger.</p>
<p><a href="http://kristallwelten.swarovski.com">kristallwelten.swarovski.com</a></p>
<figure id="attachment_1536" aria-describedby="caption-attachment-1536" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1536" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Kristallwelten_Wattens_1465461715.jpg" alt="Kristallwelten, Wattens. Pixabay" width="640" height="426" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Kristallwelten_Wattens_1465461715.jpg 640w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Kristallwelten_Wattens_1465461715-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-1536" class="wp-caption-text">Kristallwelten, Wattens</figcaption></figure>
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<h3>Silberbergwerk Schwaz</h3>
<p><strong>Vor 500 Jahren war Schwaz eine der größten und reichsten Städte Europas. Wie es dazu kam, lässt sich bei einem Besuch des damals größten und ertragreichsten Silberbergwerks der Welt nachvollziehen.</strong></p>
<p>Schon die Einfahrt in den Stollen ist nichts für schwache Nerven: In atemberaubendem Tempo geht es mit der Grubenbahn 800 Meter in den Berg hinein. 26 Jahre haben die Bergleute im Spätmittelalter gebraucht, um diesen Stollen zu schlagen. Heute legt man die Strecke in gerade einmal fünf Minuten zurück. Unter Tage wird einem dann bewusst, unter welch rauen Bedingungen die Knappen damals nur mit Schlegel und Eisen dem Berg das Erz abgerungen haben. Da dauernd Sickerwasser in die Schächte eindrang, mussten täglich nicht weniger als 600 Bergleute das Wasser abschöpfen. Mit dem Augsburger Handelsgeschlecht der Fugger als Bergwerksbesitzer fand ein Technologiesprung statt: Sie installierten große Wasserräder, die nach dem Prinzip „Wasser hebt Wasser“ funktionierten. 1,2 Millionen Liter Wasser konnten diese pro Tag abschöpfen.</p>
<p>Im Schaubergwerk kann man heute noch ein funktionstüchtiges, sich drehendes Wasserrad mit zehn Metern Durchmesser bewundern. Als „Schwazer Wasserkunst“ ist es in die Geschichte des Bergbaus eingegangen. Angesichts dieser monumentalen Werke menschlicher Schaffenskraft versteht man auch, warum die Fugger mit den Erzen aus Schwaz im wahrsten Sinne des Wortes „steinreich“ wurden: Aus dem geförderten Kupfer wurden Kanonen gegossen, und das Silber wurde im nahen Hall zu Münzen geprägt. Drei Jahrhunderte lang war der „Haller Taler“ die dominierende Währung in Europa. Und der Name Taler lebt heute noch im amerikanischen Dollar fort. Aus der Neuen Welt kam schließlich auch das billigere Kupfer und Silber, das dem einst blühenden Bergbau in Schwaz den Garaus machte. Nicht gerade alt wurden im Mittelalter auch die schwer arbeitenden Knappen, heute ist ein Besuch im Silberbergwerk jedoch geradewegs gesund: Bei einer konstanten Temperatur von zwölf Grad herrschen im Berg heilklimatische Bedingungen, die sich günstig auf die oberen Atemwege auswirken.</p>
<p><a href="http://www.silberbergwerk.at">www.silberbergwerk.at</a></p>
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<h3>Riedel Glas in Kufstein</h3>
<p><strong>Vom Time Magazine bis zum Wein-Papst Robert M. Parker sind sich alle einig: Ohne die Gläser der Tiroler Firma würde Wein nur halb so gut schmecken.</strong></p>
<p>Als Johann Christoph Riedel 1673 in der böhmischen Stadt Neuschloß geboren wurde, ahnte niemand, dass dies auch die Geburtsstunde eines der größten Glasunternehmen der Welt sein sollte. Mittlerweile wird die Firma in der 11. Generation von Tirol aus geführt. In den 1950-er Jahren aber erst begann Firmenchef Claus Riedel, mit Wein zu experimentieren. Er war der Erste in der Geschichte des Glases, der das Zusammenspiel von Form, Größe und Mundrand-Durchmessers eines Glases für den Genuss des Weines bestimmte. Die Wirkung der von ihm entwickelten Gläser auf den Wein ist unglaublich. Oder wie Robert M. Parker es ausdrückt: „Ich kann nicht oft genug betonen, welchen Unterschied sie machen.“</p>
<p><a href="http://www.riedel.com">www.riedel.com</a></p>
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<h3>Die Gamsstadt Kitzbühel</h3>
<p><strong>Wie ein alpines Dörfchen zum Label wurde. In Kitz verdichten sich eine eigene Couture, Gemälde der 1930-er Jahre und das berühmte Gamserl-Logo zum alpinen Mythos. Entscheidende Zutat: Eine grandiose Bergwelt und das berühmteste Skirennen der Welt.</strong></p>
<p>Die Hirsche haben keinen Stress. Sie äsen in aller Ruhe im Wildpark Aurach. Davor weitet sich das Land grandios: Der Wilde Kaiser im Norden, der Hahnenkamm im Westen, die Hohen Tauern im Süden. Zwischendrin: Kitzbühel. Keine Frage: Die Natur hat es gut gemeint mit der Königin des Wintersports. Garniert mit alpinen Steilvorlagen wie dem Wilden Kaiser, ein Kalkriff im Wolkenmeer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10008/thumb_preview_294d0979-c1fb-43ac-a2ab-8e99b63e00b3.jpg" alt="Kitzbuehel in Tirol" width="880" height="586" data-ab-color="rgb(124,213,255)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Luftaufnahme über dem Stadtkern von Kitzbühel. © Österreich Werbung, Fotograf: Homberger</em></p>
<p><strong>Kitz Couture</strong><br />
Kitzbühel ist auch eine Shopping-Destination. Das verrät bereits ein erster Blick auf die Läden, die sich über die pastellfarbenen Fassaden der Altstadt verteilen und die mitunter ihre eigene Kitz-Couture geschaffen haben. Da wären Kaspar und Theresia Frauenschuh, deren Eltern noch eine Gerberei besaßen in der Lederkleidung nach Maß gefertigt worden war. Heute haben sie es bis zum eigenen Label gebracht. Noch viele Spezialisten ließen sich in diesem Zusammenhang nennen. Da wäre der kleine, aber feine Geheimtipp unter den Trachten-Liebhabern: Das Kitzbühler Gwand. Von klassisch-traditionellen Modellen über stylisch-individuelle Landhausmode reicht das Angebot. Wenige Schritte weit entfernt, ebenfalls am Rathausplatz, führt der Schneidermeister Eder sein überregional bekanntes Mode-Atelier, das bekannte Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu schätzen wissen. Vor allem solche, die auf edle Stoffe österreichischen Zuschnitts schwören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/13839/thumb_preview_28e318b7-5bda-4515-9051-ed2cae7df876.jpg" alt="Traditionelles Modegeschäft in Kitzbühel" width="880" height="573" data-ab-color="rgb(188,183,187)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Traditionelles Modegeschäft in Kitzbühel. Boutique Frauenschuh. © Tirol Werbung, Fotograf: Lisa Hörterer</em></p>
<p>„Sportalm Exklusiv“, ein Platzhirsch mit der Adresse Vorderstadt, lässt sich bei seinen Kreationen von den Erfolgen der Skihelden verschiedenster Ären inspirieren lassen und natürlich vom Mythos rund um die legendäre Streif. Das Resultat: Après- Ski-Chic mit besonderem Glamour. Eine zweite Linie des Hauses setzt lieber auf den rauen Charme Tirols und auf Handarbeit, wegen der Robustheit „wahrer Werte“. Und weil es sich um Kitzbühel handelt, werden einige Häuser weiter auch Skischuhe in Maßarbeit verkauft. Die Adresse dafür lautet „DaleBoots“, und bietet seit vierzig Jahren Skischuhe nach Maß, wobei auf ein System mit thermoverformbaren Innenschuh (EVA) und einer Schale aus reinem Plastik (TPU) zurückgegriffen wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/13826/thumb_preview_05491ee0-e27d-4513-b4de-f275114ce1bc.jpg" alt="Traditionelle Schusterwerkstatt in Kitzbühel" width="880" height="587" data-ab-color="rgb(252,253,255)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Traditionelle Schusterwerkstatt in Kitzbühel. Schuhhaus Haderer. © Tirol Werbung, Fotograf: Lisa Hörterer</em></p>
<p><strong>Die Entwicklung des Tourismus in Kitzbühel</strong><br />
Bereits 1894/95 werden die ersten Skirennen in Kitzbühel abgehalten, dann geht es Schlag auf Schlag: Neugierige Gäste trudeln ein, knapp nach der Jahrhundertwende eröffnet ein Grand Hotel, nur drei Jahre später findet der erste Abfahrtslauf am Kitzbühler Horn statt. Mondäne Bälle, kleinere Liebschaften und größere Skandale, Schlittenfahrten und noch mehr Partys lassen Kitzbühel zur Weltstadt des Wintersports werden, in der sich Adel, Schriftsteller und Showstars treffen. Mit der Hahnenkammbahn wird 1928 die erste Gondelbahn Österreichs fertig gestellt, und im Winter 1931 ist es dann endlich so weit: das erste Hahnenkamm-Rennen auf der Streif findet statt – ein wesentlicher Baustein zur Verfestigung des Mythos von Kitz. Die drei Jahre darauf folgende, feierliche Eröffnung des Casinos Kitzbühel wirkt da nur mehr wie eine Draufgabe. Kitzbühel ist zu dieser Zeit bereits in aller Munde. Als 1935 der Prince of Wales Kitzbühel besucht, sind alle Unterkünfte restlos ausgebucht. Ihm folgten englische Aristokraten und noch heute kommen viele Kitzbühel-Gäste aus Großbritannien.</p>
<p><strong>Das Dorf der Promis</strong><br />
Auch die Promis sind da: Der Rummel rund um die Celebritys hat dabei seine festen Termine. Die Almrausch-Party am ersten Freitag im August, das Tennis-Event des Austrian Open und eine Ski-Polo-WM sorgen neben den Weltcup-Rennen dafür, während ein eigenes Lifestyle-Magazin, das „Inside Kitz”, jeden Society-Event dokumentiert. Dazu kommt ein Harley Davidson-Treffen und eine Südsee-Zuchtperlen-Schau, ein Davidoff-Gourmet-Festival und ein Jahrmarkt der Stadtmusik. Von all den Après-Ski- Dauerbrennern gar nicht erst zu reden wie „Tenne“, „Python Club“, „Beluna Bar“.</p>
<p><strong>Berge vor der Gondeltür</strong><br />
Die Skischaukel hinüber nach Kirchberg und Pass Thurn ist mit 168 Kilometer Pistenlänge eine der größten der Welt, bietet am Kitzbühler Horn einen Snowpark und ist für seine Almmulden berühmt. Mit der Überbrückung des Saukasergrabens wurden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Erweiterung des Skigebiets beschert Gästen nun eine der spektakulärsten Gondelfahrten der Welt – an manchen Stellen geht es 400 Meter weit hinunter. Und im Sommer punktet der dunkel leuchtende Schwarzsee zwischen Kitzbühel und Reith als einer der wärmsten Badeseen der Alpen, dessen Verlandungsmoor längst Naturschutzgebiet ist.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Kitzbühel Information</strong><br />
<a href="http://www.kitzbuehel.com/de">www.kitzbuehel.com/de</a></p>
<p><strong>Wildpark Aurach</strong><br />
<a href="http://www.wildpark-tirol.at/">http://www.wildpark-tirol.at/</a></p>
<p><strong>Frauenschuh</strong><br />
<a href="http://www.frauenschuh.com/">http://www.frauenschuh.com/</a></p>
<hr />
<h3>Das Bergsteigerdorf Vent in den Ötztaler Alpen</h3>
<p><strong>In Vent hat der Alpintourismus eine 150-jährige Tradition.<br />
</strong></p>
<p>Ein Zufall brachte im Jahre 1860 den Geistlichen Franz Senn als Pfarrkurator ins abgelegene Vent am hintersten Ende des Ötztals. Sehr rasch entwickelte Senn ein Tourismuskonzept, dessen tragende Säulen bis heute wirksam sind: Die in den alpinen Tälern lebende Bevölkerung soll den Touristen Quartiere und Bergführerdienste anbieten, sie versorgen und beraten. Zugleich sichern die Gäste durch die Bezahlung dieser Dienste die dörfliche Existenz und heben durch ihre Anwesenheit das Bildungsniveau und die Weltoffenheit der Dorfbewohner. Senns Pfarrwidum wurde zum Gästehaus, auf eigene Kosten ließ er alpine Wege anlegen, initiierte erste Schutzhütten und war bei zahlreichen Erstbesteigungen im Gebiet dabei. An der Gründung des Alpenvereins war Senn ebenso maßgeblich beteiligt wie auch an einer ersten Bergführerordnung, die Tarife, Rechte und Pflichten festlegte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/2060/thumb_preview_3b49f28d-7d7a-4303-b99c-40a6429a0025.jpg" alt="Vent im Ventertal / Region Oetztal / Tirol " width="833" height="660" data-ab-color="rgb(30,32,29)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Vent im Ventertal. © Österreich Werbung, Fotograf: Mallaun</em></p>
<p>Vent liegt auf 1.900 m Seehöhe und ist damit einer der höchstgelegenen Orte Österreichs mit Dauerbesiedlung. Mit rund 150 Einwohnern ist es für eine eigenständige Gemeinde zu klein und bildet eine sehr selbstbewusst auftretende Fraktion von Sölden, dessen Ortszentrum rund 15 Kilometer entfernt ist. Im Jahre 1991 wurde unweit der Similaunhütte oberhalb von Vent eine 5.300 Jahre alte Gletschermumie gefunden, die als „<strong>Ötzi</strong>“ weltweit für Furore sorgte. Die Fundstelle beim Hauslabjoch wird seither jährlich von vielen Bergsteigern aufgesucht. Die heute eisfreie Senke im Fels strahlt eine besondere Atmosphäre aus, die für viele über die historische Bedeutung des Ortes hinausgeht. Dank der nach dem Fund intensivierten Forschungen weiß man inzwischen, dass in diesem Gebiet seit 10.000 Jahren Jäger und Hirten über die Jöcher des Alpenhauptkamms unterwegs waren und in weiterer Folge auch ein Warenaustausch in Gang kam. Auch das Dorf Vent wurde ursprünglich vom Süden und nicht vom Ötztal her besiedelt. Seit Jahrhunderten bringen Bauern aus Südtirol ihre Schafe jeden Sommer über 3.000 m hoch gelegene Jöcher in die Täler oberhalb des Ortes. Die Zahl der Schafe ist in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, aber alleine am Niederjoch sind es noch immer an die 2.000, die wie auf einer Perlenschnur aufgefädelt über den Gletscher gehen. Diesen Schaftrieb entweder Mitte Juni oder Mitte September beim Weg hin oder retour zu beobachten, ist ein einmaliges Erlebnis.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/2068/thumb_preview_f8934056-76b4-4681-a760-6f4ed37db12f.jpg" alt="Vent im Ventertal / Region Oetztal " width="523" height="660" data-ab-color="rgb(131,153,203)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Vent im Ventertal. © Österreich Werbung, Fotograf: Mallaun</em></p>
<p>Umgeben ist Vent von einer großen Zahl berühmter Berggipfel. Dazu zählt die <strong>Wildspitze</strong> (3.772 m, der höchste Gipfel Tirols und der zweithöchste Österreichs), die Weißkugel (3.738 m), der sagenumwobene Similaun (3.606 m), der Ramolkogel (3.550 m), die Weißseespitze (3.518 m), die Fineilspitze (3.514 m) und Dutzende mehr. Faktisch alle diese Gipfel sind Gletschertouren. Es sind Gipfel, bei denen nur sehr erfahrene Bergsteiger auf die Dienste eines Bergführers verzichten können.</p>
<p>In Vent spielt die Bergführertradition unverändert eine große Rolle, eine eigene Bergführerstelle im Ortszentrum drückt dies aus. Zugleich bildet der Ort aber auch den Mittelpunkt eines weit verzweigten, gepflegten Wegenetzes und eines Kranzes an Schutzhütten des Alpenvereins, deren Namen ähnlich klangvoll sind wie die der Gipfel: Breslauer Hütte (2.848 m), Vernagthütte (2.755 m), Similaunhütte (3.018 m, privat geführt), Hochjoch Hospiz (2.413 m), Ramolhaus (3.002 m), um nur einige zu nennen. Fast alle Hüttentouren sind für ausdauernde und trittsichere Bergwanderer auch ohne professionelle Begleitung machbar, für weniger erfahrene Touristen gibt es entsprechende Angebote. Auf den internationalen Fernwanderwegen E5 und „Via Alpina“ bildet Vent ein Etappenziel.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Bergsteigerdörfer</strong><br />
<a href="http://www.bergsteigerdoerfer.at">www.bergsteigerdoerfer.at</a></p>
<p><strong>Ötztal Tourismus</strong>–<strong>Büro Vent</strong><br />
Venterstraße 28<br />
6458 Vent<br />
Tel.: +43 57 200 260<br />
<a href="http://www.vent.at">www.vent.at</a></p>
<p><strong>Bergführerstelle Vent</strong><br />
Marzellweg 7<br />
6458 Vent<br />
T +43 5254 8106<br />
<a href="http://www.bergfuehrer-vent.at">www.bergfuehrer-vent.at</a></p>
<hr />
<h3>Naturparkregion Kaunertal</h3>
<p><strong>Das Kaunertal in den Ötztaler Alpen wird geprägt durch das Hochgebirge, wo strenge Umweltauflagen eine Naturlandschaft erhalten haben.</strong></p>
<p>Im Kaunertal kann man an einem Tag gleich mehrere Jahreszeiten erleben. So etwa den tiefsten Winter im Hochsommer auf dem Weißseeferner. Unter dem Motto „Berühren und Spüren“ führt der Weg ins Innere einer beleuchteten Gletscherspalte, in der man inmitten des ewigen Eises Wissenswertes über die bewegte Welt unserer Gletscher erfahren kann. Der Naturpark Kaunergrat besticht durch naturbelassene Landschaften wie das Piller Moor, eines der schönsten Hochmoore Mitteleuropas, die Fließer Sonnenhänge, auf denen sich im Sommer bis zu 1.100 Schmetterlingsarten tummeln, oder das Naturwaldreservat Arzler Pitzeklamm, in der Laub- und Mischwälder zur Erkundung einladen. Die von Dreitausendern eingerahmte Kulturlandschaft des Kaunertals wird heute von zahlreichen Bauern nach den Richtlinien der biologischen Landwirtschaft bewirtschaftet. Und Wintersportler können hier ebenfalls zu ungewöhnlichen Jahreszeiten ihrer Leidenschaft frönen: Die Liftanlagen auf dem Weißseeferner erlauben Skivergnügen vom Herbst bis in den Frühsommer hinein.</p>
<p><a href="http://www.gletscherpark.com/de">www.gletscherpark.com/de</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/9311/thumb_preview_d871370a-964b-4fc4-8382-87489bd1cee6.jpg" alt="Kauns in Tirol" width="827" height="660" data-ab-color="rgb(65,140,180)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Blick auf den beschaulichen Ort im Kaunertal mit Bergkulisse. © Österreich Werbung, Fotograf: Ascher</em></p>
<hr />
<p><strong>Naturpark Tiroler Lech</strong></p>
<p><strong>Der Naturpark Tiroler Lech zählt zu den schönsten und urtümlichsten Landschaftsräumen Europas.</strong></p>
<p>Herzstück ist der Lech, der letzte große Wildfluss der Alpen. Verschiedene Themenwanderwege laden dazu ein, die Region mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken. Wer wieder zu sich selbst finden will, wandert am „Weg der Sinne“ zum Ort der Stille. Kunstwerke aus Holz und Edelstahl, die eng mit der Geschichte des Tales verbunden sind, sowie besinnliche Verse säumen den Weg, der bei der Wallfahrtskirche „Maria Schnee“ in Bschlabs beginnt. Über einen schmalen Pfad geht es Richtung Hölltal, wo ein Text mit dem Titel „Morgenwanderung“ auf die Besonderheiten des Lechtales einstimmt. Nach einer knappen Stunde Gehzeit überquert man eine Hängebrücke und ist bereits am Ort der Stille angekommen. Die einzigartige Atmosphäre und die Ruhe, die nur vom Wasserplätschern der wildromantischen Hölltalschlucht untermalt wird, macht den Ort zu einem Kraftplatz.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/9995/thumb_preview_c60f5241-bef2-4c11-ba4e-6a2764395ef2.jpg" alt="Lechtaler Alpen" width="880" height="586" data-ab-color="rgb(145,191,215)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Lechtaler Alpen. © Österreich Werbung, Fotograf: Homberger</em></p>
<p>Die Naturregion hat neben den vielen Wanderwegen aber noch einiges mehr zu bieten. Käseliebhaber zieht es ins Gebirgsdorf Steeg in die über 100 Jahre alten <strong>Naturkäserei Sojer</strong> – hier führt der Chef persönlich durch den Betrieb. Der Käseteller ist je nach Jahreszeit mit Sojers Winzling, Rahmtilsiter, Mozzarella oder Kreationen mit Kürbiskernen und Bärlauch bestückt ist. Auch Freunde der Schnitzkunst sind im Lechtal am richtigen Ort. Zahlreiche Schnitzer fertigen hier in ihren Werkstätten sakrale Gegenstände und moderne Skulpturen. Wer selbst schnitzen will, ist in der <strong>Schnitzschule Elbigenalp</strong> richtig. Hier kann man den Künstlern über die Schulter schauen, Sommerkurse laden ein, selbst kreativ zu sein.</p>
<p>Ebenso in Elbigenalp befindet sich beim Eingang zur Bernhardsschlucht die <strong>Geierwally Freilichtbühne</strong>, die jedes Jahr im Sommer Einheimische wie Gäste ein Theaterprogramm bietet. Zu den bekanntesten Produktionen zählen die Stücke „Die Schwabenkinder“, „Die wahre Geierwally“ oder „Kasper und die Wilderer“.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Naturpark Tiroler Lech</strong><br />
Verein Naturpark Tiroler Lech<br />
Mühlbachweg 5<br />
6671 Weißenbach a L., Austria<br />
Tel.: +43 676 88 508 7941<br />
Tel.: +43 676 88 508 7888<br />
<a href="http://www.naturpark-tiroler-lech.at">www.naturpark-tiroler-lech.at</a></p>
<p><strong>Naturkäserei Sojer</strong><br />
<a href="http://www.kaesereisojer.at">www.kaesereisojer.at</a></p>
<p><strong>Schnitzschule Elbigenalp</strong><br />
<a href="http://www.schnitzschule.at">www.schnitzschule.at</a></p>
<p><strong>Freilichtbühne Geierwally</strong><br />
<a href="http://www.lechtal.at/geierwally">www.lechtal.at/geierwally</a></p>
<hr />
<h2>Tiroler Architektur &#8211; die interessantesten Ziele</h2>
<p><strong>Nachdem ihre Nachbarn, die Vorarlberger, seit Jahrzehnten vorführen, wie schön schlichte Architektur sein kann, haben sich die Tiroler vom Baufieber anstecken lassen.<br />
</strong></p>
<p>Bekannt ist Tirol ja eigentlich für seine Dörfer, seine jahrhundertealte Bauernhäuser und die mittelalterlich geprägte Altstadt von Innsbruck mit dem berühmten Goldenen Dachl vom Ende des 15. Jahrhunderts. Auch die mittelalterlichen Stadtkerne von Kufstein und Hall locken Besucher an. Aber gerade im Hinblick auf moderne Architektur kann Tirol inzwischen auf neue Wahrzeichen verweisen. So zum Beispiel die futuristisch anmutende <strong>Bergisel-Schanze</strong> von Zaha Hadid, die mittlerweile als „Leuchtturm von Innsbruck“ gilt. Jeden Januar heben hier die Skispringer während der Vierschanzen-Tournee ab. Im Sommer wird auf Matten trainiert. Besucher können entweder zu Fuß oder mit dem Schräglift auf den Turmkopf fahren und die einzigartige Aussicht über das Inntal von der Plattform oder vom Restaurant aus genießen.</p>
<p>Dass Tirol großen Wert auf zeitgenössische Architektur legt, führt auch die <strong>Hungerburgbahn</strong> in Innsbruck, mit der man bis auf über 2000 Meter schweben kann, vor Augen. Oder die innovativ konzipierten Filialen der MPreis-Supermärkte. Die Supermarktkette ist ein Familienunternehmen, das mit mehr als 100 Filialen als Tiroler Nahversorger tätig ist. Um festgefahrene Konventionen aufzubrechen und auf die jeweiligen landschaftlichen Besonderheiten Bezug zu nehmen, arbeitet MPreis bei den Neubauten seiner Supermärkte mit immer wieder neuen Architekten zusammen. Architekturpreise belegen das Zusammenspiel von Bauherrn und Architekten. Das <a href="http://kaufhaus-tyrol.at"><strong>Kaufhaus Tyrol</strong></a>, ein Neubau des Stararchitekten David Chipperfield kann als gelungener Bruch zwischen Altem und Neuem bezeichnet werden. Besonders imposant ist das rautenförmige Glasdach des Kaufhauses. Ein horizontal durchlaufender Knick verbindet die Häuser der historische Maria- Theresien-Strasse mit dem neuen Gebäude. So harmoniert der innovative Bau mit der neu gestalteten Fußgängerzone.</p>
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<p>Im Hotel- und Gastronomiebereich hat Tirol mit Häusern wie dem <strong>Parkhotel in Hall</strong> mit dem behutsam renovierten Welzenbacher Turm aus den 1930-er Jahren oder dem Ibis am Innsbrucker Bahnhof international Aufmerksamkeit erregt. Modernität steht dabei aber überhaupt nicht in Konkurrenz zur alpinen Tradition. Auf den Tiroler Bergen, in der schroffen Gebirgsgegend, entstanden beeindruckende neue Bergrestaurants. Ein ganz neuer Trend zeigt sich beim Umbau älterer Hotels, wobei die Grundsubstanz erhalten und modernisiert wird. Dabei entsteht in Tirol hochaktuelle Architektur, die Gäste aus aller Welt anzieht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/13695/thumb_preview_66503e76-13f5-46ed-9548-03d7c114f712.jpg" alt="Obergurgl-Hochgurgl" width="880" height="603" data-ab-color="rgb(29,98,175)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Obergurgl-Hochgurgl. Top Mountain Star Aussichtsplattform mit Panoramabar. © Tirol Werbung, Fotograf: Thomas Jantscher</em></p>
<p><strong>Sehenswerte Architektur in Tirol:</strong></p>
<p><strong>Bergisel-Schanze, Innsbruck</strong> 2002 Österreichischer Staatspreis für Architektur. Von der Absprungebene ein 360- Grad-Rundblick über die Tiroler Bergwelt. <a href="http://www.bergisel.info">www.bergisel.info</a></p>
<p><strong>Gipfelplattform TOP OF TYROL im Stubaier Gletscher</strong> Diese Aussichtsplattform bietet auf 3.200m Seehöhe einen atemberaubenden Blick auf die Tiroler Berge. Die Stahlkonstruktion aus wetterfestem Cortenstahl schmiegt sich an den Felsgrat, sandgestrahlte Stahlschwerter ragen 9 Meter über die Felskante aus und tragen einen Boden aus Gitterrosten. <a href="http://www.stubaier-gletscher.com">www.stubaier-gletscher.com</a></p>
<p><strong>Ahornbahn Mayrhofen, Tal-und Bergstation</strong> 2007 Architekturpreis der Österreichischen Beton- und Zementindustrie. Präziser Umgang mit Ort und Landschaft, zugleich eine hochkomplexe Pendelbahn. Der dunkelgrau eingefärbte Beton passt sich der Natur mit ihren graubraunen bis dunkel- und olivgrünen Tönen an. <a href="http://www.mayerhofner-bergbahnen.com">www.mayerhofner-bergbahnen.com</a></p>
<p><strong>Galzigbahn inSt. Anton am Arlberg</strong> Die atemberaubende Technik ist nur eines der Highlights der neuen Bahn, ebenso faszinierend ist die Architektur der Talstation. Zeitlose Eleganz. <a href="http://www.galzigbahn.at">www.galzigbahn.at</a></p>
<p><strong>Hungerburgbahn in Innsbruck</strong> Die Stararchitektin Zaha Hadid schuf ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. <a href="http://www.nordpark.com">www.nordpark.com</a></p>
<p><strong>Top Mountain Star im Ötztal</strong> Das Restaurant auf 3082 Meter mit 360-Grad-Panoramabar erstrahlt in ganzheitlichem Design, Schneekristallen (von Swarowski) in Geschirr und Deko- Elementen, ganz on the top.</p>
<p><strong>Alpenhaus Idalpe, direkt unterhalb der Bergstation der Silvretta Seilbahn</strong> Ein innovatives und zugleich traditionelles Bergrestaurant auf 2.300 Meter, aus Holz, Glas und Vider Stein aus der Umgebung. Innen beeindrucken zwei wuchtige offene Kamine, in der Lounge ist eine ganze Wand mit echtem Fell bezogen.</p>
<p><strong>Pardorama in Ischgl</strong> Auf 2.620 Meter, in klarer und nüchterner Formensprache: Restaurant, Selbstbedienungsrestaurant und Kongresszentrum.</p>
<p><strong>Addis Abebar in Galtür</strong> Moderne, aber doch authentische Skihütte. Mit schlichtem Design, aber doch aufregend und fesselnd. In einem Wort: zukunftsweisend. <a href="http://www.addis-abebar.at">www.addis-abebar.at</a></p>
<p><strong>Feuerwerk in Fügen im Zillertal</strong> Paradebeispiel, wie man aus einem Industriebau ein Stück Eventarchitektur macht: ein Schau-Heizkraftwerk für Biomasse. Auf dem Dach ein Restaurant mit Blick über das gesamte Zillertal. <a href="http://www.binder-feuerwerk.com">www.binder-feuerwerk.com</a></p>
<p><strong>Wohnungen und Bauernhaus Natalie Kröll, Ramsau im Zillertal Pezid Apartments, Serfaus</strong> Als „moderne Berghotel-Raumbühne“ gewann es die begehrte Auszeichnung „Bauen für Gäste“. Gelungener Relaunch einer Bettenburg aus den 1950er-Jahren und hervorragende Transformation. <a href="http://www.pezid.at">www.pezid.at</a></p>
<p><strong>Parkhotel Hall</strong> Thurnfeldgasse 1 6060 Hall in Tirol <a href="http://www.parkhotel-hall.at">www.parkhotel-hall.at</a></p>
<p><strong>Hotel Pension Perfler, Sillian</strong> Kleine, aber architektonisch mit höchstem Anspruch modernisierte Pension. Angenehm ist die einfache, in allen Details durchdachte, stimmige Möblierung. Gelungener Relaunch eines Familienbetriebes. <a href="http://www.perfler.at">www.perfler.at</a></p>
<p><strong>Hotel Hinteregger, Matrei, Osttirol</strong> Damals wie heute den Gästen zur Freude: Alte Wände wurden wie Kulissen in modernes Design integriert. Ein schlichtes, sich in die Umgebung fügendes, modernes Gebäude, gleich beim Nationalpark Hohe Tauern. Heiß begehrt bei Filmemachern!</p>
<p><strong>Hotel Schwarzer Adler, Kitzbühel</strong> Der Umbau und die Erweiterung des Hotels brachte den Bauherrn den Staatspreis 2008 ein. Das Hotel macht viele Schichten des ‚Bauens für Gäste’ ablesbar und zeigt selbstbewusst seine unterschiedlichen Zeitstempel. <a href="http://www.adlerkitz.at">www.adlerkitz.at</a></p>
<p><strong>Appartementanlage SUN II, Matrei</strong> Die gesamte Anlage ist durchdrungen von Offenheit, kommunikativen Bereichen und fließenden lichten Verbindungseinheiten. Entsprechend der Architekten SQUID wurde auch die Innenausstattung und Möblierung als Einheit gestaltet.</p>
<p><strong>Hauptgebäude und Badehaus Natterer See</strong> Als der europäische ampingplat des Jahres gekürt wurde und auch noch im Besitz anderer Auszeichnungen ist, zeiht es vor allem naturverbundene Gästen an. <a href="http://www.natterersee.com">www.natterersee.com</a></p>
<p><strong>Sunna Alm Bergrestaurant im Pitztal</strong> Auf 2.300m Seehöhe wurde 2007 eine neuartige Konzeption als Passiv Energiehaus im Alpenraum erstmals auf dieser Höhe realisiert und ist ein aktiver Beitrag zu sparsamerem Energieverbrauch. <a href="http://www.pitztaler-gletscher.at">www.pitztaler-gletscher.at</a></p>
<p><strong>Alpenhaus in Ischgl</strong> Restaurant in modernrustikaler Stein-Glas-Architektur. Bedienungsrestaurant im ersten Stock mit Lounge und Terrasse.</p>
<p><strong>Hoadlhaus in Axamer Lizum</strong> Panoramarestaurant auf 2.340m Seehöhe bei der Bergstation der Olympiabahn mit Blick auf das Inntal und toller Bergkulisse. <a href="http://www.axamer-lizum.at">www.axamer-lizum.at</a></p>
<p><strong>Olperer Hütte in den Zillertaler Alpen</strong> Die Schützhütte auf 2.400m Seehöhe wurde zb. Materialen vom Abbruch des Vorgängerbaus errichtet. Ebenso ist die Hütte energetisch autark und kann als Sommerhütte von Juni bis Oktober bewirtschaftet werden.</p>
<p><strong>Ski Lounge in Serfaus</strong> Eine mehrfach prämierte Innovation am Berg: Auf 2.000m Seehöhe und mit einem 360° Rundumblick bietet die erste Tiroler Ski Lounge einen Luxus besonderer Art.</p>
<p><strong>Kaufhaus Tyrol</strong> <a href="http://kaufhaus-tyrol.at">http://kaufhaus-tyrol.at</a></p>
<p><strong>LINKTIPP:</strong></p>
<p><strong>Architekturforum Tirol</strong> <a href="http://www.aut.cc">www.aut.cc</a></p>
<p>Das Architekturforum Tirol bietet <strong>architek[touren]</strong> an: <a href="http://www.aut.cc/guide.php">www.aut.cc/guide.php</a></p>
<hr />
<h2>Kunst und Kultur</h2>
<h3>Die Tiroler Tradition der Weihnachtskrippen<strong><br />
</strong></h3>
<p><strong>Weihnachtskrippen veranschaulichen jedes Jahr aufs Neue das religiöse Ereignis von Christi Geburt: Maria, Josef und das neugeborene Kind im Stall, die Hirten, Ochse und Esel, der Komet und die Ankunft der Hl.drei Könige werden in Tirol ausdrucksstark</strong> <strong>und raumgreifend</strong> <strong>inszeniert.</strong></p>
<p>Im Mittelalter waren es Klosterfrauen, die zum Weihnachtsfest andächtig Wiegen schaukelten. Franz von Assisi stellte in einer Felsgrotte mit seinen Brüdern und Schwestern die berührende Szene von Betlehem nach. Im 17. Jahrhundert hielten diese <strong>Schaubilder samt Kulisse</strong> Einzug in die Räume der Kirchen und Statuen stellten die Beteiligten dar. Besonders die Jesuiten setzten beim <strong>Krippenbau</strong> alle möglichen Techniken der Illusionskunst, des Lichts und der Tiefenräumlichkeit ein.</p>
<p>In <strong>Innsbruck</strong> taten es ihnen dann die Franziskaner gleich und diese <strong>Idee </strong>verbreitete sich im ganzen Land. Die Krippe wurde – <strong>lange vor dem Christbaum</strong> – zum Weihnachtsschmuck der privaten Häuser und behauptet ihren Platz bis heute. Grund für die Popularität der Krippen in Tirol ist die <strong>Liebe der Tiroler zu heiligem Schauspiel</strong> und expressivem Ausdruck. Ihre hohe Kunstfertigkeit beim feinen Bearbeiten von Holz tut ein Übriges: Die Krippen mit Stall und Weide werden <strong>in Handarbeit gemacht</strong> und die Figuren aus Holz geschnitzt. So gewinnen sie Charakter und überzeugende Lebenskraft.</p>
<p>Dazu ist die zentrale Szene der Geburt Christi oft <strong>um viele Erzählungen bereichert</strong>: Zunächst aus der eigenen Lebenswelt genommen, tummelten sich <strong>Männer und Frauen in Tiroler Trachten</strong> zwischen den biblischen Gestalten und <strong>vor Tiroler Häusern</strong>. Heute ist das alpine Leben zurückgetreten und phantasievolle Wirklichkeitstreue im orientalischen Stil herrscht vor. Doch noch immer gibt es genug zu erzählen um Krippenlandschaften zu bauen, die ganze Zimmer füllen. Zur Freude der Verwandten, Nachbarn und aller Neugierigen, die kommen um die Krippe anzuschauen.</p>
<p>Für jeden zugänglich ist das <strong>Krippenmuseum</strong>: Man erfährt vom Brauch der Fasten- und Ganzjahreskrippen. Dazu erhält man Einblicke in den Krippenbau und das <strong>Handwerk des Schnitzens</strong>. Zu bewundern sind die Werke alter Meister, die Guckloch-Krippen halten das Heilige geheim und eine neue Erfahrung bietet eine begehbare Krippe. Bei manchem Schnitzer kann man in der Werkstatt <strong>am Entstehen einer Krippe teilhaben</strong> oder die Schnitzeisen in einem Kurs selbst führen lernen.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Tiroler Krippenmuseum Fulpmes Stubai</strong><br />
<a href="http://krippenmuseum.at">http://krippenmuseum.at</a></p>
<p><strong>Schnitzschule Geisler-Moroder</strong><br />
6652 Elbigenalp 63<br />
Tel.: +43 5634 6215<br />
<a href="http://www.schnitzschule.com/cms/website.php">www.schnitzschule.com/cms/website.php</a></p>
<p><strong>Tiroler Krippenschnitzer und Schnitzkurse</strong><br />
Holzbildhauer Johann Planer<br />
Görtschach 54<br />
9962 St. Veit im Defereggental<br />
Tel.: +43 4879 440<br />
<a href="http://www.herrgottschnitzer.info/sites/kunstwerkstatt.htm">www.herrgottschnitzer.info/sites/kunstwerkstatt.htm</a></p>
<hr />
<h3>Tiroler Fasching<strong><br />
</strong></h3>
<p><strong>Wer das Glück hat, diese tief verwurzelte Tradition erlebt zu haben, wird sie wohl kaum mehr vergessen. Denn das so genannte „Winteraustreiben“ hat sich in vielen alpinen Dörfern und Gemeinden über Jahrhunderte erhalten, wurde von Generation zu Generation weitergeben.</strong></p>
<p>Ebenso wie die imposanten Kostüme und Masken. Die Bedeutung von Schrittfolgen, Gesten und Fruchtbarkeitsschlägen blieb in der dörflichen Struktur gelebtes und gepflegtes Brauchtum. Zaungäste kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, was für ein Spektakel hier veranstaltet wird. Maria aus dem kleinen Tiroler Dorf Thaur näht sich seit Tagen die Finger wund für ihren Mann. Dieser wird beim Faschingsumzug als „<strong>Krameter</strong>“ den Zug der Thaurer Muller anführen. Der Krameter ist eine besonders beeindruckende Faschingsfigur und dafür verantwortlich, dass er mit seinem Wacholderbesen den Weg frei kehrt für die nachfolgende Truppe. Auch sein Gewand besteht über und über aus Zweigen duftender Wacholderstauden, die frisch geschnitten werden müssen. Dazu werden sie meistens hoch droben am Berg unter einer Schneedecke hervorgeholt.</p>
<p>Ein wenig besser ergeht es jenen Frauen, die Fleckler-, Scheller- oder andere Kostüme in mühevoller Handarbeit für die traditionellen Tiroler Faschingsumzüge anfertigen – z. B. für das <strong>Mullerlaufen</strong> in Thaur, das Telfer <strong>Schleicherlaufen</strong> oder das noch bekanntere Schemenlaufen in Imst (jeweils alle vier bis fünf Jahre). In die Kostüme schlüpfen dann die Männer. Mittlerweile gibt es unter den faschingsbegeisterten Tirolern auch etliche Männer, die ihre Kostüme für die Umzüge selber nähen. Außerdem schnitzen sie mit viel Geschick die dazugehörigen Masken.</p>
<p>Die Kostüme sind eine gewichtige Sache: Alles in allem beträgt das Gewicht eines Krameter-Kostüms bis zu 45 Kilogramm, andere traditionelle Fasnachts-Kostüme bringen ebenfalls so viel auf die Waage. Es braucht einen gestandenen Kerl, der das mehrere Stunden lang trägt und erträgt. Außerdem geht es bei den Faschingsumzügen oft recht derb zu. Es muss schließlich jemand vertrieben werden – ein eiskalter Geselle, der sich nicht gern hinauskomplimentieren lässt – der Winter nämlich!</p>
<p>Manchmal traf der Spott aber auch die einfachen Leute – beim Blochziehen zum Beispiel, das heute noch im Tiroler Oberinntal und Ötztal sowie im südöstlichen Österreich gepflogen wird. Dabei wird ein von Ästen befreiter, geschmückter Nadelholzstamm (Bloch) durchs Dorf gezogen. Früher, als die Bräuche noch weniger Rücksicht auf sensible Gemüter genommen haben, taten das „sitzengebliebene“ Mädchen aus dem Dorf, die keinen Mann abbekommen hatten. Auf dem Stamm saß ein „Hochzeiter“, der die verpasste Hochzeit symbolisierte. Heute würden sich kaum noch Mädchen dazu einspannen lassen, dafür sind ältere Frauen gerne bereit, bei einem Umzug zum Gaudium der Zuschauer in eine „Altweibermühle“ zu klettern. Da springt dann auf der anderen Seite ein junges Mädchen heraus und die „Alte“ bekommt einen Schnaps zum Trost, dass die Mühle leider nur ein Faschingsscherz ist. Und was die Gleichberechtigung betrifft: Es gibt mittlerweile auch ebenso gut oder schlecht funktionierende „Altmandermühlen“, also das Pendant für das andere Geschlecht.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Thaurer Mullerlaufen:</strong><br />
TVB Region Hall-Wattens<br />
Wallpachgasse 5<br />
6060 Hall in Tirol<br />
Tel.: +43 5223 455440<br />
<a href="http://www.hall-wattens.at">www.hall-wattens.at</a></p>
<p><strong>Telfer Schleicherlaufen</strong><br />
Ferienregion tirolmitte<br />
Untermarkt 1<br />
6410 Telfs in Tirol<br />
Tel.: + 43 5262 62245<br />
<a href="mailto:info@tirolmitte.at">info@tirolmitte.at</a><br />
<a href="http://www.tirolmitte.at">www.tirolmitte.at</a></p>
<p><strong>Imster Schemenlaufen:</strong><br />
TVB Imst-Gurgltal<br />
Johannesplatz 4<br />
6460 Imst, Austria<br />
Tel.: +43 5412 69100<br />
<a href="http://www.imst.at">www.imst.at</a></p>
<hr />
<h3>Das Tiroler Volksschauspiel</h3>
<p><strong>Die Tiroler Tradition des Volksschauspiels ist heute lebendiger denn je.</strong></p>
<p>Wenn in Tirol jedes Jahr an die 6.000 Laienschauspieler auf der Bühne stehen, dann geht das auf eine mehr als 600-jährige Tradition des Tiroler Volksschauspiels zurück. Die Ursprünge liegen dabei in einer Art dramatisch gestaltetem Gottesdienst, denn die Messen wurden auf Lateinisch abgehalten und das Volk, das größtenteils nicht lesen konnte, brauchte Bilder, um der christlichen Botschaft folgen zu können. Aus dem „Schauen und Glauben“ entwickelten sich die <strong>Passionsspiele</strong>. Dabei kam – obwohl es um die Leidensgeschichte Christi ging – auch das Komödiantische nie zu kurz. Ihren Höhepunkt erlebten die Passionsspiele in der Barockzeit, aber auch heute werden sie noch opulent inszeniert, beispielsweise bei den traditionellen <strong>Spielen in Thiersee</strong> im Unterinntal, wo an die 250 Darsteller mitwirken, oder bei den <strong>Passionsspielen in Erl</strong>, wo 500 Laiendarsteller auf der Bühne stehen.</p>
<p>Die Erler Spiele gehen auf ein Osterspiel des Augsburger Meistersingers Sebastian Wild zurück und werden seit 1613 aufgeführt. Das Heilsgeschehen wird archaisch inszeniert, der Tradition gemäß steht am Ende des Schauspiels anstelle des Schlussapplauses das gemeinschaftlich gesungene Gotteslob. Wie in Thiersee finden die Erler Passionsspiele nur alle sechs Jahre statt.</p>
<p>Auch das <strong>Gasthaus-und Stubenspiel</strong> hat in Tirol eine lange Tradition. Schon früh wurde erkannt, dass das Spiel mit regionalen Darstellern die Persönlichkeitsentwicklung der Einzelnen und das Gemeinschaftsgefühl im Dorf stärkt. Natürlich war das Tiroler Volksschauspiel über die Jahrhunderte verschiedenen Änderungen unterworfen – und auch heute wird es immer wieder neu erfunden. Bestes Beispiel dafür sind die <strong>Tiroler Volksschauspiele in Telfs</strong>, die sich seit gut 30 Jahren als sommerliches Theaterfestival verstehen, bei dem Profis und Laien an wechselnden Orten gemeinsam auf der Bühne stehen. Gegeben werden nicht nur Klassiker des Tiroler Volkstheaters, sondern auch moderne, kritische „Heimat“-Stücke. Das Motto der berühmten Volksschauspielerin und 2009 verstorbenen Intendantin, Ruth Drexel, gilt bis heute: „Klug, scharf und unterhaltsam soll es sein.“</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><a href="http://www.passionsspiele.at">www.passionsspiele.at</a><br />
<a href="http://www.volksschauspiele.at">www.volksschauspiele.at</a></p>
<hr />
<h3>Festspiele im Festspielhaus Erl</h3>
<p><strong>Das Festspielhaus Erl macht die Tiroler Festspiele zu einem kulturellen Höhepunkt. Es beeindruckt nicht nur mit weltbekannten Opern und inspirierenden Konzerten. Man wird auch Zeuge eines imposanten, architektonischen Schauspiels.</strong></p>
<p>Seit 2012 hat Erl in Tirol ein hochrangiges Klassik-Festival im Winter. Dann steht im neuen Festspielhaus ein Spielplan aus weltbekannten Opern und zahlreichen Konzerten auf dem Programm. Nicht nur die Besucher, auch die Musiker schätzen das neue Haus . Schließlich verfügt es neben einer hervorragenden Akustik auch über den größten Orchestergraben der Welt. „Dieses Haus steht für eine Lebensidee“, sagt Gustav Kuhn, Gründer und Intendant der Tiroler Festspiele. „Hier kann endlich all das Potenzial zur Geltung kommen, das die Accademia di Montegral und die Tiroler Festspiele Erl über die Jahre entwickelt haben. Dazu gehört auch die Nachwuchsförderung. Darum wird der Taktstock auch an junge Dirigenten übergeben.“ Architektonisch ist das Festspielhaus ebenso einzigartig. Im Sommer, wenn die Tiroler Festspiele Erl im danebenliegenden, hellen Passionsspielhaus stattfinden, passt sich das Festspielhaus mit seiner dunklen Fassade harmonisch in die von dunklem Wald geprägte Landschaft im Hintergrund an – und gewährt so dem Passionsspielhaus den Vortritt. Im Winter jedoch hat das Festspielhaus dann seinen großen Auftritt: Dann steht es mit seiner dunklen Fassade inmitten der hellen, verschneiten Landschaft im Mittelpunkt.</p>
<p><a href="http://www.tiroler-festspiele.at">www.tiroler-festspiele.at</a></p>
<hr />
<h3>Klangspuren in Schwaz</h3>
<p><strong>Ob beim gemeinsamen Pilzesuchen mit zeitgenössischen Komponisten oder auf der traditionellen „Pilgerreise“, die einen Tag lang zu den verschiedenen Spielstätten führt – das Festival für zeitgenössische Musik geht im September ungewöhnliche Wege.</strong></p>
<p>Man hätte Friedrich Cerha unter der Gruppe Pilzesucher kaum erkannt. In Anzug und Mokassins stapft er gelassen durchs Unterholz und gibt Auskunft über seine Leidenschaft fürs Pilzesammeln und die Musik. Nachdem genug fürs gemeinsame Mittagessen gefunden ist, geht es noch ins Hotel Grafenast auf 1.330 Meter Seehöhe zum Zithervirtuosen Martin Malaun. Die Pilzwanderung ist nur eine der ungewöhnlichen Veranstaltungen des Tiroler Festivals für Neue Musik. Tradition hat auch die „Pilgerwanderung“ zum Innsbrucker Dom, während der in Dorf- und Pfarrkirchen Zeitgenössisches erklingt. Auch das Festival wandert traditionellerweise von Ort zu Ort. Beweglich ist man auch bei der Programmgestaltung: Es gibt Neues, Sperriges und Eigenständiges aus dem weiten Feld zeitgenössischer Musik. Dass die Klangspuren aus dem internationalen Musikgeschehen nicht mehr wegzudenken sind, verdankt sich auch der zehntägigen Veranstaltungsreihe Internationale Ensemble Modern Akademie, die immer in Schwaz abgehalten wird.</p>
<p><a href="http://www.klangspuren.at">www.klangspuren.at</a></p>
<hr />
<p><iframe loading="lazy" title="Tirol Werbung" width="678" height="509" src="https://www.youtube.com/embed/BHNW94GVleU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Salzburger Land &#8211; ein Reisebuch</title>
		<link>https://reisewiki.at/salzburg-land-reisefuehrer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2016 14:03:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Salzburg-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Salzburg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://reisewiki.at/?p=3500</guid>

					<description><![CDATA[Ein spannender Reiseführer für Endecker des Salzburger Lands: mit den schönsten Zielen, den besten Gastro-Tipps und Events, die Menschen aus der ganzen Welt in das Bundesland locken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Salzburg für Almfans</strong></h2>
<p>Wer Salzburg kennenlernen möchte, sollte auch seine Almen kennenlernen. Über vierzig bewirtschaftete Hütten bescheren etwa dem Großarltal den Namen „Tal der Almen“ – und verweisen dabei auf eine generelle Besonderheit des Salzburger Landes. Über 1.800 bewirtschaftete Almen nehmen ein Viertel der Landesfläche ein. Das macht Salzburg in Summe zum österreichischen Bundesland mit der höchsten Dichte an Almen. Kreuzt man zur kürzesten Nacht des Jahres, am 22. Juni, an der Dorfgasteiner Kögerlalm auf, bekommt man handfeste Details dazu serviert: Pongauer Fleischkrapfen etwa oder die frische Butter, die die Sennerinnen aus der frischen Milch rühren – freilich erst nach Beendigung der Alm-Disziplin „Wettmelken“. Zahlreiche Almfeste werden im Salzburger Land während der Sommermonate veranstaltet. Besonders ursprünglich geht es bei den Sonnwendfeiern und den Almauf- und -abtrieben zu. Sehenswert ist aber auch das Jakobi-Ranggeln auf dem Hundstein bei Maria Alm. Ringkampfbewerbe zwischen Hüterbuben und Sennern um die Festlegung der Weidegrenze bilden den historischen Hintergrund dafür – und verweisen auf den Fortbestand bäuerlicher Traditionen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/2457/thumb_preview_530ea142-34a6-420e-91f1-c8e0c61cf0f2.jpg" alt="Hochkoenig bei Muehlbach /Almhuetten" width="814" height="660" data-ab-color="rgb(35,50,81)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Hochkönig bei Mühlbach /Almhütten. © Österreich Werbung, Fotograf: Weinhaeupl W.</em></p>
<p><strong>Almsommer-Hütten </strong><br />
Zertifizierte Almsommer-Hütten im <a href="https://reisewiki.at/salzburg-land-reisefuehrer/">Salzburger Land</a> müssen besondere Kriterien erfüllen. Eine Hütte muss original und authentisch sein und darf nur auf nicht öffentlichen Wegen erreicht werden. Weidende Tiere in der Umgebung sind ebenso Pflicht wie Hygiene- und Trinkwasservorschriften. Die eigene Erzeugung regionaler Produkte ist ebenfalls verpflichtend ist. 142 Almsommer-Hütten erfüllen diese Vorgaben und betten müde Wanderer auf Heulager und Stockbetten, bieten komfortable Gästezimmer oder gar eine „Hochzeitssuite“ an. Garant für romantische Nächte sind diese Lager allemal. Und Ruhepole, um die herum sich ein zweites Netz spannt: Der <strong>Salzburger Almenweg</strong>, der in 31 Etappen auf 350 Kilometern quer durch den Pongau führt. Wer schon ein wenig via Internet voraus spazieren möchte, kann auch das hier tun: Eine eigene Internet-Seite – <a href="http://www.salzburger-almenweg.at">www.salzburger-almenweg.at</a> – informiert über die einzelnen Etappen. 3D- Ansichten plus Luftbild und Tourdaten, die via Internet auf Outdoor-GPS- Navigationsgeräte geladen werden können.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Großarltal</strong><br />
<a href="http://www.grossarltal.at">www.grossarltal.at</a></p>
<p><strong>Salzburger Almenweg</strong><br />
<a href="http://www.salzburger-almenweg.at"><span style="color: #0000ff;">www.salzburger-almenweg.at</span></a></p>
<hr />
<p><strong>Salzburger Almen und ihre Küche – ein Buchtipp </strong></p>
<p>Seit Jahrzehnten ist Herbert Gschwendtner für den ORF Salzburg und für die Salzburg-Krone auf den Almen des Salzburger Landes unterwegs. Er kennt nicht nur die Landschaft und die Hütten, sondern auch die Senn- und Wirtsleute, ihr Leben mit und in der Natur. Er ist ein Genießer der Almprodukte und der verschiedenen Schmankerl, deren Rezepte oft seit Generationen überliefert wurden. Herbert Gschwendtner beschreibt die Wege zu den Almen Salzburgs mit den besten Schmankerln, er stellt die Hütten mit ihren Traditionen und Besonderheiten vor, und er bringt die zugehörigen Rezepte, die ihm die Wirtsleute selbst verraten haben. An Guatn!</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/search/ref=as_li_qf_sp_sr_il?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;index=aps&amp;keywords=ALMSCHMANKERL&amp;linkCode=as2&amp;tag=textbudrregin-21" rel="nofollow"><img decoding="async" src="http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B00FNB4NO0&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=textbudrregin-21" border="0" /></a><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=textbudrregin-21&amp;l=as2&amp;o=3" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p>ALMSCHMANKERL</p>
<p>176 Seiten, Hardcover, 21 x 24 cm, durchgehend farbig bebildert, ISBN: 978-3-7025-0704-6</p>
<p><strong>Herbert Gschwendtner</strong></p>
<p>1948 in Schwarzach im Pongau geboren, er stammt aus einer Bergmannfamilie und verbrachte seine Kindheit in Mühlbach am Hochkönig. Auf seine Malerlehre folgten Wanderjahre, in denen er sich in verschiedenen Berufen versuchte. In den Siebzigerjahren betreute er als Hüttenwirt das Matrashaus auf dem Hochköniggipfel und bewirtschaftete anschließend 20 Jahre die Dr.-Heinrich-Hackel-Hütte im Tennengebirge. Nach einer Krebsoperation versuchte er, seine Krankheit durch das Schreiben von Gedichten und Kurzgeschichten zu überwinden. Seit den Achtzigerjahren gestaltet er Volksmusiksendungen für den ORF Salzburg und verfasst – nach wie vor seine Lieblingsbeschäftigung – Mundart-Gedichte.</p>
<hr />
<h2>Der Lungau &#8211; Salzburg für abseits der Touristenpfade</h2>
<p>Was das Wanderland um die 15 Lungau-Gemeinden im Süden des Bundeslands Salzburg besonders prägt, ist das Wasser – über 60 Bergseen in Farben liegen noch beinahe unentdeckt zwischen Berggipfeln und Almwiesen. Die grün, blau, türkis und silber schimmernden Seenaugen sind durchwegs auf gut markierten Wegen zu erreichen, und nicht selten führen Routen an Wasserfällen, Gebirgsbächen oder Quellen vorbei.</p>
<p>Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Lungauer Wanderwelt im Frühling, wenn die Osterfeuer auf den Bergen entzündet werden. Die festlichen Feuer, deren Ursprung in vorchristlicher Zeit liegt, drücken die Freude über das Wiedererwachen der Natur aus und werden am Ostersamstag entfacht. Die vielen großen und kleinen Flammen an den Berghängen und der mit dem Abbrennen verbundene Böllerlärm sind im Dunkeln weithin zu sehen und zu hören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1669/thumb_preview_0f713726-afba-4d60-9a57-0817ad2115cf.jpg" alt="Tamsweg im Lungau" width="658" height="660" data-ab-color="rgb(78,107,175)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Kühe auf der Almweide über Tamsweg. © Österreich Werbung, Fotograf: Weinhaeupl W.</em></p>
<p>Im Sommer ist der Lungau nicht nur für seine Bergwelt, sondern auch für seine ungewöhnliche Vegetation bekannt. Auf den Almwiesen wachsen zahlreiche Enzian- und Orchideenarten, Aurikel, Akelei und Seidelbast. Bunte Wiesen mit Almrosenblüten verschönern den Juni, das Reifen der verschiedenen Beeren den Juli und August. Im „Salzburger Almsommer“ warten dann 33 Wanderrouten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, 17 Themenwege (vom Moorlehrpfad bis zum Erzweg Ramingstein) und nicht zuletzt 63 bewirtschaftete Almhütten auf Wanderer. Die Schutz- und Berghütten bieten Einkehrmöglichkeiten und bieten frische Milch, Käse, Butter, Brot, Speck, Bauernkrapfen oder selbstgebrannten Schnaps. Auf einigen Almen kann man auch übernachten.</p>
<p>Von Mauterndorf aus schwebt man in nur wenigen Minuten mit der Kabinenbahn auf den Großecksattel in 2.000 m Seehöhe. Die Gondeln sind behindertengerecht und auch für Kinderwagen geeignet. Von der Bergstation aus erreicht man in zehn Minuten die Trogalm und den Trogalmsee. Oder man wandert über sanfte Almböden weiter bis zum Gipfelkreuz des Speierecks auf 2.411 m. Oben angekommen bietet sich ein Panorama über die südlichen Gipfel Österreichs, die Julischen und Karnischen Alpen, Großglockner, Ankogel und Sonnblick.</p>
<p>Im Sommer veranstalten alle Gemeinden der Region auch geführte Wanderwochen, und von Juni bis Oktober ist sogar „Wandern ohne Gepäck“ möglich. Bei zwei Trekking-Touren, die jeweils acht Tage dauern, wird das Gepäck täglich zum nächsten Übernachtungsquartier transportiert. Zum Wandern selbst genügt ein kleiner Rucksack. Die „Nockalmrunde“ führt dabei durch die sanften Nockberge, wo sich die drei Bundesländer Salzburg, Steiermark und Kärnten berühren. Die „Tauern-Sonnseiten-Tour“ führt auf der Südseite der Niederen Tauern westwärts – auf leicht begehbaren Höhenrücken von Tamsweg bis St. Michael.</p>
<p>Unternimmt man die Tour Ende Juni, sollte man sich ein ungewöhnliches Spektakel nicht entgehen lassen: das Prangstangentragen. Für das farbenprächtige Blumenschauspiel werden 50.000 Blumen gesammelt, zu Girlanden geflochten und auf zwölf Meter hohen Stangen befestigt. Die bis zu 85 kg schweren Stangen werden bei Feiertagsprozessionen zur Kirche getragen und bleiben bis Maria Himmelfahrt am 15. August dort stehen. Dann werden die Blumen abgenommen und als „Weih- kräuter“ aufbewahrt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3320/thumb_preview_2f4ee8fb-72c8-4eae-8a07-b7b2e1f16913.jpg" alt="Prangstangen / Dekoration" width="660" height="660" data-ab-color="rgb(10,11,15)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Prangstangen / Dekoration (Brauchtum im Lungau). © Österreich Werbung, Fotograf: Markowitsch</em></p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Informationen über die Region</strong>, Unterkünfte<br />
<a href="http://www.lungau.at">www.lungau.at</a></p>
<p><strong>Infos zu Wandern</strong>, Wanderurlaub und Almhüttenverzeichnis für Lungau und gesamtes Salzburger Land<br />
<a href="http://www.salzburgerland.com">www.salzburgerland.com</a></p>
<p><strong>Buchung für „Wandern ohne Gepäck“</strong><br />
<a href="http://www.lungau4you.info">www.lungau4you.info</a></p>
<hr />
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Buchtipp: Erlebnis Salzburger Land</strong></span></p>
<p>Siegfried Hetz hat 45 Ausflüge in idyllische Lungauer Täler, zu funkelnden Bergseen und auf gemütliche Almen ausgewählt. Dass man dabei auch an mittelalterlichen Burgen, gotischen Kirchen und anderen kulturhistorischen Perlen vorbeikommt, versteht sich im Lungau ganz von selbst.</p>
<p>Siegfried Hetz, Erlebnis Salzburger Land, Band 3: LUNGAU, 192 Seiten</p>
<p><strong>Der Autor: </strong></p>
<p>Siegfried Hetz, M.A., 1954 in Piesendorf geboren, hat in Mainz und München Germanistik, Philosophie und Publizistik studiert. Er ist Autor von Reiseführern und Büchern zu literatur- und kulturhistorischen Themen. In seiner Arbeit als Kulturpublizist und Reisejournalist nimmt das Land Salzburg einen besonderen Stellenwert ein.</p>
<hr />
<h2>Ganz hoch hinaus: der Nationalpark Hohe Tauern</h2>
<p>Angrenzend an Kärnten, Salzburg und Tirol liegt der größte Nationalpark Mitteleuropas. Mit mächtigen Gipfeln wie dem Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs und dem Großvenediger, weiten Gletscherflächen sowie den imposanten Krimmler Wasserfällen ist der Nationalpark Hohe Tauern ein vielschichtiges Naturwunder. Diese einzigartige Welt erschließen zahlreiche Wanderwege, die man alleine oder mit ausgebildeten Nationalpark-Rangern begeht. Von Juli bis September stehen jede Woche von Montag bis Samstag 26 davon zur Auswahl – zu Themen wie „Wildtiere beobachten“, „Entstehung der Gletscher“, „Alltag auf der Alm“ oder „Auf den Spuren der Säumer“. Eine Wanderung vom Tal hinauf ins ewige Eis entspricht, geologisch gesehen, einer Reise in die Antarktis. Darüber hinaus werden an zusätzlichen Terminen fünf Spezialexkursionen angeboten, etwa mit Übernachtung an einem Bergsee, für Naturfotografen oder zur Beobachtung der Hirschbrunft.</p>
<p>Das Wanderwegenetz mit Alpinsteigen umfasst rund 1.200 km. Über 80 Schutzhütten und Jausenstationen sind Stützpunkte für ausgedehnte Wanderungen und Übergänge auf der Tauern-Südseite mit 240 Dreitausendern.</p>
<p>In den Hohen Tauern befindet sich übrigens auch die Wiege des Alpinismus: Der 3.251 m hohe Ankogel war im Jahr 1761 der erste vergletscherte Alpengipfel, der bestiegen wurde. Heute können Bergsteiger – am besten in Begleitung von Berg- oder Schiführern – auf unzähligen Routen die Berg- und Eiswelt erklimmen. Bei schlechtem Wetter ist ein Besuch der Nationalparkwelten in Mittersill eine gute Alternative. Das  Naturmuseum ist ein multimediales Gesamterlebnis. Allein die gestalterische Umsetzung von Naturerlebnissen in Ausstellungsräumen mit Titeln wie „Almsommer“ oder „Am Grund des Bergbaches“ ist einen Besuch wert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/2055/thumb_preview_31766e9a-a99b-4648-b507-4d8d19bd6152.jpg" alt="Regenbogen über Mittersill" width="846" height="660" data-ab-color="rgb(108,135,190)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Regenbogen über Mittersill. © Österreich Werbung, Fotograf: Mallaun</em></p>
<p><strong>Feste zur Sonnwendfeier</strong> in Krimml, Embach, Großarltal<br />
<strong>Bauernherbst</strong> Eröffnung in Mittersill, Bruck-Fusch</p>
<p><strong>Nationalparkwelten</strong><br />
Gerlos-Straße 18<br />
5730 Mittersill<br />
<a href="http://www.hohetauern.at">www.hohetauern.at</a></p>
<hr />
<h2>Für gestresste Lungen: die Krimmler Wasserfälle</h2>
<p><strong>Schneereiche Winter und die mächtigen Gletscher der Hohen Tauern bescheren dem Oberpinzgau im Salzburger Land einen immensen Wasserreichtum. Durch jedes Tal fließen zahlreiche Wildbäche, die in allen Tonlagen rauschen &#8211; von lieblich bis ohrenbetäubend und tosend. Und: Hier befinden sich die höchsten Wasserfälle Europas &#8211; die Krimmler Wasserfälle.</strong></p>
<p>Nein, mit dem Bus ankommen, aussteigen, ein Foto schießen und wieder weiterfahren, gilt nicht. Die Krimmler Wasserfälle muss man nicht nur gesehen, sondern auch gespürt haben: den sanften Sprühnebel auf der Haut, den tosenden Lärm, die tiefen Bässe, die man in der Magengrube spürt, den kühlen Wind des herabstürzenden Gletscherwassers, der die Farne und Moose an den Felsen in dauernder Bewegung hält. Beobachten lässt sich dies am besten auf den Schaukanzeln, die neben Wegen und Brücken von wagemutigen Pionieren im 19. Jahrhundert zwischen den reißenden Fluten errichtet wurden. Kurz danach, im Jahr 1898, wurde der kleine Ort Krimml an die Pinzgauer Eisenbahn angebunden – seither erfreuen sich unzählige Besucher an den <strong>höchsten Wasserfällen Europas</strong> – und den fünftgrößten der Welt.</p>
<p>Ein in Serpentinen angelegter Lehrweg führt entlang der drei Kaskaden, an denen das Wasser 380 Meter in die Tiefe stürzt. Wer am Vormittag hinaufgeht, sieht die Fälle im Sonnenlicht und kann über die vielen kleinen Regenbogen staunen, die sich durch die aufgewirbelten Wassertropfen über den Wasserfall spannen. Aus nicht weniger als 23 Gletschern auf einem Gebiet von 110 Quadratkilometern speist sich die Krimmler Ache. Den spektakulärsten Blick hat man am Ende des Lehrpfads, wenn nach einer Stunde Gehzeit der oberste, mit einer Fallhöhe von 145 Metern höchste Wasserfall erreicht ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1928/thumb_preview_21d95f47-ff17-414b-9ae8-32a3a2a0ed9b.jpg" alt="Krimml / Pinzgau / Salzburger Land" width="880" height="574" data-ab-color="rgb(125,178,222)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Krimml. © Österreich Werbung, Fotograf: Pigneter</em></p>
<p>Hier bekommt man eine Ahnung, wie beeindruckend diese Naturgewalten aus der Vogelperspektive sein müssen – und Vögel gibt es hier ebenfalls ungewöhnlich viele. 62 Vogelarten, wovon neun auf der roten Liste stehen, leben rund um die Wasserfälle. Für Ornithologen eine Besonderheit, da das gleichzeitige Vorkommen von Wald- und Gebirgsvogelarten, Höhlenbrütern und Stammläufern einzigartig ist. So lässt sich die hier heimische Wasseramsel beobachten, die ein wahrer Tauchmeister ist, da sie bis zu einen Meter ins Wasser eintauchen und dort eine halbe Minute verweilen kann – und das etwa 200-mal pro Tag.</p>
<p>Wer den Ursprüngen des Wassers näherkommen will, kann ins Krimmler Achental weiterwandern, das sich nach der letzten Steilstufe als weitläufiges, prachtvolles Hochtal öffnet. Über Almwiesen fließt hier die Krimmler Ache ruhig und beschaulich – kaum zu glauben, dass aus ihr nur wenige Meter weiter der reißende, in die Tiefe stürzende Katarakt wird. An Almen vorbei, am Horizont das ewige Eis des mächtigen Krimmler Kees vor sich, erreichet man schließlich das über 600 Jahre alte Krimmler Tauernhaus &#8211; früher ein wichtiger Stützpunkt für Kaufleute und Wanderer war, die bereits im Mittelalter diesen Übergang benutzten. Von hier geht man entlang des Wildbaches, der nun vielleicht schon mehr Gletscherwasser als beim Hinweg führt, denselben Weg wieder zurück.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1578/thumb_preview_7f5b683f-3a51-46f4-8489-2e895cb55e5f.jpg" alt="Nationalpark Hohe Tauern / Krimmler Kees mit Eissee / Salzburger Land" width="515" height="660" data-ab-color="rgb(5,78,147)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Nationalpark Hohe Tauern / Krimmler Kees mit Eissee. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.</em></p>
<p>Beim Abstieg lässt sich vieles entdecken, das man im ersten Moment übersehen hat. So hat der Wasserfall an vielen Stellen tiefe Gruben in den Stein gegraben, von wo das Wasser in alle Richtungen aufspritzt. Rundherum finden sich verschiedene Moose – 327 verschiedene Arten konnten hier nachgewiesen werden. Die schönsten, darunter einige in den Zentralalpen seltene, atlantische Moose, gedeihen in sattem Grün im Bereich des Sprühnebels.</p>
<p>Am Fuß der Kaskaden angekommen, lässt sich in der WasserWunderWelt in Ausstellungen mehr über das Lebenselixier Wasser erfahren. Das Haus des Wassers widmet sich thematisch dem Phänomen der Krimmler Fälle und gibt über Strömungsdifferenzen, den Wasserdruck in Bäumen oder den weiten Weg des Wassers von den Gipfeln der Tauern bis zum Wasserfall Auskunft. Im „Aqua-Park“ warten sowohl Wasserattraktionen für Kinder wie wasseranimierte Skulpturen oder eine von Wasser betriebene Schaukel als Ruhepunkt zum Relaxen an einem großen Biotop.</p>
<p>Mediziner, die seit einigen Jahren an den Krimmler Wasserfällen forschen, haben herausgefunden, dass die hohe Konzentration an negativen Luftionen in der Umluft des Wasserfalls lungenreinigend wirkt. Derzeit halten sich unter Asthma und Allergien leidende Kinder im sogenannten „splash camp“ täglich eine Stunde am Krimmler Wasserfall auf und die ersten Ergebnisse sind so vielversprechend, dass schon jetzt über die Errichtung eines Kurzentrums nachgedacht wird.</p>
<p>Am Abend ist die Wassermenge, die in die Tiefe stürzt, am höchsten. Das mittägliche Schmelzwasser des Gletschers braucht nämlich für die 18 Kilometer vom Gletschertor bis zum Oberen Achenfall etwa sieben bis acht Stunden, und so wird vor allem an heißen Sommertagen am untersten Fall regelrecht eine „Flut“ erzeugt.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Krimmler Wasserfälle</strong><br />
<a href="http://www.wasserfaelle-krimml.at">www.wasserfaelle-krimml.at</a><br />
<a href="http://www.krimml.at">www.krimml.at</a><br />
<a href="http://www.krimmler-tauernhaus.at">www.krimmler-tauernhaus.at</a></p>
<hr />
<h2>Für Kräuterfreunde: heilkräftiges Pinzgau</h2>
<p><strong>Der Salzburger Pinzgau, zwischen Tirol und Bayern gelegen, ist mit Wäldern, Wiesen und Höfen der Inbegriff alpiner Lebenswelt. Oft isoliert, haben die Bergbewohner über Jahrhunderte hinweg Wege zum Überleben gesucht und das Nötige dazu in ihrer nächsten Umgebung gefunden.</strong></p>
<p>„Ubi malum ibi remedium.“ – „Wo Krankheit ist, da ist ein Heilmittel.“ Paracelsus (1493 – 1541), Philosoph, Arzt, Alchimist und Mystiker, hat damit ausgedrückt, was im Pinzgau traditionelles Heilwissen war und ist. Sein Grab befindet sich ganz in der Nähe, in der Kirche St. Sebastian in der Stadt Salzburg. Die <strong>überlieferten Heilmittel</strong> der Pinzgauer sind <strong>in der Region verwurzelt</strong>, stammen aus Wald, Wiesen und Wasser. Vor allem des Pech, das Harz der Nadelbäume, ist wesentlicher Wirkstoff; das der Lärche wirkt besonders stark – vermischt mit anderem Harz wird es milder und verträglicher. Weitergegeben wurde solches Wissen traditionell von einem erfahrenen Heilkundigen an einen ausgewählten Schüler, jedoch ohne schriftliche Aufzeichnungen. Jetzt ist es <strong>erhoben und allgemein zugänglich</strong>gemacht worden. Es soll erhalten bleiben – als <strong>Traditionelles Europäisches Heilwissen</strong>, abgekürzt TEH, sowie als Selbstverständnis und Einverständnis mit der Natur.</p>
<p>Auf <strong>geführten Kräuterwanderungen</strong> oder entlang beschriebener Kräuterwege erlebt und erfährt man unmittelbar Duft, Aussehen und Geschmack der Wildkräuter.</p>
<p>Der Trägerverein von TEH mit Sitz in Unken bietet ein breites Programm: Neben Heilpflanzen-Wanderungen kann man das Zubereiten von Kräuter- und Pechsalben oder das Ansetzen von Tinkturen erlernen; dazu gibt es Verkostungen regionaler Spezialitäten und Degustationsmenüs, in denen Wildkräuter, Blumenblüten und Wildgemüse eine kraftvolle Rolle spielen.</p>
<p>Jährlich im Juni finden die <strong>Saalachtaler Heilsamen Tage </strong>zu einem bestimmten Thema statt.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p>Weitere Angebote von TEH sind Workshops zu Salbenherstellung,<br />
Blütenessenzen, Phytotherapie sowie ein Lehrgang zu Traditioneller Europäischer<br />
Heilkunde.</p>
<p>Mehr zu den aktuellen Terminen unter: <a href="http://www.teh.at">www.teh.at</a></p>
<p><strong>Saalachtaler Heilsame Tage </strong><br />
Die Saalachtaler Heilsamen Tage sind die Leitveranstaltung des Vereins für<br />
Traditionelle Europäische Heilkunde. Sie bieten eine Plattform für regionale traditionelle Heilkunde und lassen Menschen aus der Region und Experten zu Wort kommen.<br />
<a href="http://www.teh.at">www.teh.at</a></p>
<p><strong>Kräuterhof Lutzbauer</strong><br />
Ein Kräuterweg der anderen Art beim Lutzbauern in Unken entführt die Besucher in<br />
die Welt der Wild- und Heilpflanzen. Eine fast unendliche Vielfalt an Wildkräutern<br />
zeichnet den naturbelassenen Waldrand am Sonnberg aus. Zudem wurden<br />
bedeutende Heilkräuter kultiviert. Produkte aus der eigenen Kräuterei können direkt<br />
vor Ort gekauft werden und eignen sich hervorragend als Geschenk.<br />
<a href="http://www.lutzbauer.at">www.lutzbauer.at</a></p>
<p><strong>Thurerhofs Kräuterwelt</strong><br />
Allein der wunderschöne Ausblick bis über die Trumer Seen ist schon einen Besuch<br />
am Thurerhof in Claudias BioNaturgarten wert. In diesem liebevoll angelegten<br />
Garten erwartet Sie auf ca. 8.000 m² ein Naturparadies mit Biotop, Kräuterhügeln,<br />
Räucherecke, Wildsträucherhecke, Obst- und Bienenweiden sowie mit einem<br />
Biohotel für Insekten, einigen Bachblütenpflanzen, Bäumen, Lehm und vielem<br />
mehr. Nach dem Besuch des Schaugartens haben Sie montags die Möglichkeit,<br />
diesen mit einer Pferdekutschenfahrt ausklingen zu lassen. Geöffnet von Juni bis<br />
August.<br />
<a href="http://www.thurerhof.at">www.thurerhof.at</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10010/thumb_preview_159e7689-efc1-414d-925e-b1ecbf62812f.jpg" alt="Pinzgau im Salzburger Land" width="880" height="586" data-ab-color="rgb(100,144,179)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Luftaufnahme vom Pinzgau mit Zeller See. © Österreich Werbung, Fotograf: Homberger</em></p>
<hr />
<h2>Für Smaradsucher: das Habachtal</h2>
<p><strong>Das Habachtal im Salzburger Pinzgau, ist das mineralienreichste Gebiet der Ostalpen &#8211; berühmt ist es für seine Smaragde, deren wertvollstes Exemplar bei den britischen Kronjuwelen im Londoner Tower liegt. Aufgrund der schwierigen Abbaubedingungen ist das Bergwerk zwar nur noch eingeschränkt in Betrieb, zieht aber dennoch seit Jahrzehnten Mineraliensammler, Schatzsucher und Glücksritter in das idyllische Tal am Fuß der Hohen Tauern.</strong></p>
<p>Ausgangspunkt für einen Ausflug ins Habachtal ist Bramberg am Wildkogel, etwa 10 km von Mittersill entfernt. Im Hüttentaxi, dem „Smaragdexpress“, der vom Parkplatz Weyerhof zum Gasthof „Alpenrose“ führt, finden sich meist schon allerhand Gestalten mit seltsamen Utensilien – Sieben, Schaufeln, Hämmern, Hacken. Auf- merksam beäugt man sich und fragt sich: Auch ein Schatzsucher?</p>
<p>Angekommen bei der „Alpenrose“, dem auf 1300 Meter gelegenen Stützpunkt für die meisten Mineraliensucher, erkennt man noch deutlich die Spuren des letzten großen Erdrutsches vom August 2002. Riesige Felssteine sind nur fünfzig Meter vom Gasthof entfernt zum nahen Habach gedonnert. Was für den Gasthof beinahe eine Katastrophe bedeutet hatte, war für viele Smaragdliebhaber ein Glück. Denn die Mure löste sich ausgerechnet dort, wo im Berg die meisten Smaragde liegen – die nun zur Freude der Edelsteinsucher mit dem Leckbach ins Tal befördert werden. Kurz danach soll eine deutsche Spaziergängerin im Geröll einen mehrere Karat schweren Smaragd gefunden haben.</p>
<p>Das Habachtal, ein durch Eiszeitgletscher geschaffenes Trogtal, beherbergt die einzig relevanten Smaragdvorkommen in Europa. Schon zur Bronze- und Römer- zeit wurde hier nach Smaragden geschürft. Mineralienexperten schätzen das intensive Grün des „Habachtalers“, der – sofern er wasserklar und fehlerfrei ist – weit höhere Preise als die besten Diamanten erzielt. In den letzten Jahrhunderten wurde mit wechselndem Erfolg ein Bergwerk betrieben, das nun während der Sommermonate von der Familie Steiner aus Bramberg bewirtschaftet wird.</p>
<p>Die meisten Mineralien finden sich östlich des Habachs unter dem Graukogel: in der Leckbachrinne, am sogenannten Sedl, einem Schotterfeld unterhalb der Rinne, und schließlich vor den für die Öffentlichkeit geschlossenen Stollen auf 2200 Metern Höhe. Zwei bis drei Stunden Gehweg sollte man von der „Alpenrose“ aus einplanen. Unter den vielen Smaragdsuchern, die sich in dem riesigen Gelände verlieren, lassen sich zwei Gruppen ausmachen: auf der einen Seite die „Klopfer“, auf der anderen die „Sieber“. Die „Klopfer“ bearbeiten mit dem Hammer das Muttermaterial, den meist weichen und grünschimmernden Glimmerschiefer, weil sie in ihm das begehrte „grüne Feuer“ vermuten, während sich die „Sieber“ dem nassen Element widmen und bevorzugt in Gummistiefeln im kalten Leckbach ste- hen, wo sie alles, was angeschwemmt wird, durchsieben.</p>
<p>Aber auch Neulinge sind unter den Smaragd-Schürfern – schließlich lassen sich im Gasthof „Alpenrose“ alle notwendigen Werkzeuge für die „Schatzsuche“ ausborgen. Für seine Sicherheit ist allerdings jeder selbst verantwortlich, im steilen Bereich der Mine ist vor allem auf Steinschlag zu achten, bei Regenwetter auch auf lockere Felsbrocken die Möglichkeit eines kleineren Hangrutsches.</p>
<p>Für die Smaragdsuche braucht man auf jeden Fall Geduld – und auch etwas Glück. Dass man dabei „steinreich“ werden kann, ist allerdings unwahrscheinlich, denn viele der hier vorkommenden Smaragde weisen Einschlüsse auf. Trotzdem ist natürlich jeder Fund ein schönes Andenken an ein aufregendes Abenteuer in einer großartigen Naturlandschaft: Steigt man nach der anstrengenden Suche wieder ins Tal ab, passiert man riesige, glatt geschliffene Felsmonolithen aus Granitgneis, die wie aus dem Berg geschnittene Tortenstücke wirken. An sonnigen Tagen speichert das Gestein die Wärme des Tages bis weit in die Abendstunden. Sich auf die warmen Gesteinsbrocken zu legen und in den Abendhimmel zu schauen, ist eine verdiente Entspannung für die Schatzsucher. Danach kann es dann in der „Alpenrose“ gemütlich weitergehen, wenn die Glücksritter sich näher kommen und ihre Funde vergleichen. Dabei tröstet sich so mancher, der tagsüber leer ausging, mit einem käuflich erworbenen, lupenreinen Kristall aus der Vitrine der „Alpenrose“.</p>
<p>In der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern gelegen, ist das Habachtal aber nicht nur für seine Smaragdvorkommen, sondern auch für seinen schönen Talschluss mit dem imposanten Habachgletscher und viele schöne Wanderwege bekannt.</p>
<p>Eine der lohnendsten Touren ist ein sogenanntes „<strong>Täler-Hopping“</strong> ins benachbarte <strong>Hollersbachtal</strong>, bei dem man gleich einen Dreitausender mitnehmen kann – den einfach zu besteigenden, 3022 Meter hohen Larmkogel, der als einer der schönsten Aussichtsberge der gesamten Tauernregion gilt. Als erstes Highlight erwartet den Wanderer bereits eine Viertelstunde nach dem Aufbruch von der „Alpenrose“ die Moaralm, eine wahrhafte Bilderbuchalm. Die einfache Holzblockhütte mit ihrem Schindeldach wurde 1771 errichtet und seither nicht verändert. Nur ein kleines Wasserrad am Bach ist neueren Datums, aber auch das ist aus Holz gefertigt und sorgt umweltfreundlich für den Strom der Alm. Die Milch der rundum grasenden 30 Pinzgauer Kühe wird hier zu Butter, Buttermilch und Pinzgauer Käse verarbeitet. Nach weiteren 45 Minuten erreicht man den Talgrund und wandert über den Noitroisteig steil aufwärts, bis man das sogenannte „Gott-sei-Dank-Bankl“ mit einem Brunnen erreicht, das seinen Namen dem kraftraubenden Aufstieg verdankt. Mit den immer näher rückenden, leuchtenden Gletschern des Venedigergebietes im Blick erreicht man bald die Thüringer Hütte auf 2212 Metern. Von hier sind noch etwa zwei Stunden Weg im hochalpinen, jedoch leicht begehbaren Gelände zum Larmkogel zu bewältigen. Der Gipfel belohnt den Wanderer mit einem Bergpanorama: Vom alles dominierenden Großvenediger im Süden, über die Zillertaler Alpen und Karwendel im Westen, bis zum Großglockner und noch hundert Kilometer weiter bis zum Dachstein im Nordosten reicht der Blick. Beim Abstieg wartet auf einem ausgedehnten Hochplateau ein weiteres Naturjuwel – der <strong>Kratzenbergsee</strong>, der größte natürliche Bergsee im Nationalpark Hohe Tauern. Nach einer Übernachtung in der nahegelegenen Fürther Hütte geht es am nächsten Tag weiter ins Hollersbachtal. Hier warten entlang des von milchigem Gletscherwasser gespeisten Baches jede Menge Hütten und Almen auf müde und hungrige Wanderer – und bieten die Möglichkeit, mit dem Hüttentaxi zurück ins Salzachtal zu fahren.</p>
<p>Wer sein Auto in Bramberg geparkt hat, legt die kurze Wegstrecke dorthin mit dem Bus zurück. Und wer noch immer nicht genug von Mineralien hat, kann dort im Heimatmuseum eine große Mineraliensammlung mit den herausragenden Smaragdfunden der letzten Jahrhunderte, dem größten Rauchquarz der Ostalpen und weiteren Spitzenfunden aus den Hohen Tauern bewundern. Und: Andreas Steiner, der Pächter der Mine am Leckbach, führt in Bramberg ein Geschäft für Tauernmineralien. Bei ihm lassen sich nicht nur Anfänger beraten, wie sich die gefundenen Steine aus dem Habachtal zu Schmuck weiterverarbeiten lassen.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Smaragdsuche im Habachtal</strong><br />
<a href="http://www.wildkogel-arena.at/de/sommer/wandern/habachtal.html">www.wildkogel-arena.at/de/sommer/wandern/habachtal.html</a></p>
<p><strong>Alles über Smaragde,</strong> insbesondere jene des Habachtals:<br />
<a href="http://www.smaragd.granat.at">www.smaragd.granat.at</a></p>
<p><strong>Steiner</strong><br />
Website des Betreibers der Mine und Smaragd-Goldschmieds mit eigenem Geschäft in Bramberg:<br />
<a href="http://www.mineralien-steiner.at">www.mineralien-steiner.at</a></p>
<hr />
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Buchtipp</strong></span></p>
<p><strong>Die 100 schönsten Rundtouren in Salzburg und drum herum, zusammengefasst in einem alpinen Führer.</strong></p>
<p>Nach der Gipfelrast folgt der Abstieg ins Tal. Einfach den Anstieg zurücktrotten? Uninteressant, meint der Salzburger Journalist und Alpinist Thomas Neuhold: &#8222;Spannender wird der Abstieg, wenn er auf anderen Wegen verläuft.&#8220; Neuhold stellt 100 solcher Routen unterschiedlicher Schwierigkeit vor. Die notwendige Logistik wird dabei auf ein Minimum reduziert: Für diese Rundtouren ist weder ein zweiter Pkw noch ein öffentliches Verkehrsmittel notwendig. Die Unternehmungen sind als Tagestouren konzipiert, man braucht keine Übernachtung einzuplanen. Als exzellenter Kenner der heimischen Bergwelt hat der Autor jede Menge Zusatztipps parat. Die Rundtourenvorschläge umfassen alle Gebirgsgruppen vom Alpenvorland im Norden bis zu den Nockbergen und den Hohen Tauern im Süden, vom Wilden Kaiser und den Grasbergen im Westen bis zu den Niederen Tauern und dem Dachstein im Osten.</p>
<p>Thomas Neuhold: 100 Tagesrundtouren &#8211; Bergauf &#8211; bergab auf neuen Wegen</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/370250673X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=370250673X&amp;linkCode=as2&amp;tag=reisefuehrer099-21" rel="nofollow"><img decoding="async" src="http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=370250673X&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=reisefuehrer099-21" border="0" /></a></p>
<hr />
<h2>Für Jazzfans</h2>
<h3>Internationales Jazzfestival Saalfelden</h3>
<p><strong>Das Bergmassiv des Steinernen Meeres, Almen und ein See bilden die Kulisse für Europas bedeutendstes Festival für zeitgenössischen Jazz.</strong></p>
<p>„A waxe Musi“ will man beim Jazzfestival in Saalfelden machen, also ehrlich, rau und ungekünstelt soll es zugehen. Ein Ort des Experiments soll es sein, jeweils die innovativsten Spielarten sollen zu Gehör kommen. Was 1979 in einem Pferdestall begann, hat inzwischen längst seine Main Stage im Congress Saalfelden gefunden. Dazu gibt es Konzerte im Kunsthaus Nexus und bei freiem Eintritt am Rathausplatz. Schließlich wird hier vier Tage lang Jazz der Spitzenklasse inmitten der Salzburger Bergwelt geboten. Was liegt aber näher, als bei diesem Gipfeltreffen des Jazz auch noch hinaufzuziehen auf die Alm? Das kulinarische Angebot auf der Steinalm, der alten Schmiede Leogang, dem Vorderkühbühelhof und dem Berggasthof Huggenberg sorgt dafür, dass man nicht mit zu schwerem Gepäck anreisen muss. Auch die Almkonzerte können bei freiem Eintritt besucht werden.</p>
<p><a href="http://www.jazzsaalfelden.com">http://www.jazzsaalfelden.com</a></p>
<h3><strong><u>Snow Jazz Gastein</u></strong></h3>
<p><strong>Jedes Jahr im Spätwinter findet im Gasteinertal ein kleines Jazzfestival statt. Mit Konzertlocations, die unter anderem bis auf 2000 Meter Seehöhe gehen.</strong></p>
<p>Oft wird man ja auf Skihütten mit allerlei Klängen beschallt. Jazz ist aber in den seltensten Fällen dabei. Diese Lücke nützt das Snow Jazz Gastein Festival. Die angereisten Musiker scheuen nicht den Weg auf Höhen über 2000 Meter, und so kann man bei einer Hüttenjause Jazz genießen – je nach Wetterlage auf der Sonnenterrasse oder indoor. Abends wird an  Spielstätten wie der Jazz-Location Sägewerk (Bad Hofgastein), im Europäischen Hof in Bad Gastein und auch schon einmal in einem Autohaus aufgespielt. Thematisch widmet man sich jedes Jahr einer anderen Weltregion. Von dort reisen Künstler ins Gasteinertal, wo es zu einer mehr als einwöchigen jazzigen Melange der verschiedenen Kulturen kommt. Mittlerweile pilgern Jazzfans aus ganz Europa zu dem Festival ins Pongau. Snow Jazz Gastein findet immer Mitte März statt.</p>
<p><a href="http://www.gastein.com/de/snow-jazz-gastein">www.gastein.com/de/snow-jazz-gastein</a></p>
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<h2>Für Retro-Fans: das Freilichtmuseum Großgmain</h2>
<p><strong>Das Freilichtmuseum in Großgmain ist mehr als ein Museum, es bietet eine Wanderung durch die Zeiten und die Traditionen des Landes Salzburg.</strong></p>
<p>Nur 15 Kilometer von der Stadt Salzburg entfernt kann man die gesamte Siedlungsgeschichte des Landes Salzburg an einem Platz erleben. Im Freilichtmuseum Großgmain ist jedem Gau des Landes ein eigenes „Dorf“ gewidmet. Diese einzigartige Dorflandschaft kann zum einen zu Fuß erlebt werden, oder man steigt in die Museumbahn ein und lässt sich mit dieser durch diesen landwirtschaftlichen Mikrokosmos führen.</p>
<p>Das Freilichtmuseum ist ideal für Familienausflüge, denn auf den Höfen – oft in Blockbauweise nach allen Regeln der Zimmermannskunst erbaut –, erfährt man, wie die Bauern früher gelebt, gearbeitet, gespeist und auch geruht haben. Angesichts der kleinen Betten wird einem bewusst, wie viel kleiner die Menschen vor 200 oder 300 Jahren noch gewesen sein mussten. Wesentlich unbequemer hatten es damals die Knechte und Mägde, die oft nur auf Strohsäcken im Vorhaus des oberen Stockwerks schlafen mussten. Auch in frühe bäuerliche technische Errungenschaften wie Sägen, Seilbahnen und ein originalgetreu erhaltenes E-Werk aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts wird Einblick gegeben. Letztendlich ist der Spaziergang durch das Freilichtmuseum aber vor allem ein Ausflug in die Vielfalt der Natur. Liebevoll angelegte Kräuter- und Blumengärten mit seltenen Gewächsen vor den Höfen, ein Schmetterlingweg samt Biotop oder ein Ziegengehege bringen einem die reichhaltige Flora und Fauna des Landes Salzburg näher. Das gesamte Ensemble aus meist reinen Holzbauten ist so authentisch, dass es immer wieder als Filmkulisse dient – etwa für den bekannten Alpenwestern „Das finstere Tal“.</p>
<p><a href="http://www.freilichtmuseum.com">www.freilichtmuseum.com</a></p>
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<h2>Für alle, die gerne gut essen: Salzburger Gastronomietipps</h2>
<h3>Markterwirt in Altenmarkt im Pongau</h3>
<p><strong>Der Markterwirt ist ein Lokal, von dem man glauben könnte, es sei immer schon da gewesen – und trotzdem ist hier die Zeit keineswegs stehengeblieben.</strong></p>
<p>Sozusagen im Schatten des Kirchturms steht das älteste Haus am Marktplatz von Altenmarkt – der Markterwirt. Die günstige Lage an der alten Straße über den Hohen Tauern zog hier zu allen Zeiten Durchreisende an, darunter prominente Gäste von Kaiser Franz Joseph I. bis Sir Hillary, Erstbesteiger des Mount Everest. Aber auch als ganz und gar unprominenter Gast genießt man in den gemütlichen Stuben Brat’ln, Nock’n, Wild aus der Eigenjagd oder Fische aus dem Zauchensee. Apropos: Auch Fliegenfischer, die in den eigenen Revieren des Hauses der Bachforelle nachstellen wollen, sind hier gern gesehen. Der Markterwirt wurde jüngst Alpenbierwirt: Die neue Bierbar ist In-Treffpunkt für Alt und Jung.</p>
<p><strong>Kontaktdaten: </strong>Markterwirt, Marktplatz 2, 5541 Altenmarkt im Pongau. <a href="http://www.markterwirt.at">www.markterwirt.at</a></p>
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<h3>Kirchenwirt in Leogang</h3>
<p><strong>Der Kirchenwirt im idyllischen Leogang gilt mit einer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1326 als ältester Gasthof im Salzburger Land.</strong></p>
<p>Heute ist das mustergültig erhaltene Haus sowohl gesellschaftlicher Treffpunkt als auch eine ausgezeichnete kulinarische Adresse. Küchenchef Fritz Braumüller zaubert aus den besten heimischen Produkten kreative Gerichte, denen aber trotzdem nie die Bodenhaftung fehlt. Die sollte man auch bei Wanderungen auf die zum Haus gehörende Almhütte am Spielberg (1.800 Meter Seehöhe) nicht verlieren, wo zur Belohnung ein feines Bergfrühstück oder eine zünftige Hüttenjause warten. Will man nach der Heimkehr das müde Haupt gemütlich betten, warten nicht nur die Zimmer im Haupthaus, sondern auch sechs luxuriöse Appartements im „Ansitz Wirtsgut“.</p>
<p><strong>Kontaktdaten: </strong>Wirtshaus Kirchenwirt, Dorf 3, 5771 Leogang. <a href="http://www.hotelkirchenwirt.at">www.hotelkirchenwirt.at</a></p>
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<h3>Pfefferschiff in Hallwang</h3>
<p><strong>Für genussorientierte Festspielgäste, Feinschmecker und viele andere mehr ist das Pfefferschiff ein Fixstern am kulinarischen Himmel über Salzburg.</strong></p>
<p>Im Jahr 2010 hat Familie Vigne das Pfefferschiff zu Söllheim, eines der renommiertesten Spitzenlokale Salzburgs, von der legendären Wirtsfamilie Fleischhacker übernommen. Gekocht wird im wunderschönen historischen Landhaus mit besten Produkten geradlinig und verständlich – statt Spielereien gibt es hier Geschmackskonzentration pur. Die Basis der fantasievollen Gerichte von Zwei-Hauben-Koch Jürgen Vigne bilden regionale Produkte wie Saibling, Hirsch, Spargel oder Mispel. Dazu passend wählt Sommelière Iris Vigne aus den 500 im hauseigenen Keller lagernden Weinen jene edlen Tropfen aus, welche mit den Speisen in einen harmonischen Dialog treten. Mehrmals jährlich lässt sich Jürgen Vigne übrigens im Rahmen von Kochkursenin die Töpfe schauen. Die Gourmetküche gibt’s auch für zu Hause zum Selberkochen – die Zutaten für drei verschiedene Menüs für zwei Personen vereinen die sogenannten „Gourmetboxen“.</p>
<p><strong>Kontaktdaten: </strong>Gourmetrestaurant Pfefferschiff, Söllheim 3, 5300 Hallwang. <a href="http://www.pfefferschiff.at">www.pfefferschiff.at</a></p>
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<h3>Hotel &amp; Restaurant Hubertus in Filzmoos</h3>
<p><strong>Meisterköchin Johanna Maier zelebriert in der kleinen Welt dieses auf über 1.000 Metern Seehöhe gelegenen Dorfes im Pongau die große Welt der Haute Cuisine.</strong></p>
<p>Johanna Maier, eine der bekanntesten und höchstdekorierten Köchinnen des Landes, wurde zur Attraktion im beschaulichen Filzmoos. In ihrem Gourmetrestaurant zelebriert sie eine fein ziselierte Regionalküche auf höchstem Niveau mit unglaublicher Präzision. Patron Dietmar Maier kredenzt zu den Gerichten seiner „Hannerl“ stets den richtigen Tropfen und steht Gästen mit Rat und Tat zur Seite, die sich mit der Fliegenrute an den weitläufigen Gewässern des Hauses versuchen wollen. Seit vielen Jahren bietet Johanna Maier mit großem Erfolg auch Kochkurse an, die inzwischen in der neu eingerichteten „Kochschule und Kulturküche“ abgehalten werden. Für müde Häupter schließlich stehen komfortable Gästezimmer im Hotel Hubertus, Mitglied bei Relais &amp; Chateaux, zur Verfügung.</p>
<p><strong>Kontaktdaten: </strong>Restaurant Hubertus, Am Dorfplatz 1, 5532 Filzmoos, <a href="http://www.hubertus-filzmoos.atwww.johannamaier.at">www.hubertus-filzmoos.atwww.johannamaier.at</a></p>
<hr />
<h3>Landgasthof Schloss Kammer in Maishofen</h3>
<p><strong>Das Schloss Kammer ist ein Betrieb wie aus dem Bilderbuch. Es spiegelt nicht nur die Tradition der Region wider, sondern verfügt auch über eine einmalige Familiengeschichte.</strong></p>
<p>Drei Generationen der Familie Neumayer leben und arbeiten in diesem prachtvollen Hof, zu dem auch noch eine angeschlossene Landwirtschaft mit Kühen und Kälbern, mit Schafen, Lämmern und Schweinen gehört. Seit über 40 Jahren steht Frau Neumayer in der Küche, während ihr Mann sich um die Landwirtschaft kümmert, und Tochter Johanna, Sohn Matthias und seine Ehefrau Anita helfen, wo es nur geht. In einem Holzofen wird das Brot gebacken, in der Selchkammer unter der hauseigenen Kapelle der Schweinespeck und Hirschschinken geräuchert. Gleich neben der Küche ist ein prächtiger Gemüsegarten angelegt, daneben rankt sich Spalierobst die Wand hinauf. Frau Neumayers Küche bietet einige Klassiker der Pinzgauer Bauernküche, wie etwa die knusprig herausgebackenen Bladln aus Roggenmehl, die mit Gröstl gefüllt und mit Sauerkraut serviert werden. Oder die herrlich flaumigen Speckknödel, die in einer kräftigen Rindsuppe auf den Tisch kommen. Das Fleisch der auf der Alm grasenden Rinder und Lämmer ist vorzüglich und wird gekocht als Bestes vom Jungrind mit Apfelkren und Erdäpfelröster oder als im Heu gebratener Lammschlögel angeboten. Als Dessert empfehlen sich die bilderbuchmäßigen Salzburger Nockerln oder aber das Muas, eine Art Schmarrn, der in der Pfanne auf den Tisch kommt, im Sommer garniert mit frischen Heidelbeeren und reichlich Staubzucker, und im Winter mit hausgemachter Preiselbeermarmelade und Apfelspalten.</p>
<p><strong>Kontaktdaten: </strong>Landgasthof Schloss Kammer, Kammererstr. 22, 5751 Maishofen. <a href="http://www.schlosskammer.com">http://www.schlosskammer.com</a></p>
<hr />
<h3>Zur Sonnleit’n in Abtenau</h3>
<p><strong>Almcharakter, grandioses Panorama, spektakuläre Sonnenuntergänge und hervorragende Speisen – so schön kann das Leben hier oben sein.</strong></p>
<p>Der Traditions- und Genuss-Bauernhof Zur Sonnleit’n zeichnet sich durch seinen Almcharakter aus. Von der hohen Lage der Sonnenterrasse überblickt man den Ort Abtenau und genießt spektakuläre Sonnenuntergänge. Das Gasthaus selbst besticht durch liebevolle Einrichtung und Gestaltung des Gastraumes. Die Speisekarte ist klein und bietet Tagesgerichte, die sich nach Saison- und Marktangebot richten. Neben einigen warmen Gerichten wie Rindsuppe, Frankfurter und manchmal auch Bratl von den ringsum auf den Almen weidenden Lämmern gibt es sehr viel Hausgemachtes. Wie etwa Bergkäse, Bierkäse oder Schmierkäse aus der eigenen Käserei, die alle nur aus roher Heumilch gekäst werden. Oder auch Rindfleischwurst, Kaminwurz und Speck aus der hofeigenen Räucherkammer. Das hervorragende Brot kommt aus dem Holzofen und ist aus Sauerteig und Roggenmehl gebacken. Die hausgebrannten Zwetschken-, Birnen- und Zirbenschnäpse schmecken raffiniert und elegant. Und sind, wie vieles andere auch, im Hofladen zu erstehen. Das Bier stammt aus Salzburgs Brauereien. Ein rundum empfehlenswertes Lokal, wenn man heimische Küche, Freundlichkeit und Flair genießen möchte.</p>
<p><strong>Kontaktdaten: </strong>Zur Sonnleit’n, Schratten 5, 5441 Abtenau. <a href="http://www.sonnleitn-abtenau.at">www.sonnleitn-abtenau.at</a></p>
<hr />
<h3>Bürgerstube in Golling</h3>
<p><strong>Hell leuchtet dieser goldene Stern, bestehend aus einem Gourmet-Restaurant, dem Wirtshaus „Bürgerstube“, einer Vinothek und einer Fleischhauerei samt Feinkost-Abteilung.</strong></p>
<p>Manchmal will man bei einem Meisterkoch einkehren, ohne gleich das ganze Programm zwischen Aperitif und Digestif zu absolvieren: Dann ist man in Döllerer’s Bürgerstube bei Backhendl, Tauernlamm, Blunz’nknödel und Co oder ganz einfach bei den längst legendären Weißwürsten an der richtigen Adresse. Ausgedehnter darf das Mahl dagegen in der Gourmet-Abteilung werden, wo Junior- und Küchenchef Andreas Döllerer zu kreativer Höchstform aufläuft. Seine neue Küchenlinie heißt „Cuisine Alpine“. Das Menü ist eine Wanderung durch Texturen, Düfte, Impressionen und Geschmäcker des Salzburger Landes. Wer sich Döllerer’s Köstlichkeiten vom Chutney bis zur Hauswurst auch zu Hause nicht entgehen lassen will, kann seine „Genusspackerln“ bequem im Online-Shop bestellen.</p>
<p><strong>Kontaktdaten: </strong>Döllerer’s Genusswelten, Markt 56, 5440 Golling. <a href="http://www.doellerer.at">www.doellerer.at</a></p>
<hr />
<h3>Landgasthof Löckerwirt in St. Margarethen</h3>
<p><strong>Der Löckerwirt bezieht seine Grundprodukte aus der eigenen biologischen Landschaft. In der Küche des schlichten und gleichzeitig gemütlichen Gasthauses werden sie zu ehrlichen und bodenständigen Gerichten kreiert.</strong></p>
<p>Direkt am Eingang zum Lungau liegt der Landgasthof der Familie Löcker, die nebenbei auch eine biologische Landwirtschaft und Viehzucht betreibt. Aus Letztgenannten stammen die meisten exzellenten Grundprodukte, die in der Küche des schlichten und gleichzeitig gemütlichen Gasthauses zu ehrlichen und bodenständigen Gerichten verarbeitet werden. Wie etwa zu Ochsengulasch, zu äußerst saftigem Ochsenbraten mit flaumigen Butternockerln oder zu Blutwurstgröstl. Im Sommer gibt es knackige Salate und Kräuter aus dem eigenen Garten, aus dem auch die Kartoffeln der alten lokalen Sorte Lungauer Eachtling stammen. Hervorragend auch die für die Gegend typischen Knödel und Nockerlgerichte wie etwa Salzburger Kasknödel und Kräuterspätzle im Pfandl. Vorzüglich gewählt sind die Käse, Schinken und Würste lokaler Produzenten, die als Lungauer Schmankerlreise mit vorzüglichem Hausbrot serviert werden. Klassische und tadellos zubereitete Nachspeisen bestehen aus Salzburger Nockerln, Kaiserschmarrn oder Palatschinken. Die Weinkarte präsentiert ausschließlich österreichische Weine.</p>
<p>18 Kilometer weiter, in der Ortschaft Göriach, liegt der Hiasnhof von Gunther Naynar, der zu den besten Käsern des Landes gehört und auch die alte Roggensorte Tauernroggen wiederbelebt hat. Der Tauernroggen ist eines der österreichischen Slow Food Presidi.</p>
<p><strong>Kontaktdaten:</strong></p>
<p>Landgasthof Löckerwirt, Dorfstraße 25, 5581 St. Margarethen. <a href="http://www.bauernhoefe.at/hiasnhof">www.loeckerwirt.at, www.bauernhoefe.at/hiasnhof</a></p>
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<hr />
<p><strong>Obauer</strong></p>
<p>Werfen / Salzburg, Gastronomie</p>
<p><strong>In den Augen vieler Gourmets sind Karl und Rudi Obauer das erfolgreichste Brüderpaar des Landes. Ihr Restaurant erlangt Jahr für Jahr Höchstwerte bei nationalen und internationalen Gourmetführern.</strong></p>
<p>Man kann es kurz ausdrücken: Man kann in Österreich kaum besser essen als bei „den Obauers. Oder lang: Für ihre kulinarischen Kreationen wurden die Brüder neben Dutzenden Preisen mit vier Hauben bei „Gault Millau“, fünf Kronen im Gourmetführer „À la Carte“ und zwei Sternen im „Guide Michelin“ ausgezeichnet. Seit 1979 betreiben Karl und Rudi Obauer ihr Restaurant in Werfen bereits – und bis heute präsentiert sich ihre Küche spannend und richtungsweisend. Die Produkte der Region, die handwerklichen Grundsätze der großen Küche und der freie Blick für die Geschmacksharmonien in aller Welt charakterisieren die Kochkunst der Obauers. Und die manifestiert sich in den bekannten Klassikern des Hauses – Forellenstrudel, Wallergröstl oder Werfener Lamm – ebenso wie in sensationellen neuen Kreationen.</p>
<p><strong>Kontaktdaten: </strong>Restaurant Hotel Obauer, Markt 46, 5450 Werfen. <a href="http://www.obauer.com">www.obauer.com</a></p>
<hr />
<h3>Meilinger Taverne in Mittersill</h3>
<p><strong>Man kann hier fast nicht vorbeigehen, denn der Gasthof mit der charakteristischen roten Fassade wirkt einfach zu einladend – ein Signal, dem man getrost folgen kann.</strong></p>
<p>Die Bezeichnung „Taverne“ ist für das 300 Jahre alte denkmalgeschützte Haus am Marktplatz von Mittersill eigentlich Understatement, erinnert aber an die Zeit, als die Überquerung des Felbertauern noch ein gefährliches Unterfangen war und Reisende hier gerne Rast und Labung suchten. Die findet man auch heute bei einer stark bodenständig orientierten Küche, in deren Zentrum das hervorragende Fleisch vom Pinzgauer Rind steht. Auch rundherum fehlt es hier an nichts, vom gemütlichen Ambiente über die passenden Weine bis zum abschließenden Schnapserl. Der Gasthof trägt eine Gault-Millau-Haube.</p>
<p><strong>Kontaktdaten: </strong>Meilinger Taverne, Am Stadtplatz 10, 5730 Mittersil. <a href="http://www.meilinger-taverne.at">www.meilinger-taverne.at</a></p>
<hr />
<h3>Winterstellgut in Annaberg</h3>
<p><strong>Das Winterstellgut ist einer der inspirierendsten Plätze zum kulinarischen Genuss im Salzburger Land.</strong></p>
<p>In der Küche dieses alten Landguts und Pferdegestüts von Dietrich Mateschitz aus dem 16. Jahrhundert, auf 1000 Meter über dem Meer, wird viel Wert auf regionale Zutaten gelegt, Kräuter und ein Teil des Gemüses kommen aus dem hauseigenen Gemüsegarten, Brot wird selbst gebacken, die Schnäpse sind hausgebrannt. Unter den bodenständigeren Gerichten auf der sommerlichen Speisekarte finden sich eine tadellose Leberknödelsuppe, knuspriger Spanferkelschopf mit Sauerkraut und Serviettenknödel, cremiges Eierschwammerlgulasch ebenfalls mit Serviettenknödel und für danach Marillenknödel mit Butterbrösel und Vanilleeis oder den herausragenden Sauerrahmschmarrn mit Marillenragout. Zudem werden während der Sommermonate auch Grillabende veranstaltet. Die Weinauswahl ist beachtlich, beschränkt sich auf Österreich und wird von kompetenter Beratung begleitet.</p>
<p><strong>Kontaktdaten: </strong>Winterstellgut, Braunötzhof 4, 5524 Annaberg. <a href="http://www.winterstellgut.at">www.winterstellgut.at</a></p>
<hr />
<h3><strong>Hoagascht in Flachau</strong></h3>
<p><strong>Dass das „Hoagascht“ früher einmal ein Kuhstall war, ist sicher nicht das einzige Ungewöhnliche an diesem etwas anderen Lokal im Pongau.</strong></p>
<p>Fast 250 Jahre hat das alte Gemäuer, das früher Kühen als Schutz- und Aufenthaltsort diente, am Buckl. Dementsprechend aufwändig waren die Umbau- und Adaptierungsarbeiten, die aus dem ehemaligen Kuhstall einen modernen Gastronomiebetrieb machten. Hier werkt Christoph Oberreiter, der in seiner gastronomischen Karriere viel herumgekommen ist und in vielen Spitzenbetrieben gearbeitet hat. Dementsprechend begnügt er sich nicht damit, traditionelle Wirtshausküche anzubieten, sondern kombiniert geschickt regionale Grundlagen mit Einflüssen aus der asiatischen oder italienischen Küche. Klingt ein wenig verwegen – schmeckt aber ausgezeichnet, wenn es von Könnerhand stammt. Abgesehen vom Essen und Trinken ist das Hoagascht aber auch ein Platz zum Chillen, Feiern, Musikhören oder -machen und um sich anschließend in einem der hübschen Zimmer aufs Ohr zu hauen.</p>
<p><a href="http://www.hoagascht.at">www.hoagascht.at</a></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wiens Geschichte, Kunst und Architektur</title>
		<link>https://reisewiki.at/wiens-kunst-architektur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2016 10:22:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit seiner gelungenen Mischung aus imperialer Tradition und aktueller Kreativität hat sich die österreichische Hauptstadt als einer der Hauptakteure am globalen Tourismusmarkt etabliert. Rund 13 <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wiens-kunst-architektur/" title="Wiens Geschichte, Kunst und Architektur">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit seiner gelungenen Mischung aus imperialer Tradition und aktueller Kreativität hat sich die österreichische Hauptstadt als einer der Hauptakteure am globalen Tourismusmarkt etabliert. Rund 13 Millionen Übernachtungen verzeichnet die Metropole pro Jahr.</p>
<p>Geschichte ist in Wien allgegenwärtig: in den Bauten, in seiner Musik und in seinen Kunstwerken. Tauchen Sie ein in die vielfältige, spannende und noch immer lebendige Historie dieser Stadt! Starten Sie eine Zeitreise: Erleben Sie Wien in der Zeit der Römer, lernen Sie den Wiener Mozart kennen und verfolgen Sie die spannenden Veränderungen in Architektur und städtebaulichen Konzepten!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3101" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053.jpg" alt="Belvedere, Wien" width="640" height="426" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053.jpg 640w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p><em>Eingang zum Schloss Belvedere: Treten Sie ein ins historische Wien!<br />
</em></p>
<hr />
<h2>Vom Römerlager zur Hauptstadt der Republik</h2>
<p>Wiens Geschichte geht weit zurück. Einen ersten großen Entwicklungsschub gab es etwa 15 v. Chr., als die Römer das Militärlager Vindobona gründeten. Die Stadt Wien wurde erstmals urkundlich im Jahre 1137 erwähnt. Das heutige Stadtbild wird vom Barock und der Herrschaft von Kaiserin Maria Theresia dominiert. Doch Kaiser Franz Joseph hinterließ ebenfalls seine Spuren in der Stadt, als er die Stadtmauern im Jahr 1857 abreißen ließ und die Fertigstellung der prächtigen Ringstraße forcierte. Er starb im Ersten Weltkrieg nach 68-jähriger Regierungszeit.</p>
<p>Im Jahr 1918 wurde Wien die Hauptstadt der Republik Österreich. Nach der Annexion von Österreich durch Nazi-Deutschland im Jahr 1938 wurde Wien als &#8222;Reichsgau&#8220; (ein Landkreis des Dritten Reiches) bezeichnet. Im Jahr 1945 wurde sie wieder Hauptstadt der Republik Österreich. Die Stadt wurde zu einem der vier Amtssitze der Vereinten Nationen neben New York, Genf und Nairobi. Im Jahr 1979 wurde der UN-Komplex an am Ufer der Neuen Donau eröffnet und im Jahr 1995 reihte sich Wien in die Reihen der Hauptstädte der Europäischen Union ein.</p>
<hr />
<h2>Barock, Historismus und Jugendstil</h2>
<p>Wien verdankt seine universelle Anziehungskraft der spannungsreichen Verbindung von kaiserlich-nostalgischem Flair mit einer sehr kreativen Kulturszene, der verantwortungsvollen Pflege eines kostbaren Erbes und liebenswerter Traditionen im Einklang mit aktuellen Trends. Die Architektur aus der Kaiserzeit hat einen unauslöschlichen Eindruck in der Stadt hinterlassen. Prächtige Bauten, vor allem aus dem Barock, Historismus (&#8222;Ringstraße&#8220;) und Jugendstil prägen die Stadt. Ein beachtliches Erbe für die Hauptstadt der kleinen Republik Österreich mit nur 8,4 Millionen Einwohnern. In Wien überdauert bis heute die Romantik eines längst verlorenen Reiches.</p>
<p>Doch es ist nicht nur die kaiserliche Architektur der Stadt, die ihre Schönheit ausmacht. Wien bietet auch weltbekannte Museen, Kunstsammlungen und Kunstwerke. Das Kunsthistorische Museum Wien (Museum der Schönen Künste) beherbergt die weltweit größte Sammlung von Gemälden von Bruegel sowie die neu renovierte Kunstkammer, eine einzigartige Sammlung von Artefakten und Kuriositäten, die im Jahr 2013 wiedereröffnet wurde. Zahlreiche Werke von Gustav Klimt und Egon Schiele werden im Belvedere und im Leopold Museum im Museumsquartier ausgestellt.</p>
<p>Das Museumsquartier, eine kulturelle Attraktion von internationalem Rang, befindet sich im Stadtzentrum in der Nähe zu den berühmten Museen und wurde im Jahr 2001 eröffnet. Dieser zentral gelegene Kulturkomplex ist eine architektonisch faszinierende Kombination aus Barock (die ehemaligen Hofstallungen) und einer zukunftsorientierte Gestaltung der Architekten Ortner &amp; Ortner. Mit 60.000 Quadratmetern Nutzfläche auf acht unterschiedlichen Ebenen ist es eines der zehn größten Kulturareale der Welt und bietet eine einzigartige Mischung von Ausstellungsobjekten.</p>
<p>Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind: das Leopold Museum (wie bereits erwähnt) mit der weltweit größten Sammlung von Schiele-Bildern und Werken von renommierten modernen österreichischen Künstlern wie Klimt, Kokoschka und Gerstl; das mumok &#8211; Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, das Architekturzentrum Wien und die Kunsthalle Wien. Zwei Festhallen werden für hochkarätige Veranstaltungen wie die Wiener Festwochen, das Tanzfestival Impulstanz und auch für Popkonzerte genutzt. Ein Kindermuseum, ein Kindertheater, ein Informationszentrum für Jugendliche, und eine Reihe von attraktiven Restaurants, Cafés und Geschäfte ergänzen die reiche Auswahl an kulturellen Angeboten.</p>
<p>In der Nähe der Staatsoper beherbergt die <strong>Albertina</strong> die weltweit größte Sammlung von Grafiken mit etwa 60.000 Zeichnungen, einigen Millionen Drucken und einer umfangreichen Sammlung von Fotomaterial. Für leibliche Genüsse sorgt das gute Essen in Do &amp; Co Restaurant der Albertina nach dem Besuch einer der Ausstellungen.</p>
<p>Die Belvedere-Schlösser und Gärten bilden eine der europaweit schönsten Barockensembles. Das Obere Belvedere beherbergt die weltweit führende Sammlung österreichischer Kunst aus dem Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Zu den absoluten Highlights zählt die weltweit größte Sammlung von Werken von Gustav Klimt &#8211; einschließlich seiner bekanntesten Komposition, der Kuss. Das Untere Belvedere und die Orangerie sind Gastgeber ständig wechselnder Saisonausstellungen. Ein kurzes Stück vom Oberen Belvedere entfernt, befindet sich der ehemalige Österreich-Pavillon der Weltausstellung von 1958.</p>
<p>Am 24. April 2004 &#8211; 150 Jahre nach der Hochzeit von Kaiserin Elisabeth (1837-1898) und Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) – wurde das <strong>Sisi Museum in der Hofburg</strong> eröffnet. Die Exponate umfassen eine Reihe von persönlichen Gegenständen Elisabeths einschließlich einer Replik des Kleides, das sie am Vorabend ihrer Hochzeit trug, ihrem Morgenmantel und ihrem Sonnenschirm sowie Fächer und Handschuhe. Auch das luxuriöse Interieur des Eisenbahnwagens, den die Kaiserin auf Reisen benützte, kann besichtigt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3897/thumb_preview_afacadcf-adb5-4f8b-81ea-c55098e32739.jpg" alt="Kaiserin Elisabeth I. im ungarischen Krönungsornat (Gemaelde: Georg Raab) " width="656" height="660" data-ab-color="rgb(162,151,159)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p><em>Kaiserin Elisabeth I. im ungarischen Krönungsornat (Gemaelde: Georg Raab). Kaiserappartements in der Wiener Hofburg / Sisi Museum. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<hr />
<h2>Theater, Opern- und Musical-Theater</h2>
<p>Wien ist traditionell die Stadt der Kunst. Die Stadt verfügt über 50 Theater, darunter vier Opern und mehrere Musical-Theater, 150 Museen, zahlreiche Galerien und renommierte Theater-, Musik-und Tanzfestivals. All dies sorgt für ein außergewöhnlich reiches Kulturprogramm während des ganzen Jahres und macht die Stadt zu einer der führenden europäischen Kulturzentren.</p>
<p>Wien, als Stadt der Musik, genießt eine herausragende Reputation in der ganzen Welt. Keine andere Stadt war die Heimat so viele Komponisten von internationalem Ruf. Einige, wie Schubert, Strauss, Schönberg und Berg wurden, hier geboren, andere, wie Mozart, Beethoven, Haydn, Brahms und Mahler entschieden sich, dort zu leben. Wien verfügt über eines der besten Orchester der Welt &#8211; die Wiener Philharmoniker – sowie die Wiener Symphoniker und mehrere andere Orchester und Ensembles von ausgezeichnetem Ruf. Die Wiener Staatsoper ist eines der weltweit führenden Opernhäuser und wird durch drei weitere in der Stadt (Theater an der Wien, Volksoper, Kammeroper) ergänzt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/612/thumb_preview_1adda447-7a02-40b2-851d-952e70203410.jpg" alt="Burgtheater " width="880" height="589" data-ab-color="rgb(26,95,165)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Wiener Burgtheater vor dem Rathausplatz. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun</em></p>
<p>Die Wiener Sängerknaben verzaubern Musikliebhaber aus der ganzen Welt. Neben der klassischen Musik hat sich Wien auch als Stadt der Musicals etabliert, und die jüngsten Erfolge in der elektronischen Musik zeigen, dass auch die Avantgarde in Wien präsent ist. Eine ganz besondere Art, Musik zu genießen, bietet das Haus der Musik &#8211; eine einzigartige Hightech-Entdeckungsreise enträtselt das Phänomen der Musik: ein Ort, wo Geräusche sichtbar werden, Orgelpfeifen begehbar sind und Besucher virtuelle Dirigenten und Komponisten auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern erleben. Eine weitere Attraktion ist das Mozarthaus Vienna, das am 27. Januar 2006 eröffnet wurde – anlässlich von Mozarts 250. Geburtstag &#8211; in seinem ehemaligen Wohnhaus in der Domgasse.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Wiener Sängerknaben - &quot;Songs for Mary&quot; (Trailer)" width="678" height="381" src="https://www.youtube.com/embed/M1JwTKsqYDU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<hr />
<h2>Wien und seine Architektur</h2>
<p>Wiens 2000-jährige Geschichte ist eng mit der Stadt in ihrer gegenwärtigen Form verbunden. Das Design der Innenstadt geht auf eine römische Siedlung und das Straßennetz des Mittelalters zurück. Romanische und gotische Kirchen prägen den Charakter der Straßen und Plätze; ebenso zahlreiche Paläste und Stadthäuser aus der Barockzeit.</p>
<p>Die Ringstraße war der ultimative Ausdruck einer modernen Metropole im neunzehnten Jahrhundert; ausgedehnte Wohnanlagen in den Außenbezirken bestimmen den Ton des Zwanzigsten Jahrhunderts. Derzeit werden eine Reihe von Großplanungen umgesetzt. Stararchitekten arbeiten daran, die Skyline Wiens neu zu definieren.</p>
<p>Wegen seiner Rolle als Kaiserresidenz und als ein Zentrum der Macht in Europa war die österreichische Hauptstadt über Jahrhunderte im Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Dies förderte die Entwicklung wertvoller Architektur, wie sie heute in einem ähnlichen Ausmaß wohl nur wenige andere Städte bieten.</p>
<p>Im Laufe der Jahre hat sich die Stadt konsequent darum bemüht, diese historischen Highlights zu integrieren sowie den Weg für einige spektakuläre Neubauten freizumachen. Als die am schnellsten wachsende Großstadt im deutschsprachigen Raum setzt Wien heute weltweit neue Maßstäbe, vor allem im Wohnungsbau. Die Erhaltung der gewachsenen Strukturen und der Dialog zwischen Alt und Neu sind in der Wiener Architektur Konstanten.</p>
<p><strong>Architektur-Highlight des Mittelalters: der Stephansdom</strong></p>
<p>Die älteste architektonische Sehenswürdigkeit in Wien ist der Stephansdom. Unter den Habsburgern, die prägend auf das Erscheinungsbild der Stadt vom späten dreizehnten Jahrhundert bis 1918 wirkten, wurde der Dom nach und nach als ein Denkmal für die Ambitionen der herrschenden Dynastie erweitert. Der von den Wienern liebevoll &#8222;Steffl&#8220; genannte Dom mit seinem 137 Meter hohe Südturm wurde 1433 fertiggestellt. Er gilt als ein Meisterwerk der europäischen Spätgotik. Über lange Zeit war er das höchste Gebäude aus Stein in Europa und ist bis heute der unbestrittene Mittelpunkt der Stadt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1494/thumb_preview_d3255801-2c74-4abf-802d-bf37a14ebeb7.jpg" alt="Haas Haus und Stephansdom " width="851" height="660" data-ab-color="rgb(51,84,153)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Haas Haus und Stephansdom. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.</em></p>
<hr />
<h2>Kaiserliche Hauptstadt des Barock</h2>
<p>Wiens Aufstieg in die Reihen der großen europäischen Hauptstädte begann in der Barockzeit. Zu den wichtigsten Architekten dieser Zeit zählen Johann Bernhard Fischer von Erlach und Johann Lucas von Hildebrandt. Eine Reihe von Sommerpalästen entstand außerhalb der Stadtmauern. Das Gartenpalais Schwarzenberg (1697-1704), Prinz Eugens Winterpalais (1695-1724, heute eine Außenstelle des Belvedere) und das Palais Daun-Kinsky (1713-1719, heute das Auktionshaus im Kinsky) gehören zu den wichtigsten Stadtpalästen.</p>
<p>Der Kaiser erweiterte die Hofburg mit dem Bau der Hofbibliothek (1722-1726) und der Winterreitschule (1729 bis 1734). Auch Kirchen und Klöster prägten in der Zeit der Habsburger die Stadt. Etwa Fischer von Erlachs Karlskirche, die außerhalb der Stadtmauern zwischen 1714 und 1739 errichtet wurde. Sie ist eines der wichtigsten Werke des europäischen Barock mit einer wunderschön ausgeführten Fassade. Die farbenfrohen Innenräume der Kirchen wie etwa jener der Peterskirche (1701-1722) zeugen von Ehrgeiz der Architektur dieser Periode, Malerei und Skulptur in einem harmonischen Einklang zu bringen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3365/thumb_preview_8fd1b5c7-b498-4818-a09a-435a34d4a371.jpg" alt="Karlskirche am Abend" width="446" height="660" data-ab-color="rgb(47,77,147)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p>© Österreich Werbung, Fotograf: Kalmar.</p>
<p><em>Ein barockes Juwel: die Karlskirche. Im Sommer stellt das Wiener Stadtgartenamt vor der Kirche Palmen und Oleander auf.</em></p>
<p><strong>Eine Stadt wird zur Metropole</strong></p>
<p>Pläne, die hoffnungslos überfüllte Stadt zu erweitern, führten 1857 dazu, dass Kaiser Franz Joseph die Befestigungsanlagen der Stadtmauern abreißen ließ, sodass das historische Zentrum mit den Vorstädten verbunden werden konnte. 1865 eröffnet, ist die Ringstraße der wichtigste Vorzeigeboulevard in Europa. Die Gebäude sind fast alle in ihrer ursprünglichen Pracht erhalten. Sie bieten einen authentischen Eindruck von einer Metropole des Neunzehnten Jahrhunderts. Die Architektur der offiziellen öffentlichen Gebäude an der Ringstraße spiegelt ihren Zweck wider: die klassischen griechischen Formen von Theophil Hansen für das Parlament (1871-1883) beziehen sich auf die Demokratie, der Stil von Heinrich Ferstels Universitäts-Renaissance-Gebäudes (1873-1884) auf die Blüte des Humanismus, und Friedrich Schmidts gotisches Rathaus (1872-1883) steht für den Bürgerstolz des Mittelalters.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10723/thumb_preview_5a376757-0a22-4884-9fab-548a3e32e68a.jpg" alt="Wien, Blick vom Justizpalast auf Parlament" width="880" height="359" data-ab-color="rgb(167,189,215)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Wien, Blick vom Justizpalast auf Parlament. © Österreich Werbung, Fotograf: Volker Preusser</em></p>
<p>Die Bauten des Kaiserhauses dominieren den Ring bis heute: Eduard van der Nülls und August Sicardsburgs Staatsoper (1863-1869), Gottfried Sempers und Carl Hasenauers Burgtheater (1874-1888), das Kunsthistorische Museum, das Naturhistorische Museum (1871-91) und die Neue Hofburg (1881-1918). Zur gleichen Zeit war die Ringstraße der bevorzugte Aufenthaltsort für die meist jüdische Oberschicht. Familien wie die Ephrussis, die Epsteins und die Todescos errichteten luxuriöse Paläste und betonten so die  kulturelle Führung in der Wiener Gesellschaft. Die Weltausstellung 1873 gab Wien schließlich die Möglichkeit, sich einem internationalen Publikum zu präsentieren. Viele Hotels eröffneten an der Ringstraße einschließlich dem Hotel Imperial und dem heutigen Palais Hansen Kempinski.</p>
<p><strong>Fin de Siècle in Wien</strong></p>
<p>Eines der letzten Gebäude, das an der Ringstraße fertiggestellt wurde, war Otto Wagners Postsparkasse (1903-1906). Mit seiner schmucklosen Fassade und der gläsernen Kassenhalle ist es bis heute eine Ikone der modernen Architektur. Otto Wagner vertrat den Geist der Veränderung an der Wende des Jahrhunderts wie kein anderer. Seine S-Bahn-Stationen brachten architektonische Schönheit in das öffentliche Verkehrsnetz der Stadt, und seine Kirche am psychiatrischen Krankenhaus Steinhof gilt als erste moderne Kirche (1904-1907).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3106" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Karlsplatz__1467368232.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Karlsplatz__1467368232.jpg 640w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Karlsplatz__1467368232-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p><em>Die U-Bahn-Station Karlsplatz ist eine architektonische Besonderheit: Die Station besteht aus zwei mit Ornamenten üppig verzierten, einander gegenüberliegenden Pavillons. Ausgeführt wurden sie von Otto Wagner als Stahlskelettbau mit vorgehängten Marmorplatten im Dekor des Jugendstils. </em></p>
<p>Wagners unbeirrbarer Fokus auf die Funktion eines Gebäudes beeinflusste eine ganze Generation von Architekten. Etwa Joseph Maria Olbrich, der die Secession (1897-1898) plante und Josef Hoffmann, Architekt des Sanatoriums Purkersdorf (1904) am westlichen Stadtrand der Stadt. Hoffmann gilt auch als Gründer der Wiener Werkstätte (1903).</p>
<p>Der wichtigste unter ihnen war Adolf Loos &#8211; das <strong>Looshaus</strong> am Michaelerplatz schrieb bei seiner Enthüllung Architekturgeschichte (1909 -1911). Die Geschäftsebene ist aufwendig mit Marmor verkleidet und steht in absolutem Gegensatz zu der schlichten Fassade im oberen Teil, sodass die &#8222;Nacktheit&#8220; der oberen Etagen noch deutlicher hervortritt. Diese funktionell motivierte Aussage war so provokativ wie Loos kulturkritische Texte („Ornament und Verbrechen“), mit denen er großen Einfluss auf die Architektur des 20. Jahrhunderts nahm.</p>
<p>Loos wurde von der öffentlichen Auftragsvergabe auf die schwarze Liste gesetzt. Seine wichtigsten Werke sind daher Villen, Wohnprojekte und Läden wie der Schneidersalon Knize am Graben (1910-1913), der in seinem ursprünglichen Zustand bis heute erhalten ist, und der restaurierten Loos Bar (1908-1909) unweit der Kärntnerstraße.</p>
<hr />
<h2>Literaturtipp: ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön</h2>
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<ul>
<li><a href="https://www.amazon.de/gp/product/389705969X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389705969X&amp;linkCode=as2&amp;tag=reisefuehrer099-21"><span style="color: #0000ff;">111 Orte in Wien die man gesehen haben muss</span></a></li>
<li>Von Peter Eickhoff  / Emons Verlag</li>
<li><strong>Spiegel-Bestseller Nr. 1</strong></li>
</ul>
<p>111 Einblicke und Einsichten in ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön verspricht der etwas andere Wien-Reiseführer: „hinter den diskret versteckten Tapetentüren der alten Monarchie ebenso wie in den schrill erleuchteten Entrees des New Vienna, in postmodernen Kaffeehäusern, musealen Beisln, politischen Waschsalons und längst vergessenen Hinterhöfen“.</p>
<p>Lesen Sie nach, wo sich Wien richtig böse, und wo ist es richtig gemütlich ist, wo sich das schönste Stundenhotel der Stadt befindet und wo der Kopf eines Mörders hinter Glas liegt …</p>
<p><a href="https://www.amazon.de/gp/product/389705969X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389705969X&amp;linkCode=as2&amp;tag=reisefuehrer099-21"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4178 alignleft" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/08/Werbung-amazon.jpg" alt="Werbung amazon" width="165" height="250" /></a></p>
<p>Dieses Buch ist ein wahrer Lesegenuss für all jene, die bei ihrem Besuch nicht nur das übliche Standard-Touristenprogramm abspulen möchten.</p>
</div>
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<hr />
<h2>Ermäßigungen: die Wien-Karte</h2>
<p>Die Wien-Karte gilt als 72-Stunden-Netzkarte für die freie Fahrt auf Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie bietet aber auch eine Reihe von Ermäßigungen. Erhältlich ist sie in vielen Wiener Hotels, in der Touristinformation, in Reisebüros und in den Verkaufsstellen der öffentlichen Verkehrsmittel (<a href="http://www.wienkarte.at">www.wienkarte.at</a>). Die Inhaber der Wien-Karte können die Vorteile von mehr als 210 Preissenkungen und Sonderangeboten nützen. Die Palette reicht vom ermäßigten Museumseintritt bis hin zu Shopping-Angeboten. Details verrät eine Gutschein-Broschüre, die mit jeder Wien-Karte ausgehändigt wird. Alternativ gibt es auch eine etwas günstigere 48-Stunden-Wien-Karte, die die gleichen Vorteile wie das 72-Stunden-Pendant bietet.</p>
<p>Das zentrale Tourist-Informationsbüro von Wientourismus befindet sich direkt hinter der Wiener Staatsoper am Albertinaplatz (Ecke Maysedergasse, 1010 Wien). Neben allgemeinen Informationen und Unterstützung bei der Beschaffung von Hotelunterkünften bietet das Informationszentrum auch Eintrittskarten, Last-minute-Tickets für kulturelle Veranstaltungen und kostenfreiem WLAN, täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Adlerweg-Wanderführer</title>
		<link>https://reisewiki.at/adlerweg-buch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jun 2016 09:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://reisewiki.at/?p=2842</guid>

					<description><![CDATA[280 Kilometer ist der Hauptwanderweg des Tiroler Adlerwegs lang, auf dem ab dem Frühsommer das gesamte Land Tirol durchwandert werden kann. Der Adlerweg ist die <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/adlerweg-buch/" title="Adlerweg-Wanderführer">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>280 Kilometer ist der Hauptwanderweg des Tiroler <a href="http://www.adlerweg.com">Adlerwegs</a> lang, auf dem ab dem Frühsommer das gesamte Land Tirol durchwandert werden kann. Der Adlerweg ist die längste Tour im Lande und umfasst 31 Etappen von St. Johann im Tiroler Unterland bis nach St. Anton am Arlberg. Von der Festung Kufstein über das Unterinntal geht es entlang der Laliderer Wände und dem Zirbenweg über Innsbruck ins ursprüngliche Gaistal. Von dort aus führt der Weg entlang der alten Römerstraße und durch die Lechauen bis zum Arlberg. Je nach Können stehen zwei Varianten des Adlerweges offen: Sportlich-Trainierte können eine alpine Höhenroute dazunehmen. Wer es lieber gemütlich mag, kann den ganzen Wegverlauf auf Mittelgebirgsrouten bleiben. Verfolgt man den Wegverlauf auf der Karte, so zeichnet sich klar das Muster eines Adlers, des Tiroler Wappentieres, ab. Den Kopf bildet die Rundwanderung bei Innsbruck, die Flügel entstehen aus den anderen durchwanderten Regionen.</p>
<p>Zum Adlerweg ist ein Rother-Wanderführer mit detaillierten Tourinfos in einer aktualisierten Auflage erschienen. Der Lauf des Adlerweges wurde kürzlich an einigen Stellen geändert, was im Buch bereits beschrieben wird. Die Neuauflage des Wanderführers gibt zudem Hinweise auf Alternativen, die eine flexible Wanderplanung auch bei schlechtem Wetter und schwierigen Geländebedingungen erlauben.</p>
<p>Adlerweg: Vom Wilden Kaiser zum Arlberg. 24 Etappen. Mit GPS-Daten (Rother Wanderführer)</p>
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<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Steiermark &#8211; der Reiseführer</title>
		<link>https://reisewiki.at/steiermark-reisefuehrer-online-kostenlos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2016 11:25:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Steiermark-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Steiermark]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://reisewiki.at/?p=2248</guid>

					<description><![CDATA[Inhaltsverzeichnis: Tipps zu Zielen &#038; Sehenswürdigkeiten – Das steierische Salzkammergut – Die Buschenschank – Speisekarte mit steirische Spezialitäten -]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tipps zu Zielen &amp; Sehenswürdigkeiten &#8211; Das steierische Salzkammergut &#8211;&nbsp; Die Buschenschank &#8211; Speisekarte mit steirische Spezialitäten &#8211; Das weststeirische Schilcherland &#8211; Wandern &amp; Pilgern &#8211; Steirisches Brauchtum</strong></p>
<p>In der Steiermark beginnen die Alpen, oder hier enden sie – je nach Standpunkt. Dadurch ergeben sich landschaftliche Kontraste, die kaum ein anderes Bundesland in sich vereinen kann: Da ist zum einen das Hügelland der Süd- und Oststeiermark mit seinen Ausläufern in die pannonische Tiefebene. Im Gegensatz dazu steht die gebirgige Welt des Nordens, wo in den Tälern von jeher in handwerklichen und industriellen Betrieben für Wohlstand gesorgt wurde. Im Süden des Landes gedeihen hervorragende Weine: Welschriesling, Sauvignon blanc und Muskateller, aber auch Chardonnay, in der Steiermark Morillon genannt.</p>
<p>Die Steiermark steht für eine bunte Vielfalt. Der Reigen reicht von der Kulturhauptstadt Graz als größter bis Oberwölz als kleinster Stadt, über die Lipizzaner bis zum Erzberg, von der Riegersburg bis zum Gartenschloss Herberstein samt Tierwelt. Eine Entdeckungsreise wert ist auch das 200 alte Joanneum, das erste Museum Österreichs, das Kunsthaus Graz oder die Weingüter mit ihrer oft interessanten Architektur.</p>
<p>Eine wichtige Rolle spielen natürlich auch die vielen Kulturveranstaltungen und Feste wie das Narzissenfest, die klassische styriarte und das elektronische springfestival oder die zeitgenössischen Festivals wie steirischer herbst und elevate. Und die Sprache der Steirer? Vom tiefen Oststeirisch, übel beleumundet als „bellen“, bis zum fast aristokratisch anmutenden Eggenberger Grazerisch, ist die Palette der Dialekte bunt.</p>
<hr>
<h2>Daten und Fakten</h2>
<p>Zwischen Dachstein, Hochschwab, Zirbitzkogel und Almenland, zwischen Flussauen und Klammen erstreckt sich Österreichs grünste Ecke. Die Steiermark ist 16.401&nbsp;km2 groß und damit das zweitgrößte sowie zu 61,3 Prozent bewaldet&nbsp; und damit auch das waldreichste Bundesland Österreichs. Die Region besitzt einen knappen 3000er (<strong>Dachstein</strong>: 2.995 m), 788 Gipfel über 2000 Meter und 2000 Almen mit einer Gesamtfläche von ca. 50.000&nbsp;ha.</p>
<p>Die Steiermark wird auch als der <strong>Obstgarten</strong> Österreichs bezeichnet und ist dank ihrer klimatischen Bedingungen das fruchtbarste Bundesland der Alpenrepublik. Vor allem Wein, Kürbis-(kernöl) und Äpfel zählen zu den Exportschlagern.</p>
<p>Die Steiermark besitzt eine <strong>Weinanbaufläche</strong> von 3.940 Hektar, das mit 5.800 Hektar größte Apfelanbaugebiet Österreichs und beachtliche 12.000&nbsp;ha Kürbisanbaufläche, die dem Land jährlich rund zwei Millionen Liter Kürbiskernöl bescheren.</p>
<ul>
<li><strong>Lage</strong>: im Südosten Österreichs</li>
<li><strong>Fläche</strong>: 16.401 km2, 61,3&nbsp;% Waldanteil, zweitgrößtes Bundesland Österreichs</li>
<li><strong>Bevölkerung</strong>: 1.213.255 Einwohner</li>
<li><strong>Landeshauptstadt</strong>: Graz (zweitgrößte Stadt Österreichs) mit 266.965 Einwohnern</li>
<li><strong>Klimazonen</strong>: alpines Klima im Norden, pannonische Klimazone im Süden</li>
<li><strong>Topografie</strong>: Der Norden ist (hoch)alpin mit Bergen bis annähernd 3000 Metern; in der Mitte prägen Almen (das größte zusammenhängende Almgebiet Europas) und das Grazer Becken die Landschaft; im Süden wechseln die Hügel der Weinberge mit flachen Ebenen des Thermenlandes</li>
<li><strong>Staatsgrenze</strong>: 145 km mit der Republik Slowenien</li>
<li><strong>Landesfarben</strong>: Weiß-Grün</li>
<li><strong>Wappen</strong>: rot gehörnter, Feuer speiender, silberner Panther auf grünem Wappenschild, den der steirische Herzogshut krönt</li>
<li><strong>Symbol</strong>: das grüne Herz (das Land wird wegen seines Waldreichtums seit 1972 auch als Grünes Herz Österreichs bezeichnet)</li>
<li><strong>Verwaltung</strong>: 17 politische Bezirke einschließlich der Landeshauptstadt Graz</li>
<li><strong>Höchster Punkt</strong>: 2.995&nbsp;m – Hoher Dachstein</li>
<li><strong>Tiefster Punkt: </strong>200&nbsp;m – die Mur östlich von Bad Radkersburg</li>
<li><strong>Längster Fluss: </strong>Mur – 290,9&nbsp;km (in der Steiermark)</li>
<li><strong>Größter See: </strong>Grundlsee – 4,3 km2</li>
</ul>
<figure id="attachment_447" aria-describedby="caption-attachment-447" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-447" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/Grundlsee_1461870468.jpg" alt="Grundlsee" width="640" height="425" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/Grundlsee_1461870468.jpg 640w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/Grundlsee_1461870468-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-447" class="wp-caption-text"><em>Der Grundlsee</em></figcaption></figure>
<ul>
<li><strong>Wandern</strong>: ein knapper 3000er (Dachstein: 2.995 m), 788 Gipfel über 2000 Meter, 2000 Almen (Gesamtfläche: ca. 50.000&nbsp;ha)</li>
<li><strong>Radfahren/MTB: </strong>Flussradwege (entlang von Mur und Enns) sowie mehrere Mountainbikeregionen</li>
<li><strong>Ältestes Museum Österreichs:</strong> Joanneum in Graz (seit 1811)</li>
</ul>
<hr>
<h2 data-canvas-width="338.031926524971"><strong>Die 6 Regionen der Steiermark</strong></h2>
<p data-canvas-width="102.64834981038396"><strong>1. Schladming-Dachstein, Ramsau am Dachstein, Alpenregion Gesäuse:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.schladming-dachstein.at">www.schladming-dachstein.at</a></li>
<li data-canvas-width="134.42321805500387"><a href="http://www.ramsau.com">www.ramsau.com</a></li>
<li data-canvas-width="141.0199111769722"><a href="http://www.gesaeuse.at"><span style="color: #0000ff;">www.gesaeuse.at</span></a></li>
</ul>
<p data-canvas-width="392.1831584625453"><strong>2. Thermenland Steiermark &amp; Oststeiermark:</strong></p>
<p data-canvas-width="259.5051399172651">mit 6 Thermen, den Weinstraßen und der Schlösserstraße. Das Apfel-Zentrum Österreichs.</p>
<ul>
<li data-canvas-width="169.42334949584304"><a href="http://www.thermenland.at">www.thermenland.at</a></li>
<li data-canvas-width="187.22342091387375"><a href="http://www.oststeiermark.com">www.oststeiermark.com</a></li>
</ul>
<p><strong>3. Ausseerland – Salzkammergut:</strong><a href="http://www.ausseerland.at">www.ausseerland.at</a></p>
<p data-canvas-width="198.1915668599753"><strong>4. Die Region Murtal:<br></strong></p>
<p data-canvas-width="198.1915668599753">Im Winter: beliebte Region für Snowboarder. Die zweite Seite: der Red Bull Ring als Motorsport-Eldorado. <a href="http://www.murtal.at">www.murtal.at&nbsp;</a></p>
<p data-canvas-width="155.45966506653002"><strong>5. Die Hochsteiermark:&nbsp; </strong><a href="http://www.hochsteiermark.at">www.hochsteiermark.at</a></p>
<p data-canvas-width="155.45966506653002"><strong>6. Die Süd- &amp; West- Steiermark:</strong>Die Heimat von Kürbis(-kernöl) und Wein, sanfte Weinberglandschaft und die Geburtsstätte der Lipizzaner <a href="http://www.sws.st">www.sws.st</a></p>
<div data-canvas-width="99.12041526958632">&nbsp;</div>
<hr>
<h2>Interessante Ziele &amp; Sehenswürdigkeiten</h2>
<h3>Nationalpark Gesäuse</h3>
<p><strong>Der Nationalpark wurde 2002 gegründet und erstreckt sich über die steirischen Ortschaften Admont, Johnsbach, Weng, Hieflau, Landl und St. Gallen.</strong></p>
<p>Mit rund 110 km ist der Nationalpark Gesäuse der drittgrößte Österreichs. 2 Markanteste Wahrzeichen sind die hochaufragenden Kalkriesen, mit dem Gipfel des Hochtors in 2.370 m Seehöhe. Unten zwängt sich die Enns in engen Schluchten durch das Bergmassiv. Ansonsten gibt es viel Wald und zahlreiche schöne Almen.</p>
<p><strong>Anreise</strong>: Die Bahnlinie zwischen Selzthal und Amstetten folgt den Schluchten der Enns und bringt die Besucher bis ins Zentrum des Nationalparks. Mit seinem Dutzend Häusern ist Gstatterboden zwar nicht sehr groß, dort befindet sich aber auf einer kleinen Anhöhe der Nationalpark-Pavillon, der Informationen für die Besucher bereithält und zugleich den wohl spektakulärsten Blick auf das Herzstück des Gesäuses gewährt: Eine mehrere Kilometer lange, fast senkrecht aufsteigende Felswand, die sich vom bewaldeten Talgrund auf ca. 500 m bis zur Gipfellinie in weit über 2.000 m Seehöhe aufbaut.</p>
<p>Eine der beliebtesten Wanderrouten führt durch diese Wand: Mit dem „<strong>Wasserfallweg</strong>“, einer mit Leitern und Drahtseilen gut gesicherten Wanderroute, gelangt man aus dem tiefen Tal in die Region der Hochalmen und die hinter dem Wandabbruch gelegenen Nadelwälder. Etwa 3 bis 4 Stunden ist man unterwegs, davon benötigt man die erste Hälfte für den Anstieg durch die felsige Wand, vorbei am ca. 100 m hohen Wasserfall, der im Hochsommer allerdings nur spärlich Nass spendet. Die zweite Hälfte des Weges ist dann ein Waldspaziergang, der bei der Heinrich-Hess-Hütte endet.</p>
<p>Für viele Besucher des Nationalparks Gesäuse ist dieses Haus mit 115 Betten und Lagern das wahre Zentrum der Region. Von hier aus lässt sich in einer nicht ganz einfachen Bergtour der höchste Gipfel der Region, das Hochtor (2.370 m), ersteigen. Allerdings ist der <strong>Josefinensteig</strong> wirklich nur den schwindelfreien und absolut trittsicheren Wanderern vorbehalten. Die Rundumsicht vom Gipfel entlohnt aber alle, die es geschafft haben, für die Mühen und den „Thrill“ bei der Überwindung der steilen Kletter-Passagen über die Kalksteingrate und -kanten.</p>
<p>Vom höchsten Punkt des Nationalparks wird die Urwüchsigkeit dieser Landschaft besonders deutlich. Bis vor wenigen Jahrhunderten war das gesamte Gebiet undurchdringliche Wildnis, in die nur wenige Jäger, Wilderer, Bergleute, Köhler oder Holzknechte vorzudringen wagten. Erst im 17. Jahrhundert, während der frühen Blüte der Eisenindustrie im nahen Eisenerz und Hieflau, rückte das Gesäuse mit seinen dichten Urwäldern in den begehrlichen Blick der Eisenindustrie und ihrer „Hammerherren“. Einige Wälder wurden geschlägert und das so gewonnene Holz auf dem Wasserwege über die Bäche und die Enns dann in Richtung der Städte im Alpenvorland – nach Weyer, Waidhofen an der Ybbs und Steyr – abtransportiert. Erst der Niedergang der Eisenindustrie vor etwa 150 Jahren verhalf der Natur im Gesäuse zu einer Atempause und Regeneration, die durch den Nationalpark nun für die kommenden Zeiten gesichert zu sein scheint.</p>
<p>Heute führt ein dichtes Netz von <strong>Wanderwegen</strong> durch die Schluchten und Wiesentäler hinauf auf die Almen und Berghänge. Neben der Hess-Hütte sind vor allem das Buchstein-Haus, die Ennstaler Hütte sowie die Mödlinger Hütte die wichtigsten Stützpunkte für Touristen, die hier eine warme Mahlzeit und ein Bett zum Übernachten finden. Kaum ein Weg zu einer Berghütte dauert länger als drei bis vier Stunden, wer allerdings einen Gipfel erklimmen will, sollte die doppelte Stundenanzahl annehmen – Großer und Kleiner Buchstein, Tamischbachturm, Admonter Kalbling, Tieflimauer, Sparafeld und Lugauer, alle um die 2.000 m hoch, sind die bekanntesten davon.</p>
<figure id="attachment_4117" aria-describedby="caption-attachment-4117" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4117" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Der-kulinarische-Tipp-Die-Kaspressknödelsuppe-ein-Gedicht-c-Erich-NeuholdIMG_0692-1024x768.jpg" alt="Der kulinarische Tipp: Die Kaspressknödelsuppe, ein Gedicht! © Erich Neuhold" width="1024" height="768" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Der-kulinarische-Tipp-Die-Kaspressknödelsuppe-ein-Gedicht-c-Erich-NeuholdIMG_0692-1024x768.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Der-kulinarische-Tipp-Die-Kaspressknödelsuppe-ein-Gedicht-c-Erich-NeuholdIMG_0692-300x225.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Der-kulinarische-Tipp-Die-Kaspressknödelsuppe-ein-Gedicht-c-Erich-NeuholdIMG_0692-768x576.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Der-kulinarische-Tipp-Die-Kaspressknödelsuppe-ein-Gedicht-c-Erich-NeuholdIMG_0692.jpg 1170w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-4117" class="wp-caption-text">Der kulinarische Tipp: Die Kaspressknödelsuppe der Hess-Hütte, ein Gedicht! © Erich Neuhold</figcaption></figure>
<p>Einige Gasthöfe und Pensionen finden sich in dem Dorf <strong>Johnsbach</strong> am Fuße des Großen Ödsteins. Neben der kleinen Kirche des Ortes sollte man unbedingt den Bergsteiger-Friedhof besuchen. Viele verunglückte Kletterer des vergangenen Jahrhunderts haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Etliche der blumengeschmückten Gräber mit ihren oft skurrilen Inschriften („Viele Wege führen zu Gott, seiner führte über die Berge …“) zeugen von der langen und oft auch tragischen Geschichte des Sportkletterns im Gesäuse. Ein Wiener Buchautor sprach sogar von den Gesäusewänden als der „Hochschule des Felskletterns“. Heute führen zahllose Kletterrouten von (relativ) leicht bis zum höchsten Schwierigkeitsgrad durch die Wände des Nationalparks.</p>
<p><strong>Mountainbike:&nbsp;</strong> Zwei Touren sind ausgeschildert und verlangen auch gut trainierten Könnern so einiges ab. Von Gstatterboden geht es rund 700 Höhenmeter hinauf zur Hochscheibenalm und dann auf Serpentinen hinunter nach Hieflau. Die zweite Mountainbike-Strecke ist die sogenannte Johnsbacher-Almrunde, die ebenfalls immer im Angesicht der umliegenden „wilden“ Zweitausender auf gut ausgebauten Forststraßen hinauf zur Mödlinger Hütte am Fuße des Reichensteins (2.251 m) führt.</p>
<p>Von Mai bis Oktober ist auf der Enns <strong>Rafting</strong>-Hochsaison: Mit großen, schweren Schlauchbooten werden die wilden Katarakte der Enns, etwa die tosende Schlüsselstelle beim Gesäuseeingang nahe Admont, „unter das Paddel“ genommen.</p>
<p><strong>Informationsbüro des Nationalparks Gesäuse</strong><br>Hauptstraße 35<br>8911 Admont<br><a href="http://www.nationalpark.co.at">www.nationalpark.co.at</a></p>
<p><strong>Tourismusverband Gesäuse</strong><br><a href="http://www.gesaeuse.at">www.gesaeuse.at</a></p>
<p><strong>Über Hütten und Wege im Nationalpark informiert am besten der Österreichische Alpenverein</strong><br><a href="http://www.alpenverein.at">www.alpenverein.at</a></p>
<p><strong>Rafting-Touren auf der Enns im Gesäuse</strong><br><a href="http://www.rafting.at">www.rafting.at</a></p>
<p>Weitere Infos und Wandertipps: <a href="http://www.nationalpark.co.at">www.nationalpark.co.at</a></p>
<p><strong>Salza: </strong><a href="http://www.salza.at">www.salza.at</a></p>
<figure id="attachment_958" aria-describedby="caption-attachment-958" style="width: 947px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-958" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/lowres_00000014494-moedlinger-huette-im-gesaeuse-bei-johnsbach-steiermark-oesterreich-werbung-Jezierzanski.jpg" alt="Mödlinger Hütte im Gesäuse bei Johnsbach in der Steiermark im Nationalpark Gesäuse © Österreich Werbung, Fotograf: Jezierzanski" width="947" height="768" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/lowres_00000014494-moedlinger-huette-im-gesaeuse-bei-johnsbach-steiermark-oesterreich-werbung-Jezierzanski.jpg 947w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/lowres_00000014494-moedlinger-huette-im-gesaeuse-bei-johnsbach-steiermark-oesterreich-werbung-Jezierzanski-300x243.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/lowres_00000014494-moedlinger-huette-im-gesaeuse-bei-johnsbach-steiermark-oesterreich-werbung-Jezierzanski-768x623.jpg 768w" sizes="(max-width: 947px) 100vw, 947px" /><figcaption id="caption-attachment-958" class="wp-caption-text"><em>Mödlinger Hütte im Gesäuse bei Johnsbach in der Steiermark im Nationalpark Gesäuse. © Österreich Werbung, Fotograf: Jezierzanski</em></figcaption></figure>
<hr>
<h3>Stift Admont</h3>
<p>Umrahmt von den schroffen Wänden des Kalkgebirges liegt das älteste noch bestehende Kloster der Steiermark, dessen Besuch bei keiner Steiermark-Tour fehlen sollte: <strong>Stift Admont</strong>. 1074 gegründet, erlebte die Benediktinerabtei während des Spätbarocks ihre größte Blüte. Damals entstand unter sieben massiv gemauerten Kuppeln ein Bauwerk, das nach seiner Vollendung im Jahr 1776 den Zeitgenossen wie ein Weltwunder erscheinen musste: eine Bibliothek, die noch heute die weltgrößte eines Klosters ist. „Wie den Verstand soll auch den Raum Licht erfüllen“, war das Credo der Baumeister, die in dem 70 Meter langen, elf Meter hohen und 14 Meter breiten <strong>Bibliothekssaal</strong> unter prachtvollen Fresken Platz für mehr als 40.000 Bände schufen. Heute begegnet man Admont aber auch Werken von Erwin Wurm, Rudi Molacek und Lois Renner, denn die Mönche haben sich 1997 auf das historisch gewachsene Mäzenatentum der Kirche zurückbesonnen und ein „Museum für Gegenwartskunst“ ins Kloster gebaut – ein zeitgenössischer Rahmen für Werke von über 100 Künstlern.</p>
<p><strong>Stift Admont: </strong><a href="http://www.stiftadmont.at">www.stiftadmont.at</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/9941/thumb_preview_b4ab4214-3cf9-4bda-8a10-52d96a27b6f7.jpg" alt="Stift Admont " data-ab-color="rgb(151,168,212)" data-adaptive-background="1" width="835" height="660"></p>
<p class="license"><em>Stift Admont. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</em></p>
<hr>
<h3>Wallfahrtskirche von Mariazell</h3>
<p>In den Bergen ist man dem Himmel ein Stück näher, müssen sich die Erbauer vieler Kirchen in der Steiermark wohl gedacht haben. So auch bei der berühmten Wallfahrtskirche von <strong>Mariazell </strong>– mitunter zum Leidwesen der Pilger, die nach einer anstrengenden Wallfahrt noch eine letzte, kraftraubende Steigung überwinden müssen. Doch Pilgern ist wieder „in“, und Mariazell, inmitten eines waldreichen Gebirgszugs ganz im Norden der Steiermark, erlebt eine neue Renaissance. Drei Wallfahrtswege, der Wiener, der Niederösterreichische und der Kärntner-Steirische Mariazeller Weg führen in den Gnadenort, der zugleich ein bedeutender Luftkur- und Wintersportort ist. Doch die meisten Besucher kommen hierher, um Hoffnung statt Hektik zu suchen, Mystik statt Vernunft. Im Zentrum steht die aus Lindenholz geschnitzte Marienstatue auf dem Altar der Kirche: Seit 850 Jahren soll sie schon für eine Reihe von Wundern verantwortlich sein. Im Habsburgerreich wurde sie zur „Magna Mater Austriae“, heutzutage bekommt sie geflüsterte Anrufungen in vielen verschiedenen Sprachen zu hören – denn die Menschen pilgern von überall hierher, vor allem aus Osteuropa. Absolut sehenswert: vor allem in Verbindung mit einer Fahrt mit der <a href="https://reisewiki.at/schmalspurbahnen-und-bergbahnen-in-oesterreich/#Mariazellerbahn">Mariazellerbahn</a>.</p>
<p><a href="http://www.mariazell.at">www.mariazell.at</a></p>
<p>Mariazell Basilika <a href="http://www.basilika-mariazell.at">www.basilika-mariazell.at</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/2218/thumb_preview_24a5211c-13f4-414f-b24a-039a7909f857.jpg" alt="Mariazell" data-ab-color="rgb(27,101,174)" data-adaptive-background="1" width="880" height="581"></p>
<p class="license"><em>Mariazell. © Österreich Werbung, Fotograf: Pigneter</em></p>
<hr>
<h3>Gestüt Piber</h3>
<p>Ein Besuch des traditionellen Gestüts mit seinen rund 230 Lipizzanern gestattet einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen dieser uralten Zucht der edlen Tiere. Sie sind weiß, elegant und weltberühmt – die Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule in Wien. Ihre ungestümen Jugendjahre verbringen die weißen Pferde im Gestüt Piber in der Weststeiermark. Die Tiere, die als älteste Kulturpferderasse Europas gelten, verbringen die ersten drei Lebensjahre im Sommer auf den Almen in 1500 Meter Seehöhe, wo sie die notwendige Trittsicherheit, Ausdauer und Abhärtung erlangen. Erst danach beginnen die täglichen Trainings in der Reithalle, wo auch Besucher dabei sein können.</p>
<figure id="attachment_2292" aria-describedby="caption-attachment-2292" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2292" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/3481_c_spanische_hofreitschule-bundesgestuet_piber-1024x681.jpg" alt="Steiermark Tourismus © Spanische Hofreitschule - Bundesgestüt Piber " width="750" height="499" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/3481_c_spanische_hofreitschule-bundesgestuet_piber.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/3481_c_spanische_hofreitschule-bundesgestuet_piber-300x199.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/3481_c_spanische_hofreitschule-bundesgestuet_piber-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2292" class="wp-caption-text"><em>Steiermark Tourismus © Spanische Hofreitschule &#8211; Bundesgestüt Piber</em></figcaption></figure>
<p>Schließlich werden die Besten unter den Pferden für die Spanische <strong>Hofreitschule</strong> ausgewählt, wo ihre natürlichen Bewegungsanlagen zur höchstmöglichen Eleganz gebracht werden. Den Lipizzanern in Piber kann man auf ganz unterschiedliche Weise begegnen: etwa bei der Sommerfrische auf der Alm, wo die Jungpferde und Fohlen noch herumtollen, oder bei einer Kutschenfahrt mit den kaiserlichen Barocktieren – und das auf dem Kutschbock: Denn auch Anfänger können in Schnupperkursen ein- oder zweispännig Gespannfahren erlernen. Nach Beendigung ihrer Karriere in Wien verbringen die Lippizzaner übrigens ihren wohlverdienten Ruhestand wieder in Piber.</p>
<p><a href="http://www.piber.com">www.piber.com</a></p>
<figure id="attachment_1348" aria-describedby="caption-attachment-1348" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1348" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/01744-1024x849.jpg" alt="Spanische Hofreitschule: Pas de Deux. © WienTourismus/Spanische Hofreitschule/Herbert Graf" width="750" height="622" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/01744.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/01744-300x249.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/01744-768x637.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-1348" class="wp-caption-text"><em>Spanische Hofreitschule: Pas de Deux. © WienTourismus/Spanische Hofreitschule/Herbert Graf</em></figcaption></figure>
<hr>
<h3>Der Erzberg</h3>
<p>Der Erzberg mit seinen endlosen gehauenen Stufen ist das optische Markenzeichen der Region und eines der tourististischen Highlights der Steiermark. Hier befindet sich das weltweit größte bekannte Vorkommen von karbonatischem Eisenerz. Ein Schaubergwerk unter Tage führt Besuchern anhand von Werkzeugen und Maschinen die Methoden des Erz-Abbaus vor Augen. In den Stollen erhält man Einblick in einstige Arbeitsweisen der Knappen wie auch in moderne Bohr- und Sprengtechnik. Wieder am Tageslicht, wird man mit dem größten Fahrzeug der Welt, dem Erztransporter <strong>Hauly</strong>, unglaubliche 55 Tonnen schwer und 860 PS stark, zu den einzelnen Betriebspunkten des Erzbergs gebracht.</p>
<p>Heulende Motoren verspricht auch das alljährlich im Mai stattfindende „<strong>Erzberg- Rodeo</strong>“, ein Pflichttermin für Motorsportfreunde aus aller Welt. Wagemutige Motocross-Fahrer versuchen hier drei Tage lang über die Steilstufen den Berg zu erzwingen. Nur die allerwenigsten schaffen es, nicht umsonst gilt dieser Rodeoritt auf den Erzberg als das „härteste Motorrad-Rennen der Welt“.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/8765/thumb_preview_851e4675-b361-4012-a227-6f8bc99a0fa2.jpg" alt="Erzberg" data-ab-color="rgb(0,83,117)" data-adaptive-background="1" width="880" height="598"></p>
<p class="license"><em>Erzberg bei Eisenerz. © Österreich Werbung, Fotograf: Wiesenhofer</em></p>
<p><strong>Das Schaubergwerk in steierischen Erzberg</strong></p>
<p>Im Schaubergwerk lässt sich auf eindrucksvolle Weise die 1000 Jahre alte Geschichte des Erzabbaus, an dessen Beginn übrigens die Legende von einem Wassermann stand, nachvollziehen, darüber hinaus wird man hier mit dem größten Fahrzeug der Welt, dem 860 PS starken Erztransporter „Hauly“, zu den einzelnen Betriebspunkten des Erzbergs geführt. Und wer sich um Punkt 9.53 Uhr am Erzberg einfindet, kann die tägliche Sprengung auf einer der 24 Erzabbaustufen erleben. Aber bitte Abstand halten – ca. 40.000 bis 50.000 Tonnen Gestein werden pro Sprengvorgang weggesprengt.</p>
<p>In Eisenerz, der alten Bergbaustadt im Talgrund, wird einem bewusst, dass das Eisen langsam zur Neige geht. Seine große Bedeutung hat der Ort verloren, die Jugend wandert ab. Doch der Schichtturm, ein wunderschöner Renaissance-Bau aus dem Jahr 1584, thront als Wahrzeichen immer noch stolz über der Stadt. Hier wurde jahrhundertelang die Schicht der Knappen eingeläutet oder vor Brand und Hochwasser gewarnt.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Erzberg</strong><br><a href="http://www.abenteuer-erzberg.at">www.abenteuer-erzberg.at</a><br><a href="http://www.erzbergrodeo.at">www.erzbergrodeo.at</a></p>
<p><strong>Eisenerz</strong><br><a href="http://www.eisenerz.at">www.eisenerz.at</a></p>
<hr>
<h3>Das steierische Salzkammergut</h3>
<p>Diese von hohen Bergen und Wäldern umrahmte Seenlandschaft im äußersten Nordwesten der Steiermark war schon immer Heimat von unabhängigen und streitbaren Menschen, die sich gegen jede Obrigkeit – sei es die katholische Kirche oder das Kaiserhaus – auflehnten. Und dennoch zog es immer Fremde ins Ausseerland: Dichter, Maler, Musiker ließen sich von der dramatischen Landschaft inspirieren. „Wer nach Altaussee kommt“, schrieb Friedrich Torberg, „will nirgends hin als nach Altaussee und wollte er’s, so könnt’ er’s nicht.“ – Auch, weil der Ort eine Sackgasse ist. Am Ende der Ortsstraße liegt der <strong>Altausseer See</strong>, hinter diesem türmen sich – scheinbar unüberwindbar – die Trisselwand und das Tote Gebirge auf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/366/thumb_preview_a54c7781-a2d6-472d-b0d5-05bf5d6d2bf4.jpg" alt="Dachstein Panoramaplattform" data-ab-color="rgb(152,150,197)" data-adaptive-background="1" width="846" height="660"></p>
<p class="license"><em>Dachstein Panoramaplattform &#8211; Wanderer auf dem Skywalk über Ramsau am Dachstein. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp</em></p>
<p>Im Mittelpunkt des Salzkammerguts liegt der 2995 Meter hohe <strong>Dachstein</strong>, die höchste Erhebung der Steiermark. Die beinahe senkrecht abfallende Dachstein- Südwand flößt nicht nur kletternden Alpinisten Respekt ein. Ihr Anblick, vor allem bei Nachmittags- und Abendlicht, ist immer spektakulär, ob von der Bergstation der Dachstein-Seilbahn aus, oder mitten im Fels, von dem auf 2700 Meter Höhe befindlichen Skywalk aus – einer Plattform, die 250 Meter über die Felswand hinausragt. Durch den teils gläsernen Boden dieses luftigen Balkons blickt man in den felsigen Abgrund oder man genießt den Panoramablick auf die <strong>Landschaft des Ausseerlands</strong>.</p>
<p><a href="http://www.ausseerland.at">www.ausseerland.at</a><br><a href="http://www.altaussee.at">www.altaussee.at</a><br><a href="http://www.derdachstein.at">www.derdachstein.at</a></p>
<hr>
<p><strong>Weiters sehenswert:</strong></p>
<p><strong>Basilika Mariazell</strong></p>
<p>einer der ältesten und bedeutendsten Marien-Wallfahrtsorte Mitteleuropas (über 850 Jahre alt)</p>
<p><strong>Grazer Schlossberg</strong></p>
<p>Der Schlossberg mit dem Wahrzeichen der Stadt – dem Uhrturm – bietet den schönsten Blick auf die Landeshauptstadt.</p>
<p><strong>Schloss &amp; Tierwelt Herberstein</strong></p>
<p>Schloss mit historischen Gärten, mit einem Museum des Bildhauers Bruno Gironcoli und einem Tierpark mit Tieren aus fünf Kontinenten</p>
<p><strong>Zotter Schoko-Theater</strong></p>
<p>Der Chocolatier Josef Zotter zählt er zu den besten Schokoladenherstellern der Welt. Seit Schokowelt zeigt, was alles möglich ist von der Kakaobohne bis zur Schokolade: Darunter sind auch seltsamste Geschmacksrichtungen; alles ist bio.</p>
<p><strong>Kunsthaus Graz</strong></p>
<p>Kunsthalle für Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Außergewöhnlich durch ihre futuristische Architektur, die an eine blaue Blase erinnert.</p>
<p><strong>Riegersburg</strong></p>
<p>über 850 Jahre alte, größte Festung der Steiermark</p>
<p><strong>Freilichtmuseum Stübing</strong></p>
<p>rund hundert originale historische bzw. bäuerliche Bauten aus ganz Österreich</p>
<p><strong>Schloss Eggenberg + Museen</strong></p>
<p>Die bedeutendste steirische Schlossanlage ließ sich der Fürst von Eggenberg als architektonisches Abbild des Universums bauen.</p>
<p><strong>Zeughaus Graz</strong></p>
<p>Das Zeughaus beherbergt die weltweit größte Sammlung historischer Waffen.</p>
<figure id="attachment_2214" aria-describedby="caption-attachment-2214" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2214" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Zeughaus-c-Graz-Tourismus-Harry-Schiffer-1024x682.jpg" alt="Zeughaus © Graz Tourismus - Harry Schiffer" width="750" height="500" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Zeughaus-c-Graz-Tourismus-Harry-Schiffer.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Zeughaus-c-Graz-Tourismus-Harry-Schiffer-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Zeughaus-c-Graz-Tourismus-Harry-Schiffer-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2214" class="wp-caption-text">Zeughaus. © Graz Tourismus &#8211; Harry Schiffer</figcaption></figure>
<p><strong>INTERESSANTE MUSEEN</strong></p>
<p><strong>Museum Zeitroas in Ramsau am Dachstein</strong></p>
<p>Tourismusgeschichte, Alpingeschichte, Geologie, die Jagd, bäuerliches Handwerk, Alltag und Leben sowie insbesondere die für die Ramsau so prägende evangelische Glaubensgeschichte werden im Museum Zeitroas Ramsau am Dachstein thematisiert.</p>
<p>Infos: <a href="http://www.zeitroas.at">www.zeitroas.at</a></p>
<p><strong>Alpinmuseum Austriahütte</strong></p>
<p>Ebenfalls einen Besuch wert ist das Alpinmuseum Austriahütte. Die auf 1638&nbsp;m Seehöhe gelegene Hütte des Österreichischen Alpenvereins ist das höchstgelegene Museum der Steiermark. 1989 wurde hier das erste Alpinmuseum der Steiermark eröffnet und 1995 um eine naturgeschichtliche Schau erweitert, welche die Tier- und Pflanzenwelt des Dachsteingebietes zeigt.</p>
<p>Geöffnet ist die Hütte von Pfingsten bis 26. Oktober und im Winter von Weihnachten bis Ostern.</p>
<p>Infos: <a href="http://www.austriahuette.at">www.austriahuette.at</a></p>
<hr>
<h2>Gut essen und trinken</h2>
<p>„Ich könnte in Kernöl baden und mich ausschließlich von Käferbohnen ernähren“, sagt die in Graz geborene Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz. Sandra Thier, RTL II-Moderatorin und ebenfalls gebürtige Grazerin, antwortet auf die Fragen nach ihren persönlichen Steiermark-Assoziationen: „Klapotetz, Heimat, grüne Berge, Wein.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-51" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/4297355746_bfac8bc0f4_Klapotetz.jpg" alt="Klapotetz Windrad" width="500" height="375" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/4297355746_bfac8bc0f4_Klapotetz.jpg 500w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/4297355746_bfac8bc0f4_Klapotetz-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><em>Ein Klapotetz (slowenisch klopotec) ist eine im südsteirischen Weinland verbreitete Vogelscheuche. Sie besteht aus einem Windrad mit Welle und Schlägeln, die durch ihr rhythmisches Geklapper die Vögel von den Weingärten zur Zeit der Traubenreife fernhalten sollen</em></p>
<p>Die Steiermark ist ein äußerst fruchtbares Land. Nicht zufällig wird sie als der Feinkostladen, oder noch besser der Bauch Österreichs, bezeichnet. Im Süden prägen Weingärten, Kürbisfelder, Obstgärten sowie Mais- und Getreidefelder das Bild. Käferbohnen, Kren (Meerrettich), Schwarzer Holunder, Hopfen, Raps und vieles mehr gedeihen hier vorzüglich. Der alpine Norden wiederum liefert Almo (langsam und länger gereiftes Rinderfleisch aus dem steirischen Almenland) sowie Wild und Saibling.</p>
<p>Dies alles wird of noch natürlich verarbeitet, auf kurzen Wegen zugestellt und dann ideenreich zubereitet. Wein, Kürbis und Apfel spielen dabei die kulinarische Hauptrolle. Die Region ist aber auch für ihre Schinken wie den Vulcano, oder seine große Käsevielfalt und seine zahlreichen kleinen Käsereien bekannt. Essig, Schnäpse und ungewöhnliche Schokoladenvariationen gibt es hier ebenfalls in guter Qualität.</p>
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<h3>Der Kürbis</h3>
<p>Unzählige gelbrot bis grün gesprenkelte Plutzer leuchten im Herbst von rund 12.000 Hektar Kürbisan &#8211; baufläche. Aus dem angebauten Cucurbita-Kürbis schälen die Bauern bei der Ernte direkt auf dem Acker die Kerne heraus. Im getrockneten Zustand sind das jährlich insgesamt rund 4.800 Tonnen Kürbiskerne.</p>
<p>Deren <strong>Besonderheit</strong>: Durch eine Mutation vor etwa hundert Jahren verlor der Kürbiskern die verholzende Samenschale. Heute schützt den Samenkern nur noch ein dünnes Silberhäutchen. Diese weiche Kernkonsistenz ermöglicht die effiziente Pressung des intensiv grünrot fluoreszierenden Kernöls – es wird auch das Grüne Gold der Steiermark genannt.</p>
<p>Gut zu wissen: Für die Produktion von einem Liter des steirischen Kürbiskernöls benötigt man rund 2,5 Kilogramm oder in etwa 11.000 getrocknete Kürbiskerne und damit 30 bis 40 Kürbisse.</p>
<p><a href="http://www.steiermark.com/de/urlaub/kulinarium/produkte/kuerbis">www.steiermark.com/de/urlaub/kulinarium/produkte/kuerbis</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4522/thumb_preview_db2725b7-b870-40c2-b4fc-6fbdd5205a46.jpg" alt="Kuerbisernte in der Steiermark" data-ab-color="rgb(19,19,21)" data-adaptive-background="1" width="438" height="660"></p>
<p class="license"><em>Herstellung des Steirischen Kürbiskernöles. © Österreich Werbung, Fotograf: Wiesenhofer</em></p>
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<h3>Die Buschenschank</h3>
<p>Als 1784 unter Kaiser Joseph II den Weinbauern die Möglichkeit des Ab-Hof-Verkaufs ermöglicht wurde, sicherte dies vielen Südsteirern einen dringend notwendigen Zusatzverdienst. Der Ausschank wurde ursprünglich abgehalten, um den Winzern und der Bevölkerung des Ortes den Sturm und den Wein der aktuellen Ernte zu präsentieren.</p>
<p>Heute gibt es noch immer über 800 Buschenschänken, knapp ein Zehntel darf das Prädikat „ausgezeichnet“ tragen. Das Angebot wurde vielfältig weiterentwickelt. Bio-Weine sind das große Thema, denn immer mehr Weinbauern bauen ihre Weine nach Biokriterien an oder produzieren klimaneutral.</p>
<p>In den Buschenschänken werden außerdem nicht nur mehr klassische Brettljausen mit Geselchtem und Verhackertem, sondern zunehmend vegetarische Speisen und auch vegane Gerichte kredenzt. Die Brettljause ist der Evergreen der Buschenschank-Küche. Das hat einen Grund: Zum Unterschied von Wirtshäusern und Restaurants dürfen am Buschenschank nur kalte Speisen und selbst erzeugte Weine serviert werden. Ein eigenes Buschenschankgesetz regelt, was gereicht bzw. zugekauft werden darf. Zum Beispiel ist auch der Ausschank von Kaffee und Bier nicht erlaubt. Natürlich fehlt aber das süße Speisenangebot nicht: etwa Germ-Mehlspeisen und Kuchen.</p>
<figure id="attachment_2297" aria-describedby="caption-attachment-2297" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2297" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4868_c_steiermark_tourismus_schiffer-1024x683.jpg" alt="© Steiermark Tourismus / Harry Schiffer " width="750" height="500" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4868_c_steiermark_tourismus_schiffer.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4868_c_steiermark_tourismus_schiffer-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4868_c_steiermark_tourismus_schiffer-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2297" class="wp-caption-text">© Steiermark Tourismus / Harry Schiffer &#8211; Brettljause im Buschenschank</figcaption></figure>
<p>Bei der klassischen <strong>Brettljause</strong> ist der Name Programm: Am Holzbrett serviert werden eine Vielfalt an gekochten und geräucherten Schinkenvariationen, gebratene Ripperln oder Schweinsbraten, Selchwürstel, Käse, verschiedene Aufstriche, Verhackerts (geräucherter, gemahlener Speck), frisches Gemüse und natürlich unverzichtbar –geriebener Kren (Meerrettich). Dazu noch ein Käferbohnensalat mit Kernöl und Rettich oder auch Schafkäse mit Kernöl.</p>
<p>Ursprünglich wurden Fleisch und Würste in grob portionierten Stücken am Brett zum selber Schneiden serviert, heute werden aufgeschnittene und angerichtete Jausenkreationen geboten.</p>
<p>Infos und Details: <a href="http://www.suedsteirischeweinstrasse.at">www.suedsteirischeweinstrasse.at</a></p>
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<h3 data-canvas-width="226.27394220102838">Speisekarte: Steirische Spezialitäten</h3>
<div data-canvas-width="140.26207266705484">Typische <strong>Vorspeisen</strong>: Kürbiscreme- oder Schilcherrahmsuppe, Schwammerlsuppe mit Heidensterz, Vogerlsalat mit Erdäpfeln, geräucherter Wildschinken.</div>
<div data-canvas-width="140.26207266705484">&nbsp;</div>
<div data-canvas-width="140.26207266705484">
<figure id="attachment_2317" aria-describedby="caption-attachment-2317" style="width: 683px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2317" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/1555_kuerbiscremesuppe-683x1024.jpg" alt="Kürbiscremesuppe mit Schilcherbegleitung © Steiermark Tourismus / Harry Schiffer " width="683" height="1024" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/1555_kuerbiscremesuppe-683x1024.jpg 683w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/1555_kuerbiscremesuppe-200x300.jpg 200w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/1555_kuerbiscremesuppe-768x1152.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/1555_kuerbiscremesuppe.jpg 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-2317" class="wp-caption-text"><em>Kürbiscremesuppe mit Schilcherbegleitung © Steiermark Tourismus / Harry Schiffer</em></figcaption></figure>
</div>
<div data-canvas-width="140.26207266705484">&nbsp;</div>
<div data-canvas-width="228.28662253646374">Typische <strong>Hauptspeisen</strong>: das Nationalgericht der Steirer, das Backhendl, knusprig gebrateneForellen und Saiblinge, steirisches Wurzelfleisch,Almo-Steaks mit frischen Pilzen oder auch ein Kürbisstrudel.</div>
<div data-canvas-width="228.28662253646374">&nbsp;</div>
<div data-canvas-width="376.1398296627354">Typische <strong>Desserts</strong>: Spagatkrapfen mit Schlag, Strauben, gefüllte Potizen, Krapfen, Obst-Strudel oder -knödel.</div>
<div data-canvas-width="376.1398296627354">&nbsp;</div>
<figure id="attachment_2316" aria-describedby="caption-attachment-2316" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2316" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4992_c_steiermark_tourismus_ikarus-1024x683.jpg" alt="Das Backhendl, eine steirische Spezialität © Steiermark Tourismus / ikarus.cc " width="750" height="500" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4992_c_steiermark_tourismus_ikarus.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4992_c_steiermark_tourismus_ikarus-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4992_c_steiermark_tourismus_ikarus-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2316" class="wp-caption-text"><em>Das Backhendl, eine steirische Spezialität. © Steiermark Tourismus / ikarus.cc</em></figcaption></figure>
<hr>
<h3>Das weststeirische Schilcherland</h3>
<p>Das Schilcherland ist ein uraltes Weinland. Wer auf den verkehrsarmen, einspurigen Sträßchen über die weststeirischen Hügel rollt, den von Pappeln gesäumten Weinbergen der ebenso nahen wie auch kalkerdereichen Südsteiermark entgegen, der soll sich nur ja nicht täuschen: Das Schilcherland ist so klein wie es speziell ist. Das gilt ja bereits für die Böden. Gleise und Glimmerschiefer müssen es sein, die kristallinen Gesteine der Koralpe, die erst die geeignete Unterlage für den Blauen Wildbacher bieten. Eine Traube, deren Geschichte weit zurückreicht und die in den 1970er-Jahren einen wahren Hype erlebte, der sich in Form einer zunehmend diversifizierten Produktpalette niederschlug: Diese reicht vom brisanten <strong>Schilchersturm</strong> bis zum schäumenden <strong>Schilcher-Sekt</strong> und -Frizzante – wenngleich der „Schilcherchampagner“ schon auf der Grazer Messe um 1900 als Highlight bekannt war, wie die Stainzer Ortschronik zu berichten weiß. Als eine der letzten önologischen Entwicklungen in der Weststeiermark werden nun auch edelsüße Schilcher, wie Eisweine, Botrytisweine oder Trockenbeerenauslesen, gekeltert. Und hochprozentiger, setzen sich heute auch die Tresternbrände aus der Wildbacher- Traube in Szene.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3787/thumb_preview_7940b374-a6ca-4c41-bf76-61f5b2ac7438.jpg" alt="&quot;Blauer Wildbacher&quot;- Schilcher-Trauben / Weststeiermark" data-ab-color="rgb(151,138,36)" data-adaptive-background="1" width="880" height="561"></p>
<p class="license"><em>&#8222;Blauer Wildbacher&#8220;- Schilcher-Trauben / Weststeiermark. © Österreich Werbung, Fotograf: H.Wiesenhofer</em></p>
<p>Schon in der La- Tène-Zeit, im 4. Jh. v. Chr., zogen die Kelten aus einer heimischen Wildrebenart die Schilcherrebe. Auf deren bizarre Farbkomposition verweist schließlich der mittelhochdeutsche Name: „Schillern“ oder eben „Schilchern“. Vom urig-säuerlichen Bukett mit seinen mitunter grasigen Sauvignon-Tönen könnte man erzählen, wohl auch von administrativen Dingen: Wie Ende der 1980er-Jahre der Schilcherschutzverein „Weißes Pferd“ gegründet wurde, dessen Mitglieder strengen Kriterien unterliegen. Wie der Blaue Wildbacher zur anerkannten Qualitätsrebe, und der aus ihr gekelterte Schilcher gesetzlich geschützt wurde.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Die Schilcherweinstraße</strong><br>Die beste Gelegenheit, dem Schilcher näher zu kommen, ist ein Ausflug entlang der Schilcherweinstraße. Die Schilcherweinstraße erschließt das Anbaugebiet zwischen Ligist und Eibiswald. Von Ligist kommend führt die Straße durch Hügel, Gundersdorf und St. Stefan über Greisdorf in den Markt Stainz. Am Schloss Stainz vorbei windet sich die Straße über Vochera zum Kurort Bad Gams. Über Schloss Wildbach geht‘s weiter zur Bezirkshauptstadt Deutschlandsberg.</p>
<p>Weitere Stationen der Schilcherweinstraße sind Schwanberg mit dem Moorbad, Wies mit seinem „Theater im Kürbis“ und der Landesversuchsanlage für Spezialkulturen. Die Schilcherweinstraße endet bzw. beginnt im Kloepfermarkt Eibiswald. Entlang der Straße warten zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, wo man den Schilcher verkosten kann.</p>
<p><a href="http://www.schilcher.at">www.schilcher.at</a></p>
<p><strong>Schilcherdorf Wernersdorf</strong><br><a href="http://www.schilcherdorf.at">www.schilcherdorf.at</a></p>
<p><strong>Rauchhof in Stainz</strong><br>Willi Rauch ist einer der profiliertesten Schilcherwinzer, der auch eine Schilcher-Spätlese keltert.<br><a href="http://www.rauch-hof.at">www.rauch-hof.at</a></p>
<p><strong>Weinhaus Stainz</strong><br>Treffpunkt für alle Weinliebhaber mit kompetenter Beratung und stilvollem Ambiente.<br><a href="http://www.weinhaus-stainz.at">www.weinhaus-stainz.at</a></p>
<p><strong>Einkehren</strong></p>
<p><strong>Buschenschank Klug vlg. Voltl</strong><br>Wunderbareute Jausen, Weine und Hausgebrannte.<br><a href="http://www.klug-voltl.at">www.klug-voltl.at</a></p>
<p><strong>Weingut Hiden vlg. Höllerhansl</strong><br>Neben Schilcher auch steirische Weißweine als auch ein Blauer Zweigelt.</p>
<p>Wunderbarer Kulisse, die im Osten bis zur Riegersburg reicht, im Norden das Hochlandschgebiet näherrücken und gegen Südosten hin das slowenische Bacherngebirge erkennen lässt.<br><a href="http://www.weingut-hiden.at">www.weingut-hiden.at</a></p>
<p><strong>Restaurant Kaminstub’n</strong><br>Deutschlandsberg-Hollenegg, feine regionale Küche<br><a href="http://www.kaminstubn.at">www.kaminstubn.at</a></p>
<p><strong>Koschak Wirt &amp; Weinbauer</strong><br>Von Slow Food empfohlen, 20-Autominuten-Ausflug von Deutschlandsberg<br><a href="http://www.koschak.at">www.koschak.at</a></p>
<p><strong>Renommierte Schilcher-Produzenten sind unter anderem:</strong></p>
<p><strong>Weingut Langmann vlg. Lex</strong><br>Langegg 23<br>8511 St. Stefan ob Stainz<br><a href="http://www.l-l.at">www.l-l.at</a></p>
<p><strong>SchilcherweingutFriedrich</strong><br>Langegg 18<br>8511 St. Stefan ob Stainz<br><a href="http://www.friedrich-schilcher.at">www.friedrich-schilcher.at</a></p>
<p><strong>Wein &amp; Sekt Manufaktur Strohmeier</strong><br>Lestein 148<br>8511 St. Stefan ob Stainz<br><a href="http://www.strohmeier.at">www.strohmeier.at</a></p>
<p><strong>Weingut Reiterer</strong><br>8551 Wies<br><a href="http://www.weingut-reiterer.com">www.weingut-reiterer.com</a></p>
<p><strong>Weingut Kuntner</strong><br>8544 St. Ulrich am Greith<br><a href="http://www.trinkgenuss.at">www.trinkgenuss.at</a></p>
<p><strong>Brennerei Weinkellerei Jöbstl</strong><br>Genießt hohes Renommee für ihre edlen Obstbrände.<br>8551 Wernersdorf bei Wies<br><a href="http://www.brennerei-joebstl.at">www.brennerei-joebstl.at</a></p>
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<h2>Wandern in der Steiermark</h2>
<p>Schon vor mehr als hundert Jahren war die Steiermark mit Wegen so gut erschlossen, dass Wandersleute tagelang in den Bergen unterwegs sein konnten. Zum Beispiel die Schladminger Tauern, wo der heutige Höhenweg noch immer auf die Spuren der einstigen Trails führt. Hunderte Bergseen und Wasserfälle säumen den auf bis zu 3.000 Meter Höhe führenden Weg.</p>
<figure id="attachment_2287" aria-describedby="caption-attachment-2287" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2287" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/lowres_00000002241-dachstein-mountain-view-from-reiteralm-near-schladming-oesterreich-werbung-Lamm-1024x702.jpg" alt="Blick auf das Dachsteinmassiv / von der Reiteralm bei Schladming Steiermark © Österreich Werbung, Fotograf: Lamm" width="750" height="514" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/lowres_00000002241-dachstein-mountain-view-from-reiteralm-near-schladming-oesterreich-werbung-Lamm.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/lowres_00000002241-dachstein-mountain-view-from-reiteralm-near-schladming-oesterreich-werbung-Lamm-300x206.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/lowres_00000002241-dachstein-mountain-view-from-reiteralm-near-schladming-oesterreich-werbung-Lamm-768x527.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2287" class="wp-caption-text"><em>Blick auf das Dachsteinmassiv von der Reiteralm bei Schladming. Steiermark. © Österreich Werbung, Fotograf: Lamm</em></figcaption></figure>
<p>Insgesamt 14 Weitwanderwege bietet die Steiermark. Sie führen den Reisenden auf allen Höhenlagen und in allen Landschaftstypen durch das Land. Die Hohe Schule ist wohl das Erklimmen des Dachsteins im Nordwesten des Landes – er ist mit 2.995 Metern Höhe der höchste Punkt der Steiermark. Von dort sieht man hinüber zum Grimming mit seiner 1.600 Meter hohen, senkrechten Wand.</p>
<p><em>&nbsp;</em>Seit 2013 kann man am Dachstein mit einer sogenannten „Panorama Gondel“ auf den höchsten Berg der Steiermark schweben. Das Besondere daran: Die Gondel hat einen Balkon auf dem Dach der Kabine, der noch einmal für zehn Personen Platz bietet. Fahrtdauer: 5,5 Minuten. Fahrtgeschwindigkeit: 43&nbsp;km/h &#8211; dies entspricht 12m pro Sekunde.</p>
<p>Seit 2013 ist auch der Dachsteingletscher um eine Attraktion reicher. Eine Hängebrücke mit einer Aussicht über die höchsten Berggipfel Österreichs und freiem Blick auf die Felsen des Dachsteinmassivs in bis zu 400 Meter Tiefe. Für ganz Mutige gibt es die „Treppe ins Nichts“, eine Plattform aus Glas, die die Gäste über die Felsen „schweben“ lässt. 14 Stufen führen nach unten auf eine Glasplattform und wer sie betritt, steht direkt in den Felswänden des Dachsteins 500 Meter über dem Abgrund.</p>
<p><strong>Sonderfahrten zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang </strong></p>
<p>Seit mehr als 250 Millionen Jahren thront der Hohe Dachstein über dem Massiv, dem er seinen Namen gab. Nur an wenigen Tagen im Jahr kann kurze Zeit vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang das beeindruckende Farbenspiel der blauen Stunde am Dachsteingletscher beobachtet werden. Nähere Informationen unter:</p>
<p><a href="http://www.derdachstein.at">www.derdachstein.at</a></p>
<p>Die Region um den Dachstein ist nicht das einzige beeindruckende Wanderrevier der Steiermark. Bis in den Osten der Obersteiermark ziehen sich die hohen Gipfel, die so beeindruckende Namen wie Blumenberg, Stoderzinken, Hochschwab oder Rax tragen.</p>
<p>Wer mit Kindern unterwegs ist, kann zum Beispiel auf dem Märchenwanderweg den Rittisberg im Westen des Ramsauer Hochplateaus erkunden. Oder die Lehr- und Naturpfade am Ramsauer Sattelberg und beim Ödensee im Ausseerland.</p>
<p><strong>Obersteiermark: Wandern in den Eisenerzer Alpen und im Hochschwab</strong></p>
<p>Den höchsten Punkt der Eisenerzer Alpen, den <strong>Reichenstein</strong> (2165 m), erreicht man vom Präbichl aus in zweieinhalb Stunden. Eine leichte Wanderung führt erst durch Wälder und Bergwiesen und schließlich über die grasbewachsene Westseite des Bergkamms bis zum Gipfel. Wer nach dem Genießen des 360º- Panoramas wieder bei der Reichensteinhütte vorbeikommt, wird vielleicht erstaunt sein, hier eine für diese Höhenlage ungewöhnlich große und gut ausgestattete Hütte vorzufinden. Der Gast kann sich hier nicht nur einer reichhaltigen Speisekarte erfreuen, sondern auch in komfortablen Zimmern übernachten, um von hier aus weitere Touren, zum Beispiel eine Höhenwanderung über den Reichhals hinunter zum Krumpensee, zu unternehmen.</p>
<p>Den Reichenstein erreicht man auch über den Grete-Klinger-Steig, allerdings ist dieser mit Seilversicherungen ausgestattete Weg nur für Klettersteig-Freunde mit entsprechender Ausrüstung zu begehen. Ebenso wie der vor zwei Jahren eröffnete Klettersteig auf den Westgipfel des Pfaffensteins, der einigen Variantenreichtum bietet: vom fast senkrechten Einstieg über anspruchsvolle Gratkletterei bis zur hochalpinen Kamindurchschreitung, also alles, wonach das Herz der „Gämsen“ unter den Bergsteigern verlangt.</p>
<p>Ganz ohne Seil und Klettergurt lässt sich die <strong>Frauenmauerhöhle</strong> erkunden, deren Besonderheit darin liegt, dass sie das darüber liegende Bergmassiv auf 644 Metern vollständig durchquert. Die am Ende der Eiszeit entstandene Höhle, die zu den tiefsten in Österreich zählt, ist allerdings ein wahres Felslabyrinth – eine Führung ist nicht nur ratsam, sondern unbedingt notwendig. Die Höhlenführer erzählen schaurige Geschichten über Abenteuerlustige und Forscher, die sich hier in verhängnisvoll verirrt hatten. Skelette findet man allerdings keine, dafür Tropfsteine (Kopf einziehen!), Verbindungsgänge zu weiteren Höhlen und schließlich eine Eiskammer (warme Kleidung nicht vergessen!).</p>
<p>Am besten bei Tageslicht genießt man Eisenerz’ größten See, den <strong>Leopoldsteiner See</strong>. Noch besser bei Sonnenschein, denn der Bergsee verfügt im Hochsommer über Badeseequalitäten.</p>
<p>In direkter Nachbarschaft zu den Eisenerzer Alpen liegt das <strong>Hochschwab</strong>-Massiv. Diese Gebirgsgruppe fällt schon von Weitem durch seine Breite von beinahe 40 Kilometern und sein weitläufiges Kalkplateau auf. Wienern ist der Name des Gebirgsstocks schon deshalb vertraut, da die Zweite Wiener Hochquellwasserleitung aus einer Quelle im nördlichen Hochschwabgebiet gespeist wird.</p>
<p>Den Hochschwab kennenzulernen erfordert zwar etwas Zeit, der Einblick in seine vielfältige Flora und Fauna entschädigt aber für manch weiten Weg, den man zurückzulegen hat. Eine Überschreitung des Hochschwabs dauert zwei Tage, dementsprechend gut sollte man planen und den Wetterbericht studieren. Einer der vielen Überschreitungswege startet in Tragöss am <strong>Grünen See</strong> – hier bürgt schon der Name für die Trinkwasserqualität dieses Bergsees – und endet in Seewiesen, an der Hauptverbindung zwischen Aflenz und Mariazell.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/2354/thumb_preview_8283af1b-4945-4250-9273-5f5a00659bd3.jpg" alt="Gruener See bei Tragoess / Hochschwab-Massiv / Steiermark" data-ab-color="rgb(55,114,182)" data-adaptive-background="1" width="839" height="660"></p>
<p class="license"><em>Grüner See bei Tragoess im Hochschwab-Massiv / Steiermark. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.</em></p>
<p>Die Route durchquert alle Vegetationszonen des Gebirges, von Waldwegen, über Almwiesen mit Bergblumen wie Enzian, Aurikel, Knabenkraut, durch Latschenfelder, bis in das karstige Hochplateau des Massivs mit seinen bizarren Felsformationen. Wer dann nach acht Stunden Wanderung auf dem 2277 Meter hohen Gipfel ankommt, kann dort – sofern es die Witterung zulässt – die Füße ordentlich ausstrecken und entgegen allen alpinen Regeln auch noch warten, bis die Sonne untergeht. Denn: Das Nachtquartier, <strong>das Schiestlhaus</strong>, liegt auf leichtem Weg nur 20 Minuten unter dem Gipfel.</p>
<p><strong>Das Schiestlhaus: </strong><a href="http://www.schiestlhaus.at">www.schiestlhaus.at</a></p>
<p>Das 2005 neu erbaute <strong>Schiestlhaus</strong> ist eine architektonische Besonderheit – es ist das weltweit höchstgelegene Passivhaus (2154 m). Seine Energie wird aus Sonnenkollektoren, einer Photovoltaikanlage und inneren Wärmequellen (Personen- bzw. Kochwärme) gewonnen. Als Back-up bei Strom-Engpässen dient ein mit Pflanzenöl betriebenes Aggregat.</p>
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<h2>Pilgern in der Steiermark</h2>
<p>Jahr für Jahr pilgern rund eine Million Wallfahrer in den Norden der Steiermark nach Mariazell, dem größten Wallfahrtsort Mitteleuropas. Aus allen Himmelrichtungen führt ein gut ausgebautes Netz an Pilgerwegen, die als Weitwanderwege allesamt die Nummer 06 tragen, zum Ziel des Fußmarsches: der Magna Mater Austriae in Mariazell.</p>
<h3>Der Mariazeller Gründerweg</h3>
<p>Im Jahre 1157 sandte, so die Legende, der Abt des Benediktinerklosters St. Lambrecht einen Mönch in die Gegend von Mariazell, um dort die Seelsorge zu übernehmen. Als ihm nach Tagen am Ende seiner Kräfte ein riesiger Felsbrocken das Tal versperrte, holte er aus seinem Gepäck eine aus Lindenholz geschnitzte Marienstatue und betete. Auf wundersame Weise teilte sich der Felsen. Aus Dankbarkeit errichtete er eine „Zelle“ für die Statue und begründete so den Wallfahrtsort Mariazell. Dem Weg des Mönches folgend, schlängelt sich heute der Mariazeller Gründerweg durch das Land und über den legendenumwobenen Hochschwab 182 Kilometer weit, die in acht Tagen zu je fünf bis elf Stunden Gehzeit zu bewältigen sind. Eine kürzere Variante startet in Aflenz, von wo man die Basilika Mariazell in zwei Tagen erreicht.</p>
<h3>Der Steirische Mariazeller Weg</h3>
<p>Er gilt als einer der bemerkenswertesten und mit 216 Kilometern längsten Pilgerwege Österreichs: der steirische Mariazeller Weg. Als Hauptroute des steirischen Pilgerwegesystems folgt man dem Weg von der Südweststeiermark über Graz in das Oststeirische Hügelland, um schließlich durch die Waldheimat und über die Hohe Veitsch nach neun ausgiebigen Pilgertagen ans Ziel Mariazell zu gelangen. Eine meditative Wanderung, die zum Großteil über Wald- und Wiesenwege leitet und nur wenige steinige Pfade im alpinen Bereich vorgibt.</p>
<figure id="attachment_2298" aria-describedby="caption-attachment-2298" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2298" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/2425_mariazeller_weg_murfaehre_weitersfeld_-1024x683.jpg" alt="Murfähre Weitersfeld © Steiermark Tourismus / Leo Himsl" width="750" height="500" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/2425_mariazeller_weg_murfaehre_weitersfeld_.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/2425_mariazeller_weg_murfaehre_weitersfeld_-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/2425_mariazeller_weg_murfaehre_weitersfeld_-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2298" class="wp-caption-text"><em>Mariazeller Weg, Murfähre Weitersfeld. © Steiermark Tourismus / Leo Himsl</em></figcaption></figure>
<p>Pilger aus der Oststeiermark können in Vorau, das als Pilgerzentrum mit dem einzigen noch aktiven Augustiner-Chorherrenstift der Steiermark bekannt ist, den Zubringerweg nehmen, der dann in den steirischen Mariazeller Weg einmündet.</p>
<p>Auf dieser Variante erwartet Pilger mit dem Teufelsstein eine besondere Begegnung: Sechs Meter hoch ist der sagenumwobene Turm aus aufgeschichteten Steinen – eine der Legenden besagt, dass ihn der gefallene Engel Luzifer unendlich hoch bauen wollte, um so wieder in den Himmel zu gelangen.</p>
<h3>Der Hemma-Pilgerweg</h3>
<p>Nicht alle Pilgerwege führen nach Mariazell. Der steirische Hemma-Pilgerweg führt Wallfahrtswillige ins kärntnerische Gurk, in dessen Domkrypta die heilige Hemma beigesetzt ist. Seinen Ausgangspunkt nimmt der Pilgerweg beim bereits im Jahr 1074 gegründeten und damit ältesten Stift der Steiermark in Admont. Es beherbergt die größte Klosterbibliothek der Welt und ein modernes Museum. Es werden barocke und aktuelle Architektur, Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart, ein Naturhistorisches Museum, frühe Handschriften, Drucke und noch viel mehr gezeigt. Der sehr anspruchsvolle, siebentägige Pilgermarsch nach Gurk führt über 163 Kilometer vorbei an Natur- und Kulturschönheiten.</p>
<h3>Weststeirischer Jakobsweg</h3>
<p>Der Weg führt von Thal bei Graz vorbei bei der Hundertwasserkirche St. Barbara in Bärnbach und durch die Lipizzanerheimat bis nach Soboth. Von hier aus ist es eine Tagesetappe, bis die Wanderer im kärntnerischen Lavamünd ankommen.</p>
<p>Exakte Routenbeschreibungen und weitere Informationen:</p>
<p><a href="http://www.steiermark.com/pilgern">www.steiermark.com/pilgern</a></p>
<p><a href="http://www.pilgern.info">www.pilgern.info</a></p>
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<h2>Sehenswerte Höhlen und Schluchten</h2>
<p><strong>Die Palfauer Wasserlochklamm</strong></p>
<p>Enge Schluchten, steinige Hohlbecken und fünf Wasserfälle mit einer gemeinsamen Höhe von 152 Metern machen die Palfauer Wasserlochklamm mitten im Gesäuse zu einem Naturschauspiel. Inmitten einer steilen und äußerst schwer zugänglichen Felswand am Südhang des Hochkars befindet sich eine mächtige Quellhöhle, die größte wasserführende Höhle in der gesamten Steiermark. Durch die 900 Meter lange romantische Klamm führt eine auch mit Kindern leicht begehbare Steiganlage mit Holztreppen und Holzbrücken. In die Palfauer Wasserlochklamm gelangt man über eine spektakuläre Stahlseilhängebrücke, die sich in 20 Meter Höhe 65 Meter über die Salza spannt. Zwei Stunden dauert die Reise durch diese Welt des Wassers.</p>
<p><a href="http://www.wasserloch.at">www.wasserloch.at</a></p>
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<p><strong>Bärenschützklamm bei Mixnitz</strong></p>
<p>Erst durch eine gewaltige Pionierleistung des Grazer Alpenclubs wurde eine der schönsten Felsenklammen Österreichs erschlossen: Die Bärenschützklamm bei Mixnitz im Grazer Bergland ist seit 1978 Naturdenkmal. Die Kalkwände der Klamm zeugen von mehr als 400 Millionen Jahren geologischer Vergangenheit.</p>
<p>Der oft nur wenige Armlängen breite Spalt zwischen den 200 bis 300 Meter hohen Felswänden wurde mit Leitern und Brücken für Familien begehbar gemacht. Oberhalb, unterhalb, links und rechts der Wanderer tost das Nass in ungezählten Wasserfällen zu Tal. Nach gut zweieinhalb Stunden erreicht man den Teichalmsee, der in Europas größtem zusammenhängenden Almengebiet liegt.</p>
<p>Infos zu Wanderungen in der Klamm: <a href="http://www.baerenschuetzklamm.at">www.baerenschuetzklamm.at</a></p>
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<p><strong>Die Raabklamm: die längste Schlucht Österreichs</strong></p>
<p>Die Raabklamm ist mit 17&nbsp;km die längste zusammenhängende Klamm Österreichs. Während der südliche Teil der Klamm durch seine düstere, märchenhafte Atmosphäre besticht, verleihen die bizarren Felsformationen des nördlichen Kalkteils der Klamm einen wildromantischen Charakter. Entlang schroffer Felswände kann dieses Naturschauspiel auf gesicherten Wegen und Stegen erwandert werden (Info: <a href="http://www.raabklamm.at">www.raabklamm.at</a>).</p>
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<p><strong>Die Grasslhöhle</strong></p>
<p>Die Grasslhöhle bei Weiz gilt als älteste Schauhöhle Österreichs und fasziniert ihre Besucher mit Tropfsteinen und einer Entstehungsgeschichte, die vor 360 Mio. Jahren begann. Das Katerloch, ebenfalls bei Weiz, gilt als die tropfsteinreichste Schauhöhle Österreichs und die Lurgrotte (zwei Zugänge; bei Peggau und Semriach) gilt als die größte aktive Wasserhöhle der Alpenrepublik – alle drei bilden das Tor zu einem unterirdischen Kosmos.</p>
<p>Info:</p>
<p><a href="http://www.grasslhoehle.at">www.grasslhoehle.at</a></p>
<p><a href="http://www.katerloch.at">www.katerloch.at</a></p>
<p><a href="http://www.lurgrotte.com">www.lurgrotte.com</a></p>
<p>Weitere Tipps, Routenbeschreibungen und weitere Informationen:</p>
<p><a href="http://www.steiermark.com/wasserwege">www.steiermark.com/wasserwege</a></p>
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<h2>Die steirischen Thermen</h2>
<p>Der geografische Thermenschwerpunkt liegt mit sechs Thermen 65&nbsp;km südöstlich der steirischen Landeshauptstadt Graz. Hier fand auch das steirische Thermengeschehen seinen Anfang. Im Sommer 1972 begab man sich auf Basis eines geologischen Gutachtens in der Gegend von Loipersdorf auf die Suche nach Erdöl und wurde prompt enttäuscht: In einer Tiefe von 1.100 Metern stieß man statt auf das erhoffte Schwarze Gold „lediglich“ auf heißes Wasser. Die Regionsverantwortlichen bewiesen jedoch das richtige Gespür; die ersten Badeversuche in der heißen mineralhaltigen Quelle (Natrium-Chlorid-Hydrogenkarbonat) überzeugten, und dem Ausbau der ersten Therme stand nichts mehr im Wege.</p>
<p>Mittlerweile bilden sechs Thermen innerhalb von nur 90&nbsp;km das größte Wohlfühlgebiet Europas. Ergänzt werden die sprudelnden Sechs zwischen Bad Waltersdorf und Bad Radkersburg durch zwei weitere Themen in der Südweststeiermark und eine inmitten der obersteirischen Bergwelt.</p>
<p>Bad Gleichenberg wurde übrigens schon vor 180 Jahren als Kurort entdeckt. Schon 1882 hatte der Arzt Ignaz Werle eine Abhandlung über die die Heilkraft der Gleichenberger Quellen verfasst. Diese bewog im Jahr 1834 den Reichsgrafen Constantin von Wickenburg dazu, in den Südosten der Steiermark zu reisen und sich selbst ein Bild davon zu machen. Er kam – und blieb (weitere Infos: <a href="http://www.bad-gleichenberg.at">www.bad-gleichenberg.at</a>).</p>
<p>Die Therme Loipersdorf (größte Therme der Steiermark) hat sich im Zentrum der oststeirischen Hügellandschaften zu einer touristisch außergewöhnlichen Destination entwickelt. Der südlichste Thermenort der Steiermark, Bad Radkersburg, birgt einige der heilkräftigsten Quellen Österreichs. Die jüngsten Thermenprojekte finden sich im Norden der Steiermark. Die Aqualux Therme in Fohnsdorf lockt mit Kinderbereich und Relax-Lounge.</p>
<figure id="attachment_2299" aria-describedby="caption-attachment-2299" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2299" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/3468_c_therme_loipersdorf-1024x683.jpg" alt="© Therme Loipersdorf " width="750" height="500" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/3468_c_therme_loipersdorf.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/3468_c_therme_loipersdorf-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/3468_c_therme_loipersdorf-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2299" class="wp-caption-text"><em>© Therme Loipersdorf</em></figcaption></figure>
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<h2>Kulturevents und Festivals</h2>
<h3>steirischer Herbst</h3>
<p><strong>Die „Ortstafel“ mit der Aufschrift Steiermark empfängt Reisende in 25 Sprachen. Ein Zeichen der Weltläufigkeit, das auch für den Geist des steirischen herbstes steht.</strong></p>
<p>Als eine Gruppe Maler, Architekten und Fotografen Ende der 1950er Jahre in einem Gründerzeitcafé eine Ausstellungshalle errichten wollte, stieß das zuerst einmal auf Ablehnung. 1960 war es dann aber so weit. Das Forum Stadtpark war ursprünglich eine Plattform für Kunst, Architektur, Film, Fotografie und Musik. Daraus ging 1968 das Avantgardefestival steirischer herbst hervor. So grenzen- und genreübergreifend wie das Festival, so nomadisch ist auch sein Zentrum, das jedes Jahr an einem anderen Ort aufgeschlagen wird. Kaffeehaus, Club, Lounge, Informationsstelle, Akademie, Casino und Konzertraum sind Hauptbühnen eines Festivals, das in sein Programm Musik, Performance, Tanz, Theater, Literatur, Architektur, Neue Medien und Theorie integriert.</p>
<p><a href="http://www.steirischerherbst.at">www.steirischerherbst.at</a></p>
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<h3>La Strada in Graz</h3>
<p><strong>Beitrag zur Überwindung von Barrieren: Jeden Sommer, Anfang August, wird Graz beim Festival für Straßen- und Figurentheater zur Bühne.</strong></p>
<p>Da staunten die Wartenden an der S-Bahn-Station nicht schlecht, als ihnen eine professionelle Abschiedsagentur ein glanzvolles Bahnhofszeremoniell bereitete, auf Wunsch romantisch oder mannhaft, inklusive Tränen und winkenden Taschentüchern. Es ist dies eine der Kunstaktionen eines Festivals, das bewusst ungewohnte Orte der Stadt Graz und einiger steirischer Gemeinden zu Spielstätten erklärt. Straßentheater, Akrobatik, Pantomime, Figuren- und Maskentheater, Kindertheater, Tanz und Clownerie schaffen alljährlich für eineinhalb Wochen Raum für Begegnungen zwischen Publikum und Künstlern aus ganz Europa, aber auch zwischen den Einwohnern aus verschiedenen Vierteln der Stadt. La Strada ermöglicht die Erkundung der Stadt und ihrer Bewohner und sucht die Begegnung über Grenzen hinweg. Damit ist das Festival längst ein Fixpunkt im Kulturleben der Stadt Graz.</p>
<p><a href="http://www.lastrada.at">www.lastrada.at</a></p>
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<h3>springfestival in Graz<strong><br></strong></h3>
<p><strong>Elektronische Musik ist das Wichtigste, was es auf Erden gibt. Das jedenfalls behauptet jedes Jahr für ein langes Juniwochenende das Grazer springfestival, Österreichs größtes Festival für junge elektronische Musik.</strong></p>
<p>Internationale Elektronik-Top-Acts, Superstar-DJs, Visual Artists und Clubkultur-Pioniere treffen auf lokale Hoffnungsträger, Nachwuchs-DJs und Underground-Helden. Mit diesem Mix und dem bunt die Genres durchmessenden Programm wagt das springfestival alljährlich den Spagat zwischen Massenkompatibilität und Avantgarde. Und erklärt sämtliche nennenswerte Locations der Stadt zur Party-Zone. So steht etwa die Postgarage, einer der angesagtesten Clubs der Stadt, ganz im Zeichen der Electronic Beats, ebenso wie das Rondell des Parkhouse, einer lauschig-chilligen Location im Grazer Stadtpark. Auch das altehrwürdige Thalia dient dem Festival als Spielstätte, und zu guter Letzt steigen am City Beach Graz – mit Blick auf Murinsel, Kunsthaus und Franziskanerkirche – alle wesentlichen Open-Air-Acts des Festivals.</p>
<p><a href="http://www.springfestival.at">www.springfestival.at</a></p>
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<h2>Adventmärkte und Weihnachtliches</h2>
<p><strong>Mariazeller Advent </strong></p>
<p>Mariazell gilt mit seiner Basilika als der wichtigste Wallfahrtsort Mitteleuropas – das 850-Jahr-Bestehen wurde 2007 sogar mit Papst Benedikt X VI gefeiert. Über 50 Veranstaltungen des Mariazeller Advents an den vier Advent-Wochenenden (Fr-So) und am 8. Dez. bieten Konzerte, Lesungen, die morgendliche Rorate, die Adventbastelstube für Kinder&#8230; Adventsingen, Märchentheater, regionale Chöre und Musikgruppen, romantische Adventspaziergänge, Fackelwanderungen, Krippenpfad und vieles mehr bringen den Gästen das große Fest näher.</p>
<p><a href="http://www.mariazeller-advent.at">www.mariazeller-advent.at</a></p>
<figure id="attachment_2331" aria-describedby="caption-attachment-2331" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2331" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4056-1024x682.jpg" alt="Mariazeller Advent" width="750" height="500" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4056.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4056-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4056-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2331" class="wp-caption-text"><em>Mariazeller Advent. © Mariazeller Land GmbH / www.mariazellerland-blog.at</em></figcaption></figure>
<hr>
<p><strong>Grazer Advent&nbsp; </strong></p>
<p>8 duftende Adventmärkte in der Landeshauptstadt Graz, geschnitzte Eiskrippe aus 50 t Eis, weihnachtlicher Lichterglanz, Adventstadtspaziergänge, leuchtender Adventkalender am Rathaus, zahlreiche Adventkonzerte, das Büro für Weihnachtslieder und vieles mehr – das ist Graz in der Vorweihnachtszeit. Zahlreiche Adventpackages.</p>
<p><a href="http://www.graztourismus.at"> www.graztourismus.at</a></p>
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<p><strong>Weitere gute Adventadressen&nbsp; </strong></p>
<p><strong>Bad Gleichenberger Advent: Advent, sou wia ́s früaher wor. </strong></p>
<p>Bad Gleichenberg bietet an den Adventwochenenden einen Advent ohne Glitzer, ohne Plastik, ohne Alkohol. Die elektrische Beleuchtung wird abgeschaltet. Ausschließlich natürliche Lichtquellen sorgen für Licht und Wärme.</p>
<p><a href="http://www.bad-gleichenberg.at">www.bad-gleichenberg.at</a></p>
<hr>
<p><strong>Advent auf der Pürgg</strong></p>
<p>Der kleine romantische autofreie Ort Pürgg im Ennstal – in der Literatur auch „das steirische Kripperl“ genannt &#8211; öffnet an zwei Adventwochenenden die Türen der Privathäuser und lädt in diesem privat-persönlichen Rahmen zum Zuschauen beim Filzen, Schnitzen, Basteln und Handarbeiten ein. Im Ort selbst sorgen offene Feuerstellen, die mit Kerzen beleuchteten Fenster und die stimmungsvolle Bläsermusikuntermalung für eine Stimmung. Darüber hinaus werden Führungen in der freskenreichen romanischen Johanniskapelle aus dem 11. Jhdt. angeboten.</p>
<p><a href="http://www.stainach-puergg.gv.at/advent-auf-der-puergg_contents-34"><span style="color: #0000ff;">Weitere Infos</span></a></p>
<hr>
<p><strong>Advent in Stübing&nbsp; </strong></p>
<p>„Tannengraß und Lebzeltstern“ so nennt sich das Adventwochenende im Freilichtmuseum Stübing, in dem es Anfang Dezember ganz traditionell und besinnlich zugeht: alte Weihnachtslieder und –erzählungen bei knisterndem Feuer in der Rauchstube, Basteln von Christbaumschmuck, Verzieren der Lebzeltsterne, Spinnen, Klöppeln und traditionelle Leckerbissen stimmen auf Weihnachten ein. Man spaziert zwischen den Jahrhunderte alten Bauernhöfen herum – und wird wieder Kind.</p>
<p><a href="http://www.stuebing.at">www.stuebing.at</a></p>
<hr>
<p><strong>Schladminger Bergweihnacht </strong></p>
<p>Im Zentrum der ehemaligen Bergwerksstadt Schladming verzaubern an den Adventwochenenden (Fr-So) 1000 Weihnachtskugeln und Sterne den Adventmarkt mit seinen Ennstaler Spezialitäten, sowie der traditionelle Handwerkskunst bei den Adventständen. Im Mittelpunkt stehen die lebensgroße begehbare Krippe, Maria und Josef, gekleidet in Schladminger Loden.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bergweihnacht.at">www.bergweihnacht.at</a></li>
<li><a href="http://www.schladming.at">www.schladming.at</a></li>
</ul>
<hr>
<p><strong>Joglland Advent in Vorau </strong></p>
<p>An zwei Adventwochenenden findet in Vorau der Joglland – Advent statt. Hier werden bäuerliches Kunsthandwerk dargeboten, altes oststeirisches Brauchtum gelebt, bodenständige regionale Rezepte verkocht und verkostet und eine für die Region authentische Weihnachtskultur, basierend auf der langen landwirtschaftlichen Tradition der Region, erlebbar gemacht. Dies alles im Angesicht des Augustiner Chorherrenstiftes Vorau, des einzigen noch aktiven Chorherrenstiftes der Steiermark, welches in das Programm des Advent mit eingebunden wird. Zu jeder vollen Stunde gibt es vorweihnachtliche Gesangs- und Musikbeiträge, die sowohl in und um die Marktkirche, im mit einbezogenen Rathaus, aber auch bei angrenzenden Betrieben dargeboten werden.</p>
<p><a href="http://www.joglland-waldheimat.at">www.joglland-waldheimat.at</a></p>
<hr>
<p><strong>Farracher Advent </strong></p>
<p>im Schloss Farrach bei Knittelfeld stimmen rund um das 8.-Dez.-Wochenende regionale Musikensembles und Chöre sowie Kunsthandwerker aus ganz Österreich mit ihrer Handwerkskunst auf Weihnachten ein.</p>
<p><a href="http://www.schlossfarrach.at">www.schlossfarrach.at</a></p>
<hr>
<p><strong>Stiller Advent im Vulkanland Straden&nbsp; </strong></p>
<p>Straden setzt ein Zeichen der Besinnung – der Markt mit seinen zwei Kirchtürmen am Stradner Kogel ist tannengrün erleuchtet und von weitem sichtbar. Es läutet alljährlich den Stillen Advent ein &#8211; ohne großen Zirkus, aber doch mit dem Bestreben, bewussten Menschen ein Stück Besinnung urückzugeben. Entkoppelt von der Hektik der Einkaufsstraßen streben die Gemeinden einen sichtbaren Gegenpol zur Glitzerwelt an.</p>
<p><a href="http://www.vulkanland.at">www.vulkanland.at</a></p>
<hr>
<p><strong>Bratapfelzauber im ApfelLand </strong></p>
<p>Im Zentrum des steirischen Apfels beginnt der Advent Ende November am Hauptplatz von Anger. Ab diesem Zeitpunkt ist die diesjährige Bratapfelzaubersaison im ApfelLand eröffnet. Verschieden zubereitete Bratäpfel, Bratapfelmarmelade, Bratapfellikör, Bratapfelmehlspeisen etc. können in der Adventzeit bei den Gastro- und Selbstvermarktungsbetrieben genossen werden.</p>
<p><a href="http://www.apfelland.info"><span style="color: #0000ff;">www.apfelland.info</span></a></p>
<figure id="attachment_2330" aria-describedby="caption-attachment-2330" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2330" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4396-1024x683.jpg" alt="Bratäpfel im Steirischen Advent, Adventmarkt in Semriach" width="750" height="500" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4396.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4396-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/4396-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2330" class="wp-caption-text"><em>Bratäpfel im Steirischen Advent, Adventmarkt in Semriach.© Steiermark Tourismus / ikarus.cc</em></figcaption></figure>
<hr>
<p><strong>Christtagsfreudewanderung in Peter Roseggers Waldheimat&nbsp; </strong></p>
<p>Die Gegend rund ums Alpl in der nordöstlichen Steiermark wird nach Peter Rosegger, dem großen Sohn und Schriftsteller der Gegend, Roseggers Waldheimat genannt. Angeregt durch Roseggers Erzählung „Als ich Christtagsfreude holen ging“ macht man sich alljährlich stets am letzten Sonntagnachmittag vor dem Heiligen Abend auf dessen Spuren.</p>
<p>Die Wanderer werden um ca. 14. Uhr mit Bussen von Langenwang zur Waldschule gefahren und gehen von dort hinauf zum Geburtshaus. Mit Waisenblasen und einer kurzen Roseggererzählung stimmt man sich auf die Wanderung ein, die bei Anbruch der Dämmerung mit Fackeln durchgeführt wird. Den Fackelzug führt nun eine „Peter-Roseggerfigur“ als Waldbauernbub in der Person eines Buben an. Ein Bläserquintett des örtlichen Musikvereins sorgt für musikalische Umrahmung. An die 1000 bis 1200 Leute nehmen alljährlich an der Christmettenwanderung teil. Wie der „Christmettenweg“ ist auch die „Christtagsfreudewanderung“ dem Roseggergedächtnis gewidmet. Der vorangehende „Waldbauernbub“ wird mit dem kindlichen Rosegger identifiziert und ist ein Verweis auf die weithin bekannten Waldheimaterzählungen Roseggers.</p>
<p><a href="http://www.hochsteiermark.at">www.hochsteiermark.at</a></p>
<hr>
<p><strong>Weihnachtsspaziergang bei Lipizzanern&nbsp; </strong></p>
<p>Die Weststeiermark mit dem Gestüt Piber ist Heimat und Kinderstube der Lipizzaner, bevor diese in der Spanischen Hofreitschule in Wien in der Tradition der „Hohen Schule“ ihre Reitkunst zeigen. Nach dem Advent in der Kirche zu Piber findet alljährlich am 24. Dezember der Weihnachtsspaziergang speziell für Kinder statt &#8211; damit kann die Wartezeit bis zum Christkind im Gestüt verkürzt werden&#8230;</p>
<p><a href="http://www.piber.com">www.piber.com</a></p>
<p>Viele weitere Märkte finden zwischen Pöllau, Deutschlandsberg, Fürstenfeld und Grundlsee statt: siehe <a href="http://www.steiermark.com/advent">www.steiermark.com/advent</a></p>
<hr>
<h2>Steirisches Brauchtum im Jahreslauf</h2>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>JÄNNER</strong></span></p>
<p><strong>6. Jänner – DREIKÖNIG (Epiphanie – Fest der Erscheinung des Herrn)</strong></p>
<p>Die DREIKÖNIGSNACHT (5. auf 6. Jänner) ist die letzte der vier Raunächte. Im Ennstal kommen an diesem Tag die „Perchtln” und überprüfen, ob der Haushalt wohl sauber geführt wird.</p>
<p>Ennstal: GLÖCKLERLAUF (Glöckler tragen auf den Schultern große, von innen beleuchtete Kappen, z.&nbsp;T. mit Darstellungen biblischer Szenen). Der Brauch stammt aus dem ausklingenden 19. Jh. und kam aus dem Oberösterreichischen Salzkammergut in die Steiermark.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong><span style="text-decoration: underline;"><strong>FEBRUAR/MÄRZ</strong></span></p>
<p><strong>Faschingssonntag bis Faschingsdienstag</strong></p>
<p>Maskenumzüge im gesamten Land.</p>
<p>Viele Zuschauer erleben alljährlich den Ausseer-Fasching: Am Sonntagabend werden in den Gaststätten „Faschingsbriefe” in gereimter Form verlesen oder gesungen; Vorkommnisse im Ort sowie „Schandtaten” einzelner Personen kommen dabei zur Sprache und sorgen für Erheiterung. Am Montag sind die „Trommelweiber” unterwegs; der Faschingsdienstag gehört den „Flinserln”. In ihren mit Stoffapplikationen und Silberflitter bestickten Gewändern, oft Familienerbstücke, ziehen sie von einer Streichmusik angeführt durch den Ort. Die „Zacherln” bahnen mit ihren Stöcken, an denen Schweinsblasen befestigt sind, dem Zug einen Weg durch die Zuschauermengen. Aus ihrem Nusssack werfen die Flinserl den Kindern Nüsse zu. Der Faschingsdienstag ist die eigentliche Fastnacht.</p>
<p>Bekannt ist auch das <strong>Murauer Faschingrennen</strong>. Maskierte (Wegauskehrer, Heangreifer, Schmied, Bär, Schellfasching, Glockfasching etc.) bewegen sich im Dauerlauf von Haus zu Haus. Jedem Hausbesitzer wird das &#8222;Fasching-Ross&#8220; – dargestellt durch eine Maskengruppe – verkauft.</p>
<p><strong>Aschermittwoch</strong></p>
<p>Der Aschermittwoch steht am Beginn der 40-tägigen Fastenzeit (eigentlich 46 Tage, an den Sonntagen darf aber nicht gefastet werden). In der Kirche zeichnet der Priester den Gläubigen das Aschenkreuz als Zeichen der Vergänglichkeit auf die Stirn (Asche aus verbrannten gesegneten Palmzweigen des Vorjahres).</p>
<p><strong>19. März – JOSEFITAG</strong></p>
<p>Josef aus dem Geschlecht Davids war als Zimmermann in Nazaret tätig und wurde als Verlobter Marias zum Nährvater von Jesus. Josef ist auch Landespatron der Steiermark, Kärntens und Tirols. Ebenso ist er seit 1870 Patron der katholischen Kirche.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong><span style="text-decoration: underline;"><strong>MÄRZ/APRIL</strong></span></p>
<p><strong>Karwoche</strong></p>
<p>Die Karwoche ist das Ende der Fastenzeit und der Beginn der österlichen Zeit. Die Karwoche beginnt am Palmsonntag und endet am Karsamstag.</p>
<p><strong>Palmsonntag:</strong></p>
<p>Erinnerung an den feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem. Symbol: Palmbuschen in verschiedenen Gestaltungsvarianten; in der Messe wird erstmals die Passion gelesen. In der Steiermark werden am Palmsonntag statt der Palmwedel Weiden mit Palmkätzchen geweiht. Die Bezeichnung der Palmbuschen ist regional verschieden – vom Palmbesen über Palmbuschen bis Palmschüppel.</p>
<p><strong>Gründonnerstag:</strong></p>
<p>Früher Antlasstag (=Entlassung aus der Kirchenstrafe). Heute werden an diesem Tag verschiedene Grünbräuche zelebriert – auch beim Essen, etwa von Spinat mit Spiegelei. In der Kirche: Das Allerheiligste wird ausgesetzt; Glockenschweigen bis zur Auferstehung – Ratschen riefen früher zu den Betzeiten; heute ziehen Ratschergruppen Sprüchlein sagend von Haus zu Haus und erhalten kleine Gaben.</p>
<p>Im traditionellen Gründonnerstagsgottesdienst wird an das biblische Ereignis der Fußwaschung erinnert. So wäscht Jesus als Zeichen seiner Dienstbarkeit den Jüngeren die Füße. In Mariazell erfolgt im Anschluss an diese Gründonnerstag-Abendmesse mit der Fußwaschung das Apostelessen.</p>
<p><strong>Karfreitag:</strong></p>
<p>Gedenken an Kreuzigung und Grablegung Christi; Kreuzesanbetung; Aufstellen des hl. Grabes. An diesem Tag sind die Kirchenglocken stumm, nachdem sie sich am Gründonnerstag verabschiedet haben und nach Rom „geflogen“ sind. Erst zum Gloria der Karsamstagsmesse sind sie wieder zu hören. Ein schöner Brauch an diesem Tag ist wie bereits oben erwähnt das Ratschen. So bauen Kinder Hammer-, Kasten- oder Flügelratschen und geben anstelle des Glockengeläuts die Gebetszeiten an und sagen dazu Sprüche auf.</p>
<p><strong>Karsamstag:</strong></p>
<p>Am frühen Morgen Feuersegen; Weihfeuerträger bringen das gesegnete Feuer in die Häuser; erhalten kleine Gaben (Geldspenden, Ostereier). In der Osternachtfeier ertönen zum Gloria Glocken und Orgel erstmals wieder; „Weihfleischessen“ in den Familien; Ende der Fastenzeit. Osterfeuer werden an den Hängen angezündet.</p>
<p><strong>Ostersonntag</strong></p>
<p>Bis Mitte des 16. Jh. wurde Ostern vielerorts als Jahresanfangstermin gesehen und war neben den christlichen Glaubensvorstellungen mit zahlreichen Frühlingsbräuchen verbunden.</p>
<p>Osterei: das Symbol des Festes; das klassische Ei ist das rote; (Rot gilt als Farbe der Freude, des Lebens, des Triumphes). Mittlerweile gibt es Ostereier mit verschiedensten z.&nbsp;T. kunstvollen Verzierungen; das Ei wird zum Sammelobjekt. An diesem Tag findet das „Maschta-Singen“ (=Marter- bzw. Leiden-Christi-Singen) in den Gemeinden Mooskirchen und Hitzendorf in der Weststeiermark statt: Dabei pilgert eine Bußprozession zur Kirche mit geschmücktem Vortragskreuz; Buß- und Osterlieder werden gesungen; die Texte und Melodien reichen bis ins Mittelalter (1348/49). Die Prozession selbst stammt aus der Zeit des ersten Auftretens der Pest.</p>
<p>Mit dem Ostersonntag ist auch die Fastenzeit vorbei und damit auch wieder das Tanzen erlaubt. So finden in der ganzen Steiermark Ostertanz-Feste statt.</p>
<p><strong>Ostermontag</strong></p>
<p>Am Ostersonntag stehen die Ereignisse rund um die Auferstehung von Jesus im Mittelpunkt. Er ist der letzte Feiertag in der Osterzeit. Der Osterspaziergang an diesem Tag soll an den Gang der Jünger von Jesus nach Emmaus, einem Ort nordwestlich von Jerusalem erinnern. Emmausgänge gibt es auch in der Steiermark, so beispielsweise im weststeirischen Wernersdorf.</p>
<p><strong>Symbole des Osterfestkreises</strong></p>
<p><strong>Kalvarienberge</strong></p>
<p>Die Kasmandln (so werden sie im oberen Ennstal bezeichnet) sind geisterhafte Wesen, die in den leeren Hochalmen einziehen und am Martini-Vorabend zu den Menschen in die Häuser kommen. Im Mittleren Ennstal werden die Kasamandl als &#8222;Almraunzl&#8220; bezeichnet, während sie im Mur- und Mürztal &#8222;Hüttenwaberl&#8220; oder &#8222;Winterschwoagerin&#8220; heißen.</p>
<p>Der rheinländische Brauch des Laternenfestes kam ebenso vor einigen Jahren in die Steiermark und wird hauptsächlich in Kindergärten mit Liedern und einem Lichterumzug begangen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>&nbsp;DEZEMBER</strong></span></p>
<ol>
<li><strong> Adventsonntag</strong></li>
</ol>
<p>Am 1. Adventsonntag wird das erste Licht am Adventkranz angezündet. Der Adventkranz ist ein sehr junger Brauch, ursprünglich evangelischer Herkunft. Er kam aus Norddeutschland über Jugendbewegungen und evangelischen Gemeinden Ende der 1920er Jahre nach Österreich. Doch erst nach 1945 hat er sich über Kindergärten, Schulen und Kirchen als vorweihnachtliche Dekoration im privaten Haushalt weitläufig etabliert.<strong><br></strong></p>
<ol start="4">
<li><strong> Dezember – HL. BARBARA</strong></li>
</ol>
<p>Der Festtag der Hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, wird vor allem in den Bergbauorten gefeiert. In den ost- und weststeirischen Braunkohlerevieren gibt es ein Barbara-Amt in der Kirche mit anschließender Feier in einem Gasthof.</p>
<p>In den obersteirischen Revieren um den Erzberg gibt es Aufführungen von Knappentänzen („Schwert- oder Reiftänze”). An der Montanuniversität Leoben ist der Barbaratag der Haupttermin für Anfang und Ende des Studiums. Studenten müssen als eine Art Aufnahmeritual den Sprung über das Bergleder, den Ledersprung, absolvieren. Die graduierten Diplomingenieure hingegen begeben sich im schwarzen Bergkittel zum Brunnen am Leobener Hauptplatz, wo sie die steinerne Brunnenfigur des Bergmannes zum Abschied küssen.</p>
<ol start="6">
<li><strong> Dezember: Hl. Nikolaus</strong></li>
</ol>
<p>Der Gaben bringende Nikolaus kommt schon am Vorabend (5. Dezember) –manchmal begleitet vom Krampus – zu den Kindern in die Häuser; vielerorts tritt der „Nikolo” nicht persönlich auf, sondern legt seine Gaben in bereitgestellte Gefäße. Bis zur Einführung des Christbaumes war „Nikolaus” das eigentliche Bescherungsfest für die Kinder. In vielen Orten gibt es am 5. Dezember „Krampustreiben”, ähnlich den Salzburger Vorbildern, wo vielfach besonders kostbare Holzmasken verwendet werden. Die Entwicklung hin zu prächtigen Masken erfolgte hauptsächlich erst in den letzten Jahrzehnten. Früher trat der Krampus ausschließlich in Begleitung des Nikolaus auf.</p>
<p><strong>Krippen</strong></p>
<p>In der Steiermark sind zwei Grundtypen zu sehen: orientalische (Geburtsszene in Ruine, Palmen) und regionale Krippen (mit Bauernhäusern und dazugehörigem Alltagsleben).Die Krippen in Kirchen sind im Vergleich zu den Privatkrippen meist wesentlich größere Ausführungen. Krippen gibt es in unterschiedlichen Varianten und Materialien zu kaufen. Es gibt auch Bastelanleitungen für den Selbstbau. Das Salzkammergut ist bekannt für besonders umfangreiche Krippen. Krippenschnitzer waren hauptsächlich die Bergknappen um den steirischen Erzberg und den Ausseer Salzberg. In Eisenerz ist für Interessierte eine Krippenschau eingerichtet.</p>
<p><strong>Hl. Abend bis Neujahr</strong></p>
<p>Die Adventzeit war früher eine strenge Fastenzeit, die erst mit der Christmette zu Ende ging. Das Festessen nach der Mette fiel daher besonders reichlich und fett aus. Der Christtag war ein reiner Familienfesttag. Der Stefanitag galt als Besuchstag. Es war auch der Tag, an dem die Pferde beim Stefaniritt bewegt wurden. In der nördlichen Weststeiermark vor allem werden Stefani-Ritte veranstaltet.</p>
<p><strong>Jahreswechsel</strong></p>
<p><strong>Frisch und G`Sund Schlagen </strong>ist in der Steiermark und darüber hinaus verbreitet: Kinder streichen Erwachsene mit Birkenruten und sagen Sprüche mit Wünschen für gute Gesundheit im neuen Jahr auf. Als Gegenleistung gab es früher Nüsse, Äpfel oder Kletzen, später aber auch kleine Geldspenden.</p>
<p>Weitere Brauchtumsinformationen: <a href="http://www.volkskultur.steiermark.at">www.volkskultur.steiermark.at</a></p>
<hr>
<h2>Historisch Interessantes &#8211; die Geschichte der Steiermark</h2>
<p>2004</p>
<p>Seit dem 1. Mai und den neuen Mitgliedstaaten der EU rückt die Steiermark von einer geographischen Randlage (wieder) in die Mitte Europas.</p>
<p>1999</p>
<p>Die Altstadt Graz wird von derUNESCO zum Welterbe ernannt.</p>
<p>1919</p>
<p>Nach dem 1. Weltkrieg verliert die Steiermark 1/3 ihrer Landesfläche, die sogenannte Untersteiermark wird dem neu gegründeten SHS StaatJugoslawien angegliedert. Durch den Zerfall desHabsburgerreiches gerät die Steiermark, einst das</p>
<p>„Tor zum Südosten”, in eine Randlage.</p>
<p>1854</p>
<p>Bau der Südbahnstrecke über den Semmering (die 1.Hochgebirgsbahn der Welt, CarlRitter von Ghega). Die Bahnstrecke gehört zum UNESCO Welterbe.</p>
<p>19. JH.</p>
<p>Rege Bautätigkeit im Land undin Graz (TechnischeUniversität, Opernhaus, Karl-Franzens-Universität,Bahnhof, Landeskrankenhaus). Bedeutende Wissenschafter und Künstler siedeln sich an. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts setzt Erzherzog Johannvon Österreich entscheidende und nachhaltige Impulse zur Entwicklung von Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft in der Steiermark.</p>
<p>1797 –1800</p>
<p>verwüstet Napoleon in den Koalitionskriegen die Obersteiermark. Die Einnahme von Graz jedoch gelingt nicht, der 3-</p>
<p>wöchigen Belagerung halten die Grazer tapfer stand. Jedoch fordert Napoleon die Schleifung der Burganlage auf dem Schlossberg, der Uhrturm, das Wahrzeichen der Landeshauptstadt, wird von den Bürgern freigekauft und bleibt</p>
<p>erhalten.</p>
<p>1619</p>
<p>Der Habsburger Herzog Ferdinand wird Kaiser des deutschen Reichs, mit ihm übersiedelt auch der gesamte Hof nach Wien. Graz verliert seineBedeutung als Residenzstadt.</p>
<p>1564</p>
<p>Herzog Karl II von Innerösterreich lässt im untersteirischen Lipica (heute Slowenien) die berühmten weißen Pferde ansiedeln, die Geburtsstunde der Lipizzaner und der Wiener Hofreitschule. 1920 nach Verlust der Untersteiermark werden die Pferde ins</p>
<p>weststeirische Piber gebracht, wo sie bis heute im Bundesgestüt ihre Heimat haben.)</p>
<p>1438 –93</p>
<p>Erste Blütezeit der Stadt Graz und der Steiermark unter dem Habsburger Herzog Friedrich V (ab 1452 Kaiser Friedrich III</p>
<p>&#8211; als letzter Kaiser in Rom gekrönt). Seine Lieblingsresidenz ist Graz, welches eine rege Bautätigkeit und seine Hochzeit als</p>
<p>Kaiser-Residenz erlebt. Größte wirtschaftliche Blüte der Steiermark.</p>
<p>1379</p>
<p>Teilung des Habsburgerreiches. Zu Innerösterreich gehören fortan die Steiermark, Kärnten, Krain, Görz, Triest, Istrien und die</p>
<p>Windische Mark. So sollten sie bis 1919 bleiben.Graz entwickelt sich zum kulturellen und geistigen Zentrum von Innerösterreich.</p>
<p>1180</p>
<p>Die Steiermark wird zum selbständigen Herzogtum erhoben.</p>
<p>970</p>
<p>ist die Steiermark erstmals namentlich erwähnt, Graz (“Gracz”) erstmals 1128/29.</p>
<p>8. JH. – 955</p>
<p>Ständig Ungarn-Einfälle, anschließend Eingliederung in das Frankenreich.</p>
<p>6. – 8. JH.</p>
<p>Slawische Stämme besiedeln das Gebiet der heutigen Steiermark, erst gegen Ende des 8. Jahrhunderts siedelt Kaiser Karl der Große deutsche Stämme an. Das slawische Element jedoch bleibt bis heute im Sprachgebrauch erhalten.</p>
<p>15 v. –70 n.CHR.</p>
<p>Das Gebiet der Steiermark (Königreich Noricum) wird dem Römischen Reich friedlich angegliedert. Bereits aus der Römerzeit bekannt sind Thermalquellen wie Bad Gleichenberg oder Bad Mitterndorf.</p>
<hr>
<hr>
<p><strong>110 J. Dachsteinsüdwand-Durchsteigung und 50 J. Gletscherbahn</strong></p>
<p>Franz und Irg (Georg) Steiner waren die ersten, denen 1909, also vor 110 Jahren, die direkte Durchsteigung der Dachstein-Südwand gelang. Damals ein Meilenstein in der Geschichte des Bergsteigens. 1969, 60 Jahre später wiederum, fiel der Startschuss für den Bau der DachsteinSeilbahn, die zur Erschließung des Dachsteins geführt hat und heute mit dem Sky Walk, der Hängebrücke und der Treppe ins Nichts sowie dem Eispalast zu einem der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Steiermark zählt. Zum 50-Jahr-Jubiläum der DachsteinGletscherbahn wurde ein Dachstein-Jubiläumswein vom Weingut Peter Masser aus Leutschach kreiert. Ein Jahr lang lagerte ein Chardonnay von der südsteirischen Lage „Schlingelberg“ in einem Holzfass auf 2.700 m bei einer konstant kühlen Temperatur von nur 0 Grad, jetzt wurde er in Magnumflaschen abgefüllt. „Der Wein ist phantastisch! Aufgrund der hervorragenden Qualität des Weines mache ich mir schon Sorgen, wo wir zukünftig die zusätzlichen Weinfässer im Dachstein Eispalast lagern werden“, schmunzelte GF Georg Bliem. Zur Feier des Jahres wird es Big Band Konzerte, eine große Jubiläumsfeier, uvm. geben. <a href="http://www.derdachstein.at">www.derdachstein.at</a></p>
<hr>
<h2><strong>Wandern auf neuen Wegen</strong></h2>
<p><strong>3 neue Wege geht die Steiermark</strong></p>
<p><strong>„Klimawandeln“ im Naturpark Mürzer Oberland: Erster Erlebnisweg Österreichs zum Thema Klimawandel</strong></p>
<p>14 Stationen zu je einem speziellen Lebensraum zeigen fachlich fundiert und dennoch auch humorvoll, was man beitragen kann, damit die Erde nicht ins Schwitzen gerät. Ziel dieses neuen Erlebnisweges ist es, die Themen Artenvielfalt und Naturschutz in den Mittelpunkt zu stellen. Wohin werden sich die Lebensräume und ihre gefährdeten und geschützten Arten im Alpenraum angesichts der Veränderungen durch den Klimawandel entwickeln? Wie sehen allfällige Bedrohungen durch nicht heimische Arten aus? Für Familien und Schulen entsteht ein wichtiges Ausflugsziel, das ein Kennenlernen von Klimaschutz und Artenvielfalt ermöglicht.</p>
<hr>
<p><strong>Der neue Bankerlweg auf dem Aussichtsberg Hochwurzen Platz nehmen inmitten der Natur.</strong></p>
<p>Gipfelgenuss und landschaftlicher Weitblick sowie die entspannte Rast auf einem Bankerl, stehen für alle Besucher des neuen Bankerlweges auf dem Aussichtsberg Hochwurzen in Schladming im Mittelpunkt. Der wunderschön angelegte Panoramapfad bringt Genießer und Gipfelstürmer zum Staunen. Mit der Gipfelbahn schwebt man auf die Hochwurzen, wo die Wanderung zur Erkundung des Bankerlweges startet. Eine Stunde wandert man gemütlich, ohne große Höhenunterschiede, den Rundweg von der Bergstation der Gondelbahn Hochwurzen über schattige, romantische Waldwege hinauf zum Gipfel auf 1850 Meter. Entlang des Weges findet man eine Vielzahl an Rastplätzen, welche mit rund 20 originellen und ausgefallenen Bankerln, wie dem Bankerl für Verliebte, dem Familienbankerl, dem Sonnenuntergangsbankerl, der Steiermark-Herzbank und vielen anderen mehr, zum Rasten und Innehalten einladen. Ganz nach dem Motto „Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause“ (Zitat: Elizabeth Barrett Browning) wird man zum Platz nehmen inmitten der Natur eingeladen. Erst dann kann man diese Kunstwerke zum Niedersitzen sowie die einzigartige Aussicht so richtig genießen. <a href="http://www.planai.at">www.planai.at</a> und <a href="http://www.schladming-dachstein.at">www.schladming-dachstein.at</a></p>
<hr>
<p><strong>„Über Stock und Wein“ Wanderweg mit Selbstbedienungs-Kühlschränken am Wegesrand</strong></p>
<p>Dass man verdursten könnte, ist die größte Sorge eines Südsteirers. Mag der Weg auch noch so kurz sein, eine flüssige Wegzehrung muss in Sichtweite sein. 13 findige Weinbauern und Buschenschänker am Labitschberg und Kranachberg (Gamlitz) haben nun, weil ja auch diese mal einen Ruhetag haben, entlang des sogar 16 km langen „Über Stock und Wein“-Wanderweg Selbstbedienungskühlschränke aufgestellt und mit gekühlten Weinen, Wasser und Säften ausgestattet. Diese finden sich z.B. bei den Weingütern Tinnauer, Trabos, Liener, Pongratz, Peter Skoff, Breg, Heike Skoff sowie dem Genussladen Die Amtmann. <a href="http://www.naturparkwanderweg.at">www.naturparkwanderweg.at</a></p>
<hr>
<p><strong>Der dunkelste Himmel Österreichs: im Gesäuse Ein Sternenpanorama ohne Lichtverschmutzung</strong></p>
<p>Selten sind mittlerweile Himmel ohne Lichtverschmutzung. „Als in Johnsbach eine PhotonenMessung durchgeführt wurde, dachten die Experten zuerst, ihre Geräte wären defekt. Waren sie aber nicht. Seither ist es amtlich, dass wir im Nationalpark Gesäuse den dunkelsten Himmel Österreichs haben“, erzählt Andreas Hollinger vom Nationalpark Gesäuse voller Freude. Das heißt: Man sieht Sterne ohne Ende. www.gesaeuse.at</p>
<p>Von oben Online-Unterstützung durch 360-Grad-Panoramen Als zusätzliche Serviceleistung ist seit Kurzem der gesamte Schladminger Tauern Höhenweg in Form einer 360-Grad-Panoramen-Ansicht online betrachtbar. Auf <a href="https://vonoben.schladming-dachstein.at/sommer">https://vonoben.schladming-dachstein.at/sommer</a> können User den Höhenweg virtuell erleben. Der neue Internet-Service ist zudem eine wertvolle Unterstützung bei der Tourenplanung und -vorbereitung sowie eine rasch verfügbare Orientierungshilfe unterwegs. Links und Beschreibungen markanter Punkte entlang des Weges sorgen für Informationsmehrwert.</p>
<hr>
<p><strong>Golf &amp; Genuss 2 Golfclubs verschreiben sich dem Genuss und dem Tee Time Management</strong></p>
<p>27 Golfclubs gibt es in der Steiermark zwischen hohem Norden und dem tiefen Süden, zwei aus diesem Süden haben sich jetzt zusammengetan und sich dem Genuss verschrieben. Nahe an den steirischen Weinstraßen, eingebettet in die idyllischen Hügellandschaften, laden zwei erstklassige Golfplätze und ausgewählte Hotelpartner zum Golfen und Entspannen und Genießen ein. Golf &amp; Genuss nennt sich das Angebot der Golfclubs Gut Murstätten und Schloss Frauenthal. Dieses beinhaltet reservierte Tee Times an den gewünschten Golfplätzen, Sonderkonditionen auf E-Carts, Trolleys und Caddyboxen und jede Menge Tipps zu Kunst, Kultur und Kulinarik der Region. „Stay &amp; play“ nennt sich z.B. das Paket vom Hotel Gollner nahe dem GC Gut Murstätten, „Golf &amp; Burgambiente“ das Paket in der Burg Landsberg. Allen gemein sind 2, 4 oder 5 Greenfees inkl. Srixon Golfbällen und Tee Time Management bei 3-, 5- oder 8-Tages-Packages. www.golfund genuss.at. Infos allgemein: <a href="http://www.steiermark.com/golf">www.steiermark.com/golf</a></p>
<hr>
<p><strong>Krimitour mit Hund durch die Tierwelt Herberstein</strong></p>
<p>Spürnasen bzw. deren Besitzer aufgepasst: An drei Terminen können beide gemeinsam ausrücken, um einen mysteriösen Kriminalfall zu lösen. Um auf die richtige Fährte zu kommen, müssen Beweise gesammelt, Rätsel gelöst und Zeugen befragt werden. Da kann die Spürfähigkeit eines Hundes sehr von Nutzen sein. Zu Beginn der Krimitour erhalten die Teilnehmer eine Einführung in den Fall, dann die ersten Hinweise und die Ermittlerausrüstung – nach einer kurzen Dienstbesprechung kann es losgehen.</p>
<p>• Mindestteilnehmeranzahl 5 Mensch-Hunde-Teams (max. 8). Je Mensch-Hunde-Team ist eine Teilnahme von maximal 2 Begleitpersonen möglich. • Die Teilnehmer benötigen ein Brustgeschirr für die Hunde. • Kosten pro Teilnehmer mit Hund € 53,- inklusive Tierpark-Eintritt, pro Begleitperson € 33.- inklusive Tierpark-Eintritt. • Dauer: Vormittagsgruppe von 10.30 &#8211; 12.30 Uhr; Nachmittagsgruppe von 13.30 &#8211; 15.30 Uhr.</p>
<p>Sommerseilbahn auf den Hauser Kaibling Insbesondere Wander- und Radurlauber erfreuen sich am Hauser Kaibling, dem Hausberg von Haus im Ennstal, sodass der Sommerbetrieb der Bergbahnen einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt. Somit sind im Sommer neben der Tauern-Seilbahn im Ort Haus, die täglich in Betrieb sein wird, zusätzlich die 8er-Gondelbahn und die Quattralpina an vier Tagen die Woche in Betrieb . Alle 3 genannten Seilbahnen sind auch in der Schladming-Dachstein Sommercard inkludiert sein.</p>
<p>Bergattraktionen am Hauser Kaibling − Schaf-Erlebnis: Mit 800 wolligen Schafen am ganzen Berg, sowie mit einer Streichel- und Fütterungsstelle kann man den Schafsinn hautnah spüren. − Kinder-Erlebnisweg: An vielen Stationen können Kinder ihren „Schafsinn“ und ihr Wissen rund um das Schaf unter Beweis stellen. Rätsel- und Entdeckerspaß garantiert. − E-Trial-Parcours: neuer motorisierter E-Trial-Park bietet Action für Kinder ab 3 Jahren. − Disc Golf-Parcours: Man wirft entlang dem Parcours mit einer Frisbee-Scheibe in die dafür vorgesehenen Körbe – es gilt: Je weniger Würfe, desto besser. − Spielplätze: Ereignisreiche Spielgeräte und ein Motorikpark für den Familienspaß. − Paragleiten: Den Berg mit dem Sky Club Austria auch von oben erleben. − E-Bike-Verleih: Im Sport Hauser Kaibling wird es einen E-Bike-Verleih geben. − Gemütliche Sommerhütten verwöhnen den Gaumen mit regionaler Kulinarik. − Wanderungen und (E-)Mountainbike-Touren zu den schönsten Aussichtspunkten</p>
<hr>
<div data-canvas-width="136.4022">&nbsp;</div>
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<hr></div>
<h2 data-canvas-width="136.4022">Christian Klöckl: die Steiermark in ihrer vollen Breite &#8211; ein Buchtipp</h2>
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<p>Er ist ein begnadeter Musiker und liebt die Stille, er hat 60 Länder bereist und 16 davon zu Fuß durchquert, ist auf sieben Pilgerreisen 4.000 km gewandert und hat in der Langsamkeit seinen Blick geschärft &#8211; der Steirer Christian Klöckl. Er ist Pianist, Komponist, Geograf &#8211; und er ist ein grandioser Fotograf.</p>
<p>15 Jahre ließ sich Christian Klöckl Zeit, um sein Heimatland in 3.000 Panoramabildern in Szene zu setzen. Und nun legt er mit <em>STEIERMARK &#8211; Das Land in seiner vollen Breite&nbsp; </em>ein Buch der Superlative vor: Aufgeklappt ist das Buch mehr als einen Meter breit, über 3 kg schwer, und die 80 ausgewählten Fotos im Format von 600 x 300 mm bestechen durch ihre meditative Kraft und ihre unendliche Schönheit.</p>
<p>Ausgehend von Graz lädt Christian Klöckl zu einer fotografischen Reise zu Bergen, Hügeln, Seen, Wasserfällen, Burgen, Städten, Kultur- und Naturschätzen zwischen der südsteirischen Weinstraße und dem Dachstein ein. Seine Bilder sind mit einer Noblex Panorama-Kamera in einem Winkel von 136 Grad aufgenommen, sie sind Kompositionen aus dem Standpunkt, dem Sonnenstand, der Grundstimmung, der Jahreszeit &#8211; und beflügelt von dem eigenen Staunen und dem Glück angesichts der Schönheit der Natur und der Landschaften.</p>
<p>Christian Klöckl<br>STEIERMARK &#8211; DAS LAND IN SEINER VOLLEN BREITE<br>Mit einem Vorwort von Dietrich Mateschitz<br>Hardcover mit geprägtem Efalin, 600 x 300 mm, 176 Seiten</p>
</div>
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<p>ISBN: 978-3-7104-0123-7, Preis: € 149,-</p>
<p>Der Pianist und Komponist <strong>Christian Klöckl </strong>wurde 1967 in Graz geboren. Mit 6 Jahren begann er Klavier zu lernen. Mit 10 Jahren bekam er seine erste Kamera. 14-jährig wurde er als Begabtenschüler an der Musikuniversität Graz im Fach Klavier aufgenommen. Nach der Matura am Musikgymnasium Graz studierte er bei Professor Walter Groppenberger Klavier, zusätzlich studierte er drei Jahre Geografie und Wirtschaftskunde. Erste große Reisen führten ihn nach China, Neuseeland, Kanada, Island und in die Südsee. Insgesamt bereiste Klöckl 60 Länder, 16 davon durchquerte er zu Fuß. In 7 großen Pilgerreisen ging er mit dem Pfarrer von Frohnleiten 4.000 Kilometer durch Europa &#8211; u. a. von Köln nach Salzburg, von Salzburg nach Lourdes, von Ungarn nach Istanbul, von Damaskus nach Jerusalem. Als Pianist und Komponist konzertierte Klöckl in Dubrovnik, Split, Graz, Salzburg, Rom, Wien und im Vatikan.</p>
<p></p>
</div>
<hr>
<p>Beitragsbild: Blick auf das Dachsteinmassiv von der Reiteralm bei Schladming. Steiermark. © Österreich Werbung, Fotograf: Lamm</p>


<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Graz &#8211; Sehenswürdigkeiten, Ballveranstaltungen und Shopping</title>
		<link>https://reisewiki.at/graz-reisefuehrer-online-kostenlos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2016 08:23:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Steiermark-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Steiermark]]></category>
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					<description><![CDATA[Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Grazer Glockenspiel Adresse: Glockenspielpl. 4, 8010 Graz Dreimal täglich bietet sich Grazern und Touristen ein schönes Schauspiel auf dem Glockenspielplatz. Das Grazer <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/graz-reisefuehrer-online-kostenlos/" title="Graz &#8211; Sehenswürdigkeiten, Ballveranstaltungen und Shopping">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Grazer Glockenspiel</h3>



<p><strong>Adresse</strong>: <span class="_Xbe">Glockenspielpl. 4, 8010 Graz</span></p>



<p>Dreimal täglich bietet sich Grazern und Touristen ein schönes Schauspiel auf dem Glockenspielplatz. Das Grazer Glockenspiel lässt drei Melodien erklingen. Dazu tanzt im Giebel des Bauwerks ein aus Holz geschnittenes Pärchen in Tracht. Zum Schluss lässt ein goldener Hahn ein dreifaches Kikeriki erschallen. Das Spektakel geht täglich um 11 Uhr, 15 und 18 Uhr über die Bühne.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-2209"><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="587" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/glockenspiel-6.jpeg" alt="Glockenspiel © Graz Tourismus - Harry Schiffer" class="wp-image-2209" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/glockenspiel-6.jpeg 880w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/glockenspiel-6-300x200.jpeg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/glockenspiel-6-768x512.jpeg 768w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption><em>Glockenspiel. © Graz Tourismus &#8211; Harry Schiffer</em></figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator"/>



<h3 class="wp-block-heading">Der Schloßberg</h3>



<p>Der Grazer Schloßberg ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Der gewaltige Fels aus Dolomitgestein befindet sich direkt im Zentrum der historischen Altstadt am Ufer der Mur. Er ragt etwa 120 Meter über den Grazer Hauptplatz.</p>



<p>Am Schloßberg befinden sich wichtige Sehenswürdigkeiten: So steht etwa der Grazer Glockenturm auf den Berg, der fast hundert Meter tiefe Türkenbrunnen befindet sich hier, ebenso Reste der Burg und einige kleinere Kunstobjekte. Der Schloßberg ist Teil des UNESCO-Welterbes Stadt Graz.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/7531/thumb_preview_d38b9a55-eb92-4e7f-806e-506c58351c68.jpg" alt="Graz Stadtpanorama / Blick auf Schlossberg"/></figure>



<p class="license">Graz Stadtpanorama / Blick auf Schlossberg. © Österreich Werbung, Fotograf: Bohnacker</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<h3 class="wp-block-heading">Der Grazer Uhrturm</h3>



<p><strong>Adresse</strong>: <span class="_Xbe">Schloßberg, 8010 Graz</span></p>



<p>Der Grazer Uhrturm war vermutlich ursprünglich Teil einer mittelalterlichen Festungsanlage. Im 16. Jahrhundert wurde er in seiner heutigen Form umgebaut. Jede der vier Seitenflächen des Turmes enthält ein Zifferblatt mit einem Durchmesser von rund fünf Metern, die 1712 in Freskotechnik angebracht wurden. Über den Zifferblättern befindet sich ein hölzerner Wehrgang. Er diente früher Feuerwächtern als Ausguck über die Innenstadt.</p>



<p>Der Turm besitzt drei Glocken: Die Stundenglocke ist die älteste Glocke von Graz und schlägt jede volle Stunde. Die Feuerglocke aus dem Jahr 1645 warnte je nach Anzahl der Schläge vor Feuer in den verschiedenen Grazer Bezirken. Die Armensünderglocke aus dem 15. Jahrhundert wurde im Mittelalter zu Hinrichtungen geläutet. Später im 19. Jahrhundert zur Sperrstunde. Am Fuße des Uhrturms befindet sich der Rosengarten, ein wunderschöner Aussichtspunkt.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/9413/thumb_preview_61a80eb8-d208-48fd-9fda-ae7be3341299.jpg" alt="Uhrturm in Graz "/></figure>



<p class="license"><em>Uhrturm in Graz. © Österreich Werbung, Fotograf: Archiv Stadt Graz</em></p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<h3 class="wp-block-heading">Landeszeughaus</h3>



<p><span class="_Xbe">Herrengasse 16, 8010 Graz</span>. <a href="http://www.museum-joanneum.at/landeszeughaus">www.museum-joanneum.at/landeszeughaus</a></p>



<p>Das Landeszeughaus in Graz wurde in den Jahren 1642 bis 1647 errichtet. Früher diente es als zentrales Waffendepot der Steiermark. Die hier gelagerten Waffen wurden für die Ausstattung des steirischen Landesaufgebots benötigt bzw. bei der Abwehr des Osmanischen Reiches im 16. Jahrhundert und der Verteidigung der&nbsp; Militärgrenze im Süden und Richtung Ungarn.</p>



<p>Das Zeughaus enthält über 30.000 Ausstellungsstücke und gilt damit als weltweit größte Rüstkammer. Eine Besichtigung lohnt sich! Viele Exponate sind ausgezeichnet erhalten und eine wahre Fundgrube für Kenner historischer Waffen.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-large wp-image-2214"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Zeughaus-c-Graz-Tourismus-Harry-Schiffer-1024x682.jpg" alt="Zeughaus © Graz Tourismus - Harry Schiffer" class="wp-image-2214" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Zeughaus-c-Graz-Tourismus-Harry-Schiffer.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Zeughaus-c-Graz-Tourismus-Harry-Schiffer-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Zeughaus-c-Graz-Tourismus-Harry-Schiffer-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><em>Zeughaus. © Graz Tourismus &#8211; Harry Schiffer</em></figcaption></figure>



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<h3 class="wp-block-heading">Grazer Landhaus</h3>



<p>Das Grazer Landhaus in der Herrengasse entstand in den Jahren 1527 bis 1531. Es handelt sich um den ersten Renaissancebau der Stadt. Der Haupttrakt wurde ab 1557 nach den Plänen des Architekten Domenico dell’Allio errichtet. Der frühere Sitz der Landstände zählt zu den wichtigsten und interessantesten Renaissancebauten Mitteleuropas. Besonders auffällig sind die kunstvoll gearbeiteten Rundbogenfenster, die luftigen Laubengänge und der dreigeschossige Arkadenhof. Die barocke Landstube fungiert heute als Sitzungssaal des Steiermärkischen <a href="http://www.landtag.steiermark.at/">Landtags</a>. Der Arkadenhof beherbergt häufig Veranstaltungen wie etwa Konzerte.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Arnold Schwarzenegger Museum</h3>



<p>Das Arnold-Schwarzenegger-Museum bietet Einblicke in Kindheit und Karriere des Weltstars. Das Museum ist in Schwarzeneggers Geburtshaus in Thal bei Graz beheimatet. Das historische Gebäude wurde 1806 errichtet und ist das ehemalige Forsthaus der Grafen Herberstein bzw. Eggenberg.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-2215"><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="587" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/arnold-schwarzenegger-museum-13.jpeg" alt="Arnold Schwarzenegger Museum © Region Graz - Harry Schiffer" class="wp-image-2215" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/arnold-schwarzenegger-museum-13.jpeg 880w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/arnold-schwarzenegger-museum-13-300x200.jpeg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/arnold-schwarzenegger-museum-13-768x512.jpeg 768w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption>Arnold Schwarzenegger Museum. © Region Graz &#8211; Harry Schiffer</figcaption></figure>



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<h3 class="wp-block-heading">Botanischer Garten</h3>



<p>Der Botanische Garten am Institut für Pflanzenwissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz befindet sich im dritten Grazer Stadtbezirk Geidorf. Die aktuell im Betrieb befindlichen neuen Gewächshäuser bestehen aus dem Warmhaus, dem Kalthaus, dem Temperierthaus und dem Sukkulentenhaus.</p>



<p>Die Gewächshäuser sind täglich von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr geöffnet, während die Öffnungszeiten des Freilandbereichs von der Jahreszeit abhängig sind.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-2220"><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="587" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/botanischer-garten-25.jpeg" alt="Botanischer Garten © Graz Tourismus - Harry Schiffer" class="wp-image-2220" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/botanischer-garten-25.jpeg 880w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/botanischer-garten-25-300x200.jpeg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/botanischer-garten-25-768x512.jpeg 768w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption><em>Botanischer Garten. © Graz Tourismus &#8211; Harry Schiffer.</em></figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">Design- und Architekturführungen</h2>



<p>Natürlich spielt sich Design nicht nur im öffentlichen Raum und in der Vielzahl der Designshops ab. Als Städtebummler hat man aber selten Zugang zu den Kreativabteilungen und Entwicklungszentren designorientierter Unternehmen. Daher bietet Graz Tourismus in Kooperation mit Creative Industries Styria eigene Designführungen für Gruppen an, mit denen man hinter diese Kulissen blicken kann.</p>



<p>Gruppen, die sich näher für die zeitgenössische Architektur der Stadt und der Region interessieren, seien die Architekturführungen des „Haus der Architektur“ und der Architektur-Publizistin Karin Tschavgova ans Herz gelegt.</p>



<p>Kontakt: <a href="mailto:vermittlung@hda-graz.at">vermittlung@hda-graz.at</a></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Zum Ballbesuch nach Graz</h2>



<p><strong>Österreich ist das Land der Bälle. Mit vielen außergewöhnlichen Ballnächten ist die Stadt Graz neben der Bundeshauptstadt Wien führend in Österreichs Ballsaison. </strong></p>



<p>Über die Wintermonate – von November bis Februar – stehen jährlich etwa 70 Ballveranstaltungen im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Damit steht fast jedes Wochenende im Zeichen der Ballsaison, welche nicht nur viele Grazerinnen und Grazer jedes Jahr aufs Neue begeistert, sondern auch immer mehr Gäste aus ganz Österreich und der ganzen Welt für ein Ballwochenende in die Stadt führt.</p>



<p>Während in den Monaten vor dem Jahreswechsel zum Großteil angehende Maturanten mit ihren Schulbällen den bevorstehenden Abschluss ihrer Schullaufbahn zelebrieren, gehört das Tanzparkett in den Monaten Jänner und Februar den großen klassischen Ballnächten. Die Stadt Graz bietet damit sowohl jungen als auch klassischen Ballbesuchern ein besonders breites Spektrum an Veranstaltungen.</p>



<p>Die Mischung aus den zahlreichen kleineren Bällen und den großen Klassikern verleiht der Grazer Ballsaison ein ganz besonderes Flair. Besonders beliebt sind die Bälle im Congress Graz, der mit seinen klassischen aber auch modernen Räumlichkeiten im Herzen der Stadt den idealen Rahmen für lange Ballnächte bietet. Für eine Nacht verwandelt sich aber auch die Oper Graz in einen prunkvollen Ballsaal, um der Opernredoute und den stilvoll gekleideten Gästen eine Bühne zu bieten. Kammersäle, Seifenfabrik und Stadthalle sind weitere beliebte Locations für die Grazer Ballszene.</p>



<p>Zu den Höhepunkten der Ballsaison zählen auch die Trachtenbälle, die viele Traditionen der steirischen Kultur in das Programm integrieren und mit dem Dresscode „Tracht“ ihre Gäste mit einer besonders lockeren Atmosphäre begeistern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Opernredoute</h3>



<p>Die Grazer Opernredoute ist der gesellschaftliche Höhepunkt im Grazer Ballkalender. Seit mehr als zehn Jahren ist die stilvolle Ballnacht in der Oper Graz das Aushängeschild der Grazer Ballsaison. Der glamouröse Abend im prunkvollen Ambiente der Oper überzeugt mit einem künstlerischen Programm auf höchstem Niveau und einem besonders umfassenden kulinarischen Angebot.</p>



<p><a href="http://www.opernredoute.com">www.opernredoute.com</a></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/11985/thumb_preview_062d0dd5-98c2-4219-ab56-a24a32d67578.jpg" alt="Oper Graz"/></figure>



<p class="license"><em>&nbsp;„Alles Walzer“ heißt es, wenn die Grazer Oper zum Tanzparkett wird. Einmal im Jahr steht das Publikum im Mittelpunkt des Geschehens und auf der Bühne des wunderschönen Grazer Opernhauses, welches sich für diesen Anlass mit besonders viel Sorgfalt und Liebe geschmückt und seine große „Robe“ angelegt hat. (Foto: Blick von der Bühne in den Zuschauerraum der Oper Graz. © Österreich Werbung, Fotograf: Achim Meurer)</em></p>



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<h3 class="wp-block-heading">Ball der Technischen Universität Graz</h3>



<p>Mit ihrer über 200jährigen Geschichte ist die Technische Universität Graz nicht nur eine Bildungsstätte von Weltruhm, sondern auch ein ausgesprochen traditioneller Ballveranstalter. Mit dem Ball der Technik wird jedes Jahr mit viel Wissen, Technik und Leidenschaft im noblen Ambiente des Congress Graz eine der großen klassischen Ballnächte umgesetzt. Mit seiner lockeren Atmosphäre bietet der Ball auch für junge Studierende die wohl beste Gelegenheit zum Small Talk und Hight-Tech-Networking mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Lehre und Forschung.</p>



<p><a href="http://www.balldertechnik.at">www.balldertechnik.at</a></p>



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<h3 class="wp-block-heading">Akademikerball</h3>



<p>Der größte Studentenball der Steiermark ist der traditionelle Saisonauftakt der klassischen Ballsaison. Der stilvolle Ballabend im Congress Graz bietet neben vier unterschiedlichen Musikstilen in vier Sälen auch ein umfassendes kulinarisches Programm.</p>



<p><a href="http://www.akademikerball.at">www.akademikerball.at</a></p>



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<h3 class="wp-block-heading">Oberlandlerball</h3>



<p>Der exklusive Trachtenball des karitativen Vereins der Oberlandler zählt zu den gesellschaftlichen Höhepunkten der Ballsaison. Der mit viel Aufwand und Liebe zum Detail dekorierte Congress Graz bildet den Rahmen für diese Ballnacht in feinster Festtagstracht, auf der viele steirische Traditionen gepflegt werden. So wird der Ballabend etwas mit einer Kinderpolonaise eröffnet. Karten für diesen Ball können übrigens nicht einfach gekauft werden. Nur wer eine Einladung von einem Oberlandler-Bauern erhält, hat die Möglichkeit eine Karte für den begehrten Ball zu erwerben.</p>



<p><a href="http://www.oberlandler-graz.at">www.oberlandler-graz.at</a></p>



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<h3 class="wp-block-heading">Tuntenball</h3>



<p>Die ohne Zweifel schrillste und bunteste Ballnacht des Jahres ist der Tuntenball. Denn auf diesem Ball ist so ziemlich alles erlaubt und erwünscht, was auf einem klassischen Ball sonst gar nicht geht. Vor allem der extravagante Dresscode &nbsp;– sofern überhaupt davon gesprochen werden kann – und das vielseitige Rahmenprogramm machen den Abend besonders unterhaltsam.</p>



<p>Der Tuntenball verfolgt aber auch ein gesellschaftliches sowie politisches Ziel: Die Veranstalter setzen sich mit diesem außergewöhnlichen Event für die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften ein.</p>



<p><a href="http://www.tuntenball.at">www.tuntenball.at</a></p>



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<h3 class="wp-block-heading">Steirischer Bauernbundball</h3>



<p>Mit über 15.000 Besuchern ist der Steirische Bauernbundball die größte Ballnacht Österreichs – und vermutlich auch der ganzen Welt. Der zünftige Trachtenball ist eine Liebeserklärung an die Steiermark und immer schneller ausverkauft, als so manches Rockkonzert internationaler Top-Stars.</p>



<p><a href="http://www.stbb.at">www.stbb.at</a></p>



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<h3 class="wp-block-heading">Il Ballo di Casanova</h3>



<p>Der italienische Maskenball im Zeichen Giacomo Casanovas gilt mit seinem außergewöhnlichen Dresscode als einer der schönsten Ballnächte Österreichs. Auf der mystisch-italienischen Ballnacht erscheinen die Gäste in opulenten Roben und verbergen ihre Gesichter hinter kunstvollen Masken. Feine italienische Kulinarik macht das italienische Lebensgefühl perfekt.</p>



<p><a href="http://www.ilballodicasanova.at">www.ilballodicasanova.at</a></p>



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<h3 class="wp-block-heading">Genussball</h3>



<p>Bis zu 20 nationale sowie internationale Spitzenköche verwandeln den Congress Graz mit ihren Kompositionen in eine kulinarische Hochburg. Vor den Augen der Gäste werden von den besten Herdkünstlern der Steiermark Gerichte gezaubert, die den Gästen zusammen mit Weinen der steirischen Top-Winzer serviert werden.</p>



<p><a href="http://www.genussball.at">www.genussball.at</a></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Einkaufen in Graz</h2>



<p>Die Grazer Innenstadt lädt zum genussvollen Einkaufsbummel ein. Hier gibt es fast nichts, was es nicht gibt: Boutiquen, Schmuckgeschäfte, Design-Shops, kleine traditionelle Läden, internationale Schuhmoden und Modemarken. Seit jeher ist die erste Adresse zum Flanieren und Shoppen die <strong>Herrengasse</strong>. Sie verbindet den Hauptplatz mit dem Platz Am Eisernen Tor und dem Jakominiplatz, dem Zentrum des öffentlichen Verkehrs in Graz. Alle Grazer Straßenbahnen, von den Einheimischen liebevoll „Bim“ genannt, fahren übrigens durch die Herrengasse. Oft beherbergen hier prachtvolle barocke Gebäude moderne Geschäfte und man findet, was das Herz begehrt: Schuhwerk von Humanic, Salamander und Stiefelkönig, Uhren und Schmuck von Weikhard (die große Uhr vor dem Geschäft ist auch in Zeiten von Internet und Handy immer noch DER Treffpunkt im Zentrum!) oder Schullin, Kosmetika von Douglas, Marionnaud, Nägele &amp; Strubell, Body Shop oder Lush, Haushaltsartikel und Geschirr von Klammerth, Textilien von H&amp;M, Orsay, Pimkie oder Tally Weijl, Accessoires von Liebeskind Berlin bis hin zu Monsoon Accessorize, Markenmode von Vogue, Benetton, Vero Moda, Mango, Zara oder Jones bis hin zu Stefanel und vieles mehr.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-2221"><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="587" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/herrengasse-8.jpeg" alt="Herrengasse Graz © Graz Tourismus - Harry Schiffer" class="wp-image-2221" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/herrengasse-8.jpeg 880w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/herrengasse-8-300x200.jpeg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/herrengasse-8-768x512.jpeg 768w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption><em>Herrengasse Graz. © Graz Tourismus &#8211; Harry Schiffer</em></figcaption></figure>



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<h3 class="wp-block-heading">Süßes vom Haller</h3>



<p>Ein echtes Grazer Unikat ist das Süßwaren- und Geschenkgeschäft Haller mit noblem Holz-Interieur, Stuckdecke, Jugenstil-Kronleuchter und einem erlesenen Sortiment an süßen Köstlichkeiten. Ein ganz besonderes Zuckerl ist die Auslage des Haller – insbesondere zur Weihnachtszeit, wenn unzählige Weihnachtskugeln in den verschiedensten Formen und Farben die liebevoll dekorierten Fenster schmücken – da beobachtet man nicht selten auch Erwachsene, die andächtig davor stehen und wieder zu Kindern werden.</p>



<p>Am Grazer Hauptplatz führt kein Weg vorbei – ein Shopping-Center unter freiem Himmel. Aber bei all den Geschäften und Schaufenstern darf man keinesfalls vergessen, einen Blick auf die schönen Hausfassaden in unterschiedlichen Baustilen zu werfen. Von hier aus geht’s in allen Richtungen in kleinere Straßen und Gässchen, in denen es oft Unerwartetes zu entdecken gibt.<strong><br>
</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-large wp-image-2226"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Hauptplatz-Luegghaus-c-Graz-Tourismus-Hans-Wiesenhofer-1024x682.jpg" alt="Hauptplatz Luegghaus © Graz Tourismus - Hans Wiesenhofer" class="wp-image-2226" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Hauptplatz-Luegghaus-c-Graz-Tourismus-Hans-Wiesenhofer.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Hauptplatz-Luegghaus-c-Graz-Tourismus-Hans-Wiesenhofer-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Hauptplatz-Luegghaus-c-Graz-Tourismus-Hans-Wiesenhofer-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><em>Hauptplatz Luegghaus. © Graz Tourismus &#8211; Hans Wiesenhofer</em></figcaption></figure>



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<h3 class="wp-block-heading">Das Kastner &amp; Öhler</h3>



<p>Dass Kastner &amp; Öhler DAS Traditionskaufhaus in Graz ist, stimmt zweifellos, aber gleichzeitig ist „der Kastner“ Beweis dafür, dass Tradition nicht verstaubt sein muss. Auf 20.000 m² bietet Kastner &amp; Öhler seine Modeauswahl. Von der Tiefgarage und der Shoppingmall im Untergeschoss geht es über die Parfümerie im Erdgeschoss, die Champagnerbar im ersten Stock und fünf Stockwerken mit Fashion bis zum alles überragenden Dach mit 360° Panorama (mit traumhaftem Uhrturm-Blick!).</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-2227"><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="587" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/kastner-ohler-1.jpeg" alt="Shopping &amp; Lifestyle © Graz Tourismus - Harry Schiffer" class="wp-image-2227" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/kastner-ohler-1.jpeg 880w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/kastner-ohler-1-300x200.jpeg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/kastner-ohler-1-768x512.jpeg 768w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption><em>Shopping &amp; Lifestyle. © Graz Tourismus &#8211; Harry Schiffer</em></figcaption></figure>



<p>In der <strong>Kunstmeile Sackstraße</strong> gibt es Antiquitätengeschäfte, Galerien, Schmuckgeschäfte, Werkstätten, Museen &amp; Ateliers, moderne und antike Kunst sowie Volks- und feine Handwerkskunst.</p>



<p>Eine bunte Mischung an vorwiegend kleineren hübschen Geschäften mit unterschiedlichstem Angebot bietet die <strong>Sporgasse</strong>. In letzter Zeit hat sich die Sporgasse zu einer richtigen <strong>Eismeile</strong> entwickelt – gleich fünf Lokale – wenige Schritte voneinander entfernt &#8211; bieten die unterschiedlichsten und ausgefallensten Eissorten an. Und wer hat das beste Eis? Da muss man sich einfach durchkosten. Beim Pariser Unternehmen Amorino kommen auf Wunsch mehrere Sorten in Form einer &#8222;Blume&#8220; ins Stanitzel. Sorger und Sax sind die traditionell bekannten Namen, Yogurtlove und Eis Greissler sind neu dazugekommen. Beim Eis-Test darf aber auch Philipp (am Hauptplatz) und Temmel (Herrengasse) nicht fehlen. Ansonsten gibt’s in der Sporgasse Sneakers von Foot Locker oder modisches Schuhwerk von Geox, Uhren und Schmuck von Swatch, Frey Wille oder New One, Bio-Tees von Sonnentor, italienische Mode, echte Trachten, steirische Volkskultur im <strong>Heimatwerk</strong> und vieles andere mehr.</p>



<p>Mittelalterliche schmale Gässchen führen vom Hauptplatz zum malerischen <strong>Franziskanerviertel</strong>. Kleine, historische Läden schmiegen sich an die Außenmauern der gotischen Franziskanerkirche und prägen das romantische Bild des Platzes. An die Kirche angeschlossen ist das Franziskanerkloster – im frei zugänglichen Kreuzgang entrückt man mit einem Mal dem umtriebigen Stadtgeschehen und findet einen Augenblick zum Innehalten in absoluter Ruhe.</p>



<p>Schokoholics zieht es zu Süßwaren <strong>Linzbichler</strong> am Franziskanerplatz – die Auswahl fällt schwer zwischen Grazer Schlossbergkugeln, Pralinen und Trüffeln, Zuckerln aller Art, Trinkschokoladen, Lebkuchen und saisonalen Süßigkeiten, Schokoladen aus aller Welt und vielen sonstigen Verführungen.</p>



<p>Wer schon seit Langem auf der Suche nach einem ganz bestimmten Keksausstecher, einem besonderen Kochtopf, wie ihn die Oma hatte oder einer nicht tropfenden Karaffe ist, findet dies sicher bei Haus- und Küchengeräte <strong>Kerschbaumer</strong> und dasselbe gilt für Werner&#8217;s Elektroladen in Bezug auf Lampen und Elektrogeräte.</p>



<p>Beitragsbild: Uhrturm in Graz. Blick über die Innenstadt vom Grazer Uhrturm. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Österreichs Volksmusik &#8211; ein musikalischer Reiseführer</title>
		<link>https://reisewiki.at/echte-volksmusik-aus-oesterreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2016 11:13:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Tracht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://reisewiki.at/?p=2034</guid>

					<description><![CDATA[Festivals für traditionelle und neue Volksmusik, Musik beim Wirt und wo man in Österreich das Jodeln lernen kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Abseits von Schlager und Schnulze &#8211; originäre und unkitschige Volksmusik <strong><br />
</strong></h2>
<p><strong>Dort, wo bäuerliche Bräuche entstanden und die Tracht davon erzählte, aus welchem Dorf man kam, entwickelte sich auch die traditionelle Volksmusik. Heute lebt dieser Teil ländlicher Kultur wieder auf, wird weiter gepflegtoder neu interpretiert </strong>– <strong>als ein Stück alpenländischer Lebensart und Identität.</strong></p>
<h2>Der Unterschied zwischen volkstümlichen Musik und Volksmusik</h2>
<p>Eine Umfrage zum Wort Schnadahüpfl brachte folgende Erklärungen zutage: „Das ist ein lebhaftes Kind.“, „Das kenne ich von meiner Mutter, sie spielt Harmonika.“, „Habe ich bei Karl May gelesen.“ oder „Das ist das gleiche wie ein Gstanzl.“. Letzteres stimmt. Das Schnadahüpfl oder Gstanzl ist ein vierzeiliges Lied, zu dem oft sogar spontan gedichtet wird. <strong>Gstanzl</strong>, die gerne bei Festen vorgetragen werden, sind aber nur eine der vielen Musikformen, die im ländlichen Raum zur Tradition gehören. Auch <strong>Ländler</strong> (ohne Text), <strong>Jodler</strong> und sogar <strong>Polkas</strong> zählen zur typischen Volksmusik. Klar unterscheiden muss man die Volksmusik von der „volkstümlichen Musik“, die zur Schlagermusik zählt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/2551/thumb_preview_c1d1b5d7-d41a-4a07-95e2-292727d546ef.jpg" alt="Musiker in Tirol / Ziehharmonika " width="880" height="586" data-ab-color="rgb(30,32,29)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Musiker in Tirol / Ziehharmonika. © Österreich Werbung, Fotograf: Niederstrasser</em></p>
<p>Originäre und unkitschige Volksmusik stammt aus Zeiten, in denen es weder Radio noch Fernsehen gab und letzteres noch keine abendfüllende Freizeitbeschäftigung war. Damals lernten viele Bauern ein Musikinstrument, um in den dunklen Wintermonaten, wenn auf den Feldern nichts zu tun war, zu musizieren. In dieser Zeit wurde auch neu komponiert und das eine oder andere Musikinstrument gekauft oder angefertigt. So entstand ein Musikschatz, der bis heute nicht vollständig überschaubar ist und grenzübergreifend den bayerischen, österreichischen und schweizerischen Raum umfasst.</p>
<p>Was die Besetzung angeht, befindet sich die Volksmusik bis heute in stetiger Weiterentwicklung. Waren vor 200 Jahren Drehleier und Dudelsack die vorherrschenden Instrumente, so kam Anfang des 18. Jahrhunderts die <strong>Geige</strong> dazu. Mit dem Aufkommen von Militärkapellen wurden die Geigen dann von <strong>Bläsern</strong> abgelöst. Harmonika und Hackbrett konnten sich erst im 20.Jahrhundert so richtig durchsetzen. Heute wird meist in Formationen musiziert, die sich daraus ergeben, welche Instrumente gerade zur Verfügung stehen, wobei auch gerne experimentiert wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4732/thumb_preview_42c808f4-b3d7-408c-9b7f-7e4b731a0366.jpg" alt="Musiker " width="439" height="660" data-ab-color="rgb(15,20,16)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Blasmusik. © Österreich Werbung, Fotograf: Grieder</em></p>
<p>Weil sich die unterschiedlichen Gattungen der Volksmusik so schwer kategorisieren lassen, bezeichnet man sie oft nach der jeweiligen Herkunftsregion. Man spricht dann von einem „Kärntner-“ oder „Tirolerlied“, vom „Steirischen“ oder vom „Innviertler Landler“ oder vom „Pongauer Jodler“.</p>
<p>Regional unterschiedlich sind dabei nicht nur die vorherrschenden Gattungen, sondern auch die <strong>Darbietungsformen</strong>. Kärnten ist beispielsweise eine Hochburg des Gesangs. Einzigartige Chöre beherrschen dort ein Liedgut, das mehrstimmig klang- und kunstvoll interpretiert wird. Das „Sternsingen“ in Heiligenblut ist nur eine von vielen Gelegenheiten, den „Kärnterliedern“ zu lauschen.</p>
<p>Im niederösterreichischen Weinviertel spielen komponierte Walzer, Polkas Märsche und Galopps als Tanzmusik eine große Rolle, komponiert von Kapellmeistern, die die Wiener Gesellschaftsmusik &#8211; also Richard Strauß oder Carl Michael Ziehrer &#8211; beim Dienst in einer k. u. k. Militärkapelle kennen gelernt hatten. In Oberösterreich hat in erster Linie der „Landler“ seine eigene Ausprägung erfahren. Allein die Bezeichnungen „<strong>Innviertler- und Traunviertler Landler</strong>“ bezeugen die regionale Ausformung dieses Tanzes, der Oberösterreichs volkskulturelle Visitenkarte ist.</p>
<p>Die Volksmusik des Salzburgerlandes wurde durch die Nähe zu Bayern, Oberösterreich und Tirol beeinflusst. Heute ist dieses Bundesland bekannt für innovative Interpretationen durch eigenwillige Besetzung. Erfinderisch war man auch in der Steiermark: Das <strong>Hackbrett</strong>, ein heute in ganz Europas beliebtes Instrument, wird auch als „Steirisches Hackbrett“ bezeichnet und die Knopfharmonika wurde, bald nachdem in Graz die ersten hergestellt worden waren, als „die Steirische“ bezeichnet. In Tirol zählt die Harfe zum wichtigsten Musikinstrument. An jedem Palmsonntag widmen ihr die Harfenisten im Wallfahrtsort Maria Stein einen Festtag. Die Tiroler spielen übrigens jedes Stück &#8211; ob Landler, Boarischer, Walzer oder Polka &#8211; um einiges schneller als sonst wo, was wohl eine Frage des Temperaments ist. Vorarlberg hebt sich schon wegen der alemannischen Mundart vom übrigen Österreich ab. Aus dem reichen, teils sehr alten Musikschatz sticht hier das <strong>Scherzlied</strong> hervor.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/13106/thumb_preview_7790d55a-28dd-4529-b98f-6de90c231d18.jpg" alt="Kinder beim Musizieren" width="862" height="660" data-ab-color="rgb(5,1,0)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p>Eine ganz andere Musikgattung als in den ländlichen Gegenden entstand aber in Wien. Die „<strong>Schrammelmusik</strong>“, mit ihrer Untergattung, dem „Wienerlied“, entwickelte sich Anfang des 19. Jahrhunderts als völlig eigenständiger Stil und wird bis heute in immer neuen Abwandlungen gepflegt. Während die Schrammelmusik rein instrumental ist und eher süßlich daherkommt, drehen sich die oft makaberen Texte der „Wienerlieder“ um das Wesen dieser Stadt und ihrer Bewohner, den Rebensaft und den Tod. Bevorzugte Aufführungsorte sind, wie sollte es anders sein, die Wiener Weinlokale, dort als Heurige bekannt.</p>
<p>Ab Mitte der 1980er Jahre gingen von der Volksmusik nachhaltige Impulse auf die Popmusik aus. Lokale Volksmusiktraditionen vermischten sich dabei mit der Jugendmusikkultur. Seit 1990 machten „Attwenger“ mit einsilbig betitelten Alben („Most“, „Pflug“, „Luft“, „Song“) und lakonischer Selbstironie auf sich aufmerksam und waren Vorreiter eines neuen Zugangs zur Volksmusik. Seither hat die „neue Volksmusik“ ein Publikum gefunden hat, zu dem traditionelle Volksmusikliebhaber ebenso zählen wie zeitgenössisch orientierte Hörerschichten und Freunde klassischer Musik.</p>
<p>Sie alle, Musiker wie Publikum, verbindet der Spaß an der Variation der Tradition, am Crossover mit den anderen Musikstilen und einer augenzwinkernden Ironie. Auf verschiedenen Festivals in ganz Österreich findet sich daher immer wieder die Verbindung von Altem mit Neuem und tritt die urtümliche Volksmusik in einen Dialog mit modernen Neuinterpretationen.</p>
<hr />
<h2>Von Dudlern und Schrammeln</h2>
<p><strong>Die besten Dinge an Wien scheinen von woanders herzukommen. So wie das Wiener Schnitzel eigentlich aus Mailand, sind auch so urwienerische Musikgattungen wie das Dudeln und die Schrammelmusik eigentlich</strong> „zugewandert“.</p>
<p>Jodeln und Wien. Das mag für manche ein Widerspruch sein, gehört doch für die meisten der Jodler in die Alpen. Aber Wien ist auch in dieser Hinsicht anders. Und so <strong>heißt das Jodeln in Wien Dudeln</strong>. Kompliziert? Nein, denn der Jodler ist schon sehr lange im Wienerlied verankert. Schon im 17. Jahrhundert siedelten sich vor allem in Ottakring und Hernals viele Steirer an, deren ländliches Volksliedgut ins Wienerlied Einzug fand. Den endgültigen Durchbruch erlebte das Dudeln in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts, als Sängerschaften aus Tirol den biedermeierlichen Wienern die Sehnsucht nach Alpenromantik und Natur vermittelten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10490/thumb_preview_72771188-6b7c-4651-917b-3b2dae8bf45a.jpg" alt="Wiener Lieder und Schrammelmusiker Neuwirth Windhager " width="880" height="587" data-ab-color="rgb(1,1,1)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Wiener Lieder und Schrammelmusiker Neuwirth Windhager. © Xenia Bluhm, Fotograf: a</em></p>
<p>„Dudeln heißt, eine mit großen Intervallen wechselnde Melodie so zu singen, dass, mit Ausnahme der Mittelstimme, nur immer Brust- und Kopfstimme gehört werden. An die Stelle des Textes treten Silben, die an sich keinen Sinn ergeben“, definierte es Johann Gabriel Seidl im Jahre 1837. Der entscheidende Unterschied zum Jodler ist, dass dieser vokal vorgetragen, der <strong>Wiener Dudler aber von Instrumenten begleitet</strong> wird, wie etwa Klarinette, Gitarre oder Akkordeon. Oft ist er auch in ein lyrisches Wienerlied eingebettet und wird deshalb, im Gegensatz zum alpinen Jodler, der meist im Freien gesungen wird, vorzugsweise in geschlossenen Räumen, <strong>vornehmlich beim Heurigen</strong>, vorgetragen. Nachdem das Dudeln beinahe als ausgestorben galt und die größte Dudlerin Wiens, Trude Mally, 2009 starb, wird heute die hohe Kunst des Dudelns von Sängerinnen wie <strong>Agnes Palmisano, Tini Kainrath oder Doris Windhager</strong> wiederbelebt.</p>
<p>Auch eine andere typische Wiener Musikgattung, die Schrammelmusik, kommt ursprünglich von „Zuagrasten“. Josef und Johann Schrammel waren Musiker aus dem Waldviertel, die mit ihrem kleinen Ensemble am Ende des 19. Jahrhunderts in Wiener Gaststätten und Heurigen große Erfolge feierten. Etwa 200 Wienerlieder gehen auf die Gebrüder Schrammel zurück. <strong>Charakteristisch für Schrammelmusik</strong> ist ihre leicht „weinerliche“ Stimmung, die aber trotzdem chansonartig beschwingt instrumentiert ist. Das originale Schrammelquartett spielte auf Geige, Gitarre, Kontrabass und Klarinette, später verwendeten die Schrammelmusiker auch die Knopfharmonika. Seit einigen Jahren erleben die Schrammelmusik und das Wienerlied eine <strong>Renaissance</strong>. So verbinden die <strong>Neuwirth Extremschrammeln</strong> das alte Liedgut mit Blues, Jazz und Rock, und der Liedermacher <strong>Ernst Molden</strong>, der „Leonard Cohen Wiens“ (Zitat „Falter“), verbindet elektrischen Blues mit der elegischen Poesie Ottakrings. Die Szene lebt – zu erleben jedes Jahr bei „<strong>wean hean</strong>“, dem Wienerlied-Festival der etwas anderen Art, oder bei „<strong>Wien im Rosenstolz</strong>“.</p>
<p><strong>Schrammel.Klang.Festival: Weltmusik aus dem Waldviertel</strong></p>
<p><strong>Litschau, Österreichs nördlichste Stadt, ist der Geburtsort der Schrammelmusik. Rund um den Herrensee und das Herrenseetheater im alten Strandpark erklingt drei Tage lang mal klassisch-, mal schräg-österreichische Weltmusik.</strong></p>
<p>Es beginnt am Vormittag mit der Matinee im Festzelt und endet erst spät in der Nacht: das dreitägige Schrammel.Klang.Festival auf historischem Boden. Hier wurde 1811 Kaspar Schrammel geboren, der Vater der Gebrüder Schrammel, der Begründer der nach ihnen benannten Heurigen- und Tanzmusik. Schrammelmusik in klassischer Quartettbesetzung (2 Geigen, Klarinette und Gitarre) wird denn auch reichlich geboten.</p>
<p>Aber nicht nur: Roland Neuwirth und die Extremschrammeln, auch das Kollegium Kalksburg, jazziger Schrammelcrossover mit Wolfgang Puschnig &amp; Band und unzählige weitere Größen des Genres, die in Litschau auftraten, zeugen von der anhaltenden Vitalität der Schrammelmusik.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="roland neuwirth ollas ned woa" width="678" height="509" src="https://www.youtube.com/embed/K9u2laFjGAY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und weil die Schrammelmusik ja längst ein weltumspannendes Ereignis geworden ist, treten auch Musiker aus Asien, Nord- und Südamerika auf. Bei so viel Schrammelklang ist Erholung Pflicht. Also rein zum erfrischenden Badevergnügen in den Herrensee! Oder raus ins umgebende waldreiche Hügelland! Spätestens zum Mittagessen beim Schrammelheurigen geht es aber wieder weiter. Gewandert wird jetzt nur noch auf dem Schrammelpfad zu den Naturbühnen rund um den See. Und statt Waldluft atmet man den Geruch von Bratwurst und Mohnkuchen: Auf der Hauptbühne im Strandbad wird bis spät in die Nacht hinein musiziert. Und natürlich darf bei so viel Heurigen- und Tanzmusik der Wein nicht fehlen.</p>
<p>Termin: Anfang Juli</p>
<p><a href="http://www.schrammelklang.at">www.schrammelklang.at</a></p>
<p><strong>Weitere LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Dudelsängerin Agnes Palmisano</strong><br />
<a href="http://www.agnes-palmisano.at">www.agnes-palmisano.at</a></p>
<p><strong>Dudelsängerin Tini Kainrath</strong><br />
<a href="http://www.tinikainrath.at">www.tinikainrath.at</a></p>
<p><strong>Roland Neuwirth &amp; Extremschrammeln</strong><br />
<a href="http://www.extremschrammeln.com">www.extremschrammeln.com</a></p>
<p><strong>Liedermacher Ernst Molden</strong><br />
<a href="http://www.ernstmolden.at">www.ernstmolden.at</a></p>
<p><strong>Wienerliedfestival</strong>„<strong>wean hean</strong>“<br />
Das Festival wird jährlich vom Wiener Volksliedwerk veranstaltet.<br />
Termin: April/Mai<br />
<a href="http://www.weanhean.at">www.weanhean.at</a></p>
<p><strong>Festival Wien im Rosenstolz</strong><br />
Das Festival ist eine Konzertreihe des Wienerliedes und der Neuen Wiener Musik.<br />
Termin: Oktober<br />
<a href="http://www.rosenstolz.at">www.rosenstolz.at</a></p>
<p><strong>Wiener Heurigenkalender</strong><br />
Übersicht der Wiener Heurigen und deren Öffnungszeiten.<br />
<a href="http://www.wienerheurige.at">www.wienerheurige.at</a></p>
<p><strong>Schrammel.Klang.Festival, Herrensee/Litschau</strong><br />
Am Geburtsort der Gebrüder Schrammel in Niederösterreich findet jährlich im Juli das größte Festival rund um die Schrammelmusik statt. Wienerlied erklingt auf dem See, im Wald und an allen Ecken.<br />
Termin: Anfang Juli<br />
<a href="http://www.schrammelklang.at">www.schrammelklang.at</a></p>
<hr />
<h2>Festivals für traditionelle und neue Volksmusik</h2>
<p><strong>AufhOHRchen in Grafenwörth (Juni)</strong> Tradition und Moderne, Stadt und Land &#8211; Schulprojekte, Wirtshausmusik, Chortreffen, Straßenmusik, Hauptabendkonzert, Klangpfad, Symposium, Frühschoppen und Open Air lassen „Miteinander aufhOHRchen“. <a href="http://www.aufhohrchen.at">www.aufhohrchen.at</a></p>
<p><strong>Schrammelklang in Litschau (anfangs Juli)</strong> Wiener Schrammelmusik – Traditionelles und Unkonventionelles, Volkskultur und Literatur <a href="http://www.schrammelklang.at">www.schrammelklang.at</a></p>
<p><strong>Glatt und verkehrt in Krems (Mitte Juli)</strong> „Vergessen Sie alles, was Sie über Volksmusik zu wissen glauben! &#8230; Hier zeigt sich, was passiert, wenn man der Volksmusik aller Herren Länder ausreichend Platz zum Ausbrechen gibt.“ (jazzzatlas 2007) <a href="http://www.glattundverkehrt.at">www.glattundverkehrt.at</a></p>
<p><strong>Aufsteirern in Graz(Mitte September)</strong> Streifzug durch Volkskultur für alle, die das typisch &#8222;Steirische&#8220; lieben in der ganzen Grazer Altstadt. <a href="http://www.aufsteirern.at">www.aufsteirern.at</a></p>
<p><strong>WEAN HEAN in Wien-Mitte September bis Mitte Oktober</strong> Das Wienerliedfestival im musikalischen Herbst. Nicht nur traditionell, sondern auch „modean“. <a href="http://www.weanhean.at">www.weanhean.at</a></p>
<p><strong>KlezMORE in Wien (November)</strong> Das Festival spannt den Bogen von der traditionellen bis zur avantgardistischen Klezmer-Musik. Workshops zu Gesang und Tanz ergänzen das umfangreiche Programm. <a href="http://www.klezmore-vienna.at">www.klezmore-vienna.at</a></p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Neue Volksmusik</strong></p>
<p><a href="http://www.attwenger.at">www.attwenger.at</a><br />
<a href="http://www.dietschechen.at">www.dietschechen.at</a><br />
<a href="http://www.querschlaeger.at">www.querschlaeger.at</a><br />
<a href="http://www.mnozilbrass.at">www.mnozilbrass.at</a><br />
<a href="http://www.viennahorns.com">www.viennahorns.com</a></p>
<p>Eindrücke von der volksmusikalischen Landschaft Österreichs durch Noten- und Tonbeispiele bzw. kurze Erläuterungstexte auf:<br />
<a href="http://www.volksmusikland.at">www.volksmusikland.at</a></p>
<p>Das Österreichische Volksliedwerk sammelt, dokumentiert und vermittelt regionale Musikkulturen in allen Bundesländern und bemüht sich um die Erhaltung und  Verlebendigung des musikalischen kulturellen Erbes.<br />
<a href="http://www.volksliedwerk.at">www.volksliedwerk.at</a></p>
<hr />
<h2> Musik beim Wirt</h2>
<p>Das Projekt „<strong>Musik beim Wirt</strong>“ wird von den regionalen Volksliedwerken betreut wird. Hier organisiert man – verteilt über ganz Österreich – bei musikantenfreundlichen Gastronomen Sänger- und Musikantenstammtische, die im Internet zu finden sind. Je nach Wirtshaus lässt sich dieses musikalische Ereignis natürlich auch mit kulinarischen Erlebnissen verbinden. Die Abende können sehr unterschiedlich ausfallen, je nach Region und Gasthaus, und abhängig von den anwesenden Musikgruppen oder den Musikanten, die spontan einsteigen. Mitunter wird dabei ausdauernd und ausgelassen gesungen und getanzt, und wer möchte, kann natürlich mitmachen. Nicht selten kann man sich dabei auch von den stimmlichen Qualitäten des Wirts und seiner Familie überzeugen.</p>
<p>„Musik beim Wirt“ findet man auf der Hauptseite bei „Unsere Projekte“ unter „Vermittlung“: <a href="http://www.volksliedwerk.at">www.volksliedwerk.at</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4434/thumb_preview_89cc82a8-28ee-4724-98b6-1d08021a27c6.jpg" alt="Musikinstrumente / Blasmusik" width="880" height="587" data-ab-color="rgb(17,18,23)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Musikinstrumente / Blasmusik. © Österreich Werbung, Fotograf: Grieder</em></p>
<hr />
<h2>Jodel-Kurs &#8211; wo man in Österreich das Jodeln lernen kann</h2>
<p><strong>Laut wie ein Schrei oder melodiös wie ein Lied sind die Jodler aus der Steiermark. Auf lautmalerischen Silben gesungen, fasziniert diese Stimmgewalt weltweit und reizt, es selbst zu versuchen.</strong></p>
<p>Håi-hudiridi-dia-hudirididia-håidladi-Ålm! Das Jodeln ist <strong>eine der ältesten Kommunikationsformen</strong> überhaupt – und vermutlich die lautstärkste, die mit Stimme allein zu erreichen ist. Namen wie Almschrei oder Viehruf zeigen seine Funktion zur Verständigung im Gebirge, von Hof zu Hof, von Hütte zu Hütte und über die Täler hinweg. Durch den ständigen <strong>Wechsel zwischen Brust-und Kopfstimme</strong> und das stetig wiederkehrende „I“, das besonders hoch und eindringlich klingt, überwindet der Jodler große Distanzen. Er macht die Adressaten auf einen aufmerksam, die dann antworten. Auch das Vieh reagiert auf solch einen Ruf – zumindest mit Kopfschütteln – und bringt damit, als Signal für Hirten und Sennerinnen, seine am Hals baumelnden Glocken hörbar zum Klingen.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="KlangsCala -  Aberseer Jodler" width="678" height="381" src="https://www.youtube.com/embed/2MhX3MzoDts?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wirklich <strong>unter die Haut</strong> geht der <strong>mehrstimmig gesungene Jodler</strong>. Die Sänger stehen im Kreis zusammen, ein Mann oder eine Frau schlagen das Thema an, laut und klar. Die anderen Stimmen fallen ein, gehen mit oder singen dagegen an: Mit Silben und Tönen, die sich <strong>mächtig </strong>gegeneinander stemmen, und mit Melodieführungen, die einer Berg- und Talfahrt gleichen. Zum Schluss-Akkord geht es meist noch einmal hoch hinaus, in die helle Freude des Jauchzens und <strong>das Hochgefühl der Alm hinein</strong>, schließen doch viele Jodler auf dieses Wort. Es ist ein Kraftgesang mit Tiefgang: Jodeln versetzt den Körper in <strong>vibrierende Schwingung</strong> und den ganzen Menschen in meditativ entspannten Einklang. Noten sind da nur ein ungefährer Anhaltspunkt. Wichtig ist die Bereitschaft, bei diesem Singen und Rufen aufeinander zu hören und sich im Miteinander <strong>mit aller Atemkraft zu öffnen</strong>. Jeder, der sich traut, urig laut und geborgen leise zu sein, kann jodeln.</p>
<p><strong>Tipp: Jodel-Wandern</strong></p>
<p>Unter der Anleitung eines kompetenten Jodeltrainers werden der mehrtägige Touren unter dem Motto „<strong>Wandern und Jodeln</strong>“ teilgenommen hat. Das Konzept der Jodel-Wanderungen überzeugt: GEO-Saison hat die Veranstaltung mit der „Goldenen Palme“ bedacht, der Auszeichnung für die innovativsten und schönsten Reisen des Jahres.</p>
<p>Je nachdem, in welchem Gebiet gewandert wird, kann der Komfort der Unterkunft recht unterschiedlich ausfallen. Oft ist es jedoch möglich, sich von den Strapazen der Wanderungen in stilvollen Hotels mit Wellness-Bereich zu erholen. Am anderen Ende der Auswahlskala stehen Schutzhäuser nahe der Baumgrenze, die nur über mautpflichtige Bergstraßen erreichbar sind und mit Bergsteiger-Flair aufwarten. Jodeln lernen die Teilnehmer an den geselligen Abenden in der Unterkunft, an denen auch die Jodler erklärt und einstudiert werden.</p>
<p><strong>Jodelkurs</strong></p>
<p>Jodeln lernen und die Steiermark erwandern. Workshops und Angebote unter:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.weltweitwandern.at/?s=jodeln">http://www.weltweitwandern.at/?s=jodeln</a></li>
<li><a href="http://www.weltweitwandern.at">www.weltweitwandern.at</a></li>
</ul>
<p><strong>Steirisches Volksliedwerk</strong><br />
Das steirische Volksliedwerk fördert Sammlung, Erforschung und Verlebendigung von Volksmusik in der Steiermark und organisiert auch Jodelkurse.<br />
<a href="http://www.steirisches-volksliedwerk.at">www.steirisches-volksliedwerk.at</a></p>
<p><strong>Österreichisches Volksliedwerk</strong><br />
Informationen über Jodelkurse in ganz Österreich.<br />
<a href="http://www.volksliedwerk.at">www.volksliedwerk.at</a></p>
<p><strong>Gasthof Kölblwirt</strong><br />
Im steirischen Gesäuse findet zweimal jährlich ein Jodel-Workshop statt inkl. Wanderung auf die Kölblalm.<br />
Termine: März und Oktober<br />
<a href="http://www.koelblwirt.at">www.koelblwirt.at</a></p>
<p><strong>Workshops in Zell am See</strong><br />
Bei den Jodelworkshops vor imposanter Naturkulisse auf der Schmittenhöhe dürfte es dem jungen Jodellehrer Thomas Reitsamer nicht schwerfallen, selbst überzeugte Schulchor-Verweigerer von der alpenländischen Gesangstechnik zu begeistern. Neben den verschiedenen Gesangsarten stehen Atemtechniken und die Jodel-Geschichte auf dem Programm, das Reitsamer für seine Gäste entworfen hat. Weitere Informationen unter: <a href="http://www.zellamsee-kaprun.com.">www.zellamsee-kaprun.com.</a></p>
<p><strong>Jodel-Rocker Hubert von Goisern</strong><br />
Der oberösterreichische Musiker Hubert von Goisern verbindet Volksmusik mit anderen Genres wie Blues, Jazz, Pop oder Weltmusik. Zusammen mit den Alpinkatzen war Hubert von Goisern in den Neunzigern Trendsetter des Alpenrocks. Er wird deswegen auch Jodel-Rocker genannt.<br />
<a href="http://www.hubertvongoisern.com">www.hubertvongoisern.com</a></p>
<hr />
<h2>Österreichisches Volksliedwerk</h2>
<p>Auf den Webseiten des <strong>Österreichischen Volksliedwerks</strong> und seiner regionalen Organisationen zeigt sich das Land nvon seiner musikalischen Seite. Man findet Konzerte und Festivals in großer Zahl, Notenarchive und Erkenntnisse aus der Feldforschung werden veröffentlicht, es gibt Kurse und Symposien und auch weitere Gelegenheiten, selbst aktiv zu werden – in Instrumentenbau-Kursen etwa oder auf Musikantenschiwochen.</p>
<p><a href="http://www.volksliedwerk.at">www.volksliedwerk.at</a></p>
<hr />
<h2>Volxmusik</h2>
<p>Basierend auf der traditionellen Volksmusik spielt längst eine zweite Szene eine wichtige Rolle in der musikalischen Landschaft Österreichs, die sich am besten mit dem Begriff Volxmusik umschreiben lässt. Die Protagonisten dieser zwei Gattungen sind mitunter dieselben, und sie legen meist sehr viel Wert darauf, sich von der kommerziellen „volkstümlichen Musik“ des Musikantenstadls abzugrenzen.</p>
<p>Die Volxmusik treibt die alten Weisen an neue Grenzen und in Extreme. Manche Bands finden über die Landesgrenzen hinaus Gehör. Attwenger etwa, deren harter, eigenwilliger Stil oft an minimalistischen Avantgarde-Rap erinnert, oder Hubert von Goisern, der seine Fühler in Richtung Weltmusik ausstreckt. Solche Künstler kennen diese Musik natürlich seit ihrer Kindheit. Ihre Wurzeln liegen in ländlichen Traditionen: In Musikantenfamilien, in Blasmusikvereinen, Chören, Wirtshäusern, in der des Musizierens in der Stube.</p>
<hr />
<h2>Tipp: Glatt &amp; Verkehrt &#8211; Traditionelles über alle Grenzen hinweg<strong><br />
</strong></h2>
<p><strong>Seit 1997 ist Krems und Umgebung Heimstatt für Künstlern aus aller Welt, die sich auf originelle, witzige und überraschende Weise mit ihren eigenen musikalischen Wurzeln auseinandersetzen.</strong></p>
<p>Flüsse bildeten seit jeher Grenzen und waren gleichzeitig Verbindungskorridore für die verschiedenen Völker und Kulturen. Noch heute verbindet die Donau Ost und West und durchfließt auf ihrem Weg zum Schwarzen Meer zehn Staaten. In Krems, am einen Ende der Wachau gelegen, begegnet man Schritt auf Tritt den Spuren einer tausendjährigen Kultur, die vielfältige Einflüsse zu unverwechselbarer Identität verschmolz. Welcher Ort wäre also geeigneter für ein Festival, das sich der Besinnung auf die eigenen Wurzeln und gleichzeitig der Begegnung über alle Grenzen hinweg verschrieben hat?</p>
<p>„Glatt &amp; Verkehrt“, den Namen hat man von einem Strickmuster geliehen, als Synonym für eine harmonische Struktur, eine regelmäßige Oberfläche, die freilich aus Gegensätzen gefertigt ist. Denn aus Alt und Neu, Tradition und Aufbruch ist auch Österreichs größtes Festival für traditionelle Musik aus aller Welt „gestrickt“.</p>
<p>Der überdachte Innenhof des Hauptgebäudes der Winzergenossenschaft „Winzer Krems“ in der Sandgrube 13 mit herrlichem Blick über die Stadt, auf die Donau und zum Stift Göttweig bildet den Hauptspielort des Festivals. Während auf der Bühne im überdachten Innenhof lateinamerikanische Rhythmen, Hackbrett oder Freibassakkordeon erklingen, finnischer Obertongesang, tunesische Oud-Virtuosen oder auch die Blasmusik aus Krems ihren Auftritt haben, kommen aus dem Keller erlesene Weine und werden im angrenzenden Zeltgelände Speisen aus der Region serviert.</p>
<p>Das hoch über der Donau gelegene Barockstift <strong>Göttweig</strong> beherbergt die Musikwerkstatt, wo zwei Wochen lang so ziemlich alles gelehrt wird, was mit traditioneller und zeitgenössischer Musik zu tun hat. Mit dem Arkadenhof im Minoritenkloster in Stein wurde neben dem Klangraum Krems Minoritenkirche ein neuer, reizvoller Open-Air-Veranstaltungsort dazugewonnen. Und wenn sich auf dem traditionellen Marillenkirtag in Spitz dann alles rund um die Marille dreht, ist seit 2001 im Spitzer Schloss auch Glatt &amp; Verkehrt zu Gast, um mit neuen Volksmusikklängen für ein wenig Kontrast zu so viel kulinarischer Tradition zu sorgen.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="OLOID &amp; NDIMA live at Glatt und Verkehrt 23. 7. 2015" width="678" height="381" src="https://www.youtube.com/embed/hIUqMNFwIv8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Es entspricht der Überzeugung der Initiatoren von Glatt &amp; Verkehrt, dass Kreativität ihren Ursprung in der Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft hat. Und in der Begegnung über alle Grenzen hinweg. Dass dem so ist, beweist das Festival jedes Jahr eindrucksvoll aufs Neue.</p>
<p>Termin: Juli</p>
<p><a href="http://www.glattundverkehrt.at">www.glattundverkehrt.at</a></p>
<hr />
<h2>Tipp: „Schwaigen-Reigen“ am Wechsel</h2>
<p>Das jährliche Festival der Almhütten, der „<strong>Schwaigen-Reigen</strong>“ am Wechsel, findet in einer ausgedehnten Almenlandschaft zwischen Niederösterreich und der Steiermark statt. Einmal im Jahr, an einem Samstag im Juni, kann man hier erleben, wie hunderte Musikanten und Volkstänzer von Almhütte zu Almhütte wandern, singen, spielen und tanzen und das Publikum zum Mitmachen auffordern. Rund 10.000 Besucher nehmen an der Veranstaltung teil. Manche machen sich noch bei Dunkelheit auf den Weg, um an der Sonnenaufgangs- Mondschein-Natur-Wanderung teilzunehmen. Viele reisen aus Wien mit einer Dampflokomotive an und wer beim Wandern ein wenig schummeln möchte, tut dies mit Sessellift, Bus oder Kutsche. Wer in dieser Zeit auf einer der Almhütten (= Schwaigen, Anm. d. Red.) übernachten will, sollte allerdings rechtzeitig reservieren.</p>
<p><a href="http://www.schwaigen-reigen.at">www.schwaigen-reigen.at</a></p>
<p><iframe loading="lazy" title="SCHWAIGENREIGEN FESTIVAL DER ALMHÜTTEN AM WECHSEL" width="678" height="381" src="https://www.youtube.com/embed/tSSLy_NCmD8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<hr />
<p><strong>LINKTIPP für Musikschaffende:</strong></p>
<p><a href="http://www.musicaustria.at">www.musicaustria.at</a> Servicezentrum für alle in Österreich lebenden Musikschaffenden. Das mica gibt Informationen, Praxiswissen und Impulse an alle Akteure des zeitgenössischen Musiklebens. Zentrale Schnittstelle für Verbindungen zwischen Musikschaffenden, Multiplikatoren und Musikinteressierten.</p>
<p>Beitragsbild: Alphornblaeser im Ausserfern Tirol. © Österreich Werbung, Fotograf: Pigneter</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wien &#8211; der Online-Reiseführer</title>
		<link>https://reisewiki.at/wien-reisefuehrer-online-kostenlos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2016 10:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[als pdf herunterladen Empfehlenswerte Museen Kunsthistorisches Museum  „Der Turmbau zu Babel“ von Pieter Bruegel dem Älteren ist wohl das berühmteste Gemälde des Kunsthistorischen Museums, und <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wien-reisefuehrer-online-kostenlos/" title="Wien &#8211; der Online-Reiseführer">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/wien-reisefuehrer-online-kostenlos.pdf">als pdf herunterladen</a></li>
</ul>
<h2>Empfehlenswerte Museen</h2>
<h3>Kunsthistorisches Museum</h3>
<p><strong> „Der Turmbau zu Babel“ von Pieter Bruegel dem Älteren ist wohl das berühmteste Gemälde des Kunsthistorischen Museums, und es ist gleichsam eine Metapher für das Haus selbst. Denn die Bestände des KHM scheinen unerschöpflich zu sein.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3634/thumb_preview_2e6da1f6-bfc5-49a3-a885-23d52aff39b6.jpg" alt="Kunsthistorisches Museum Wien" width="880" height="644" data-ab-color="rgb(45,48,47)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Kunsthistorisches Museum Wien &#8211; Halle. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<p>Mit seiner Gemäldegalerie mit Werken von Raffael, Rubens, Rembrandt, Vermeer sowie der weltgrößten Bruegel-Sammlung zählt das „Kunsthistorische“ zu den bedeutendsten Museen der Welt. Ebenso unvergleichlich ist auch die Kunstkammer des KHM – quasi ein „Museum im Museum“: In 20 thematisch gestalteten Räumen öffnet sich eine Wunderwelt mit Preziosen vom späten Mittelalter bis zur Barockzeit, die die Kaiser und Fürsten des Hauses Habsburg sammelten: darunter auch eines der wertvollsten Objekte des Museums, das goldene Salzfass von Benvenuto Cellini, kurz Saliera genannt. Keinesfalls versäumen sollte man die zum KHM gehörende Kaiserliche <strong>Schatzkammer</strong> – in den zehn Minuten, in denen man vom Museum zur Schatzkammer spaziert, wird man angesichts von Hofburg und Heldenplatz schon auf die imperiale Pracht der Habsburger eingestimmt: In der Ausstellung sind dann nicht nur die prächtigen Gewänder der Kaiser, sondern auch die legendäre Reichskrone sowie die mit zahlreichen Diamanten, Rubinen und Smaragden besetzte österreichische Kaiserkrone zu sehen. Es soll ja Menschen geben, die ausschließlich für die Sammlungen des KHM nach Wien kommen – und dann einige Tage im Museum zubringen. Man sollte also für dieses Flaggschiff der österreichischen Kultur etwas Zeit mitbringen, denn wie gesagt – seine Ressourcen sind unerschöpflich.</p>
<p><a href="http://www.khm.at">www.khm.at</a></p>
<hr />
<h3>Heeresgeschichtliches Museum</h3>
<p><strong>„Kriege gehören ins Museum“ – das ist das Motto des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien, das in eine Zeit zurückführt, als die Donaumonarchie auch auf militärischem Gebiet noch eine Großmacht war.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3635/thumb_preview_199b6b78-e465-4c5e-83cb-2947f4b85b1c.jpg" alt="Arsenal in Wien / Heeresgeschichtliches Museum" width="880" height="579" data-ab-color="rgb(34,36,33)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Arsenal in Wien / Heeresgeschichtliches Museum. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<p>Schon in seiner Architektur, entstanden unter Kaiser Franz Joseph, schien man ehemaligen Kriegsgegnern und Verbündeten eine Reverenz erweisen zu wollen: vereinigen sich hier doch orientalische und venezianische Elemente in spielerisch-prunkvoller Art und Weise. Die Schauräume des Museums führen schließlich durch die österreichische Militärgeschichte, beginnend mit dem Dreißigjährigen Krieg, über die Türkenkriege, die napoleonischen Kriege bis zu den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts. Staunenswert das älteste noch erhaltene Luftfahrzeug, ein <strong>Kriegsballon</strong> aus dem Jahr 1796, oder die detailgetreu rekonstruierten Modelle von Flaggschiffen aus der Zeit, als die k. u. k. Monarchie noch eine veritable Seemacht war. Beklemmend der blutige Waffenrock und das Automobil des <strong>Thronfolgers</strong> Franz Ferdinand, die an das schicksalhafte Attentat vom 28. Juni 1914 in Sarajevo erinnern. Vollkommen neu konzipiert zeigt sich seit dem Gedenkjahr 2014 der Ausstellungssaal zum Ersten Weltkrieg. Dass das HGM heute ganz und gar unkriegerisch ist, zeigt das fantasievoll konzipierte Programm für Kinder. Überdies lädt das HGM das ganze Jahr über zu interessanten Vorträgen, Abendveranstaltungen und Events. Und im Dezember geht vor dem Museum der mittelalterliche Adventmarkt über die Bühne, einer der schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt.</p>
<p>Tipp: Jeden ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt ins Museum für alle Besucherinnen und Besucher gratis.</p>
<p><a href="http://www.hgm.or.at">www.hgm.or.at</a></p>
<hr />
<h3>Museum für angewandte Kunst</h3>
<p><strong>Dass Design auch Kunst sein kann, zeigt das Museum für angewandte Kunst, MAK, auf eindrucksvolle Weise. Ein großer Schwerpunkt widmet sich den stilgebenden Impulsen des Wiener Designs um 1900.</strong></p>
<p>Design gehört zum Alltag, egal ob es sich um unsere Kleidung, Geschirr oder das Interieur unseres Wohnraums handelt. Geschmack und Funktionalität haben sich jedoch im Laufe der Zeiten stark geändert – und das Museum für angewandte Kunst (MAK) gibt darüber einen kunstvollen Überblick vom Barock bis zur Gegenwart. Herzstück der Schausammlung ist der Teil „Wien 1900“, der die Entwicklungsgeschichte des Wiener Designs und Kunstgewerbes zur Zeit des <strong>Jugendstils</strong> zeigt. Damals entstand mit den Arbeiten der Wiener Werkstätte ein neuer revolutionärer Stil, der bald seinen Siegeszug durch die ganze Welt antrat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4757/thumb_preview_0f4b14b4-bd36-4d30-9af1-0e44f1f9087f.jpg" alt="Druckwerk der Wiener Werkstätten " width="681" height="660" data-ab-color="rgb(253,253,253)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Druckwerk der Wiener Werkstätten. Exponat im Museum für angewandte Kunst (MAK). © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<p>Besonders reichhaltig ist die Sammlung von Gründungsmitgliedern der Wiener Secession wie Josef <strong>Hoffmann</strong>, Koloman <strong>Moser</strong> und Joseph Maria <strong>Ollbrich</strong>. Wie zeitlos Wiener Design sein kann, zeigen auch die typischen Wiener Kaffeehaus-Stühle der Firma <strong>Thonet</strong>, die seit Ende des 19. Jahrhunderts quasi unverändert aus Bugholz hergestellt werden. Eine Vase von Josef Hoffmann, die in eine Holzmontierung eingespannt ist, erscheint wiederum wie ein extraterrestrisches Raumschiff. Fern von jedem Manierismus, sondern streng der Funktionalität gehorchend, wirken dagegen die ausgestellten Möbel von Adolf Loos und Otto Wagner. Und da Kunst und Alltag im MAK leicht verschwimmen, laden einige Objekte auch dazu ein, benützt zu werden: etwa die gemütlichen, bunten Sofas in den weiträumigen Gängen oder eine Couch von Jenny Holzer, die als moderner Kontrapunkt im Designbereich des 19. Jahrhunderts zum Verweilen einlädt. Und im MAK Design Shop lassen sich all jene Dinge erstehen, die mehr sind als nur Museumserinnerung: nämlich Stoffe, Hüte, Lampen, Spielsachen, Regenschirme und vieles mehr – allesamt in originellem Wiener Design.</p>
<p><a href="http://www.mak.at">www.mak.at</a></p>
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<h3>Österreichische Galerie Belvedere</h3>
<p><strong>Das Belvedere beherbergt die bedeutendste Sammlung österreichischer Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Publikumsmagnet Nummer eins sind die weltberühmten Werke von Gustav Klimt und Egon Schiele.</strong></p>
<p>Es ist eines jener Bilder, die zu Ikonen der Kunstgeschichte wurden: „Der Kuss“ von Gustav Klimt. Das wie in einen goldenen Schrein verschmolzene, liebende Paar wurde so berühmt, dass abertausende Reproduktionen Eingang in viele Wohnräume dieser Welt gefunden haben. Das Original befindet sich jedoch im Oberen Belvedere in Wien und stellt den Mittelpunkt der weltweit größten Klimt-Kollektion dar, darunter die berühmten Frauenporträts und die in strahlenden Farben im pointillistischen Stil angefertigten Landschaftsbilder. Weltgeschichte haben auch viele weitere Bilder des Museums im Belvedere geschrieben: etwa die expressionistischen Gemälde von Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Oder die Werke französischer Impressionisten wie Monet, Manet, Renoir oder Rodin, die die Künstler des Wiener Jugendstils bewunderten. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen jedoch Meisterwerke österreichischer Kunst vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/492/thumb_preview_e1ae5ade-fb9f-4adc-bbba-30103a8c3a38.jpg" alt="Tor des Schloss Belvedere / Oberes Belvedere in Wien" width="880" height="588" data-ab-color="rgb(86,154,207)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Tor des Schloss Belvedere / Oberes Belvedere in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun</em></p>
<p>Beim Rundgang durch das ehemalige Sommerpalais des Prinzen Eugen sind dabei viele „Déja-vu“-Momente garantiert, immer wieder hört man von entzückten Besuchern: „Ach, das kenn ich doch!“ Der Besuch des Oberen Belvedere ist jedoch mehr als nur ein Galeriebesuch mit weltberühmten Bildern, befindet man sich doch in einem der prächtigsten Barockschlösser Mitteleuropas. Immer wieder, besonders aber vom prunkvollen Marmorsaal aus, ergeben sich herrliche Ausblicke auf den barocken Garten, der nach dem Museumsbesuch zu einem Spaziergang einlädt.</p>
<p><a href="http://www.belvedere.at">www.belvedere.at</a></p>
<p><strong>Prinzen Eugen</strong></p>
<p>Prinz Eugen war zwar ein Feldherr von nur bescheidener Körpergröße, umso größer, herrschaftlicher und prunkvoller waren jedoch seine Palais, von denen jenes in der Himmelpfortgasse das älteste ist.</p>
<p>Als Prinz Eugen von Savoyen 1736 in Wien starb, war er der einflussreichste und reichste Mann Europas. Doch als er hier 1683 ankam, war er bettelarm. Und er blieb es mehr als ein Jahrzehnt, denn der Kaiser wollte ihn partout nicht befördern – da konnte sich Eugen in den Schlachten bewähren und verwunden lassen, so viel er wollte. Erst als er 1697 die Türkengefahr in Ungarn bannte, konnte er mit dem damit verbundenen höheren Salär – böse Zungen behaupten, mit der erbeuteten Kriegskasse des Sultans – sein prächtiges Palais in der Wiener Innenstadt bauen lassen. Die besten Architekten seiner Zeit waren dafür gerade gut genug: Johann Fischer von Erlach und Lucas von Hildebrandt. Das architektonische Ergebnis war um 1700 in ganz Europa eine Sensation, von überallher kamen Gäste, um dem Prinzen in seinem <strong>Winterpalais</strong> die Aufwartung zu machen. Seit 2013 ist nun das sorgfältig restaurierte Palais in der Himmelpfortgasse erstmals vollständig der Öffentlichkeit zugänglich. Eindrucksvoll ist bereits das barocke Stiegenhaus mit seinen gewaltigen Atlanten und einem ehrfurchtgebietenden Herkules. In den Gemächern geht der herrschaftliche Prunk weiter. Das Goldkabinett ist – wie der Name schon sagt – kunstvoll mit Gold an den Decken ausgekleidet, Spiegel verstärken die blendende Pracht. Das Belvedere nutzt das Winterpalais für wechselnde Ausstellungen mit österreichischer Kunst im internationalen Kontext. Daneben sind weiterhin die großflächigen Gemälde des savoyischen Prinzen im Schlachtenbildersaal zu bewundern. In dessen Zentrum steht „Die Schlacht von Turin“, nicht nur eine beeindruckendes Zeugnis von historischer Detailtreue, sondern auch ein amüsantes Suchbild: Ein Restaurator hat Ende des 19. Jahrhunderts in das Getümmel der tausenden Krieger wohl aus Spaß einen Radfahrer hineingemalt – und das, obwohl zum Zeitpunkt der Schlacht, 1706, die Erfindung des Fahrrads noch in weiter Ferne lag &#8230;</p>
<p><a href="http://www.belvedere.at/de/schloss-und-museum/winterpalais">www.belvedere.at/de/schloss-und-museum/winterpalais</a></p>
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<h3>Österreichisches Theatermuseum</h3>
<p>Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien, <a href="http://www.theatermuseum.at">www.theatermuseum.at</a></p>
<p>Gustav Klimts Ölbild „Nuda Veritas“ (1899) ist Teil einer kleinen, kunsthistorisch wertvollen Sammlung aus dem Nachlass Hermann Bahr/Anna Bahr-Mildenburg. Der österreichische Schriftsteller Hermann Bahr (1863-1934), ein großer Förderer der Kunst der Jahrhundertwende, hatte das in der vierten Ausstellung der Wiener Secession im Jahre 1899 vertretene Bild von Klimt erworben. Die „Nuda Veritas“ ist permanent im Österreichischen Theatermuseum ausgestellt.</p>
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<h3>Secession</h3>
<p>Friedrichstraße 12, 1010 Wien, <a href="http://www.secession.at">www.secession.at</a></p>
<p>Die Wiener Secession, deren Mitbegründer Klimt war, ist nicht nur eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern beherbergt auch den weltberühmten Beethoven-Fries. Der Bilderzyklus (34 x 2 Meter groß) ist dem Komponisten Ludwig van Beethoven gewidmet und war eines der Hauptwerke der großen Beethoven-Ausstellung 1902 in der Secession. Wegen ihrer Erotik und Drastik löste Klimts Wandmalerei damals neben Bewunderung auch heftige Kritik aus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10250/thumb_preview_1a443daf-579e-48d4-bae0-1b13831afa3f.jpg" alt="Secession am Getreidemarkt" width="519" height="660" data-ab-color="rgb(200,222,248)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Secession am Naschmarkt, entworfen vom Architekten J. M. Olbricht.© Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</em></p>
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<h3>Wien Museum</h3>
<p>Karlsplatz, 1040 Wien, <a href="http://www.wienmuseum.at">www.wienmuseum.at</a></p>
<p>Das Wien Museum verfügt über eine hochkarätige Klimt-Sammlung und vor allem über den weltweit größten Bestand an seinen Zeichnungen, der absolute Meisterwerke, Skizzen und Vorstufen aus allen Phasen seines Schaffens umfasst. Das wichtigste Kunstwerk des Museums ist Klimts „Porträt Emilie Flöge“ (1902), sein erstes Damenporträt, in dem das Ornament im Vordergrund steht. Damit markiert es den Beginn jener Schaffensperiode des Künstlers, deren Bilder auf internationalen Auktionen Rekordpreise erzielten. Permanent ausgestellt sind zudem Klimts Gemälde „Pallas Athene“ (1898) und „Allegorie der Liebe“ (1895).</p>
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<h2>Sehenswerte Architektur-Ziele</h2>
<p><strong>Wien hat ein intaktes historisches Stadtbild wie kaum eine andere Stadt. Für neue Architektur eine umso größere Herausforderung, weil sie in Dialog mit der historischen Substanz tritt. Dazu kommt eine Kultur des Um-und Ausbauens alter Bausubstanz, die inzwischen weltweit trendbestimmend ist.</strong></p>
<p><strong>Die Prunkbauten der Barock- und Gründerzeit</strong></p>
<p>Auf den ersten Blick wird das Stadtbild von Wien geprägt von den Prunkbauten aus der Barock- und Gründerzeit. Ein Fahrt mit <a href="http://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/channelView.do?pageTypeId=66526&amp;channelId=-46639&amp;contentId=67840&amp;contentTypeId=1001">Vienna-Ring-Tram</a> um die Wiener Ringstraße führt das gleich mehrfach vor Augen: Während der halbstündigen Fahrt werden via Kopfhörer und LCD-Bildschirm alle Details zu den Sehenswürdigkeiten an der Ringstraße in sieben Sprachen erklärt. Die Tram passiert wesentliche Bauten des Historismus: das <strong>Parlament, </strong>die <strong>Votivkirche, </strong>das <strong>Kunsthistorische</strong> und das <strong>Naturhistorische Museum, </strong>die <strong>Universität </strong>und das <strong>Rathaus</strong>. Griechische Säulen und Götter, mythologische Figuren, Bögen aus Gotik und Renaissance und an die 60 Denkmäler berühmter Persönlichkeiten zieren und umgeben die im historistischen Baustil gestalteten Gebäude.</p>
<p>Um etwa 150 Jahre früher datieren die bekannten Barockgebäude <strong>Schloss Belvedere, </strong>die <strong>Karlskirche am Karlsplatz </strong>und die <strong>Peterskirche</strong>. Im Gegensatz zum Historismus, wo die Architekten verschiedenste historische Baustile aufgriffen und imitierten, orientierten sich die Architekten hier an italienischen und französischen Vorbildern. Aus dem Mittelalter erhalten ist das Wahrzeichen Wiens, der <strong>Stephansdom</strong>, und die älteste Kirche Wiens, die gotische <strong>Ruprechtskirche</strong>.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1494/thumb_preview_d3255801-2c74-4abf-802d-bf37a14ebeb7.jpg" alt="Haas Haus und Stephansdom " width="851" height="660" data-ab-color="rgb(51,84,153)" data-adaptive-background="1" /></strong></p>
<p class="license">Haas Haus und Stephansdom. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.</p>
<p><em>Der Stephansdom ist nicht nur das Wahrzeichen von Wien. Er gilt als „Nationalheiligtum“ der Österreicher. Er ist einer der wichtigsten gotischen Bauten in Mitteleuropa. Noch während der Kaiserzeit durfte keine Kirche höher als der Stephansdom gebaut werden. Heute manifestiert sich gerade hier die Symbiose zwischen Alt und Moderne. Denn gleich neben den historischen Sandsteinergemäuern des Doms ragt der moderne Glaskomplex des Haas-Hauses in die Höhe. <a href="http://www.stephansdom.at">ww.stephansdom.at</a></em></p>
<p><strong>Jugendstil</strong></p>
<p>Selbstbewusst und eigenwillig wurde die Architektur in Wien erst mit dem Jugendstil, Anfang des 20. Jahrhunderts. Wichtigster Architekt dieser Epoche war Otto Wagner. Sein Verhältnis zur Tradition war nicht mehr imitierend. Im Gegenteil: Er warnte vor der Anbetung des Alten, und die Aufträge, die er annahm, sprechen für sich. Es waren Bauten des öffentlichen Lebens, wie die <strong>Österreichische Postsparkasse </strong>oder die<strong> Wiener Stadtbahn</strong>, bis heute eine Teilstrecke der Linie U6. Dafür plante er Anlage, Stationen und Geländer. Zwischen der Station Gumpendorferstraße und der Station Währinger Straße ist die Stadtbahn bis heute im Originalzustand erhalten. Unter dieser Strecke haben sich verschiedene Szene-Lokale angesiedelt, weshalb auch eine abendliche Tour lohnt.</p>
<p>Gleich neben dem Naschmarkt, über dem wichtigsten Jugendstilgebäude Wiens, der „<strong>Secession</strong>“, einem Werk von Otto Wagners Schüler J. M. Olbrich, ist übrigens der Leitspruch des Jugendstils verewigt: „Der Zeit ihre Kunst – der Kunst ihre Freiheit.“ Nebenan, entlang des Naschmarkts, ragen einige der wichtigsten Wohnhäuser aus der Jugendstilära in den Himmel.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4760/thumb_preview_93062dab-aeff-434e-bffa-7f22537a401e.jpg" alt="Secession in Wien" width="808" height="660" data-ab-color="rgb(48,116,179)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p><em>Secession in Wien,© Österreich Werbung, Fotograf: Wiesenhofer</em></p>
<p>War Otto Wagner noch konsensfähig, so provozierte der Modernist Adolf Loos mit seinem <strong>Loos-Haus am Michaelerplatz</strong> einen Skandal – war die kahle, ungeschmückte Fassade seines Hauses doch das direkte Gegenüber der kaiserlichen Hofburg. Weil den Wienern die aus der Gründerzeit gewohnten Zierdächer über den Fenstern fehlten, kritisierten sie es damals als „Haus ohne Augenbrauen“. Die Folge: Adolf Loos musste Balkonkästen anbringen lassen.</p>
<blockquote>
<p class="LISTEUnterstrichen" style="margin-top: 0cm;"><strong><span lang="DE-AT">Tipp für Loos-Fans: die American Bar</span></strong></p>
<p class="LISTEText"><span lang="DE-AT">Kärntner Durchgang 10, 1010 Wien, <a href="http://www.loosbar.at">www.loosbar.at</a></span></p>
<p class="LISTEText"><span lang="DE-AT">Die Bar wurde 1908 von Adolf Loos entworfen und versteckt sich in einer kleinen Seitenstraße der Kärntner Straße. Auf nur 24 Quadratmetern bestimmen Holz, Glas, Messing und Onyx das heute denkmalgeschützte Frühwerk architektonischer Moderne.</span></p>
</blockquote>
<p>Ab den 1930er-Jahren wurden die sogenannten Gemeindebauten Bestandteil des Wiener Stadtbildes. Teils sind die Arbeiterwohnanlagen von gigantischen Ausmaßen und erinnern an wehrhafte Festungen, was auch beabsichtigt war. Einige der historischen Sozialbauten: der <strong>Lassallehof</strong> im 2. Bezirk, der <strong>Rabenhof </strong>im 3. Bezirk, der <strong>Reumannhof</strong> im 5. Bezirk und der <strong>über einen Kilometer lange Karl-Marx-Hof</strong> im 19. Bezirk.</p>
<p><strong>Das Architektenduo Coop Himmelb(l)au</strong></p>
<p>Die 1950er-Jahre waren geprägt vom Wiederaufbau. 20 Jahre später geriet wieder Bewegung in die Wiener Architekturszene, wenn auch zunächst theoretisch. Das Architektenduo Coop Himmelb(l)au legte damals den Grundstein für viele, erst Jahre später verwirklichte futuristische Gebäude. Die meisten und bekanntesten entstanden allerdings nicht in Österreich – so wie der Kristallpalast in Dresden, der Ostpavillon des Groninger Museums in den Niederlanden oder die BMW-Welt in München. Für Wien planten Coop Himmelb(l)au den <strong>GasometerB,</strong> das <strong>SEG-Apartment-Haus </strong>und das <strong>Wohn-und Bürohaus in der Schlachthausgasse.</strong></p>
<p><strong>Hans Hollein und sein Haas Haus<br />
</strong></p>
<p>Ein anderer österreichischer Architekt, Hans Hollein, setzte ebenfalls erst Jahre nach seinem Postulat „Alles ist Architektur“ seine Visionen um. Er erhielt aber immerhin einen der prominentesten Bauplätze der Stadt – schräg gegenüber dem <strong>Stephansdom</strong> entstand sein „<strong>Haas Haus</strong>“. Es geht keine Kompromisse mit seinem mittelalterlichen Gegenüber oder dem Neobarock der umliegenden Häuser ein. Der Ausblick aus dem Café oder dem Restaurant „Do &amp; Co“ im Haas-Haus ist ein Erlebnis.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1494/thumb_preview_d3255801-2c74-4abf-802d-bf37a14ebeb7.jpg" alt="Haas Haus und Stephansdom " width="851" height="660" data-ab-color="rgb(51,84,153)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Haas Haus und Stephansdom. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.</em></p>
<p><figure id="attachment_1839" aria-describedby="caption-attachment-1839" style="width: 683px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1839" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41128-683x1024.jpg" alt="Wien, 2015, Haas Haus, Sfephansdom, Do&amp;Co, Copyright www.peterrigaud.com" width="683" height="1024" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41128-683x1024.jpg 683w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41128-200x300.jpg 200w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41128-768x1152.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41128.jpg 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-1839" class="wp-caption-text"><em>Wien, Haas Haus, Stephansdom, Do&amp;Co, Copyright www.peterrigaud.com</em></figcaption></figure></p>
<p><strong>Das Hundertwasserhaus</strong></p>
<p>Eine Ausnahmeerscheinung stellt Friedensreich Hundertwasser dar. Zum einen kam er von der Malerei, zum anderen wollte er bewusst an den Jugendstil anschließen und wieder Architektur und Natur verbinden. Sein bekanntes <strong>Hundertwasserhaus</strong> aus den 1980er-Jahren ist ein sozialer Wohnbau mit 50 Wohneinheiten. Er zeichnet sich durch ungerade Linien, ornamentalen Schmuck, den böse Zungen „Behübschung“ nennen, und viele Pflanzen im und am Gebäude aus. Keine Türklinke gleicht der anderen, selbst die Böden sind uneben. Aufgrund des internationalen Aufsehens, das er mit dieser Wohnanlage erregte, realisierte Hundertwasser in der Folge um die 30 weitere Bauprojekte, unter anderem das <strong>Rogner Bad in Blumau</strong>.</p>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1736/thumb_preview_a67f3ee5-2686-47f6-b78d-cea0539b3140.jpg" alt="Hundertwasserhaus in Wien" width="880" height="587" data-ab-color="rgb(14,12,15)" data-adaptive-background="1" /></em></p>
<p class="license"><em>Hundertwasserhaus in Wien. Architekt: Friedensreich Hundertwasser. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun</em></p>
<p>Um die Jahrtausendwende entstand in Wien das <strong>MuseumsQuartier</strong> – ein Kunst- und Kulturzentrum der Superlative. Innerhalb ehemaliger barocker Hofstallungen beherbergt es gleich drei teils monolithische Museumsbauten, Ausstellungsräume, Ateliers und Veranstaltungssäle für Tanz- und Theateraufführungen sowie ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Mittlerweile ist das Areal für viele Wienerinnen und Wiener zu einer Art zweitem Wohnzimmer geworden, in dem sie einfach gerne Zeit verbringen und dies Sommer wie Winter – mit Lesen, Ausgehen, Boule spielen, Eisstock schießen, Glühwein trinken und Chillen.</p>
<p><strong>Die neue Gründerzeit</strong></p>
<p>Seit einigen Jahren herrscht in der Wiener Architekturszene nun wieder Gründerzeitstimmung. Es begann in den 1990er-Jahren mit öffentlichen Aufträgen für Neubauten von Schulen und Kindergärten. Moderne Wohnbauten und Bürogebäude folgten. Beauftragt wurden in erster Linie junge, aufstrebende Architekturbüros mit hohem Anspruch. Diese junge Wiener Architektenszene spricht eine klare, zeitgemäße Formensprache, die sich in viel Glas, Stahl und Beton ausdrückt.</p>
<p><strong>Ein neues Stadtviertel im Süden Wiens</strong></p>
<p>Im Süden Wiens entststand rund um den neuen Hauptbahnhof ein neues Stadtviertel. Vom 66,7 Meter hohen Aussichtsturm „<strong>Bahnorama</strong>“, erhält man einen beindruckenden Überblick über eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Überhaupt konnten in den letzten Jahren namhafte Architekten Projekte in Wien realisieren: Die vom französische Stararchitekten Dominique Perrault geplanten <strong>DC Towers</strong>, mit bis zu 220 Metern Höhe, werden ein neues, weithin<strong>, mit bis zu 220 Metern Höhe sichtbares </strong>„Wahrzeichen“ auf der Donaucity. Der am Rand der historischen Altstadt stehende <strong>Nouvel-Tower</strong> ist ein weiteres Highlight moderner urbaner Architektur. Jean Nouvels Entwurf hält nicht nur optisch so manche Überraschung bereit. Im Gebäude befinden sich das Designzentrum „Stilwerk“, das 5-Sterne-Hotel „Sofitel“ und im 18. Stock ein <strong>Panoramarestaurant</strong>. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Wiener Innenstadt. Ein weiterer Hotspot innovativer Architektur befindet sich in unmittelbarer Nähe des Nouvel-Towers. Der Terminalneubau des „<strong>Twin City Liners</strong>“ am Donaukanal dient nicht nur als Abfahrts- und Ankunftsstelle von jährlich 500.000 Passagieren, die zwischen Wien und Bratislava verkehren. Er ist mittlerweile zum Szene-Treff avanciert.</p>
<p><figure id="attachment_1838" aria-describedby="caption-attachment-1838" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1838" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41195-1024x768.jpg" alt="Das Loft Restaurant, Sofitel Vienna Stephansdom ©WienTourismus/Christian Stemper" width="750" height="563" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41195.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41195-300x225.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41195-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-1838" class="wp-caption-text"><em>Das Loft Restaurant, Sofitel Vienna Stephansdom. ©WienTourismus/Christian Stemper</em></figcaption></figure></p>
<p>Weil es heutige Architektur in Wien fast immer mit dem Erbe der Gründerzeit aufnehmen muss, lautet die Devise oft Um- oder Einbau. Daher hat sich in Wien auch eine lebendige Innenarchitekturszene entwickelt, die inzwischen trendbestimmend ist. Geschäfte wie der Manner Shop neben dem Stephansdom, Restaurants wie das Österreicher im MAK, Hotels und die Gestaltung von Museumsräumen finden weltweit Beachtung.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Wiener Hauptbahnhof</strong><br />
<a href="http://www.hauptbahnhof-wien.at">www.hauptbahnhof-wien.at</a></p>
<p><strong>Bahnorama</strong><br />
<a href="http://www.bahnorama.com">www.bahnorama.com</a></p>
<p><strong>Panoramarestaurant</strong><br />
<a href="http://www.sofitel.com/de/hotel-6599-sofitel-vienna-stephansdom/restaurant.shtml****">www.sofitel.com/de/hotel-6599-sofitel-vienna-stephansdom/restaurant.shtml****</a></p>
<p><strong>Architekturzentrum Wien</strong><br />
<a href="http://www.azw.at">www.azw.at</a></p>
<p><strong>Wien Architektur</strong><br />
Architekturkalender für Wien<br />
<a href="http://www.wienarchitektur.at">www.wienarchitektur.at</a></p>
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<h3><strong>Vienna-Ring-Tram</strong></h3>
<p>„Es ist mein Wille …“ – mit diesen Worten ordnete Kaiser Franz Joseph 1875 den Bau der Ringstraße an. Sie ist eine Entdeckungsreise – und eine Zeitreise auf den Spuren der Habsburger, mit architektonischen Meisterwerken entlang der Straße: der Staatsoper, dem Parlament, dem Rathaus und Burgtheater, der Universität und der Votivkirche, dem Kunsthistorischen und Naturhistorischen Museum.</p>
<p>Rundfahrt an der Wiener Ringstraße. <a href="http://www.wienerlinien.at">www.wienerlinien.at</a></p>
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<h3>MuseumsQuartier</h3>
<p>Gleich gegenüber dem Kunsthistorischen und dem Naturhistorischen Museum gelegen, hat sich das Kunst- und Kulturareal MuseumsQuartier der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts verschrieben. Eingebettet in ein revitalisiertes Ensemble aus dem Barock ist es der größte Kulturbau in der Geschichte Österreichs.</p>
<p>Historische und zeitgemäße Architektur durchdringen sich, verschmelzen Alt und Neu, Kunst und Naherholung, Künstler und Publikum miteinander. Drei Gebäude dominieren: Das Leopold Museum, das Museum Moderner Kunst (MUMOK) und die Kunsthalle Wien, Daneben beherbergt es das Architekturzentrum Wien, das ZOOM Kindermuseum, Künstlerateliers und über 50 Kulturinstitutionen. Das kulinarische Angebot ist ebenfalls breit aufgestellt: Von ambitionierter Küche im Designambiente über klassische österreichische Hausmannskost bis hin zu Bio- Köstlichkeiten und dem klassischen Kaffeehaus. U2-Station MuseumsQuartier <a href="http://www.mqw.at">www.mqw.at</a></p>
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<h3>Besucherzentrum im Parlament</h3>
<p>Hier gehen Historismus und zeitgenössische Architektur eine ungewöhnliche Symbiose ein. Luftiger Raum auf drei Ebenen – schwarz und weiß, Glas, Stein kombiniert mit modernsten Kommunikationstechnologien. Zugleich Startpunkt für Führungen durch das Parlament. Eingang an der Vorderseite des Parlaments, Ringstraße <a href="http://www.parlament.gv.at/GEBF/BSZ/">www.parlament.gv.at/GEBF/BSZ/</a></p>
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<h3>Donau-City</h3>
<p>Die neue Skyline Wiens – Hochhäuser und Wohnbauten direkt an der Donau sowie die UNO-City – machen die Donau-Platte zu einem Stadtentwicklungsgebiet ersten Rangs. Besonders sticht die Donaucity-Kirche hervor, außen mit Stahl, innen mit Birkenholz verkleidet. U1-Station UNO-City <a href="http://www.viennadc.at">www.viennadc.at</a></p>
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<h3>Gasometer</h3>
<p>Einstige Gas-Behälter wurden zu Wohnbauten und einem Shoppingcenter umfunktioniert – nach Entwürfen von Jean Nouvel, Coop Himmelb(l)au und Wilhelm Holzbauer. Sehenswert ist auch das dazugehörige Multiplexkino. U3-Station Gasometer <a href="http://www.wiener-gasometer.at">www.wiener-gasometer.at</a></p>
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<h3>Mustersiedlung 9=12</h3>
<p>Aus dem Projekt mit 9 Architekten und 12 Hausentwürfen entstanden 10 Häuser von 9 Architekten. Aufgabe war, die tiefe Sehnsucht nach einem Einfamilienhaus mit dem urbanen Lebensgefühl des Geschosswohnungsbaus zu verbinden und dabei nur Beton einzusetzen.**** Friedhofstraße 169 1140 Wien</p>
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<h3>Kunsthalle project space am Karlsplatz</h3>
<p>Ursprünglich nur ein Gebäude auf Zeit. Weil der Container aber so gut ankam, baute man ihn etwas kleiner und transparent noch einmal nach. Und weil es Wien ist, ist die Hälfte davon ein Restaurant und Café. Am Karlsplatz <a href="http://www.kunsthallewien.at">www.kunsthallewien.at</a></p>
<hr />
<h2>Ermäßigungen: die Wien-Karte</h2>
<p>Die Wien-Karte gilt als 72-Stunden-Netzkarte für die freie Fahrt auf Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie bietet aber auch eine Reihe von Ermäßigungen. Erhältlich ist sie in vielen Wiener Hotels, in der Touristinformation, in Reisebüros und in den Verkaufsstellen der öffentlichen Verkehrsmittel (<a href="http://www.wienkarte.at">www.wienkarte.at</a>). Die Inhaber der Wien-Karte können die Vorteile von mehr als 210 Preissenkungen und Sonderangeboten nützen. Die Palette reicht vom ermäßigten Museumseintritt bis hin zu Shopping-Angeboten. Details verrät eine Gutschein-Broschüre, die mit jeder Wien-Karte ausgehändigt wird. Alternativ gibt es auch eine etwas günstigere 48-Stunden-Wien-Karte, die die gleichen Vorteile wie das 72-Stunden-Pendant bietet.</p>
<p>Das zentrale Tourist-Informationsbüro von Wientourismus befindet sich direkt hinter der Wiener Staatsoper am Albertinaplatz (Ecke Maysedergasse, 1010 Wien). Neben allgemeinen Informationen und Unterstützung bei der Beschaffung von Hotelunterkünften bietet das Informationszentrum auch Eintrittskarten, Last-minute-Tickets für kulturelle Veranstaltungen und kostenfreiem WLAN, täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr.</p>
<hr />
<h2>Auf Galerie-Safarie in Wien</h2>
<p><strong>Ein Blick auf Hotspots der lebhaften Galerie-Szene führt in Prachtbauten, Fabrikhallen und zu Wiens internationaler Messe für zeitgenössische Kunst, der</strong> <strong>Vienna Fair.</strong></p>
<p><strong>Vienna Fair</strong></p>
<p>Man Muss nicht mehr nach Basel oder Miami reisen um einen repräsentativen Überblick über die aktuellen Strömungen der zeitgenössischen Kunst zu bekommen. Auf der <strong>Vienna Fair</strong> versammelt sich alljährlich das „Who is Who“ der nationalen und internationalen Galerie-Szene am Wiener Messegelände. Mit einer stetig wachsenden Fangemeinde zieht sie nicht nur Sammler, Künstler und kunstinteressiertes Publikum in ihren Bann. Die Vienna Fair bietet ihren Besuchern darüber hinaus ein äußerst vielfältiges Rahmenprogramm. Es reicht von Performance, Podiumsdiskussionen, bis hin zu Führungen. Einen besonderen Schwerpunkt legt die renommierte Kunstmesse seit ihrer Gründung auf Kunst aus Zentral- und Osteuropa und wurde dadurch zum erfolgreichen Wegbereiter für Künstler aus diesem Raum. Federführend für diese Positionierung zeichnen vor allem die Wiener Galerien, die ihre osteuropäischen Kontakte schon immer zu pflegen wussten.</p>
<p><strong>Street Art und Fabrik-Locations</strong></p>
<p>Neue Sichtweisen auf die Kunst finden sich in der Galerie-Szene des 7. Bezirks. Auch Kunstfotografie ist im Viertel vertreten: Im Falle der <strong>Galerie WestLicht</strong> mag der quasi-museale Rahmen einer permanenten Schau seltener Kameras technisch Interessierte anlocken, während zugleich ein breitgefächertes Ausstellungsprogramm auch Reportage-Fotografie inkludiert.</p>
<p>Ganz andere Stimuli setzt die <strong>Galerie Momentum</strong>, die Werke bekannter Fotokünstler wie Margherita Spiluttini oder Franz Hubmann in Auflagen von fünfzig und mehr Abzügen anbietet – schließlich soll die Kunstfotografie auch hier einem möglichst großen Kreis erschlossen werden. Dass sich gerade einen Steinwurf entfernt einer der bekanntesten Namen der österreichischen Galerieszene angesiedelt hat, mag überraschen – und verweist zugleich auf die Vielfalt der jungen Mini-Kunstmeile. Galeristin <strong>Ursula Krinzinger</strong> eröffnete hier in einem ehemaligen Fabrikgebäude den Ausstellungsraum „<strong>Krinzinger Projekte</strong>“: Wie für die Gegend nicht anders zu erwarten, kommen hier verstärkt junge, unbekannte Künstler zum Zug.</p>
<p><strong>Epizentrum MuseumsQuartier</strong> Fährt man mit der Straßenbahnlinie 49 vom Gürtel stadteinwärts durch den 7. Bezirk, und bleibt bis zum Volkstheater gemütlich sitzen, so erschließt sich auch der eigentliche Hintergrund für diese lokale Galerie- Offensive. Es ist das <strong>MuseumsQuartier</strong> (MQ), dessen internationale Strahlkraft die umliegenden Innenbezirke beflügelt – und neben Krinzinger auch andere arrivierte Galeristen aus dem 1. Bezirk anlockte. <strong>Hubert Winter</strong>, Spezialist für zeitgenössische internationale und österreichische konzeptuelle Kunst der 1970er- Jahre (und später), wagte als Erster den Schritt nach Wien-Neubau und siedelte sich bereits vor Jahren in der Breiten Gasse an. Der Sogwirkung des MuQua konnte sich auch der angrenzende, unterhalb der Mariahilfer Straße verlaufende 6. Bezirk nicht entziehen. Darauf verweist auch das Beispiel Gumpendorfer Straße: Konsequent schärfte der bereits vorher hier ansässige Galerist <strong>Hans Knoll</strong> sein Profil. Nur wenig Schritte entfernt, erarbeitet sich indessen die auf junge Kunst spezialisierte Galerie <strong>kunstbuero </strong>Amer Abbas einen ganz anderen Ruf: nämlich eine Art Missing Link zwischen urbanem „Think Tank“ und hipper Szene-Location zu sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10732/thumb_preview_15ec7aa3-5e8e-41aa-9d68-1ac1d6c5e1f1.jpg" alt="Museumsquartier" width="880" height="585" data-ab-color="rgb(2,8,4)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Sommerabend vor dem MQ Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Volker Preusser</em></p>
<p><strong>Gumpendorfer Galerie-Safari</strong></p>
<p>Ein guter Ausgangspunkt für eine ausgedehnte Wiener <strong>Galerie-Safari</strong> ist die Gumpendorfer Straße allemal. Denn auch dort, wo ihre Verlängerung, die Eschenbachgasse, bereits das goldene Schimmern der Sezessions-Kuppel erahnen lässt, ist eine kleine Galerien-Enklave entstanden. Um das Reproduzieren vertrauter Jugendstil-Sujets geht es dabei freilich nicht. Im Gegenteil. Vielmehr konnten Karin Handlbauer und Donata Fuchs hier die <strong>Galerie Mezzanin</strong> als spannende Plattform für aktuelle Kunsttendenzen positionieren, was nicht zuletzt auch die hier gezeigten Arbeiten des Medienkünstlers Peter Kogler belegen. Neue Medien zählen auch zu den Schwerpunkten der Galeristin <strong>Helga Krobath</strong>, deren gleichnamige Galerie die Räume des Palais Eschenbach bezog. Die ebenfalls in der Eschenbachgasse gelegene <strong>Galerie Martin Janda</strong> hat sich wiederum auf raumbezogene Arbeiten spezialisiert, die künstlerische Positionen ins Zentrum stellen. Und die ganz großen Namen der Kunstwelt werden indessen auf Hausnummer 9 präsentiert: Vanessa Beechcroft, Franz West, Heimo Zobernig, Olaf Breuning sind nur einige der internationalen Kunststars, die die hier gelegene Galerie Meyer Kainer präsentiert.</p>
<p><strong>Avantgarde zwischen Vintage-Läden</strong></p>
<p>Stars sind die eine Sache. Das feine Gespür für die maßgeblichen Tendenzen der Kunstwelt, die Liebe zum Experiment innerhalb des Galeriebetriebs, der Mut zum stets Neuen eine andere. Das auf der gegenüberliegenden Seite des Naschmarkts, von Vintage-Läden und Mode-Ateliers geprägte Freihaus-Viertel, wo sich rund um die Schleifmühlgasse ein weiteres spannendes Zentrum junger Kunst gebildet hat, stellt da keine Ausnahme dar. Das Gebot der Vielfalt gilt freilich auch hier. So bildet der Oberlichtsaal einer ehemaligen Druckerei auf Nummer 5 – nunmehr Adresse der profilierten <strong>Galerie Georg Kargl Fine Arts</strong> – einen imposanten Rahmen für auch größere Installationen. Gleich nebenan stärkt Kerstin Engholm seit Jahren ihre Reputation als feinsinniger „Kunsttrend-Scout“, während ein weiterer Avantgarde-Pionier des Viertels, die <strong>Christine König Galerie</strong>, mit der interessanten Einführung der LunchLectures von sich reden machte: Künstler, Kuratoren, aber auch Philosophen legen dabei ihre individuellen Zugänge zur Kunstszene bloß.</p>
<p><strong>Wiener Innenstadt: Revier der Platzhirsche</strong></p>
<p>Die Arbeit der arrivierten Platzhirsche – etwa der Galerien <strong>Ulysses, Krinzinger, Chobot, Heike Curtze, Ernst Hilger</strong> oder des Wiener Aktionismus-Spezialisten <strong>Charim</strong> – muss wohl nicht eigens vorgestellt werden. Insider der lokalen Galerieszene verweisen aber mit Vorliebe auf jene vielfältigen Experimente, die der Wiener City auch zukünftig Überraschendes bescheren mögen. Jene ausgewählten Vertreter der jungen österreichischen Kunst, die etwa Ernst Hilger in Kooperation mit dem <strong>Siemens_artLAB </strong>fördert, und die zugleich einen Schwerpunkt der <strong>Lukas Feichtner Galerie</strong> markieren, sind taugliche Beispiele für dieses Bemühen. Die stete Suche nach spannenden einzelgängerischen Positionen – besonderes Anliegen der <strong>Galerie Peithner- Lichtenfels</strong> in der Sonnenfelsgasse – ein anderes. Jeder Künstler eine Quelle, jede Innenstadt ein Fluss, sensibel auf aktuelle Strömungen: Die Suche nach „emerging artists“ treibt auch die <strong>Galerie layr:wüstenhagen contempora</strong>ry an – um zugleich ein „emerging art district“ zu definieren. Denn das in der Nähe der Seilerstätte im Entstehen begriffene Galerie-Viertel An der Hülben wäre so ein Zwischenstopp auf der heute zunehmend in Fahrt gekommenen Wien-Schiene in Richtung zeitgenössischer Kunst. Die Weichen für weitere Erfolge und die eine oder andere Neueröffnung sind dabei jedenfalls gestellt.</p>
<p><strong>LINKTIPPS</strong>:</p>
<ul>
<li>Westlicht Schauplatz für Fotografie <a href="http://www.westlicht.com">www.westlicht.com</a></li>
<li>Galerie Momentum <a href="http://www.momentum.co.at">www.momentum.co.at</a></li>
<li>Krinzinger Projekte <a href="http://www.galerie-krinzinger.at">www.galerie-krinzinger.at</a></li>
<li>Galerie Hubert Winter <a href="http://www.galeriewinter.at">www.galeriewinter.at</a></li>
<li>Galerie Hans Knoll <a href="http://www.knollgalerie.at">www.knollgalerie.at</a></li>
<li>Galerie Kunstbüro/Amer Abbas <a href="http://www.kunstbuero.at">www.kunstbuero.at</a></li>
<li>Galerie Mezzanin <a href="http://galeriemezzanin.com">http://galeriemezzanin.com</a></li>
<li>Galerie Krobath <a href="http://www.galeriekrobath.at">www.galeriekrobath.at</a></li>
<li>Galerie Martin Janda <a href="http://www.martinjanda.at">www.martinjanda.at</a></li>
<li>Galerie Meyer Kainer <a href="http://www.meyerkainer.com">www.meyerkainer.com</a></li>
<li>Galerie Georg Kargl <a href="http://www.georgkargl.com">www.georgkargl.com</a></li>
<li>Kerstin Engholm Galerie <a href="http://www.kerstinengholm.com">www.kerstinengholm.com</a></li>
<li>Galerie Peithner-Lichtenfels <a href="http://www.falter.at/was-laeuft/locations/677/galerie-peithner-lichtenfels">www.falter.at/was-laeuft/locations/677/galerie-peithner-lichtenfels</a></li>
<li>Galerie layr:wuestenhagen contemporary <a href="http://www.emanuellayr.com">www.emanuellayr.com</a></li>
</ul>
<hr />
<h2>Geheimtipps zum Ausgehen in Wien<strong><br />
</strong></h2>
<p>Urbane Lokalszene rund um die Stadtbahnbögen der U6</p>
<ul>
<li><strong>loop</strong> Djs und Cocktails im stilvollen Ambiente. 1080, Lerchenfelder Gürtel, U-Bahn-Bögen 26–27 <a href="http://www.loop.co.at">www.loop.co.at</a></li>
<li><strong>Mezzanin</strong> Cocktails und Sounds im futuristisch anmutenden &#8222;Livin&#8217;room&#8220;. 1160, Lerchenfelder Gürtel 43 <a href="http://www.eventszene.at/location/mezzanin-skkugmezzanin?en_id=117188">www.eventszene.at/location/mezzanin-skkugmezzanin?en_id=117188</a></li>
<li><strong>Chelsea</strong> Szenelokal mit zahlreichen Live-Events wie Konzerten, aber auch Fußball-Live- Übertragungen, mehrere Bars, für junge und jung gebliebene Nachtvögel. 1080, Lerchenfelder Gürtel U-Bahn-Bögen 29–30 <a href="http://www.chelsea.co.at">www.chelsea.co.at</a></li>
<li><strong>Weberknecht</strong> Studentenlokal mit Partykeller. 1160, Lerchenfelder Gürtel 49 <a href="http://www.weberknecht.net">www.weberknecht.net</a></li>
<li><strong>rhiz</strong> Bar und Veranstaltungslokal für Kunst-Projekte, Experimentelles und elektronische Musik – prominente Künstler und ebensolches Publikum 1080, Gürtelbögen 37–38 <a href="http://www.rhiz.org">www.rhiz.org</a></li>
<li><strong>Café Carina</strong> Konzertlokal in heruntergekommenem Rahmen. Hin und wieder echte Highlights. 1080, Josefstädter Straße 84 <a href="http://www.cafe-carina.at">www.cafe-carina.at</a></li>
<li><strong>B72</strong> Meistens DJs, Szenelokal, manchmal interessante, kleine feine Konzerte. Hernalser Gürtel U-Bahnbogen 72 <a href="http://www.b72.at">www.b72.at</a></li>
<li><strong>Blaustern</strong> Schicker In-Treff mit eigener Kaffeerösterei. 1090, Döblinger Gürtel 2 <a href="http://www.blaustern.at">www.blaustern.at</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere wichtigsten Locations zum Ausgehen</strong></p>
<p><strong>Flex</strong> Donaukanal, Abgang Augartenbrücke 1010 Wien Die Underground-Location Wiens – mit Punk-Background, betoniertem Subwoofer und Abwasserkanal vor der Haustür. Wechselnde Club-Abende. Live-Konzerte von Silicone Pumpgun bis Kruder &amp; Dorfmeister. Was in den 1990ern der Volksgarten war, ist heute das Flex. Von den Lesern des renommierten Musikmagazins „Spex“ wird das Lokal regelmäßig zum besten Club im deutschsprachigen Raum gekürt. <a href="http://www.flex.at">www.flex.at</a></p>
<p><strong>Porgy &amp; Bess</strong> Riemergasse 11 1010 Wien Ein Ort, der der jungen, wilden, undogmatische Szene eine Bühne bietet. Das ehemalige Pornokino ist zum kühlen, stylishen Hang-out mit Bar und zumeist exzellenter Live-Beschallung mutiert. Engagierte Programmierung mit punktuellen Osteuropa-Schwerpunkten. <a href="http://www.porgy.at">www.porgy.at</a></p>
<p><strong>Chelsea</strong> Lerchenfelder Gürtel, U-Bahn-Bögen 29–31 1080 Wien Rock-Veteran Othmar, ein ehemaliger Spitzen-Fußballer, hat aus den gemauerten Kellerbögen, über die die U-Bahn hinwegdonnert, einen veritablen Musik-Club gemacht. Inklusive TV-Monitoren, Scotch-Kollektion und dem höchsten Grad an Authentizität, den ein Veranstaltungsort in Sachen Brit-Pop, Neo-Punk und Retro- Rock in Wien haben kann. <a href="http://www.chelsea.co.at">www.chelsea.co.at</a></p>
<p><strong>WUK</strong> Währinger Straße 59 1090 Wien Eine der stimmigsten und stilvollsten Live-Lokalitäten Wiens. Das alternative, selbst verwaltete „Werk- &amp; Kulturhaus“ in einer ehemaligen Fabrik ist fast immer eine Empfehlung. <a href="http://www.wuk.at">www.wuk.at</a></p>
<p><strong>Fluc Wanne</strong> Praterstern 5 1020 Wien Eine Betonwanne mit Ober- und Untergeschoss, voll mit Avantgarde und Trash. Oben werden eher wilde DJ-Parties gefeiert, unten lärmen diverse Acts gegen den Betonbunker-Charakter der Lokalität an. Das Riesenrad dreht sich in Sichtweite. <a href="http://www.fluc.at">www.fluc.at</a></p>
<hr />
<h2>Wiens Totenkult: Friedhöfe besuchen<strong><br />
</strong></h2>
<p><strong>Schon zu Lebzeiten beschäftigen sich die Wiener mit dem Tod: Sie besingen ihn, spielen mit ihm, bauen ihm Denkmäler. Der Kult um den Tod ist schaurig-lustvolles Ereignis und strategischer Schachzug gegen die Endlichkeit aller Dinge.</strong></p>
<p><a href="https://reisewiki.at/wien-zentralfriedhof-fuehrung/"><strong>Zentralfriedhof</strong></a></p>
<p>Der Tod ist das letzte Fest des Lebens – und will, so traurig es ist, würdig begangen sein: Die Gräber der Wiener geben Zeugnis davon. Besonders am <strong>Zentralfriedhof</strong>, wohin die Stadt Wien zunächst die Gräber einiger Persönlichkeiten verlagerte – allen voran Beethoven und Schubert – und damit den Grundstein für einen der würdevollsten Friedhöfe überhaupt legte. Die wichtigsten Bauwerke, Haupttore, Aufbahrungshallen, Wartesäle und die zentrale Friedhofskirche stammen aus dem Jugendstil.</p>
<p><strong>Jüdische Friedhof</strong></p>
<p>Verloren und geheimnisvoll liegt hinter einer Backsteinmauer in Döbling der <strong>Jüdische Friedhof</strong>. Neben jenem von St. Marx ist er der zweite erhaltene Friedhof aus dem Biedermeier. Nur mit Führung zu besichtigen, erzählt er von der Bedeutung der Juden im 19. Jahrhundert und ihrer Bereitschaft zur Assimilation. Gruftkapellen wurden mit floralen Ornamenten des Klassizismus geschmückt und die Gräber der türkischen Juden sind vom Orient inspiriert, teils wurden sogar Elemente des Koran in die Grabsteine gemeißelt.</p>
<p><strong>Bestattungsmuseum</strong></p>
<p>Im <strong>Bestattungsmuseum</strong>, eine andere Wiener Besonderheit, ist zu sehen, in welcher Epoche man in welchem Sargmodell begraben worden wäre. Darunter ist auch der mehrfach genutzte josefinische Sarg, der nicht mit ins Grab versenkt wurde, sondern oben blieb. Es öffnete sich nur die Bodenklappe. Persönlicher waren da Särge, die man bei bester Gesundheit bestellte und die zu Lebzeiten, freundlich bemalt, als Kasten dienten.</p>
<p>Mit 1000 Objekten bietet es einen weltweit einzigartigen Gesamtüberblick über Totenkult und Bestattungsrituale, die Bundeshauptstadt Wien bildet dabei den Schwerpunkt. Die Thematik Sterben und Tod wird anhand der gezeigten Exponate<br />
in pietätvoller Weise als kulturelle Drehscheibe des Vergänglichen präsentiert, wodurch ein nachvollziehbarer Übergang zum heutigen Totenkult geschaffen wird.</p>
<p><strong>Augustiner Kirche</strong></p>
<p>Die <strong>Augustiner Kirche</strong> beherbergt eines der schönsten Grabmäler Wiens: Antonio Canova hat die trauernde Figurengruppe, die vom Betrachter abgewandt einer Grabpyramide zustrebt, 1805 in weißem Marmor in Szene gesetzt. Hier liegt die Lieblingstochter Kaiserin Maria Theresias – und geliebte Frau ihres Mannes. Der Schmerz über diesen Abschied teilt sich durch die Darstellung mit.</p>
<p><strong>Katakomben der Michaelerkirche</strong></p>
<p>In den Katakomben der nahe gelegenen <strong>Michaelerkirche</strong> trägt der Tod ein anderes Gesicht: Durch die klimatischen Bedingungen der Gruft wurden die Leichen mumifiziert. In spaltbreit geöffneten Särgen sieht man Tote mit über der Brust gekreuzten Armen. Auch das Gewand ist erhalten – seit über 300 Jahren.</p>
<p><strong>Kapuzinergruft</strong></p>
<p>In der <strong>Kapuzinergruft</strong> hingegen wurden seit 1633 die Herrscher aus dem Hause Habsburg und ihre nächsten Angehörigen bestattet. Unter den 140 Särgen sticht der Sarkophag von Maria Theresia hervor, der einzigen Frau auf Habsburgs Thron: Gemeinsam mit ihrem Mann, der mit ihr bestattet ist, sitzt sie auf einem Kissen, die Beine ausgestreckt und mit der Hand spielerisch ein Schwert umfassend.</p>
<p>Bei allem Pomp, der Tod ist Wirklichkeit. Und weil man ihn in der Stadt von Sigmund Freud doch nicht verdrängen kann, lädt man ihn ins Leben ein. In <strong>vielen, auch modernen Wiener Liedern</strong> wird er <strong>stimmungsvoll besungen</strong> – damit er vielleicht doch, als Freund, die Finger von einem lässt, wenn’s drauf ankommt.</p>
<p><strong>Besichtigungen und Führungen im Überblick:<br />
</strong></p>
<p><strong>Zentralfriedhof</strong><br />
Der bedeutendste Friedhof Wiens ist die letzte Ruhestätte für Menschen aller Religionen. Der Wiener Zentralfriedhof ist aber nicht nur Stätte der Totenruhe: Die Parklandschaft mit beeindruckender Flora und Fauna stellt einen Ort der Erholung<br />
und Besinnung dar. Führungen im Wiener Zentralfriedhof für bis zu 30 Personen. Anfragen, Buchungen unter<br />
Tel.: +43 6991 8124423<br />
<a href="http://www.viennatouristguide.at/Friedhoefe/Zentralfriedhof/Z_Startseite/z_start.htm">www.viennatouristguide.at/Friedhoefe/Zentralfriedhof/Z_Startseite/z_start.htm</a></p>
<p><strong>Wiener Zentralfriedhof</strong><br />
Haupteingang: Tor 2<br />
Simmeringer Hauptstr. 234<br />
1110 Wien<br />
<a href="http://www.viennatouristguide.at">www.viennatouristguide.at</a><br />
<a href="http://www.friedhoefewien.at">www.friedhoefewien.at</a></p>
<p><strong>Jüdischer Friedhof Währing</strong><br />
Der Jüdische Friedhof in Währing kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Anmeldung unter: <a href="mailto:juedischer.friedhof@gruene.at">juedischer.friedhof@gruene.at</a> oder bei Sabine Pfeifer unter Tel.: +43 1 400081581.<br />
<a href="http://waehring.gruene.at">http://waehring.gruene.at</a></p>
<p><strong>Bestattungsmuseum</strong><br />
Die Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Eine telefonische Voranmeldung ist erforderlich.</p>
<p><strong>Bestattungsmuseum Wien</strong><br />
Goldegggasse 19<br />
1040 Wien<br />
Tel.: +43 1 50195-0<br />
<a href="http://www.bestattungwien.at">www.bestattungwien.at</a></p>
<p><strong>Michaelergruft</strong><br />
Die Michaelergruft unter der gleichnamigen Kirche in der Innenstadt zählt zu den verborgenen und doch bedeutenden Kulturdenkmälern der Stadt.<br />
<a href="http://www.michaelerkirche.at">www.michaelerkirche.at</a></p>
<p><strong>Kapuzinergruft</strong><br />
<a href="http://www.kaisergruft.at">www.kaisergruft.at</a></p>
<p><strong>Katakombenführungen unter dem Stephansdom</strong><br />
Führungen durch die Katakomben finden ganzjährig statt. Die Dauer der Führung beträgt etwa 30 Minuten.<br />
<a href="http://www.stephanskirche.at">www.stephanskirche.at</a></p>
<p><strong>St. Marxer Friedhof </strong></p>
<p>Heutzutage kommen zahlreiche Gäste aus aller Welt, um vor allem das Mozart-Grab in St. Marx zu besuchen. Mozart starb 1791 und wurde in einem Armengrab auf dem St. Marxer Communalen Friedhof beigesetzt.</p>
<p>St.-Marxer-Friedhof<br />
Leberstraße 6 – 8<br />
1030 Wien<br />
<a href="http://www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/friedhof-st-marx.html">www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/friedhof-st-marx.html</a></p>
<hr />
<h2>Der Wiener Prater</h2>
<p><a href="http://www.praterservice.at">www.praterservice.at</a><br />
<a href="http://www.prater.at">www.prater.at</a></p>
<h3>Das Wiener Riesenrad</h3>
<p><a href="http://www.wienerriesenrad.com">www.wienerriesenrad.com</a></p>
<p>Ende des vorletzten Jahrhunderts war Eisen groß in Mode. Genauer: Kühne Eisenkonstruktionen, die dem Fortschritt der Technik ihren Tribut zollten. In Paris baute Gustave Eiffel daraus einen oben spitz zulaufenden Turm und im selben Jahr (1897) entstand auch ein wesentliches Wahrzeichen der Donaumetropole. Aber Wien war anders, bereits damals. Denn der Erbauer Gabor Steiner, Betreiber eines Vergnügungsparks, wusste ganz instinktiv was im <strong>Wiener Prater</strong> gut ankommt: Nämlich sich im Kreise drehen. Das Oben und das Unten ein paar Minuten lang vertauschen. Die Welt aus stets neuer Perspektive sehen. All das ermöglichte das <strong>Wiener Riesenrad</strong>, das die Londoner Firma Basset kühne 65 Meter Richtung Praterhimmel zog.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1979/thumb_preview_67d5713b-6294-4fa4-bc19-33dabcf3968c.jpg" alt="Riesenrad im Prater in Wien" width="880" height="577" data-ab-color="rgb(53,141,204)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p><em>Riesenrad im Prater in Wien.© Österreich Werbung, Fotograf: Bartl</em></p>
<p>Seither hat es nicht nur dem umliegenden Vergnügungspark des Wiener Praters gute Dienste geleistet, sondern der ganzen Stadt. Nach dem „Steffl“, dem Wiener Stephansdom, gilt <strong>das Riesenrad</strong> als zweitbekanntestes Wahrzeichen Wiens, wobei es mitunter für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte. Etwa 1914, als die kühne Kunstreiterin Madame Solange d’ Atalide eine Riesenrad-Runde drehte – allerdings auf dem Rücken ihres Pferdes, das sie wiederum aufs Dach eines der kreisenden roten Wägelchen stellte. Unübersehbar ist das Riesenrad freilich auch so. Es kann von zahlreichen Orten der Stadt aus gesehen werden, gilt als wesentliches Element der Silhouette Wiens. Aber könnte man auch für den restlichen Wurstelprater behaupten. Ohne ihn würde Wien ein Stückchen Seele verlieren.</p>
<p>Vom Verkehrsknotenpunkt Praterstern kommend, betritt man den Vergnügungspark durch ein neu gestaltetes Eingangsportal, welches Gastronomiebetriebe, Infostände und Shops im Stil der Wiener Jahrhundertwende beherbergt. Gleich dahinter, in unmittelbarer Nähe zum Riesenrad befindet sich <a href="http://www.madametussauds.com"><strong>Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett </strong></a>und hier dreht sich alles um nationale und internationale Prominenz. Man trifft auf Peter Alexander, Kaiserin Maria Theresia oder Barack Obama, lebensecht in Wachs nachgebildet und kann sich selbstverständlich mit seinen Idolen fotografieren lassen.</p>
<p>Im Jahre 1766 ging es los – „mit Ballenschlagen, Kegelscheiben und anderen erlaubten Unterhaltungen“ wie der weltoffene Kaiser Joseph II. verfügte. Mit der öffentlichen Freigabe des alten kaiserlichen Jagdreviers wurde der Grundstein zur Schaffung des heute legendären Wiener Vergnügungsparks gelegt. So tauchte nach den Hasen und Hirschen bald ein neues Wesen in den feuchten Wiesen der damaligen Donauauen auf: Nämlich die Figur des Wurstels, eines ebenso volkstümlichen wie lustig-frechen Charakters, der dem Wiener Wurstelprater den Namen verlieh. Beliebt waren die Kasperltheaterbuden, die damals aus dem Boden schossen allemal – standen sie doch ganz in der Tradition der Hofnarren, die sich mehr Kritik an Gott und Kaiser erlauben konnten, als es der durchschnittliche Bürger im Traum gewagt hätte. „Den Kasperl erschlägt man nicht so einfach, dafür ist er zu robust“, heißt es bis heute in Wien. Diese Urnatur prägt auch den ganzen Wiener Wurstelprater. Denn auch der Vergnügungspark war im Laufe seiner langen Geschichte nicht unterzukriegen, und hat im 2. Wiener Bezirk treu die Stellung gehalten. Dass sich dabei manche der volkstümlichen Attraktionen zäh behaupten konnten, ist Teil dieses Naturells.</p>
<p>So verspricht der Bummel zwischen den Jahrmarktbuden auch eine Reise in die Vergangenheit, bei der neben süßer Zuckerwatte auch jede Menge Nostalgie serviert wird. Denn vieles, was andernorts längst verschwunden ist, wurde an Europas traditionellstem Rummelplatz liebevoll gepflegt und hat sich bis heute erhalten. Darunter auch die hölzerne Spiralrutsche des denkmalgeschützten Tobogan, der sich im Frühling 2009 endlich wieder so präsentieren durfte, wie ihn Generationen von Pratergehern liebten: weiß-blau lackiert und mit groben Jutesäcken als ideale Rutschunterlage. Ein Stück <strong>Low-Tech-Entertainment</strong> ganz im Sinne des historischen Wiener Praters.</p>
<h3>Das legendäre Restaurant „Schweizerhaus</h3>
<p><a href="http://www.schweizerhaus.at">www.schweizerhaus.at</a></p>
<p>Wer sich nach dieser kleinen Rutschpartie auf Spurensuche begibt, wird gleich um die Ecke belohnt. Gegenüber von der Spiralrutsche befindet sich das legendäre Restaurant „<strong>Schweizerhaus</strong>“ an der Straße des Ersten Mai, berühmt für seine Kartoffelpuffer, die opulente Schweinehaxe („Stelzen“) und das tschechische Budweiser Bier, das Kenner hier gerne als „Schnitt“ bestellen, als Mischung einer helle und einer dunklen Sorte.</p>
<p>Aber die Praterwelt dreht sich auch ohne Bier seit über hundert Jahren im Kreise. Seit 1887 versehen hier die Pferdchen des „1. Wiener Pony Caroussels“ ihren Dienst, steuern zur Orgelmusik den satten Geruch von Pferdestreu bei. Ganz und gar unscheinbar drückt sich daneben gleich ein weiterer, freilich allzu leicht übersehbarer Klassiker in die Ecke: Eine „Alt-Wiener Schiffschaukel“, die inmitten des Zirpens und Blinkens moderner Geräte längst anachronistisch durch die Praterluft schwankt: rot, gelb, blau lackierte Schiffchen. Es ist der Arbeitsplatz, an dem einst eine archetypische Wiener Rummelplatz-Figur die Handbremse zog: Nämlich der berüchtigte Hutschenschleuderer.</p>
<p>Die groben Kerle sind heute verschwunden. Geblieben ist aber das ewige Versprechen, mit dem der Prater seine Besucher in den Bann zieht. Das deutet ein anderer Klassiker an, der sich wenige Schritte vom berühmten Riesenrad befindet. Auch hier dreht sich ein altes Karussell im Kreis, der Technik-Veteran „Dampf- Carousel“ aus 1897. Weiß lackierte Hutschpferde, ein Märchenschwan, ein Affe im roten Lakaien-Frack und nicht zuletzt die Bilder der Ringelspiel-Sektionen Asien- Orient-Samoa-Amerika halten bis heute ein wesentliches Versprechen des Wiener Wurstelprater hoch: Nämlich jenen Hauch von Exotik, der den Alltag ausblendet, dabei kleine, willkommene Fluchten erlaubt. Dass im Spiegelkabinett Dicke plötzlich dünn werden und die Irrwege im Glaslabyrinth für alle gleich verschlungen sind, dient demselben Effekt. À propos Schlagen: Auch der einst populäre Watschenmann &#8211; eine mit Leder überzogene Hau-Drauf!-Puppe, findet sich bis heute hier. Kein Wunder, dass sich diese schlichten Klassiker erhalten haben.</p>
<h3>Das Prater Museum</h3>
<p>Wer den Wiener Wurstelprater mit diesem Wissen durchstreift, darf sich auf spannende Entdeckungen gefasst machen. Näheres dazu verrät ein Blick in das liebevoll eingerichtete <strong>Prater Museum</strong>, das die Erinnerungen an die Schausteller und Monstrositäten der alten Tage wie eine pittoreske Gruft verwahrt: Lionel, der haarige Löwenmensch, Poster von den Südsee-Damen der „Samoaner-Truppe“ finden sich hier. Und Hinweise auf eine jener exotischen Tierschauen, die einst den Urwald in die Prater-Au brachten: „Riesenspinnen zum 1. Mal in Wien. 120 jähr. Riesenkrokodil mit seinen Jungen. 60 verschiedene Modeschlangen.“ So lauten die Ankündigungen aus der alten Zeit.</p>
<h3>Geisterbahn aus den Fifties</h3>
<p>Der Blick auf die vergilbten Plakate von Riesen, Zwergen und Siam-Zwillingen, auf den ersten Wiener Fesselballon und die Laterna magica hat sich im Laufe der Jahrhunderte verdichtet. Eine Welt der Wünsche in Miniatur, die die Träume der Dekaden wie ein Riesen-Kaleidoskop ist der Prater dabei geblieben. Das verrät die Geisterbahn aus den Fifties, die am Jantschweg mit grünen Drachenschuppen und King Kong‘s Stampferbeinen auf uns warten. Einen vitalen Haarwuchs haben die Kulissenbauer dieser Dekade dem Affenmonster verpasst, doch zugleich hat der Teufel – auch das macht die Ecke so heimelig – hier noch ein erkennbares Gesicht: doppelt gehörnt, krebsrot und mit Fledermausflügeln schaurig garniert. Ein Teufel, der wie ein Teufel aussieht. Das ist ähnlich beruhigend wie der Gevatter Tod, der später im schwarzen Uterus der knarrenden, herrlich holprigen Geisterbahnwege fast wie ein alter Freund aus dem Spanplattensarg kippen wird. Es sind diese feinen nostalgischen Details, die für viele Prater-Besucher das eigentliche Faszinosum ausmachen. Und die aus einem unscheinbaren Ringelspiel eine Zeitmaschine machen, in der sich zwei, drei Ären im Kreis drehen: Mini- Straßenbahn im alten Ringstraßen-Look, ein US-Jeep aus Tagen der Nachkriegszeit, darüber ein Helikopter, den Donald Duck bruchgelandet haben könnte. Dazu eine blinkende Feuerwehr, die nur die Vorfreude der aufgeregten Knirpse löschen kann. Und nicht zu vergessen: ein grüner Traktor der österreichischen Traditionsmarke Steyr-Daimler-Puch. Auch er gehört zum Ringelspiel, das einen in die Vergangenheit entführt. Immerhin wurden ja Generationen von Konfirmanden aus Österreichs Dörfern hierher gekarrt, mit dem traditionellen Ziel, sich einmal so richtig mit Zuckerwatte und fettigen Langos vollzustopfen. Der erste Schluck Bier, die funkelnagelneue Uhr, der Crash-Kurs der Halbstarken im bereits 1926 hier eingeführten Autodrom – für viele Österreicher bedeutet der Praterrummel auch eine Initiation.</p>
<h3>Mit der Liliputbahn durch die Praterauen</h3>
<p><a href="http://www.liliputbahn.at">www.liliputbahn.at</a></p>
<p>Nur logisch, dass sich rund um diese verzauberte Welt eine große, beruhigende Grünzone legt – als ob das „echte Wien“ und die wilden Rummelplatz-Träume des Wurstelprater einen zwischengeschobenen Puffer brauchen würden. Auch heute ist der Wurstelprater ja bloß ein kleinen Teil der weitläufigen Praterauen dar, die mit eigenen Attraktionen locken. Etwa der legendären <strong>Liliputbahn</strong>, Wiens beliebter Kleineisenbahn, die Fahrgäste neben der schnurgerade verlaufenden Prater Hauptallee hin und her zieht. Wiener Melange plus Milchrahmstrudel im berühmten Cafe-Restaurant <a href="http://www.lusthaus-wien.at"><strong>Lusthaus</strong></a>, vielleicht ein schneller Sprung zur Pferdewette auf die benachbarte <strong>Trabrennbahn Krieau</strong>, oder die obligate Joggingrunde – so sehen die beliebten Sonntagnachmittags- Attraktionen aus, die die grüne Lunge der Stadt den Prater-Besuchern bietet. Und im <a href="http://www.kuffner.ac.at"><strong>Planetarium</strong></a>, gleich neben dem Riesenrad gelegen, kann man sogar fremde Planeten sehen.</p>
<hr />
<h2>Auf Kaiserin Sissis Spuren wandeln &#8211; <strong>Sisi-Sehenswürdigkeiten</strong></h2>
<p><strong>Elisabeth von Österreich-Ungarn</strong></p>
<ul>
<li>24. Dezember 1837 in München, Königreich Bayern; † 10. September 1898 in Genf</li>
</ul>
<p>Als die in München geborene Elisabeth aus dem Hause Wittelsbach 1854 Kaiser Franz Joseph I. heiratete, war ihr nicht bewusst, was damit auf sie zukommen sollte. Ursprünglich sollte der Kaiser ihre Schwester Helene heiraten, doch der 23- Jährige verliebte sich in Bad Ischl in die erst 15 Jahre junge Elisabeth. Die <strong>Kaiservilla in</strong> <strong>Bad Ischl</strong> mit ihrem Park bewahrt bis heute das Andenken an Elisabeth. Dort liebte sie später die waldreiche, bergige Umgebung, in die sie lange Reit- und Wanderausflüge unternahm.</p>
<blockquote><p>„Ich bin erwacht in einem Kerker“ Die junge Kaiserin in Wien</p></blockquote>
<p>Die Hochzeit fand in Wien statt. Das junge Kaiserpaar residierte fortan in <strong>Schloss Schönbrunn</strong> und in der <strong>Hofburg.</strong>Der Wiener Hof galt als der konservativste in ganz Europa und Elisabeth litt unter der strengen Etikette, verkörpert in der Kaiserinmutter Sophie. Aber auch die Ehe war nicht glücklich. Dem pedantischen Kaiser, dessen Interesse einzig dem Militär galt, fand sich eine junge Frau gegenüber, die sich für Mythologie, Geschichte und Literatur begeisterte. Um die Erziehung der Kinder – Elisabeth brachte in den ersten Jahren ihrer Ehe die Töchter Sophie und Gisela sowie den Sohn Rudolf zur Welt – kümmerte sich Sophie. So oft sie konnte, floh Elisabeth in das nahe bei Wien gelegene <strong>Laxenburg</strong>. In dem großzügigen Park mit seinem Weiher und der neogotischen Franzensburg konnte Elisabeth ihrer großen Leidenschaft, dem Reiten, frönen.</p>
<p>Die ersten Jahre ihrer Ehe waren eine politisch bewegte Zeit, in der die Habsburgermonarchie ihre Vormachtstellung in Europa einbüßte und nach schweren militärischen Niederlagen die italienischen Besitzungen verlor. Franz Joseph widmete Elisabeth nur wenig Zeit; seine außerehelichen Affären verletzten sie tief. Elisabeth wurde daraufhin krank und depressiv, begann aber auch erste Reisen zu unternehmen, um der bedrückenden Enge in Wien zu entkommen.</p>
<blockquote><p>„Ein Schiff will ich mir bauen“ Freiheitsdrang und Schönheitskult</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3530/thumb_preview_db93f4f1-e838-4e77-8e90-e3dd372ae9f0.jpg" alt="Gemälde mit Elisabeth I. und Franz Joseph I. in jungen Jahren" width="784" height="660" data-ab-color="rgb(38,37,35)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Gemälde mit Elisabeth I. und Franz Joseph I. in jungen Jahren. Hofburg in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<p>Die neu erlangte Freiheit verwandelte Elisabeth in eine selbstbewusste Frau, die ihr Leben mehr und mehr eigenständig gestaltete. Sie kümmerte sich exzessiv um ihr Äußeres und wurde zu jener legendären Schönheit, als die sie in die Geschichte einging. Ihr Schönheitsideal war untypisch für ihre Zeit: Sie definierte es als natürlich und individuell. Einen besonderen Kult betrieb Elisabeth dabei um ihr fersenlanges Haar und ihre schlanke Taille. Um einen Taillenumfang von 51 cm zu erreichen, ließ sie sich in ein enges Korsett schnüren, betrieb fanatisch Sport und unterzog sich langen Hungerkuren. Der Etikette des Wiener Hofes entflohen, wurde sie zum Opfer ihres Schönheitswahns und beklagte „Sklavin ihrer Haare“ zu sein.</p>
<p>Am Wiener Hof aber begehrte Elisabeth auf. Sie erhob Anspruch auf Mitsprache bei der Erziehung ihrer Kinder und forderte, selbst über ihre persönlichen Angelegenheiten und den Ort ihres Aufenthaltes bestimmen zu können. Sie nahm Griechisch- und Ungarischunterricht und stand in enger Verbindung mit dem ungarischen Grafen Andrássy, der später der erste ungarische Ministerpräsident wurde. Vehement setzte sie sich bei Franz Joseph für den österreichisch-ungarischen Ausgleich ein, der schließlich zur Gründung der Österreichisch- Ungarischen Doppelmonarchie führte. Fortan war Elisabeth auch Königin von Ungarn, ein Titel, den sie immer mit Stolz trug.</p>
<blockquote><p>„Denn es wandelt dir zur Seite deines Herzens Königin“ Eine Freundin für den Kaiser</p></blockquote>
<p>In den folgenden Jahren mischte sich Elisabeth nicht mehr in die Tagespolitik ein. Sie war noch einmal Mutter geworden. Anders als bei ihren ersten Kindern übernahm sie bei Marie Valerie von Anbeginn an die Erziehung. Franz Joseph versuchte, Elisabeth an Wien zu binden, indem er ihr die <strong>Hermes Villa</strong> zum Geschenk machte. Die westlich von Schönbrunn im Lainzer Tiergarten gelegene Villa wurde von dem bedeutenden Ringstraßen-Architekten Carl von Hasenauer errichtet. Noch heute vermittelt die Villa einen Eindruck kaiserlichen Wohngefühls abseits höfischer Repräsentation. Alles in allem entsprach sie jedoch mehr dem Geschmack des Bauherren, als dem der Beschenkten, weshalb Elisabeth sich hier nur selten aufhielt. Zumal diese auf ihre ausgedehnten Reisen nicht mehr verzichten wollte. Aktiv förderte sie deshalb die Beziehung des Kaisers zu der jungen Schauspielerin Katharina Schratt, um weiterhin ungestört ihren Freiheitsdrang auszuleben. Nach dem Selbstmord ihres Sohnes Rudolf 1889 wurde Elisabeths Reisetätigkeit zusehends rastloser. Von schweren Depressionen geplagt, sehnte sie ihren Tod herbei…</p>
<blockquote><p>„Kommt wohl die letzte Träne als Perle einst zu dir“  Todessehnsucht und Ende in Genf</p></blockquote>
<p>Der italienische Anarchist Luigi Luccheni wollte schon lange durch ein spektakuläres Attentat auf sich aufmerksam machen. Als der französische Thronprinz früher als geplant aus Genf abreiste, erfuhr er in der Zeitung von der Anwesenheit Elisabeths in der Stadt. Es war der 10. September 1898, als sie das Schiff besteigen wollte, um nach Montreux zurückzukehren, von wo sie am Vortag angereist war. Luccheni stürzte sich auf die nur von einer Hofdame begleitete Kaiserin und rammte ihr eine Feile ins Herz. Nicht einmal zwei Stunden später starb Elisabeth knapp 61-jährig an ihren Verletzungen. Ihre Leiche wurde nach Wien gebracht, wo sie in der <strong>Kaisergruft</strong> beigesetzt wurde.</p>
<p>44 Jahre lang war Elisabeth die Kaiserin eines untergehenden Großreiches. Den familiären und repräsentativen Aufgaben, die damit verbunden waren, stellte sie die Verwirklichung ihres Freiheitsdranges entgegen. Der ungeliebten Rolle der Kaiserin versuchte sie nicht zuletzt in ihrer Lyrik zu entkommen, worin sie sich als Feenkönigin Titania neu zur Welt brachte.</p>
<blockquote><p>„Eine Möwe bin ich von keinem Land“ Der Sisi-Mythos</p></blockquote>
<p>Für ihre Zeitgenossen war sie die schönste Frau Europas. Am Sisi-Kult arbeitete sich die Nachwelt ab und erfand immer neue Zuschreibungen: Die literarische Décadence erklärte sie zur schwermütigen und kunstverliebten Femme fatale, und der österreichische Film der 1950er Jahre schuf, über den darin grassierenden Sissi-Kitsch hinausgehend, mit dem Sissi-Film eine Identifikationsfigur für weibliche Selbstverwirklichung und Rebellion.</p>
<p>Ein eindeutiges Bild lässt sich nicht leicht zeichnen, denn Elisabeth überwachte nicht nur, was die Mitwelt von ihr erfuhr, sondern bestimmte auch, was der Nachwelt von ihren persönlichen Aufzeichnungen erhalten blieb. Ein Bild schon zu Lebzeiten als alterslose Schönheit. So gestaltete sich Elisabeth in verblüffend modern anmutender Weise als Kunstfigur, die ein Jahrhundert nach ihrem Tod als „Sisi“ längst zu einer Art Markenzeichen geworden ist. Dass Elisabeth auch intelligent, sprachenbegabt, belesen und politisch aktiv war, hat erst eine jüngere Historikergeneration sichtbar gemacht. Und sie schuf neue Bilder: Das einer vom Dichter Heinrich Heine inspirierten – mäßig begabten – Lyrikerin, die schwierigste Parforcejagden ritt und im Alter makabre Todesfantasien lyrisch durchspielte.</p>
<p><strong>Sisi-Sehenswürdigkeiten</strong></p>
<h3>Schloss Schönbrunn</h3>
<p>Die Sommerresidenz der Habsburger, seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO, birgt in ihren 40 Prunkräumen 300 Jahre österreichischer Geschichte. Der angrenzende weiträumige Park konnte sein barockes Aussehen bewahren und bietet mit dem Neptunbrunnen, der Römischen Ruine, dem Palmenhaus, dem Irrgarten, der Gloriette und dem ältesten Zoo der Welt weitere herausragende Sehenswürdigkeiten. <a href="http://www.schoenbrunn.at">www.schoenbrunn.at</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3894/thumb_preview_b1d62ec2-f921-4818-a2fe-a14826e588a0.jpg" alt="Vieux-Laque-Salon / Schloss Schönbrunn " width="880" height="610" data-ab-color="rgb(43,36,30)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Vieux-Laque-Salon / Schloss Schönbrunn. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
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<h3>Sisi Museum</h3>
<p>Im originalen Wohnumfeld Elisabeths in der Hofburg wurde in den Kaiserappartements das <strong>Sisi Museum</strong> eingerichtet. Das Museum vermittelt einen Eindruck vom Privatleben der Kaiserin und zeigt neben Schmuck, Kleidern, Möbeln und Alltagsgegenständen vor allem die berühmten Porträs Elisabeths. <a href="http://www.hofburg-wien.at/wissenswertes/sisi-museum.html">www.hofburg-wien.at/wissenswertes/sisi-museum.html</a></p>
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<h3>Schloss und Park Laxenburg</h3>
<p>25 Kilometer südlich vom Stadtzentrum Wiens gelegen, bilden das „Alte Schloss“, der unter Maria Theresia erbaute „Blaue Hof“, die nahe gelegene barocke Pfarrkirche und der riesige Englische Park mit der inmitten eines Weihers gelegenen neugotischen Franzensburg eines der schönsten Ausflugsziele in der Umgebung Wiens. Der große Park mit seinen Kanälen, Brücken, Grotten, Tempeln und Pavillons lädt zu Wanderungen ein, für die Fahrt auf dem Schlossteich können Boote gemietet werden. <a href="http://www.laxenburg.at">www.laxenburg.at</a></p>
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<h3>Hermesvilla im Lainzer Tiergarten</h3>
<p>Nahe der Residenz sollte die Villa liegen, die Franz Joseph Elisabeth zum Geschenk machen wollte, gleichzeitig aber abgelegen genug sein, um der menschenscheuen Kaiserin als Refugium zu dienen. Die Wahl fiel auf das ehemalige kaiserliche Jagdrevier des Lainzer Tiergartens an den östlichen Ausläufern des Wienerwaldes. Das riesige, von einer Steinmauer eingefasste Areal ist mit seinem reichen Wildbestand und den weiträumigen Wanderwegen in den Sommermonaten eines der beliebtesten Ausflugsziele Wiens. <a href="http://www.wienmuseum.at">www.wienmuseum.at</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/7899/thumb_preview_3949259f-fe3b-415f-a6bd-fbcfda045d42.jpg" alt="Hermesvilla / Lainzer Tiergarten" width="658" height="660" data-ab-color="rgb(41,41,39)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Hermesvilla / Lainzer Tiergarten. Bett von Kaiserin Elisabeth I. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
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<h3>Kaisergruft</h3>
<p>Im Herzen Wiens unter der Kapuzinerkirche gelegen, bergen die im 17. Jahrhundert errichteten Gewölbe in 138 Metallsärgen die Mitglieder des Habsburgischen Herrscherhauses. Neben den von berühmten Künstlern entworfenen Prunksärgen etwa Kaiserin Maria Theresias und Kaiser Karls VI, stehen die unscheinbaren Kindersärge und jener schlichte Kupfersarg Kaiser Josephs II. <a href="http://www.kaisergruft.at">www.kaisergruft.at</a></p>
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<p><strong>Kaiservilla in Bad Ischl</strong></p>
<p>Im Herzen des Salzkammergutes gelegen, ist Bad Ischl seit 150 Jahren Kurort und Treffpunkt der Prominenz aus Politik und Kultur. Inmitten eines großen Parks mit altem Baumbestand liegt die Kaiservilla. Elisabeth liebte den großen Park, den sie ihren „Wundergarten“ nannte, und den nahe gelegenen Jainzen, ihren „Zauberberg“. Die Schauräume der Villa scheinen eben erst von ihren einstigen Bewohnern verlassen zu sein. <a href="http://www.kaiservilla.at">www.kaiservilla.at</a></p>
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<h3>Stadtführungen auf den Spuren Kaiserin Elisabeths in Wien</h3>
<p>„Wenn man nicht nach seiner Art glücklich sein kann, so bleibt einem nichts übrig, als sein Leid zu lieben.“ Stadtspaziergang auf den Spuren des Mythos Kaiserin Elisabeth (wahlweise mit dem Zusatzangebot Sisi Museum und Kaiserappartements) <a href="http://www.fremdenfuehrerwien.at">www.fremdenfuehrerwien.at</a></p>
<p>„Sisi und Franz Josef – die Geschichte einer Liebe“ Stadtspaziergänge von City Tours <a href="http://www.citytours.co.at">www.citytours.co.at</a></p>
<p><a href="http://www.wienfuehrung.at">www.wienfuehrung.at</a></p>
<p>„Sisis Verse – das Poetische Tagebuch der Kaiserin Elisabeth“ In den Kaiserappartements der Hofburg liest die Schauspielerin Elisabeth-Joe Harriet Auszüge aus dem Tagebuch der Kaiserin. <a href="http://www.elisabeth-joe.harriet.com">www.elisabeth-joe.harriet.com</a></p>
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<h2>Ballkalender: Tipps für den Ballbesuch</h2>
<h3>Ballgeschichte</h3>
<p>In Wien finden im Winter über 400 Bälle statt, frequentiert von 300.000 tanzfreudigen Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt. Ein einmaliges Flair entsteht durch <strong>das zeremonielle Programm</strong>. Der Grund für die karnevaleske Ball-Sucht der Wiener ist im 18. Jahrhundert zu finden: Das Tragen von Masken und Kostümen war dem Adel im privaten Rahmen vorbehalten. Zum Ausgleich öffnete Kaiser Josef II. die Tanzveranstaltungen in den Redoutensälen der Hofburg für alle. Dabei schauten sich die Wiener <strong>die höfischen Sitten</strong>dieser Feiern ab und behielten sie bis heute bei: <strong>Strenge Kleidungsvorschriften</strong>, Eröffnungsfanfare, der Einzug der Debütantinnen und Debütanten und der Ausruf „Alles Walzer!“, Tanzordnungen und Musikwechsel sowie die sogenannte Mitternachtseinlage, meist eine Quadrille, und der dezidierte Schluss zeugen davon. Einmalig ist auch die <strong>Damenspende</strong>, ein ausgewähltes Geschenk für jede Besucherin beim Eintritt in den Saal.</p>
<p>Der <strong>Walzer als Paartanz </strong>irritierte zunächst und bot Anstoß zu moralischer Entrüstung. Der Wiener Kongress (1814/15), der zur Neuordnung Europas nach Napoleons Feldzügen in Wien tagte, machte ihn salonfähig. Die politische Arbeit war so reichlich von Bällen begleitet, dass der legendäre Spruch „Der Kongress tanzt!“ entstand. Was der Kongress tanzte, war schließlich weltbewegender als jeder Beschluss: Der <strong>Wiener Walzer</strong> wurde zum <strong>König der Tänze</strong> gekürt.</p>
<p>Die berauschenden Drehbewegungen im Walzer-Schritt brachten intimes Vergnügen in die kirchlich-festlichen Ballsäle. Und <strong>Johann Strauß Vater</strong> (1804 – 1849), der die Vorherrschaft des Walzers mit 152 solcher gelungenen Kompositionen begründete, spielte mit seinem Orchester von Wien bis London zu diesem schwärmerischen Tanz auf. „Darf ich bitten?“ ist die schönste Einladung einer langen Ballnacht und lässt Herzen schneller schlagen. Bei der Damenwahl – hier fordern die Frauen die Herren auf – erfahren auch Männer, welches Gefühl es ist, der Erwählte zu sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/2557/thumb_preview_6fb188ba-2878-4913-a18f-abec7372223b.jpg" alt="Ball in der Strauss Ära /historisches Aquarell / 1876 in Wien " width="801" height="660" data-ab-color="rgb(222,219,210)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Ball in der Strauss Ära /historisches Aquarell / 1876 in Wien. Strauss Museum (Wohnung). © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<p>Viele der Wiener Bälle werden heute <strong>von Berufsständen ausgerichtet</strong>. Der <strong>Kaffeesieder-Ball</strong>verwandelt die Wiener Hofburg mit einem elegant-charmanten Programm in das festlichste Tanzcafé der Stadt; die <strong>Zuckerbäcker</strong> warten bei ihrem Ball mit einem Ballett von Mehlspeisen auf. Vielen gilt der <strong>Ball der Wiener Philharmoniker</strong>als inoffizieller Höhepunkt der Ballsaison; er findet in den Sälen des Wiener Musikvereins statt, von wo aus auch das Neujahrskonzert jährlich in die Welt übertragen wird. Der <strong>Opernball</strong>, der im Wiener Opernhaus, „im schönsten Ballsaal der Welt“ stattfindet, ist der Staatsball der Republik Österreich und zugleich Ball der Künstler der Wiener Staatsoper.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/94/thumb_preview_46094136-a2bd-4185-a78b-068badd221ed.jpg" alt="Staatsoper in Wien" width="880" height="609" data-ab-color="rgb(5,5,5)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Staatsoper in Wien. Nachtaufnahme mit Fassadenbeleuchtung. © Österreich Werbung, Fotograf: Viennaslide</em></p>
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<h3>Ballkalender: die schönsten Bälle</h3>
<p><strong>Wiener Opernball</strong></p>
<p>Der „Ball der Bälle“ ist <strong>der Wiener Opernball</strong> in der Wiener Staatsoper. Dieses gesellschaftliche Topereignis, zu dem jedes Mal bis zu 12.000 Besucher aus dem In- und Ausland kommen, wird live im Fernsehen übertragen und geht in seiner Tradition zurück auf die Zeit des Wiener Kongresses. Damals wurde die Zusammenkunft von Monarchen und Staatsoberhäuptern wichtiger Nationen zur politischen Neuordnung Europas von vielen gesellschaftlichen Veranstaltungen begleitet. Aus dieser Zeit rührt auch der bekannte Ausspruch „Der Kongress tanzt“ Unter dem Namen „Wiener Opernball“ fand dieser schließlich erstmalig 1935 statt. Seitdem wird alljährlich, am letzten Donnerstag im Fasching, das Wiener Opernhaus mit abertausenden Rosen geschmückt und heimischer sowie internationaler Prominenz aus Politik, Kultur und Sport Tür und Tor der prunkvollen Oper in der Wiener Innenstadt geöffnet.</p>
<p>Mehr als 600 Personen arbeiten für den aufwendigen Umbau und die Dekorierung der Oper. Ihnen stehen bis zum Einlass am Donnerstag nur 70 Stunden zur Verfügung. Zu aller erst wird die Bestuhlung im Parterre des Zuschauerraumes demontiert, dann auf einem Gerüst ein Fußboden eingezogen, der eine ebene Tanzfläche von mehr als 800 m² bildet. Seit 2008 wird zusätzlich vor dem Haupteingang am Ring ein überdachter und abgeschirmter Eingangsbereich mit rotem Teppich aufgebaut. Am Mittwoch Abend findet eine Generalprobe statt, die öffentlich zugänglich ist. An der opulenten Eröffnung sind rund 180 Tanzpaare beteiligt – <strong>das Jungdamen-und Herrenkomitee</strong>. Anschließend wird traditionell mit dem von Johann Strauß geprägten Kommando „<strong>Alles Walzer</strong>“ die Tanzfläche für alle Ballbesucher freigegeben.</p>
<p><strong>Karten für den Wiener Opernball</strong><br />
<a href="http://www.wiener-staatsoper.at">www.wiener-staatsoper.at</a></p>
<p><strong>Kaffeesiederball</strong><br />
Renommierter Ball in der Hofburg und den Redoutensälen.</p>
<p><a href="http://www.kaffeesiederball.at">www.kaffeesiederball.at</a></p>
<p><strong>Zuckerbäckerball</strong><br />
Der Zuckerbäckerball findet jährlich in der Hofburg statt.</p>
<p><a href="http://www.zuckerbaeckerball.com">www.zuckerbaeckerball.com</a></p>
<p><strong>Ballkalender</strong></p>
<p>Hier finden Sie alle wichtigen Informationen und Termine zu allen Bällen Österreichs.<br />
<a href="http://www.ballkalender.at">www.ballkalender.at</a></p>
<p><strong>Wiener Tanzschulen</strong><br />
<a href="http://www.tanzschulen.co.at">www.tanzschulen.co.at</a></p>
<p><strong>Johann Strauß jun. Wohnung</strong><br />
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie<br />
und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Die Wohnung<br />
des Komponisten ist jederzeit zu besuchen. Achtung: spezielle Öffnungszeiten!<br />
<a href="http://www.wienmuseum.at">www.wienmuseum.at</a></p>
<p><strong>Stadtführung „Tanz in Wien</strong><br />
<a href="http://www.ahre.at/wien/fuehrungen/wien-tanz-fuehrung.htm">www.ahre.at/wien/fuehrungen/wien-tanz-fuehrung.htm</a></p>
<p><strong>Etikette-Kurs</strong><br />
Der renommierte Tanzlehrer Thomas Schäfer-Elmayer gibt auch „Benimmkurse“.<br />
<a href="http://www.elmayer.at/etikette">www.elmayer.at/etikette</a></p>
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<h3>Ballausstattung in Wien</h3>
<p><strong>Abendmode für Damen</strong><br />
Joppich ist die erste Adresse in Wien für Ballkleidung.<br />
<a href="http://www.balina.joppich.eu">www.balina.joppich.eu</a></p>
<p><strong>Tanzschuhe für Damen</strong><br />
<a href="http://www.tanzboutique.at">www.tanzboutique.at</a></p>
<p><strong>Kleiderverleih</strong><br />
Smoking und Abendrobe für eine Nacht? Alles zu finden beim Kleiderverleih.<br />
<a href="http://www.kleiderverleih.at">www.kleiderverleih.at</a></p>
<p><strong>Frackverleih Lambert Hofer</strong><br />
<a href="http://www.lamberthofer.at/abendgarderobe/">www.lamberthofer.at/abendgarderobe/</a></p>
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<h2>Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker</h2>
<p>.Diese alljährlich live in über 50 Länder der Erde übertragene Veranstaltung findet traditionell am 1. Jänner im Goldenen Saal des Wiener Musikvereines statt. Die bisherigen Dirigenten des hauptsächlich den Werken der Strauß-Dynastie gewidmeten Konzertes zählen allesamt zu Koryphäen ihres Fachs: beispielsweise Herbert von Karajan, Lorin Maazel, Claudio Abbado oder zuletzt Georges Prêtre.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/97/thumb_preview_f56ea9e2-e7e1-40f9-93be-e06ae4d99e33.jpg" alt="Musikverein in Wien / Nachtaufnahme" width="880" height="586" data-ab-color="rgb(18,34,86)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Veranstaltungsort des Neujahrskonzerts: das Konzerthaus des Musikvereins in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Viennaslide</em></p>
<p>Karten für das Wiener Neujahrskonzert zu bekommen ist für viele kein aussichtsreiches Unterfangen. Mit Glück kann man auf der Internetseite des Orchesters per Los eine gewinnen. Der Grund für dieses Interesse liegt wahrscheinlich darin, dass nicht nur die Dirigenten, sondern auch das Orchester der Wiener Philharmoniker bei Anhängern klassischer Musik allerhöchstes Ansehen genießen. Der Austragungsort des Wiener Neujahrskonzertes, der Wiener Musikverein, ist ebenso nicht „irgendein“ Konzerthaus, sondern eines der prunkvollsten und bekanntesten der Welt.</p>
<p><strong>Einzige Möglichkeit, per Los Karten für das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker zu erhalten</strong><br />
<a href="http://www.wienerphilharmoniker.at">www.wienerphilharmoniker.at</a></p>
<p><strong>Veranstaltungsort desNeujahrskonzerts</strong><br />
<a href="http://www.musikverein.at">www.musikverein.at</a></p>
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<h2>Der Wiener Naschmarkt</h2>
<p><strong>Es ist kein Zufall, dass es immer heißt, in Wien beginne der Balkan. Wenn man über den Wiener Naschmarkt und</strong>–<strong>an einem Samstag </strong>– <strong>über den daran anschließenden Flohmarkt schlendert, spürt man ganz deutlich, warum.</strong></p>
<p>Zwei große Handelsrouten kreuzten sich einst in Wien: die Bernsteinstraße, die den Norden mit dem Süden verband, und die Donauroute mit ihrem Ost-West-Verlauf. Zu Wasser und zu Lande wurden schon vor hunderten von Jahren Waren aus dem Abend- und Morgenland nach Wien gebracht und besonderer Beliebtheit erfreuten sich dabei seit eh und je exotische Lebensmittel. Zusätzlich sorgten Bauern aus der Provinz mit heimischen Produkten für das leibliche Wohl der einst kaiserlichen Hauptstadt. All diese Anbieter sammelten sich auf dem ursprünglich „Aschenmarkt“ genannten Markt, aus dem im 19. Jahrhundert der „Naschmarkt“ wurde – passend zum verlockenden Angebot an Obst, Gemüse und süßen Naschwaren.</p>
<p><figure id="attachment_1832" aria-describedby="caption-attachment-1832" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1832" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Naschmarkt_1466069589-300x199.jpg" alt="Naschmarkt" width="300" height="199" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Naschmarkt_1466069589-300x199.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Naschmarkt_1466069589.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1832" class="wp-caption-text"><em>Naschmarkt</em></figcaption></figure></p>
<p>In den 1920er-Jahren erhielten die Händler schließlich kleine Geschäftslokale für ihre Ware, damit sie ihren Marktstand nicht mehr täglich auf- und abbauen mussten. Auch bei schlechtem Wetter waren Lebensmittel und Verkäufer so viel besser geschützt, eine echte Errungenschaft für den ganzjährig stattfindenden Markt. In drei schmalen Zeilen wurden die Waren von nun an vor den kleinen Markthäuschen ausgebreitet und lautstark angepriesen.</p>
<p>Seither feilscht ganz Wien um die frischen und raren Viktualien auf dem Naschmarkt. Und schlendert man von der Sezession beim Karlsplatz bis zur Kettenbrückengasse durch den Markt, spürt man es durch die lauten Anpreisungen der Händler über alle Zeiten hinweg: das Flair des Balkans. Von überall her strecken sich einem Schafskäse, Oliven, Wasabi-Nüsse oder pflückfrische Datteln entgegen. Es tönt „schöne Frau“, „junger Mann“, „Probieren, der Herr?“ und „Bitteschön, was darf es sein?“.</p>
<p>Vorbei an nordischen Fischständen, einheimischen Obst- und Gemüsehändlern, die auch selten gewordene Sorten wie Lederäpfel und Pastinaken führen, und an „<strong>Gemüse-Edith</strong>“ mit neuen Pilzen aus dem Burgenland … Betörende Gerüche dringen aus den orientalischen und asiatischen Kleingeschäften. Die „<strong>Käsehütte</strong>“ lockt mit exquisiten Sorten – vom norwegischen Karamell-Käse bis zum korsischen Brin d’Amour. Bäckereien, Marktstände mit Fleisch und Meeresfrüchten, Essigspezialitäten, der „Gurken Leo“, sie alle verbreiten eine Basar-Stimmung wie sie lebhafter wohl kaum sein könnte.</p>
<p>Und wenn man nicht aufpasst, hat man die Einkaufstasche schneller mit Köstlichkeiten gefüllt als einem lieb ist: „Casanova’s Antipasti“ verlocken mit schier endlosen Vorspeisen-Variationen, „Bio-Welt“ und die „Ayurveda Coast“ verführen mit ihrem reichhaltigen Angebot zum gesunden Großeinkauf, aber auch Blumen und Topfkräuter aus Österreich leuchten farbenfroh um die Wette.</p>
<p><figure id="attachment_1834" aria-describedby="caption-attachment-1834" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1834 size-large" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30547-809x1024.jpg" alt="Naschmarkt. (c) Wien Tourismus" width="750" height="949" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30547-809x1024.jpg 809w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30547-237x300.jpg 237w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30547-768x973.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30547.jpg 1024w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-1834" class="wp-caption-text"><em>Naschmarkt. (c) Wien Tourismus</em></figcaption></figure></p>
<p>Delikatessen aus <strong>Persien</strong> erfreuen alle Sinne: getrocknete Sternfrüchte, Baby- Kiwis, Berberitzen, Nüsse, Feigen, arabische Schokolade. Herr Reza vom „Kaspien-Markt“ lässt seine Kunden gerne davon kosten. Der ehemalige Architekt plaudert gern und erzählt vom Lieblingsessen des letzten Schahs von Persien, der sich jede Woche einmal Berberitzenreis zubereiten ließ. Das Rezept in englischer Sprache gibt es auf Anfrage!</p>
<p>Ahmad Maan, Sohn eines Heilkundigen aus Bagdad, führt seine Familientradition hier am Naschmarkt weiter und bietet Gewürze, Tees und Öle in seinem „<strong>Kräuterhaus</strong>“ an. Ob Kardamomsamen, Boxhornklee, Galgantwurzel, Mistelkraut oder das „marokkanische Gold“, das Arganöl – alles entfaltet seine spezifische Wirkung auf den Körper. Auf Wunsch fertigt der stets fröhliche Iraker für die diversen Kalamitäten eigene Heilmittelmischungen an. Tipp: Die Gedächtnisleistung fördert arabischer Weihrauch!</p>
<p>Das Wiener Traditionsunternehmen <strong>Gegenbauer</strong>, gegründet 1929, flankiert mit gleich zwei attraktiven Ständen die Naschmarktgasse. Zur Linken duftet es nach feinem Essig – der Enkel des Gründers hat in leidenschaftlicher Forschungsarbeit innovative Essigprodukte entwickelt, deren Einzigartigkeit sich vor dem Kauf auch probieren lässt: Vogelbeeressig, Quittenessig, Marillenessig in Glasballons gereift. In manchen Gourmet-Restaurants dienen Gegenbauer-Essige nicht nur der Speisenverfeinerung, sondern werden sogar als antialkoholischer Digestif gereicht. Der Grund: Die 60 aromatisch-delikaten Sorten edelsauren Trinkessigs wirken basisch bzw. entsäuernd!</p>
<p><strong>Gegenbauers Kaffee- und Kornmühlen</strong> befinden sich vis-a-vis. Eine Kaffeesorte wird hier auf dreierlei Arten geröstet: als „Morning“, „Naschmarkt“ und „Evening“. Doch auch Kornsorten lassen sich bei niedriger Temperatur rösten und entwickeln dabei exquisiten Geschmack. Gegenbauer lässt hierfür von Biobauern alte Sorten wie Emmer, das luteinhältige Einkorn, Bergweizen, Nackthafer und Nacktgerste anbauen. Als innovatives und gesundes Produkt hat das Röstgetreide bereits viele Küchen erobert!</p>
<p>Am Ende des Naschmarkts, nahe der Kettenbrückengasse, fällt ein freundlicher Blumenstand auf. „<strong>Hopf Rosen</strong>“ setzt auf Freilandrosen aus Österreich und bietet sogar essbare Rosen an. Und auch die Edelzüchtung „Christiane Hörbiger“ zu Ehren der österreichischen TV-Darstellerin findet man hier.</p>
<p>Jeden Samstag findet außerdem ein <strong>Bauernmarkt</strong> mit frischen „Schmankerln“ aus dem näheren Umland statt. Weil Einkaufen hungrig macht und die tagesfrische Qualität der Produkte sich geradezu anbietet, sie in kulinarische Köstlichkeiten zu verwandeln, wurde aus einer der beiden Verkaufsstraßen mittlerweile eine Restaurant-Zeile. Dabei steht das gastronomische Angebot in seiner Vielfalt den Viktualienständen aber in nichts nach.</p>
<p>In einer zweiten Zeile bietet der Naschmarkt eine große Vielfalt an <strong>Gastronomie</strong> für jeden Geschmack: vom edlen Fischrestaurant über Sushi und asiatische Küche, klassische Wiener Küche, italienische Grillspezialitäten, Pasta, Palatschinken oder griechische Spezialitäten bis hin zur multikulturell geprägten Küche, die sich ihre Inspirationen aus allen Köstlichkeiten des Naschmarkts holt. Und weil hier wirklich alle gut kochen, sind die winzigen Lokale mittags meist brechend voll. Im Sommer platzen die Mini-Restaurants auch abends aus allen Nähten, da die Gastronomie – im Gegensatz zu den Marktständen – bis 24 Uhr geöffnet hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10733/thumb_preview_aecbae73-f98f-4390-8abf-80f04bcf8e4f.jpg" alt="Wiener Naschmarkt " width="880" height="584" data-ab-color="rgb(11,12,14)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Abendstimmung in den Restaurant-Gassen des Wiener Naschmarktes. © Österreich Werbung, Fotograf: Volker Preusser</em></p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Führungen über den Naschmarkt</strong><br />
<a href="http://www.viennawalks.com">www.viennawalks.com</a></p>
<p><strong>Übersicht über die Stände</strong><br />
<a href="http://www.wienernaschmarkt.eu/staende.html">www.wienernaschmarkt.eu/staende.html</a></p>
<p><strong>Der Wiener Naschmarkt</strong><br />
6. Bezirk, Wienzeile zwischen Sezession und Kettenbrückengasse<br />
Mo – Fr 6.00 – 19.30 h,<br />
Sa 6.00 – 17.00 h</p>
<p><strong>Gastronomie:</strong><br />
Mo – Sa 6.00 – 23.00 h</p>
<p>Angeführte Stände Nr.<br />
Ayurveda Coast 600<br />
Biowelt 326 – 330, 364 &#8211; 373<br />
Dr. Falafel 515, 544, 545<br />
Gasthaus „Zur eisernen Zeit“ 316<br />
Gegenbauer Essigbrauerei 111 – 114<br />
Gegenbauer Rösterei 56<br />
Gemüse Edith Jarosch 28<br />
Gurken Leo 246<br />
Hopf Rosen Landparteienplatz<br />
Käsehütte 509<br />
Kaspien-Markt &#8211; Reza Odabai 241<br />
Kräuterhaus &#8211; Ahmad Maan 24 &#8211; 27<br />
Palatschinkenkuchl 131 &#8211; 138</p>
<hr />
<h2>Der schönste Flohmarkt der Stadt</h2>
<p><strong>Jeden Samstag verwandelt sich der Abschnitt im Anschluss an den Naschmarkt, von der U-Bahn Station Kettenbrückengasse bis hin zur Pilgramgasse, in eine bunte Welt aus keineswegs fabrikneuen Dingen.</strong> <strong>Viele davon stammen aus dem 20. Jahrhundert, andere sind bedeutend älter und rare Antiquitäten.</strong></p>
<p>Der einmal wöchentlich stattfindende Flohmarkt bietet eine Fülle an Entdeckungen. Einiges wird auf Teppichen am Boden feilgeboten, anderes auf Tischen präsentiert. Bei Sonne reflektieren die Sonnenstrahlen aus Spiegeln und poliertem Silbergeschirr, spalten sich an Kristalllampen und -vasen ins Regenbogenspektrum auf, huschen über Porzellan und CD-Hüllen, bringen das Weiß und die Neonfarben in den Kleiderkisten zum Leuchten. Bereits seit dem Mittelalter ist diese Form des Darbietens von Altwaren in Wien etabliert – seit 1977 findet der „Wiener Flohmarkt“ hier an der linken Wienzeile statt, wobei sich unter die vielen Privatanbieter auch einige Händler mischen.</p>
<p><figure id="attachment_1843" aria-describedby="caption-attachment-1843" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1843" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30558-1-1024x688.jpg" alt="Flohmarkt beim Naschmarkt ©WienTourismus/Popp &amp; Hackner" width="750" height="504" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30558-1.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30558-1-300x202.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30558-1-768x516.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-1843" class="wp-caption-text"><em>Flohmarkt beim Naschmarkt. ©WienTourismus/Popp &amp; Hackner</em></figcaption></figure></p>
<p>Eingerahmt von imposanten Jugendstilbauten ist der samstägliche Wiener Flohmarkt ein Treffpunkt für alle, die multikulturelle Atmosphäre lieben. Er ist eine Mischung aus alten Dingen und jungen Leuten und macht den Besuch sowohl für Flohmarktenthusiasten als auch für Flaneure zu einem Erlebnis der besonderen Art.</p>
<p><strong>Der Wiener Flohmarkt:</strong> Linke Wienzeile zwischen den U-Bahn Stationen Kettenbrückengasse und Pilgramgasse, Samstags von 6.30 – 18.00 h</p>
<hr />
<h2>Wien-Tipps für Weintrinker: der Heurigen-Ausflug<strong><br />
</strong></h2>
<p><strong>Mit 700 ha Anbaufläche ist Wien die einzige Metropole Europas mit ökonomisch bedeutendem Weinbau. Ein Teil davon wird in einige der international besten Lokale exportiert, aber den größten Teil trinken die Wiener selbst. Warum, ist einfach erklärt. Nur hier gibt es das Phänomen des „Heurigen“!</strong></p>
<p>„Ich muss im früher‘n Leben eine Reblaus g‘wesen sein &#8230;“, singt Hans Moser. Den Schädling Reblaus gibt es zwar schon lange nicht mehr, aber Moser, der einstige Star des österreichischen Films, beschreibt in dem Lied sehr gut die Beziehung der Wiener zu ihrem Wein, nämlich eine sehr innige. Die Wurzeln für diese Zuneigung reichen zwar zurück bis ins Jahr 750 v. Chr., der Durchbruch kam jedoch erst 1784: Seit damals dürfen Wiener Winzer im eigenen Lokal Wein und selbst erzeugte Lebensmittel verkaufen. Mit diesem Erlass war der „Heurige“ geboren und seit damals gibt es kaum einen Spaziergang durch die malerischen Weinberge an den Stadtgrenzen, der nicht zum Wiener Wein führt.</p>
<p>Ob Winter oder Sommer, immer wieder entfliehen die Wiener dem Alltag mit einer kleinen Reise an den <strong>Stadtrand</strong>. Dort, inmitten der sattgrünen Weingärten, am wärmenden Kachelofen oder unter schattigen Laubbäumen, fühlen sich die Wiener am allerwohlsten. Der Drang zum <strong>Heurigenausflug</strong> erfasst übrigens alle Gesellschaftsschichten und beim Heurigen haben sie auch alle Platz. Einfache Holzbänke auf einer Wiese oder im Gastraum, Selbstbedienung bei den Speisen und moderate Preise beim Wein sorgen dafür, dass schon mal der Generaldirektor neben dem Bauarbeiter oder die Ministerin neben dem kleinen Beamten sitzt. Aber genau diese Mischung und der gemeinsame Genuss einfacher Freuden macht die Beliebtheit dieses Ortes aus.</p>
<p>Auch unterschiedliche Altersgruppen existieren hier friedlich nebeneinander. Der Heurige war nämlich immer schon kinderfreundlich. Fast jeder Betrieb verfügt über eine Wiese, manche sogar über einen Spielplatz. Außerdem muss beim Heurigen niemand still sitzen bleiben, auf weiße Tischtücher Acht geben oder Angst haben, dass ein verschütteter Apfelsaft jemanden aufregen könnte. Die besten Heurigen verfügen zudem über einen wunderbaren Ausblick. Wenn dann die Nacht hereinbricht, die Lichter der Stadt mit den Sternen um die Wette funkeln, sind das Eindrücke, um die die Bewohner anderer Großstädte die Wiener zu Recht beneiden.</p>
<p>So paradox es klingt, aber genau diese Vorzüge haben dem Hauptdarsteller dieser Geschichte geschadet, dem Wiener Wein. Die Winzer mussten sich nämlich ob des Besucherandrangs lange Zeit nicht um die Qualität ihres Weines kümmern. Dabei bieten der Boden und die klimatischen Voraussetzungen exzellente Bedingungen für hochwertigen Wein. Doch diese muss man geschickt zu nutzen wissen. Trotz der geringen Anbaufläche ist das Gebiet nämlich enorm differenziert.</p>
<p>Die Donau schafft in Wien ein besonderes Kleinklima und trennt die Stadt in mehrere geologische Zonen. Der weit ins Stadtgebiet hineinreichende Wienerwald wiederum bewirkt, dass im Süden Wiens ein anderes Klima herrscht als im Norden und Westen der Stadt. Nicht jede Rebsorte gedeiht überall gleich gut und wer hier Spitzenprodukte erzeugen will, muss Feinheiten beherrschen, die in anderen, größeren Anbaugebieten Europas den Winzern nicht abverlangt werden.</p>
<p>Geografisch gesehen liegen die wesentlichen Anbaugebiete im Bereich <strong>Kahlenberg-Bisamberg</strong>, dem Nord-Osten der Stadt, und ganz im Süden auf dem Mauerberg. Die Südlage und das milde Klima eignen sich besonders für die Rebsorten Veltliner, Riesling, Weißburgunder oder diverse Rotweinsorten. Eine Wiener Spezialität mit langer Tradition ist auch der „Gemischte Satz“. Hier wachsen die Reben verschiedenster Sorten bunt gemischt in einem Weingarten. Die Trauben werden gemeinsam geerntet und verarbeitet. Anders als bei einer Cuvée, wo die Weine reinsortig vergoren und kurz vor der Füllung verschnitten werden, findet hier die Vermählung schon in der Natur statt. So können die feinen Unterschiede der Böden und des Kleinklimas in den Weingärten durch das jeweils optimale Traubenmaterial genutzt werden.</p>
<p>Und so geschah es vor noch nicht allzu langer Zeit: Der Wiener Wein stieg ins internationale Spitzenfeld auf. Wie bei vielen Produkten österreichischer Herkunft musste aber das heimische Publikum erst durch Sommeliers und Gourmetkritiker aus dem Ausland davon überzeugt werden, dass der Wiener Wein inzwischen hervorragend ist. Dieser Qualitätssprung, dem viele weitere Winzer folgten, freut nun die Wienerinnen und Wiener und ihre Gäste, denn noch immer wird der überwiegende Teil der jährlichen Produktion direkt beim Heurigen getrunken. Auf einfachen Holzbänken und in trauter Eintracht der verschiedenen Gäste.</p>
<p><strong>Wein- und Heurigentipps:<br />
</strong></p>
<ul>
<li><strong>Wien Wein</strong><br />
<a href="http://www.wienwein.net">www.wienwein.net</a></li>
<li><strong>Weingut Christ</strong><br />
<a href="http://www.weingut-christ.at">www.weingut-christ.at</a></li>
<li><strong>Edelmoser Wien</strong><br />
<a href="http://www.edlmoser.at">www.edlmoser.at</a></li>
<li><strong>Zahel-Wein aus Wien</strong><br />
<a href="http://www.zahel.at">www.zahel.at</a></li>
<li><strong>Heuriger Wieninger</strong><br />
<a href="http://www.heuriger-wieninger.at">www.heuriger-wieninger.at</a></li>
<li><strong>Zimmermann</strong><br />
<a href="http://www.weinhof-zimmermann.at">www.weinhof-zimmermann.at</a></li>
<li><strong>Wenn Sie wissen wollen, welcher Heurige gerade „ausg‘steckt“ (= geöffnet) hat:</strong><br />
<a href="http://www.heurigenkalender.at">www.heurigenkalender.at</a></li>
<li><strong>Heurige, die von Eltern empfohlen werden:</strong><br />
<a href="http://www.feuerwehrwagner.at">www.feuerwehrwagner.at</a><br />
<a href="http://www.nierscher.at">www.nierscher.at</a></li>
</ul>
<hr />
<h2>Die Wiener Weihnachtsmärkte</h2>
<p>Der größte Christkindlmarkt des Landes findet vor dem <strong>Wiener Rathaus</strong> statt. Die großen Fenster des neugotischen Rathauses verwandeln sich in von Künstlern gestaltete, bunte Fenster eines riesigen Adventkalenders. In den riesigen Bäumen des Rathausparks hängt leuchtender, überdimensionaler Christbaumschmuck. An 150 Ständen kann man essen, Glühwein trinken und Weihnachtsgeschenke kaufen. Dieser Winterzauber, der mittlerweile drei bis vier Millionen Besucher aus aller Welt anlockt, geht auf eine wirklich alte Tradition zurück. Bereits im Jahr 1298 erteilte Albrecht I. den Wiener Bürgern das Privileg zur Abhaltung eines „Dezember- Marktes“ oder „Krippenmarktes“.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/419/thumb_preview_ddfbe593-7707-4ae9-aa86-e8ad0951e645.jpg" alt="Adventmarkt am Rathausplatz" width="880" height="587" data-ab-color="rgb(40,93,161)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Christkindlmarkt vor dem Wiener Rathaus. © Österreich Werbung, Fotograf: Bartl</em></p>
<p>Es gibt in Wien aber noch 20 andere offizielle Weihnachtsmärkte. Vor <strong>Schloss Schönbrunn</strong> etwa wartet neben dem Weihnachtsmarkt ein umfangreiches Rahmenprogramm. Dazu passend finden in den Weißgoldzimmern des Kaiser-Schlosses unter dem Motto „Sternenstaub und Schneegestöber“ Weihnachts-Lesungen für Kinder statt. Vor dem festlich beleuchteten <strong>Schloss Belvedere</strong> wird ein ganzes Weihnachtsdorf aufgebaut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/9947/thumb_preview_62cdcee7-3c4e-4a15-b3d3-2d1e46f25b80.jpg" alt="Weihnachtsmarkt vor dem Oberen Belvedere" width="831" height="660" data-ab-color="rgb(40,41,62)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Wiener Adventmarkt am Schloss Belvedere. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</em></p>
<p>Kenner besuchen besonders gerne den Markt <strong>am Spittelberg</strong>, der eingebettet in die idyllischen Biedermeiergassen mit einem ganz eigenen Flair und hochwertigem Kunsthandwerk aufwartet. Und Trendbewusste, die abseits Punsch genießen wollen, finden sich im Eispalast des <strong>MuseumsQuartier</strong> ein. Neben Punsch und Glühwein werden DJ Sounds, eine Eisstockbahn und magische Lichtspiele geboten.</p>
<ul>
<li><strong>Wiener Christkindlmarkt</strong><br />
<a href="http://www.christkindlmarkt.at">www.christkindlmarkt.at</a></li>
<li><strong>Weihnachtsmarkt am Spittelberg</strong><br />
<a href="http://www.spittelberg.at/index.php?de_wm_weihnachtsmarkt">www.spittelberg.at/index.php?de<em>wm</em>weihnachtsmarkt</a></li>
<li><strong>Weihnachtsmarkt Schönbrunn</strong><br />
<a href="http://www.weihnachtsmarkt.co.at">www.weihnachtsmarkt.co.at</a></li>
<li><strong>Weihnachtsdorf Belvedere</strong><br />
<a href="http://www.weihnachtsdorf.at">www.weihnachtsdorf.at</a></li>
</ul>
<hr />
<h2>Wiener Festwochen</h2>
<p>Bespielt werden zahlreiche Orte in der ganzen Stadt. Ob MuseumsQuartier – eines der zehn größten Kulturareale weltweit –, Theater an der Wien, Musikverein, Schauspielhaus oder die Märkte und Plätze der Stadt. Klassisches, Zeitgenössisches oder klassische Moderne in Oper und Konzert, legendäre Theatermarathons oder die Wiener Sängerknaben im Gemeindebau gehören ebenso zum Programm wie die alljährliche Reihe „Into the City“, deren Ziel es ist, unterschiedliche Communitys in Wien anzusprechen und in das kulturelle Treiben der Stadt einzubeziehen.</p>
<p>Bei „Bed and Breakfast“ beweisen Gastarbeiter ihre Gastfreundschaft, und „Eine lange Nacht am Naschmarkt“ bringt nicht nur Musik zur Aufführung, sondern fragt auch nach den Menschen, die hier arbeiten. So sind die Wiener Festwochen nicht nur ein Spiegel für die Kulturbegeisterung und Festlaune dieser Stadt, sondern auch ein Angebot zur Offenheit gegenüber anderen Kulturen, auch gegenüber den anderen Kulturen in der eigenen Stadt.</p>
<p>Termin: Mai / Juni</p>
<p><a href="http://www.festwochen.at">www.festwochen.at</a></p>
<hr />
<h2>Jazz Fest Wien</h2>
<p><strong>Wenn sich für zwei Sommerwochen Parkett und Logen mit einem ausgelassenen Publikum füllen und die Klänge des Jazz Resonanz finden in dem gewaltigen Bühnenraum, dann hat wieder das Jazz Fest in der Wiener Staatsoper seine Zelte aufgeschlagen.</strong></p>
<p>Herbie Hancock war hier und Keith Jarrett, Oscar Peterson und der Erfinder des Bossa Nova Joao Gilberto. Und da die Initiator/inn/en des größten österreichischen Jazzfestivals den Jazzbegriff weit fassen, ebenso Juliette Greco und Ray Charles. Für sie alle war die als eine der ersten Prachtbauten am Ring 1863 bis 1869 errichtete Wiener Oper Bühne. Es sind neben den großen Namen und der programmatischen Offenheit auch die Aufführungsorte, die zum besonderen Flair des Jazz Fest Wien beitragen.</p>
<p>Den ganzen Sommer über ist der gesamte Rathausplatz eine Landschaft der Kultur und internationalen Gastronomie. Im Arkadenhof des imposanten neugotischen Rathauses hat Gilberto Gil das Publikum begeistert und die Stars der Wiener Downbeat-Szene haben die Nächte zum Tag gemacht. Open Air gibt es bei der von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Fernwärmeanlage Spittelau.</p>
<p>Einen weiteren Festivalbezirk bildet das MuseumsQuartier, einer der zehn größten Kulturbezirke weltweit, das mit seinem Mix aus barocken Fassaden, modernen Museen, Galerien, exzellenter Gastronomie, Konzert- und Tanzsälen und mehreren Höfen eine lebendige Oase inmitten einer Millionenstadt bietet. Dazu kommen natürlich die Jazzclubs der Stadt wie das Porgy &amp; Bess und das traditionsreiche Jazzland. Ein besonderes Augenmerk der Veranstalter gilt den heimischen Musikern.</p>
<p>Termin: Juni / Juli</p>
<p><a href="http://www.viennajazz.org">www.viennajazz.org</a></p>
<hr />
<h2>Sightrunning: laufend Wien entdecken</h2>
<p><strong>Mit den Guides von Vienna-Sightrunning lernt man die österreichische Hauptstadt von einer ganz anderen Seite kennen – und tut gleichzeitig der eigenen Fitness, Ausdauer und Gesundheit etwas Gutes.</strong></p>
<p>Der Stephansdom, die Hofburg, das Parlament und die weltberühmte Ringstraße: Wiens Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem per Fiaker, Bus, Straßenbahn oder zu Fuß erkunden. Wer es eher sportlich mag, kann sich die Stadt unter Anleitung fachkundiger Sportwissenschaftler aber auch „erlaufen“. Start ist im eigenen Hotel oder am innerstädtischen Kongressort. Von dort geht es auf drei verschiedenen Routen entweder durch die historische City, auf den Spuren des „dritten Mannes“ am Wienfluss und dem Kanal entlang zum Prater und dem Riesenrad oder aber von der Donau aus hinauf zum aussichtsreichen Leopoldsberg. Die Routen sind zwischen acht und zehn Kilometer lang und werden jedem Laufniveau gerecht. Auf Wunsch lassen sich aber auch individuelle Touren für Einzelpersonen oder Gruppen zusammenstellen.</p>
<p><a href="http://www.vienna-sightrunning.at">www.vienna-sightrunning.at</a></p>
<hr />
<h2>Baden gehen in Wien</h2>
<h3>Badeschiff Wien</h3>
<p>Direkt in der Wiener City existiert ein Freibad: Beim Donaukanal am Schwedenplatz befindet sich <strong>das Badeschiff</strong>, wo man von früh bis spät schwimmen, in der Sonne liegen oder sich einfach treiben lassen kann. Abends kommen dann noch Konzerte oder Clubbings hinzu, und so nimmt es nicht wunder, dass das Badeschiff mit seinen Abkühlungsmöglichkeiten zu einem der bekanntsten Plätze der Stadt wurde. Auch diese Idee ist übrigens nicht ganz neu: Bereits im Jahr 1903 wurden am Donaukanal zwei „schwimmende Freibäder“ eröffnet, eines bei der Rotundenbrücke, das andere unterhalb der Nussdorfer Wehranlage.</p>
<p><a href="http://www.badeschiff.at">www.badeschiff.at</a></p>
<hr />
<h3>Strandbad Gänsehäufel<u></u><strong><u><br />
</u></strong></h3>
<p>Wien im Jahr 1900: Während Freud über der Traumdeutung, die Maler in der Sezession und die Literaten im Kaffeehaus saßen, pachtete Florian Berndl eine Insel auf der Alten Donau, einem nach der großen Donauregulierung „abgestorbenen“ Seitenarm des mächtigen Flusses. Er machte seine kleine Insel, den Gänsehaufen – so bezeichnet, weil die Anrainer ihre Gänse dort auf die Weide brachten –, zu einem Naturparadies für alle Bewohner Wiens. Mit Hilfe seiner Frau baute Berndl einige Hütten aus Holz und Flechtwerk, ließ einen ausrangierten Tramwaywagen auf die Insel transportieren, und schon waren Garderoben und Kantine für die Badegäste entstanden. Da sich das Unternehmen als großer Erfolg entpuppte, übernahm die Gemeinde Wien sehr schnell das kleine Paradies der Insulaner: 1907 wurde das städtische <strong>Strandbad Gänsehäufel</strong> feierlich eröffnet.</p>
<p>1946 gingen die Architekten Max Fellerer und Eugen Wörle als Preisträger der Ausschreibung für die Neugestaltung des Bades hervor. Es gelang ihnen hervorragend, die alten Baumbestände in ihr Bauwerk zu integrieren und insgesamt dafür zu sorgen, dass das 270.000 Quadratmeter große Badeareal mit seinen 2 Kilometern Sandstrand trotz dieser Dimensionen immer noch intim wirkt. So verfügen die Bewohner und Besucher der Stadt noch heute über eines der größten und schönsten Naturbäder Europas – und das sieben U-Bahn-Minuten vom Stephansdom entfernt.</p>
<p><strong>Strandbad Gänsehäufel</strong><br />
22., Moissigasse 21<br />
Tel.: +43 1 269 90 16</p>
<p><a href="http://www.wien.gv.at/freizeit/baeder/uebersicht/sommerbaeder/gaensehaeufel.html">http://www.wien.gv.at/freizeit/baeder/uebersicht/sommerbaeder/gaensehaeufel.html</a></p>
<hr />
<h2 class="record_text">7 Übernachtungstipps</h2>
<div class="record_text">
<ol>
<li>Boutique Hotel Stadthalle: <a href="http://www.hotelstadthalle.at">www.hotelstadthalle.at</a></li>
</ol>
<ol start="2">
<li>Kärntnerhof Wien: <a href="http://www.kaerntnerhof.com">www.kaerntnerhof.com</a></li>
</ol>
<ol start="3">
<li>Hotel Altstadt Vienna: <a href="http://www.altstadt.at">www.altstadt.at</a></li>
</ol>
<ol start="4">
<li>Hotel Rathaus: <a href="http://www.hotel-rathaus-wien.at">www.hotel-rathaus-wien.at</a></li>
</ol>
<ol start="5">
<li>Hollmann-Beletage: <a href="http://www.hollmann-beletage.at">www.hollmann-beletage.at</a></li>
</ol>
<ol start="6">
<li>25 hours: <a href="http://www.25hours-hotels.com/wien/">www.25hours-hotels.com/wien/</a></li>
</ol>
<ol start="7">
<li>Hotel Schwalbe: <a href="http://www.hotelschwalbe.com">www.hotelschwalbe.com</a></li>
</ol>
</div>
<h2 class="record_text"></h2>
<hr />
<h2 class="record_text">Empfehlenswerte Speiselokale in Wien</h2>
<div class="record_text">
<p><strong>Gastronomie Wien (Stand 2018)</strong></p>
<ol>
<li><strong>Eckel (Restaurant), Wien</strong></li>
<li><strong>Figlmüller, Wien</strong></li>
<li><strong>Gmoakeller (Wirtshaus), Wien</strong></li>
<li><strong>Plachutta (Rindfleischparadies), Wien</strong></li>
<li><strong>Huth, Wien</strong></li>
<li><strong>Weibels Wirtshaus, Wien</strong></li>
<li><strong>Zum Schwarzen Kameel (Stadtlokal), Wien</strong></li>
<li><strong>Mraz &amp; Sohn, Wien</strong></li>
<li><strong>Glacis Beisl (Stadtlokal), Wien</strong></li>
<li><strong>Zu den drei Hacken/Drei Hacken Magazin (Wirtshaus/Weinlokal), Wien</strong></li>
</ol>
<ol>
<li><strong> Eckel (Restaurant)<br />
</strong></li>
</ol>
<p>Längst ist der „Eckel“ zu einer Wiener Institution geworden. Einmal, weil der Großvater der heutigen Wirtin, Hans Eckel, schon im Jahr 1931 ein berühmt gewordenes Standard-Werk über die österreichische Küche mit dem Titel „Was koche ich heute?“ verfasst hat. Andererseits, weil man hier seit Jahrzehnten die Tradition gepflegter Gastlichkeit und guter Küche hochgehalten hat. Gut heißt aber nicht zwangsläufig nur regional – ganz im Gegenteil: Hier isst man zwar ein Kalbsbutterschnitzel mit Erdäpfelpüree, das von Insidern als das beste der Stadt bezeichnet wird, doch im Fischkalter schwimmen auch immer ein paar Hummer herum. Und so tummeln sich auf der Speisekarte in trauter Eintracht Forelle blau, Esterházy-Rostbraten oder Erdäpfelsuppe neben Hummercocktail, Gänseleberterrine und Entenbrust. In der Zubereitung fühlt man sich der Klassik verpflichtet, schielt nicht nach neuen Moden, sondern macht das, was man macht, einfach gut. Ebenso legendär wie das Lokal selbst ist der Weinkeller, in dem man nicht nur die heimischen Spitzengewächse, sondern auch Bordeaux, Burgunder &amp; Co. in beachtlicher Jahrgangstiefe und zu stets fairen Preisen findet.</p>
<p><a href="http://www.restauranteckel.at">www.restauranteckel.at</a></p>
<hr />
<ol start="2">
<li><strong> Figlmüller<br />
</strong></li>
</ol>
<p><strong>Wer Figlmüller sagt, der muss auch Schnitzel sagen, denn das Wiener Schnitzel vom Figlmüller ist wohl das bekannteste der Stadt.</strong></p>
<p>Der Figlmüller, ein an sich unspektakuläres Lokal in einem alten „Durchhaus“ im Herzen von Wien, ist das Epizentrum des Wiener Schnitzels und der Beweis dafür, dass man auch mit einem einzigen Gericht berühmt werden kann – sofern es sich dabei um ein Schnitzel handelt. Dieses wird hier vom Schwein zubereitet (wie es sich ja für ein original Wiener Schnitzel gehört!), dünn ausgeklopft und goldgelb ausgebacken. Somit ergibt sich eine beachtliche Größe und das Schnitzel ist nicht nur ein Gaumen-, sondern auch ein Augenschmaus. Zwar stehen die anderen Gerichte des Hauses etwas im Schatten dieses Stars, doch es lohnt sich, hier auch einmal eine glacierte Kalbsleber oder den gekochten Beinschinken mit Erdäpfelpüree zu probieren. Nur einmal um die Ecke wird im „Figlmüller Bäckerstraße“ das identische Konzept genauso erfolgreich umgesetzt. Das dritte Lokal der Familie, „Figls“ genannt, befindet sich in Grinzing, dem Mekka des Wiener Weinbaus. Dennoch spielt hier das Bier eine wichtige Rolle und man lässt sich sogar ein eigenes, naturtrübes Hausbier brauen. Daneben bietet man zu einer abwechslungsreichen und inspirierten Küche – die Bandbreite reicht von der frischen Weißwurst über den Tafelspitz bis zum Steak, das im Sommer am Holzkohlengrill zubereitet wird – auch eine ambitioniert zusammengestellte Auswahl von Wiener Weinen an.</p>
<p><a href="http://www.figlmueller.at">www.figlmueller.at</a><br />
<a href="http://www.figls.at">www.figls.at</a></p>
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<ol start="3">
<li><strong> Gmoakeller (Wirtshaus)<br />
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<p><strong>In diesem rustikalen Wirtshaus, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Hochkultur-Institutionen Akademietheater und Konzerthaus befindet, scheint auf erfreuliche Art die Zeit stehen geblieben zu sein.</strong></p>
<p>Das Lokal selbst ist legendär: 1858 eröffnet, wurde es in der Nachkriegszeit 40 Jahre lang von zwei Schwestern geführt und viele bekannte und weniger bekannte Wiener Künstler gingen hier ein und aus. Als die Wirtin, Grete Novak, im Jahr 1999 verstarb, widmete ihr sogar die New York Times einen Nachruf … Seither wird das Lokal vom jungen Wirt Sebastian Laskovsky geführt – als traditionelles Wiener Wirtshaus mit hohem Qualitätsanspruch. Im nach wie vor original erhaltenen Ambiente werden all jene Köstlichkeiten angeboten, die zur Wiener Küche gehören: von der Tafelspitzsulz über die gebackene Leber mit Mayonnaisesalat und dem Blunz’ngröst’l bis hin zum Wiener Zwiebelrostbraten. Das alles wird in klassischer Manier zubereitet und zu leistbaren Preisen serviert. Daneben trägt man aber auch saisonalen Gegebenheiten Rechnung: Im Mai steht der Spargel auf der Speisekarte und zu Martini das Gansl – natürlich mit dem traditionellen „Staubigen“. Wer lieber schon einen fertigen Wein trinkt, wird auf der tadellos sortierten Weinkarte ebenfalls problemlos fündig.</p>
<p><a href="http://www.gmoakeller.at">www.gmoakeller.at</a></p>
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<ol start="4">
<li><strong> Plachutta (Rindfleischparadies)<br />
</strong></li>
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<p><strong>Was der Figlmüller beim Schnitzel, ist der Plachutta beim Rindfleisch. In der Tradition legendärer Wiener Rindfleisch-Tempel sind die Plachutta-Lokale inzwischen selbst schon Legende.</strong></p>
<p>Um das Phänomen Plachutta zu verstehen, muss man wissen, dass gekochtes Rindfleisch seit Jahrhunderten in der Wiener Küche eine ausgesprochen wichtige Stellung einnimmt. Dies wird unter anderem dadurch dokumentiert, dass es eine eigene Wiener Schule der Rindfleischzerteilung gibt, die mehr Teile kennt als irgendeine andere auf der Welt. So entstehen unter anderem Stücke wie der Tafelspitz, der Kavalierspitz, das Schulterscherzel oder das Hüferschwanzel. Sie alle werden vorzugsweise mit Gemüse, Markscheiben und Aromaten gekocht und ergeben so ein saftiges Kochfleisch. Meisterkoch Ewald Plachutta, einst einer der Top-Küchenchefs der Stadt, kehrte irgendwann der Haute Cuisine den Rücken und beschloss, sich fortan ganz dem Rindfleisch und der Wiener Küche zu widmen. Inzwischen entstanden nach dem Stammlokal „Hietzinger Bräu“ (inzwischen: Plachutta Hietzing) noch weitere Lokale, wo man es versteht, das Rindfleisch mit seinen klassischen Beilagen von Rösterdäpfeln bis Cremespinat, Schnittlauchsauce oder Apfelkren, perfekt und stilvoll in Kupferpfandln serviert, auf den Tisch zu bringen. In allen Lokalen erhält man auch Ewald Plachuttas Kochbücher, die zu Standardwerken der österreichischen Küche geworden sind.</p>
<p><a href="http://www.plachutta.at">www.plachutta.at</a></p>
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<ol start="5">
<li><strong> Huth</strong></li>
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<p><strong>Der Huth ist das beste Beispiel für ein zeitgemäßes Wiener Wirtshaus: modern im Erscheinungsbild, aber klassisch in Sachen Gastfreundschaft und Küche.</strong></p>
<p>Eigentlich betreiben Gabi und Robert Huth ja ein kleines Gastro-Imperium mitten in der Stadt, zu dem drei Lokale gehören, denen eines gemeinsam ist: die hohe Qualität des Dargebotenen. Da sind das „da moritz“, ein „Italiener“ mit fantastischer Pizza und einem ebensolchen „Bistecca Fiorentina“, zu dem man unter anderem hausgemachte Pommes frites in der Papiertüte serviert, sowie das „Huth-Beisl“, in dem man Wert auf eine besondere Bierkultur samt dazu passender Küche legt. Im „Stammhaus“ schließlich, der „Huth-Gastwirtschaft“, einem hellen, modern eingerichteten Lokal mit hohen Fensterbögen, ist man küchenmäßig sowohl der Tradition als auch der Qualität verpflichtet. Stets findet man Klassiker wie die Grammelknödel auf Speckkraut, Beef Tatar, ausgelöstes Wiener Backhendl, Tafelspitz oder Powidltascherl auf der Karte. Ergänzt wird dieses Angebot durch monatlich wechselnde, saisonale Schwerpunkte – von Spargel über Wild bis zum Gansl um Martini. Bestens begleitet werden diese Genüsse nicht nur durch ein perfekt gezapftes Bier, sondern auch von größtenteils heimischen Weinen von der tadellos sortierten Weinkarte.</p>
<p><a href="http://www.zum-huth.at">www.zum-huth.at</a></p>
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<ol start="6">
<li><strong> Weibels Wirtshaus, Wien</strong></li>
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<p><strong>Hans Weibel ist ein Pionier der Wiener Weinkultur und darum spielt der Rebensaft in allen seinen Lokalen eine zentrale Rolle – aber der Mensch lebt nicht nur vom Wein allein.</strong></p>
<p>Am Anfang stand das Vis-à-vis, eine winzige Weinbar im Durchgang Bäckerstraße-Wollzeile, mit Weinfreak Hans Weibel hinter der Theke und vielen damals meist noch halbwissenden Weinfreunden davor. Heute umfasst der Weibel‘sche Genuss-Kosmos neben dem Weibel auch noch das „Wein in the City“, ein legeres Lokal mit traditioneller Wiener Küche, von kleinen Happen bis zum ganzen Menü, und das „Weibels Wirtshaus“ für gehobene Ansprüche. Überkreative Eingebungen sind hier jedoch nicht zu befürchten, vielmehr hält man sich an Bewährtes, das da und dort verändert und verfeinert wird, wobei im Vordergrund stets das hochwertige Grundprodukt und eine solide Zubereitung steht. Bei Kalbsrahmbeuscherl, Erdäpfelschaumsuppe mit Eierschwammerln, geschmortem Kalbsschulterscherzel oder Steinpilzravioli kann man schon ganz schön durstig werden, aber das ist hier wie gesagt das geringste Problem: In Hans Weibels Weinfundus findet sich garantiert immer die richtige Flasche, und wenn sie einmal in einem der Lokale nicht vorrätig sein sollte, wird sie einfach flugs über die Straße getragen.</p>
<p><a href="http://www.weibel.at">www.weibel.at</a></p>
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<ol start="7">
<li><strong> Zum Schwarzen Kameel (Stadtlokal), Wien</strong></li>
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<p><strong>Das Schwarze Kameel ist weit mehr als nur ein Lokal und mit Gründungsjahr 1618 längst eine nicht wegzudenkende Wiener Institution.</strong></p>
<p>Ursprünglich war in dem Haus Bognergasse 5 eine „Gewürzkrämerei“ zu Hause, die der Besitzer, Johan Baptist Cameel, nach dem Erwerb im Jahr 1618 „Zum Schwarzen Kameel“ nannte – was das zweite „e“ im Namen erklärt. Auch wird die Lokalität noch heute „Zum Stiebitz“ genannt, was wiederum an eine Besitzerfamilie erinnert, die hier zwei Jahrhunderte lang wirkte. Wie zu allen Zeiten ist das „Kameel“ auch heute noch ein Treffpunkt für ein ebenso illustres wie buntes Publikum: von Wiener Prominenz und Gesellschaft bis hin zu Touristen, die wenigstens einmal das Flair des wunderschönen und original erhaltenen Jugendstil-Ambientes atmen wollen. Die Besitzerfamilie Friese betreibt ein formidables Restaurant und eine Imbiss- und Feinkostabteilung mit einer Vielzahl eigener Produkte. Legendär ist der handgeschnittene Beinschinken, den man hier gerne mit Kren, Schwarzbrot und einem Glas Wein genießt. Feiner geht es natürlich im Restaurant zu, wo unter der kundigen Leitung von Maître Johann Georg Gensbichler Klassiker der Wiener und internationalen Küche auf höchstem Niveau kredenzt werden. Dazu schöpft man aus einem Weinkeller mit rund 800 verschiedenen Etiketten.</p>
<p><a href="http://www.kameel.at">www.kameel.at</a></p>
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<ol start="8">
<li><strong> Mraz &amp; Sohn, Wien</strong></li>
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<p><strong>Warum dieses besondere Restaurant noch als Geheimtipp gilt? Weil es abseits der touristischen Hauptrouten liegt und auch in Sachen Ambiente unkonventionelle Wege geht.</strong></p>
<p>Wirklich erstklassige Adressen brauchen nicht unbedingt wirklich erstklassige Lagen. Das ist auch beim Mraz &amp; Sohn so. Denn die Lage des in Drei-Generationen-Stärke geführten Familienrestaurants im 20. Wiener Gemeindebezirk ist für ein Etablissement dieser Art ziemlich ungewöhnlich. Doch kaum hat man die unscheinbare Eingangstür durchschritten, sind die Reparaturwerkstätten, Supermärkte und Imbissstände da draußen auch schon wieder vergessen. Stattdessen fühlt man sich wie in einer anderen, glamouröseren Welt, in der es Kristalllusterketten von der Decke zu regnen scheint und poppig-bunte Kunstwerke von dunkellila gestrichenen Wänden leuchten. Ähnlich außergewöhnlich – und mindestens ebenso geschmackvoll – präsentiert sich die Speisekarte: „Octopus mit Grammelknödel“ wird hier als Vorspeise gereicht, gefolgt von „Brust &amp; Bries vom Kalb mit Lakritzöl und knusprigem Trüffeleis“ oder „wildgefangenem Steinbutt mit knuspriger Kapernblüte, cremigem Seeigel, Granny Smith und grünem Curry“. Und als Nachtisch darf es dann „gegrillte Melone“ oder einfach nur „Alpenmilchschoko“ – natürlich aufs Raffinierteste verfeinert – sein. Wer es weniger süß mag, wählt stattdessen aus den 60 Käse- sowie zwölf hausgebackenen Brotsorten, die zum krönenden Abschluss auf einem riesigen Wagen an den Tisch gerollt werden.</p>
<p><a href="http://www.mrazundsohn.at">www.mrazundsohn.at</a></p>
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<ol start="9">
<li><strong> Glacis Beisl (Stadtlokal), Wien</strong></li>
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<p><strong>Auf der alten Wiener Stadtmauer liegt ein wenig versteckt dieses Lokal, das mit seinem romantischen Garten ein beliebter Treffpunkt für ein bunt gemischtes Publikum ist.</strong></p>
<p>An die 300 Jahre sind die Gemäuer alt und was heute das bestens frequentierte „MuseumsQuartier“ ist, wurde in der Kaiserzeit für die Hofstallungen und militärische Einrichtungen genutzt. Benannt ist das Lokal, das schon seit der Nachkriegszeit als Stadtheuriger bestand, nach dem „Glacis“, einer freien Fläche vor den historischen Stadtmauern. Heute hat hier eine moderne Gastronomie Einzug gehalten, in der man auf eine gut durchlüftete und da und dort erneuerte Wiener Küche setzt. Da darf natürlich das klassische Gulasch ebenso wenig fehlen wie das Kalbsbutterschnitzel oder das gemischte Gekochte vom Biorind mit seinen Beilagen. Firm ist man aber auch bei allen angenehmen Nebengeräuschen der Kulinarik – vom sauber gezapften Bier über eine feine Edelbrandauswahl bis hin zur ambitioniert zusammengestellten Weinkarte.</p>
<p><a href="http://www.glacisbeisl.at">www.glacisbeisl.at</a></p>
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<ol start="10">
<li><strong> Zu den drei Hacken/Drei Hacken Magazin (Wirtshaus/Weinlokal), Wien</strong></li>
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<p><strong>Das Gasthaus „Zu den drei Hacken“ ist eines der ältesten in der Stadt: Ein Juwel, das sorgsam gepflegt und mit zeitgemäßem kulinarischem und önophilem Leben erfüllt wird.</strong></p>
<p>Bekannte Künstler wie Franz Schubert, Johann Nestroy oder Moritz von Schwind haben hier schon getafelt, gezecht, komponiert oder skizziert … Und sie wussten offensichtlich, dass in den „Drei Hacken“ gut sitzen und essen ist. Wenig hat sich seither am Erscheinungsbild dieses traditionsreichen Hauses mit seinen schönen Gewölben verändert. Und auch die Küche ist klassisch, dabei aber von hoher Qualität und mustergültiger Umsetzung: Was soll man denn auch noch besser machen an einem knusprigen Schweinsbraten mit Kraut und Knödel, gerösteten Nierndln mit Petersilerdäpfeln oder dem typischen Fiakergulasch mit Semmelknödel, Spiegelei, Würstel und Gurkerl? Ja, man kann hier wirklich fast so speisen wie zu Schuberts Zeiten – nur die Weine sind sicherlich wesentlich besser geworden und hier in reicher Auswahl vorhanden. Dafür sorgt Patronne Josefine Zawadil, die außerdem im Weinhandel tätig ist, was sich im unweit vom Stammhaus gelegenen „Drei Hacken Magazin“ noch deutlicher erkennen lässt. Da schlendert man durch die Weinregale, sucht sich den passenden Tropfen selbst aus und genießt ihn im Lokal zu einer feinen Wiener Küche mit Pfiff.</p>
<p><a href="http://www.vinum-wien.at">www.vinum-wien.at</a></p>
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<p>Beitragsbild: Restaurant des Do &amp; Co am Stephansplatz © WienTourismus/Peter Rigaud</p>
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