Architektur und Bau in Salzburg – ein kleiner Reiseführer

Salzburg wird oft als Synonym für „Barock“ verwendet, gemeint sind damit all die Kirchen, Paläste und Plätze, die W. A. Mozart betrat, als er an der dortigen Benediktineruniversität zu studieren begann. Dass Salzburg auch andere Seiten hat, zeigen einige hervorragende Beispiele zeitgenössischer Architektur, die das barocke Erbe perfekt ergänzen.

Zu beiden Seiten des Flusses Salzach gelegen, gilt Salzburg als eine der schönsten Städte Europas. Die zum Weltkulturerbe erklärte historische Altstadt besteht aus dicht aneinandergedrängten Gassen und begeistert Gäste aus aller Welt mit ihrem romantischen Flair. Hoch über der Stadt thront als Wahrzeichen der Stadt die Festung Hohensalzburg.

Obwohl Salzburg in erster Linie von seinem barocken Charme und dem Besucheransturm durch den Mythos Mozart lebt, entstand auch hier imposante neue Architektur. Das Museum der Moderne, thront wie die Festung an exponierter Stelle hoch über der Altstadt. Außen mit Marmor verkleidet, bietet es innen großzügig Raum für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Das dazugehörige Restaurant/Café mit seiner Mischung aus Schlichtheit und barocken Details hat die Salzburger Szenewelt schnell für sich entdeckt, ebenso wie einen anderen neuen kulinarischen und architektonischen Glanzpunkt: das „Magazin“ an der Westseite des Mönchsbergs. Zum „Magazin“ gehören ein Michelin-Sterne-Restaurant, eine Weinbar, eine große Vinothek mit Feinkostabteilung sowie ein Laden für Lifestyle- Accessoires. Teilweise reichen die natürlich-elegant gehaltenen Räumlichkeiten in den Mönchsberg hinein, wobei sie sich hinter einem unscheinbaren, straßenseitigen Eingang in ein Altstadthäuschen verstecken.

Die Universität Mozarteum zeigt sich in einem Gewand aus Stein und Glas. Eine Freitreppe führt zu den Institutsbereichen, offene Laubengänge dienen als attraktive Aufenthaltsfläche und sorgen für eine gute Orientierung. Vom Mirabellgarten aus behauptet sich das neue Markenzeichen der Innenstadt neben barocken Bauten.

Ein weiteres innerstädtisches Juwel ist der Makartsteg (zu sehen im Titelbild). Täglich von über 20.000 Menschen frequentiert, wurde er Ende der 1990er Jahre baufällig und bis 2001 renoviert. Die geschwungene und visuell luftige Brücke besticht vor allem durch ihre Bogenform, die sich vom Franz-Josefs-Kai zum Elisabethkai spannt. All abendlich erstrahlt die Brücke zusätzlich durch eine durchgehende Beleuchtung und umgibt so die Salzach mit einer angenehmen Atmosphäre.

Direkt am Elisabethkai prangt das „Heizkraftwerk Mitte“, das auch noch nach seiner Eröffnung 2003 eine heiße Debatte über die architektonische Ausführung entfachte. Viele sahen in dem Bau einen Schandfleck vor der prächtigen Kulisse der Altstadt. Tatsächlich ist es mit seiner 120 Meter langen Betonhülle und seinem 70 Meter hohen Kamin ein markantes Bauwerk im barocken Salzburg, und de facto haben es die Architekten Bétrix & Consolascio geschafft, die Industriearchitektur zu erneuern und bereichern.

Ist man in der Altstadt anfänglich nicht besonders entzückt von manch zukunftsweisenden Bauten, versucht man im Stadtteil Lehen durch eben diese die Umgebung zu beleben. Die „Neue Mitte Lehen“ wurde im Jänner 2009 eröffnet und beherbergt in seinem Areal nicht nur ein Seniorenzentrum, einen Jugendtreff, einige Geschäftsräumlichkeiten und die Stadtbibliothek. Diese besticht auch durch eine Panoramabar, die hoch über dem einstigen Fußballplatz schwebt und einen neuen Blick auf die Stadt öffnet.

Zu einer Art modernem Wahrzeichen von Salzburg hat sich der aufwändige Glasbau des Hangar-7 am Salzburger Flughafen entwickelt. Er beherbergt eine Sammlung von Flugzeugen und Formel-1-Rennwagen des Milliardärs, Flugzeugliebhabers und Energydrink-Herstellers Dietrich Mateschitz. Im dazugehörigen Restaurant „Ikarus“ wird unter der Aufsicht von Eckart Witzigmann gekocht.

Ebenfalls am Rande der Stadt, im Bezirk Klessheim, liegt das imposante Einkaufszentrum Europark 1 und 2. Eine breite, lange Glasfront mit Schriftzügen in Fassadenhöhe trägt den Namen des Einkaufszentrums. Nachts verwandeln die zwischen den Glasscheiben der Fassade angebrachten Lichtspots das Gebäude in einen leuchtenden Körper. Die Flächen des Europaparks sind auf zwei Ebenen um zwei Malls herum angesiedelt, sodass vorwiegend Tageslicht und nicht, wie in vielen anderen Malls, steriles Kunstlicht die Passagen und Gänge erhellt. Das ausgeklügelte Beleuchtungskonzept des LichtLabors Bartenbach wirkt an einem normalerweise hektischen Ort beruhigend und strahlt Eleganz aus.

Verlässt man Salzburg in südwestlicher Richtung auf der Innsbrucker Bundesstraße 111, kann man die neue Konzernzentrale des österreich-ungarischen Automobilvertriebs Pappas nicht übersehen. Das Areal ist allseitig von Verkehrsstraßen umflossen und zieht diese Dynamik und Bewegung auch in das Gebäude hinein. Der Gast kann sich in dem Haus wie auf einer öffentlichen Straße bewegen, die Autowelt erleben und bei Bedarf unmittelbar zugeordnet parken. Der gesamte Komplex wird von einem großen homogenen Dach überspannt, das alle Schauräume, innen- und außenliegende Ausstellungsflächen, die öffentlichen Kundenparkplätze, sowie die Straßen witterungsgeschützt überdeckt.

Unweit von Salzburg befindet sich die Kleinstadt Hallein, in der Jahrhunderte lang das „weiße Gold“ Salz abgebaut wurde. Auch hier findet sich in der barock geprägten Altstadt Platz für Neues. Im subtil umgebauten ehemaligen Salinenverwaltungsgebäude befindet sich das Keltenmuseum, in dem man alles über die Geschichte der Salzgewinnung erfahren kann, wirksam inszeniert durch den darunter vorbeifließenden Fluss.

Für Kulturinteressierte lohnt auch ein Ausflug zum Kunsthaus Nexus in Saalfelden, das ein vielseitiges Programm in den Bereichen Musik, Bildende Kunst und Architektur bietet. Das Gebäude aus einem weißen und einem schwarzen Kubus spiegelt die Kontraste der Umgebung wider: Schnee und Fels, Rauhigkeit und Glätte. Die Brücke im Eingangsbereich führt von der Welt des „Alltäglichen“ in die Welt der Kunst. Hier finden auch einige Konzerte des bekannten Jazzfestes Saalfelden statt, das vom Nexus aus geplant wird.

Aber was wäre das Salzburger Land ohne ein eindrucksvolles Naturerlebnis? Im Südosten des Bundeslandes Salzburg liegt der „Naturpark Riedingtal“, eine reizvolle, von Gebirgen umrahmte Landschaft am Rand der Radstädter Tauern. Die im Bereich der Schliereralm 2003 errichtete zentrale Informationsstelle des Naturparks besteht zur Gänze aus Holzstapel-Elementen und fügt sich mit den in der Region vorhandenen Materialien und Bauformen, wie dem Schindeldach aus Lärchenholz, perfekt in die umgebende Natur ein.

Ebenfalls nachhaltigen Eindruck hinterlässt das Nationalparkzentrum in Mittersill, das bei schlechtem Wetter eine Ausflugs-Alternative darstellt. Seit Sommer 2007 wird in diesem Museum die einzigartige alpine Erlebniswelt rund um den höchsten Gipfel Österreichs, den Großglockner (3.798 m), weitere 266 Dreitausender, über sterreichs, den Großglockner (3.798 m), weitere 266 Dreitausender, über sterreichs, den Großglockner (3.798 m), weitere 266 Dreitausender, über sterreichs, den Großglockner (3.798 m), weitere 266 Dreitausender, über sterreichs, den Großglockner (3.798 m), weitere 266 Dreitausender, über sterreichs, den Großglockner (3.798 m), weitere 266 Dreitausender, über sterreichs, den Großglockner (3.798 m), weitere 266 Dreitausender, über sterreichs, den Großglockner (3.798 m), weitere 266 Dreitausender, über sterreichs, den Großglockner (3.798 m), weitere 266 Dreitausender, über 342 Gletscher und einen der mächtigsten Wasserfälle der Welt präsentiert. In neun Erlebnisstationen vollzieht der Besucher eine virtuelle Wanderung durch den Nationalpark, während der er von einem eindrucksvollen Naturraum zum nächsten geführt wird. Das weckt die Sehnsucht, selbst auf Spurensuche nach den Naturwundern des Salzburger Landes zu gehen …

Sehenswerte Architektur in Salzburg und im Salzburger Land:

LINKTIPPS:

INITIATIVE ARCHITEKTUR Salzburg
www.initiativearchitektur.at


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