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	<title>Wien-Reiseführer</title>
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	<title>Wien-Reiseführer</title>
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		<title>Wien für Mozart-Fans</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 12:46:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
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					<description><![CDATA[Die spannendsten touristischen Highlights Wien – eine ganz besondere Stadt für Mozart Wien hat eine ganz besondere Bedeutung für Wolfgang Amadeus Mozart. Ohne die Metropole, <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wien-fuer-mozart-fans/" title="Wien für Mozart-Fans">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die spannendsten touristischen Highlights</strong></p>



<p></p>



<p><strong>Wien – eine ganz besondere Stadt für Mozart</strong></p>



<p>Wien hat eine ganz besondere Bedeutung für Wolfgang Amadeus Mozart. Ohne die Metropole, seine wichtigste „Lebensstadt“, wäre er vielleicht nicht das geworden, was er bis heute ist: Europas größtes Musikgenie.</p>



<p>Mit Wien verknüpfen ihn viele Ereignisse, zumal er die letzten zehn Jahre seines Lebens &#8211; seine künstlerisch erfolgreichsten &#8211; hier verbrachte. Die Stadt steht aber auch für schwere Zeiten: für ein Publikum, das Mozarts Werke mitunter mit Ignoranz strafte und für wirtschaftliche Schwierigkeiten, die ihn beinahe an den Bettelstab brachten.</p>



<p>Doch immer bleibt Wien für Mozart eine Quelle der Inspiration. Rund 20 Wiener Orte können sich in ihr Gästebuch schreiben: Hier, in diesen Räumen, in diesem Palais, in dieser Kirche war das wohl größte Musik-Genie der letzten 250 Jahre zu Gast. Auch seine letzte Ruhe fand Mozart in Wien: Er steht im Sterberegister des Friedhofs St. Marx.</p>



<p>Starten Sie mit diesem „musikalischen Reiseführer“ zu einer Entdeckungsreise durch Mozarts Wien. Erfahren Sie mehr über sein Leben in dieser Stadt und über die vielen Orte, die Mozart bis heute ein Denkmal setzen!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erste Aufenthalte in Wien</h2>



<p>Schloss Schönbrunn, 1762: Mozart ist erst sechs Jahre alt, und schon raunt man vom „Wunderkind aus Salzburg“. Der kleine Mozart spielt im Spiegelzimmer der Sommerresidenz. „Landesmutter“ Kaiserin Maria Theresia ist samt Familienanhang beeindruckt und, als der Sechsjährige am Ende noch der Kaiserin &#8211; wie die Überlieferung berichtet &#8211; auf den Schoß hüpft, schlichtweg begeistert.</p>



<p>Vier Jahre später, 1768, treffen Kaiserin Maria Theresia und der noch immer kleine Mozart sogar zwei Mal aufeinander: In der Wiener Hofburg gewährt die Kaiserin dem bereits international weit herumgekommenen Mozart eine Audienz im Ausmaß von zwei Stunden.</p>



<p>Und zur Einweihung der Waisenhauskirche am Rennweg schreibt Mozart im Schüleralter von zwölf Jahren seine festliche „Waisenhausmesse“, die er in Anwesenheit von Maria Theresia auch selbst dirigiert. Zurück zur Hofburg: Jahre später, 1781, verbringt er hier &#8211; genauer in den Kaiserappartements &#8211; sogar den Weihnachtsabend. Gastgeber ist bereits Österreichs großer Aufklärer, Kaiser Joseph II.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mozarts Wettkampf mit Salieri</h2>



<p>Fünf Jahre sind ins Land gegangen. 1786, in der Orangerie von Schönbrunn: Hier ist die Lage schon ernster. Der 30-jährige Mozart, am Höhepunkt seiner Karriere angelangt, steht unter den „akustischen Argusaugen“ von Joseph II. im Wettkampf mit dessen Hofkapellmeister Salieri: Musikalisch treten der „Schauspieldirektor“ (Mozart) gegen „Prima la musica e poi le parole“ (Salieri) an. Auch wenn seither die Nachwelt über die eigenwillige Entscheidung des Habsburgers den Kopf schüttelt: Es gewinnt Salieri. Für Mozart hingegen bestätigt sich seine Abneigung vor der Hofgesellschaft, dem Zeremoniell, vor allem aber vor dem „Diener machen“.</p>



<p>Der „Wiener“ Mozart kehrt aber nicht nur bei der Hofgesellschaft ein: Mozart, dieser lebenslustige, seine Umwelt immer wieder herausfordernde Künstler, kennt natürlich auch ein Privatleben, ja sogar ein Leben als besorgter Vater. Etwa als er versucht, seinen ältesten Sohn Carl Thomas bei den Piaristen in die Schule zu geben. In einem Brief an seine Frau Constanze schreibt er etwa: „ ..um 10 Uhr gehe ich zu den Piaristen ins Amt, weil mir der Leitgeb gesagt hat, dass ich dann den Director sprechen kann.“</p>



<p>Die Piaristen gibt es übrigens noch heute in Wien: Sie bieten nach wie vor eine ausgezeichnete Schulausbildung sowie ein gut geführtes Restaurant, den Piaristenkeller, wo eine von Mozarts Lieblingsspeisen, „Kapaundl“ (Masthahn) mit Morcheln, angeboten wird.</p>



<p>1781&nbsp; beendet der Salzburger Oberstkämmerer Graf Arco Mozarts Anstellung beim Fürst-Erzbischof im Wiener Deutschordenshaus nach Zwistigkeiten endgültig mit einem Fußtritt in den Allerwertesten („bey der thüre durch einen tritt im arsch hinaus werfen“). Jetzt erinnert sich Mozart, völlig auf sich selbst gestellt, des Wiener Adels und dessen Mäzenatentum. Bereits als Kind trat Mozart mit seinen Geschwistern &#8211; und unter strenger Aufsicht seines Vaters &#8211; im Palais Auersperg, Harrach, Kinsky und Pálffy auf. 1786, als 30-Jähriger, dirigierte Mozart im Palais Auersperg eine Privataufführung des „Idomeneo“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1781: Mozart wird ein Wiener Bürger</h2>



<p><strong>Aus Mozarts Briefen an den Vater</strong></p>



<p>Wien, am 4. April und 9. Juni 1781</p>



<p><em>&#8230; Ich versichere Sie, daß hier ein herrlicher Ort ist – und für mein Metier der beste Ort von der Welt; – das wird Ihnen jedermann sagen. – und ich bin gern hier, mithin mache ich es mir auch nach Kräften zu Nutzen. Seyen Sie versichert, daß ich mein Absehen nur habe, so viel möglich Geld zu gewinnen; denn das ist nach der Gesundheit das beste &#8230;</em></p>



<p><em>&#8230; Die Wiener sind wohl Leute, die gerne abschießen – aber nur am Theater. – und mein Fach ist zu beliebt hier, als daß ich mich nicht souteniren sollte. Hier ist doch gewiß das Clavierland! – und dann lassen wir es zu, so wäre der Fall erst in etwelchen Jahren, eher gewiß nicht. – Unterdessen hat man sich Ehre und Geld gemacht – es gibt ja noch andere Örter – und wer weiß, was sich dieweil für eine Gelegenheit ereignet? –</em></p>



<p>Nach seinem Ausscheiden als angestellter Hofmusiker im Fürsterzbistum Salzburg 1781 vertauschte Mozart sein umherirrendes, abenteuerliches Leben mit der häuslichen Existenz eines Bürgers. Er ließ sich in Wien nieder. Dank seines freien offenen Charakters, seines Hanges zur Geselligkeit, als Freund der hübschen Frauen, des guten Essens und Trinkens, musste Mozart mit einer Bevölkerung sympathisieren, deren Hauptgeschäft das Vergnügen und hier vor allem die Musik war.</p>



<p>Wenn man Mozart im Prater, auf dem Maskenballe als Harlekin oder Pierrot verkleidet, um einen Billardtisch in einem Kaffeehaus sich herumtreibend, in Gesellschaft von Theaterdamen oder mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emanuel_Schikaneder">Emanuel Schikaneder</a> Champagner trinken sah, so war er in der Tat ein ganzer Wiener. Doch wie wir später sehen werden, war in Mozart noch ein zweiter, von diesem sehr verschiedener Mensch; ein im höchsten Grade schwermütiger Mensch, der jeden Tag an den Tod dachte, ganze Nächte an seinem Klavier zubrachte und sich auf den Schwingen der Fantasie zu unbekannten Regionen aufschwang, deren Geheimnisse nur der Tod löst. Diesen andern Menschen wusste die Stadt Wien lange nicht zu begreifen, weder ihn selbst, noch seine Werke.</p>



<p><strong>Ein Sammelplatz für Künstler</strong></p>



<p>Abgesehen von den Sitten und dem Charakter seiner Bewohner, bot die Hauptstadt Österreichs einem Künstler wie Mozart noch andere, nicht weniger wünschenswerte Annehmlichkeiten. Wien war der Sammelplatz aller Virtuosen Europas, sowohl wegen der gastfreien Aufnahme, die sie hier erlebten, als auch wegen der aufgeklärten und wohlwollenden Würdigung ihrer Leistungen und der zahlreichen Annehmlichkeiten, auf die sie dort trafen.</p>



<p>Hier war der Aufenthaltsort Haydns und Glucks, zweier Meister, welche Mozart sich zu Vorbildern und Freunden machte. Zudem besaß Wien ein italienisches Theater, für das die berühmtesten Komponisten der Zeit schrieben. Bald sollte auch eine eingeborene Truppe, reich an Talenten, der es nur an Gelegenheit, das heißt an einem Komponisten fehlte, an den Ufern der Donau wunderbare Melodien erklingen lassen.</p>



<p>Mozart erlangte in Wien jenen Grad an Popularität, der ihm später in allen Herzen Eingang verschaffte. Dazu sein Bigraf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Ludwig_Gerber">Ernst Ludwig Gerber</a>: „Die früheren Werke Mozart&#8217;s leiden an einer gewissen Steifheit und an einem Mangel an Politur und Colorit, die sie im Vergleiche mit den neueren Werken ungenießbar machen. Sein Styl verrieth Anlagen, die aus ihm einen düstern und verwirrten Contrapunctisten hätten machen können. Wenn die gefälligen und tändelnden Musen Wiens ihn nicht bei Zeiten mit ihren Rosengewinden umstrickt hätten, so wäre er unfehlbar in die Manier von Friedeman Bach verfallen. Seine Messen, namentlich die in D und in B dur, aber mehr als diese, sein Requiem beweisen dieß ganz unumstößlich.«</p>



<p>Mozart, der sich in einem Alter von vierundzwanzig Jahren in Wien niederließ, hatte von dieser Zeit an als Komponist ungeheure Fortschritte gemacht, aber es hieße doch den Wiener Musen zu viele Ehre zu erweisen, wenn man diese Fortschritte nur ihnen zuschreiben wollte. Ja man kann sogar annehmen, dass Mozarts und der Wiener Stil in einem fortwährenden Streit lagen. Man braucht sich bloß daran zu erinnern, dass die dramatischen Werke Mozarts Figaro, Don Juan und Così fan tutte in Wien durchaus nicht durchdrangen und mehr bekrittelt als gelobt wurden, dass man von seinen Violin-Quartetten sagte, sie wimmeln von Fehlern, dass seine herrlichsten Symphonien fast unbeachtet blieben, und dass sogar der außerordentliche Erfolg der Zauberflöte die Folge einiger Zugeständnisse an das Wiener Publikum war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Maestro, der privatisiert &#8230;</h2>



<p>Wenn ein Musiker ohne Anstellung ist, so muss er privatisieren, und so privatisierte Mozart in Wien. Das will heißen, er trieb, um leben zu können, alles, was ein Musiker treiben kann. Dabei verwenden wir den Ausdruck Musiker in der weitesten Bedeutung des Wortes, der sich sowohl auf den Künstler und den erhabenen Maestro, als auf den einfachen Straßenmusikanten anwenden lässt, der von einem Tag zum andern von dem lebt, was der Zufall abwirft. So gab Mozart Unterricht auf dem Piano für einen Taler. Er veranstaltete öffentliche Konzerte und gab Sonaten auf Subskription heraus.</p>



<p>Wolfgang Amadeus Mozart veranstaltete als einer der ersten freiberuflichen Musiker der ernsten Musik kommerzielle Sinfoniekonzerte (sogenannte „Akademien“) auf Subskription. Das geschah in der Weise, dass er in Musikalienhandlungen Subskriptionslisten auf seine kommenden Konzerte auslegte, in die sich diejenigen, die diese Konzerte besuchen wollten, eintrugen. Ob Mozart der Erste war, der sich dieser Methode bediente, und ob nach ihm auch andere freie Musiker, etwa Ludwig van Beethoven, ihre Konzerte so veranstalteten, ist nicht ganz geklärt. Auch ob diese musikalische Subskription nur unverbindliche Absichtserklärungen oder schon juristisch verbindliche Vertragsabschlüsse waren, lässt sich nicht eindeutig sagen.</p>



<p>Um in Wien Geld zu verdienen, arbeitete Mozart zudem für Musikalienhändler gegen ein bestimmtes Honorar pro Seite. Er nahm jede Bestellung an, die ihm angeboten wurde, an: italienische Arien, deutsche Lieder auf vorgegebenen Texten, Symphonien oder Stückchen für Spieluhren, Requien oder Kontratänze; alles bunt durcheinander.</p>



<p>Häufige Einladungen zu musikalischen Abenden beim Adel vermehrten ebenfalls seine Einnahmen durch die Geschenke an Geld und Preziosen, die er dort erhielt. Man weiß nicht, wie hoch sich im Ganzen seine Einnahmen waren, aber so viel weiß man ganz sicher, dass sie dem unermüdlichen Künstler nie reichten. Er war ebenso unermüdlich in der Arbeit wie in seinen Ausgaben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mozarts misst sich mit Clementi</h2>



<p>Gegen Ende des Jahres 1781 kam der Großfürst Paul von Russland unter dem Namen eines Grafen mit seiner Gemahlin, der Großfürstin Maria, nach Wien. Wohin die hohen Reisenden auch kamen, bemühte man sich, sie mit dem, was jedes Land zu bieten hatte, zu unterhalten. So konnte es nicht ausbleiben, dass sie in Wien, wo es nichts Nationaleres als die Musik gibt, Kaiser Joseph mit einem Wettkampf der Künstler zu beehren versuchte. Die Kämpfer waren Mozart und der italienische Komponist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muzio_Clementi">Muzio Clementi</a>, der zehn Jahre älter als er war.</p>



<p>Ein Brief an Leopold Mozart vom 26. Dezember 1781 enthält Einzelheiten über diesen merkwürdigen Zweikampf zwischen den beiden größten Pianisten ihrer Zeit. »Der Kaiser that bei dem Conzert (nachdem wir uns genug Complimente machten) den Ausspruch, daß Er (Clementi) zu spielen anfangen sollte. La santa chiesa catholica, sagte der Kaiser, weil Clementi ein Römer ist. – Er präludirte und spielte eine Sonate. – Dann sagte der Kaiser zu mir: Allons, d&#8217;rauf los! – Ich präludirte auch und spielte Variationen. – Dann gab die Großfürstin Sonaten von Paisiello (miserabel von seiner Hand geschrieben) her, daraus mußte ich die Allegro, und er die Andante und Rondo spielen. – Dann nahmen wir ein Thema daraus und führten es auf zwei Pianoforten aus. – Merkwürdig ist dabei, daß ich für mich das Pianoforte der Gräfin Thun geliehen, ich aber nur, als ich allein gespielt, darauf gespielt habe, weil es der Kaiser so gewollt hat. – Das andere Pianoforte war verstimmt und drei Tasten blieben stecken. – ›Es thut nichts,‹ sagte der Kaiser. Ich nehme es so, und zwar von der besten Seite, daß nämlich der Kaiser meine Kunst und Wissenschaft in der Musik schon kennt, und mir den Fremden recht hat verkosten wollen. Uebrigens weiß ich von sehr guter Hand, daß er recht zufrieden war, denn der Kaiser war sehr gnädig gegen mich, und hat Vieles heimlich mit mir gesprochen.«</p>



<p>Mozarts Urteil über Clementi scheint mehr scharf als unparteiisch zu sein. Er sagt nämlich: »Er ist ein braver Cembalist, damit ist aber auch Alles gesagt. – Er hat sehr viele Fertigkeit in der rechten Hand, – – seine Hauptpassagen sind die Terzen, übrigens hat er um keinen Kreuzer weder Geschmack noch Empfindung, ein bloßer Mechanicus.«</p>



<p>Entweder hatte sich Clementi damals noch nicht den hohen Grad von Meisterschaft angeeignet, die ihm später die Bewunderung in Frankreich und England bescherte, oder Mozart, dessen Gewohnheit es war, alles nach sich zu bemessen, erachtete sich als seinem Gegner überlegen in den Eigenschaften, die er bei einem Künstler für die wesentlichsten hielt, nämlich: Geschmack, Methode, Ausdruck und gleiche Stärke in beiden Händen.</p>



<p>Hören wir, was die Zeitgenossen Mozarts über sein Spiel sagten, und was vielleicht noch einige Kenner sagen, die ihn gehört haben: »Eine unglaubliche Fertigkeit, namentlich in der linken Hand, eine ausnehmende Zartheit, den herrlichsten, sprechendsten Ausdruck und ein Gefühl, das zum Herzen drang, das waren die Eigenschaften, welche Mozart&#8217;s Spiel auszeichneten, und welche, verbunden mit dem Reichthume seiner Ideen, der Erhabenheit seiner Composition, seine Zuhörer hinreißen mußten, &#8230;“.</p>



<p><strong>1989: Reise nach Berlin</strong></p>



<p>1989 reiste Mozart nach Berlin. Als er im Juni dieses Jahres nach Wien zurückgekehrt war, machte er sich sofort an die Arbeit. Er wollte als Erkenntlichkeit für die gute Aufnahme, die ihm der König von Preußen hatte angedeihen lassen, für diesen ein Violinquartett in D-Dur komponieren. Zwei andere von derselben Art entstanden erst zwei Jahre später. Der König dankte ihm durch die Übersendung einer „Tabatiere nebst hundert Friedrichsd&#8217;or“ (preußische Goldmünze).</p>



<p>Zu Anfang des Jahres 1790 schrieb Mozart sein fünftes dramatisches Meisterwerk für das italienische Theater in Wien: Così fan tutte, osia la scuola degli amanti (So machen sie&#8217;s Alle, oder die Schule der Liebenden), eine komische Oper in zwei Akten. Wir kennen keine Einzelheiten über die ersten Vorstellungen von Così fan tutte, woraus man schließen muss, dass die neue Oper in Wien keinen großen Anklang fand.</p>



<h2 class="wp-block-heading">In wirtschaftlicher Bedrängnis</h2>



<p>Nie scheinen die wirtschaftlichen Verhältnisse Mozarts schwieriger gewesen zu sein, als um die Zeit des Todes Josephs II. am 20. Februar 1790. Gequält um einiger gar nicht allzu hoher Summen und von dem Wunsche beseelt, die ungestümen Mahner befriedigen, oder ihnen wenigstens aus dem Wege gehen zu können, eilte er nach Frankfurt. Dort trafen gerade die Kurfürsten zusammen, um ein neues Oberhaupt des Reiches zu wählen.</p>



<p>Auf dem Wege von Frankfurt nach München wurde er überall gut aufgenommen, gefeiert und bewundert; aber überall zog er nach seiner Gewohnheit mit leeren Taschen ab. Nachzulesen ist das in den Briefen, die Mozart während seiner Reise schrieb, und in denen immer wieder zur Sprache kommt, dass er kein Geld hatte und um jeden Preis welches haben sollte. Aus dem von Mozart eigenhändig geschriebenen Katalog seiner Werke 38 geht hervor, dass er gegen Ende des Jahres 1790 wieder zu Hause in Wien eingetroffen sein musste. Man findet unter den Monaten September, Oktober und November (diese brachte er auf der Reise zu) nichts darin aufgezeichnet, dagegen findet sich im Dezember das große Violinquartett aus D dur. Seine älteren Brüder, die Quintette aus C dur und G moll, entstanden im Jahr 1787 einige Monate vor Don Giovanni.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mozart erkrankt schwer</h2>



<p>Mozart schied in dem Haus 970 in der Rauhensteingasse, dem sogenannten kleinen Kaiserhaus, am 5. Dezember 1791 aus dem Leben. Der Meister hatte seine letzte Wohnung seit September 1790 inne. Nach den Aufzeichnungen des Wiener Chronisten Franz Gräffer lag sie im ersten Stockwerk und bestand aus einem ziemlich geräumigen, aber dunklen Zimmer, dessen zwei Fenster in einen engen Hof gingen und aus einer kleineren, aber helleren Arbeitsstube in Richtung Straße. Mozarts Sterbehaus ist verschwunden, doch der Umbau, heute Nr. 8 in der Rauhensteingasse ( = Kärntner Straße 19) im 1. Wiener Gemeindebezirk, trägt den Namen Mozarthof. Das eigentliche Sterbehaus Mozarts existiert nicht mehr, heute steht eines der bekanntesten Wiener Kaufhäuser dort, das Kaufhaus Steffl.</p>



<p>Die Todeskrankheit Mozarts dauerte – gemäß der Darstellung Gräffers, der in dem Freund des Meisters, in dem k.k. Hofkapellensänger Alois Fuchs einen sicheren Gewährsmann besaß – fünfzehn Tage. Er war schon schwer leidend, als er von Prag von der Krönung zurückkehrte, und konnte die ihm im Herbste 1791 angebotene Stellung eines Domkapellmeisters von St. Stephan, die ihn mit einem Schlage aller materiellen Sorgen entbunden hätte, nicht mehr antreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">5. Dezember 1791 – der Todestag</h2>



<p>Sein Arzt Dr. Clossett erkannte die Gefährlichkeit der Krankheit und berief den Primararzt des k.k. allgemeinen Krankenhauses Dr. von Sallaba zur Beratung. Beide Ärzte einigten sich dahin, dass jede Rettung ausgeschlossen sei. In den ersten Morgenstunden des 5. Dezember starb Wolfgang Amadeus Mozart in den Armen seiner Gattin und seines Freundes Süssmayer.</p>



<p>Kurz darauf fand sich Graf Deym, unter dem Namen Müller, Eigentümer des „Kunstcabinetes beim Rothen Thurm“, ein und nahm, was damals durchaus üblich war, einen Gipsabdruck von dem Antlitz des Toten. Gottfried Freiherr van Swieten, der Sohn des Gönners Mozarts, Gerhard Frh. van Swieten, kümmerte sich um die Bestattung Mozarts. Da er dabei die größtmögliche Ersparnis für die hinterlassenen Familienglieder berücksichtigte (und selbst nichts beitragen konnte oder wollte), blieb nur mehr das Armengrab. Daher wurde der Sarg in einem gemeinschaftlichen Schachtgrab ohne Grabkreuz mit vier bis fünf weiteren Toten begraben. Vorher wurde sein Leichnam in einem Trauerkondukt zum Stephansdom geleitet und in der dortigen Kruzifixkapelle eingesegnet</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mozarts letzter Weg</h2>



<p>Mozarts irdischer Weg am St. Marxer Friedhof, wo Europas größter Musikus seine letzte Ruhestätte fand, lässt sicher heute nicht mehr nachvollziehen. Er starb am 5. Dezember 1791 und wurde am darauf folgenden Tag in seiner Wohnung aufgebahrt. Zur damaligen Zeit war es üblich, dass die Angehörigen und andere Trauergäste bereits im Zuge der Aussegnung vom Verstorbenen Abschied nahmen und den Leichenzug höchstens bis zur Stadtgrenze, nicht aber bis zum Friedhof begleiteten. So endete in den Abendstunden des 6. Dezember der Trauerzug bei Mozarts Überführung bereits beim Stubentor, wenngleich es Berichte gibt, wonach der Komponist Johann Georg Albrechtsberger und seine Familie es sich nicht nehmen ließen, den Sarg bis zum Sankt Marxer Friedhof zu begleiten. Dort angekommen, wurde der Sarg vorerst in der Leichenkammer untergebracht, da seit 1753 eine Beerdigungsfrist von 48 Stunden vorgeschrieben war, die zur Rettung etwaiger Scheintoter dienen sollte. Die Beisetzung dürfte somit am 8. Dezember erfolgt sein</p>



<p>Der genaue Platz seines Grabes ist bis heute nicht genau bekannt. Leider musste selbst der kleine Aufwand eines Steines, den die Witwe zur Bezeichnung der Stelle gerne gesetzt hätte, laut Franz Gräffer unterbleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mozart und die Nachwelt</h2>



<p>Auch wenn ihm zu Lebenszeiten die ungebrochene Anerkennung letztlich versagt blieb, nach seinem Tod veränderte sich die Situation schlagartig. Die „Zauberflöte“ entpuppt sich als uneinholbares Musikereignis, seine vielen weiteren Stücke wurden immer mehr als das erkannt, was sie für die meisten bis heute sind: Glanzstücke des Musikschaffens.</p>



<p>Erinnerungen an Mozart finden sich in Wien prominent im Mozart-Denkmal im Burggarten, das im Jahr 1896 erschaffen wurde. Am Zentralfriedhof, Wiens größtem Friedhof, steht seit 1891 ein weiteres Mozart-Denkmal im Ehrengräberhain in unmittelbarer Nähe weiterer großer Komponisten wie Beethoven oder Strauß. Ebenfalls sehenswert: Der Mozart-Brunnen am Mozartplatz im vierten Bezirk, der auch „Zauberflötenbrunnen“ genannt wird, da die 1905 enthüllte Bronzegruppe die Hauptfiguren der Oper, den Flöte spielenden Tamino und die an ihn geschmiegte Pamina, zeigt. Wer es ein bisschen versöhnlicher und kulinarischer will: Auch in unmittelbarer Nähe zur Wiener Staatsoper, im Café Mozart, lässt sich des großen Musikus gedenken.</p>



<p>Einen anderen Weg geht das Haus der Musik (<a href="http://www.hausdermusik.at">www.hausdermusik.at</a>) in der Seilerstätte 30 (1010 Wien): Hier ist Mozart ein eigener Raum gewidmet, der nicht nur Originale aus dessen Leben&nbsp; zeigt, sondern mittels modernem Infotainment die Möglichkeit schafft, die „Kleine Nachtmusik“ (1787) vor den durchwegs kritischen Wiener Philharmonikern zu dirigieren. Erleben Sie Mozart im Neujahrskonzert, lernen Sie Mozarts Kompositionstechnik durch die Videoanimation „Mozart komponiert“ kennen und versuchen Sie sich im „Musikalischen Würfelspiel“. Phantombilder vermitteln einen Eindruck, wie Wolfgang Amadeus und seine Constanze heute aussehen könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">AUF MOZART SPUREN IN WIEN</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Das Mozarthaus Vienna</h3>



<ol><li>Domgasse 5, 1010 Wien</li><li><a href="http://www.mozarthausvienna.at">www.mozarthausvienna.at</a></li></ol>



<p>Den privaten Mozart trifft man am besten im Mozarthaus Vienna an, das im Jänner 2006 als Mozartzentrum rund um eine Original-Mozartstätte eröffnet wurde. In der Domgasse 5, im Herzen Wiens, verlebte der Schöpfer der „Zauberflöte“ (1791) und der „Entführung aus dem Serail“ (1782) wohl seine schönste und erfolgreichste Zeit. Zwischen Mehr als zwei Jahre logiert er hier im ersten Stock. Sein Domizil war mit vier Zimmern, zwei Kabinetten und einer Küche geradezu herrschaftlich. In diesem Haus gelangen Mozart einige seiner besten Kompositionen, darunter „Die Hochzeit des Figaro“ (1786). Das Mozarthaus ist ein absolutes Muss für Mozart-Fans in Wien!</p>



<p>Zum 250. Geburtstag am 27.1.2006 wurde das Mozarthaus Vienna eröffnet. Auf mehreren Etagen zeigt es die Welt Mozarts inklusive der original erhaltenen Wohnung. Sie ist die einzige von zwölf Wiener Wohnungen des Komponisten, die bis heute erhalten ist. In der Domgasse 5 lebte Mozart vom 29. September 1784 bis zum 24. April 1787, so lang wie an keiner anderen Adresse. Die Wohnung war im Vergleich zu anderen Quartieren des Komponisten sehr geräumig. Hier empfing Mozart seinen umfangreichen Freundeskreis. Auch sein Vater Leopold hielt sich 1785 bei einem längeren Besuch aus Salzburg in dieser Wohnung auf. Zu den Besuchern zählte vermutlich auch der erst 17-jährige Ludwig van Beethoven, der aus Bonn nach Wien gereist war, um bei Mozart Unterricht zu nehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Theater an der Wien</h3>



<ul><li>Linke Wienzeile 6, 1060 Wien</li><li><a href="http://www.theater-wien.at">www.theater-wien.at</a></li></ul>



<p>Die „Auferstehung“ Mozarts begann bereits einige Tage nach dessen frühem Tod. Bereits am 10. Dezember fand auf Initiative des „Theaters an der Wien“-Direktors und Auftraggebers der „Zauberflöte“ (1791), Emanuel Schikaneder, in der Michaelerkirche eine Seelenmesse für Mozart statt, wo vermutlich auch dessen letztes Stück, das unvollendet gebliebene Requiem, erstmals zu hören war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Stephansdom</h3>



<ul><li>Stephansplatz, 1010 Wien &nbsp;(U1, U3)</li><li><a href="http://www.stephanskirche.at">www.stephanskirche.at</a></li></ul>



<p>Das Wiener Wahrzeichen, liebevoll „Steffl“ genannt, hatte für Mozart eine besondere Bedeutung. Hier heiratete Wolfgang im Jahr 1782 seine Constanze (Weber). Auch wenn Mozartforscher zu wissen meinen, dass der frischgebackene Ehemann seine Frau in Sachen Schönheit eher lau beschrieben hat („sie ist nicht hässlich, aber auch nicht weniger als schön“), an ihrer Lebenslustigkeit und Treue in beruflich harten Zeiten gibt es keinen Zweifel. Auch ihre gemeinsamen sechs Kinder &#8211; nur zwei sollten über das Babyalter kommen &#8211; sprechen schlussendlich dafür.</p>



<p>Der „Steffl“, wie ihn die Wiener bis heute liebevoll bezeichnen, steht aber auch am Ende von Mozarts Leben: Nach seinem Tod am 5. Dezember 1791 wurde sein Leichnam in einem Trauerkondukt zum Stephansdom geleitet und in der dortigen Kruzifixkapelle eingesegnet. Vom Dom aus fuhr man seine Leiche per Kutsche zum St. Marxer Friedhof, wo er beerdigt wurde.</p>



<p>Einige Monate vor seinem Tod hatte sich der schwer verschuldete Mozart übrigens noch mit einem Schreiben an den „Hochlöblich Hochweiser Wienerischen Stadt Magistrat, Gnädige Herren“&nbsp; um den gut bezahlten Posten eines Domkapellmeisters von St. Stephan beworben. Er bot in seinem Schreiben sogar an, seinen kranken Vorgänger vorerst unentgeltlich zu vertreten. Doch bevor Mozart in St. Stephan tätig werden konnte, verstarb er.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mozartgrab am St. Marxer Friedhof</h3>



<ul><li>Friedhof St. Marx</li><li>Leberstraße 6-8, 1030 Wien</li><li>Tel. +43-1-4000-8042</li></ul>



<p><strong>Öffnungszeiten</strong>:</p>



<p>April, Oktober: 7-17 Uhr</p>



<p>Mai, September: 7-18 Uhr</p>



<p>Juni-August: 7-19 Uhr</p>



<p>November-März: 7 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit</p>



<p>Der romantische Friedhof St. Marx konnte seinen Charakter bewahren. Diese einzigartige und einzige Biedermeier-Begräbnisstätte Wiens bezaubert auch heute noch durch ihre romantische Atmosphäre. Die efeuumwucherten Grabsteine, die Inschriften für „Fabricanten“, „Privatiers“ und sogar eine „bürgerliche Kanalräumers-Gattin“, die langen Alleen und nicht zuletzt das Mehrfachgrab, in das Mozart gelegt wurde, sind eine Pilgerstätte für Melancholiker und Romantiker.</p>



<p>Das Grab Mozarts ist wohl die bekannteste und meistbesuchte Grabstätte auf dem Sankt Marxer Friedhof. Er wurde ursprünglich in einem Schachtgrab ohne Kreuz oder anderer Kennzeichnung beerdigt.</p>



<p>Als Mozarts Witwe Constanze im Jahr 1808 oder 1809 erstmals das Grab ihres Mannes besuchen wollte, konnte der diensthabende Totengräber nur vage Angaben bezüglich der Position der Grabstelle machen. Sein Vorgänger Joseph Rothmayer war erst wenige Monate davor verstorben.</p>



<p>Im Laufe der Jahrzehnte wurden immer wieder Stimmen laut, die das völlige Fehlen eines würdigen Grabmals Mozarts bemängelten. Erst 1855, ein Jahr vor Mozarts hundertstem Geburtstag, gab schließlich der Wiener Bürgermeister Johann Kaspar von Seiller den Auftrag, die möglichst exakte Position von Mozarts Grab zu finden und zu kennzeichnen, nicht zuletzt, um den fortwährenden diesbezüglichen Nachfragen ein Ende zu bereiten. Eine amtliche Untersuchung wurde eingeleitet, und nach der Auswertung von Aussagen verschiedener Personen und einer Begehung des Friedhofs entschied man sich für eine Stelle im Bereich der dritten und vierten Schachtgräberreihe, an der sich Mozarts Gebeine laut Protokoll zumindest „mit größter Wahrscheinlichkeit“ befanden und ließ dort ein Grabdenkmal errichten. Dieses vom Bildhauer Hanns Gasser gestaltete Grabmal wurde am 6. Dezember 1859 enthüllt, aber bereits 1891, anlässlich Mozarts hundertstem Todestag auf den Zentralfriedhof überführt, wo es seither als Teil des Mozart-Monuments in der Komponisten-Ehrengräbergruppe steht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mozartdenkmal</h3>



<p>Burggarten, 1010 Wien</p>



<p>Das Denkmal wurde 1896 errichtet. Von Frühling bis Herbst umrahmt ein Notenschlüssel aus Blumen die Rasenfläche, auf der das es steht. Den Sockel schmückt ein Relief mit einer Szene aus „Don Giovanni“.&nbsp; Darüber befinden sich eine steinerne Klaviatur, Masken, Instrumente und musizierende Putti. Auf der Rückseite ist das Wunderkind Mozart am Klavier zu sehen – mit Schwester Nannerl und Vater Leopold.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Deutschordenshaus</h3>



<ul><li>Singerstraße 7, 1010 Wien</li><li><a href="http://www.deutscher-orden.at">www.deutscher-orden.at</a></li></ul>



<p>Das Deutschordenshaus in der Nähe des Stephansdoms und ist heute Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens. Es enthält die öffentlich zugängliche Schatzkammer des Deutschen Ordens, wo unter anderem seine Insignien gezeigt werden.</p>



<p>Wolfgang Amadeus Mozart (damals 25 Jahre alt) bewohnte mit dem Gefolge des Salzburger Fürsterzbischofs Graf Colloredo das Haus ab 18. März 1781. Allerdings wurde er bereits ein paar Wochen später, am 2. Mai, vom fürsterzbischöflichen Oberstküchenmeister Karl Graf Arco mit dem legendären Fußtritt unsanft wieder „hinausgebeten“. Grund war eine heftige Auseinandersetzung zwischen dem jungen Musiker und seinem Dienstherrn Colloredo. Dieser Disput führte dazu, dass Mozart kündigte und sich entschloss, als freischaffender Künstler in Wien zu bleiben. Kein einfacher Entschluss angesichts der nicht vorhandenen Ersparnisse des Komponisten.</p>



<p>Hinter dem Ordenshaus liegt ein kleines Theater aus dem 18. Jahrhundert, wo heute Mozartkonzerte stattfinden (<a href="http://www.mozarthaus.at">www.mozarthaus.at</a>).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zentralfriedhof</h3>



<ul><li>Simmeringer Hauptstraße 234, 1110 Wien</li><li>Mozart-Denkmal: Grab 32A, Nr.55</li><li>www.friedhoefewien.at</li></ul>



<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>



<p>November-Februar: 8-17 Uhr</p>



<p>März + Oktober: 7-18 Uhr</p>



<p>April &#8211; September: 7-19 Uhr</p>



<p>Mai &#8211; August: jeden Donnerstag bis 20 Uhr</p>



<p>1874 wurde der Zentralfriedhof, Wiens riesige Totenstadt in Simmering, gegründet. Zwischen 1908 und 1910 wurde die Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche erbaut. Architektonisch interessant sind auch das ebenfalls von Hegele errichtete Hauptportal und das 1922/23 gegenüber, auf dem Gelände des verfallenen Renaissanceschlosses, entworfene Krematorium von Clemens Holzmeister.</p>



<p>Der Bereich der sogenannten Ehrengräber des Zentralfriedhofs stellt eine Art österreichisches Pantheon dar. Wolfgang Amadeus Mozart ist hier mit einem Gedenkstein verewigt (an den Eingangstoren ist ein kostenloser Orientierungsplan erhältlich). Hier finden sich auch große Künstler- und Musikerkollegen Mozarts: die letzten Ruhestätten bedeutender Persönlichkeiten wie Johannes Brahms, Johann Strauß Vater und Sohn, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Arthur Schnitzler (israelitische Abteilung), Curd Jürgens oder Helmut Qualtinger, von dem der wunderbare Ausspruch stammt: „In Wien musst’ erst sterben, bevor sie dich hochleben lassen. Aber dann lebst’ lang.“ Auf Österreichs Popstar Nr. 1, Falco, trifft das nicht unbedingt zu. Dennoch hat auch er ein Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof erhalten.</p>



<p>Von Falco spannt sich der Bogen zu Mozart: „Rock Me Amadeus“ war die erste Singleveröffentlichung aus dem Studioalbum Falco 3 des österreichischen Musikers. Es war das erste und bislang einzige deutschsprachige Lied, das sowohl in den US-amerikanischen Billboard Charts als auch in den britischen UK Top 40 die Spitzenplatzierung erreicht hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hofburg</h3>



<ul><li>Kaisertor, Innerer Burghof, 1010 Wien</li><li><a href="http://www.hofburg-wien.at">www.hofburg-wien.at</a></li></ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Hofburg_1544531284-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4751" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Hofburg_1544531284-1024x576.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Hofburg_1544531284-300x169.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Hofburg_1544531284-768x432.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Hofburg_1544531284.jpg 1170w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Wiener Hofburg</figcaption></figure>



<p>Die Ausgestaltung der Wiener Hofburg zu der bedeutendsten Residenz der Habsburger erfolgte zwischen dem 13. Jahrhundert und dem Ende der habsburgischen Herrschaft 1918 in mehreren Etappen. Der gotische Ursprungsbau um den heutigen Schweizerhof wurde in der Folge stetig erweitert, wobei die Schwerpunkte der Entwicklung in der Barockzeit und im 19. Jahrhundert liegen. Es entstand ein weitläufiger, aus verschiedenen Trakten gebildeter Baukomplex, der das Erscheinungsbild der Wiener Altstadt maßgeblich prägt. Heute beherbergt die Hofburg unter anderem die Österreichische Nationalbibliothek (<a href="http://www.onb.ac.at">www.onb.ac.at</a>), das Weltmuseum Wien (<a href="http://www.weltmuseumwien.at">www.weltmuseumwien.at</a>) und die Schatzkammer (www.khm.at), die Silberkammer, die Kaiserappartements und das Sisi-Museum (<a href="http://www.hofburg-wien.at">www.hofburg-wien.at</a>) sowie die Spanische Hofreitschule (<a href="http://www.srs.at">www.srs.at</a>).</p>



<p>Die Konzerte des Wiener Hofburg-Orchesters in der Hofburg bieten unter anderem Werke von Wolfgang Amadeus Mozart.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schloss Schönbrunn</h3>



<ul><li>Schönbrunner Schlossstraße, 1130 Wien</li><li><a href="http://www.schoenbrunn.at">www.schoenbrunn.at</a></li><li>Tiergarten Schönbrunn &#8211; <a href="http://www.zoovienna.at">www.zoovienna.at</a></li></ul>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="895" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Schönbrunn_1544531233-1024x895.jpg" alt="" class="wp-image-4749" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Schönbrunn_1544531233-1024x895.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Schönbrunn_1544531233-300x262.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Schönbrunn_1544531233-768x671.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Schönbrunn_1544531233.jpg 1170w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Schloss Schönbrunn</figcaption></figure>



<p>Die einstige Sommerresidenz der Habsburger ist heute Wiens beliebteste Sehenswürdigkeit. Im Schloss Schönbrunn standen der Kaiserfamilie 1.441 Räume zur Verfügung. Die historisch-authentisch erhaltenen Prunkräume können auch heute noch besichtigt werden. Zum gehören unter anderem das Palmenhaus oder der Tiergarten, der älteste Zoo der Welt, der 1752 unter Kaiserin Maria Theresia erbaut wurde. Bei der Erneuerung des Tiergartens in unserer Zeit wurde mit viel Geschick die barocke Bausubstanz erhalten.</p>



<p>In der Orangerie Schönbrunn präsentiert das Schönbrunner Schlossorchester heute die berühmtesten Werke von Wolfgang Amadeus Mozart.</p>



<ul><li>Orangerie (Konzerte),</li><li>Schloss Schönbrunn, 1130 Wien</li><li><a href="http://www.imagevienna.com">www.imagevienna.com</a></li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Café Mozart</h3>



<ul><li>Albertinaplatz 2, 1010 Wien</li><li>Tel. +43-1-241 00-200</li><li><a href="http://www.cafe-mozart.at">www.cafe-mozart.at</a></li><li>täglich geöffnet von&nbsp; 8 &#8211; 24 Uhr</li></ul>



<p>„Auf der ersten Silbe betont, bezeichnet Kaffee ein Getränk, auf der zweiten betont, bedeuten Café und Kaffeehaus in Wien und Österreich eine Lebensform“, schrieb Hans Weigel 1978. Dieser Satz hatte vermutlich bereits zu Mozarts Zeit Gültigkeit. Das erste urkundlich erwähnte Wiener Kaffeehaus nach kaiserlichem Privileg durch Leopold I. wurde immerhin bereits 1685 vom Armenier Johann Diodato eröffnet.</p>



<p>Das Café Mozart ist ein klassisches Wiener Kaffeehaus im 1. Bezirk in Wien, am Albertinaplatz. In der unmittelbaren Nähe des Kaffeehauses befindet sich das Museum Albertina.</p>



<p>Am heutigen Standort des Café Mozart befand sich Jahrhunderte lang das Bürgerspitalzinshaus, das auf ein 1305 von Rudolf III. gestiftetes Nonnenkloster und Spital zurückgeht. 1783 bis 1790 erfolgte der Umbau des Bürgerspitals in ein Zinshaus. Die prominentesten Mieter waren Ferdinand Raimunds Vater, Franz Grillparzer und Emanuel Schikaneder (Librettist von Mozarts Zauberflöte).</p>



<p>Drei Jahre nach Wolfgang Amadeus Mozarts Tod eröffnete ein gewisser Georg Pöhlein im Bürgerspitalzinshaus ein Café. Im Zuge der Stadterneuerung erfolgte 1882 der Abbruch des Kaffeehauses. In dem neu errichteten Haus Ecke Maysedergasse und Albertinaplatz gab es später wieder ein Lokal, das 1929 unter der Bezeichnung Café Mozart seine Pforten öffnete. Seinen Namen erhielt das Kaffeehaus durch das Mozartdenkmal am Platz.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Weitere Begegnungspunkte</h3>



<ul><li>Waisenhauskirche, Pfarre Rennweg, Rennweg 91, 1030 Wien, <a href="http://www.pfarrerennweg.at">www.pfarrerennweg.at</a></li></ul>



<ul><li>Sterbehaus Mozart, Rauhensteingasse 8, 1010 Wien (nicht mehr existent; heute Kaufhaus Steffl)</li></ul>



<ul><li>Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, 1010 Wien, <a href="http://www.onb.ac.at">www.onb.ac.at</a></li></ul>



<ul><li>Palais Auersperg, Auerspergstraße 1, 1080 Wien, <a href="http://www.auersperg.com">www.auersperg.com</a></li></ul>



<ul><li>Palais Harrach, Freyung 3, 1010 Wien</li></ul>



<ul><li>Palais Kinsky, Freyung 4, 1010 Wien, <a href="http://www.palaisevents.at">www.palaisevents.at</a></li></ul>



<ul><li>Palais Palffy, Josefsplatz 6, 1010 Wien, <a href="http://www.palais-palffy.at">www.palais-palffy.at</a></li></ul>



<ul><li>Mozart-Brunnen, Mozartplatz, 1040 Wien</li></ul>



<ul><li>Piaristenkeller, Piaristengasse 45, 1080 Wien, <a href="http://www.piaristenkeller.at">www.piaristenkeller.at</a></li></ul>



<ul><li>Michaelerkirche, Michaelerplatz, 1010 Wien, <a href="http://www.michaelerkirche.at">www.michaelerkirche.at</a></li></ul>



<ul><li>Haus der Musik, Seilerstätte 30, 1010 Wien, <a href="http://www.hdm.at">www.hdm.at</a></li></ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wien, sein Zentralfriedhof und der Tod</title>
		<link>https://reisewiki.at/wien-zentralfriedhof-fuehrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2019 09:01:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://reisewiki.at/?p=4965</guid>

					<description><![CDATA[Wien und Tod: Das ist eine besondere Beziehung &#8211; sentimental, melancholisch und mitunter fast leidenschaftlich. Opulente Beerdigungen mit einem großen Gefolge von Trauernden sind immer <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wien-zentralfriedhof-fuehrung/" title="Wien, sein Zentralfriedhof und der Tod">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wien und Tod: Das ist eine besondere Beziehung &#8211; sentimental, melancholisch und mitunter fast leidenschaftlich. Opulente Beerdigungen mit einem großen Gefolge von Trauernden sind immer noch an der Tagesordnung. Und an Allerheiligen und Allerseelen Anfang November, wenn man sich an die Toten erinnert, strömen Tausende von Wienern zum Zentralfriedhof, eine der größten Begräbnisstätten Europas. Irgendwie scheint das logisch: Die Wiener lieben einfach das Leben. Daher lieben sie auch den Tod, die andere Seite des Lebens.</p>
<p>Es klingt ein bisschen wie ein Klischee, aber die Wiener haben tatsächlich eine besonders enge Bindung zum Tod im Vergleich zu anderen Stadtbewohnern. Die Todessehnsucht scheint ihre Wurzeln in Wien zu haben. So dient etwa der Zentralfriedhof zugleich als eine der größten Erholungsgebiete innerhalb der Stadtgrenzen. Die sterblichen Überreste von Mitgliedern der kaiserlichen Familie ruhen hier in Krypten. Und ganze Museen widmen sich den Kuriositäten und Absurditäten rund um den Tod.</p>
<p>Es kann kein Zufall, dass Sigmund Freud die Todessehnsucht ausgerechnet in Wien entdeckt hat, dass Johann Strauß Vater und Sohn, beide durch die Angst vor Reisen, Alter, Krankheit und Tod gequält, hier ihre unsterbliche Musik komponierten: den Wiener Walzer, unter dessen scheinbar glückseligen Fassade Melancholie und Trauer stecken.</p>
<h2><strong>Zentralfriedhof – Platz für drei Millionen Menschen</strong></h2>
<p>Er ist die zweitgrößte Begräbnisstätte in Europa (nach dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg), mit einer Fläche von 2,4 Quadratkilometern und mehr als 330.000 Gräbern, in denen drei Millionen Menschen ruhen. Zugleich ist der Wiener Zentralfriedhof so etwas wie eine Wiener Institution. Stadtbewohner besuchen ihn gerne im Zuge eines Familienausflugs. Zur Besichtigung steht sogar eine Pferdekutsche zur Verfügung am Stand vor dem Haupteingang.</p>
<p>Gebaut nach geomantischen Prinzipien soll der Park den Trauerprozess unterstützen. Es gibt auch ein Babyfriedhof, und die Bewohner der Stadt, die ihre sterblichen Überreste der medizinischen Wissenschaft zur Verfügung stellen, sind im anatomischen Friedhof beigesetzt. Naturbestattungen können am Waldfriedhof sowie im Garten der Erinnerung durchgeführt werden. Hier stehen Urnen in den Wurzeln von ausgewählten Bäumen und blühenden Sträuchern. Der Name des Verstorbenen wird auf einer Gemeinschaftsgedenktafel verewigt.</p>
<p>Nichts ist zu teuer für die Ewigkeit; zumindest scheinen das die Wiener zu denken. Eine Schöne Leich (&#8222;schöne Beerdigung&#8220;) umfasst die Beisetzung im großen Stil mit einem traditionellen Pferdegespann, professionellen Sprechern am offenen Grab und einem opulenten Leichenschmaus. Über die Hälfte aller Hinterbliebenen wählt das teure &#8222;Begräbnis erster Klasse&#8220;.</p>
<p>Das Wiener Konzept einer schönen Beerdigung ist nicht ausschließlich die Domäne der menschlichen Bewohner der Stadt. Haustiere, von denen es in der österreichischen Hauptstadt viele gibt, werden ebenfalls gerne stilvoll beigesetzt.</p>
<p>In der Stadt mit ihren rund 1,7 Millionen Einwohnern tummeln sich unzählige Hunde, und schätzungsweise 15 Prozent der Haushalte verfügen über Katzen. Im Jahr 2011 wurde der erste Wiener Tierfriedhof eröffnet, komplett mit Totenkapelle, Krematorium, Denkmälern mit Inschriften und für zahlungskräftige Besitzer auch mit Grabsteinen ​​einschließlich Grabpflege.</p>
<h2>Kuriositäten der Wiener Bestattungskultur</h2>
<p>Die Ausgaben der Wiener für Beerdigungen beschäftigten schon Kaiser Joseph II. Im Jahr 1785 verordnete er sozusagen ein Sparmodell: einen Sarg mit einer Klappe auf der Unterseite, durch die der Leichnam in das Grab fallen gelassen werden konnt. Das ermöglichte die Weiterverwendung des Sargs. Doch die Wiener waren mit dieser Neuerung nicht einverstanden. Sie zeigten ihre Empörung in Unruhen und Protestmärschen und zwangen den Regenten, sein Edikt zurückzunehmen.</p>
<p>Einer dieser „Sparsärge“ ist im Bestattungsmuseum Wien zu sehen. Zu den rund tausend Exponaten rund um den Totenkult gehören Schärpen, Totengräber-Zubehör, Urnen, Särge, Leichenwagen, und ein sogenannter &#8222;Sitzsarg&#8220; sowie Erfindungen wie die &#8222;lebensrettende Glocke&#8220;, mit dem Menschen, die nicht wirklich tot waren, die Aufmerksamkeit der Trauernden von innerhalb ihrer Särge erwecken konnten. Diese Erfindung wurde später durch einen Alarmknopf verdrängt. Die Angst, lebendig begraben zu werden, war durchaus berechtigt. Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts dürfte der Anteil der Scheintoten bei 0,5 bis 2 Prozent gelegen sein! Um diesem Schicksal zu entgehen, verfügten viele Menschen in ihrem Letzten Willen, dass man ihnen vor dem Begräbnis ins Herz stechen oder die Adern öffnen möge. Die entsprechenden Werkzeuge sind ebenfalls im Bestattungsmuseum zu sehen.</p>
<p><strong>Keine Begräbnisse mehr im Stadtzentrum</strong></p>
<p>Über viele Jahrhunderte wollten die Wiener ihre Toten so nah bei ihren Häusern wie möglich begraben. Die größten Friedhöfe wurden daher im Zentrum der Stadt, nahe dem Stephansdom, St. Ruprecht und dem Schottenstift angelegt. Diese Praxis kam zu einem Ende während der Herrschaft von Kaiser Joseph II.. Der Reformer verbot Bestattungen in Kirchen und Krypten in der Mitte der Stadt, die vor allem bei Epidemien aus allen Nähten platzten. Er verlegte die Bestattungen in Vororte wie Währing oder Matzleinsdorf, die heute längst ein Teil des Stadtgebietes sind. Bereits hundert Jahre später waren diese Friedhöfe wieder von Wohnhäusern umgeben.</p>
<p>Der Zentralfriedhof, Wiens große &#8222;Stadt der Toten&#8220; in Simmering, wurde 1874 gegründet. Heute steht er Katholiken, Protestanten und Juden offen; es gibt islamische und christlich-orthodoxe Abschnitte. Ebenso Bereiche für Buddhisten und Mormonen.</p>
<p>Von architektonischem Interesse ist das Krematorium gegenüber dem Haupteingang von Clemens Holzmeister, das in den Jahren 1922 bis 1923 gebaut wurde.</p>
<h2>Die Ehrengräber &#8211; Curd Jürgens bis Arthur Schnitzler</h2>
<p>Die Ehrengräber auf dem Zentralfriedhof sind auf einer kostenlosen Karte, die am Haupteingang erhältlich ist, verzeichnet. Sie führt die die Besucher zu den letzten Ruhestätten von so bekannten Persönlichkeiten wie Johannes Brahms, <a href="https://reisewiki.at/gustav-mahler-oesterreichische-komponisten/#Johann_Strauss_Vater">Johann Strauß Vater und Sohn</a>, <a href="https://reisewiki.at/gustav-mahler-oesterreichische-komponisten/#Beethoven_Ludwig_van">Ludwig van Beethoven</a>, Wolfgang Amadeus Mozart (Gedenkstein), <a href="https://reisewiki.at/gustav-mahler-oesterreichische-komponisten/#Franz_Schubert">Franz Schubert,</a> Arthur Schnitzler (in der jüdischen Sektion) oder Curd Jürgens.</p>
<p>Im Jahr 2013 fand eine Einweihungsfeier an der nationalen Gedenkstätte für die Opfer der NS-Justiz auf dem Zentralfriedhof statt. Eine Gedenktafel an diesem Platz erinnert an etwa 2.000 Menschen, die vom Naziregime ermordet wurden.</p>
<p><strong>Mozart im Friedhof St. Marx</strong></p>
<p>Der Friedhof St. Marx hat seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Dieses einzigartige Gräberfeld, der einzige Biedermeier-Friedhof in Wien, bietet eine bezaubernde und sehr romantische Atmosphäre. Die von Efeu bewachsenen Grabsteine​​, Inschriften zum Gedenken an Industrielle oder den wohlhabenden Adel, die langen Alleen und, besonders wichtig, dem ehemaligen Massengrab, in dem Mozart ursprünglich begraben wurde, haben aus ihm eine besondere Pilgerstätte für Melancholiker und Romantiker gemacht.</p>
<p>Beliebt sind auch die stilvollen Friedhöfe von Hietzing, Grinzing, Döbling und Heiligenstadt mit ihren vielen Gräbern von zeitloser Eleganz. Und der jüdische Friedhof in der Seegasse ist wirklich etwas Besonderes. Über 400 Jahre alt, wurde er von den Nazis verwüstet und erst 1984 wieder eröffnet.</p>
<p>Der Friedhof der Namenlosen befindet sich weit vom Zentrum der Stadt entfernt an den Ufern der Donau im Alberner Hafen. Hier wurden namenlose Unfallopfer und Personen, deren Identität nicht festgestellt werden konnte, begraben.</p>
<h2>Die Kaisergruft</h2>
<p>Kaiser Ferdinand III verfügte, dass das Gewölbe der Kirche der Kapuziner als offizielle Begräbnisstätte der Habsburger dienen sollte. Rund 150 Personen sind hier beigesetzt. Alle &#8211; mit einer Ausnahme, einer Erzieherin der Kaiserin Maria Theresia – sind Mitglieder der Habsburger-Dynastie.</p>
<p>Ein großer Doppelsarkophag mit lebensgroßen Figuren beherbergt die Gebeine der Kaiserin Maria Theresia und ihres Gemahls Franz Stephan von Lothringen. Joseph II. ruht bescheiden in einem einfachen Kupfersarg. Kaiser Franz Joseph fand neben Kaiserin Sisi und Kronprinz Rudolf die letzte Ruhe. Sein Bruder, Kaiser Maximilian I., der in Mexiko ermordet wurde, findet Platz in einem neuen Gewölbe, das in den 1950er Jahren eröffnet wurde. Auch Österreich letzte Kaiserin Zita wurde 1989 pompös und unter großem Medienaufgebot neben ihren Verwandten in der Kaisergruft beerdigt, wo Nachfahren der Habsburger Linie auch heute noch bestattet werden. Etwa im Jahr 2011 Dr. Otto Habsburg-Lothringen, der erstgeborene Sohn des letzten Kaiserpaares Karl I. und Zita. Einer der Brüder Ottos, Carl Ludwig, wurde ebenfalls im Jahr 2008 hier begraben.</p>
<p>Grauenhaft, aber wahr: Nach einem unveränderlichen Ritual wurden die Körper der Habsburger früher an drei Orten begraben. Die Herzen wanderten in eine Gruft der Augustinerkirche in eine silberne Urne. Die Därme wurden in Kupferurnen in die Herzogsgruft in den Stephansdom gebracht. Und die &#8222;verbleibenden Reste&#8220; wurden einbalsamiert und in der Kaisergruft beigesetzt.</p>
<h2>Die Katakomben</h2>
<p>Führungen durch die Katakomben des Stephansdoms sind ein etwas makaberes Erlebnis. Sie enthalten die Knochen von Tausenden von Wienern, die aus dem früheren Friedhof des Doms auf Befehl von Kaiser Joseph II. exhumiert wurden. Auch in der Krypta der Kirche St. Michael ruhen immer noch Tausende von Knochen, mehrere hundert Särge und &#8211; aufgrund der besonderen klimatischen Bedingungen &#8211; einige hervorragend erhaltene Mumien in ebenso gut erhaltene Kleidung.</p>
<hr />
<h2>ÜBERSICHT DER WIENER FRIEDHÖFE</h2>
<p><strong>Bestattungsmuseum Wien</strong></p>
<p>Wiener Zentralfriedhof, Tor 2 Haupteingang, unter Aufbahrungshalle 2, Simmeringer Hauptstraße 234, 1110 Wien</p>
<p><a href="http://www.bestattungsmuseum.at">www.bestattungsmuseum.at</a></p>
<p><strong>Zentralfriedhof</strong></p>
<p>Simmeringer Hauptstraße 234, 1110 Wien</p>
<p><a href="http://www.friedhoefewien.at">www.friedhoefewien.at</a></p>
<p>November-Februar 8-17 Uhr, März + Oktober 7-18 Uhr, April-September 7-19 Uhr, Mai-August jeden Donnerstag bis 20 Uhr</p>
<p><strong>Friedhof der Namenlosen</strong></p>
<p>Alberner Hafenzufahrtsstraße, östlich des Hafenareals, 1110 Wien</p>
<p><a href="http://www.friedhof-der-namenlosen.at">www.friedhof-der-namenlosen.at</a></p>
<p>Friedhof rund um die Uhr zugänglich, Kapelle und Totenkammer nach tel. Vereinbarung</p>
<p><strong>Friedhof St. Marx</strong></p>
<p>Leberstraße 6-8, 1030 Wien,</p>
<p>April, Oktober 7-17 Uhr, Mai, September 7-18 Uhr, Juni-August 7-19 Uhr, November-März 7 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit</p>
<p><strong>Herzgruft</strong></p>
<p>In der Augustinerkirche, Eingang vom Josefsplatz, 1010 Wien</p>
<p><a href="http://www.augustinerkirche.at">www.augustinerkirche.at</a></p>
<p>Führungen jeweils sonntags nach dem Hochamt, ca. 12.15 Uhr und nach Voranmeldung</p>
<p><strong>Jüdischer Friedhof</strong></p>
<p>Seegasse 9-11, 1090 Wien (Eingang durch das Pensionistenheim</p>
<p><a href="http://www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/seegasse.html">www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/seegasse.html</a></p>
<p>Mo-Fr: 7-15 Uhr</p>
<p><strong>Kaisergruft (Kapuzinergruft)</strong></p>
<p>Neuer Markt/Tegetthoffstraße, 1010 Wien</p>
<p><a href="http://www.kaisergruft.at">www.kaisergruft.at</a></p>
<p>täglich 10-18 Uhr</p>
<p><strong>Michaelerkirche</strong></p>
<p>Michaelerplatz 5, 1010 Wien</p>
<p><a href="http://www.michaelerkirche.at">www.michaelerkirche.at</a></p>
<p>Gruftführungen: Tel. +43-650 533 80 03, November &#8211; Ostern Do, Fr und Sa 11 und 13 Uhr, Ostern &#8211; Oktober Mo &#8211; Sa 11 und 13 Uhr (jeweils außer an kirchlichen Feiertagen) und nach Vereinbarung</p>
<p><strong>Islamischer Friedhof</strong></p>
<p>Großmarktstraße 2a, 1230 Wien</p>
<p><a href="http://www.derislam.at">www.derislam.at</a></p>
<p>Mo-Fr 7.30-16.30 Uhr, Sa, So, Feiertage:  7.30-15:30 Uhr</p>
<p><strong>Josephinum (Museum des Instituts der Geschichte der Medizin)</strong></p>
<p>Währinger Straße 25, 1090 Wien, Tel. +43-1-401 60-260 00, www.meduniwien.ac.at/josephinum</p>
<p>Fr &#8211; Sa 10-18 Uhr</p>
<p><strong>St. Stephan</strong></p>
<p>Stephansplatz, 1010 Wien</p>
<p><a href="http://www.stephanskirche.at">www.stephanskirche.at</a></p>
<p>Katakombenführungen: Mo &#8211; Sa 10-11.30 Uhr und 13.30-16.30, So und Feiertage 13.30-16.30 Uhr</p>
<p><strong>Tierfriedhof Wien</strong></p>
<p>Simmeringer Hauptstraße 339 (gegenüber Haupteingang Zentralfriedhof), 1110 Wien</p>
<p><a href="http://www.tfwien.at">www.tfwien.at</a></p>
<p>November bis Ende Februar 8 bis 17 Uhr, März und 1. Oktober bis 2. November 7 bis 18 Uhr, April und September 7 bis 19 Uhr, Mai bis August 7 bis 20 Uhr</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wien &#8211; der kleine Architektur- und Kunstführer</title>
		<link>https://reisewiki.at/wien-architektur-fuehrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2019 08:40:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://reisewiki.at/?p=4955</guid>

					<description><![CDATA[Der kleine Wien-Guide für große Erlebnisse: Tauchen Sie ein in die vielfältige, spannende und noch immer lebendige Historie dieser Stadt! Starten Sie eine Zeitreise: Erleben <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wien-architektur-fuehrung/" title="Wien &#8211; der kleine Architektur- und Kunstführer">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der kleine Wien-Guide für große Erlebnisse: Tauchen Sie ein in die vielfältige, spannende und noch immer lebendige Historie dieser Stadt! Starten Sie eine Zeitreise: Erleben Sie Wien in der Zeit der Römer, lernen Sie den Wiener Mozart kennen und verfolgen Sie die spannenden Veränderungen in Architektur und städtebaulichen Konzepten!</p>
<p>Mit seiner gelungenen Mischung aus imperialer Tradition und aktueller Kreativität hat sich die österreichische Hauptstadt als einer der Hauptakteure am globalen Tourismusmarkt etabliert. Rund 13 Millionen Übernachtungen verzeichnet die Metropole pro Jahr. Geschichte ist in Wien allgegenwärtig: in den Bauten, in seiner Musik und in seinen Kunstwerken.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-4957" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Belvedere_1548319086-1024x682.jpg" alt="" width="690" height="460" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Belvedere_1548319086-1024x682.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Belvedere_1548319086-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Belvedere_1548319086-768x512.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Belvedere_1548319086.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p><em>Eingang zum Schloss Belvedere: Treten Sie ein ins historische Wien!<br />
</em></p>
<h2>Von kaiserlicher bis moderner Architektur</h2>
<p>Wien verdankt seine universelle Anziehungskraft der spannungsreichen Verbindung von kaiserlich-nostalgischem Flair mit einer sehr kreativen Kulturszene, der verantwortungsvollen Pflege eines kostbaren Erbes und liebenswerter Traditionen im Einklang mit aktuellen Trends. Die Architektur aus der Kaiserzeit hat einen unauslöschlichen Eindruck in der Stadt hinterlassen. Prächtige Bauten, vor allem aus dem Barock, Historismus (&#8222;Ringstraße&#8220;) und Jugendstil prägen die Stadt. Ein beachtliches Erbe für die Hauptstadt der kleinen Republik Österreich mit nur 8,4 Millionen Einwohnern. In Wien überdauert bis heute die Romantik eines längst verlorenen Reiches.</p>
<p>Doch es ist nicht nur die kaiserliche Architektur der Stadt, die ihre Schönheit ausmacht. Wien bietet auch weltbekannte Museen, Kunstsammlungen und Kunstwerke. Das Kunsthistorische Museum Wien (Museum der Schönen Künste) beherbergt die weltweit größte Sammlung von Gemälden von Bruegel sowie die neu renovierte Kunstkammer, eine einzigartige Sammlung von Artefakten und Kuriositäten. Zahlreiche Werke von Gustav Klimt und Egon Schiele werden im Belvedere und im Leopold Museum im Museumsquartier ausgestellt.</p>
<p>Das Museumsquartier, eine kulturelle Attraktion von internationalem Rang, befindet sich im Stadtzentrum in der Nähe zu den berühmten Museen und wurde im Jahr 2001 eröffnet. Dieser zentral gelegene Kulturkomplex ist eine architektonisch faszinierende Kombination aus Barock (die ehemaligen Hofstallungen) und einer zukunftsorientierte Gestaltung der Architekten Ortner &amp; Ortner. Mit 60.000 Quadratmetern Nutzfläche auf acht unterschiedlichen Ebenen ist es eines der zehn größten Kulturareale der Welt und bietet eine einzigartige Mischung von Ausstellungsobjekten.</p>
<p>Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind: das Leopold Museum (wie bereits erwähnt) mit der weltweit größten Sammlung von Schiele-Bildern und Werken von renommierten modernen österreichischen Künstlern wie Klimt, Kokoschka und Gerstl; das mumok &#8211; Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, das Architekturzentrum Wien und die Kunsthalle Wien. Zwei Festhallen werden für hochkarätige Veranstaltungen wie die Wiener Festwochen, das Tanzfestival Impulstanz und auch für Popkonzerte genutzt. Ein Kindermuseum, ein Kindertheater, ein Informationszentrum für Jugendliche, und eine Reihe von attraktiven Restaurants, Cafés und Geschäfte ergänzen die reiche Auswahl an kulturellen Angeboten.</p>
<p>In der Nähe der Staatsoper beherbergt die Albertina die weltweit größte Sammlung von Grafiken mit etwa 60.000 Zeichnungen, einigen Millionen Drucken und einer umfangreichen Sammlung von Fotomaterial. Für leibliche Genüsse sorgt das gute Essen in Do &amp; Co Restaurant der Albertina nach dem Besuch einer der Ausstellungen.</p>
<p>Die Belvedere-Schlösser und Gärten bilden eine der europaweit schönsten Barockensembles. Das Obere Belvedere beherbergt die weltweit führende Sammlung österreichischer Kunst aus dem Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Zu den absoluten Highlights zählt die weltweit größte Sammlung von Werken von Gustav Klimt &#8211; einschließlich seiner bekanntesten Komposition, der Kuss. Das Untere Belvedere und die Orangerie sind Gastgeber ständig wechselnder Saisonausstellungen. Ein kurzes Stück vom Oberen Belvedere entfernt, befindet sich der ehemalige Österreich-Pavillon der Weltausstellung von 1958.</p>
<p>Am 24. April 2004 &#8211; 150 Jahre nach der Hochzeit von Kaiserin Elisabeth (1837-1898) und Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) – wurde das Sisi Museum in der Hofburg eröffnet. Die Exponate umfassen eine Reihe von persönlichen Gegenständen Elisabeths einschließlich einer Replik des Kleides, das sie am Vorabend ihrer Hochzeit trug, ihrem Morgenmantel und ihrem Sonnenschirm sowie Fächer und Handschuhe. Auch das luxuriöse Interieur des Eisenbahnwagens, den die Kaiserin auf Reisen benützte, kann besichtigt werden.</p>
<hr />
<h2>Imperial Nostalgie und zeitgenössische Trends</h2>
<p>Das Spannungsfeld zwischen Tradition die sich etwa in den <a href="https://reisewiki.at/wien-einkaufen-designer-gut-essen-uebernachten-einkaufen/#Gute_Konditoreien">Cafés</a> und Weinstuben mit dem typischen Wiener Gemütlichkeit ausdrückt und der Moderne, wie sich sich etwa in Veranstaltungen Bällen und dem Festival für elektronische Musik zeigt, vermittelt einen Lebensstil, der Gäste aus der ganzen Welt anspricht.</p>
<p>Der <a href="https://reisewiki.at/wien-einkaufen-designer-gut-essen-uebernachten-einkaufen/#Der_Wiener_Naschmarkt">Naschmarkt</a>, Wiens multinationaler Obst-und Gemüsemarkt, bietet auch einen Flohmarkt (jeden Samstag). Der Markt hat in seiner Umgebung die Entstehung einer außerordentlich vielfältige Gastronomieszene gefördert. Die Mariahilfer Straße, eine Straße, die das historische Zentrum mit dem Schloss Schönbrunn verbindet, hat sich seit der Fertigstellung der U-Bahn-Linie U3 zur größten Einkaufsmeile der Stadt entwickelt. Im Sommer drängen sich Wiener und Touristen nicht nur im Prater mit dem berühmten Riesenrad, sondern auch auf der Copa Cagrana auf der Donauinsel – mit dem Donauinselfest, Europas größter kostenloser Open-Air-Party im Juni, als Höhepunkt. Strandatmosphäre bieten auch zahlreiche Badestellen am Fluss entlang des Donaukanals, wo der Sommer mit coolen Drinks gefeiert wird.</p>
<p><strong>Ermäßigungen: die Wien-Karte</strong></p>
<p>Die Wien-Karte gilt als 72-Stunden-Netzkarte für die freie Fahrt auf Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie bietet aber auch eine Reihe von Ermäßigungen. Erhältlich ist sie in vielen Wiener Hotels, in der Touristinformation, in Reisebüros und in den Verkaufsstellen der öffentlichen Verkehrsmittel (<a href="http://www.wienkarte.at">www.wienkarte.at</a>). Die Inhaber der Wien-Karte können die Vorteile von mehr als 210 Preissenkungen und Sonderangeboten nützen. Die Palette reicht vom ermäßigten Museumseintritt bis hin zu Shopping-Angeboten. Details verrät eine Gutschein-Broschüre, die mit jeder Wien-Karte ausgehändigt wird. Alternativ gibt es auch eine etwas günstigere 48-Stunden-Wien-Karte, die die gleichen Vorteile wie das 72-Stunden-Pendant bietet.</p>
<p>Das zentrale Tourist-Informationsbüro von Wientourismus befindet sich direkt hinter der Wiener Staatsoper am Albertinaplatz (Ecke Maysedergasse, 1010 Wien). Neben allgemeinen Informationen und Unterstützung bei der Beschaffung von <a href="https://reisewiki.at/wien-einkaufen-designer-gut-essen-uebernachten-einkaufen/#Gut_uebernachten_in_Wien">Hotelunterkünften</a> bietet das Informationszentrum auch Eintrittskarten, Last-minute-Tickets für kulturelle Veranstaltungen und kostenfreiem WLAN, täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr.</p>
<hr />
<h2>Wiens Geschichte und seine Architektur</h2>
<p>Wiens 2000-jährige Geschichte ist eng mit der Stadt in ihrer gegenwärtigen Form verbunden. Das Design der Innenstadt geht auf eine römische Siedlung und das Straßennetz des Mittelalters zurück. Romanische und gotische Kirchen prägen den Charakter der Straßen und Plätze; ebenso zahlreiche Paläste und Stadthäuser aus der Barockzeit.</p>
<p>Die Ringstraße war der ultimative Ausdruck einer modernen Metropole im neunzehnten Jahrhundert; ausgedehnte Wohnanlagen in den Außenbezirken bestimmen den Ton des Zwanzigsten Jahrhunderts. Derzeit werden eine Reihe von Großplanungen umgesetzt. Stararchitekten arbeiten daran, die Skyline Wiens neu zu definieren.</p>
<p>Wegen seiner Rolle als Kaiserresidenz und als ein Zentrum der Macht in Europa war die österreichische Hauptstadt über Jahrhunderte im Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Dies förderte die Entwicklung wertvoller Architektur, wie sie heute in einem ähnlichen Ausmaß wohl nur wenige andere Städte bieten.</p>
<p>Im Laufe der Jahre hat sich die Stadt konsequent darum bemüht, diese historischen Highlights zu integrieren sowie den Weg für einige spektakuläre Neubauten freizumachen. Als die am schnellsten wachsende Großstadt im deutschsprachigen Raum setzt Wien heute weltweit neue Maßstäbe, vor allem im Wohnungsbau. Die Erhaltung der gewachsenen Strukturen und der Dialog zwischen Alt und Neu sind in der Wiener Architektur Konstanten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-4962" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Stephansdom_1548319911-1024x768.jpg" alt="" width="690" height="518" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Stephansdom_1548319911-1024x768.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Stephansdom_1548319911-300x225.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Stephansdom_1548319911-768x576.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Stephansdom_1548319911.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p>Architektur-Highlight des Mittelalters: der Stephansdom</p>
<p>Die älteste architektonische Sehenswürdigkeit in Wien ist der <a href="https://reisewiki.at/stefansdom-wien/">Stephansdom</a>. Unter den Habsburgern, die prägend auf das Erscheinungsbild der Stadt vom späten dreizehnten Jahrhundert bis 1918 wirkten, wurde der Dom nach und nach als ein Denkmal für die Ambitionen der herrschenden Dynastie erweitert. Der von den Wienern liebevoll &#8222;Steffl&#8220; genannte Dom mit seinem 137 Meter hohe Südturm wurde 1433 fertiggestellt. Er gilt als ein Meisterwerk der europäischen Spätgotik. Über lange Zeit war er das höchste Gebäude aus Stein in Europa und ist bis heute der unbestrittene Mittelpunkt der Stadt.</p>
<p><strong>Kaiserliche Hauptstadt des Barock</strong></p>
<p>Wiens Aufstieg in die Reihen der großen europäischen Hauptstädte begann in der Barockzeit. Zu den wichtigsten Architekten dieser Zeit zählen Johann Bernhard Fischer von Erlach und Johann Lucas von Hildebrandt. Eine Reihe von Sommerpalästen entstand außerhalb der Stadtmauern. Das Gartenpalais Schwarzenberg (1697-1704), Prinz Eugens Winterpalais (1695-1724, heute eine Außenstelle des Belvedere) und das Palais Daun-Kinsky (1713-1719, heute das Auktionshaus im Kinsky) gehören zu den wichtigsten Stadtpalästen.</p>
<p>Der Kaiser erweiterte die Hofburg mit dem Bau der Hofbibliothek (1722-1726) und der Winterreitschule (1729 bis 1734). Auch Kirchen und Klöster prägten in der Zeit der Habsburger die Stadt. Etwa Fischer von Erlachs Karlskirche, die außerhalb der Stadtmauern zwischen 1714 und 1739 errichtet wurde. Sie ist eines der wichtigsten Werke des europäischen Barock mit einer wunderschön ausgeführten Fassade. Die farbenfrohen Innenräume der Kirchen wie etwa jener der Peterskirche (1701-1722) zeugen von Ehrgeiz der Architektur dieser Periode, Malerei und Skulptur in einem harmonischen Einklang zu bringen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-4963" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Karlskirche_1548319971-1024x575.jpg" alt="" width="690" height="387" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Karlskirche_1548319971-1024x575.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Karlskirche_1548319971-300x169.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Karlskirche_1548319971-768x431.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2019/01/Karlskirche_1548319971.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p><em>Ein barockes Juwel: die Karlskirche. Im Sommer stellt das Wiener Stadtgartenamt vor der Kirche Palmen und Oleander auf.</em></p>
<p><strong>Eine Stadt wird zur Metropole</strong></p>
<p>Pläne, die hoffnungslos überfüllte Stadt zu erweitern, führten 1857 dazu, dass Kaiser Franz Joseph die Befestigungsanlagen der Stadtmauern abreißen ließ, sodass das historische Zentrum mit den Vorstädten verbunden werden konnte. 1865 eröffnet, ist die Ringstraße der wichtigste Vorzeigeboulevard in Europa. Die Gebäude sind fast alle in ihrer ursprünglichen Pracht erhalten. Sie bieten einen authentischen Eindruck von einer Metropole des Neunzehnten Jahrhunderts. Die Architektur der offiziellen öffentlichen Gebäude an der Ringstraße spiegelt ihren Zweck wider: die klassischen griechischen Formen von Theophil Hansen für das <a href="https://reisewiki.at/wien-architektur-fuehrung/#Das_Parlament">Parlament</a> (1871-1883) beziehen sich auf die Demokratie, der Stil von Heinrich Ferstels Universitäts-Renaissance-Gebäudes (1873-1884) auf die Blüte des Humanismus, und Friedrich Schmidts gotisches Rathaus (1872-1883) steht für den Bürgerstolz des Mittelalters.</p>
<h2>Das Parlament</h2>
<p>Die Bauten des Kaiserhauses dominieren den Ring bis heute: Eduard van der Nülls und August Sicardsburgs Staatsoper (1863-1869), Gottfried Sempers und Carl Hasenauers Burgtheater (1874-1888), das Kunsthistorische Museum, das Naturhistorische Museum (1871-91) und die Neue Hofburg (1881-1918). Zur gleichen Zeit war die Ringstraße der bevorzugte Aufenthaltsort für die meist jüdische Oberschicht. Familien wie die Ephrussis, die Epsteins und die Todescos errichteten luxuriöse Paläste und betonten so die  kulturelle Führung in der Wiener Gesellschaft. Die Weltausstellung 1873 gab Wien schließlich die Möglichkeit, sich einem internationalen Publikum zu präsentieren. Viele Hotels eröffneten an der Ringstraße einschließlich dem Hotel Imperial und dem heutigen Palais Hansen Kempinski.</p>
<p><strong>Fin de Siècle in Wien</strong></p>
<p>Eines der letzten Gebäude, das an der Ringstraße fertiggestellt wurde, war Otto Wagners Postsparkasse (1903-1906). Mit seiner schmucklosen Fassade und der gläsernen Kassenhalle ist es bis heute eine Ikone der modernen Architektur. Otto Wagner vertrat den Geist der Veränderung an der Wende des Jahrhunderts wie kein anderer. Seine S-Bahn-Stationen brachten architektonische Schönheit in das öffentliche Verkehrsnetz der Stadt, und seine Kirche am psychiatrischen Krankenhaus Steinhof gilt als erste moderne Kirche (1904-1907).</p>
<p>Die U-Bahn-Station Karlsplatz ist eine architektonische Besonderheit: Die Station besteht aus zwei mit Ornamenten üppig verzierten, einander gegenüberliegenden Pavillons. Ausgeführt wurden sie von Otto Wagner als Stahlskelettbau mit vorgehängten Marmorplatten im Dekor des Jugendstils.</p>
<h2>Otto Wagners Kirche am Steinhof</h2>
<p>Wagners unbeirrbarer Fokus auf die Funktion eines Gebäudes beeinflusste eine ganze Generation von Architekten. Etwa Joseph Maria Olbrich, der die Secession (1897-1898) plante und Josef Hoffmann, Architekt des Sanatoriums Purkersdorf (1904) am westlichen Stadtrand der Stadt. Hoffmann gilt auch als Gründer der Wiener Werkstätte (1903).</p>
<p>Der wichtigste unter ihnen war Adolf Loos &#8211; das Looshaus am Michaelerplatz schrieb bei seiner Enthüllung Architekturgeschichte (1909 -1911). Die Geschäftsebene ist aufwendig mit Marmor verkleidet und steht in absolutem Gegensatz zu der schlichten Fassade im oberen Teil, sodass die &#8222;Nacktheit&#8220; der oberen Etagen noch deutlicher hervortritt. Diese funktionell motivierte Aussage war so provokativ wie Loos kulturkritische Texte („Ornament und Verbrechen“), mit denen er großen Einfluss auf die Architektur des 20. Jahrhunderts nahm.</p>
<p>Loos wurde von der öffentlichen Auftragsvergabe auf die schwarze Liste gesetzt. Seine wichtigsten Werke sind daher Villen, Wohnprojekte und Läden wie der Schneidersalon Knize am Graben (1910-1913), der in seinem ursprünglichen Zustand bis heute erhalten ist, und der restaurierten Loos Bar (1908-1909) unweit der Kärntnerstraße.</p>
<h2>Moderner und sozialer Wohnungsbau</h2>
<p>Mit dem Zusammenbruch der Monarchie im Jahre 1918 wurde Wien zur Hauptstadt des neuen Rumpfstaates von Österreich. Im Herzen der Innenstadt erbauten die Architekten Theiss &amp; Jaksch das erste Hochhaus der Stadt, ein exklusives Wohnhaus in der Herrengasse 6-8 (1931-1932). Um dem großen öffentlichen Bedarf an Wohnraum zu genügen, begann die sozialdemokratische Stadtregierung ein Aufbauprogramm, das weltweit einzigartig war. Es erlaubte die Schaffung von 60.000 Wohnungen in hunderten von Wohnanlagen in der ganzen Stadt innerhalb von nur wenigen Jahren. Darunter ist auch der bekannte Karl-Marx-Hof (1925-1930), von Karl Ehn entworfen.</p>
<p>Die internationale Werkbundsiedlung, eine Alternative zu den mehrstöckigen Wohngebäuden, eröffnete im Jahr 1932. 31 Architekten aus Österreich, Frankreich, Deutschland, Holland und den USA waren in das Projekt, das Modelle für bezahlbaren Wohnbau präsentierte, eingebunden. Darunter Adolf Loos, André Lurçat, Richard Neutra und Gerrit Rietveld. Damit zählt die Werkbundsiedlung, die umfangreich renoviert wurde, zu den wichtigsten Dokumenten der modernen Architektur in Österreich.</p>
<p>Die Moderne fand auch Ausdruck in einer Reihe von Villen, die in dieser Zeit gebaut wurden. Bemerkenswert ist etwa das strenge Design und die radikale Ästhetik des Stonborough-Wittgenstein Hauses (1926-1928, heute bulgarisches Kulturinstitut), das vom Architekten Paul Engelmann und dem Philosophen Ludwig Wittgenstein für Wittgensteins Schwester Margarete entwickelt wurde.</p>
<p><strong>Kriegswirren und Wiederaufbau</strong></p>
<p>Nach der Annexion Österreich an das Deutsche Reich im Jahr 1938 wurden viele jüdische Bauherren und Architekten, die in der Wiener Architektur eine wichtige und äußerst positive Rolle gespielt hatten, aus dem Land vertrieben. Wien wurde im Wesentlichen von Bauprojekten der Nazi-Ära verschont, mit Ausnahme der sechs Stahlbeton-Flaktürme von Friedrich Tamms, die zwischen 1942 und 1945 gebaut, immer noch ihre Spuren in der städtischen Skyline hinterlassen.</p>
<p>Die Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden von Wiederaufbaumaßnahmen in der stark bombengeschädigten Stadt geprägt. Ästhetisch war Pragmatismus das bestimmende Merkmal der Architektur dieser Zeit, obwohl Versuche unternommen wurden, um an die großen Leistungen der Zeit vor 1938 anzuknüpfen und internationale Beachtung zu finden. Roland Rainers Stadthalle (1952-1958), Das Wien Museum am Karlsplatz von Oswald Haerdtl (1954-1959) und das 21er Haus (1958-1962) von Karl Schwanzer gehören zu den wichtigsten Bauten der 1950er Jahre.</p>
<p><strong>Visionäre Entwürfe der 1960er Jahre</strong></p>
<p>In den 1960er Jahren suchte eine neue Generation nach Alternativen zu den architektonischen Entwürfen der Wiederaufbaujahre. Mit ihren visionären Ideen verschafften sich Raimund Abraham, Günther Domenig, Eilfried Huth, Hans Hollein, Walter Pichler, und die Gruppen Coop Himmelb(l)au, Haus-Rucker-Co, Missing Link und schnell internationale Aufmerksamkeit.</p>
<p>Wien hatte einen großen Einfluss auf die internationalen postmodernen und dekonstruktivistischen Bewegungen der 1970er und 1980er Jahre. Holleins futuristisches Kerzengeschäft Retti (1964-1965) am Kohlmarkt und Domenigs biomorphes Gebäude der Zentralsparkasse (1975-1979) in Favoriten gehören zu den frühesten Beispielen, die später ergänzt wurden von Holleins Haas-Haus (1985-1990), dem Dachausbau Falkestraße (1987) oder von Coop Himmelb(l)aus und Domenigs T-Center (2002-04). Ausländische Aufträge ergingen an Domenig, Hollein, Coop Himmelb(l)au und die Architekten Ortner &amp; Ortner und verschafften der neue österreichischen und Wiener Architektur eine internationale Stimme.</p>
<p><strong>Museumsquartier und Gasometer</strong></p>
<p>Seit den 1980er Jahren war ein wichtiger Schwerpunkt der Architektur in Wien der Neubau im historischen Kontext. Zu den besten international bekannten Projekten zählt das Museumsquartier (Wettbewerb 1987, erbaut 1998 &#8211; 2001) an den ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen,  das von Ortner &amp; Ortner konzipiert wurde. Dabei handelt es sich um eines der größten Kulturareale der Welt mit einer Reihe von Institutionen, einschließlich des mumok &#8211; Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, dem Leopold Museum, der Kunsthalle Wien, dem Architekturzentrum Wien und dem Zoom Kindermuseum. Nach einer langwierigen und kontroversen Planungsphase wurde ein architektonischer Kompromiss zwischen alt und neu erreicht. Das Museumsquartier hat sich erfolgreich als städtischer Kulturbetrieb etabliert und zieht Jahr für Jahr Millionen Besucher an.</p>
<p>In einer Stadt, die so stark mit der Geschichte verwoben ist, wie Wien prägt der Dialog zwischen Altem und Neuem immer auch die Architektur. Eine gestalterische Herausforderung war etwa die Umwandlung der Gasometer in Simmering (1999 &#8211; 2001) durch Coop Himmelb(l)au, Wilhelm Holzbauer, Jean Nouvel und Manfred Wehdorn. Mit diesem Projekt wurde neuer Wohnraum geschaffen und zugleich eine Neuinterpretation eines historischen Denkmals der industriellen Vergangenheit geschaffen.</p>
<p><strong>Neue Stadteile entstehen</strong></p>
<p>In den letzten Jahren hat sich die Planung auf die großen Bahnhöfe Wiens konzentriert und die Bereiche um sie herum. Im Prater, eine der großen Wiener Grünflächen, entstand der neue Campus für Europas größte Wirtschaftsuniversität. Die spektakulären Gebäude rund um den zentralen Platz des Campus WU haben hitzige Debatte über den Status quo in der zeitgenössischen Architektur ausgelöst. Entworfen wurde sie von einer internationalen Gruppe von Architekten (Hitoshi Abe, BUSarchitektur, Peter Cook, Zaha Hadid, NO MAD Arquitectos und Carme Pinós).</p>
<p><strong>Hochhäuser verändern die Skyline</strong></p>
<p>Massimiliano Fuksas hat den Twin Tower-Komplex im Stadtteil Wienerberg mit seinen 138-Meter-und 127-Meter-Türmen konzipiert. Ein architektonischer Hingucker, der kilometerweit sichtbar ist. Jean Nouvels monolithisches 75-Meter-Hotel Sofitel am Donaukanal (2007 &#8211; 10) ist eine Reaktion auf die Besonderheiten der städtischen Umwelt. Die oberste Etage bietet neue Perspektiven auf das historische Stadtzentrum.</p>
<p>Dominique Perraults DC Tower 1 (2010-13) in der Donau City dominiert das Hochhausviertel nördlich der Donau. Besucher können in der Sky Bar auf der obersten Etage einen atemberaubenden Blick über Wien genießen. Der DC Tower 1 ist das höchste Gebäude in Österreich und fast doppelt so hoch wie der Stephansdom.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wien &#8211; gut essen, übernachten &#038; einkaufen</title>
		<link>https://reisewiki.at/wien-gut-essen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2018 14:35:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Genuss-Reiseführer Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
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					<description><![CDATA[Typische Wiener Gasthäuser, traditionsreiche Unterkünfte mit Flair und die besten Einkaufsadressen für das typisch Wienerische, das Besondere und Regionale: Edles, qualitativ Hochwertiges und lokal Gefertigtes <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wien-gut-essen/" title="Wien &#8211; gut essen, übernachten &#038; einkaufen">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Typische Wiener Gasthäuser, traditionsreiche Unterkünfte mit Flair und die besten Einkaufsadressen für das typisch Wienerische, das Besondere und Regionale: Edles, qualitativ Hochwertiges und lokal Gefertigtes statt Massenware.</strong></p>
<h2>Gut essen</h2>
<p><em>Typische Wiener Gasthäuser, die berühmten Beisln und Orte, an denen sich auch die Wiener gerne niederlassen, wenn sie gut essen und trinken möchten: Lesen Sie nach, wo sich in Wien das Einkehren lohnt!</em></p>
<h3>Wirtshaus Gmoakeller &#8211; Wiener Küche zu leistbaren Preisen</h3>
<p>Das Lokal selbst ist legendär: 1858 eröffnet, wurde es in der Nachkriegszeit 40 Jahre lang von zwei Schwestern geführt, und viele bekannte und weniger bekannte Wiener Künstler gingen hier ein und aus. Als die Wirtin Grete Novak im Jahr 1999 verstarb, widmete ihr sogar die „New York Times“ einen Nachruf. Seither wird das Lokal von Sebastian Laskovsky geführt – als traditionelles Wiener Wirtshaus mit hohem Qualitätsanspruch. Im nach wie vor original erhaltenen Ambiente und im Keller, der vor einigen Jahren als Gastraum adaptiert wurde, werden all jene Köstlichkeiten angeboten, die zur Wiener Küche gehören: von der Tafelspitzsulz mit Kernöl und Zwiebeln über die gebackene Leber mit Mayonnaisesalat und dem Blunz’ngröst’l bis hin zum Wiener Zwiebelrostbraten. Das alles wird in klassischer Manier zubereitet und zu leistbaren Preisen serviert. Daneben trägt man aber auch saisonalen Gegebenheiten Rechnung: Im Mai etwa steht der Spargel auf der Speisekarte, zu Martini das Gansl – natürlich mit dem traditionellen „Staubigen“. Wer lieber einen schon fertigen Wein trinkt, wird auf der tadellos sortierten Weinkarte ebenfalls problemlos fündig.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Wirtshaus Gmoakeller, Am Heumarkt 25, 1030 Wien. <u><a href="http://www.gmoakeller.at">www.gmoakeller.at</a></u></p>
<hr />
<h3>Zum Huth &#8211; mit besonderer Bierkultur</h3>
<p><strong>Der Huth ist das beste Beispiel für ein zeitgemäßes Wiener Wirtshaus: modern im Erscheinungsbild, aber klassisch in der Küche.</strong></p>
<p>Eigentlich betreiben Gabi und Robert Huth ja ein kleines Gastro-Imperium mitten in der Stadt, zu dem vier Lokale gehören, denen eines gemeinsam ist: die hohe Qualität des Dargebotenen. Da sind das „da moritz“, ein „Italiener“ mit fantastischer Pizza und einer ebensolchen „Bistecca Fiorentina“, zu der man unter anderem hausgemachte Pommes frites in der Papiertüte serviert, im „Grill House da max“ gibt es Burger und anderes aus dem Josper-Holzkohlegrill; im „Huth-Stadtgasthaus“ legt man Wert auf eine besondere Bierkultur samt dazupassender Wiener Küche. Im Stammhaus schließlich, der „Huth-Gastwirtschaft“, einem hellen, modern eingerichteten Lokal mit hohen Fensterbögen, ist man küchenmäßig sowohl der Tradition als auch der Qualität verpflichtet.</p>
<p>Stets findet man Klassiker wie Grammelknödel auf warmem Fasskraut, Beef tatare, ausgelöstes Wiener Backhendl, Tafelspitz oder Powidltascherln auf der Karte. Ergänzt wird dieses Angebot durch monatlich wechselnde, saisonale Schwerpunkte – von Spargel über Wild bis zum Gansl um Martini. Bestens begleitet werden diese Genüsse nicht nur durch ein perfekt gezapftes Bier, sondern auch von größtenteils heimischen Weinen aus der tadellos sortierten Weinkarte.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Gastronomie zum Huth, Schellinggasse 5–6, 1010 Wien. <u><a href="http://www.zum-huth.at">www.zum-huth.at</a></u></p>
<hr />
<h3>Gourmet-Gasthaus Freyenstein</h3>
<p><strong>Das Gourmet-Gasthaus Freyenstein glänzt durch die Genialität von Koch Meinrad Neunkirchner. Der verwendet für seine Gerichte am liebsten selbstgesammelte Wildkräuter und lässt sich auch beim Kochen zuschauen.</strong></p>
<p>Der als großer Koch gefeierte Meinrad Neunkirchner schreibt Kochrezepte und -bücher, ist durch seine Verwendung von (selbst)gesammelten Wildkräutern bekannt und führt Regie im Gourmet-Gasthaus Freyenstein. Sitzt man im Sommer im Gastgarten, vielleicht unter dem schönen Maulbeerbaum, kann man ihm durch ein großes Fenster sogar dabei zusehen, wie er seine fast täglich wechselnden Menüs mit kleinen Köstlichkeiten zubereitet. Dies können genial einfache Sachen wie ein Minitoast mit Fenchelsalami und Emmentaler oder eine würzige Mini-Käsekrainer vom Biohof Labonca sein. Meist werden zwei Gänge zusammen serviert, den Auftakt bilden zum Beispiel reife Ochsenherz-Paradeiser, serviert mit Basilikum, Vogelmiere und Hollerblütenessig, begleitet von mariniertem Camarguereis mit Eierschwammerln, Haselnuss und Rote-Rüben-Ragout. Als Fleischgang lassen Maishendl mit Erdäpfel-Spinatpüree und Portulak oder Sommerbock mit glasierten Navetten, Preiselbeeren und Beifuß keine Wünsche offen. Die Kompositionen sind meist mit den selbstgesammelten Wildkräutern abgerundet. Zum Abschluss gibt es beispielsweise Rohmilchweichkäse mit schwarzer Nuss und rotem Holler oder eine süße Variation.</p>
<p><strong>Kontaktdaten:</strong></p>
<p>Gourmet-Gasthaus Freyenstein, Thimiggasse 11, 1180 Wien. <u><a href="http://www.freyenstein.at">www.freyenstein.at</a></u></p>
<hr />
<h3>Restaurant Eckel mit einem der schönsten Gastgärten Wiens</h3>
<p>Längst ist „der Eckel“ zu einer Wiener Institution geworden. Einmal, weil der Großvater der heutigen Wirtin, Hans Eckel, schon im Jahr 1931 ein berühmt gewordenes Standardwerk über die österreichische Küche mit dem Titel „Was koche ich heute?“ verfasst hat. Andererseits, weil man hier seit Jahrzehnten die Tradition gepflegter Gastlichkeit und guter Küche hochgehalten hat. Gut heißt aber nicht zwangsläufig nur regional – ganz im Gegenteil: Hier isst man zwar ein Kalbsbutterschnitzel mit Erdäpfelpüree, das von Insidern als das beste der Stadt bezeichnet wird, doch im Fischkalter schwimmen auch immer ein paar Hummer herum. Und so tummeln sich auf der Speisekarte in trauter Eintracht Forelle blau, Kalbsgulasch mit Butternockerln oder Erdäpfelsuppe mit Steinpilzen neben Hummercocktail, Gänseleberterrine und Entenbrust.</p>
<p>In der Zubereitung fühlt man sich der Klassik verpflichtet, schielt nicht nach neuen Moden, sondern macht das, was man kann, einfach gut. Ebenso legendär wie das Lokal selbst ist der Weinkeller, in dem man nicht nur die heimischen Spitzengewächse, sondern auch Bordeaux, Burgunder und Co in beachtlicher Jahrgangstiefe und zu stets fairen Preisen findet. Und all das genießt man in einem der schönsten Gastgärten Wiens. Im Schatten seiner mächtigen Lindenbäume lässt sich so manch heißer Sommertag angenehm verbringen.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Restaurant Eckel, Sieveringer Straße 46, 1190 Wien. <u><a href="http://www.restauranteckel.at">www.restauranteckel.at</a></u></p>
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<h3>Café-Restaurant Giorgina &#8211; gutes Angebot für Vegetarier</h3>
<p><strong>Versteckt in einer ruhigen Seitenstraße der Herrengasse und unweit der Minoritenkirche befindet sich das Giorgina. Durch die konstant hohe Qualität, die täglich wechselnde Speisekarte und den angenehmen Service hat sich dieses Restaurant treue Stammgäste erkocht.</strong></p>
<p>Die Speisekarte wartet mit einer überschaubaren Auswahl an vegetarischen und fleischigen Gerichten auf. Das Giorgina bietet seinen Gästen viel frisches, gut zubereitetes saisonales Gemüse, Vegetarier fühlen sich hier umgehend wohl. Herrlich schmecken die knusprig gebackenen, auf Salat gebetteten Steinpilze oder das marinierte Gemüse mit Büffelmozzarella. Auch Rindsuppe mit klassischen Einlagen wie Fleischstrudel oder Frittaten findet sich auf der Speisekarte. Wie wäre es mit Eierschwammerl-Risotto oder einer Rucola-Polenta mit Steinpilzen und Frischkäse? Wiener Klassiker wie Hühnerleber und Tafelspitz dürfen natürlich nicht fehlen. Hervorragend schmeckt der geschmeidig gebratene Rücken vom Mangalitzaschwein, der sich saftig mit dem Marchfelder Spargel am Teller präsentiert. Für einen süßen Abschluss sorgt die – wenn auch überschaubare – Nachspeisenauswahl. Sie bietet beispielsweise hausgemachten Apfelstrudel oder Amaretto-Panna-cotta.</p>
<p><strong> </strong><strong>Kontaktdaten:</strong></p>
<p>Café-Restaurant Giorgina, Bankgasse 2, 1010 Wien. <u><a href="http://www.giorgina.at">www.giorgina.at</a></u></p>
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<h3>Labstelle &#8211; für Fans von selbstgebackenem Brot</h3>
<p>Das in einem Durchhaus zwischen Lugeck und Wollzeile versteckte Lokal ist mit ausgesuchten Designklassikern eingerichtet und überzeugt durch freundlichen Service. Die Küche aus der Hand von Kristijan Bacvanin versteht es, aus regionalen Zutaten inspirierte Gerichte zu formen, die auf erfrischende Art mit der Wiener Küche spielen. Vieles ist selbst aus regionalen Zutaten zubereitet, das köstliche Brot wird in nicht weniger als acht Variationen selbst gebacken, Sauergemüse wird selbst eingelegt oder fermentiert. Fisch kommt vom Züchter Franz Hengl aus Wagram, Gemüse aus der herausragenden Wiener Gärtnerei Bach, der Ziegenkäse von Helwin Hinke aus dem Wienerwald. Daraus wird etwa eine tolle Vorspeise aus Paradeisern, aufgeschlagenem frischem wie auch geräuchertem Ziegenkäse und Stangensellerie geformt, die hübsch anzusehen ist und ganz köstlich nach Sommer schmeckt.</p>
<p>Eine aufwändige vegetarische Hauptspeise kombiniert Kohlrabi, frisch gepulte Erbsen, Kräuter und eine köstliche Lavendelemulsion. Aber es gibt auch einfache Genüsse, wie beispielsweise ein Wadlgulasch mit Nockerln und selbst eingelegter Sauergurke. Beim Dessert führt kaum ein Weg am mächtigen Schneenockerl mit Vanillesauce und hausgemachtem Himbeersorbet vorbei. Auch die Weinauswahl ist reichhaltig und harmoniert mit den Gerichten. Gastgarten im Innenhof.</p>
<p><strong>Kontaktdaten:</strong></p>
<p>Labstelle, Lugeck 6, 1010 Wien. <u><a href="http://www.labstelle.at">www.labstelle.at</a></u></p>
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<h3>Glacis Beisl &#8211; an der Stadtmauer mit romantischem Gastgarten</h3>
<p><strong>An der alten Wiener Stadtmauer liegt ein wenig versteckt dieses Lokal, das mit seinem romantischen Garten beliebter Treffpunkt für ein bunt gemischtes Publikum ist.</strong></p>
<p>An die 300 Jahre sind die Gemäuer alt – und was heute das bestens frequentierte MuseumsQuartier ist, wurde in der Kaiserzeit für die Hofstallungen und militärische Einrichtungen genutzt. Benannt ist das Lokal, das schon seit der Nachkriegszeit als Stadtheuriger bestand, nach dem „Glacis“, einer freien Fläche vor den historischen Stadtmauern. Heute hat hier eine moderne Gastronomie Einzug gehalten, in der man auf eine entstaubte und da und dort erneuerte Wiener Küche setzt. Da darf natürlich das klassische Gulasch mit Kaisersemmel ebenso wenig fehlen wie das Kalbsbutterschnitzel oder Gekochtes, Gemischtes vom Waldviertler Bio-Rind mit seinen Beilagen. Firm ist man aber auch bei allen angenehmen Nebengeräuschen der Kulinarik – vom sauber gezapften Bier über eine Edelbrandauswahl bis hin zur ambitioniert zusammengestellten Weinkarte.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien. <u><a href="http://www.glacisbeisl.at">www.glacisbeisl.at</a></u></p>
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<h3>Zu den drei Hacken &#8211; wo schon Schubert und Nestroy tafelten</h3>
<p>Bekannte Künstler wie Franz Schubert, Johann Nestroy oder Moritz von Schwind haben hier schon getafelt, gezecht, komponiert oder skizziert. Und sie wussten offensichtlich, dass in den „Drei Hacken“ gut zu sitzen und essen ist. Wenig hat sich seither am Erscheinungsbild dieses traditionsreichen Hauses mit seinen schönen Gewölben verändert. Und auch die Küche ist klassisch: Was soll man denn auch noch besser machen an einem knusprigen Schweinsbraten mit Kraut und Knödel, Kalbshirn gebacken mit Erdäpfelsalat, gerösteten Nierndln mit Petersilerdäpfeln oder dem typischen Fiakergulasch mit Semmelknödel, Spiegelei, Würstel und Gurkerl? Ja, man kann hier fast so speisen wie zu Schuberts Zeiten – nur die Weine sind sicherlich wesentlich besser geworden und hier in reicher nationaler und internationaler Auswahl vorhanden.</p>
<p>Dafür sorgt Josefine Zawadil, die außerdem im Weinhandel tätig ist, was sich im unweit vom Stammhaus gelegenen „Drei Hacken Magazin“ noch deutlicher erkennen lässt. Da schlendert man durch die Weinregale, sucht sich den passenden Tropfen selbst aus und genießt ihn im Lokal.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Gasthaus Zu den drei Hacken, Singerstraße 28, 1010 Wien. <u><a href="http://www.vinum-wien.at">www.vinum-wien.at</a></u></p>
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<h3>Zum Schwarzen Kameel &#8211; Beinschinken mit Kren im Jugendstil-Ambiente</h3>
<p><strong>Das Schwarze Kameel ist mit dem Gründungsjahr1618 eine längst nicht mehr wegzudenkende Wiener Institution.</strong></p>
<p>Ursprünglich war in dem Haus Bognergasse 5 eine „Gewürzkrämerei“ zu Hause, die der Besitzer, Johan Baptist Cameel, nach dem Erwerb im Jahr 1618 „Zum Schwarzen Kameel“ nannte – was das zweite „e“ im Namen erklärt. Auch wird die Lokalität noch heute „Zum Stiebitz“ genannt, was wiederum an eine Besitzerfamilie erinnert, die hier zwei Jahrhunderte lang wirkte. Wie zu allen Zeiten ist das „Kameel“ auch heute noch Treffpunkt für ein ebenso illustres wie buntes Publikum: von der Wiener Prominenz und Gesellschaft bis hin zu Touristen, die wenigstens einmal das Flair des wunderschönen und original erhaltenen Jugendstil-Ambientes atmen wollen. Die Besitzerfamilie Friese betreibt ein Restaurant und eine Imbiss- und Feinkostabteilung mit einer Vielzahl eigener Produkte. Legendär ist der handgeschnittene Beinschinken, den man hier gerne mit Kren, Schwarzbrot und einem Glas Wein genießt. Feiner geht es natürlich im Restaurant zu, wo unter der kundigen Leitung von Maître Johann Georg Gensbichler – seines Zeichens nicht nur Wein-, sondern auch Käsesommelier – Klassiker der Wiener und internationalen Küche kredenzt werden. Dazu schöpft man aus einem Weinkeller mit rund 800 verschiedenen Etiketten.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Zum Schwarzen Kameel, Bognergasse 5, 1010 Wien. <u><a href="http://www.kameel.at">www.kameel.at</a></u></p>
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<h3>Ausgewählte Heurige in Wien</h3>
<p><strong> </strong><strong>Christ</strong></p>
<p>Modernes Weingut mit 400-jähriger Tradition. Die Weine sind wohl eine der besten der Stadt.</p>
<p>Amtsstraße 10-14, 1210 Wien, Tel. +43-1-292 51 52; <u><a href="http://www.weingut-christ.at">www.weingut-christ.at</a></u></p>
<p><strong>Edlmoser</strong></p>
<p>Seriensieger bei Verkostungen, tolles Buffet</p>
<p>Lange-Gasse 123, 1230 Wien, Tel. +43-1-889 86 80; <u><a href="http://www.edlmoser.at">www.edlmoser.at</a></u></p>
<p><strong>Fuhrgassl-Huber</strong></p>
<p>Renommierter Großheuriger. Tipp: der Riesling vom Nussberg.</p>
<p>Neustift am Walde 68, 1190 Wien, Tel. +43-1-440 14 05; <u><a href="http://www.fuhrgassl-huber.at">www.fuhrgassl-huber.at</a></u></p>
<p><strong>Göbel</strong></p>
<p>Tolles Ambiente in der einzigen Kellergasse von Wien. Die Rotweine sind spitze.</p>
<p>Stammersdorfer Kellergasse 131, 1210 Wien, Tel. +43-1-294 84 20; <u><a href="http://www.weinbaugoebel.at">www.weinbaugoebel.at</a></u></p>
<p><strong>Hengl-Haselbrunner</strong></p>
<p>Interessante Weißweine und Rotweine –sehr gute Küche.</p>
<p>Iglaseegasse 10, 1190 Wien, Tel. +43-1-320 33 30; <u><a href="http://www.hengl-haselbrunner.at">www.hengl-haselbrunner.at</a></u></p>
<p><strong>Kierlinger</strong></p>
<p>Traditioneller Heuriger in historischem Umfeld – der Liptauer ist eine Versuchung.</p>
<p>Kahlenberger Straße 20, 1190 Wien, Tel. +43-1-370 22 64; <u><a href="http://www.kierlinger.at">www.kierlinger.at</a></u></p>
<p><strong>Mayer am Pfarrplatz</strong></p>
<p>Hier genoss schon Beethoven ein gutes Glas Wein – ein Muss für den Wien-Besuch. Tipp: Der schöne Altwein-Keller ist bei Weinführungen oder -verkostungen zugänglich.</p>
<p>Pfarrplatz 2, 1190 Wien, Tel. +43-1-370 33 61, ab 16 Uhr +43-1-370 12 87; <u><a href="http://www.pfarrplatz.at">www.pfarrplatz.at</a></u></p>
<p><strong>Schilling</strong></p>
<p>Vorreiter aktueller Weinkultur beim Heurigen. Tipp: Verkosten Sie unbedingt die hausgemachten Brat-, Blut- und Leberwürste.</p>
<p>Langenzersdorfer Straße 54, 1210 Wien, Tel. +43-1-292 41 89;<u><a href="http://www.weingut-schilling.at"> www.weingut-schilling.at</a></u></p>
<p><strong>Wieninger Heuriger</strong></p>
<p>Ausgezeichnete Küche und ebensolche Weine – der Wieninger ist ein Heuriger wie aus dem Bilderbuch.</p>
<p>Stammersdorfer Straße 78, 1210 Wien, Tel. +43-1-292 41 06; <u><a href="http://www.heuriger-wieninger.at">www.heuriger-wieninger.at</a></u></p>
<p><strong>Weingut Wieninger</strong></p>
<p>Architektonisch gelungene Kombination von Alt und Neu, Kellerführungen, Verkostungen und Ab-Hof-Verkauf werden angeboten.</p>
<p>Stammersdorfer Straße 31, 1210 Wien, Tel. +43-1-290 10 12, <u><a href="http://www.wieninger.at">www.wieninger.at</a></u></p>
<p><strong>Winzerhof Leopold</strong></p>
<p>Freundliches Ambiente mit hellem Holz, leckeres Buffet. Besonders die Rotweine sind eine Empfehlung.</p>
<p>Stammersdorfer Straße 18, 1210 Wien, Tel. +43-1-292 13 56; <u><a href="http://www.winzerhof-leopold.at">www.winzerhof-leopold.at</a></u></p>
<p><strong>Wiltschko</strong></p>
<p>Die Weinlounge in den Weingärten – ein Heuriger der neuen Art. Dazu gibt es leichte Küche und feine Weine.</p>
<p>Wittgensteinstraße 143, 1230 Wien, Tel. +43-1-888 55 60; <u><a href="http://www.weinbau-wiltschko.at">www.weinbau-wiltschko.at</a></u></p>
<p><strong>Zahel</strong></p>
<p>Heuriger mit guter Restaurantküche und ausgezeichneten Rotweinen aus Mauer, außrdem sowie Weißwein von Spitzenlagen am Nussberg.</p>
<p>Maurer Hauptplatz 9, 1230 Wien, Tel. +43-1-889 13 18; <u><a href="http://www.zahel.at">www.zahel.at</a></u></p>
<p>Alle Mitgliedsbetriebe der Qualitätsplattform „Der Wiener Heurige“ findet man auf: <u><a href="http://www.wienerwein.at">www.wienerwein.at</a></u></p>
<p><strong><u>Öffnungszeiten aller Wiener Heurigen</u></strong></p>
<p><strong>Wiener Heurigenkalender: </strong>Übersicht der Wiener Heurigen und deren Öffnungszeiten.<br />
<u><a href="http://www.wienerheurige.at">www.wienerheurige.at</a></u></p>
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<h3><strong>Melange, Buchteln und Literatur: das Wiener Kaffeehaus<br />
</strong></h3>
<p><strong>Für Wien-Besucher ist es eine Attraktion, für Anrainer ein zweites Wohnzimmer, für Künstler und Literaten eine Institution: das Wiener Kaffeehaus. Die Wiener Kaffeehauskultur zählt sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-4777" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wien_Kaffeehaus_1544712321-1024x683.jpg" alt="" width="690" height="460" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wien_Kaffeehaus_1544712321-1024x683.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wien_Kaffeehaus_1544712321-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wien_Kaffeehaus_1544712321-768x512.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wien_Kaffeehaus_1544712321.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p>Thomas Bernhard hat seine Liebe zum Kaffeehaus in „<strong>Wittgensteins Neffe</strong>“ auf seine unvergleichliche Art beschrieben: „Das typische Wiener Café, das in der ganzen Welt berühmt ist, habe ich immer gehasst, weil alles in ihm gegen mich ist. Andererseits fühlte ich mich jahrzehntelang, gerade im Bräunerhof, das immer ganz gegen mich gewesen ist (wie das Hawelka), wie zu Hause, wie im Café Museum, wie in anderen Kaffeehäusern von Wien.“</p>
<p><strong><u>Wiener Kaffeehäuser mit (literarischer) Tradition:</u></strong></p>
<ul>
<li><strong>Bellaria:</strong> Jugendstil-Café, fallweise Live-Musik-Veranstaltungen, Bellariastraße 6, 1010 Wien, Tel. +43-1-523 53 20, <u><a href="http://www.cafebellaria.at">www.cafebellaria.at</a></u></li>
<li><strong>Bräunerhof:</strong> Thomas Bernhards Stammcafé hat immer noch Stil. Sa, So, Ftg spätnachmittags Damentrio. Stallburggasse 2, 1010 Wien, Tel. +43-1-512 38 93, <u><a href="http://www.braeunerhof.at">www.braeunerhof.at</a></u></li>
<li><strong>Central</strong>: Tradition, neu belebt. Klaviermusik täglich 17-22 Uhr. Herrengasse/Strauchgasse, 1010 Wien, Tel. +43-1-533 37 63–61, <u><a href="http://www.palaisevents.at">www.palaisevents.at</a></u></li>
<li><strong>Daniel Moser:</strong> Szenelokal am Standort des ersten Wiener Kaffeehauses. Rotenturmstraße 14, 1010 Wien, Tel. +43-1-513 28 23 <u><a href="http://www.danielmoser.at">www.danielmoser.at</a></u></li>
<li>Hawelka: Nach wie vor ein Künstlerlokal, wunderbar schäbig. Buchteln! Dorotheergasse 6, 1010 Wien, Tel. +43-1-512 82 30, <u><a href="http://www.hawelka.at">www.hawelka.at</a></u></li>
<li><strong>Landtmann</strong>: Politiker und Künstler sind Stammgäste im Haus neben dem Burgtheater. Universitätsring 4, 1010 Wien, Tel. +43-1-241 00-100, <u><a href="http://www.landtmann.at">www.landtmann.at</a></u></li>
<li>Ministerium: Das typische rot-plüschige Interieur diente schon öfter als Filmkulisse. Georg-Coch-Platz 4, 1010 Wien, Tel. +43 (1) 512 92 25, <u><a href="http://www.cafeministerium.at">http://www.cafeministerium.at</a></u></li>
<li>Sperl: Viel gerühmt und oft ausgezeichnet, Kaffeehausromantik im schönsten Sinn. Gumpendorfer Straße 11, 1060 Wien, Tel. +43-1-586 41 58, <u><a href="http://www.cafesperl.at">www.cafesperl.at</a></u></li>
<li><strong>Weimar</strong> bei der Volksoper: Ein Treff für Publikum und Künstler der Volksoper. Währinger Straße 68, 1090 Wien, Tel. +43-1-317 12 06, <u><a href="http://www.cafeweimar.at">www.cafeweimar.at</a></u></li>
</ul>
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<h2>Gut übernachten in Wien</h2>
<p><em>8 Hotels, die ein bisschen anders sind: Unterkünfte mit Flair und/oder einem besonderen Design- oder Kunstangebot.</em></p>
<h3>The Guesthouse Vienna &#8211; das Hotel als Wohnzimmer</h3>
<p><strong>Hast du Freunde in Wien, dann lade sie ins Hotelzimmer ein – sie sind herzlich willkommen. Das  Boutiquehotel The Guesthouse Vienna konzipierte der britische Star-Designer Terence Conran als Wohnzimmer. Diesen Gedanken verfolgte er konsequent von der Rezeption bis zum Restaurant.</strong></p>
<p>Schräg vis-à-vis von der Albertina und nur fünf Minuten vom Stephansplatz entfernt befindet sich das Designhotel mit Conciergeservice, das sich wie eine private Wohnung anfühlt. Die Rezeption ähnelt einem Empfangssalon, und in den modernen, aber doch wohnlich eingerichteten Zimmern fühlt man sich wirklich wohl. Die auskragenden Fenster sind als gemütliche Sitznischen konzipiert, darin findet sich sogar eine kleine Auswahl an Bestseller-Büchern. Am besten man nimmt darin Platz, schenkt sich ein Gläschen österreichischen Wein ein – jedes Zimmer ist mit einem Weinklimaschrank, bestückt mit vier verschiedenen heimischen Weinen, einer Minibar und Espressomaschine ausgestattet – und beobachtet das bunte Treiben zwischen Albertina und Staatsoper.</p>
<p>Einzelne Designklassiker von Wittmann und Oswald Haerdtl oder der Freischwinger-Stuhl „Nr. 2“ von Friedrich Kiesler sorgen zusätzlich für mondänes Wohngefühl. Molton-Brown-Pflegeprodukte und handgemachte organische Seifen von Lederhaas verwöhnen den Körper. Für einen erholsamen Schlaf sorgt ein ätherisches Pillow-Spray. Beim Betreten des Hauses fällt der erste Blick auf die Brasserie und die Bäckerei – eine Kooperation mit dem prämierten Holzofenbäcker Gragger &amp; Cie. Frisches Brot und Gebäck gibt es nicht nur zum À-la-carte-Frühstück, das zu jeder Tageszeit serviert wird, es wird auch über die Gasse verkauft. Serviert werden leichte und gesunde Gerichte, zubereitet mit hochwertigen regionalen Zutaten. Der Küchenchef achtet bei der Speisenwahl auf Tradition und deren zeitgemäße Interpretation und serviert eine sämige Schwarzwurzel-Kartoffelsuppe mit Räucherkarpfen oder die Entenbrust mit Rote-Rüben Gnocchi. Das Thema Wien ist kulinarisch vertreten durch die Bouillon vom Rind mit Petersiliengrießknödel, dem Wiener Schnitzel mit Erdäpfel-Vogerlsalat sowie dem Fiakergulasch mit Serviettenknödel und Wachtelspiegelei.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>The Guest House Vienna, Führichgasse 10, 1010 Wien. <u><a href="http://www.theguesthouse.at">www.theguesthouse.at</a></u></p>
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<h3>Boutiquehotel Stadthalle &#8211; das erste Null-Energie-Bilanz-Hotel der Welt</h3>
<p>Am Anfang stand der Wille, einen Beitrag zu einer intakten Umwelt zu leisten. Doch im Laufe der Renovierungsarbeiten wurde Eigentümerin Michaela Reitterer bewusst, dass sie aus dem traditionsreichen Haus ein Vorbild für nachhaltigen Tourismus machen könnte. Mit der Realisierung dieses Traumes erbringt sie den Beweis, dass Klimafreundlichkeit keinesfalls mit einem Verlust von Komfort oder Design einhergehen muss.</p>
<p>Dank der Photovoltaikanlagen, des ausgeklügelten Bewässerungssystems für Garten und Lavendelfeld, des Zubaus in Passivhausbauweise und vieler weiterer Feinheiten schafft es das Boutiquehotel Stadthalle, mehr Strom zu erzeugen, als es benötigt. Im Stammhaus mit 48 Zimmern, dass das Null-Energie-Bilanz-Hotel komplettiert, ist jedes Zimmer unterschiedlich eingerichtet. Für wiederkehrende Gäste oder solche, die mit dem Zug oder Fahrrad anreisen, gibt es 10 Prozent Ermäßigung.</p>
<p>Boutiquehotel Stadthalle, Hackengasse 20, 1150 Wien. <u><a href="http://www.hotelstadthalle.at">www.hotelstadthalle.at</a></u></p>
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<h3>Hollmann-Beletage &#8211; Wohnzimmer für Weitgereiste</h3>
<p>Gerade einmal 25 Zimmer (die meisten davon mit großen, offenen Bädern) zählt das Hollmann-Beletage. Nicht viele – und dennoch genug, um der Hauptstadt-Hotellerie einen neuen Akzent zu verleihen. Denn das Hollmanns, benannt nach seinem Gründer Robert Hollmann – einem ehemaligen Koch, Bäcker und Schauspieler – ist einfach anders und individueller als andere Häuser. So trifft man sich hier zum Beispiel nicht in einer anonymen Lobby, sondern im „Wohnzimmer“ mit Klavier und Bibliothek. Und statt der allmorgendlichen Schlacht am Buffet wird im kleinen, küchenartigen Speisesaal ein mehrgängiges Frühstücksmenü serviert.</p>
<p>Wer will, kann im eigenen Heimkino mit Freunden einen Filmabend verbringen, auf der Dachterrasse relaxen oder im Mini-Spa (von Stammgästen ebenso liebevoll wie wienerisch auch gerne „Spa-tscherl“ genannt) saunieren und dabei den Flammen im Kamin zuschauen. Dazu kommt, nur eine Ecke weiter, Hollmanns Salon, ein mit einer Haube gekröntes Restaurant, das sich ebenso unkonventionell wie das Hotel präsentiert und in Wiens schönstem barockem Innenhof untergebracht ist. Biologisch, regional, saisonal: Dies sind die drei Säulen der Küchenlinie.</p>
<p>All das plus der einzigartigen Lage in der Altstadt, nur zwei Gehminuten vom Stephansdom entfernt, war sogar der „New York Times“ eine lobende Erwähnung wert. Die größte Ehre haben dem Haus jedoch die als kritisch bekannten Einheimischen erbracht. Weil so viele Wiener einmal eine Nacht im Hollmann-Beletage verbringen wollten, wurde eigens für sie ein Package namens „Viennese Lovers“ aufgelegt. Darin enthalten: Übernachtung, Candle-Light-Dinner, Prosecco, Blumen und ein Langschläfer-Frühstück im Zimmer.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Hollmann-Beletage, Köllnerhofgasse 6, 1010 Wien. <u><a href="http://www.hollmann-beletage.at">www.hollmann-beletage.at</a></u></p>
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<h3>Hotel Rathaus Wein &amp; Design &#8211; ein Haus für Wein-Liebhaber</h3>
<p><strong>Der Salzburger Haubenkoch Klaus Fleischhaker betreibt in Wien ein Hotel, in dem sich alles um den Wein dreht.</strong></p>
<p>Jedes der 39 individuell eingerichteten Doppelzimmer wurde einem österreichischen Top-Winzer gewidmet. Diese bestücken die ungewöhnliche Minibar auf „ihrem“ Zimmer mit ihren besten Weinen – und so kann man in intimer Atmosphäre edle Tropfen etwa von F. X. Pichler oder dem Weingut Umathum, Tement oder Bründlmayr verkosten. In der hoteleigenen Weinlounge wird jeden Monat ein neuer Winzer vorgestellt, und die Gäste können über Wein, Wien und Winzer plaudern. Auch schon früh am Morgen darf es Wein in Form von Weinkäse, Weingelee und Weingugelhupf sein. Das Hotel ist berühmt für sein Frühstück, deshalb sollte man sich während eines zwei- oder dreitägigen Aufenthalts zumindest einmal dafür reichlich Zeit nehmen. Für den eiligen Business-Gast gibt es Kipferl und Coffee to go zu günstigen Preisen.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Hotel Rathaus Wein &amp; Design, Lange Gasse 13, 1080 Wien. <u><a href="http://www.hotel-rathaus-wien.at">www.hotel-rathaus-wien.at</a></u></p>
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<h3>Der Wilhelmshof &#8211; umweltfreundlich übernachten im Kunsttempel</h3>
<p><strong>Der Wiener Pigmentkünstler TyWaltinger setzte die künstlerischen Akzente im Wilhelmshof, der seit drei Generationen im Familienbesitz ist, als Vier-Sterne-ART-Hotel geführt wird und über die größte Solaranlage der Wiener Hotellerie verfügt.</strong></p>
<p>Der Wilhelmshof, dessen Namensgeber der bedeutendste Admiral der österreichischen Kriegsmarine, Wilhelm von Tegetthoff, ist, liegt exakt zwischen Prater und Innerer Stadt, und ist das einzige von Künstlerhand gestaltete Hotel Wiens. Der österreichische Künstler Ty Waltinger bediente sich bei der Gestaltung des Hotels wie in all seinen Werken der intensiven Leuchtkraft natürlicher Farbpigmente.</p>
<p>Kein Zimmer gleicht dem anderen, auffallend sind die individuell bemalten Lampenschirme sowie die Raumbilder. Es empfiehlt sich, statt des Lifts einmal die Treppe zu nehmen, um das Kunstprojekt „5 steps to heaven“ zu sehen, in dem der Künstler die fünf Halbstöcke des Hotels kreativ in Szene setzte. Der „gARTen“, eine grüne Wohlfühloase inmitten der Stadt, lädt dazu ein, sein Frühstück – am Buffet findet man viele regionale Produkte – unter Ty Waltingers acht Meter langem efeuumranktem „prozessualen Werk unter Natureinflüssen“ zu genießen oder an lauen Sommerabenden den Tag mit einem kühlen Bier ausklingen zu lassen. Dazu serviert werden auch kleine Kaffeehausgerichte wie Sacherwürstel oder Schinken-Käse-Toast. Das umweltbewusste Kunsthotel trägt das Österreichische Umweltzeichen, ist Mitglied der „Fabelhaften Hotels“, der Private City Hotels und der Sleep-Green-Hotels, einem Verbund von individuellen Hotels, die den Anspruch von Gästen erfüllen, die umweltfreundlich und ohne auf Komfort zu verzichten übernachten möchten.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Kunsthotel Wilhelmshof, Kleine Stadtgutgasse 4, 1020 Wien. <u><a href="http://www.derwilhelmshof.com">www.derwilhelmshof.com</a></u></p>
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<h3>Hotel Schwalbe &#8211; Opernball auf Wunsch inklusive</h3>
<p><strong>Es gibt sie noch, die kleinen, liebevoll und familiär geführten Stadthotels, in denen man sich gleich wie zu Hause oder wie bei guten Freunden fühlt. Eines davon ist die Schwalbe in Wien.</strong></p>
<p>Nur ein paar Minuten dauert die Fahrt mit der nahe gelegenen U3 bis zum Stephansdom. Ebenso kurz ist man zu Fuß in den Wienerwald unterwegs. City-Flair oder Ruhe und Erholung ? Den Gästen im Hotel Schwalbe im 16. Wiener Bezirk liegt die Stadt zu Füßen und die Natur im Rücken. Und das macht die Entscheidung an manchen Tagen so schwer, dass man nach dem Frühstück einfach im lauschigen Innenhof oder im „erdbeerfrischen“ Speisesaal sitzen bleibt, um nichts weiter zu tun, als dieses Haus zu genießen. Denn die Schwalbe bietet all das, was man sich als Städtereisender wünscht: erstklassige Lage, stimmungsvolles Ambiente, freundliches, hilfsbereites Personal, ruhige, geschmackvolle Zimmer und mitunter sogar ein kleines, aber feines Abendprogramm, wenn man mal keine Lust auf Ausgehen hat. So wird im hoteleigenen Kultursalon z. B. Kaffeehausliteratur zum Besten gegeben, oder aber die Wiener Salon Schrammeln intonieren wohlbekannte Walzermelodien und Heurigenlieder.</p>
<p>Interessant sind außerdem die Packages des Hauses: Ob frischverliebt, sportlich oder mit Freunden unterwegs – das Schwalbe-Team bietet jede Menge maßgeschneiderte Offerte. Besonderes Highlight: Das Opernball-Paket mit zwei Übernachtungen und Eintrittskarten für den heißbegehrten und immer sofort ausverkauften Ball der Bälle. Tipp: Opernball-Paket rechtzeitig vorbestellen!</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Hotel Schwalbe, Degengasse 45, 1160 Wien. <u><a href="http://www.hotelschwalbe.com">www.hotelschwalbe.com</a></u></p>
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<h3>25 hours Hotel beim Museumsquartier</h3>
<p><strong>Von der Dachterrasse hat man eine der schönsten Aussichten über Parlament, Rathaus und die gesamte City!</strong></p>
<p>Am besten, Sie vergessen einfach alles, was Sie bisher an Stadthotels gesehen haben. Denn das 25 hours in Wien ist anders. Es spielt mit den Träumen und Sensationen der Circuswelt. Der gemütliche „Dachboden“ mit Flohmarkt-Fundstücken, Longtable und schweren Sofas beherbergt eine Lounge-Bar. In dieser multifunktionalen Lounge wird morgens gefrühstückt, tagsüber ist Business angesagt, und abends genießen die Gäste bei Cocktails und DJ-Klängen die blaue Stunde.</p>
<p>Kein Zimmer gleicht dem anderen: Sie folgen einem betont fröhlichen Farbkonzept und wurden durch Wand-Illustrationen von Olaf Hajek und ausgewählte Designelemente zu Unikaten. Ein Highlight sind die Suiten im fünften Stock mit privater Terrasse inklusive Freiluft-Badewanne. Wer es lieber wärmer hat, kann nach einem Tag in der Stadt oder einem anstrengenden Arbeitstag in der 250 Quadratmeter großen Mermaid’s Cave in Sauna und Dampfbad schwitzen, abkühlen und relaxen. Der Gast findet eine Tee- und Getränkestation vor, dazu abgehängte Sessel, die ganz beschwingt als Schaukelstühle überraschen, und Zinkwannen, die mal Fußbecken und mal Ablagefläche sind. Zeitgleich wurde das italophile Restaurant „1500 Foodmakers“, das direkt an das Hotel angebunden ist, eröffnet. Hier wird die italienische Küche zeitgemäß und kosmopolitisch interpretiert. Natürlich gibt es auch Pizza, die sich aber optisch von der klassischen Pizza abhebt – handgezogen und eher mit Ecken und Kanten anstatt langweilig kreisrund.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>25 hours Hotel beim Museumsquartier, Lerchenfelder Straße 1–3, 1070 Wien. <u><a href="http://www.25hours-hotels.com/wien/">www.25hours-hotels.com/wien/</a></u></p>
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<h3>Hotel Altstadt Vienna &#8211; erotisch-opulentes Flair für Kunstfreunde</h3>
<p><strong>Mitten im 7. Bezirk, hinter der prachtvollen Fassade eines alten Patrizierhauses, befindet sich das Hotel Altstadt Vienna. Die 4*-Herberge gilt als Lieblings-Hide-away von Kunstliebhabern, Musikern und Individualreisenden aus aller Welt.</strong></p>
<p>Hier ein Warhol, dort ein Helnwein oder ein echter Attersee und nur ein paar Meter weiter eine Arbeit vom britischen Künstlerduo Gilbert &amp; George: Wer durch das Hotel Altstadt Vienna spaziert, fühlt sich mitunter wie in einer Kunstgalerie. Das ist zum einen der Sammelleidenschaft des Besitzers Otto Ernst Wiesenthal zu verdanken, der hier viele Werke aus seinem Privatbesitz präsentiert. Zum anderen ergänzen aber auch Leihgaben der Wiener Museen die Ausstellung im Hotel, das Mitglied der Schlosshotels &amp; Herrenhäuser ist. Der rote Salon des Hauses fungiert als Veranstaltungsort für Vernissagen und andere Kulturevents. Die Kunst macht aber auch vor den Türen der insgesamt 42 individuell eingerichteten Zimmer und Suiten nicht Halt: In den privaten Gästegemächern findet man ebenfalls zeitgenössische Malerei an den Wänden und ungewöhnliche Lichtobjekte an den Decken. Besonders sehens- und erlebenswert: Die neun erotisch-eleganten Designzimmer und Suiten, die Stararchitekt Matteo Thun mit pompösen Lustern, dunklem Parkett und rotem Samtmobiliar im Stil des frühen 20. Jahrhunderts eingerichtet hat. Sie sollen an Wiens berühmteste Prostituierte, die Mutzenbacherin, erinnern. Musikliebhaber steigen in der Bösendorfer Suite mit eigenem Flügel ab, während Honeymooner die White Suite wählen und Frischluftfanatiker den 120 Quadratmeter großen Dachgarten der Auersperg Garten Suite genießen.</p>
<p><strong> </strong><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Hotel Altstadt Vienna, Kirchengasse 41, 1070 Wien. <u><a href="http://www.altstadt.at">www.altstadt.at</a></u></p>
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<h3>Hotel Kärntnerhof &#8211; stilvoll wohnen zum günstigen Preis</h3>
<p><strong>Im Herzen der Wiener Altstadt, nur einen Steinwurf vom <a href="https://reisewiki.at/?s=Stephansdom">Stephansdom</a> entfernt, befindet sich der Kärntnerhof – ein Haus für budgetbewusste Reisende, die trotzdem nicht auf Stil und Eleganz verzichten möchten.</strong></p>
<p>„Drei Sterne in Fünf-Sterne-Lage“, so steht es auf der Homepage geschrieben. Und tatsächlich kann man in Wien kaum zentraler und trotzdem ruhiger wohnen als im Kärntnerhof. Wer’s nicht glaubt, darf der Traditionsherberge ruhig einmal aufs Dach steigen und von der Terrasse die Aussicht auf die barocken Türme des Heiligenkreuzerhofs und das umliegende Gassengewirr genießen: Hier ist man mittendrin und schwebt doch über den Dingen. Apropos Schweben: Für die Fahrt hinauf oder hinunter sollte man unbedingt in den mahagonigetäfelten und messingbeschlagenen Aufzug aus der Zeit der Jahrhundertwende steigen – ein Erlebnis! Oder aber man entscheidet sich fürs Treppenhaus und genießt unterwegs auf jeder der fünf Etagen die vielen Jugendstildetails an Fenstern, Türen und Decken.</p>
<p>Ähnlich stilvoll präsentieren sich auch die 41 Zimmer und drei Suiten des Hauses, die eindrucksvoll beweisen, dass „alt“ nicht gleich „abgewohnt“ bedeutet, sondern „top-gepflegt“ und mit viel Liebe in Schuss gehalten. Das Hotel liegt so ruhig, dass man morgens ausgeruht aufwacht, danach erwartet einen im Salon ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit vielen regionalen Produkten. Was außerdem beeindruckt: Die Mitarbeiter an der Rezeption stehen manchem Luxushotel-Concierge in nichts nach. Ob Theaterkarten besorgen, Restaurants reservieren oder einfach nur den romantischsten Weg von A nach B aufzeichnen – im Kärntnerhof sind Service-Profis am Werk.</p>
<p><strong>Kontaktdaten</strong></p>
<p>Hotel Kärntnerhof, Grashofgasse 4, 1010 Wien. <u><a href="http://www.karntnerhof.com">www.karntnerhof.com</a></u></p>
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<h2>Gut einkaufen</h2>
<p>In Wien besser einkaufen: Hier finden Sie das typisch Wienerische, das Besondere und Regionale: Edles, qualitativ Hochwertiges und lokal Gefertigtes statt Massenware.</p>
<h3>Designermode</h3>
<p><strong>Eine innovative Modeszene macht auch außerhalb von Österreich von sich reden. Besonders in Wien ziehen immer mehr junge Designer internationales Interesse auf sich.</strong></p>
<p>Helmut Lang, einer der wohl bekanntesten Modeschöpfer, wurde 1956 in einem Wiener Randbezirk geboren. Mit 23 Jahren eröffnete er – völlig ohne Ausbildung – seine erste Boutique unter dem Namen „Bou Bou Lang“ in Wien. Sein Mentor und Förderer war damals der exzentrische Schauspieler Helmut Berger. Von Beginn an ging Langs Karriere steil bergauf: Nachdem er 1986 im Rahmen einer Wien- Ausstellung im Pariser Centre Pompidou auf sich aufmerksam gemacht hatte, ging dort noch im selben Jahr die erste Helmut-Lang-Modeschau über die Bühne.</p>
<p>Anfang der 1990er-Jahre gelang Lang mit seinen minimalistischen Kreationen – vorherrschend waren die Farben Schwarz, Weiß und Beige – endgültig der internationale Durchbruch. Er eröffnete Geschäfte in New York, Wien, München, Mailand, Paris, Tokio und Hongkong. 1998 zog er nach New York, wo er als erster nichtamerikanischer Modemacher in den „Council of Fashion Designers of America“ aufgenommen wurde. Ein Jahr später verkaufte er seine Firma zu 51 Prozent an Prada, 2001 zur Gänze. Heute hat sich Helmut Lang aus der Modebranche zurückgezogen und arbeitet als Künstler.</p>
<p>Ebenfalls international erfolgreich ist der türkisch-österreichische Modemacher <strong>Atil Kutoglu</strong>. Wie Lang ohne entsprechende Ausbildung, wurde Kutoglu in seinen Anfängen vom damals amtierenden Wiener Bürgermeister gefördert. 1991 präsentierte er seine erste Kollektion, bereits drei Jahre später folgten vielbeachtete Modeschauen in Düsseldorf, Mailand, Paris und New York. Seiner Herkunft entspricht der Stil des Designers mit türkischen Wurzeln: ein Mix aus orientalischen Elementen und klaren Linien. Vor allem seine Abendkleider finden inzwischen so prominente Abnehmerinnen wie die Schauspielerin Catherine Zeta-Jones oder Model Naomi Campell.</p>
<p><strong>Wendy &amp; Jim</strong></p>
<p>Wofür Lang und Kutoglu Anfang der 1990er-Jahre den Boden bereiteten, wird heute von einer lebendigen österreichischen Modeszene weitergeführt. Zum Beispiel von Helga Schania und Hermann Fankhauser, die 1997 ihr Label „<strong>Wendy &amp; Jim</strong>“ gründeten und bei Helmut Lang an der Universität für angewandte Kunst studierten. Ihren Stil bezeichnen sie selbst als „trocken und langsam“. Trend- Magazine wie „i-D“, „Purple“, „Selfservice“ und „*Surface“ zeigen immer wieder Modestrecken der beiden. Heute ist die Marke in schrillen Designerläden rund um den Globus präsent. Zum Beispiel in Hongkong, Tokio, Berlin, New York, Stockholm und natürlich in Wien, wo die beiden nach wie vor arbeiten und leben.</p>
<p><strong>Wendy &amp; JimOffice</strong><br />
Zieglergasse 68/2<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.wendyjim.com">www.wendyjim.com</a></u></p>
<hr />
<p><strong>Petar Petrov</strong></p>
<p>Genau wie Schania und Fankhauser ging auch Petar Petrov aus der Modeklasse der „<strong>Angewandten</strong>“ hervor. Der Bulgare lebt seit 1999 in Wien und machte erstmals 2002 in Paris mit seinen Entwürfen auf sich aufmerksam. Hinter seinem Labelnamen „<strong>one of some by Petar Petrov</strong>“ steht der Gedanke, dass jedes Stück seiner Kollektion Teil eines größeren Gesamtwerks ist. Petrov wurde mittlerweile in den offiziellen Showkalender der Pariser „Fashion Week“ aufgenommen und hat bereits Stammkunden in den USA, Japan, Hongkong, Berlin und Paris.</p>
<p><u><a href="http://www.petarpetrov.com">www.petarpetrov.com</a></u></p>
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<p><strong>Designer-Modeshops</strong></p>
<ul>
<li><strong>fabrics interseason hq</strong><br />
Haymerlegasse 6/1<br />
1160 Wien<br />
<u><a href="http://www.fabrics.at">www.fabrics.at</a></u></li>
<li><strong>Das Studio</strong><br />
Kirchengasse 17<br />
1070 Wien</li>
<li><strong>ArtUp</strong><br />
Bauernmarkt 8<br />
1010 Wien<br />
<u><a href="http://www.artup.at">www.artup.at</a></u></li>
<li><strong>makdesignshop</strong><br />
<strong>S</strong>tubenring 5<br />
1010 Wien<br />
<u><a href="http://www.makdesignshop.at">www.makdesignshop.at</a></u></li>
<li><strong>MQ point</strong><br />
Museumsquartier Wien<br />
täglich 10.00 &#8211; 19.00<br />
<u><a href="http://www.mqw.at/mq_point_fset.html">www.mqw.at/mq_point_fset.html</a></u></li>
<li><strong>Panna &amp; Fragola</strong><br />
Design Kultur Spiel****<br />
Oberer Stadtplatz 33<br />
3340 Waidhofen/Ybbs</li>
<li><strong>Magazzin</strong><br />
Bürgergasse 9<br />
8010 Graz<br />
<u><a href="http://magazzin.at">http://magazzin.at</a></u></li>
</ul>
<hr />
<p><strong>Anna Aichinger Mode für starke Frauen</strong></p>
<p>Mal ist es die Rock’n‘Roller-Pose, dann ein Hauch von Military, und wer sich auch dann noch nicht sicher ist, den überzeugen vielleicht Kollektions-Namen wie „Alphagirls&#8220;. Keine Frage: Anna Aichinger zählt zu den neueren Entdeckungen der österreichischen Modeszene, tauchte wie ein Komet als Gewinnerin des Wiener Fashion Award 2006 auf – und steht seither für Power-Frauen. „Meine Mode ist für die Frau, die in einer Machtposition sitzt und dabei auch noch gut ausschaut – streng, aber respektabel.“ Respektabel ging es auch weiter. Denn Aichingers kämpferische „Bombshell Block“-Kollektion, die ein wenig an Uniformen erinnert und hinsichtlich der Accessoires Anleihen bei den Ordensleisten hochdekorierter Generäle nimmt, wurde prompt in Paris und London gezeigt – ein weiterer Karriereschritt. Um unreflektierte Beiträge zum vor kurzem noch so trendigen Armeelook geht es der Modeschöpferin freilich nicht: Da bewegen sich Details wie der Atompilz-Aufnäher am schmalen Grat zwischen Ironie und Kritik, und das Gesamtbild verströmt viel subtile Strenge: hochgeschlossene Blusen aus Seide, überknielange Röcke oder Kleider, schmal geschnittene Hosen beweisen das auf den ersten Blick.</p>
<p>Aichinger ist, wenn man so will, eine typische Protagonistin für die neu erstarkte Wiener Modeszene. Vier Professoren an der Angewandten hatten unter anderem Anteil daran: Sie begann bei Jean-Charles de Castelbajac, studierte bei Paolo Piva, dann beim niederländischen Duo Viktor &amp; Rolf und machte schließlich vor drei Jahren bei Ralf Simons ihr Diplom – handverlesene Stars, wie sie seit Jahren am MAK zu finden sind. Apropos Diplomarbeit: Der Kampf der Geschlechter und der damals die Gemüter bewegende Krieg in Afghanistan verschmolzen schon früh zum martialischen Look. Aichingers Show-Kollektion „The Dandy Warlords“ fiel bereits damals auf – durch Kleidung, mit der sich Mannequins stärker als üblich verhüllen mussten.</p>
<p><u><a href="http://www.nachbarin.co.at">www.nachbarin.co.at</a></u> <u><a href="http://www.annaaichinger.com">www.annaaichinger.com</a></u></p>
<p>Erhältlich bei:</p>
<p>„Nachbarin – Europäisches Modedesign“ Gumpendorferstr. 17 1060 Wien Tel.: +43 1587 2169</p>
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<p><strong>Modedesign im Bisovsky-Stil</strong></p>
<p>Sie ist ein Mode-Geheimtipp – europaweit. Susanne Bisovsky ist eine der unkonventionellsten Designerinnen in Österreich. Ihren Modestil bezeichnet sie als „Wiener Chic“. Gemeinhin hat dieser Stil aber bereits einen Namen bekommen: der Bisovsky-Stil. Seit 15 Jahren arbeitet die in Linz geborene und in Wien lebende Designerin an ihren Kreationen, überarbeitet sie wieder und wieder. Aber eines versucht sie zu vermeiden, nämlich als Dirndl-Schneiderin bezeichnet zu werden. Ihre Kreationen sind unverkennbar: Überlagerungen der buntesten Muster, folkloristische Elemente kombiniert mit Eleganz oder kontrastiert mit Punk.</p>
<p><strong><u><a href="http://www.bisovsky.com">www.bisovsky.com</a></u></strong></p>
<hr />
<p><strong>Peter Pilotto</strong></p>
<p>Wenn Anna Wintour, Chefredakteurin der US-Vogue und mächtigste Mode-Instanz der Welt, bei einer Fashion-Show ganze 15 Mal in die Hände klatscht, ist das höchst ungewöhnlich. Wenn sie nach der Show auch noch hinter die Bühne geht, um dem Designer zu gratulieren, kommt das praktisch einer Sensation gleich. So geschehen bei den Herbst-Shows 2009 in London. Der mit so viel Lob bedachte Designer stammt aus Tirol, heißt <strong>Peter Pilotto</strong> und konnte sich zwei Wochen später auch noch darüber freuen, dass Michelle Obama weltweit in allen Nachrichtensendungen in einer seiner ungewöhnlichen Blusen zu sehen war.</p>
<p><strong> </strong><strong>Peter Pilotto</strong><br />
<u><a href="http://www.peterpilotto.com">www.peterpilotto.com</a></u></p>
<hr />
<p><strong>Lena Hoschek</strong></p>
<p>Die Fans von <strong>Lena Hoschek</strong> stammen aus einem anderen Metier, sind aber nicht weniger berühmt. Pop-Liebling Katy Perry etwa ist verrückt nach Hoscheks Entwürfen, die mit einer originellen Mischung aus Fifties-Style, Folklore und Erotik weibliche Kurven in die Mode zurückbrachte. Und das Wiener Design-Duo <strong>Wendy &amp; Jim</strong>kommt international so gut an, dass es nicht nur zu den Pariser Hauptacts der Prêt-à-Porter-Wochen zählt, sondern sogar Mitglied der „Chambre Syndicale du Prêt-à-Porter des Couturiers et des Créateurs de Mode“ ist. Im österreichischen Modedesign hat sich in den letzten Jahren eine lebendige Szene etabliert, die international immer mehr Furore macht. Ein alpenländisches Modewunder?</p>
<p>Ausgangspunkt der modischen Erfolgsstory sind drei hervorragende Modeschulen in Wien, die seit der Jahrtausendwende zum Motor einer ungewöhnlichen Kreativbewegung wurden. Die Schulen in Schloss Hetzendorf und in der Herbststraße vermitteln handwerkliches Know-how und Modegespür auf höchstem Niveau, die Modeklasse an der Universität für Angewandte Kunst wird seit einigen Jahren ausschließlich von internationalen Mode-Stars geleitet. Design-Koryphäen wie Vivienne Westwood, Jean-Charles de Castelbajac, Victor &amp; Rolf und Raf Simons holten die österreichische Mode aus dem Dornröschenschlaf.</p>
<p><strong>Lena Hoschek</strong><br />
1070 Wien, Gutenberggasse 17<br />
8010 Graz, Joanneumring 3<br />
<u><a href="http://www.lenahoschek.com">www.lenahoschek.com</a></u></p>
<hr />
<p><strong>ulliKo</strong></p>
<p>Seither entwickelt sich die Wiener Mode-Szene immer dynamischer, die jungen Austro-Designer/innen bewegen sich in einem originellen Spektrum zwischen gut tragbarer Mode und Mode als Kunst. Bestes Beispiel: das Label <strong>ulliKo</strong>. Designerin Ulrike Kogelmüller verwendet für ihre Kollektionen – höchst artifiziell – ausschließlich die Farben Rot, Schwarz und Weiß und lebt ihr großes Faible für Geometrie und abstrakte Formen. Das Resultat ist alles andere als museal: witzige, überraschende und auf eine moderne Art zeitlose Damenmode. Kogelmüller profitiert wie Lena Hoschek und eine ganze Riege von Jung-Designern interessanterweise von der jahrzehntelangen Bedeutungslosigkeit Wiens im internationalen Mode-Zirkus. Abseits des Modediktats der großen Fashion- Metropolen Paris und London konnten die jungen Modemacher mit ihren Arbeiten einen höchst eigenständigen Weg entwickeln.</p>
<p><strong>ulliKo Shop</strong><br />
Kirchengasse 7<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.ulliko.com">www.ulliko.com</a></u></p>
<hr />
<p><strong>Fashion Week</strong></p>
<p>Drehscheibe für die neue Modeszene ist das MuseumsQuartier in Wien und der umgebende siebte Bezirk. Im MuseumsQuartier finden nicht nur die „Austrian Fashion Week“ für junge Mode im Herbst und der jährliche „Modepalast“ im quartier21 statt, man kann die Kollektionen der angesagten Jung-Designer auch in mehreren Shops kaufen. Der <strong>Showroom Combinat</strong> etwa ist eine Mischung aus Werkraum und Geschäft, der gleich mehreren Modemacher/inne/n Heimat bietet: <strong>Pitour</strong>, das Label von Maria Oberfrank, steht für reduzierte Mode mit eleganten Details, die in Handarbeit als Einzelstücke gefertigt werden. Das junge Modelabel <strong>MASI</strong> kreiert trendige Knitwear für die urbane Individualistin. Die <strong>Boutique Gegenalltag</strong> zeigt in wechselnden Themenausstellungen aktuelle Designer-Kollektionen, bei <strong>styleaut.com</strong> wird sowohl online als auch im „realen“ Shop die größte in Wien erhältliche Auswahl an junger österreichischer Mode geboten – insgesamt sind 50 Modemacher im Angebot. Nicht weit entfernt vom MuseumsQuartier führt der komplett in Weiß gehaltene Concept Store „Park“ auf zwei Etagen österreichische Avantgarde-Designer, die auch international Aufsehen erregten: <strong>Awareness &amp; Consciousness, Edwina Hörl, Fabrics Interseason oder The House of the Very</strong>.</p>
<p><strong>Combinat</strong><br />
Pitour, Masi, usw.<br />
MuseumsQuartier<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.combinat.at">www.combinat.at</a></u></p>
<hr />
<p><strong>Boutiquen der jungen Designer</strong></p>
<p>Vor allem aber findet man im 7. Bezirk hinter dem MuseumsQuartier die eigenen Boutiquen der jungen Designer. Da verkaufen Doris Bittermann und Maria Fürnkranz-Fielhauer die klaren, reduzierten Entwürfe ihrer <strong>wiener kollektion</strong>, mit der sie oft traditionelle Formen wie Schürzen und Wickelkleider neu interpretieren. <strong>Maronski</strong>, das Label von Martina Meixner, präsentiert extravagante, aber alltagstaugliche Kleidung für selbstbewusste Frauen. <strong>Sixxa</strong>, die Modelinie der aus dem Grafik-Design kommenden Kathi Macheiner, steht für angesagte Streetwear. Sandra Gilles designt und verkauft in ihrer französisch anmutenden „Petite Boutique“ feinste Nachtwäsche unter dem Titel „<strong>Nuit Blanche</strong>“ und eine kleine, aber feine Damen-Kollektion, bei der jedes Stück selbst genäht wird. Die ursprünglich aus Russland stammende Lena Kvadrat nennt ihr Label und ihren Shop <strong>Art Point</strong> und versteht Mode als Mittel zur Kommunikation. Elke Freytag, jüngster Zugang im Modeviertel, kreiert mit „<strong>täglich elke</strong>“ einen modern- minimalistischen Stil, geprägt von klaren und femininen Schnitten, während sie mit ihrer Zweitlinie „<strong>freytag nacht</strong>“ Weiblichkeit und Glamour an die Frau bringt. <strong>Ina Kent</strong>, Wiens Aushängeschild in puncto Ledertaschen, verkauft ihre lässigen, multifunktionalen Bags in der Lindengasse. Und Lili Ploskova designt für ihr Label <strong>LILA PIX</strong> elegante Accessoires, für die sie oft naturbelassene Seide einsetzt.</p>
<p>Viele der Shops und Designer des 7. Bezirks sind unter dem Netzwerk „7tm“ zu erreichen – und bieten einen feinen Service: individuell buchbare Shopping- und Fashion-Touren durch das Viertel, bei Wunsch Styling-Beratung inklusive. Für Besucher der Stadt werden ausgewählte Kollektionen auf Wunsch sogar ins Hotel geliefert. So können Mode-Interessierte in Ruhe gustieren und bei Gefallen kaufen. Denn die lebendige Modeszene Wiens macht nicht nur international immer lauter auf sich aufmerksam. Sie will vor allem eines: nahe an den Kunden bleiben und mit chicen und leistbaren Kollektionen Wiener Style in die Welt bringen.</p>
<hr />
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Boutique gegenalltag</strong><br />
MuseumsQuartier<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.gegenalltag.at">www.gegenalltag.at</a></u></p>
<p><strong>Styleaut</strong> <strong>Shop</strong><br />
MuseumsQuartier<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.styleaut.com">www.styleaut.com</a></u></p>
<p><strong>Park</strong>, Concept Store<br />
Designer: Edwina Hörl, Fabrics Interseason, The House of the Very u.a.<br />
Mondscheingasse 20<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.park.co.at">www.park.co.at</a></u></p>
<p><strong>wiener konfektion</strong><br />
Siebensterngasse 20<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.wienerkonfektion.at/">www.wienerkonfektion.at/</a></u></p>
<p><strong>Maronski</strong><br />
Lindengasse 1<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.maronski.at">www.maronski.at</a></u></p>
<p><strong>Sixxa</strong><br />
Kirchengasse 22<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.sixxa.at">www.sixxa.at</a></u></p>
<p><strong>la petite boutique</strong><br />
Lindengasse 25<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.sandragilles.com">www.sandragilles.com</a></u></p>
<p><strong>art point vienna</strong><br />
Westbahnstraße 3<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.artpoint.eu">www.artpoint.eu</a></u></p>
<p><strong>elke freytag</strong>, Shop + Atelier<br />
Lindengasse 14<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.elkefreytag.com">www.elkefreytag.com</a></u></p>
<p><strong>InaKent</strong><br />
Lindengasse 46<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.inakent.com">www.inakent.com</a></u></p>
<p><strong>Showroom LILA PIX</strong><br />
Lindengasse 5<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.lilapix.net">www.lilapix.net</a></u></p>
<p><strong>7tm</strong><br />
Netzwerk<br />
<u><a href="http://www.7tm.at">www.7tm.at</a></u></p>
<hr />
<h3>H<strong>üte</strong></h3>
<p>Julia Cranz ist Österreichs vermutlich kreativste Hutmacherin und laut Eigenangabe auch die verrückteste. Ihre Kunden heißen Sarah Jessica Parker, Grace Jones, Jan Delay oder Anna Netrebko. Und für die arbeitet sie mit Nieten, Federn, Perlen oder Wildschweinzähnen. Das Design ihrer Hüte ist facettenreich: klassische Melone, royaler Hochzeitshut, Sternhaarreifen, Spinnenhut, Pelzkappe mit Katzenohren. Sie behütet Stars, gestaltet Einzelstücke nach Wunsch und kreiert gemeinsam mit Ruth Kubyk komplette Kostümbilder fürs Theater. Sie traf eine der wichtigsten Stylistinnen Amerikas und durfte 2005 auf der New York Fashion Week ausstellen.</p>
<p><u><a href="http://www.juliacranz.com">www.juliacranz.com</a></u></p>
<hr />
<h3>Porzellan und Glas</h3>
<p><strong>A</strong><strong>ugarten</strong></p>
<p><strong>Seit fast 300 Jahren wird in Wien „weißes Gold“ erzeugt. Das edle Porzellan ist noch immer reine Handarbeit, und die kann man bei einer Führung durch die Porzellanmanufaktur Augarten ganz aus der Nähe erleben.</strong></p>
<p>Österreichs Präsidenten speisen von Geschirr aus dem Hause Augarten, Staatsgäste erhalten die edle Keramik als offizielles Geschenk, Reisende leisten sich die teuren Vasen und Figuren gerne als urösterreichisches Souvenir. Mit genauer Handarbeit und anspruchsvoller künstlerischer Gestaltung – heute entwerfen international anerkannte Designer neue Serien – vereint Augarten Tradition mit zeitgenössischem Kunstverständnis.</p>
<p>Die Manufaktur, in der sämtliches Augarten-Porzellan gefertigt wird, liegt idyllisch in Wiens ältestem Barockgarten zwischen Nebengebäuden des Schlosses Augarten. An Wochentagen öffnet sie um 10.00 Uhr ihre Türen für Besucher: Zwischen Brennöfen und Türmen aus halbfertigem Geschirr kann man bei Führungen den Handwerkern zusehen, wie sie hochkonzentriert und bedächtig Lipizzanerfiguren zusammenfügen, Tassen glasieren, Teller drehen oder Vasen mit Chinoiserien und Biedermeiermotiven bemalen. Dabei finden sie aber stets Zeit, um sich mit den Gästen über ihre Arbeit zu unterhalten. Und das Beste: Man kann auch selbst Hand anlegen und eigene Stücke unter professioneller Anleitung modellieren und bemalen – und später gebrannt mit nach Hause nehmen. Seit einigen Jahren gibt es neben einem neuen Museum auch ein Alt-Wiener Restaurant, einen Shop und Werkräume für Kreativkurse.</p>
<p><u><a href="http://www.augarten.at">www.augarten.at</a></u></p>
<hr />
<p><strong>Rottner</strong></p>
<p><strong>Hedwig Rotter: Wiener Porzellan-Interpretin</strong></p>
<p>Seit 2007 kreiert sie unter dem Namen Manodesign – vom Lateinischen „manus“, die Hand: Schließlich werden Hedwig Rotters feine Produkte – Tableware, Accessoires, Interior – von Hand gefertigt. Dabei geht es der Absolventin der Wiener Angewandten, Meisterklasse Matteo Thun, um die Abgrenzung zur industriellen Fertigung.</p>
<p>Nichts soll an Massenprodukte erinnern, ungewöhnlich zerbrechlich dürfen die Unikate aber durchaus sein. Kein Wunder: Hedwig Rotters Liebe gilt hochwertigem Porzellan, das von ihr bei stets 1260 Grad Celsius gebrannt wird. Souverän lotet sie dabei die ganze Bandbreite des fragilen Materials aus, spielt mit gewohnten Formen, fordert das zerbrechliche Material immer aufs Neue heraus. Auch die viel gepriesene jüngste Kollektion „Dottings“ belegt das auf den ersten Blick: Wie aus einer Märchen-Fantasie entsprungen, wirkt die schneeweiße runde Vase mit den vielen unterschiedlich großen Löchern, die nun auch im Schauraum im Herzen des Ottakringer Szeneviertels SoHo zu finden ist – eher Netz als Vase. Maximal Grenzen verschieben – das ist hier ernst gemeint. „Oft bricht alles beim letzten Loch“, erzählt Hedwig Rotter, die hier, in der Wiener Grundsteingasse, sowohl Atelier als auch Verkaufsraum hat. Einen zunehmend auch international wahrgenommenen Namen machte sich Hedwig Rotter zunächst mit themenorientierten Arbeiten. Die Keramik-Gefäße, die an jene Papier-Beutel erinnern, die Air-Sickness-Gebeutelte aus dem Flugzeug kennen, sind etwa einem Projekt entsprungen, in dem es um die Veredelung von Recycling-Produkten ging. Aber auch Humor spielt eine wichtige Rolle. Fußballschuhe aus Porzellan, wahlweise in Gold oder Platin überzogen? Teelichterhalter plus Porzellan- Hirschgeweih? Die vergoldete Geweihminiatur als Brosche „Krickerl de luxe“ und Steinbock plus Edelweiß als Deko einer Porzellanuhr? Auch das ist hier zu finden.</p>
<p>Produkte erhältlich bei: manodesign Grundsteingasse 36 1160 Wien <u><a href="http://www.manodesign.at">www.manodesign.at</a></u></p>
<hr />
<p><strong>Schneekugeln</strong></p>
<p><strong>Über 300 Museen warten in Wien darauf, erkundet zu werden. Neben so berühmten Häusern wie der Albertina oder dem Mumok gibt es auch jede Menge skurrile Geheimtipps zu entdecken. Einer davon ist das Schneekugelmuseum mit angeschlossener Manufaktur.</strong></p>
<p>Was eine hochwertige Schneekugel ausmacht? Unter anderem die Geschwindigkeit, mit der die Flocken nach dem Schütteln auf den Boden sinken. Bei billigen, industriell gefertigten Exemplaren ist das Gestöber zumeist nach einer halben Minute vorbei. Bei den Schneekugeln, die in Erwin Perzys kleiner Wiener Manufaktur bis heute in Handarbeit hergestellt werden, schweben die funkelnden Schneekristalle hingegen bis zu zwei Minuten lang scheinbar schwerelos durch das Glas! Kein Wunder, schließlich kann sein Unternehmen, das einst vom Großvater – dem Erfinder der Schneekugel – gegründet wurde, auf mehr als ein Jahrhundert Erfahrung und Know-how zurückblicken!</p>
<p>Viele kostbare Exponate aus all den Jahren sowie die Original-Werkstatt von Erwin Perzy I. lassen sich heute im firmeneigenen Museum bewundern. Außerdem erfährt man bei einer Führung auch alles über die unzähligen Sonderanfertigungen, die im Hause Perzy hergestellt wurden. So entstand hier beispielsweise auch eine silberne Schneekugel für Bill Clinton, in die original Konfetti von seiner Einführungsparade eingearbeitet wurden. Wer will, kann nach dem Museumsbesuch im dazugehörigen Shop sein Lieblingsmodell erstehen – oder seine Wunsch-Schneekugel in Auftrag geben.</p>
<p>Wichtige Infos: Führungen müssen vorher telefonisch angemeldet werden. Die Öffnungszeiten können variieren, im Advent ist das Museum täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.</p>
<p><u><a href="http://www.viennasnowglobe.at">www.viennasnowglobe.at</a></u></p>
<hr />
<h3>Möbel und Design</h3>
<p><strong>Das Möbel-Café – Einzelstücke zum Besitzen</strong></p>
<p>„Herr Ober, zahlen bitte! Also das waren: Mineralwasser, Toast, zwei Melange. Und natürlich der Stuhl, auf dem ich sitze. Über die Leuchte denke ich noch ein wenig nach.“ Nicht jede Stadt hat ein Café, in dem man die Möbel, die im Lokal herumstehen, nach gemütlichem Test auch gleich einpacken und mitnehmen kann. Wien schon. „Das Möbel-Cafe“ heißt die Erfindung des Wiener Design- Enthusiasten Lothar Trierenberg, und der Name ist dabei Programm. Denn auch wenn sich der Topfenstrudel durchaus sehen lassen kann – in der Regel dreht sich hier alles um modernes Design. Denn das „Möbel-Cafe“ ist Talente-Schau, Designladen und Café in einem. Junge Nachwuchs-Designer können ihre Prototypen ausstellen oder originelle Leuchten aufhängen – und im Idealfall gleich an den Mann bzw. die Frau bringen.</p>
<p>Das ungewöhnliche Konzept ist zugleich ein Gradmesser für die aktuelle österreichische Designoffensive. Lange genug musste man darauf warten. Gut hundert Jahre, um genau zu sein. Damals rückte die regionale Ausprägung des Wiener Jugendstils die Stadt ins Zentrum des internationalen Architektur- und Designgeschehens, beeinflusste Avantgardisten in aller Welt. Davon ist man freilich auch jetzt noch ein gutes Stück weit entfernt. Aber immerhin: die Ausbildung der Wiener Angewandten und der anderen Design-Hochschulen des Landes, die junge Talente kontinuierlich durch die hochkarätige Leitung ihrer Meisterklassen fördert, jährlich stattfindende Avantgarde-Schauen wie die Vienna Design Week, vielfältige Einrichtungen wie das Designzentrum Wien im Museumsquartier, aber auch regionale Aktivitäten, etwa die von der steirischen Wirtschaftsförderung unterstützte Organisation Creative Industries Styria (CIS), tragen heute Früchte – Stichwort Vernetzung. Die Modeszene hält da locker mit: Vienna Fashion Week, Fashion Day, Vienna Awards, Modepalast, Blickfang-Messe – längst jagt ein Termin den anderen.</p>
<p><u><a href="http://www.dasmoebel.at">www.dasmoebel.at</a></u></p>
<p><strong>das möbel</strong> das café Burggasse 10 1070 Wien Tel.: + 43 1 5249 497 täglich 10:00 bis 01:00 Uhr</p>
<p><strong>das möbel</strong> &gt; das geschäft Gumpendorferstraße 11 1060 Wien Tel.: +43 1 9243 834 Mo.–Fr. 10:00 bis 18:30 Uhr Sa. 10:00 bis 16:00 Uhr</p>
<hr />
<p><strong>WerK  Möbel</strong></p>
<p>Die alten Garnituren der Wiener Straßenbahnen gelten als Auslaufmodell. Sukzessive machen sie neuen Niederflurzügen Platz – oder sollen als Vintage-Bim am Wiener Ring ihre letzten Runden drehen. Wie gut, dass es da Designer wie das Wiener Paar Werner und Katja Nussbaumer gibt. Seit langem realisieren die beiden als „WerK“-Duo Kleinmöbel, und mitunter verschlägt es sie auf der Suche nach spannenden „Rohstoffen“ – und wohl im Stile echter Recycling-Avantgardisten – auch auf die Altdeponien am Wiener Stadtrand. Ein durchaus interessanter Ort für die Material-Recherche, wie die eben dort angefundenen Alt-Straßenbahnen beweisen, die den beiden Designern prompt einen besonders wertvollen Rohstoff lieferten: Es handelte sich um jene nostalgisch verbrämten Schichtholzsitze, die so manchen Wiener ein halbes Leben lang durch die Stadt getragen haben – emotionale Hardware, die nun auf eine neue Schiene gebracht wurde.</p>
<p>Die Recycling-Möbel, die aus den entsorgten Sitzen entstanden sind, und die dank Freischwinger-Technik nun bequemes Sitzen ermöglichen, starteten so noch einmal durch. Sie schafften es in Designgalerien ebenso wie in die Sammlung des Wiener MAK. Vor allem aber sind die nostalgischen Möbel „WerK“-Stücke im besten Sinne: Weil Reminiszenzen an die Stunden, die so mancher User auf den Bim-Sitzen verbrachte, nicht ausgeblendet werden. Und weil das Neue nicht aus dem OFF hereinstürmt, sondern als behutsam aus dem zeitlichen und räumlichen Umfeld herausgeschältes Kontinuum anklopft. So gesehen schaffen WerK auch Gucklöcher auf den Fluss der Zeit.</p>
<p>Erhältlich bei:</p>
<p><strong>das möbel</strong> &gt; das geschäft Gumpendorferstraße 11 1060 Wien Tel.: +43 1 9243834 Mo.–Fr. 10:00 bis 18:30 Uhr Sa. 10:00 bis 16:00 Uhr</p>
<p><u><a href="http://www.dasmoebel.at">www.dasmoebel.at</a></u></p>
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<p><strong>Backhausen &#8211; Textilien</strong></p>
<p><strong>Das Wiener Traditionsunternehmen produziert seit 1849 Stoffe und Möbel-Textilien höchster Qualität. Und es verfügt über das weltweit größte Archiv von Originalentwürfen des Wiener Jugendstils.</strong></p>
<p>Schon vor über 100 Jahren übernahm Backhausen die textile Ausstattung vieler Wiener Repräsentationsbauten – der Staatsoper, des Parlaments, des Burgtheaters und des Kaiserhauses. 1888 wurde dem Familienunternehmen deshalb der Titel „k. u. k. Hoflieferant“ verliehen. Weltberühmt wurde Backhausen vor allem durch seine Nähe zur Wiener Werkstätte und der Wiener Jugendstilkunst. Die Firma, Gründungsmitglied und Hauptlieferant der Wiener Werkstätte, produzierte Möbel- und Vorhangstoffe, Druckstoffe und Teppiche nach Originalentwürfen von Künstlern wie Josef Hoffmann, Koloman Moser, Joseph Maria Olbrich und Otto Wagner. Über 3.500 dieser Originalentwürfe existieren bis heute und können im Wiener-Werkstätte-Museum, das an den eleganten Backhausen-Shop angeschlossen ist, gratis besichtigt werden. Und bis heute stellt Backhausen Stoffe und Accessoires auf Basis dieser Originale her. Die kann man übrigens gleich vor Ort kaufen – Geschichte zum Mit-nach-Hause-Nehmen!</p>
<p><u><a href="http://www.backhausen.at">www.backhausen.at</a></u></p>
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<p><strong>EOOS</strong></p>
<p>Einpacken und mitnehmen – das geht beim jüngsten Entwurf der momentan wohl erfolgreichsten österreichischen Designer eher schwer: Immerhin handelt es sich um etwas so Voluminöses wie die Schamanen-Sauna, bei der EOOS soeben die Wellness-Weisheit der Naturvölker neu interpretieren. Neben Temperatur und Luftfeuchtigkeit können per „Kommando-Stein“ nämlich auch Farb-Licht und Sound individuell eingestellt werden. So tauchen per Knopfdruck eigene „Welten“ auf: Vorprogrammierte Kombinationen aus Wärme, Luftfeuchtigkeit, und nicht zu vergessen: Sound, entführen dann Richtung „Jungle“, „Desert“, „Asia“, „Mediterranea“ oder „Indian“. Man ahnt: Es geht um archaische Bilder. Um die Schichten, die sich in den Tiefen der Produkt-Semantik tummeln. Die Schwitzhütte als Zugang zur inneren Welt, das Produkt als Schlüssel für alte Rituale und Kulturen – dieser Ansatz machte die 1995 gegründete Gruppe EOOS längst zu Stars der internationalen Designszene. Martin Bergmann, Gernot Bohmann und Harald Gründel schöpfen aus der Kraft archaischer Vorbilder – mit dem Ziel, im Rahmen von Design auch unbewusste Sehnsüchte und Ängste zu thematisieren. Poetische Analyse nennen die vielfach ausgezeichneten EOOS diese Methode.</p>
<p><u><a href="http://www.eoos.com">www.eoos.com</a></u></p>
<hr />
<p><strong>mischer´traxler</strong></p>
<p><strong>Möbel-Experimente</strong>: Katharina Mischer und Thomas Traxler sind mischer´traxler. Gemeinsam gestalten sie Produkte, Möbel, Ausstellungen, wobei das Hauptaugenmerk im Experimentellen und Konzeptionellen liegt. Sie testen, experimentieren, analysieren, verwerfen wieder, spielen mit neuen Materialien und Techniken. Und sie setzen auf Sonnenenergie, Körbe, Sitzmöbel und Lampen, die von solarbetriebenenMaschinen produziert werden.</p>
<p><u><a href="http://www.mischertraxler.com">www.mischertraxler.com</a></u></p>
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<p><strong>Lobmeyr-Glas</strong></p>
<p><strong>Glasdesign mit Extravaganz:</strong> Lobmeyr ist eine Institution in der berühmten Kärntner Straße in Wiens Innenstadt. Und das Handelshaus ist weltberühmt für seine Glaswaren, wie etwa Swarovski bei Kristall. Lobmeyr-Glas-Beleuchtungen bestechen durch ihr teils extravagantes Design. Auch deswegen, weil sich das altehrwürdige Unternehmen jungen, kreativen Strömungen nicht verschließt und mit jungen Designern zusammenarbeitet. Spannend und inspirierend.</p>
<p><u><a href="http://www.lobmeyr.at/">www.lobmeyr.at</a></u></p>
<hr />
<h3>Märkte</h3>
<h4>Der Wiener Naschmarkt</h4>
<p>Der Geruch von frischer Minze kitzelt in der Nase, wird aber sofort übertroffen von exotischen Düften nach Curry und Kurkuma und nur einen Schritt davon entfernt vom himbeersüßen Aroma wilder Rosen, die in Eimern geparkt auf Käufer warten. Ein türkischer Händler preist lautstark seine Zuckermelonen an, gegenüber verkauft ein chinesischer Koch heiße Nudeln aus dem Wok und der Bio-Bäcker aus dem Weinviertel schlichtet Dinkel-Obst-Törtchen ins Regal. Eine Reise um die Welt dauert am Wiener Naschmarkt nicht 80 Tage, sondern ist locker in vier Minuten zu schaffen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-4785" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/wien_naschmarkt_1544715036-1024x682.jpg" alt="" width="690" height="460" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/wien_naschmarkt_1544715036-1024x682.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/wien_naschmarkt_1544715036-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/wien_naschmarkt_1544715036-768x512.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/wien_naschmarkt_1544715036.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p>Österreichs größter Markt, der „Bauch von Wien“, lädt von Montag bis Samstag zum Bummeln, Staunen, Entdecken und Genießen ein. Hier zeigt Wien seinen legendären „Melting Pot“-Charakter: Wiener Schmäh mischt sich mit osteuropäischem Charme, orientalisches Flair mit südländischem Temperament. Zu kaufen gibt es am Naschmarkt alles, was in der Küche gebraucht werden kann: Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Brot und Käse. Aber auch Spezialitäten, wie persischer Kaviar, Sushi, Austern oder Kernöl, werden in den grünen Marktständen, die sich dicht an dicht die Wienzeile entlang ziehen, angeboten. Und die besten Produkte des Naschmarkts werden unter den Wienern wie Geheimtipps gehandelt. Bei den Brüdern Umar etwa gibt es die frischesten Meeresfrüchte der ganzen Stadt, bei Herta Gruber legendäre T-Bone-Steaks, die sogar mit der Qualität vom Kobe-Rind verglichen werden. Und der persische Herr Maan vom Kräuterhaus besorgt nicht nur alle Gewürze dieser Welt, er stellt auch Schwarzkümmelöl her, das als Haus- und Wundermittel im Orient gegen unzählige Krankheiten zum Einsatz kommt.</p>
<p>Samstags bietet am westlichen Rand des Naschmarkts ein zusätzlicher Bauernmarkt landwirtschaftliche Produkte und Regionales aus erster Hand. Und von dort sind es nur ein paar Schritte zum wöchentlichen Flohmarkt, wo man zwischen Antiquitäten, Büchern und Platten, Trödelware und Kuriositäten stöbern kann. Der Samstag ist überhaupt der beste Tag für Marktliebhaber in Wien. Zwar sind die insgesamt 25 Märkte der Stadt die ganze Woche über geöffnet, aber am Wochenende bieten sie alle noch zusätzliche Schmankerl. Am Karmelitermarkt gibt es am Samstag die größte Slow-Food-Corner der Stadt: Hier werden ausschließlich traditionelle, bodenständige und regionale Produkte aus umweltbewusster Herstellung verkauft. Biologisches Gemüse, Alpenlachs und Bio-Holzofenbrot sind ebenso zu erstehen wie Käse der besten kleinen Käsereien Österreichs und Fleischprodukte alter Schweinerassen. Der Brunnenmarkt in Ottakring wiederum – sonst fest in türkischer Hand – wird am Samstag durch den Yppenmarkt erweitert, auf dem Bauern aus dem Umland ihre Waren verkaufen. Am Schnittpunkt der beiden Märkte befindet sich eine Wiener Institution: „Der Staud“. Im modernen Pavillon verkauft Herr Staud seine weltberühmten Marmeladen und eingelegtes Gemüse im Glas. Die anregende Multi-Kulti-Atmosphäre des Marktes zieht besonders das Szene-Publikum, Künstler und junge Kreative an: Neuerdings ist das Samstag-Frühstück in einer der Bars am Yppenmarkt unverzichtbares Ritual zum Wochenausklang.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Kräuterhaus: Stand 24</strong></li>
<li><strong>Fleischwaren Herta Gruber: Stand 47</strong></li>
<li><strong>Umar Fisch: Stand 38/39</strong><br />
<u><a href="http://www.umarfisch.at">www.umarfisch.at</a></u></li>
<li><strong>Überblick Wiener Märkte:</strong><br />
<u><a href="http://www.wiener-maerkte.at">www.wiener-maerkte.at</a></u></li>
<li><strong>Naschmarkt Wien</strong><br />
Parallel zur Linken Wienzeile, 1040 Wien<br />
<u><a href="http://www.wienernaschmarkt.eu">www.wienernaschmarkt.eu</a></u></li>
</ul>
<hr />
<h4>Brot und Süßes</h4>
<p><strong>Erich Kasses</strong></p>
<p><strong>Gut Ding braucht Weile. Für Brot gilt das ganz besonders. Mit ein Grund dafür, warum es immer weniger Bäcker und fast nur noch Backshops gibt. In einem kleinen Dorf im österreichischen Waldviertel aber ist die Welt noch in Ordnung. Denn da werkt Erich Kasses, der langsamste &#8211; und wahrscheinlich beste Bäcker Österreichs.</strong></p>
<p>Thaya liegt ziemlich weit ab vom Schuss. Oder auch ganz in der Mitte: Nach Wien sind es 130 Kilometer, nach Prag 140. Die Grenze, die längst nur noch im Kopf besteht, liegt gleich im Nachbarort. Die Schnellstraße, die nach langen Diskussionen nun doch zwischen den beiden mitteleuropäischen Metropolen gebaut wird, führt jedoch in weitem Bogen um Thaya herum. Schlecht für die Chancen, dass sich hier in Hinkunft mehr Betriebe, vielleicht sogar aus Zukunftsbranchen, ansiedeln. Gut für jene, die hier nur die gute Waldluft, die bemerkenswerte Architektur der Häuser – für ein so entlegenes Dorf erstaunlich prächtig –, oder gar das außergewöhnlich gute Brot des örtlichen Bäckers suchen. Für sie, die aus der Stadt hierher kommen, wirkt die abgeschiedene Atmosphäre von Thaya wie ein Tonikum für die gereizten Sinne.</p>
<p>Wenn sie das Brot von Erich Kasses essen, so heißt der Bäcker hier, dann geht es ihnen gleich noch einmal so gut. Dabei ist der Mann verrückt. Das darf man durchaus so sagen, das sieht Erich Kasses nämlich selbst genau so: „Wer zwanzig verschiedene Sauerteige kultiviert, der muss ein bissl ein Spinner sein“. Das Resultat gibt dem Bäcker aus Thaya im Waldviertel freilich recht: Sein Brot ist wirklich besonders gut, so gut, dass es längst auch in Wien, und vielleicht bald auch in Prag, verkauft wird. Und er bäckt es in vielen verschiedenen Varianten, bis zu 135 Sorten Brot, Gebäck und Süßes, jede Nacht in seiner Backstube.</p>
<p>Das allein ist noch nicht so speziell. Dass Kasses aber die vielen Sorten ausschließlich mit naturbelassenen Zutaten zubereitet, ohne E-Zusatzstoffe, mit minimalem Hefeeinsatz &#8211; dafür mit den erwähnten zwanzig verschiedenen, über Jahre selbst kultivierten Sauerteigen und mit ungefilterter Salzsole statt raffiniertem Salz: Das gibt es heute fast nirgends mehr. Dass er ein Sauerteig-Ciabatta und einen Panettone herstellt, bei denen selbst fanatische Italiener in Ehrfurcht erstarren, weil sie etwas so Gutes, Authentisches selbst in der Heimat kaum noch bekommen &#8211; das macht ihm nicht so bald jemand nach.</p>
<p>Brot dieser Qualität braucht vor allem eines: jede Menge Zeit. Deshalb wurde er nun als erster österreichischer Bäcker in die Vereinigung der „Slow Baker“ aufgenommen, einen Verein, der sich im Zeitalter tiefgekühlter Chemie-Teiglinge und künstlich parfümierter Backshops dem Schutz eines gefährdeten Handwerks verschrieben hat: der Herstellung von Brot nach überlieferten Techniken. Seitdem darf Kasses sich sozusagen offiziell als „langsamster Bäcker des Landes“ bezeichnen, ein Titel, der ihm durchaus gefällt: „Weil sich die Langsamkeit auf die Teigführung bezieht, auf die Zeit, die man dem Teig gibt, sich aromatisch zu entwickeln.“</p>
<p>Tatsächlich ist Zeit das entscheidende Moment, wenn es um die Entstehung erstklassigen Brotes geht: Jene Bakterienkulturen, die Sauerteig – und damit den Wohlgeschmack – erst entstehen lassen, wollen sorgfältig kultiviert und mehrmals täglich gefüttert werden. Idealerweise über mehrere Tage, denn nur so entsteht aus einem geschmacklich eher dumpfen Mehl-Wasser-Gemisch die aromatische Basis für eine der ältesten kulinarischen Kulturleistungen überhaupt: Brot.</p>
<p>Bei Erich Kasses arbeiten die Kulturen für jene Brotsorten, die sich besonders gut verkaufen, in massiven Metallbottichen oder, für die Spezialsorten, in kleinen Holzfässern, die er selbst gezimmert hat. Das tun sich heute immer weniger Bäcker an, weil es, wie auch bei Kasses, dazu führt, dass man, in und außerhalb der Arbeitszeit, alle acht Stunden zu den Sauerteigen muss, um sie mit frischem Wasser und Mehl weiter „anzufüttern“. Zusammen mit den sozial ohnehin kaum verträglichen Arbeitszeiten ist dies ein durchaus triftiger Grund dafür, dass es immer weniger echtes Bäckerbrot gibt.</p>
<p>Jeden Tag, bis auf Sonntag, steht der 52-jährige Kasses pünktlich um drei Uhr früh in der Backstube. Dietmar Eggenberger, seit 25 Jahren in der Firma und laut Kasses sein würdiger „Stellvertreter“, ist zu diesem Zeitpunkt bereits seit eineinhalb Stunden bei der Arbeit, gemeinsam mit zwei weiteren Gesellen und fünf Lehrlingen. Langsame Teigführung heißt nämlich nicht, dass es dabei auch in der Backstube langsam zugehen darf – im Gegenteil: Ab fünf Uhr fahren die ersten Lieferwagen aus, bis dahin müssen nicht alle, aber doch etliche der Sorten fertig gebacken sein. Kasses, in kurzen Hosen, T-Shirt und Bäckerschürze, ist für die Teigarbeit zuständig: Er formt die Brote, speziell die empfindlichen Ciabatte aus dem hoch aufgegangenen, extrem wabbeligen, luftigen und duftigen Weizensauerteig, der vom Olivenöl glänzt. Er formt sämtliche Handsemmeln (um die 300 in 45 Minuten!), weil sie „nun einmal die Visitenkarte jedes Bäckers sind“, wie er sagt. Er bestimmt, wie viele Handvoll selbsteingelegte Rumrosinen zum Striezelteig kommen und kontrolliert mittels Duftprobe, ob der Waldstaudensauerteig aus einem im Waldviertel heimischen Urgetreide auch brav arbeitet. Zwischendurch gesellt er sich zu den Lehrlingen, die heute Morgen 2500 <strong>Mohnflesserln</strong> zu flechten haben. Stellvertreter Eggenberger bedient derweil die fünf Öfen: Schiebt hier einen Wagen mit <strong>Striezeln</strong> in den Heißluftofen, schießt dort Ciabatta rotonda in den sieben Tonnen schweren Steinofen ein.</p>
<p>Wenn wir schon dabei sind: das Sauerteig-Ciabatta. Es ist jenes Brot, das Kasses’ Ruhm wesentlich begründet hat. Dabei hat Ciabatta anderswo einen denkbar schlechten Ruf. Es gilt als halb durchgebackener Teigling, bis oben hin voll mit Kunsttriebmitteln und Konservierungsstoffen ebenso wie als „dünne Luft mit Kruste“ aus dem Backshop-Ofen mit einem Geschmack wie gerösteter Karton. Bei Kasses schmeckt man den Sauerteig und das <strong>Roggenmalz</strong>, da macht die luftige, saftige Krume auch Tage nach dem Kauf noch Freude. In Thaya selbst verkauft er es freilich bis heute kaum, die Kunden aus dem Ort stehen mehr auf seine Semmeln. In Wien, wo es an etlichen feinen Adressen vertrieben wird, da ist es allabendlich mit schöner Regelmäßigkeit ausverkauft.</p>
<p>Bis heute ist Kasses’ mit Abstand wichtigster Abnehmer Meinl am Graben, das legendäre Gourmet-Fachgeschäft in der Wiener Innenstadt, wo sich die Leckerbissen aus allen Teilen des Landes, aber auch aus der weiten Welt, auf zwei Etagen ausbreiten dürfen. Der inzwischen pensionierte Meinl-Geschäftsführer Helmut Touzimsky war es auch, der Kasses vor mehr als 20 Jahren den „alles entscheidenden Tipp“ gegeben hatte: „Backen Sie so wie zu Großvaters Zeiten, das hat Zukunft“, riet er Kasses, als dieser damals mit ein paar Waldviertler Mohnzelten am Graben vorstellig geworden war. „Lange hab ich Meinl nur diese Mohnzelten geliefert, wobei die Lieferung mehr gekostet hat, als die Ware wert war.“, sagt Kasses heute, „Aber dann sind ihm die guten Bäcker nach und nach in Pension gegangen und so kam ich an die Reihe.“ Auch wenn es noch viele Jahre dauern mag, bis das bei Kasses einmal der Fall sein wird, stellt man sich schon bei dem Gedanken die bange Frage: Und, wer bäckt uns dann unser Brot?</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Folgende Geschäfte führen Kasses’ Brot in Wien:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Schwarzes Kameel</strong><br />
Bognergasse 5<br />
1010 Wien<br />
<u><a href="http://www.kameel.at">www.kameel.at</a></u></li>
<li><strong>Pöhl am Naschmarkt</strong><br />
Stand 167<br />
1040 Wien<br />
<u><a href="http://www.poehlamnaschmarkt.at">www.poehlamnaschmarkt.at</a></u></li>
<li><strong>Pöhl am Kutschkermarkt</strong><br />
Kutschkergasse<br />
1180 Wien</li>
<li><strong>Rumpel</strong><br />
Hietzinger Hauptstr. 13<br />
1130 Wien<br />
<u><a href="http://www.hietzing.at/Unternehmen/portrait.php?id=6522">www.hietzing.at/Unternehmen/portrait.php?id=6522</a></u></li>
<li><strong>Feinkost Schober</strong><br />
Währingerstraße 3<br />
1090 Wien<br />
<u><a href="http://www.feinkost-schober.at">www.feinkost-schober.at</a></u></li>
<li><strong>Leban</strong><br />
Porzellangasse 50<br />
1090 Wien</li>
<li><strong>Edith’s Bauernladen</strong><br />
Fuhrmanngasse 1<br />
1080 Wien</li>
<li><strong>Reformhaus Verde</strong><br />
Josefstädter Straße 27<br />
1080 Wien</li>
<li><strong>Reformhaus Buchmüller</strong><br />
Neubaugasse 17-19<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.reformhaus-buchmueller.at/newweb/index.htm">www.reformhaus-buchmueller.at/newweb/index.htm</a></u></li>
</ul>
<hr />
<h4>Empfehlenswerte Bäckereien</h4>
<ul>
<li><strong>Felzl</strong> &#8211; spezialisiert auf Toscanabrot, beliefert etliche italienische Restaurants.<br />
Schottenfeldgasse 88<br />
1070 Wien<br />
<u><a href="http://www.felzl.at">www.felzl.at</a></u></li>
<li><strong>Trabzon</strong> &#8211; Türkische Bäckerei mit Verkauf direkt in der traditionellen Holzofen-Backstube! Laufend frisches Brot, das Maisbrot ist eine Sensation.<br />
Brunnengasse 65<br />
1160 Wien</li>
<li><strong>Grimm</strong> &#8211; einst k.u.k.-Hofbäcker, bekannt für seine große Auswahl an Backwaren für Allergiker<br />
Kurrentgasse 10<br />
1010 Wien</li>
<li><strong>Meissl</strong>&#8211; Qualitätsbäcker, hat nur vormittags geöffnet!<br />
Leystraße 130<br />
1200 Wien</li>
</ul>
<hr />
<h4>Gute Konditoreien</h4>
<p>Besonders eindrucksvoll und vielfältig glänzt die Kurkonditorei Oberlaa mit ihren süßen Kreationen in sechs Filialen in Wien. Über hundertfünfzig Ganzjahres- und Saisonköstlichkeiten warten hier in hell erleuchteten Vitrinen darauf, ausgesucht und vernascht zu werden: Konfekt, Kuchen, Torten und noch viel mehr kreatives Allerlei.</p>
<p>In Wien sollte man übrigens auch an den Filialen der Aida-Cafés nicht vorbeigehen. Und zwar nicht nur wegen Patisserie und Kaffee: Die zum großen Teil aus den 1960er-Jahren stammenden Inneneinrichtungen genießen – neben den schicken, rosafarbenen Kostümen der Serviererinnen – mittlerweile Kultstatus. Auch Demel, Sacher und das traditionsreiche Hawelka lohnen einen Besuch.</p>
<ul>
<li><strong>Demel</strong> &#8211; K.u.K Hoflieferant Wien<br />
<u><a href="http://www.demel.at">demel.at</a></u></li>
<li><strong>Sacher</strong>– K.u.K. Hoflieferant Wien<br />
<u><a href="http://www.sacher.com">sacher.com</a></u></li>
<li><strong>Kurkonditorei Oberlaa</strong><br />
<u><a href="http://www.oberlaa-wien.at">oberlaa-wien.at</a></u></li>
<li><strong>Café Hawelka, Wien</strong><br />
Wiener Künstlercafé, berühmt für seine Buchteln<br />
<u><a href="http://www.hawelka.at">hawelka.at</a></u></li>
<li><strong>Café Konditorei Aida</strong>, Wien<br />
26 kleine, intime Filialen, für die man Rosa mögen sollte.<br />
<u><a href="http://www.aida.at">aida.at</a></u></li>
</ul>
<hr />
<h2>Tipp zum Weiterlesen: ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön</h2>
<p><u><a href="https://www.amazon.de/gp/product/389705969X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389705969X&amp;linkCode=as2&amp;tag=reisefuehrer099-21">111 Orte in Wien die man gesehen haben muss</a></u></p>
<p>111 Einblicke und Einsichten in ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön verspricht der etwas andere Wien-Reiseführer: „hinter den diskret versteckten Tapetentüren der alten Monarchie ebenso wie in den schrill erleuchteten Entrees des New Vienna, in postmodernen Kaffeehäusern, musealen Beisln, politischen Waschsalons und längst vergessenen Hinterhöfen“.</p>
<p>Lesen Sie nach, wo sich Wien richtig böse, und wo ist es richtig gemütlich ist, wo sich das schönste Stundenhotel der Stadt befindet und wo der Kopf eines Mörders hinter Glas liegt …</p>
<p>Dieses Buch ist ein wahrer Lesegenuss für all jene, die bei ihrem Besuch nicht nur das übliche Standard-Touristenprogramm abspulen möchten.</p>
<p>Von Peter Eickhoff  / Emons Verlag</p>
<p><strong>Spiegel-Bestseller Nr. 1</strong> in Stadtführer Wien</p>
<p>Beitragsbild: Haas Haus, Stephansdom, Do&amp;Co, Copyright www.peterrigaud.com</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wien &#8211; der Kultur-Reiseführer</title>
		<link>https://reisewiki.at/wien-stadtfuehrer-kultur-kunst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Dec 2018 11:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://reisewiki.at/?p=4740</guid>

					<description><![CDATA[Unzählige, oft einzigartige Konzerte machen Hochkultur in Wien erlebbar. Ein Spaziergang durch Wien ist eine architektonische (Zeit-)Reise, weil historische, prunkvolle Prachtbauten und zeitgenössische Architektur zu <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wien-stadtfuehrer-kultur-kunst/" title="Wien &#8211; der Kultur-Reiseführer">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unzählige, oft einzigartige Konzerte machen Hochkultur in Wien erlebbar. Ein Spaziergang durch Wien ist eine architektonische (Zeit-)Reise, weil historische, prunkvolle Prachtbauten und zeitgenössische Architektur zu einem Stadtgebilde verschmelzen.</p>
<p>Ein besonderes Highlight ist etwa das Neujahrskonzert im Musikvereinssaal. Die Wiener Philharmoniker präsentieren ihren Gästen zum Jahreswechsel ein Programm aus dem Repertoire der Strauß- Dynastie und deren Zeitgenossen. Das Konzert wird weltweit übertragen und erreicht über 80 Länder. Auch die Konzerte im Musikverein und im Konzerthaus spiegeln ebenso wie die Kultur der festlichen Bälle die Rolle Österreichs als kulturelles Zentrum Mitteleuropas wider.</p>
<p>Schloss Schönbrunn, Belvedere, Ringstraße, die Hofburg mit den Kaiserappartements – keine andere Stadt bietet zudem so ein imperiales Ambiente auf engstem Raum. In der Innenstadt wandert man geradezu auf den Spuren der Habsburger. Das Habsburger-Erbe erlebt man eindrucksvoll im Kunsthistorischen Museum. Hinter dem monumentalen Prachtbau verbergen sich die Kunstschätze, die die Habsburger über Jahrhunderte zusammengetragen haben.</p>
<h2>Wien &#8211;  Mischung aus Tradition und Moderne</h2>
<p>Ein Blick vom Hausberg der Wiener, dem Cobenzl, hinunter in die Donau-Ebene zeigt die Größe der Stadt mit ihren rund 1,8 Millionen Einwohnern: Umgeben von einem breiten Ring aus Grün, dem berühmten Wienerwald, erstreckt sich die Metropole in einem fast perfekten Oval zu beiden Seiten der Donau. Mehr als fünfhundert Jahre war dies das machtpolitische und geographische Zentrum Europas. Bis 1918 regierten die Habsburger die Geschicke der Donaumonarchie (der Vielvölkerstaat war damals achtmal so groß wie Österreich heute), danach verlor die Stadt ihre politische Bedeutung.</p>
<p>Besucht man heute die Metropole an der Donau, möchte man beinahe sagen: zum Glück. Denn statt auf Politik konzentrierten sich die Wiener fortan auf ihre Liebe zu Musik, Theater, Film und Tanz – und was die Stadt im Bereich der Kultur heute zu bieten hat, ist beeindruckend. Über 100 Museen &#8211; darunter Häuser von Weltruf wie <strong>das Belvedere</strong>, <strong>die Albertina</strong> und <strong>das Kunsthistorische Museum</strong> – widmen sich der Kunst. Mehr als 120 Theaterbühnen, vom renommierten <strong>Burgtheater</strong> bis zur avantgardistischen „<strong>Garage X</strong>“, bieten jeden Abend Aufführungen. Und die Zahl der täglichen Konzerte ist immens. In Wien stehen Abend für Abend mehr als 60.000 Sitzplätze für Theater und Musik zur Verfügung!</p>
<p><figure id="attachment_4741" aria-describedby="caption-attachment-4741" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4741" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Burgtheater_1544525814-1024x511.jpg" alt="Burgtheater" width="690" height="344" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Burgtheater_1544525814-1024x511.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Burgtheater_1544525814-300x150.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Burgtheater_1544525814-768x383.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Burgtheater_1544525814.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4741" class="wp-caption-text">Burgtheater Wien</figcaption></figure></p>
<p>In der „Weltstadt der Musik“ sind <strong>die Wiener Sängerknaben</strong>, eine der „ältesten Boygroups der Welt“ (gegründet 1498) genauso zuhause wie <strong>die Wiener Philharmoniker</strong>, eines der besten Orchester der Welt. Selbst unter den größten Dirigenten gilt es als Ehre, beim alljährlichen <strong>Neujahrskonzert</strong> die Leitung zu übernehmen. Stars wie Lorin Maazel, Zubin Mehta oder Claudio Abbado haben bei diesem einzigartigen musikalischen Ereignis schon den Takt angegeben &#8211; und fast eine Milliarde Menschen lassen sich via TV von Walzerklängen aus Österreich ins Neue Jahr wiegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-4742" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wien_1544526014-1024x576.jpg" alt="" width="690" height="388" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wien_1544526014-1024x576.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wien_1544526014-300x169.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wien_1544526014-768x432.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wien_1544526014.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p>Wiener Musikverein</p>
<p>Der Große Saal des <strong>Wiener Musikvereins</strong>, Wiens schönste Konzerthalle, gilt klangtechnisch als wahres Wunderwerk – und ist auch optisch so überwältigend, dass man sich bei der Eröffnung 1870 fragte, ob er „nicht zu glänzend und prachtvoll für einen Concertsaal“ sei. Heute fragt sich das niemand mehr, ganz im Gegenteil: Die prunkvolle und elegante Ausstattung der Konzertsäle – ob Hofburg, Konzerthaus, Kursalon oder eines der vielen Wiener Palais – tragen ganz wesentlich zum speziellen Flair eines Musikabends in Wien bei.</p>
<p>Wien hat ein intaktes historisches Stadtbild wie kaum eine andere Stadt. Auf den ersten Blick wird Wien geprägt von den Prunkbauten aus der Barock- und Gründerzeit. Ein Fahrt mit der <span style="color: #0000ff;"><strong><u><a style="color: #0000ff;" href="http://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/channelView.do?pageTypeId=66526&amp;channelId=-46639&amp;contentId=67840&amp;contentTypeId=1001">Vienna-Ring-Tram</a></u></strong></span> um die Wiener Ringstraße führt das eindrucksvoll vor Augen: Während der halbstündigen Fahrt erlebt man die prachtvolle Straße und passiert <strong>die Oper</strong>, das Burgtheater, Parlament, Votivkirche, Museen und das Rathaus – eine schier endlose Ansammlung von griechischen Säulen und Göttern, mythologischen Figuren, Bögen aus Gotik und Renaissance und Denkmälern.</p>
<p><figure id="attachment_4749" aria-describedby="caption-attachment-4749" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4749" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Schönbrunn_1544531233-1024x895.jpg" alt="" width="690" height="603" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Schönbrunn_1544531233-1024x895.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Schönbrunn_1544531233-300x262.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Schönbrunn_1544531233-768x671.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Schönbrunn_1544531233.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4749" class="wp-caption-text">Schloss Schönbrunn</figcaption></figure></p>
<p>Auch die Schlösser und Parkanlagen der Habsburgerzeit – <strong>Schloss Schönbrunn</strong> mit dem <strong>Tiergarten</strong>, das Obere und das Untere Belvedere, der gigantische Gebäudekomplex der <strong>Hofburg</strong> mit den Kaiserappartements, dem <strong>Sisi Museum </strong>und der Silberkammer – verleihen der Stadt ein imperiales Aussehen, angereichert durch Bauten aus der Jugendstilzeit. Dazwischen aber entstand in den letzten zwei Jahrzehnten moderne Architektur. Wiener Architekten entwickelten eine Kultur des Um- und Ausbauens alter Bausubstanz, die inzwischen weltweit trendbestimmend ist.</p>
<p><figure id="attachment_4751" aria-describedby="caption-attachment-4751" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4751" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Hofburg_1544531284-1024x576.jpg" alt="" width="690" height="388" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Hofburg_1544531284-1024x576.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Hofburg_1544531284-300x169.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Hofburg_1544531284-768x432.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Hofburg_1544531284.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4751" class="wp-caption-text">Wiener Hofburg</figcaption></figure></p>
<p>Bestes Beispiel: das um die Jahrtausendwende entstandene <strong>MuseumsQuartier</strong> – ein Kunst- und Kulturzentrum der Superlative. Innerhalb ehemaliger barocker Hofstallungen beherbergt es gleich drei große, teils monolithische Museumsbauten, Ausstellungsräume, Ateliers und Veranstaltungssäle für moderne Tanz- und Theateraufführungen sowie ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Mittlerweile ist das Areal für viele Wiener zum beliebtesten Treffpunkt der Stadt geworden, in dem sie gerne Zeit verbringen und dies Sommer wie Winter – mit Lesen, Ausgehen, Boule spielen, Eisstock schießen und Chillen.</p>
<p>Der Mix aus Alt und Neu durchzieht die ganze Stadt. Im Siebten Bezirk (Neubau) haben sich zwischen den Biedermeierhäusern des <strong>Spittelbergs</strong> und den Gründerzeitbauten der Neubaugasse die jungen, hippen Designer der Stadt niedergelassen. In der Schleifmühlgasse im Vierten (Wieden) präsentieren sich die jungen Galeristen in ehemaligen Geschäften und Fabriken. Und im alten jüdischen Viertel im Zweiten Bezirk (Leopoldstadt) reihen sich Bioläden neben Szene-Lokale und Avantgarde-Theater.</p>
<p>Wer in diesem Gesamtkunstwerk aus Tradition und Moderne, aus Kultur und Szene eine kleine Pause braucht, kann sich in der wahrscheinlich schönsten Institution der Stadt ausruhen: dem Cafehaus. Ob <strong>Sacher</strong>oder <strong>Demel</strong>, Prückl oder Cafe Central – im „zweiten Wohnzimmer“ der Wiener kann man essen genauso wie einen Kaffee trinken oder stundenlang Zeitung lesen.</p>
<p>Der Wiener Küche ist dabei schon mancher Besucher auf immer verfallen. Golden panierte Schnitzel, süße Palatschinken, Buchteln oder ein warmer Apfelstrudel entsprechen zwar nicht ganz dem aktuellen Trend nach Light-Produkten, haben dafür aber ein umso höheres Suchtpotential.</p>
<p>Wie überhaupt schnell klar wird, dass Wien eine Stadt der Feinschmecker ist. Den <strong>Naschmarkt</strong>, Österreichs größten Markt, muss man einfach gesehen haben. Und vom höchstdekorierten Luxus- Restaurant des Landes, dem <strong>Steirereck</strong>, über Szene-Lokale wie dem Glacis-Beisl und dem „Österreicher im MAK“ bis hin zu traditionellen Wirtshäusern wie dem Reznicek wird der Wiener Küche gehuldigt. Zu der natürlich auch ein Glas Wein gehört, schließlich ist Wien die einzige Großstadt der Welt mit eigenem Weinbau und Weingärten im Stadtgebiet.</p>
<p>Für Feinschmecker findet jedes Jahr im Mai sogar ein eigenes <strong>Genuss-Festival</strong> statt, das drei Tage lang zum Picknicken, Gustieren und Flanieren in den Stadtpark lädt. Wie sich Wien überhaupt auch als attraktives Zentrum für Festivals etabliert hat. Den Reigen eröffnet im Winter das <strong>Akkordeon Festival</strong>, im Frühling locken die <strong>Wiener Festwochen</strong> mit spektakulären Theater-Produktionen Tausende Zuseher in die Stadt, und das Osterklang Festival widmet sich der modernen klassischen Musik.</p>
<p>Im Sommer steht dann das <strong>Jazzfest Wien</strong> auf dem Programm, und <strong>das Donauinselfest</strong> verwandelt die mitten in der Stadt liegende Insel für ein Wochenende mit Dutzenden Acts in die brodelndste (und mit 3 Millionen Zusehern meistbesuchte) Pop-Konzertbühne Europas. Vor dem Rathaus fröhnt man im Sommer gleich zwei typisch wienerischen Leidenschaften: der Musik und dem Essen. Während jeden Abend im Freien auf einer riesigen Leinwand ein anderer Opernfilm läuft, kann man sich an unzähligen Ständen kulinarisch auf eine Weltreise begeben. Und im Herbst bringt die <strong>Viennale</strong> nicht nur neue Filme, sondern immer wieder auch Filmstars in die Stadt.</p>
<p>Kein Wunder also, dass mittlerweile sozusagen „amtlich“ bestätigt wurde, wie attraktiv Wien als Stadt ist. Das bekräftigte auch das internationale Beratungs-Unternehmen Mercer: In einem Ranking zur Lebensqualität von 215 Großstädten wählte es Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<hr />
<h2>Die besten Adressen rund um Kunst &amp; Kultur</h2>
<p><strong> </strong><strong>Museen in Wien</strong><strong> </strong></p>
<ul>
<li><strong>MuseumsQuartier</strong><u><a href="http://www.mqw.at">: www.mqw.at</a></u></li>
<li><strong>Leopold Museum</strong><br />
<u><a href="http://www.leopoldmuseum.org">www.leopoldmuseum.org</a></u></li>
<li><strong>Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, MUMOK</strong><br />
<u><a href="http://www.mumok.at">www.mumok.at</a></u></li>
<li><strong>Naturhistorisches und Kunsthistorisches Museum</strong><br />
<u><a href="http://www.khm.at">www.khm.at</a></u> bzw. <u><a href="http://www.nhm-wien.ac.at">www.nhm-wien.ac.at</a></u></li>
<li><strong>Albertina</strong><br />
<u><a href="http://www.albertina.at">www.albertina.at</a></u></li>
<li><strong>Das Belvedere</strong><br />
<u><a href="http://www.belvedere.at">www.belvedere.at</a></u></li>
<li><strong>Secession</strong><br />
<u><a href="http://www.secession.at">www.secession.at</a></u></li>
<li><strong>Sisi Museum</strong><br />
<u><a href="http://www.hofburg-wien.at">www.hofburg-wien.at</a></u></li>
</ul>
<p><strong>Burgtheater</strong><br />
<u><a href="http://www.burgtheater.at">www.burgtheater.at</a></u></p>
<p><strong>Klassische Musik</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der Musikverein</strong></p>
<ul>
<li><u><a href="http://www.musikverein.at">www.musikverein.at</a></u></li>
<li><strong>Wiener Konzerthaus</strong><br />
<u><a href="http://konzerthaus.at">http://konzerthaus.at</a></u></li>
<li><strong>Theater an der Wien</strong><br />
<u><a href="http://www.theater-wien.at">www.theater-wien.at</a></u></li>
<li><strong>Wiener Sängerknaben</strong><br />
<u><a href="http://www.wsk.at">www.wsk.at</a></u></li>
</ul>
<p><strong>Sonstiges</strong><strong> </strong></p>
<ul>
<li><strong>Schloss Schönbrunn</strong><br />
<u><a href="http://www.schoenbrunn.at">www.schoenbrunn.at</a></u></li>
<li><strong>Tiergarten Schönbrunn</strong><br />
<u><a href="http://www.zoovienna.at/">www.zoovienna.at/</a></u></li>
<li><strong>Spittelberg</strong><br />
<u><a href="http://www.spittelberg.at">www.spittelberg.at</a></u></li>
<li><strong>Vienna International Film Festival</strong><br />
<u><a href="http://www.viennale.at/">www.viennale.at/</a></u></li>
</ul>
<p><strong>Berühmte Gastronomiebetriebe</strong></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><u><a style="color: #0000ff;" href="http://www.sacher.com">www.sacher.com</a></u></span><br />
<u><a href="http://www.demel.at">www.demel.at</a></u><br />
<u><a href="http://www.wienernaschmarkt.eu">www.wienernaschmarkt.eu</a></u><br />
<u><a href="http://www.steirereck.at">www.steirereck.at</a></u></p>
<p><strong>Genuss Festival</strong></p>
<p><u><a href="http://www.kulinarisches-erbe.at/genussfestival/">www.kulinarisches-erbe.at/genussfestival/</a></u></p>
<hr />
<h2>Wien und die Kultur des Todes</h2>
<p><strong>Der Tod muss ein Wiener sein, lautet eine bekannte Redewendung. Aber auch für höchst lebendige Wienbesucher gilt: Der Kult rund um prunkvolle Bestattung, legendäre Friedhöfe und schaurige Grüfte mag mitunter skurril anmuten. Vor Langeweile sterben wird man dabei aber auf keinen Fall.</strong></p>
<p>Elf Jahre lang hatte man die Möglichkeit dazu: Per Tramway auf den Friedhof zu fahren. Aber nicht so wie Wiener und Touristen das tun, wenn sie heute mit der Straßenbahn der Linie 71 die lange Fahrt Richtung <a href="https://reisewiki.at/wien-zentralfriedhof-fuehrung/">Zentralfriedhof</a> unternehmen, am prächtigen Belvedere vorbeizuckeln, dann quer durch den Arbeiterbezirk Simmering, immer weiter, immer geradeaus, um schließlich bei einem der drei Tore der berühmten Wiener Ruhestätte auszusteigen. Per Tramway auf den Friedhof, das bedeutete in der Zwischenkriegszeit von 1918 bis 1928 ein viel spezielleres Service der Wiener Verkehrsbetriebe: nämlich die Leichen-Tramway. Die schwarz lackierte Garnitur hatte ein Täfelchen mit der Aufschrift „Sonderfahrt“ umgehängt. Langsam und in gemessenem Tempo, aber zugleich mit der Unausweichlichkeit, die Schienenstränge so an sich haben, glitt die Tram zur letzten Reise dahin. Bis zu zwölf Tote fanden in den Kojen Platz. Beim Zentralfriedhof war dann Endstation.</p>
<p>Wien und der Tod. Das ist eine tiefschürfende und mitunter skurrile Angelegenheit. Der berühmteste der Wiener Friedhöfe ist der <strong>Zentralfriedhof</strong> oder „ Zenträu“, wie es mit rauer Melancholie, aber schon auch einer gewissen Wärme gebellt wird. Ganz im Osten Wiens breitet sich das legendäre Gräberfeld aus. Allein die Größe gebietet Respekt: 2,5 Millionen Quadratmeter Fläche, 330.000 Grabstellen, über drei Millionen Tote.</p>
<p><figure id="attachment_4752" aria-describedby="caption-attachment-4752" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4752" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Zentralfriedhof_1544531564-1024x682.jpg" alt="" width="690" height="460" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Zentralfriedhof_1544531564-1024x682.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Zentralfriedhof_1544531564-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Zentralfriedhof_1544531564-768x512.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Zentralfriedhof_1544531564.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4752" class="wp-caption-text">Wiener Zentralfriedhof</figcaption></figure></p>
<p>Doch um Zahlen und Quadratmeter geht es bei einer Institution wie dem Zentralfriedhof bestenfalls am Rande. Darauf verweist bereits die mächtige Kuppel der Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus, die gleich am Eingang auftaucht. Immerhin handelt es sich dabei, neben <a href="https://reisewiki.at/wien-architektur-fuehrung/#Otto_Wagners_Kirche_am_Steinhof"><strong>Otto Wagners Kirche am Steinhof</strong></a>, um den bedeutendsten Kirchenbau des Wiener Jugendstils, der Ende des letzten Jahrhunderts umfassend saniert wurde. Vier Ecktürme, drei mächtige Säulenportale mit breiten Freitreppen, ferner Gruftkapellen, daneben halbkreisförmige Arkaden und Kolumbarien genannte Nischen für Aschenurnen sowie farbenprächtige Mosaike und Glasfenster aus der Werkstatt lokaler Jugendstilkünstler. Dazu Details wie die Kirchenuhren, die Buchstaben statt Ziffern aufweisen, und die Worte „Tempus fugit“ – all dies ergibt: Die Zeit vergeht.</p>
<p>Die für damalige Zeiten moderne Kirche fügt sich bestens in die gar nicht so lange Geschichte des Zentralfriedhofs ein. Denn um einen historisch gewachsenen Friedhof handelt es sich dabei nicht. Eher schon um eine Parklandschaft mit beeindruckender Flora, die zu besinnlichen Spaziergängen einlädt und einst ein politisches Statement war. Immerhin hatten die Gartenarchitekten Karl Jonas Mylius und Alfred Friedrich Bluntschli den Zentralfriedhof 1870 als letzte Ruhestätte für Menschen aller Konfessionen entworfen, was heftige Diskussionen auslöste. Sieben Mal wurde der Friedhof seither erweitert. Wer sich mit dem Friedhofsführer, der für zehn Euro erhältlich ist, zur Erkundung aufmacht, erlebt Wiener Kulturgeschichte im Zeitraffer. Falcos gläsernes Grab und Curd Jürgens in Stein gemeißeltes Antlitz, Ludwig van Beethoven und Gustav Klimt – wie ein „Who was who“ fällt der Spaziergang durch die Gruppen der rund tausend (!), überwiegend prächtig gestalteten Ehrengräber aus.</p>
<p>Verwitterte Reliefs und Steinskulpturen finden sich hier. Zuvor kann man in der Präsidentengruft nahe der Jugendstilkirche die letzte Ruhestätte aller österreichischen Bundespräsidenten seit 1945 besuchen.</p>
<p><strong>„Park der Ruhe und Kraft“</strong></p>
<p>Doch am Zentralfriedhof trifft der Hauch von Ewigkeit auch auf aktuelle Neuerungen. Im über das 3. Tor erreichbaren <strong>„Park der Ruhe und Kraft“</strong> können Besucher Kontakt mit den Kräften der Natur, der Pflanzen und Bäume, der Steine und Erde aufnehmen und finden so einen Raum für Trost und Reflektion. Trittsteine aus Ternitzer Konglomeratstein weisen den empfohlenen Weg, verlieren sich später in offener Wiesenfläche. Linien aus Mühlviertler Granit symbolisieren den Verlauf von geomantischen Kraftlinien, die den ganzen Park durchziehen und zum Fühlen einladen. An besonderen Punkten bieten sich Bänke aus Waldviertler Granit und Fichtenholz zum längeren Verweilen an – willkommene Ruhepole. Wer Spuren des Lebendigen sehen will, kann diese im jüdischen Trakt der internationalen Gräberstadt finden, die neben dem Alten und Neuen jüdischen Friedhof auch einen buddhistischen, serbisch-orthodoxen und islamischen Teil umfasst. Denn hier zeigt sich eine weitere Besonderheit des Zentralfriedhofes: Feldhase, Dachs und Adler zählen zu den Bewohnern des Zentralfriedhofes, und auch das eine oder andere scheue Reh. Keine Frage: Der Wiener Zentralfriedhof ist ein Ort mit Seele und zugleich fester Bestandteil jeder vertiefenden Auseinandersetzung mit der Donaustadt. Aber er ist keinesfalls das einzige Rendezvous mit dem Totenkult, der Wien seit Jahrhunderten umtreibt.</p>
<p>Der Besuch der interessantesten Friedhöfe ist da bloß ein erster Einstieg. Um bizarre Orte handelt es sich dabei aber mitunter schon: der für angetriebene Flussleichen reservierte „<strong>Friedhof der Namenslosen</strong>“ am Albaner Donauhafen oder der viel höher gelegene <strong>Josefsdorfer Waldfriedhof</strong>, der neben stattlichen Biedermeiergräbern und der unmittelbaren Nähe zu diversen Heurigen vor allem auch mit herrlichen Ausblicken auf Wien aufwarten kann. Die Wiener selbst verteilen wiederum Höchstnoten an den kleinen Hernalser Friedhof, das ergab unlängst eine Umfrage in Sachen „Friedhofs-Zufriedenheit“. Romantisch verfallen, zugleich längst höchst reparaturbedürftig, präsentiert sich hinter einer dicken Backsteinmauer ein anderes verborgenes Friedhofsjuwel: der <strong>jüdische Friedhof</strong> Währing in der Sempergasse, der gleich eine Reihe von Besonderheiten aufweist. Florale Elemente des Klassizismus haben hier traditionelle jüdische Symbole ersetzt – und berichten so von der starken Assimilation der jüdischen Gemeinschaft im Wien des neunzehnten Jahrhunderts. Doch auch die einzigartigen osmanischen Grabhäuschen im sefardischen Teil des Friedhofs stechen heraus – es sind die einzigen nördlich der Alpen.</p>
<p>Totenkult in Wien, davon erzählt auch der Besuch eines ganz anderen Schattenreiches – nämlich das der Grüfte und Katakomben, die sich über die Eingeweide der Wiener Innenstadt verteilen. Die <strong>Katakomben unter dem Wiener <a href="https://reisewiki.at/?s=Stephansdom">Stephansdom</a></strong>, der auf einem mittelalterlichen Friedhof errichtet wurde, sind Teil dieser Spurensuche. Ebenso wie die prachtvoll-überladenen Marmorbüsten, Steinkronen und Sargplatten der berühmten <strong>Kapuzinergruft</strong>, in der seit 1633 die Gebeine der Habsburger – darunter ein ganzes Dutzend Kaiser und neunzehn Kaiserinnen – ruhen. Dass dabei im Laufe der Jahrhunderte auch verschiedenste architektonische Moden „zu Grabe getragen“ wurden, beweisen einige Highlights: Da wäre die 1720 vom Schönbrunn-Erbauer Johann Lucas von Hildebrandt angelegte, barocke <strong>Karlsgruft</strong> oder die wenige Jahrzehnte später im kokett- verspielten Rokoko-Stil gestaltete <strong>Maria-Theresiengruft</strong>, die überdies mit dem riesigen, spätbarocken Doppelsarkophag der österreichischen Regentin gekrönt wurde.</p>
<p>Weitere Begräbnisstätten der Habsburger finden sich in der Dominikanerkirche, im Salesiannerinnenkloster, in der Herzogsgruft des Stephansdoms und in der <strong>Herzgruft</strong> der Kirche St. Augustin – eine Aufteilung, die auch aufgrund der eigenwilligen Begräbniszeremonie der Habsburger Sinn machte. Körper, Eingeweide und Herz wurden nämlich getrennt bestattet: die Herzen in der Augustinerkirche, die Eingeweide in den Katakomben des Stephansdoms.</p>
<p>Aber Wien hat noch mehr Schauriges auf Lager. Da wären zunächst die mumifizierten Leichen und Schädelpyramiden der fahl beleuchteten Gewölbe der <strong>Michaelergruft</strong>, wo bleiche Gebeine durch spaltbreit geöffnete Sargdeckel schimmern. Spätestens seit Andy Warhol – gemeinsam mit André Heller – dem Kellerlabyrinth der Michaelergruft 1979 einen Besuch abstattete, hat sich der Ort zu einer Attraktion entwickelt. Die ältesten Knochen, die im Zuge von Kabelverlegungen gefunden wurden, sind rund 600 Jahre alt.</p>
<p><strong>Wiener Bestattungsmuseum</strong></p>
<p>Keine andere Stadt hat das letzte Geleit, die Inszenierung rund um den Tod und um das Sterben, für das im Wienerischen ein reichhaltigeres Vokabular existiert als an jedem anderen Ort der Welt, auf ähnlich theatralische Art dargestellt. Das veranschaulicht zuletzt auch ein Besuch des – wohl weltweit einzigartigen – „<strong>Wiener Bestattungsmuseums</strong>“ im 4. Wiener Gemeindebezirk. Ein Panoptikum des Morbiden breitet sich da aus und ein Naheverhältnis zum Tod, das die Grenze zum Skurrilen für heutige Begriffe fast überschreitet. Lässt man den düsteren Glanz der prächtigen Totenkutschen beiseite, sprechen die Exponate für sich: Da gibt es die Fotos des Studios Heinrich Laruelle, der ab 1854 einen besonderen Dienst anbot. Herr Laruelle fotografierte im Atelier Leichen, angekleidet in alltäglichen Posen, die hinterm Schreibtisch oder bei der Hausarbeit für ein letztes Mal ins Leben zurückzukehren schienen.</p>
<p>Und da gab es die Hochblüte der Trauerzüge, die von der „<strong>Enterprise des Pompes Funébres</strong>“, dem ersten privaten Bestattungsunternehmen Wiens, ab 1867 angeboten wurden, woraus sich eine regelrechte Konkurrenz um eine möglichst „scheene Leich“ entwickelte, jenes prunkvolle Begräbnis, das für die Bürgerschicht ab 1850 von höchster Priorität war. Pölster für posthum hinter dem Sarg nachgetragene Orden belegen das ebenso wie Farb-Codes für Sargtücher: Schwarz für normale Gläubige, Blitzblau für Kinder, Rot für Aristokraten, während Unverheiratete von weißen Pferden gezogen wurden. Plakate, die für „Logenplätze zur Besichtigung prominenter Begräbnisse“ werben und einfache Fensterplätze in günstig gelegenen Wohnungen anbieten – auch davon berichten die Exponate des Museums. Kein Wunder, dass all diese Spektakel die Fantasien der Kinder beflügelten. Der Leichenzug zum Ausschneiden war im Biedermeier ein beliebtes Spielzeug für die Kleinen. Freude für die ganze Familie bereiteten die von Krippenschnitzern gefertigten <strong>Tischsärglein</strong> – sie wurden komplett mit Mini-Gerippe geliefert.</p>
<p><strong>Klingelzeichen aus dem Jenseits</strong></p>
<p>Manches setzte sich nicht ganz so gut durch: Der 1784 per Dekret eingeführte, mehrfach verwendbare <strong>Fallsarg</strong>, bei dem die Leichen durch eine Klappe im Boden ins Grab fielen, wurde bereits ein Jahr später wieder abgeschafft. Länger hielt sich die ländliche Mode der vorgefertigten Särge, die – rechtzeitig geordert – oft jahrelang im Weg standen und daher, mit floralen Motiven reich bemalt, als Kleiderkasten konzipiert worden waren. In Wien hatte man anno dazumal aber ganz andere Sorgen: Der Urangst, lebendig begraben zu werden, wurde am Währinger Ortsfriedhof mit einem 48-Stunden-Aufenthaltsraum begegnet – sicherheitshalber beheizt, um etwaigen Scheintoten eine Verkühlung zu ersparen. Zusätzlich wurde der so genannte „Rettungswecker“ eingeführt: eine Schnur, die den Finger des mutmaßlichen Toten mit einem Wecker verband. Bewegte sich der vermeintlich Tote, schrillte der Wecker im Zimmer des Friedhofswärters. – Was durchaus häufig der Fall war, verursachten doch allein schon die Gase der Körpergärung jede Menge Bewegung. So sorgte die einzigartige Wiener Bestattungskultur für ein weiteres Novum: nämlich für <strong>Klingelzeichen</strong> aus dem Jenseits!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Zentralfriedhof</strong><br />
<u><a href="http://www.viennatouristguide.at/Friedhoefe/Zentralfriedhof/Z_Startseite/z_start.htm">www.viennatouristguide.at/Friedhoefe/Zentralfriedhof/Z_Startseite/z_start.htm</a></u></li>
<li><strong>Friedhof der Namenlosen</strong><br />
<u><a href="http://www.friedhof-der-namenlosen.at">www.friedhof-der-namenlosen.at</a></u></li>
<li><strong>Bestattungsmuseum</strong><br />
<u><a href="http://www.bestattungsmuseum.at">www.bestattungsmuseum.at</a></u></li>
<li><strong>Michaelergruft</strong><br />
<u><a href="http://www.michaelerkirche.at/content/aktuelles/0">www.michaelerkirche.at/content/aktuelles/0</a></u></li>
<li><strong>Kapuzinergruft</strong><br />
<u><a href="http://www.kaisergruft.at/">www.kaisergruft.at/</a></u></li>
</ul>
<hr />
<h2></h2>
<h2>Ein Spaziergang durch Wiens Architektur</h2>
<p><strong>Ob in der historischen Innenstadt, in den Weinhöfen oder „jenseits“ der Donau: Wien bietet viele architektonische Höhepunkte.</strong></p>
<p>Wer frühmorgens entlang des Donaukanals spaziert, genießt nicht nur die ersten Sonnenstrahlen. Man spürt hier auch das einzigartige Zusammenleben von Natur, jugendlich-spielerischer Kreativität und dem wichtigsten Architekten Wiens. Auf der linken Seite schlägt der Flusskanal seine ruhigen Wellen. Rechts auf den Steinwänden strahlen die bunten Graffitis in der Morgensonne. Und entlang des Weges bekommt man einen ersten Eindruck vom berühmten Jugendstil des Baumeisters Otto Wagner: Die U-Bahnstationen Roßauer Lände und Friedensbrücke wurden Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Plänen des berühmten Stadtplaners errichtet. Sie sorgen auch dafür, dass man schnell in die Innenstadt kommt.</p>
<p><strong>Tradition und Moderne leben hier miteinander</strong></p>
<p>Im historischen Zentrum von Wien leben das Traditionelle und das architektonisch Neue ein geniales Miteinander. Man wird Zeuge, wie historische Bauten und zeitgenössische Architektur zu einem beeindruckenden Stadtgebilde verschmelzen. Hier etwa der mittelalterliche, gotische <a href="https://reisewiki.at/?s=Stephansdom"><strong>Stephansdom</strong></a>. Gegenüber davon das moderne <strong>Haas Haus</strong>, geprägt von viel Glas und Stahl. Dort die <strong>Hofburg</strong>, das imperiale und prunkvolle Zentrum der Donaumonarchie. Vis-a-vis das <strong>Looshaus</strong>, ein Wahrzeichen der Wiener Moderne. Unweit davon residiert die weltbekannte <strong>Staatsoper</strong>. Daneben die <strong>Albertina</strong>, die nicht nur eine der größten grafischen Sammlungen weltweit beheimatet. Sie fällt besonders durch den Soravia Wing auf, eine bemerkenswerte moderne Glas-Stahl-Konstruktion, die als Flugdach dient.</p>
<p><strong>Ein urbanes Wohnzimmer</strong>–<strong>mitten in Wien</strong></p>
<p>Die imperiale Vergangenheit wird heute noch spürbar, während man zwischen dem <strong>Kunsthistorischen </strong>und dem <strong>Naturhistorischen Museum</strong> schlendert. Nicht unweit davon kann man eine ganz besondere Vermischung von Historie und Zeitgeist bewundern. Gemeint ist das <strong>MuseumsQuartier</strong>. Mittels zeitgenössischer Architektur wurde der Gesamtkomplex, der vor 100 Jahren noch als kaiserliche Hofstallungen diente, mit neuem Leben erfüllt. Der Innenhof ist nun als modernes, urbanes Wohnzimmer gestaltet, umgeben von historischen und modernen Bauten wie dem <strong>Leopold Museum</strong> oder dem <strong>Museum für Moderne Kunst</strong>. Das MuseumsQuartier ist somit einer der belebtesten Plätze in Wien. Einheimische kommen hierher zum Entspannen, zum Plaudern und um die Abendsonne zu genießen.</p>
<p><strong>Schmelztiegel verschiedener Baukulturen</strong></p>
<p>Die Gegend rund um den Karlsplatz ist ein Schmelztiegel der verschiedenen Baukulturen: Die <strong>Secession</strong> an der Wienzeile ist das wichtigste Jugendstilgebäude in Wien. Die barocke <strong>Karlskirche</strong> direkt am Karlsplatz ist wiederum ein Gegensatz zum weltberühmten klassizistischen Gebäude des <strong>Wiener</strong> <strong>Musikvereins </strong>in unmittelbarer Nähe.</p>
<p>Dass Wien so viele Kulturen vereint, liegt an der großen Vergangenheit der Stadt. Das Erbe des Habsburgerreiches sind die vielen imperialen Bauten, darunter zwei besonders imposante Schlossanlagen: Das <strong>Schloss Schönbrunn</strong> mit der Wiener Gloriette diente früher als Sommerresidenz der Kaiser. Im farbenprächtigen Schlossgarten konnte sich schon Kaiserin Sisi erholen. Das <strong>Schloss Belvedere </strong>ist ebenfalls eine Gegend zum Aufleben – dafür sorgt die einladende Parkanlage mit ihren reizvollen Skulpturen und Wasserspielen.</p>
<p><figure id="attachment_4754" aria-describedby="caption-attachment-4754" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4754" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Belvedere_1544531698-1024x680.jpg" alt="" width="690" height="458" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Belvedere_1544531698-1024x680.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Belvedere_1544531698-300x199.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Belvedere_1544531698-768x510.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Belvedere_1544531698.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4754" class="wp-caption-text">Wiener Belvedere</figcaption></figure></p>
<p><strong> </strong><strong>Ausklang beim „hauseigenen“ Wiener Wein</strong></p>
<p>Wenn man es wieder moderner will, dann ist man in der <strong>Donau City</strong> richtig. Das Viertel wird auch „Vienna DC“ genannt. Hohe Glastürme ragen in den Himmel: Glas, Stahl und Beton prägen das architektonische Bild dieses neuen Stadtteils.</p>
<p>Und in der Abenddämmerung wird die Vorfreude auf einen gemütlichen Abend groß. In keiner anderen Stadt kann man den Wein genießen wie in Wien. Wien hat das Privileg, eigene Weingebiete zu haben und daher auch den „hauseigenen“ Wiener Wein. Und das in Kombination mit einer herausragenden modernen Weinarchitektur. Letzte Station der Stadtbesichtigung ist daher Wien-Floridsdorf. Das <strong>Weingut Christ</strong> und das <strong>Weingut Wieninger</strong> stehen für den Architekturinteressierten und Weinliebhaber zur Auswahl. Für einen gemütlichen Ausklang empfiehlt sich ein Glas Grüner Veltliner oder ein Glas vom Gemischten Satz, der Wiener Weinspezialität.</p>
<p><strong>Architektur:</strong></p>
<ul>
<li>Stephansdom <u><a href="http://www.stephansdom.at">www.stephansdom.at</a></u></li>
<li>Haas Haus <u><a href="http://www.wien-vienna.at/blickpunkte.php?ID=257">www.wien-vienna.at/blickpunkte.php?ID=257</a></u></li>
<li>Staatsoper <u><a href="http://www.wiener-staatsoper.at">www.wiener-staatsoper.at</a></u></li>
<li>Albertina <u><a href="http://www.albertina.at">www.albertina.at</a></u></li>
<li>Kunsthistorisches Museum <u><a href="http://www.khm.at">www.khm.at</a></u></li>
<li>Naturhistorisches Museum <u><a href="http://www.nhm-wien.ac.at">www.nhm-wien.ac.at</a></u></li>
<li>MuseumsQuartier <u><a href="http://www.mqw.at">www.mqw.at</a></u></li>
<li>Leopold Museum <u><a href="http://www.leopoldmuseum.org">www.leopoldmuseum.org</a></u></li>
<li>Museum für Moderne Kunst <u><a href="http://www.mumok.at">www.mumok.at</a></u></li>
<li>Secession <u><a href="http://www.secession.at">www.secession.at</a></u></li>
<li>Karlskirche <u><a href="http://www.karlskirche.at">www.karlskirche.at</a></u></li>
<li>Wiener Musikverein <u><a href="http://www.musikverein.at">www.musikverein.at</a></u></li>
<li>Schloss Schönbrunn <u><a href="http://www.schoenbrunn.at">www.schoenbrunn.at</a></u></li>
<li>Schloss Belvedere <u><a href="http://www.belvedere.at">www.belvedere.at</a></u></li>
<li>Donau City <u><a href="http://www.viennadc.at">www.viennadc.at</a></u> <u><a href="http://www.viennadc.at/">http://www.viennadc.at/</a></u></li>
</ul>
<p><strong>Betriebe:</strong></p>
<ul>
<li>Hotel Sacher <u><a href="http://www.sacher.com"><span style="color: #0000ff;">www.sacher.com</span></a></u></li>
<li>Hotel Bristol <u><a href="http://www.bristolvienna.com">www.bristolvienna.com</a></u></li>
<li>Hotel Imperial <u><a href="http://www.imperialvienna.com">www.imperialvienna.com</a></u></li>
<li>Parkhotel Schönbrunn <u><a href="http://www.austria-trend.at/Parkhotel-Schoenbrunn">www.austria-trend.at/Parkhotel-Schoenbrunn</a></u></li>
<li>Palais Coburg <u><a href="http://www.coburg.at">www.coburg.at</a></u></li>
<li>Nouvel Tower: Sofitel Vienna und Restaurant LeLOFT <u><a href="http://www.sofitel-vienna-stephansdom.com">www.sofitel-vienna-stephansdom.com</a></u></li>
<li>Motto am Fluss <u><a href="http://www.motto.at/mottoamfluss">www.motto.at/mottoamfluss</a></u></li>
<li>Flemming’s Deluxe Hotel <u><a href="http://www.flemings-hotels.com/hotels/wien-city">www.flemings-hotels.com/hotels/wien-city</a></u></li>
<li>Hotel Altstadt Wien <u><a href="http://www.altstadt.at">www.altstadt.at</a></u></li>
<li>Weingut Christ <u><a href="http://www.weingut-christ.at/">http://www.weingut-christ.at/</a></u></li>
<li>Weingut Wieninger <u><a href="http://www.wieninger.at/de/">http://www.wieninger.at/de/</a></u></li>
</ul>
<hr />
<h2>Wiens moderner und sozialer Wohnungsbau</h2>
<p>Mit dem Zusammenbruch der Monarchie im Jahre 1918 wurde Wien zur Hauptstadt des neuen Rumpfstaates von Österreich. Im Herzen der Innenstadt erbauten die Architekten Theiss &amp; Jaksch das erste Hochhaus der Stadt, ein exklusives Wohnhaus in der Herrengasse 6-8 (1931-1932). Um dem großen öffentlichen Bedarf an Wohnraum zu genügen, begann die sozialdemokratische Stadtregierung ein Aufbauprogramm, das weltweit einzigartig war. Es erlaubte die Schaffung von 60.000 Wohnungen in hunderten von Wohnanlagen in der ganzen Stadt innerhalb von nur wenigen Jahren. Darunter ist auch der bekannte Karl-Marx-Hof (1925-1930), von Karl Ehn entworfen.</p>
<p>Die internationale <strong>Werkbundsiedlung</strong>, eine Alternative zu den mehrstöckigen Wohngebäuden, eröffnete im Jahr 1932. 31 Architekten aus Österreich, Frankreich, Deutschland, Holland und den USA waren in das Projekt, das Modelle für bezahlbaren Wohnbau präsentierte, eingebunden. Darunter Adolf Loos, André Lurçat, Richard Neutra und Gerrit Rietveld. Damit zählt die Werkbundsiedlung, die umfangreich renoviert wurde, zu den wichtigsten Dokumenten der modernen Architektur in Österreich.</p>
<p>Die Moderne fand auch Ausdruck in einer Reihe von <strong>Villen</strong>, die in dieser Zeit gebaut wurden. Bemerkenswert ist etwa das strenge Design und die radikale Ästhetik des Stonborough-Wittgenstein Hauses (1926-1928, heute bulgarisches Kulturinstitut), das vom Architekten Paul Engelmann und dem Philosophen Ludwig Wittgenstein für Wittgensteins Schwester Margarete entwickelt wurde.</p>
<p><strong>Kriegswirren und Wiederaufbau</strong></p>
<p>Nach der Annexion Österreich an das Deutsche Reich im Jahr 1938 wurden viele jüdische Bauherren und Architekten, die in der Wiener Architektur eine wichtige und äußerst positive Rolle gespielt hatten, aus dem Land vertrieben. Wien wurde im Wesentlichen von Bauprojekten der Nazi-Ära verschont, mit Ausnahme der sechs Stahlbeton-Flaktürme von Friedrich Tamms, die zwischen 1942 und 1945 gebaut, immer noch ihre Spuren in der städtischen Skyline hinterlassen.</p>
<p>Die Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden von Wiederaufbaumaßnahmen in der stark bombengeschädigten Stadt geprägt. Ästhetisch war Pragmatismus das bestimmende Merkmal der Architektur dieser Zeit, obwohl Versuche unternommen wurden, um an die großen Leistungen der Zeit vor 1938 anzuknüpfen und internationale Beachtung zu finden. Roland Rainers Stadthalle (1952-1958), Das Wien Museum am Karlsplatz von Oswald Haerdtl (1954-1959) und das <strong>21er Haus</strong> (1958-1962) von Karl Schwanzer gehören zu den wichtigsten Bauten der 1950er Jahre.</p>
<p><strong>Visionäre Entwürfe der 1960er Jahre</strong></p>
<p>In den 1960er Jahren suchte eine neue Generation nach Alternativen zu den architektonischen Entwürfen der Wiederaufbaujahre. Mit ihren visionären Ideen verschafften sich Raimund Abraham, Günther Domenig, Eilfried Huth, Hans Hollein, Walter Pichler, und die Gruppen Coop Himmelb(l)au, Haus-Rucker-Co, Missing Link und schnell internationale Aufmerksamkeit.</p>
<p>Wien hatte einen großen Einfluss auf die internationalen postmodernen und dekonstruktivistischen Bewegungen der 1970er und 1980er Jahre. Holleins futuristisches Kerzengeschäft Retti (1964-1965) am Kohlmarkt und Domenigs biomorphes Gebäude der Zentralsparkasse (1975-1979) in Favoriten gehören zu den frühesten Beispielen, die später ergänzt wurden von Holleins Haas-Haus (1985-1990), dem Dachausbau Falkestraße (1987) oder von Coop Himmelb(l)aus und Domenigs T-Center (2002-04). Ausländische Aufträge ergingen an Domenig, Hollein, Coop Himmelb(l)au und die Architekten Ortner &amp; Ortner und verschafften der neue österreichischen und Wiener Architektur eine internationale Stimme.</p>
<p><strong>Museumsquartier und Gasometer</strong></p>
<p>Seit den 1980er Jahren war ein wichtiger Schwerpunkt der Architektur in Wien der Neubau im historischen Kontext. Zu den besten international bekannten Projekten zählt das Museumsquartier (Wettbewerb 1987, erbaut 1998 &#8211; 2001) an den ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen,  das von Ortner &amp; Ortner konzipiert wurde. Dabei handelt es sich um eines der größten Kulturareale der Welt mit einer Reihe von Institutionen, einschließlich des mumok &#8211; Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, dem Leopold Museum, der Kunsthalle Wien, dem Architekturzentrum Wien und dem Zoom Kindermuseum. Nach einer langwierigen und kontroversen Planungsphase wurde ein architektonischer Kompromiss zwischen alt und neu erreicht. Das Museumsquartier hat sich erfolgreich als städtischer Kulturbetrieb etabliert und zieht Jahr für Jahr Millionen Besucher an.</p>
<p>In einer Stadt, die so stark mit der Geschichte verwoben ist, wie Wien prägt der Dialog zwischen Altem und Neuem immer auch die Architektur. Eine gestalterische Herausforderung war etwa die Umwandlung der Gasometer in Simmering (1999 &#8211; 2001) durch Coop Himmelb(l)au, Wilhelm Holzbauer, Jean Nouvel und Manfred Wehdorn. Mit diesem Projekt wurde neuer Wohnraum geschaffen und zugleich eine Neuinterpretation eines historischen Denkmals der industriellen Vergangenheit geschaffen.</p>
<p><figure id="attachment_4755" aria-describedby="caption-attachment-4755" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4755" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Gasometer_1544531795-1024x682.jpg" alt="" width="690" height="460" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Gasometer_1544531795-1024x682.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Gasometer_1544531795-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Gasometer_1544531795-768x512.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Gasometer_1544531795.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4755" class="wp-caption-text">Gasometer</figcaption></figure></p>
<p><strong>Neue Stadteile entstehen</strong></p>
<p>In den letzten Jahren hat sich die Planung auf die großen Bahnhöfe Wiens konzentriert und die Bereiche um sie herum. Im Prater, eine der großen Wiener Grünflächen, entstand der neue Campus für Europas größte Wirtschaftsuniversität. Die spektakulären Gebäude rund um den zentralen Platz des Campus WU haben hitzige Debatte über den Status quo in der zeitgenössischen Architektur ausgelöst. Entworfen wurde sie von einer internationalen Gruppe von Architekten (Hitoshi Abe, BUSarchitektur, Peter Cook, Zaha Hadid, NO MAD Arquitectos und Carme Pinós).</p>
<p><strong>Hochhäuser verändern die Skyline</strong></p>
<p>Massimiliano Fuksas hat den Twin Tower-Komplex im Stadtteil Wienerberg mit seinen 138-Meter-und 127-Meter-Türmen konzipiert. Ein architektonischer Hingucker, der kilometerweit sichtbar ist. Jean Nouvels monolithisches 75-Meter-Hotel Sofitel am Donaukanal (2007 &#8211; 10) ist eine Reaktion auf die Besonderheiten der städtischen Umwelt. Die oberste Etage bietet neue Perspektiven auf das historische Stadtzentrum. Dominique Perraults DC Tower 1 (2010-13) in der Donau City dominiert das Hochhausviertel nördlich der Donau. Besucher können in der Sky Bar auf der obersten Etage einen atemberaubenden Blick über Wien genießen. Der DC Tower 1 ist das höchste Gebäude in Österreich und fast doppelt so hoch wie der Stephansdom.</p>
<hr />
<h2></h2>
<h2>Wien und die bildende Kunst</h2>
<p><strong>Der Bruch mit der Tradition hat in Wien, zumindest, was die bildende Kunst angeht, eigentlich schon Tradition. Vor 100 Jahren waren es die Secessionisten, die sich vom Althergebrachten lossagten, 70 Jahre später mussten die Aktionisten schon wesentlich radikaler sein, um Tabus zu brechen. Heute, im Medienzeitalter, halten Künstler der Gesellschaft den Spiegel im Spiel mit den Medien vor.</strong></p>
<p>Das erste Mal war es um 1900 so weit. Damals sagte eine junge Künstlergeneration den konservativen Vertretern des Historismus, der bis heute das Stadtbild Wiens prägt, den Kampf an. Was wir heute unter „Wiener Moderne“ kennen, begann mit der Gründung der Künstlergruppe „Secession“. Die Secessionisten, das Wort bedeutet soviel wie Splittergruppe, wollten der klassischen, realistischen Kunsttradition eine neue, offene, experimentelle Haltung entgegensetzen.</p>
<p>Noch im Gründungsjahr begann die Künstlergruppe mit dem Bau eines eigenen Ausstellungsgebäudes, gleich neben dem Naschmarkt. „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“, prangt als Motto über der bis heute als Museum fungierenden „<strong>Secession</strong>“. Ein Mitglied der Künstlergruppe war Gustav Klimt, heute der bekannteste Vertreter des Wiener Jugendstils. Eines seiner Hauptwerke, der Beethoven-Fries und extra für die Secession gefertigt, ist noch heute ebendort zu besichtigen.</p>
<p>Während die Secessionisten Kunst und Leben zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen wollten, entstand zeitgleich die expressionistische Bewegung in der Kunst. Die Expressionisten hielten weit weniger von Schönheit und Reinheit. Egon Schiele zertrümmerte gar den Schönheitsbegriff des Jugendstils und bannt in düsteren Farbtönen, mit vehementem Strich Eros und Tod auf die Leinwand. Sein Künstlerkollege Oskar Kokoscha, der in seinem Frühwerk noch vom linearen Stil der Wiener Secession geprägt war, erlangte schon früh internationale Anerkennung als bedeutender Vertreter des Expressionismus. Sein Zyklus von Städtebildern und Landschaften, die immer starke Aufsicht mit weiter Fernsicht verbinden, kann als einzigartig in der Kunst des 20. Jahrhunderts angesehen werden.</p>
<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg kam mit der „Schule der phantastischen Realisten“ wieder Bewegung in die österreichische Kunstszene. Zu ihren bekanntesten Vertretern zählen Ernst <strong>Fuchs</strong>, Friedensreich <strong>Hundertwasser</strong>, Arik <strong>Brauer</strong> und Rudolf <strong>Hausner</strong>. Sie knüpfen an die Surrealisten an; ihre Motive stammen aus Traumwelten oder der griechischen Mythologie.</p>
<p><figure id="attachment_4766" aria-describedby="caption-attachment-4766" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4766" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Hundertwasser_1544605952-765x1024.jpg" alt="" width="690" height="924" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Hundertwasser_1544605952-765x1024.jpg 765w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Hundertwasser_1544605952-224x300.jpg 224w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Hundertwasser_1544605952-768x1028.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Hundertwasser_1544605952.jpg 956w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4766" class="wp-caption-text">Friedensreich Hundertwasser</figcaption></figure></p>
<p>Die Kunst der 1950er- und 1960er-Jahre ist von der Reaktion auf ein beengendes politisches und kulturelles Klima geprägt. Die „Wiener Gruppe“ – zu der unter anderem <strong>Oswald Wiener</strong>, Vater der TV-Köchin Sarah Wiener, gehört – arbeitet mit Sprache, literarischen Cabarets und Happenings.</p>
<p><strong> </strong><strong>Die Wiener Aktionisten</strong></p>
<p>Die Wiener Aktionisten gehen in den 1960er- und 1970er-Jahren noch ein Stück weiter. Die Gruppe um Günter Brus, Otto Mühl, Hermann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler provoziert mit ihren Aktionen – daher die Bezeichnung Aktionisten – den „guten Geschmack“ aufs Äußerste. Um die Performances für die Kunstwelt zu erhalten, werden Fotografie und Film eingesetzt.</p>
<p>Ebenfalls in den 1970er-Jahren werden die Bildhauer Fritz <strong>Wotruba</strong> – bedeutendstes Werk ist seine monumentale Kirche im Wiener Stadtteil Mauer – und Alfred Hrdlicka international bekannt. Hrdlickas „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“, gegenüber der Wiener Albertina, erregte Anfang der 1990er-Jahre aufgrund seiner schonungslosen, schockierenden Darstellung großes Aufsehen. Hrdlicka agierte mit seiner Kunst gegen die dunklen Seiten menschlichen Handelns. Er sagte von sich selbst, dass er „einen schonungslosen Humanismus lebt, der auch Mord und Terror und sexuelle Brutalität mit expressiven Stilmitteln und bisweilen schockierender Deutlichkeit vor Augen führt“.</p>
<p>Einer der wichtigsten österreichischen Künstler der Gegenwart ist Erwin Wurm. Er schafft „Kunst mit Augenzwinkern“, ob es nun ein verkehrt und seitlich auf einem Museum angebrachtes Einfamilienhaus ist oder Fotos von Personen, die in skurrilen Stellungen abgebildet sind. Ein weiterer Repräsentant der jüngeren österreichischen Kunst ist Peter Kogler. Die Grundlagen seiner raumbezogenen Arbeiten sind Medien- und Computertechnologien. Kogler baut auf filmischen Techniken auf und wählt die Ameise als symmetrisch gebautes und zugleich labyrinthisch organisiertes Lebewesen zum logoartigen Hauptmotiv seiner Kunst. Zu den bedeutendsten Künstlerinnen zählt ohne Zweifel <strong>Maria Lassnig</strong>.</p>
<p>Anlässlich ihres 90. Geburtstages widmet ihr das<strong> MUMOK</strong> eine große Personale, die den Schwerpunkt auf die Arbeiten der letzten zehn Jahre legt. Lassnigs Werk entwickelte sich in den vergangenen Jahren immer konfrontativer und direkter, wobei die Künstlerin frühere Themen aktualisiert und variiert. Ihre Arbeiten thematisieren unter anderem das Verhältnis der Geschlechter als zärtlich-erotische wie auch als aggressiv-feindselige Beziehungen. Im Bereich von Malerei und Performance konnte sich die 1970 geborene Elke Krystufek international einen Namen machen. Ihre Bilder und Installationen kreisen um anerzogene bzw. gesellschaftlich normierte Vorstellungen, um eigene und fremde Wahrnehmung. Nicht zuletzt deshalb ist ihr eigener Körper häufig Oberfläche oder Inhalt ihrer Arbeit.</p>
<p>So unterschiedlich die Auslöser für den jeweiligen Ausbruch aus den Konventionen waren, die Geschichte der bildenden Kunst in Österreich war prägend für die Kunstgeschichte Europas. Heute ist die österreichische Kunstszene weitläufiger und vielgestaltiger denn je – eine einheitliche Strömung lässt sich nicht ausmachen. Feststellen lässt sich, dass Malerei und Medienkunst bzw. dem Spiel mit den Medien eine besondere Rolle zukommt.</p>
<p><strong>Weitere international anerkannte bildende Künstler sind:</strong> Christian Ludwig Attersee, Günter Brus, Valie Export, Bruno Gironcoli, Maria Lassnig, Hermann Nitsch, Walter Pichler, Arnulf Rainer, Markus Prachensky, Franz Ringel, Hubert Schmalix und Hans Staudacher</p>
<p><strong>Österreichische Mid-Career-Artists:</strong> Gunter Damisch, Franz Graf, Hubert Scheibl, Heimo Zobernig, Xenia Hausner, Erwin Bohatsch, Eva Schlegel, Gerwald Rockenschaub, Herbert Brandl, Brigitte Kowanz</p>
<p><strong>Österreichische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Österreichische Galerie Belvedere</strong> Jahrhundertwende und Wiener Secession Prinz-Eugen-Straße 27 1030 Wien</li>
<li><u><a href="http://www.belvedere.at">www.belvedere.at</a></u></li>
<li><strong>Albertina</strong> Die Grafische Sammlung zählt zu den wertvollsten, größten und kunsthistorisch vollständigsten Grafiksammlungen der Welt. Einen Schwerpunkt bildet die österreichische Nachkriegskunst mit einer repräsentativen Auswahl an Arbeiten u. a. von Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Max Weiler, Günter Brus und Herbert Brandl. Albertinaplatz 1 1010 Wien <u><a href="http://www.albertina.at">www.albertina.at</a></u></li>
<li><strong>Leopold Museum im MuseumsQuartier</strong> Werke von Klimt, Kokoschka, Schiele Museumsplatz 1 1070 Wien <u><a href="http://www.leopoldmuseum.org">www.leopoldmuseum.org</a></u></li>
<li><strong>Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien</strong> Museumsplatz 1 1070 Wien <u><a href="http://www.mumok.at">www.mumok.at</a></u></li>
<li><strong>Essl Museum</strong> Österreichische Malerei seit 1945 in internationalem Kontext An der Donau-Au 1 3400 Klosterneuburg <u><a href="http://www.essl.museum">www.essl.museum</a></u></li>
<li><strong>Arnulf Rainer Museum</strong> Hauptplatz 1 2500 Baden <u><a href="http://www.arnulf-rainer-museum.at">www.arnulf-rainer-museum.at</a></u></li>
<li><strong>Museumszentrum Mistelbach</strong> Größte Sammlung mit Werken, Schüttbildern von Hermann Nitsch Waldstraße 44–46 2130 Mistelbach <u><a href="http://www.mzm.at">www.mzm.at</a></u></li>
<li><strong>Privatmuseum Villa Fuchs</strong> Hüttelbergstraße 26 1140 Wien <u><a href="http://www.ernstfuchs-zentrum.com">www.ernstfuchs-zentrum.com</a></u></li>
<li><strong>Kunst Haus Wien Museum Hunderwasser</strong> Untere Weißgerberstraße 13 A-1030 Wien**** <u><a href="http://www.kunsthauswien.com">www.kunsthauswien.com</a></u> <strong>Forum Frohner</strong> <u><a href="http://www.kunsthalle.at/forumfrohner/ausstellungen">www.kunsthalle.at/forumfrohner/ausstellungen</a></u></li>
<li><strong>Kunsthalle Wien</strong> <u><a href="http://www.kunsthallewien.at">www.kunsthallewien.at</a></u></li>
<li><strong>Secession</strong> <u><a href="http://www.secession.at">www.secession.at</a></u></li>
<li><strong>Wotruba Kirche</strong> <u><a href="http://www.georgenberg.at">www.georgenberg.at</a></u></li>
<li><strong>Mahnmal gegen Krieg und Faschismus</strong> <u><a href="http://www.cusoon.at/mahnmal-gegen-krieg-und-faschismus">www.cusoon.at/mahnmal-gegen-krieg-und-faschismus</a></u></li>
</ul>
<hr />
<h2>Filmstadt Wien</h2>
<p><strong>Vom „Dritten Mann“ zu „Mission: Impossible“: Wien ist als Filmdrehort international begehrt. Und bietet zudem eine vielfältige Kinolandschaft und interessante Filmfestivals.</strong></p>
<p>Das Riesenrad, das unterirdische Kanalsystem und die Zitherklänge von Anton Karas: „The Third Man“ („Der dritte Mann“) ist einer der bekanntesten Filme, in denen Wien eine Hauptrolle spielt. Das Meisterwerk des britischen Kinos aus dem Jahre 1949, nach dem Drehbuch von Graham Greene und unter der Regie von Carol Reed, zeigt auf ungeschönte Weise das zerstörte Wien der Nachkriegszeit. Heute gibt es in der Stadt ein eigenes Dritte Mann Museum sowie Führungen zu den Drehorten inklusive Abstieg in die Kanalisation. In den Wiener Untergrund führte 1973 auch der US-Agententhriller „Scorpio“, in dem sich Cross (Burt Lancaster) und Jean „Scorpio“ Laurier (Alain Delon) eine Verfolgungsjagd auf einer U-Bahn-Baustelle am Wiener Karlsplatz liefern. In „The Living Daylights“ (1987) mit Timothy Dalton als James Bond 007 werden am Riesenrad Küsse ausgetauscht und Fiakerfahrten durch den Schönbrunner Schlosspark unternommen. Geküsst wird auch in „Before Sunrise“ (1995) von Richard Linklater. Der Film zeigt die Liebesgeschichte zwischen dem Amerikaner Jesse (Ethan Hawke) und der Französin Celine (Julie Delpy), die gemeinsam einen Tag und eine Nacht in der österreichischen Hauptstadt verbringen.</p>
<p>Wien ist als Filmkulisse besonders begehrt, wenn es um die Atmosphäre des Fin de siècle geht. Für „Klimt“ (2006), Raoul Ruiz‘ Filmporträt des berühmten Wiener Jugendstil-Malers Gustav Klimt mit John Malkovich und Veronica Ferres, wurde z. B. im Café Central in der Innenstadt gedreht. In „A Dangerous Method“ (2011) von David Cronenberg essen Sigmund Freud (Viggo Mortensen) und C. G. Jung (Michael Fassbender) Sachertorte mit Schlag im Café Sperl und spazieren durch den Park des Belvedere. „Woman in Gold“ (2015, Regie Simon Curtis, mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Katie Holmes) über die US-Kunstsammlerin Maria Altmann und fünf Klimt-Gemälde aus dem Belvedere, die 2006 an sie restituiert wurden, zeigt u. a. Konzerthaus, Rathaus und Akademie der Bildenden Künste.</p>
<p>Eine der internationalen Filmproduktionen in Wien waren die spektakulären Dreharbeiten für „Mission: Impossible 5“ (2015), bei denen Tom Cruise und seine Filmpartnerin Rebecca Ferguson in Abendgarderobe vom Dach der Wiener Staatsoper an der Ringstraße sprangen. Unvergessen sind die kitschig-schönen Wien-Sujets in den „Sissi“-Filmen (1955-57) des Wiener Regisseurs Ernst Marischka. Die legendäre Trilogie um Kaiserin Elisabeth mit der jungen Romy Schneider als Sissi und Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Filmproduktionen und zu den erfolgreichsten Filmen in deutschen und österreichischen Kinos. In Wien wurde z. B. die Hochzeitsszene in der Michaelerkirche gedreht, andere Szenen in den Wiener Rosenhügel-Filmstudios, mit imperialen Originalmöbeln als Requisiten. Diesem Film-Mobiliar widmet das Hofmobiliendepot. Möbel Museum Wien im 7. Bezirk eine eigene Dauerausstellung („Sissi im Film“).</p>
<p><strong> </strong><strong>Vienna Symphonic Library und Synchron Stage Vienna</strong></p>
<p>In der ehemaligen Synchronhalle der Rosenhügel-Filmstudios im 23. Bezirk entsteht derzeit mit der Synchron Stage Vienna einer der führenden Aufnahmeorte für Filmmusik-Produktionen und Orchester-Aufnahmen. Aufgrund ihrer herausragenden akustischen Eigenschaften ist die neue Wiener Synchronhalle den gegenwärtig führenden Scoring Stages in Los Angeles, London oder Berlin mindestens ebenbürtig. Parallel dazu wurde mit dem Synchron Stage Orchestra ein Ensemble aufgebaut, das den hohen Qualitätsansprüchen der Studios und Filmproduzenten gerecht wird. Betrieben wird die Synchron Stage Vienna von der Vienna Symphonic Library, einem auf die Entwicklung von Musiksoftware und Sample Libraries spezialisierten Wiener Unternehmen. Derzeit sind über zwei Millionen Audio-Samples erhältlich, Musikschaffende wie Grammy-Preisträger James Newton Howard nutzen das hochwertige Angebot. Diese mit Abstand größte Ton-Datenbank macht die Vienna Symphonic Library zum Weltmarktführer in ihrem Segment.</p>
<p><strong> </strong><strong>Die Wiener Kinolandschaft</strong></p>
<p>Ob großes Kinocenter oder kleines Filmtheater: Wiens Kinolandschaft ist erfreulich vielfältig. 1902 wurde das erste Kino im Prater eröffnet. Die 1905 gegründeten Breitenseer Lichtspiele im 14. Bezirk bezeichnen sich als „ältestes dauernd bespieltes Kino der Welt“. Wien kann mit rund 30 Kinos und knapp 26.000 Sitzplätzen aufwarten. Neben den meist auf Mainstream ausgerichteten Multiplex-Kinos existiert eine ganze Reihe anspruchsvoller Programmkinos. Einige davon sind historische Schmuckstücke mit Originalausstattung, etwa das 1960 errichtete Gartenbaukino an der Ringstraße mit beeindruckender Großleinwand und 736 Sitzplätzen. Es gilt als eines der schönsten Lichtspielhäuser Wiens und dient dem Filmfestival Viennale als zentrale Spielstätte.</p>
<p>Ebenfalls im Herzen der Stadt, nämlich im Gebäude der Albertina, befindet sich das 1964 gegründete Österreichische Filmmuseum, das gar kein Museum ist: Es zeigt als einzige Ausstellungsstücke Filme in seinem „Unsichtbaren Kino“. Der Kinosaal wurde vom Experimentalfilmer und Künstler Peter Kubelka komplett schwarz eingerichtet, so dass die Architektur zurücktritt und allein der Film dominiert. Darüber hinaus widmet sich das Filmmuseum der Sammlung, Konservierung und Restaurierung filmischer Werke und besitzt einen der weltweit wichtigsten Bestände zum Avantgardefilm.</p>
<p>Mit dem vom Filmarchiv Austria betriebenen Metro Kinokulturhaus wurde 2014 eine weitere Pilgerstätte für Cineasten eröffnet. Neben dem Metro-Kino, einem wunderschönen einstigen Theatersaal, verfügt das neue Kinokulturhaus in der Innenstadt auch über ein kleines Studiokino. Das Filmarchiv Austria ist die zentrale Sammel- und Dokumentationsstelle für das audiovisuelle Kulturerbe Österreichs, seine Sammlungen reichen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart und umfassen neben Filmen, Filmprogrammen, Plakaten und Büchern auch eine umfangreiche Gerätesammlung.</p>
<p>Interessante Filme kann man in Wien an vielen schönen Orten genießen, etwa im Filmcasino mit seinem hinreißenden 50er-Jahre-Interieur, im nostalgisch-antiquierten Bellaria-Kino, im hippen Top- oder Schikaneder-Kino, im Burg-Kino, wo jeden Dienstag, Freitag und Sonntag „The Third Man“ in der englischen Originalfassung läuft, im Votivkino, im De France und einigen mehr. Viele Wiener Programm- und Arthouse-Kinos konnten sich dank eines feinen Gastronomieangebots und/oder einer Bar auch als Szenetreffpunkte etablieren. Gute Beispiele dafür sind die Bar im Schikaneder-, Top-, Gartenbaukino und im Filmmuseum sowie das Restaurant „Ludwig &amp; Adele“ im Stadtkino im Künstlerhaus. In den meisten der genannten Kinos sind Filme in Originalversionen zu sehen. Das English Cinema Haydn und zum Teil auch das Burg-Kino haben sich auf englischsprachige Filme spezialisiert.</p>
<p><strong> </strong><strong>Festivals &amp; Sommerkino</strong></p>
<p>300 Spiel-, Dokumentar- und  Kurzfilme in 14 Tagen: Jedes Jahr Ende Oktober findet in der Wiener Innenstadt mit ihren schönen, komfortablen Kinos ein Festival mit urbanem Flair und internationaler Ausrichtung statt, mit zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland und unter Beteiligung von mehr als 96.000 BesucherInnen. Die Viennale ist Österreichs größtes internationales Filmevent und zugleich eines der akzentuiertesten Filmfestivals im europäischen Zusammenhang. Sie versucht, sowohl ein Publikumsfestival für eine breite, kinointeressierte Öffentlichkeit zu sein, als auch den Stand der internationalen Filmkultur auf hohem ästhetischen und politischen Niveau zu vermitteln und zur Diskussion zu stellen.</p>
<p><figure id="attachment_4758" aria-describedby="caption-attachment-4758" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4758" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Rathausplatz_Wien_1544532091-1024x682.jpg" alt="" width="690" height="460" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Rathausplatz_Wien_1544532091-1024x682.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Rathausplatz_Wien_1544532091-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Rathausplatz_Wien_1544532091-768x512.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Rathausplatz_Wien_1544532091.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4758" class="wp-caption-text">Rathausplatz Wien</figcaption></figure></p>
<p>Der Sommer in Wien gehört den Open-Air-Filmfestivals. Im Juli und August wird der Rathausplatz zum Treffpunkt für Nachtschwärmer, die Kultur gern mit Kulinarik verbinden. Das Musikfilm-Festival serviert zu Musikfilmen von Klassik bis Pop bei freiem Eintritt köstliche Speisen und Getränke. Eine traumhafte Kulisse hat das „Kino unter Sternen“, nämlich die barocke Karlskirche am Karlsplatz. Gezeigt werden von Ende Juni bis Mitte Juli österreichische Spiel- und Dokumentarfilme. Von Ende Mai bis Ende September zieht das beliebte Volxkino als Gratis-open-Air-Kino durch die Wiener Bezirke und bespielt als „Kino am Dach“ auch das Obergeschoss der Hauptbücherei am Gürtel. Im Herbst steht das Jüdische Filmfestival Wien auf dem Programm, das 14 Tage lang Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Animationsfilme mit jüdischer Thematik zeigt.</p>
<p><strong> </strong><strong>Service &amp; Förderung: Vienna Film Commission und Filmfonds Wien</strong></p>
<p>Die 2009 gegründete Vienna Film Commission ist für alle Filmschaffenden die zentrale Service- und Beratungsstelle in Wien. Als Einrichtung der Stadt unterstützt sie nationale und internationale Filmproduktionen bei Dreharbeiten in Wien. Sie hilft u. a. bei Ansuchen um Drehgenehmigungen sowie bei der Suche nach geeigneten Motiven, Locations und Servicepartnern in der Filmbranche. Darüber hinaus betreibt die Vienna Film Commission gezieltes internationales Lobbying für den Drehort Wien. Die Webseite <a href="http://www.viennafilmcommission.at">www.viennafilmcommission.at</a>  bietet eine umfangreiche Motiv- und Branchen-Datenbank.</p>
<p>Vorrangiges Ziel des Filmfonds Wien ist es, Wien als Film- und Medienstandort sowie als Drehscheibe des internationalen Filmschaffens zu stärken. Die Filmförderungsstelle der Stadt Wien vergibt Zuschüsse für Projektentwicklung, Herstellung und Verwertung von Filmen. Die eingereichten Projekte werden nach ihrer kulturellen, künstlerischen und filmwirtschaftlichen Bedeutung für Wien beurteilt.</p>
<p><strong>Adressen:</strong></p>
<p>Dritte Mann Tour, <a href="http://www.drittemanntour.at">www.drittemanntour.at</a></p>
<p>Dritte Mann Museum, Pressgasse 25, 1040 Wien, <a href="http://www.3mpc.net">www.3mpc.net</a></p>
<p>Hofmobiliendepot. Möbel Museum Wien, Andreasgasse 7, 1070 Wien, <a href="http://www.hofmobiliendepot.at">www.hofmobiliendepot.at</a></p>
<p>Synchron Stage Vienna, Engelshofengasse 2, 1230 Wien, <a href="http://www.vsl.co.at">www.vsl.co.at</a></p>
<p>Vienna Symphonic Library, Draschestraße 89, 1230 Wien, <a href="http://www.vsl.co.at">www.vsl.co.at</a></p>
<p>Breitenseer Lichtspiele, Breitenseer Straße 21, 1140 Wien, <a href="http://www.bsl-wien.at">www.bsl-wien.at</a></p>
<p>Gartenbaukino, Parkring 12, 1010 Wien, <a href="http://www.gartenbaukino.at">www.gartenbaukino.at</a></p>
<p>Österreichisches Filmmuseum, Augustinerstraße 1, 1010 Wien, <a href="http://www.filmmuseum.at">www.filmmuseum.at</a></p>
<p>Metro Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien, <a href="http://www.metrokino.at">www.metrokino.at</a></p>
<p>Filmcasino, Margaretenstraße 78, 1050 Wien, <a href="http://www.filmcasino.at">www.filmcasino.at</a></p>
<p>Stadtkino im Künstlerhaus, Akademiestraße 13, 1010 Wien, <a href="http://www.stadtkinowien.at">www.stadtkinowien.at</a></p>
<p>Bellaria-Kino, Museumstraße 3, 1070 Wien</p>
<p>Topkino, Rahlgasse 1, 1060 Wien, <a href="http://www.topkino.at">www.topkino.at</a></p>
<p>Schikaneder-Kino, Margaretenstraße 22-24, 1040 Wien, <a href="http://www.schikaneder.at">www.schikaneder.at</a></p>
<p>Burg-Kino, Opernring 19, 1010 Wien, <a href="http://www.burgkino.at">www.burgkino.at</a></p>
<p>Votivkino, Währinger Straße 12, 1090 Wien, <a href="http://www.votivkino.at">www.votivkino.at</a></p>
<p>De France, Schottenring 5, 1010 Wien, <a href="http://www.votivkino.at">www.votivkino.at</a></p>
<p>Viennale, <a href="http://www.viennale.at">www.viennale.at</a></p>
<p>Musikfilm-Festival, Rathausplatz, 1010 Wien, <a href="http://www.filmfestival-rathausplatz.at">www.filmfestival-rathausplatz.at</a></p>
<p>Kino unter Sternen, Karlsplatz, 1040 Wien, <a href="http://www.kinountersternen.at">www.kinountersternen.at</a></p>
<p>Volxkino, <a href="http://www.volxkino.at">www.volxkino.at</a></p>
<p>Jüdisches Filmfestival Wien, <a href="http://www.jfw.at">www.jfw.at</a></p>
<p>Vienna Film Commission, Karl-Farkas-Gasse 18, 1030 Wien, <a href="http://www.viennafilmcommission.at">www.viennafilmcommission.at</a></p>
<p>Filmfonds Wien, Mariahilfer Straße 76/1/10, 1070 Wien, <a href="http://www.filmfonds-wien.at">www.filmfonds-wien.at</a></p>
<hr />
<h2>Empfehlenswerte Feste &amp; Festivals</h2>
<p><strong> Wiener Festwochen</strong></p>
<p><strong>Mit einem riesigen Fest auf dem Rathausplatz beginnt alljährlich ein Festival, das Kulturereignisse auf höchstem Niveau mit gesellschaftsrelevanten Inhalten und Zielen verbindet.</strong></p>
<p>Wien ist eine der führenden Kulturmetropolen der Welt. Die Wiener Festwochen haben in den 60 Jahren ihres Bestehens einen gewichtigen Platz als innovatives Festival mit internationalen Kooperationen erobert. Quer durch alle Sparten – Oper, Schauspiel, Konzert, Performances und Installation – werden zahlreiche Orte in der ganzen Stadt bespielt. Ob MuseumsQuartier – eines der zehn größten Kulturareale weltweit –, Theater an der Wien, Musikverein, Schauspielhaus oder die Märkte und Plätze der Stadt. Klassisches, Zeitgenössisches oder klassische Moderne in Oper und Konzert, legendäre Theatermarathons oder die Wiener Sängerknaben im Gemeindebau gehören ebenso zum Programm wie die alljährliche Reihe „Into the City“, deren Ziel es ist, unterschiedliche Communitys in Wien anzusprechen und in das kulturelle Treiben der Stadt einzubeziehen.</p>
<p><u><a href="http://www.festwochen.at">www.festwochen.at</a></u></p>
<p><figure id="attachment_4759" aria-describedby="caption-attachment-4759" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4759" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Musikverein_1544532185-1024x682.jpg" alt="" width="690" height="460" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Musikverein_1544532185-1024x682.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Musikverein_1544532185-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Musikverein_1544532185-768x512.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Musikverein_1544532185.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4759" class="wp-caption-text">Musikverein in Wien</figcaption></figure></p>
<h3><strong>wean hean</strong></h3>
<p><strong> </strong><strong>Kein stures Bewahren, sondern die Weiterentwicklung des Wienerliedes forciert das Wienerliedfestival <em>weanhean</em> im Mai.</strong></p>
<p>Es ist Pionieren wie Roland Neuwirth zu verdanken, dass sich – wie die Stadt Wien selbst – auch das Wienerlied der Welt öffnete. Von Jazz über Blues, Pop und Soul bis Klassik reichen heute die Einflüsse. Und dabei hat es nichts von seiner Anarchie, dem schrägen Witz, dem Widerspruchsgeist und seinen Ecken und Kanten eingebüßt. Neurotische Nabelschau ist aber weiterhin erlaubt, und so kommt das Wienerlied schon einmal im Freud-Museum auf der Couch zu liegen. Ansonsten aber wird weit über den Tellerrand geblickt. Da erklingt das Wienerlied auch einmal in serbischer Sprache im Siebenvierteltakt oder als klassische Reggaenummer, oder die Programmgestalter gehen unter dem Titel „Daham im Hamam“ eine Städtepartnerschaft mit Istanbul ein.</p>
<p><u><a href="http://www.weanhean.at">www.weanhean.at</a></u></p>
<h3><strong>Internationales Akkordeonfestival Wien</strong></h3>
<p><strong> </strong><strong>Die nahezu unbegrenzte Vielfalt der Idiome dieses anarchischen Instrumentes gibt beim Internationalen Wiener Akkordeonfestival im Februar und März den Ton an.</strong></p>
<p>Akkordeon, Ziehharmonika, Quetschkommode, Schifferklavier, Handorgel: Die Vielfalt der Namen verweist auf die Vielfalt der Bauarten und Idiome des Instrumentes, das einen Monat lang im Mittelpunkt des Akkordeonfestivals steht. Übrigens: Von Wien aus trat das Akkordeon seinen Siegeszug um die ganze Welt an, wo es Einzug in die unterschiedlichsten Volksmusiken fand. Schräges Wienerlied erklingt denn auch beim Akkordeonfestival Wien, ebenso wie Klezmer, Musette und Zydeco. Dazu werden Blues, Chanson, Modern Music und Jazz von Musikern aus der ganzen Welt in Kirchen, Theatersälen, einem Schutzhaus und in Clubs zu Gehör gebracht. Und im ehrwürdigen Filmcasino werden bei sonntäglichen Matineen legendäre Stummfilme von Livemusikern zeitgemäß vertont.</p>
<p><u><a href="http://www.akkordeonfestival.at">www.akkordeonfestival.at</a></u></p>
<h3><strong>Blue Bird Festival</strong></h3>
<p><strong> </strong><strong>Die Wiener Singer/Songwriter-Szene präsentiert sich jedes Jahr gemeinsam mit internationalen Größen auf einem kleinen, aber äußerst feinem Festival.</strong></p>
<p>Ende November finden sich jedes Jahr in Wien Musikliebhaber zu einem sehr speziellen Event ein: dem Blue Bird Festival der Vienna Songwriting Association. Die dreitägige Veranstaltungsreihe befasst sich mit zeitgemäßen Formen des Songwritings wie Antifolk, Weird Folk und Americana – und in diversen Szene-Locations finden kleine, feine Konzerte statt. Der Schwerpunkt des Blue Bird Festivals liegt auf der heimischen Singer/Songwriter-Szene, die in den letzten Jahren regelrecht explodierte und Szene-Stars wie Marilies Jagsch, Tini Trampler, Ernst Molden und Clara Luzia hervorbrachte. Das Festival-Programm präsentiert sich vielfältig und hochwertig, von charmantem Neo-Folk bis hin zu Experimenten mit elektronischen Sounds.</p>
<p><u><a href="http://www.myspace.com/bluebirdvienna">www.myspace.com/bluebirdvienna</a></u></p>
<p><u><a href="http://www.songwriting.at"><span style="color: #0000ff;">www.songwriting.at</span></a></u></p>
<h3><strong>ImPulsTanz</strong></h3>
<p><strong>Tausende professionelle Tänzer, Choreograph, Lehrer und Studierende aus aller Welt verwandeln Wien fünf Wochen lang in die Tanzhauptstadt der Welt.</strong></p>
<p>Als sich Ende des 18. Jahrhunderts die Paare auf den Tanzflächen der Wiener Vorstadt im Dreivierteltakt zu drehen begannen, galt das noch als anstößig. Aber das konnte den Siegeszug des Wiener Walzers um die ganze Welt nicht aufhalten. Die Hauptstadt des Walzers ist Wien geblieben, was unzählige Tanzende zum Jahreswechsel lebhaft unter Beweis stellen. Und natürlich ist der Walzer auch der Eröffnungstanz des Wiener Opernballs, wenn es alljährlich wieder heißt: „Alles Walzer!“</p>
<p>Dass Wien aber auch im 21. Jahrhundert eine Weltmetropole des Tanzes ist, verdankt es dem Festival ImPulsTanz. Wim Vandekeybus, Marie Chouinard und Mark Tompkins brachten hier schon ihre Werke zur Aufführung und sind mit dem inzwischen größten Tanzfestival Österreichs weiterhin verbunden. Außerdem sieht sich das Festival der Förderung zeitgenössischen Tanzes verpflichtet. So wurde 1996 das Projekt danceWEB ins Leben gerufen. Die Vernetzung europäischer Tanzinstitute soll künftigen Tänzern und Choreographen Orientierung bieten und ihre künstlerische Laufbahn mithilfe von Stipendien, Fortbildungsprogrammen und Koproduktionen unterstützen.</p>
<p>Einen Monat lang zeigt ImPulsTanz 40 Produktionen, unter anderem im MuseumsQuartier, im Schauspielhaus und im Akademietheater. 80 Dozenten leiten an die 200 Workshops mit über 5000 Kursbuchungen und 3000 Studenten. In der Serie [8:tension] trifft zeitgenössischer Tanz auf zukunftsweisende Produktionen von Newcomern. So ist ImPulsTanz auch nach über zwanzig Jahren der steten Suche nach neuen Trends und Tendenzen dem zeitgenössischen Tanz treu geblieben.</p>
<p>Termin: Juli / August</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><u><a style="color: #0000ff;" href="http://www.impulstanz.com">www.impulstanz.com</a></u></span></p>
<p><strong>Weitere Festivaltipps:</strong></p>
<p><u><a href="http://www.viennajazz.org">www.viennajazz.org</a></u><br />
<u><a href="http://www.donaufestival.at">www.donaufestival.at</a></u></p>
<hr />
<h2>Alles Walzer: Österreichs Ballkultur</h2>
<p>Allein in Wien, der Hauptstadt der Bälle, wird auf 400 Veranstaltungen getanzt. Jeder einzelne Ball ist dabei einzigartig. So etwa der Wiener Kaiserball zu Silvester mit seinem imperialen Flair – nicht nur wegen der kaiserlichen Kulisse der Hofburg. Die Idee dieses Events geht auf den Hofball zurück, der während der Regierungszeit Kaiser Franz Josephs I. veranstaltet wurde.</p>
<p>Zwei traditionelle Bälle zelebrieren indessen die österreichische Alltagskultur: der Kaffeesiederball die unverkennbare Wiener Kaffee-, der Zuckerbäckerball die Mehlspeisen-Kultur. Die Hochkultur ist vor allem bei zwei anderen Tanzveranstaltungen spürbar: beim Wiener Philharmonikerball im Wiener Musikverein und beim Opernball in der Staatsoper. Letzterer ist eine der berühmtesten Ballveranstaltungen in Mitteleuropa – mit viel Pomp und Prominenz.</p>
<p>Etwas weniger pompös sind die anderen großen Bälle in Wien oder Graz. Gemeinsam ist den meisten Veranstaltungen eines: Die höfischen Sitten der Kaiserzeit werden noch heute zelebriert – mit Eröffnungsfanfare, Einzug der Debütantinnen und Debütanten und dem Ausruf „Alles Walzer“! Der Kontrast zu diesen bürgerlichen Traditionen ist der extravagante und mittlerweile weltbekannte Life Ball in Wien mit seinen ausgefallenen Kostümen.</p>
<p><strong>Die wichtigsten Bälle</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Österreichweite Ballübersicht</strong><br />
<u><a href="http://www.ballkalender.cc">www.ballkalender.cc</a></u></p>
<p><strong>Lückenloses Ballverzeichnis</strong><br />
<u><a href="http://www.ballkalender.com">www.ballkalender.com</a></u></p>
<h2><strong>Life Ball &#8211; Karten unbedingt rechtzeitig reservieren<br />
</strong></h2>
<p>Der jährlich im Wiener Rathaus stattfindende <strong>Life Ball </strong>ist Europas größte Aids-Benefiz-Veranstaltung. Organisiert wird der Life Ball jedes Jahr vom Wiener Gerald „Gery“ Keszler, der dieses bunte Treiben 1992 erfunden und 1993 erstmals im Wiener Rathaus einer breiten Öffentlichkeit präsentieren konnte. Keszler, ein ehemaliger Opalschürfer, Zirkuskoch und angesehener Visagist für internationale Top-Designer wie Vivienne Westwood oder Jean-Paul Gaultier, lässt sämtliche Erlöse des Life Balls Organisationen zukommen, die diese zur Bekämpfung von HIV und Aids einsetzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-4760" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/ball_wien_1544532392-1024x682.jpg" alt="" width="690" height="460" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/ball_wien_1544532392-1024x682.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/ball_wien_1544532392-300x200.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/ball_wien_1544532392-768x512.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/ball_wien_1544532392.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p>Der Dresscode beim Life Ball ist immer wieder anders, in jedem Fall aber exhibitionistisch, glamourös und vor allem provokant. Es gilt: Je schriller der Auftritt, desto besser. Obligatorisch ist auf jeden Fall eine opulente, kreative Haartracht und ebensolches Bodystyling – Glam und Glitter ohne Ende, Auffallen um jeden Preis. Wie wichtig den Organisatoren das optische Erscheinungsbild ihrer Gäste ist, zeigt übrigens die Tatsache, dass opulent und schrill gekleidete Besucher günstigere Eintrittskarten erhalten als jene, die in herkömmlicher Abendgarderobe erscheinen.</p>
<p>Als glamouröse (und lukrative) Charity-Veranstaltung ist der Life Ball weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Alljährlich berichten TV-Stationen und mehr als 500 Medienvertreter aus dem In- und Ausland von der exaltierten Show. Es gibt eine Life-Ball-Sonderbriefmarke, einen Life-Ball-Song und vor allem jedes Jahr prominente Gäste: zum Beispiel Elton John, Sharon Stone oder Designer wie Vivienne Westwood, Gianfranco Ferré oder Donatella Versace. Letztere zählen übrigens zu jenen Modeschöpfern, die bereits die Life-Ball-Modeschau – exklusiv für diese Veranstaltung – ausrichteten.</p>
<p><strong>Offizielle Seite des Life Balls: </strong><u><a href="http://www.lifeball.org">www.lifeball.org</a></u></p>
<hr />
<h2><strong>Der Wiener Opernball</strong></h2>
<p>Der Ball der Bälle findet in der Wiener Staatsoper statt. Er ist der große Treffpunkt von Kultur, Wirtschaft und Politik aus dem In- und Ausland. Seit einer Reihe von Jahren wird immer mehr Wert darauf gelegt, dass die KünstlerInnen der Staatsoper im Vordergrund stehen, als Sänger wie als Ballgäste. Sie verleihen dem Ball ein besonderes Flair. Natürlich wird dieses Medienspektakel vom Fernsehen live übertragen: vom Eintreffen der Gäste am Red Carpet über die festliche Eröffnung bis zu den vielen Interviews mit Prominenten. Die Kulisse des Opernballs ist einmalig. Palmen und üppige Blumengestecke zieren die prunkvolle Feststiege und das Foyer der Staatsoper.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-4761" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Staatsoper__1544532536-1024x718.jpg" alt="" width="690" height="484" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Staatsoper__1544532536-1024x718.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Staatsoper__1544532536-300x210.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Staatsoper__1544532536-768x539.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Staatsoper__1544532536.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p>Mit Tausenden von Blumen ist auch der Ballsaal geschmückt. Kaum vorstellbar, dass hier drei Abende zuvor noch eine Opernvorstellung stattfand. Gleich nachdem der Vorhang gefallen ist, beginnen rund 500 Facharbeiter und Helfer mit dem Umbau des 50 Meter langen Saals. Die Sitzplätze im Parkett werden abmontiert. Über den Orchestergraben hinweg wird in Bühnenhöhe auf einem Gerüst ein Tanzboden verlegt. Statt der sonst üblichen Bühnenkulissen entstehen hier drei Etagen von Bühnen-Logen, um eine Symmetrie zu den Logenrängen im Zuschauerraum herzustellen. Innerhalb von gut 30 Stunden entsteht so ein harmonisch-einheitlicher, festlich in Gold schimmernder Ballsaal.</p>
<p>Die Eröffnung nur dieses Balles wird als Staatsakt zelebriert. Es ist wie zu Zeiten Kaiser Franz Josephs: Unter Fanfarenklängen erscheinen, mit allen Orden geschmückt, das Staatsoberhaupt und die österreichische Bundesregierung in der Mittelloge der Staatsoper. Genau an jenem Ort, der einst dem Kaiser vorbehalten blieb. Stehend lauschen die über 5.000 BesucherInnen des Opernballs – in großer Abendrobe oder im Frack – den Klängen der österreichischen Bundeshymne und der Europahymne.</p>
<p><strong> Adressen:</strong></p>
<ul>
<li>Wiener Opernball, Staatsoper, Opernring 2, 1010 Wien, <u><a href="http://www.wiener-staatsoper.at">www.wiener-staatsoper.at</a></u></li>
<li>Tanzschule Elmayer, Bräunerstraße 13, 1010 Wien, <u><a href="http://www.elmayer.at">www.elmayer.at</a></u></li>
<li>Tanzschule Rueff, Friedrich-Schmidt-Platz 4, 1080 Wien, <u><a href="http://www.tanzschulerueff.at">www.tanzschulerueff.at</a></u></li>
<li>Frackverleih Lambert Hofer: <u><a href="http://www.lamberthofer.at/abendgarderobe">www.lamberthofer.at/abendgarderobe</a></u></li>
</ul>
<p><strong>Silvesterball in der Hofburg</strong></p>
<p>Am letzten Tag des Jahres lädt die Hofburg Vienna mit ihrem Silvesterball zum spektakulären Auftakt in die Ballsaison. In den prachtvoll geschmückten Festsälen der ehemaligen kaiserlichen Winterresidenz wird das Neue Jahr mit beschwingten Melodien von Walzer bis Jazz und mit Stars aus der Ballett- und Opernwelt stilvoll begrüßt: die Damen im bodenlangen Abendkleid, die Herren in Frack oder Smoking. Ein feines Galadiner, verschiedene Silvesterbuffets und schicke Bars verwöhnen die Gäste des Hofburg Silvesterballs kulinarisch.</p>
<p>Die Inszenierung zu Mitternacht ist prächtig: Unter das Läuten der mächtigen Pummerin im Stephansdom mischen sich die traditionellen Klänge des Donauwalzers, verbunden mit dem atemberaubenden Anblick des Feuerwerks über dem Halbrund der Hofburg am Heldenplatz. Anschließend folgt auch hier in den imperialen Prunkräumen die Publikumsquadrille.</p>
<p>Hofburg Silvesterball, 31.12., Hofburg, Heldenplatz, 1010 Wien, <u><a href="http://www.hofburgsilvesterball.com">www.hofburgsilvesterball.com</a></u></p>
<p><strong>Pilharmonikerball</strong></p>
<p>Für viele WienerInnen ist nicht der Opernball, sondern der Philharmonikerball das Juwel aller Bälle. Wird er doch seinem Ruf gerecht, ein Ball von Künstlern für Künstler zu sein, etwas kleiner und mit weniger Medienpräsenz, aber doch mit hochkarätigen Gästen.</p>
<p>Das weltberühmte Orchester der Wiener Philharmoniker gibt seinen Ball in dem von vielen als schönster Konzertsaal der Welt gefeierten „Goldenen Saal“ des Musikvereins, der durch die fast weltweiten TV-Übertragungen des Neujahrskonzerts allseits bekannt ist. Die Wiener Philharmoniker spielen selbst nur zur Eröffnung. Zum Einzug der Ehrengäste beginnen sie mit der Fest-Fanfare, die Richard Strauss extra für diesen Ball komponiert hat. Doch dann überlassen sie anderen Kapellen das Feld – schließlich ist es ihr Ball, auf dem sie selbst tanzen wollen. Es ist vor allem ein Abend für die Philharmoniker selbst, ihre Freunde und Gönner. Schon lange im Voraus ist der Ball ausverkauft.</p>
<p>In der heißen Schlussphase der Ballsaison häufen sich die Traditionsbälle. Sie treten meist in der gleichen zeitlichen Reihenfolge an: Dabei bleibt unumstößlich der letzte Donnerstag im Fasching dem Opernball vorbehalten. Am nächsten Tag folgen der BonbonBall und der Ball der Wiener Kaffeesieder, am Samstag der Juristen-Ball sowie am Faschingsmontag die Rudolfina-Redoute.</p>
<p>Ball der Wiener Philharmoniker, Musikverein, Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien,<u><a href="http://www.wienerphilharmoniker.at"> www.wienerphilharmoniker.at</a></u></p>
<p><strong>BonbonBall</strong></p>
<p>Der süßeste Ball in Wien ist zweifelsohne der BonbonBall. Er findet im prunkvollen Wiener Konzerthaus statt, dessen Hausherren die Wiener Symphoniker sind. In den vier Sälen können 4.000 Gäste tanzen. Aus den weiblichen Ballbesuchern wählt eine Jury die „Miss Bonbon“, die dann auf einer großen Stahlzeigerwaage mit Süßigkeiten aufgewogen wird – als Spende für einen sozialen Zweck. Zwar gibt es auch hier Debütantinnen in Weiß, doch insgesamt sind die Kleidervorschriften nicht so streng, und es genügt im Gegensatz zu Opern- und Philharmonikerball elegante Abendkleidung.</p>
<p>BonbonBall, Konzerthaus, Lothringerstraße 20, 1030 Wien, <u><a href="http://www.bonbonball.at">www.bonbonball.at</a></u></p>
<p><strong>Wiener Kaffeesieder-Ball</strong></p>
<p><strong> </strong>Da will es der angesehene Ball der Wiener Kaffeesieder schon etwas feierlicher. Bei den Einheimischen genießt er mit seiner besonderen Wiener Note hohe Wertschätzung und gilt fast schon als kleiner Opernball. Als einziger Ball findet er in allen Sälen der Hofburg statt, auch in den Redoutensälen sowie dem eleganten Dachfoyer mit Blick auf das nächtliche Wien. Mit rund 6.000 Gästen ist er der größte Nobelball im Fasching. Das Eröffnungsprogramm der Kaffeesieder braucht einen Vergleich mit dem Opernball nicht zu scheuen: Die Debütantinnen erscheinen ebenso elegant. Auch hier tritt das Wiener Staatsopernballett auf, begleitet vom Wiener Opernball Orchester.</p>
<p>Ball der Wiener Kaffeesieder, Hofburg, 1010 Wien, <u><a href="http://www.kaffeesiederball.at">www.kaffeesiederball.at</a></u></p>
<p><strong>Juristen-Ball</strong></p>
<p><strong> </strong>Veranstalten die Kaffeesieder ihren Ball erst seit 1956, so kann der Juristen-Ball schon auf eine etwa zweihundertjährige Tradition zurückblicken. Eröffnet wird er, wie kann es anders sein, vom österreichischen Justizminister. Der klassisch-elegante Ball ist inzwischen zu einem Treffpunkt von JuristInnen aus aller Welt geworden. Manche internationale Organisationen halten daher ihre Tagungen im terminlichen Umfeld zu diesem Ball ab.</p>
<p>Juristen-Ball, Hofburg, 1010 Wien, <u><a href="http://www.juristenball.at">www.juristenball.at</a></u></p>
<p><strong>Johann-Strauss-Ball</strong></p>
<p><strong> </strong>Seit 2002 gibt es den Johann-Strauss-Ball, der verstärkt auch TouristInnen das stilvolle Wiener Ballvergnügen nahe bringen will. Er findet an historischer Stelle statt, im Kursalon Wien im Stadtpark, in dem die Gebrüder Strauss große musikalische Erfolge feierten. Das Besondere: Der Abend schließt ein dreigängiges Galadinner ein sowie einen Tanzworkshop, der auch in die Geheimnisse des Dreivierteltaktes einführt.</p>
<p>Johann-Strauss-Ball, Kursalon Wien, Johannesgasse 33, 1010 Wien, <u><a href="http://www.johannstraussball.com">www.johannstraussball.com</a></u></p>
<p>Ebenfalls im Kursalon Wien starteten 2016 die Wiener Sängerknaben eine Premiere: Sie veranstalten ihren ersten eigenen Ball. Da sie als die „singenden Botschafter“ Österreichs gelten, übernimmt das Außenministerium die Schirmherrschaft. Gemäß dem Motto „Musik kennt keine Grenzen“ wollen die Sängerknaben bei diesem Ballereignis Bosnien und Herzegowina eine Stimme geben. Erwartet werden zahlreiche Gäste und Freunde aus Kunst und Kultur mit Kurzauftritten. Die Eröffnung wird stilvoll sein, zeichnet dafür doch die renommierte Tanzschule Elmayer verantwortlich, die lange Jahre die Opernball-Eröffnung organisiert hat.</p>
<p>Ball der Wiener Sängerknaben, Kursalon Wien, Johannesgasse 33, 1010 Wien, <a href="http://www.muth.at">www.muth.at</a>, <u><a href="http://ball.wsk.at">http://ball.wsk.at</a></u></p>
<p><strong>Rudolfina-Redoute in der Hofburg</strong></p>
<p>Der letzte der großen Faschingsbälle ist die Rudolfina-Redoute am Rosenmontag in der Hofburg. Sie wird veranstaltet von der katholischen farbentragenden Studentenverbindung Rudolfina, deren Balltradition bis in die Monarchie zurückreicht. Von den früher so zahlreichen Maskenbällen ist nur noch diese Redoute übrig geblieben. Die Herren erscheinen in Frack oder Smoking, Mitglieder der Verbindung mit Band und „Deckel“, wie die Kopfbedeckung heißt. Die Damen im großen Abendkleid, viele mit einer die Augen bedeckenden Maske, im Stil der „Fledermaus“-Operette. Dies gibt ihnen den ganzen Abend das Vorrecht der Damenwahl – bis zur Demaskierungsquadrille um Mitternacht. Danach herrscht bis zum Ballende um fünf Uhr Damen- und Herrenwahl.</p>
<p>Rudolfina-Redoute, Hofburg, 1010 Wien, <u><a href="http://www.rudolfina.at">www.rudolfina.at</a></u></p>
<hr />
<h2></h2>
<h2><strong>Wiener Sommerbälle und Charity-Events</strong></h2>
<p>Zwei elegante Sommerbälle haben die Aufmerksamkeit der Wiener Gesellschaft: zum einen der schon 150 Jahre alte <strong>Concordiaball</strong>. Walzerkönig Johann Strauss widmete dem Presseclub Concordia eine Reihe seiner weltberühmten Walzer, die selbstverständlich bei dem Ball im Festsaal des Rathauses aufgeführt werden. Mehr als 2.500 Gäste kommen zum Branchenball der JournalistInnen, unter ihnen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien. Die Concordia zelebriert das gesellschaftliche Ereignis in echter Wiener Balltradition auf hohem Niveau.</p>
<p>Noch anspruchsvoller ist die noch sehr junge Wiener Ballkreation <strong>Fête Impériale</strong> Sie wurde initiiert von der Leiterin der Spanischen Hofreitschule, der früheren Opernball-Organisatorin Elisabeth Gürtler. Die Reitbahn der Winterreitschule, wo sonst die Lipizzaner tanzen, verwandelt sich im Juni jeden Jahres in ein großflächiges Tanzparkett. Schon Kaiserin Maria Theresia nutzte diese Räumlichkeiten für Hoffeste. Auch die Stallburg, der älteste Renaissancehof der Stadt, wird zur Tanzfläche, und die Sommerreitschule lädt zum Flanieren im Freien ein. Das rauschende Sommerfest hat in Niveau und Stil etwas vom Opernball – natürlich mit Eröffnungskomitee und Mitternachtsquadrille – und stellt den gelungenen Versuch eines Crossover aus Tradition und Moderne dar. Mit diesem Konzept hat die Fête Impériale sofort einen renommierten Platz im Wiener Ballkalender gefunden. Der Reinerlös des Balls unterstützt den Erhalt und die Zucht der Lipizzaner, der ältesten Kulturpferderasse Europas.</p>
<p>In einem etwas anderen Dreivierteltakt, doch nicht minder festlich, feiert das schwule und lesbische Wien den Fasching. Der schillernde <strong>Regenbogenball</strong>, der eine Benefizveranstaltung ist, findet seit 1998 im historischen Ambiente des Parkhotels Schönbrunn statt. Lesben, Schwule und Transgender-Personen zelebrieren ebenfalls in festlicher Abendrobe den traditionellen Einzug des Komitees und um Mitternacht die schweißtreibende Publikumsquadrille. Eingeladen sind auch alle heterosexuellen Freundinnen und Freunde zum „Mitschweben“. Ein weiterer glamouröser Höhepunkt ist der Rosenball, zu dem die Gay-Community mit House- und Disco-Musik in den Kursalon Wien einlädt. Hier gilt nur eine Kleidervorschrift: auf jeden Fall auffallen.</p>
<p>Auch Charity-Events bereichern die Wiener Ballszene. Unter dem Motto „In 80 Bällen um die Welt“ stellt der Wiener Rotkreuz-Ball in den Festräumen des Rathauses den weltumspannenden Gedanken des Helfens in den Mittelpunkt. Ebenfalls im Rathaus findet der Wiener Flüchtlingsball unter dem Ehrenschutz des Bürgermeisters mit einem multikulturellen Musikangebot statt. Der Erlös hilft Flüchtlingen im Wiener Integrationshaus. Der international Beachtung findende Life Ball (siehe oben) im Frühsommer, der diverse Aids-Hilfsorganisationen unterstützt, ist auch ein großes Modeereignis in und vor dem Rathaus.</p>
<ul>
<li>Concordiaball, Rathaus, 1010 Wien, <u><a href="http://www.concordiaball.at">www.concordiaball.at</a></u></li>
<li>Fête Impériale, Spanische Hofreitschule, 1010 Wien, <u><a href="http://www.fete-imperiale.at">www.fete-imperiale.at</a></u></li>
<li>Regenbogenball, Parkhotel Schönbrunn, 1130 Wien, <u><a href="http://www.regenbogenball.at">www.regenbogenball.at</a></u></li>
<li>Rosenball, Kursalon Wien, Johannesgasse 33, 1010 Wien, <u><a href="http://www.rosenball.eu">www.rosenball.eu</a></u></li>
<li>Wiener Rotkreuz-Ball, Rathaus, 1010 Wien, <u><a href="http://www.wienerrotkreuzball.at">www.wienerrotkreuzball.at</a></u></li>
<li>Wiener Flüchtlingsball, Rathaus, 1010 Wien, <u><a href="http://www.integrationshaus.at">www.integrationshaus.at</a></u><em><br />
</em></li>
</ul>
<hr />
<h2>Wiens schwule und lesbische Kultur</h2>
<p>Wiens vielfältiges lesbisches Leben floriert dank der langen Tradition und der gemütlichen Atmosphäre der Stadt. Heute hat Wien eine lebendige lesbische Szene, eine großartige Café- und Restaurantkultur und bietet die Möglichkeit, auf Schritt und Tritt spannende historische lesbische Bezüge zu entdecken.</p>
<h3>L<strong>esbische Geschichte und Geschichten</strong></h3>
<p><strong> </strong>Das Stadtbild zeigt manchmal und verbirgt oftmals die lesbischen Geschichten und Geschichte. Egal ob in den Museen oder Galerien, wo es lesbische Referenzen zu entdecken gibt, den Opernhäusern oder Konzertsälen, immer schon gern besuchte und auch bespielte Orte von und für Lesben, bis zu den Cafés und Bars, in deren Räumen viele lesbische Geschichten entstanden sind, um dann erzählt und geschrieben zu werden.</p>
<p>Im Haus Habsburg, welches über Jahrhunderte Österreich regierte, gab es lesbische undschwule Leidenschaften, auf Sigmund Freuds Couch lagen lesbische Patientinnen und auf Wiens zahlreichen Bühnen trat eine große Zahl von lesbischen Schauspielerinnen und Sängerinnen auf, die die Herzen des gesamten, nicht nur des lesbischen Publikums, höher schlugen ließen.</p>
<p>In der Vielfalt der Erzählungen über die einstige Habsburg-Monarchie berührt die Geschichte – in Briefen der Nachwelt überliefert – der großen Leidenschaft zwischen <strong>Isabella von Parma</strong>, der Gattin Joseph II., und ihrer Schwägerin Marie Christine. Im 19. Jahrhundert entstand schon ein Kult – oftmals von Frauen getragen – um <strong>Kaiserin Sisi</strong>. Das vielbesuchte Sisi Museum in der <u><a href="http://www.hofburg-wien.at">Wiener Hofburg</a></u> zeigt, dass sie auch noch heute viele Herzen höher schlagen lässt. Erwähnenswert ist auch Erzherzog Ludwig Viktor, in der Familie Luziwuzi genannt, der schwule jüngste Bruder Kaiser Franz Josephs, von dem viele hinreißende Fotografien in Damenkleidung erhalten sind.</p>
<p>Auf der Couch (das Original befindet sich im Londoner Freud-Museum) des weltberühmten Professor <strong>Freud</strong> lag nicht nur seine eigene Tochter Anna, die bis zur erzwungenen Emigration aus Wien 1938 im Elternhaus in der Berggasse wohnte, in dem auch ihre Lebensgefährtin Dorothy Burlingham eine Wohnung gemietet hatte, sondern auch eine Reihe lesbischer Frauen. Unter ihnen Margarete Csonka, deren Analyse Sigmund Freud 1920 in seinem Aufsatz über die Psychogenese weiblicher Homosexualität beschrieb.</p>
<p>Schon im Wien der 1920er-Jahre tummelte sich wie in anderen europäischen Metropolen lesbische Prominenz, allerdings wegen der ständig drohenden Kriminalisierung immer unter dem Mantel der völligen Verschwiegenheit. An der Wiener <strong>Staatsoper</strong> traten Sängerinnen wie Lotte Lehmann auf, auch die Balletteusen Tilly Losch und Hedy Pfundmayr tanzten gemeinsam auf dieser Bühne sowie in Wiens berühmten Revuetheater Tabarin in der Annagasse im 1. Bezirk. Dorthin kam auch die Berliner Nackttänzerin Anita Berber, die mit ihren Auftritten im Wiener Konzerthaus Furore machte. Dort  vergnügten sie sich mit ihren Liebhaberinnen – unter ihnen die stadtbekannte Leonie von Puttkamer, der großen Liebe von Freuds Patientin Margarete Csonka –, aber auch in der Bar des Parkhotels Schönbrunn, heute Austragungsort des jährlich stattfindenden Wiener <u><a href="http://www.hosiwien.at/regenbogenball">Regenbogenballs</a></u>.</p>
<p>Als der Komponist <strong>Alban Berg</strong> in den späten 1920ern begann, an seiner Oper Lulu zu arbeiten, hatte er hinsichtlich der Figur der lesbischen Gräfin Geschwitz möglicherweise seine Schwester Smaragda, selbst eine leidenschaftliche Musikerin, vor Augen, die seit Jahren offen ihre Frauenbeziehungen lebte und die, für die damalige Zeit wohl eher unüblich, ihre lesbischen Neigungen freimütig kundtat.</p>
<p>Gegenüber vom Revuetheater Tabarin lebte ab den späten 1930er Jahren die Volkstheater-Schauspielerin Dorothea Neff, die von 1942 bis zum Kriegsende <strong>Lilly Wolff</strong>, ihre jüdische Freundin, in ihrer Wohnung versteckte. Erst in den späten 1970er-Jahren, nach der Abschaffung des § 129, erzählte Dorothea Neff über diese Zeit. Die Politikerin Rosa Jochmann, Überlebende des Frauen-KZs Ravensbrück und langjährige Vorsitzende der Sozialistischen Frauen, thematisierte ihre Frauenbeziehungen genauso wenig wie Anfang der 1990er-Jahre die erste österreichische Frauenministerin <strong>Johanna Dohnal</strong>. Erst nach dem Rückzug aus der Politik und in einem in der Zwischenzeit geänderten politischen Klima zeigte sich Johanna Dohnal mit ihrer Lebensgefährtin in der Öffentlichkeit.</p>
<h3>Die interessantesten Events und Highlights</h3>
<p>Einmalig ist der während der Ballsaison stattfindende <strong>Wiener Regenbogenball</strong>, der einen prominenten Platz in Wiens Ballkalender einnimmt. Alljährlich eröffnet wird dieser vom Eröffnungskomitee gleichgeschlechtlicher Tanzpaare, gefolgt von einer turbulent-schrillen Einlage der einzigen queeren Tanzformation Les Schuhschuh. Überhaupt spielt Standardtanzen eine wichtige Rolle für viele Lesben. Das ganze Jahr über finden wöchentliche, für alle zugängliche <strong>Frauentanzabende</strong> im Café Gugg statt. Dort wird nicht nur für den Ball geübt und viel gefeiert, hier trifft sich auch das Tänzerinnenteam, das das alljährliche internationale gleichgeschlechtliche Tanzturnier Vienna Dance Contest organisiert. Laut Mitorganisatorin Raphaela Grabmayr „eines der bekanntesten und beliebtesten Tanzevents in der internationalen LGBT-Standard-Tanzszene“.</p>
<p>In Wien gibt es seit 1996 eine jährliche <strong>Regenbogenparade</strong>, die von Anfang an auf der Wiener Ringstraße stattfand und als Ort der Begegnung und der Schaustellung genutzt wird. 2001 fand in Wien zum ersten Mal Europride statt, das Rahmenprogramm zeigte die große kulturelle Vielfalt der Wiener Szene. Seit fünf Jahren gibt es in den Tagen vor der Regenbogenparade ein Pride Village, wo eine große Zahl von Vereinen, Geschäften und politischen Parteien ihre Pläne, Ideen und Produkte präsentieren.</p>
<p>Regenbogenparade und Regenbogenball werden seit einigen Jahren von der <strong>HOSI Wien</strong> organisiert, die seit der Eröffnung des Vereinslokals Gugg ein beliebter Ort für Veranstaltungen verschiedenster Gruppen geworden ist. Wer lesbische Geschichte recherchieren will, kann dies im QWIEN Archiv und im Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung Stichwort tun, an den Wiener Universitäten erfolgt seit vielen Jahren Erforschung und Lehre von lesbischen, frauenbewegten und queeren Biografien Texten und Einrichtungen. Die europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft L’Homme hat hier ebenso ihren Sitz wie die Sammlung Frauennachlässe.</p>
<p>Lesbische Autorinnen und ihr Publikum treffen sich bei Lesungen in den <strong>Buchhandlungen Löwenherz und ChickLit</strong>. Löwenherz, die Buchhandlung für Schwule und Lesben, liegt in der Berggasse im 9. Bezirk, gleich neben dem Traditions-LGBT-Café Berg, und hat ein großes Sortiment an lesbischer Lektüre.</p>
<p>Die lange Unterdrückung und Kriminalisierung hat trotz all der Unterschiede Orte des gemeinsamen Widerstands und der gemeinsamen Lebensfreude geschaffen. Im <strong>Café Fett + Zucker</strong> beim beliebten Karmelitermarkt lässt sich im queeren Ambiente hervorragend Kuchen essen. Regelmäßige Clubbings für Lesben werden von g.spot und Las Chicas an wechselnden Orten in Wien organisiert. Die Diversität innerhalb der Szene drückt sich auch in der Gründung von MiGay, der Plattform für queere Migrant_innen und ORQOA, der Oriental Queer Organisation, aus. Gehörlose Lesben, Schwule und Transgender haben sich in queer as deaf zusammengeschlossen, an verschiedenen Religionen Interessierte tauschen sich in der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexualität und Glaube auseinander<em>, </em>jüdische weiters in der Gruppe Re’uth.</p>
<p>Um Bewegung geht es den vielen lesbischen Sportlerinnen. Der Frauenfußballverein <strong>BALLerinas</strong>, inzwischen 15 Jahre alt, veranstaltete die queer-feministische FußBALLade, an der eine große Zahl von Teams teilnahm. Die Kraulquappen sind Österreichs einzige LGBTI-Schwimmtrainingsgruppe (prominenteste Mitschwimmerin ist Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments) und Mitveranstalterinnen von Viva Vienna Valentine, einer dreitägigen Sport- und Party-Veranstaltung für Queers und ihre Freund_innen. Bereits seit 1990 spielen Lesben und Freundinnen Volleyball im Verein, der inzwischen Vienna’s Queer Melange heißt.</p>
<p>Zu erwähnen wären noch berufliche Vereinigung, wie jene von LGBTI-Lehrer*innen und das seit zehn Jahren bestehende Netzwerk der Queer Business Women, das sich für mehr Sichtbarkeit von Lesben im Geschäftsleben einsetzt. Und natürlich das alle zwei Jahre stattfindende queere Filmfestival Identities. Es wurde vor mehr als 20 Jahren von Barbara Reumüller ins Leben gerufen und hat einen festen Platz in Wiens Filmfestivalszene.</p>
<h3>Rechtliche Situation in Österreich</h3>
<p>Nach der Aufhebung der strafrechtlichen Verfolgung von Homosexualität in Österreich im Jahr 1971 brauchte es noch gut zwei Jahrzehnte, bis die Gesellschaft begann, Lesben und Schwule zu akzeptieren und eine offene, lebensfrohe Szene entstehen konnte. Diese Szene mit Schwerpunkt in den Bezirken rund um den <strong>Naschmarkt</strong> trägt dazu bei, dass die gelungene Mischung von Genusskultur und Kulturgenuss, für die Wien so bekannt ist, immer wieder neu aufgemischt wird.</p>
<p>Als erstes Land Europas schaffte Österreich unter Joseph II 1787 die Todesstrafe für Sodomie ab. 1852 wurde der § 129 I b ins Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommen, der „Unzucht wider die Natur“ bei Männern sowie auch bei Frauen mit bis zu fünf Jahre Kerker bestrafen konnte. Damit war Österreich eines der wenigen Länder Europas, in denen auch lesbischer Sex kriminalisiert wurde. Dieser Paragraph überdauerte die Erste Republik, den Austrofaschismus, die NS-Zeit und fiel im Jahre <strong>1971</strong>. Erst 2003 wurden alle Paragraphen, die Bereiche des homosexuellen Lebens kriminalisierten, abgeschafft. Trotz dieser (un)rechtlichen Situation hat in den vergangenen 20 Jahren Österreich, und besonders Wien, eine Reihe von positiven Schritten gesetzt.</p>
<p><strong>Wien hat in Sachen Homosexuellen-Rechte in Österreich eine Sonderstellung:</strong> In vielen Bereichen wie beispielsweise Eingetragene <strong>Partnerschaft</strong> oder <strong>Pflegeelternschaft</strong> übernahm Wien im vergangenen Jahrzehnt eine Vorreiterrolle in Österreich. Die 1998 gegründete Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) hat seit Beginn mit Angela Schwarz eine engagierte Lesbe und mit Wolfgang Wilhelm einen ebenso engagierten Schwulen im Team. Die WASt hat wesentlich zum entspannten Umgang der in der Stadt lebenden Menschen untereinander beigetragen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierungen oder geschlechtlichen Identitäten.</p>
<p>Schon seit 1995 gehören <strong>homosexuelle Pflegeeltern</strong> in Wien zum Alltag. Somit war Wien das erste österreichische Bundesland, das die Pflegeelternschaft auch für gleichgeschlechtliche Paare öffnete. Bei den zuständigen Behörden versichert man, dass es keinen Unterschied zwischen lesbischen und schwulen und heterosexuellen Pflegeeltern gibt. Die zahlreichen Regenbogeneltern und -familien haben sich inzwischen zusammengeschlossen im Verein FamOs – Familien Andersrum Österreich, der neben rechtlichem und praktischem Austausch auch Faschingsfeste und Wanderungen organisiert, sodass die Kinder in einer Gemeinschaft mit anderen Regenbogenkindern aufwachsen können.</p>
<p>Am 1. Jänner 2010 wurde die <strong>Eingetragene Partnerschaft</strong> in Österreich eingeführt, die in einigen Bereichen der Zivilehe gleichgestellt ist. Wien bot von Anfang an eine Zeremonie am Standesamt an. Seit 1. August 2013 ist die gemeinschaftliche Adoption leiblicher Kinder gesetzlich gestattet. Mit Anfang 2015 wurde lesbischen Paaren mittels Samenspende eine <strong>künstliche Befruchtung</strong> erlaubt und zum selben Zeitpunkt wurde das Adoptionsverbot gleichgeschlechtlicher Paare vom Verfassungsgericht aufgehoben, was 2016 in Kraft getreten ist. Der Schritt zur Öffnung der Ehe ist bis dato jedoch noch nicht erfolgt.</p>
<h3>Wien-Adressen und Links für Schwule und Lesben</h3>
<h4><strong>Cafés, Initiativen und Zentren</strong><strong> </strong></h4>
<ul>
<li>Café Fett + Zucker, Hollandstraße 16, 1020 Wien, <u><a href="http://www.fettundzucker.at">www.fettundzucker.at</a></u></li>
<li>Café Das Gugg, Heumühlgasse 14, 1040 Wien, <u><a href="http://www.hosiwien.at/gugg">www.hosiwien.at/gugg</a></u></li>
<li>F*c_Frauencafé, Lange Gasse 11, 1080 Wien, <u><a href="http://www.frauencafe.com">www.frauencafe.com</a></u></li>
<li>FrauenLesbenMädchenZentrum (mit FZ-Bar), Währinger Straße 59/6, 1090 Wien, <u><a href="http://www.frauenlesbenzentrum-wien.at">www.frauenlesbenzentrum-wien.at</a></u></li>
<li>HOSI – Homosexuelle Initiative Wien, Heumühlgasse 14/1, 1040 Wien, www.hosiwien.at</li>
<li>Türkis Rosa Lila Villa, Linke Wienzeile 102, 1060 Wien, <u><a href="http://www.villa.at">www.villa.at</a></u></li>
<li>Lila Tipp – Lesben- und Trans*Bestärkung, Linke Wienzeile 102, 1060 Wien, <u><a href="http://lilatipp.dievilla.at">http://lilatipp.dievilla.at</a></u></li>
<li>QWIEN – Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte, Große Neugasse 29, 1040 Wien, <u><a href="http://www.qwien.at">www.qwien.at</a></u></li>
<li>Las Chicas Vienna – Kunst und Unterhaltung, <u><a href="http://www.facebook.com/laschicas.vienna">www.facebook.com/laschicas.vienna</a></u></li>
<li>MiGay – Plattform für queer Migrant_innen, <u><a href="http://www.facebook.com/migay.at">www.facebook.com/migay.at</a></u></li>
<li>ORQOA – Oriental Queer Organisation, <u><a href="http://orqoa.at">http://orqoa.at</a></u></li>
<li>queer as deaf – Treff für gehörlose Lesben, Schwule &amp; Transgender, <u><a href="http://www.facebook.com/QADaustria">www.facebook.com/QADaustria</a></u></li>
<li>HUG Wien – Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Glaube, <u><a href="http://www.hug-wien.at">www.hug-wien.at</a></u></li>
<li>Re’uth, Vereinigung Jüdischer Schwuler und Lesben,<u><a href="http://members.tripod.com/re_uth"> http://members.tripod.com/re_uth</a></u></li>
<li>g.spot, – for queers and friends, <u><a href="http://www.gspot.at">www.gspot.at</a></u></li>
<li>AUSGESPROCHEN: schwule, lesbische, bi &amp; tranz Lehrer_innen in Österreich, <u><a href="http://www.verein-ausgesprochen.at">www.verein-ausgesprochen.at</a></u></li>
<li>Queer Business Women – Netzwerk lesbischer Frauen in der Arbeitswelt, Alserstraße 45/4c, 1080 Wien, <u><a href="http://www.queer-business-women.at">www.queer-business-women.at</a></u></li>
<li>Identities, Queer Film Festival, <u><a href="http://www.identities.at">www.identities.at</a></u></li>
<li>WASt – -Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen, Auerspergstraße 15/21, 1080 Wien, <u><a href="http://www.queer.wien.gv.at/menschen/queer">www.queer.wien.gv.at/menschen/queer</a></u></li>
<li>FamOs – Familien Andersrum Österreich, <u><a href="http://www.regenbogenfamilien.at">www.regenbogenfamilien.at</a></u></li>
</ul>
<h4><strong> </strong><strong>Zeitschriften, Buchhandlungen und Archive</strong><strong> </strong></h4>
<ul>
<li>Stichwort – Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung, Gusshausstraße 20/1A+B, 1040 Wien, <u><a href="http://www.stichwort.or.at">www.stichwort.or.at</a></u></li>
<li>an.schläge – Das feministische Magazin, <u><a href="http://www.anschlaege.at">www.anschlaege.at</a></u></li>
<li>WeiberDiwan – Die feministische Rezensionszeitschrift, <u><a href="http://www.weiberdiwan.at">www.weiberdiwan.at</a></u></li>
<li>Buchhandlung ChickLit, Kleeblattgasse 7, 1010 Wien, www.chicklit.at</li>
<li>Zaglossus Verlag, <u><a href="http://www.zaglossus.eu">www.zaglossus.eu</a></u></li>
<li>L’Homme – Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaften, <u><a href="http://www.univie.ac.at/Geschichte/LHOMME">www.univie.ac.at/Geschichte/LHOMME</a></u></li>
<li>Sammlung Frauennachlässe, <u><a href="http://www.univie.ac.at/Geschichte/sfn">www.univie.ac.at/Geschichte/sfn</a></u></li>
<li>Buchhandlung Löwenherz, Berggasse 8, 1090 Wien, <u><a href="http://www.loewenherz.at">www.loewenherz.at</a></u></li>
</ul>
<h4><strong> </strong><strong>Übernachten</strong><strong> </strong></h4>
<p>Parkhotel Schönbrunn, Hietzinger Hauptstraße 10-14, 1130 Wien,<u><a href="http://www.austria-trend.at/Parkhotel-Schoenbrunn"> www.austria-trend.at/Parkhotel-Schoenbrunn</a></u></p>
<h4><strong>Ball, Tanz und Parade</strong><strong> </strong></h4>
<ul>
<li>Wiener Regenbogenball, <u><a href="http://www.hosiwien.at/regenbogenball">www.hosiwien.at/regenbogenball</a></u></li>
<li>Queere Tanzformation, <u><a href="http://lesschuhschuh.at">http://lesschuhschuh.at</a></u></li>
<li>Vienna Dance Contest – Internationales gleichgeschlechtliches Tanzturnier in Wien, <u><a href="http://www.viennadancecontest.at">www.viennadancecontest.at</a></u></li>
<li>Regenbogenparade, <u><a href="http://www.hosiwien.at/regenbogenparade">www.hosiwien.at/regenbogenparade</a></u></li>
<li>Vienna Pride, <u><a href="http://www.viennapride.at">www.viennapride.at</a></u></li>
</ul>
<h4><strong> </strong><strong>Sport</strong><strong> </strong></h4>
<ul>
<li>BALLerinas, Wiener Frauen*Lesben*Inter*Trans- Fußballteam, <u><a href="http://fussballerinas.blogsport.de">http://fussballerinas.blogsport.de</a></u></li>
<li>Viva Vienna Valentine (LGBTQI Schwimmen &amp; Volleyball), <u><a href="http://viva.kraulquappen.at/index.php/en">viva.kraulquappen.at/index.php/en</a></u></li>
<li>Volleyballverein für Lesben und Freundinnen, <u><a href="http://www.viennasqueermelange.at">www.viennasqueermelange.at</a></u></li>
</ul>
<p>Weitere Informationen über Wien für lesbische und schwule Gäste gibt es auf <u><a href="http://www.wien.info/schwullesbisch">www.wien.info/schwullesbisch</a></u> und <u><a href="http://www.facebook.com/GayCityWien">www.facebook.com/GayCityWien</a></u>.</p>
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<h2>Tourist-Info und Wien-Karte</h2>
<p>WienTourismus bietet gratis Stadtpläne mit Museenliste, Hotel-Guides und Monatsprogramme, Gastronomietipps und andere Unterlagen in vielen Sprachen. Sie können, wie auch Hotelzimmer, unter der Service-Telefonnummer +43-1-24 555 oder info@wien.info bestellt werden. Unter <u><a href="http://www.wien.info">www.wien.info </a></u>bietet der WienTourismus außerdem eine  Veranstaltungsdatenbank und viele Tipps für den Wien-Aufenthalt.</p>
<p>Die Wien-Karte ist eine 48- bzw. 72-Stunden-Netzkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien und zugleich eine Vorteilskarte. Sie ist in Wiener Hotels, der Tourist-Info Wien, bei Reisebüros und bei Vorverkaufsstellen der Wiener Linien sowie online <em>(</em><u><a href="http://www.wienkarte.at">www.wienkarte.at</a></u>) erhältlich. Wien-Karten-InhaberInnen können damit über 210 Vorteile genießen, vom günstigeren Eintritt ins Museum bis zum Rabatt beim Einkaufen. Eine Gebrauchsanweisung für die Wien-Karte befindet sich im Kuponheft, das jeder Käufer erhält.</p>
<p>Die zentrale Tourist-Info des WienTourismus ist gleich hinter der Staatsoper am Albertinaplatz (Ecke Maysedergasse, 1010 Wien) zu finden. Wien-Gäste können sich hier von den Fachleuten des WienTourismus beraten lassen. Täglich von 9 bis 19 Uhr bietet die Tourist-Info Wien neben Information und Zimmervermittlung auch Eintrittskarten und Last-Minute-Tickets für Kulturevents an, ebenso steht Gratis-WLAN zur Verfügung. Auch Wien-Souvenirs können hier erstanden werden.</p>
<p>Die gleichen Services wie am Albertinaplatz bietet der WienTourismus auch am neuen Wiener Hauptbahnhof. Dort befindet sich eine (wesentlich kleinere) Tourist-Info direkt im Info-Point der ÖBB (Österreichische Bundesbahnen), die täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. ist.</p>
<p><u><a href="http://www.wien.info">www.wien.info</a></u></p>
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<h2>Wien – Daten &amp; Fakten</h2>
<p>Wien ist nicht nur die Hauptstadt von Österreich, sondern auch eines der neun Bundesländer. Der Stephansdom befindet sich im Zentrum der Stadt. Wien erstreckt sich auf 415 km² und ist in 23 Bezirke unterteilt. Mit Wäldern, Wiesen, Parks und Gärten, die rund die Hälfte der Fläche Wiens ausmachen, ist sie die Stadt in Europa mit dem höchsten Anteil an Grünflächen. Urbanes Grün bietet etwa der Stadtpark (mit dem meistfotografierten Motiv der Stadt, dem goldenen Johann-Strauß-Denkmal), der Wald und die Wiesen des Praters, die ausgedehnten Gärten des Schlosses Schönbrunn, die Abschnitte des Wienerwalds, Weinberge, Ackerland und die Feuchtgebiete der Donau. Während die Temperaturen im Sommer selten über 30 °C ansteigen, wird es im Winter selten kälter als  -5 °C.</p>
<p>Wien ist Bundeshauptstadt und zugleich das <strong>kleinste</strong> der neun Bundesländer Österreichs. Die Stadt liegt im Herzen Europas an der Donau und an den nordöstlichen Ausläufern der Alpen (geografische Koordinaten: 48° 12′ N, 16° 22′ O). Das Zentrum der Stadt (Stephansdom) befindet sich auf einer Seehöhe von 171 Metern. In Wien herrscht ein gemäßigtes Übergangsklima mit kontinentalen und maritimen Einflüssen. 67 Sommertage (Temperaturen über 25 Grad Celsius) stehen 50 Frosttagen (Temperaturen unter 0 Grad Celsius) gegenüber. Westwetterlagen herrschen vor, die durchschnittliche Lufttemperatur beträgt rund elf Grad Celsius im Jahresmittel, die Niederschläge 600 mm/Jahr.</p>
<p><figure id="attachment_4762" aria-describedby="caption-attachment-4762" style="width: 690px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4762" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Stephansdom_1544533046-1024x840.jpg" alt="" width="690" height="566" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Stephansdom_1544533046-1024x840.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Stephansdom_1544533046-300x246.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Stephansdom_1544533046-768x630.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Stephansdom_1544533046.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption id="caption-attachment-4762" class="wp-caption-text">Wiener Stephansdom</figcaption></figure></p>
<p>Wien liegt historisch gesehen an einem Schnittpunkt von Kulturen und Verkehrswegen, an der einstigen Bernsteinstraße und der Donau. Archäologische Funde gibt es bereits aus der Altsteinzeit. Mit den Römern beginnt Wiens eigentliche Siedlungsgeschichte, sie legten im Bereich des heutigen Stadtzentrums ein Militärlager und eine Zivilstadt (<strong>Vindobona</strong>) an. 1156 wurde Wien Herzogresidenz der Babenberger. Unter den Habsburgern war Wien über 600 Jahre lang kaiserliche Reichshaupt- und Residenzstadt. Die historische Innenstadt der Kulturmetropole und Welthauptstadt der Musik wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.</p>
<p><strong>23 Bezirke für 1,7 Millionen Menschen</strong></p>
<p>Das Stadtgebiet ist in 23 Bezirke gegliedert, umfasst 415 km² und wird von über 1,7 Millionen Menschen bewohnt (siebtgrößte EU-Stadt, Bevölkerungsdichte circa 4.200 Einwohner pro km²). 1995 trat Österreich der EU bei, Währung ist der Euro. Der Großraum Wien zählt 2,6 Millionen Einwohner, ein knappes Viertel aller Österreicher lebt hier. Wien gehört – wie Österreich im Allgemeinen – zum deutschen Sprachgebiet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-4763" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Stephansdom_1544533079-1024x576.jpg" alt="" width="690" height="388" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Stephansdom_1544533079-1024x576.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Stephansdom_1544533079-300x169.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Stephansdom_1544533079-768x432.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2018/12/Wiener_Stephansdom_1544533079.jpg 1170w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></p>
<p>2014 wurde Wien bereits zum fünften Mal in Folge vom internationalen Beratungsunternehmen Mercer als lebenswerteste Stadt weltweit ausgezeichnet. Jährlich führt Mercer eine Studie zur Bewertung der Lebensqualität in 223 Metropolen weltweit durch. Bewertet wurde das politische, soziale und ökonomische Klima, die medizinische Versorgung, die Ausbildungsmöglichkeiten, die infrastrukturellen Voraussetzungen wie das öffentliche Verkehrsnetz, Strom- und Wasserversorgung. Weiters wurden Freizeitangebote wie Restaurants, Theater, Kinos, Sportmöglichkeiten, die Verfügbarkeit von Konsumgütern vom Nahrungsmittel bis zum Auto sowie Umweltbedingungen von der Grünanlage bis zur Luftverschmutzung verglichen.</p>
<p><strong>Wien – eine grüne Stadt</strong></p>
<p>Die Hälfte des Wiener Stadtgebiets ist Grünfläche, die aus Gärten, Parks, Wald und landwirtschaftlich genutzten Flächen besteht. 39 Prozent aller Wege in Wien werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt – ein Europarekord. Zudem ist die Stadt die einzige der Welt, die nennenswerten Weinbau innerhalb der Stadtgrenzen betreibt. Wien ist nicht nur Bundesland und Bundeshauptstadt, sondern auch eine eigenständige Weinregion mit einer Rebfläche von über 700 Hektar (rund 80 Prozent Weißweinreben).</p>
<p>Nur 60 Kilometer von der slowakischen Hauptstadt Bratislava entfernt, spielt Wien nicht nur eine bedeutende Rolle in der 2003 gegründeten Europaregion Centrope, sondern auch im internationalen Verkehrsnetz. Der Flughafen Wien-Schwechat (Vienna International Airport) verzeichnet im Jahr rund 231.200 Flugbewegungen und knapp 22 Millionen Passagiere. Große europäische Fernstraßen führen ebenso über Wien wie überregionale Eisenbahnlinien. Mit dem neuen Hauptbahnhof gewinnt Wien als moderner Knotenpunkt des transeuropäischen Schienennetzes zusätzlich an Bedeutung.</p>
<p>Wien ist zudem eines der vier UNO-Hauptquartiere und Sitz zahlreicher internationaler Organisationen, etwa der OPEC (Organisation Erdöl exportierender Länder), OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), IAEO (Internationale Atomenergiebehörde) und UNIDO (Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung). Wien fungiert aufgrund seiner geografischen Lage für zahlreiche internationale Firmen als Sprungbrett in den Osten.</p>
<p><strong>Imperial Nostalgie und zeitgenössische Trends</strong></p>
<p>Das Spannungsfeld zwischen Tradition, die sich etwa in den Cafés und Weinstuben mit dem typischen Wiener Gemütlichkeit ausdrückt und der Moderne, wie sie sich etwa in Veranstaltungen wie dem Life Ball und dem Festival für elektronische Musik zeigt, vermittelt einen Lebensstil, der Gäste aus der ganzen Welt anspricht.</p>
<p>Der Naschmarkt, Wiens multinationaler Obst-und Gemüsemarkt, bietet auch einen Flohmarkt (jeden Samstag). Der Markt hat in seiner Umgebung die Entstehung einer außerordentlich vielfältige Gastronomieszene gefördert. Die Mariahilfer Straße, eine Straße, die das historische Zentrum mit dem Schloss Schönbrunn verbindet, hat sich seit der Fertigstellung der U-Bahn-Linie U3 zur größten Einkaufsmeile der Stadt entwickelt. Im Sommer drängen sich Wiener und Touristen nicht nur im Prater mit dem berühmten Riesenrad, sondern auch auf der Copa Cagrana auf der Donauinsel – mit dem Donauinselfest, Europas größter kostenloser Open-Air-Party im Juni, als Höhepunkt. Strandatmosphäre bieten auch zahlreiche Badestellen am Fluss entlang des Donaukanals, wo der Sommer mit coolen Drinks gefeiert wird.</p>
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<h2>Tipp zum Weiterlesen: ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön</h2>
<p><span style="color: #0000ff;"><u><a style="color: #0000ff;" href="https://www.amazon.de/gp/product/389705969X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389705969X&amp;linkCode=as2&amp;tag=reisefuehrer099-21">111 Orte in Wien die man gesehen haben muss</a></u></span></p>
<p>111 Einblicke und Einsichten in ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön verspricht der etwas andere Wien-Reiseführer: „hinter den diskret versteckten Tapetentüren der alten Monarchie ebenso wie in den schrill erleuchteten Entrees des New Vienna, in postmodernen Kaffeehäusern, musealen Beisln, politischen Waschsalons und längst vergessenen Hinterhöfen“.</p>
<p>Lesen Sie nach, wo sich Wien richtig böse, und wo ist es richtig gemütlich ist, wo sich das schönste Stundenhotel der Stadt befindet und wo der Kopf eines Mörders hinter Glas liegt … Dieses Buch ist ein wahrer Lesegenuss für all jene, die bei ihrem Besuch nicht nur das übliche Standard-Touristenprogramm abspulen möchten.</p>
<p>Von Peter Eickhoff  / Emons Verlag</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wien &#8211; Wissen &#038; Wohnen</title>
		<link>https://reisewiki.at/wien-tipp-gutes-hotel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2016 07:38:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[Wissen &#38; Wohnen in Wien – Daten &#38; Fakten Wien ist Bundeshauptstadt und zugleich das kleinste der neun Bundesländer Österreichs. Wien liegt im Herzen Europas <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wien-tipp-gutes-hotel/" title="Wien &#8211; Wissen &#038; Wohnen">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wissen &amp; Wohnen in Wien – Daten &amp; Fakten</h2>
<p>Wien ist Bundeshauptstadt und zugleich das kleinste der neun Bundesländer Österreichs. Wien liegt im Herzen Europas an der Donau an den nordöstlichen Ausläufern der Alpen (geografische Koordinaten: 48° 12′ 32‘‘ N, 16° 22′ 27‘‘ O). Das Zentrum der Stadt (Stephansdom) befindet sich auf einer Seehöhe von 171 Metern. In Wien herrscht ein gemäßigtes Übergangsklima mit kontinentalen und ozeanischen Einflüssen. 67 Sommertage (Temperaturen von 25 Grad Celsius und darüber) stehen 50 Frosttagen (Temperaturen unter 0 Grad Celsius) gegenüber. Westwetterlagen herrschen vor, die durchschnittliche Lufttemperatur beträgt rund elf Grad Celsius im Jahresmittel, die Niederschläge 600 mm/Jahr.</p>
<p>Wien liegt historisch gesehen an einem Schnittpunkt von Kulturen und Verkehrswegen, an der einstigen Bernsteinstraße und der Donau. Archäologische Funde gibt es bereits aus der Altsteinzeit. Mit den Römern beginnt Wiens eigentliche Siedlungsgeschichte, sie legten im Bereich des heutigen Stadtzentrums ein Militärlager und eine Zivilstadt (Vindobona) an. 1156 wurde Wien Herzogresidenz der Babenberger. Unter den Habsburgern war Wien über 600 Jahre lang kaiserliche Reichshaupt- und Residenzstadt. Die historische Innenstadt der Kulturmetropole und Welthauptstadt der Musik wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.</p>
<p>Das Stadtgebiet ist in 23 <strong>Bezirke</strong> gegliedert, umfasst 415 km² und wird von rund 1,8 Millionen Menschen bewohnt (siebtgrößte EU-Stadt, Bevölkerungsdichte circa 4.300 Einwohner pro km²). Der Großraum Wien zählt 2,6 Millionen Einwohner, ein knappes Viertel aller Österreicher lebt hier. 1995 trat die Republik Österreich der EU bei und unterzeichnete das Schengener Abkommen. Währung ist der Euro, Deutsch ist die Staatssprache. In Österreich gilt die Mitteleuropäische Zeit MEZ (UTC+1), im Sommer (vom letzten Sonntag im März 02:00 Uhr MEZ bis zum letzten Sonntag im Oktober 03:00 Uhr MESZ) die Mitteleuropäische Sommerzeit MESZ (UTC+2h).</p>
<p>Die Hälfte des Wiener Stadtgebiets ist <strong>Grünfläche</strong>, die aus Gärten, Parks, Wald und landwirtschaftlich genutzten Flächen besteht. 39 Prozent aller Wege in Wien werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt – ein Europarekord. Zudem ist die Stadt die einzige der Welt, die nennenswerten Weinbau innerhalb der Stadtgrenzen betreibt. Wien ist nicht nur Bundesland und Bundeshauptstadt, sondern auch eine eigenständige Weinregion mit einer Rebfläche von rund 700 Hektar (circa 80 Prozent Weißweinreben).</p>
<p>Nur 60 Kilometer von der slowakischen Hauptstadt Bratislava entfernt, spielt Wien nicht nur eine bedeutende Rolle in der 2003 gegründeten Europaregion Centrope, sondern auch im inter-nationalen Verkehrsnetz.  Große europäische Fernstraßen führen ebenso über Wien wie überregionale Eisenbahnlinien. Mit seinem neuen Hauptbahnhof hat Wien als moderner Knotenpunkt des transeuropäischen Schienennetzes zusätzlich an Bedeutung gewonnen.</p>
<p>Wien ist zudem eines der vier UNO-Hauptquartiere und Sitz zahlreicher internationaler Organisationen, etwa der OPEC (Organisation erdölexportierender Länder), OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), IAEO (Internationale Atomenergiebehörde) und UNIDO (Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung). Wien fungiert aufgrund seiner geografischen Lage für zahlreiche internationale Firmen als Sprungbrett in den Osten. Seit Jahren firmiert die Stadt konstant unter den Top 3 der internationalen Kongressmetropolen (Ranking der International Congress and Convention Association ICCA).</p>
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<h2>Hotels in Wien</h2>
<p><strong>Vom luxuriösen Fünf-Sterne-Superior-Haus bis zur preisgünstigen Budget-Unterkunft, vom altehrwürdigen Palais bis zum neuerrichteten Hostel ist für jeden etwas dabei.</strong></p>
<p><strong>Luxus – nicht nur im Zentrum</strong></p>
<p>Luxuriös logieren heißt in Wien meist im Herzen der Stadt wohnen. Vor allem am Ring reiht sich eine Nobelunterkunft an die andere, schließlich gibt es an dieser Wiener Prachtstraße die schönsten alten Palais. Im 1. Bezirk finden Wien-BesucherInnen jede Menge luxuriöser Hotels, ob Fünf-Sterne-Häuser, Fünf-Sterne-Superior-Hotels oder auch nicht klassifizierte Hotels, u. a. Imperial, Grand Hotel Wien, Bristol, Marriott Vienna, Sacher Wien, Le Méridien oder Palais Coburg Residenz. The Ritz-Carlton residiert in einem Ensemble aus mehreren Ringstraßen-Palais, Palais Hansen Kempinski Vienna bezog ebenfalls Quartier in einem altehrwürdigen Gebäude am Ring. Park Hyatt Vienna logiert in einem aufwändig restaurierten Prachtbau des Historismus in der Innenstadt, an den sich Wiens neue Luxus-Shoppingzone „Goldenes Quartier“ anschließt. Jüngster Neuzugang ist das Grand Ferdinand, das sich in einem Ringstraßen-Gebäude aus den 1950er-Jahren befindet. Die 188 Zimmer des Hotels am Schubertring verbinden zeitlose Eleganz mit zeitgemäßem Komfort.</p>
<p>Gleich gegenüber der Innenstadt, am Donaukanal, präsentiert sich Sofitel Vienna Stephansdom in einem vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel entworfenen spektakulären Hochhaus. Das Meliá Vienna hat sich in dem mit 250 Metern höchsten Gebäude Österreichs, dem von Dominique Perrault entworfenen Hochhaus DC Tower 1 im 22. Bezirk, angesiedelt. Das Hotelrestaurant und die Bar in den beiden obersten Stockwerken offerieren aufregende Ausblicke über die Stadt.</p>
<p>Seit 2014 können Wien-BesucherInnen auch im imperialen Umfeld nächtigen. Eine Wohnung im Osttrakt von Schloss Schönbrunn, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, wurde unter Beachtung des Denkmalschutzes zu einer 167 m² großen Hotelsuite umgebaut. Neben Maria-Theresia-Lüstern, Stuck und Damast im Stil der ehemaligen Sommerresidenz der Habsburger bietet die Schloss Schönbrunn Suite einen herrlichen Ausblick auf den Schönbrunner Schlosspark mit Gloriette und Neptunbrunnen.</p>
<p><strong>Toparchitekten und Stardesigner</strong></p>
<p>In der Kategorie Designhotel gibt es in Wien viel Interessantes und Originelles zu entdecken, etwa das The Guesthouse Vienna. Das Interieur des Hauses mit 39 Zimmern in bester Lage – vis-à-vis der Albertina – wurde vom britischen Designer Sir Terence Conran gestaltet. Auf das Thema Design setzen auch das Hotel Topazz und das Hotel Lamée im Herzen der Innenstadt, die jeweils gut 30 Zimmer und gehobenes Interieur bieten.</p>
<p>Ein Pionier auf dem Sektor Designhotel ist Das Triest. Der einstige Pferdebahnhof für die Postkutschen zwischen Wien und Triest wurde 1996 nach den Plänen von Sir Terence Conran zum Hotel umgebaut. Gegenüber vom Stephansdom befindet sich in einem Gebäude des renommierten österreichischen Architekten Hans Hollein das Do &amp; Co Hotel Vienna, zu dessen Highlights ein Restaurant über den Dächern von Wien zählt. Das Boutique-Hotel Hollmann Beletage offeriert in einem schönen Gründerzeithaus 26 Zimmer, eine Lobby mit Kamin und Klavier, eine Bibliothek sowie ein kleines Spa-Séparée.</p>
<p>Wer auf der Suche nach einer individuellen Bleibe ist, sollte ruhig auch den Blick über die Innenstadt hinaus schweifen lassen. Am Spittelberg im siebten Bezirk, einem der ältesten Stadtviertel Wiens, befindet sich in einem Patrizierhaus das Designhotel Altstadt Vienna, in dem der italienische Architekt Matteo Thun acht Zimmer und die österreichische Modedesignerin Lena Hoschek eine Suite gestalteten. Dem Thema Wein widmet sich das Rathaus Wein &amp; Design im achten Bezirk, seine Zimmer und die Mini-Bars sind jeweils einem österreichischen Top-Winzer gewidmet. Ebenfalls im achten Bezirk verwandelte The Levante ein Jugendstil-Gebäude in ein Designhotel, in dem sich die klare Architektur von einst geschickt mit moderner Ausstattung verbindet.</p>
<p>In der Nähe von Wiens großem Kulturareal MuseumsQuartier befindet sich das 25hours Hotel Wien. Das ehemalige Studentenheim punktet mit origineller Einrichtung, die sich an der Welt des Zirkus orientiert, und einer schönen Aussichtsterrasse samt Bar. Gegenüber vom MuseumsQuartier bietet das luxuriöse Hotel Sans Souci Wien von Philip Starck gestaltetes Interieur. Gleich beim jüngsten Hot-Spot der Stadt, dem neuen Wiener Hauptbahnhof, logiert in einem ehemaligen Bürogebäude aus den 1960er-Jahren das Hotel Daniel Vienna mit seinem „smart luxury“-Konzept.</p>
<p><strong>Günstig übernachten, ungewöhnlich logieren</strong></p>
<p>Preisgünstige Alternativen zum Übernachten in Wien bieten Hostels und Low-Budget-Unterkünfte, die durchaus auch gehobenere Designansprüche befriedigen und meist zentral gelegen sind. Die deutsche Low-Budget-Kette Motel One betreibt in Wien vier Standorte, das jüngste und mit 1.066 Betten größte Haus befindet sich am Wiener Hauptbahnhof. Meininger Hotels hat in Wien insgesamt drei Standorte (Nähe Hauptbahnhof und 2. Bezirk) und die österreichische Hostel-Kette Wombats drei Häuser, davon eines am beliebten Naschmarkt. Roomz Vienna macht seine Lage in einem Außenbezirk durch eine gute U-Bahn-Anbindung ins Zentrum wett.</p>
<p>Wer einmal anders in Wien logieren möchte, kann das zum Beispiel in den Suiten des „Grätzlhotel“. Die von einem jungen Architektenteam zu Hotelzimmern umgewandelten einstigen Gassenlokale befinden sich unweit des neuen Hauptbahnhofs im 4. Bezirk, beim Karmelitermarkt im 2. Bezirk und beim Meidlinger Markt im 12. Bezirk, weitere Standorte sollen folgen. In Wohnungen fiktiver Wiener Persönlichkeiten logiert man bei Chez Cliché. Die Appartements sind zentral gelegen und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Das Magdas Hotel, ein ehemaliges Seniorenheim beim grünen Prater, ist ein Sozialprojekt der Caritas Wien. Das Budget-Hotel wird von Branchenprofis gemeinsam mit Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern geführt.</p>
<p>Zwischen den Extremen Luxus und Budget hat Wien natürlich auch zahlreiche gemütliche, familiäre Pensionen und feine Hotels im Programm. Hotels aller Kategorien können auf <em>www.wien.info</em> zu tagesaktuellen Preisen online gesucht und gebucht werden. Wer lieber telefoniert, kann sich seine Unterkunft in Wien bei Wien-Hotels &amp; Info (Tel. +43-1-24 555) reservieren.</p>
<h2>Adressen</h2>
<p><em>25hours Hotel Wien, Lerchenfelder Straße 1-3, 1070 Wien, <a href="http://www.25hours-hotels.com/wien">www.25hours-hotels.com/wien</a></em></p>
<p><em>Altstadt Vienna, Kirchengasse 41,1070 Wien, <a href="http://www.altstadt.at">www.altstadt.at</a></em></p>
<p><em>Bristol, Kärntner Ring 1, 1010 Wien, <a href="http://www.bristolvienna.com">www.bristolvienna.com</a></em></p>
<p><em>Chez Cliché, <a href="http://www.chez-cliche.at">www.chez-cliche.at</a></em></p>
<p><em>Hotel Daniel Vienna, Landstraßer Gürtel 5, 1030 Wien, <a href="http://www.hoteldaniel.com/vienna">www.hoteldaniel.com/vienna</a></em></p>
<p><em>Do &amp; Co Hotel Vienna, Stephansplatz 12, 1010 Wien, </em><a href="http://www.doco.com"><em>www.doco.com</em></a></p>
<p><em>Grätzlhotel, <a href="http://www.graetzlhotel.com">www.graetzlhotel.com</a></em></p>
<p><em>Grand Ferdinand, Schubertring 10-12, 1010 Wien, <a href="http://www.grandferdinand.com">www.grandferdinand.com</a></em></p>
<p><em>Grand Hotel Wien, Kärntner Ring 9, 1010 Wien, <a href="http://www.grandhotelwien.com">www.grandhotelwien.com</a></em></p>
<p><em>The Guesthouse Vienna, Führichgasse 10, 1010 Wien, <a href="http://www.theguesthouse.at"><span style="color: #0000ff;">www.theguesthouse.at</span></a></em></p>
<p><em>Hollmann Beletage, Köllnerhofgasse 6, 1010 Wien, <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://www.hollmann-beletage.at">www.hollmann-beletage.at</a></span></em></p>
<p><em>Imperial, Kärntner Ring 16, 1010 Wien, <a href="http://www.imperialvienna.com">www.imperialvienna.com</a></em></p>
<p><em>Hotel Lamée, Rotenturmstraße 15, 1010 Wien, <a href="http://www.hotellamee.com">www.hotellamee.com</a></em></p>
<p><em>Magdas Hotel, Laufbergergassse 12, 1020 Wien, <a href="http://www.magdas-hotel.at">www.magdas-hotel.at</a></em></p>
<p><em>Le Méridien, Opernring 13, 1010 Wien, </em><a href="http://www.lemeridienvienna.com">www.lemeridienvienna.com</a></p>
<p><em>The Levante Parliament, Auerspergstraße 9, 1080 Wien, <a href="http://www.thelevante.com">www.thelevante.com</a></em></p>
<p><em>Marriott Vienna, Parkring 12a, 1010 Wien, <a href="http://www.viennamarriott.at">www.viennamarriott.at</a></em></p>
<p><em>Meininger Hotels Wien, <a href="http://www.meininger-hotels.com">www.meininger-hotels.com</a></em></p>
<p><em>Meliá Vienna, Donau-City-Straße 7, 1220 Wien, </em><a href="http://www.meliahotels.com/"><em>www.meliahotels.com</em></a></p>
<p><em>Motel One Wien-Westbahnhof, Europaplatz 3, 1150 Wien, <a href="http://www.motel-one.com">www.motel-one.com</a></em></p>
<p><em>Motel One Wien-Prater, Ausstellungsstraße 40, 1020 Wien, <a href="http://www.motel-one.com">www.motel-one.com</a></em></p>
<p><em>Motel One Wien-Staatsoper, Elisabethstraße 3-5, 1010 Wien, <a href="http://www.motel-one.com">www.motel-one.com</a></em></p>
<p><em>Motel One Wien-Hauptbahnhof, Gerhard-Bronner-Straße 7-9, 1100 Wien, <a href="http://www.motel-one.com">www.motel-one.com</a></em></p>
<p><em>Palais Coburg Residenz, Coburgbastei 4, 1010 Wien, Tel. <a href="http://www.palais-coburg.com">www.palais-coburg.com</a></em></p>
<p><em>Palais Hansen Kempinski Vienna, Schottenring 24, 1010 Wien, <a href="http://www.kempinski.com/wien">www.kempinski.com/wien</a></em></p>
<p><em>Park Hyatt Vienna, Am Hof 2, 1010 Wien, <a href="http://www.vienna.park.hyatt.com">www.vienna.park.hyatt.com</a></em></p>
<p><em>Rathaus Wein &amp; Design, Lange Gasse 13, 1080 Wien, <a href="http://www.hotel-rathaus-wien.at"><span style="color: #0000ff;">www.hotel-rathaus-wien.at</span></a></em></p>
<p><em>The Ring, Kärntner Ring 8, 1010 Wien, <a href="http://www.theringhotel.com">www.theringhotel.com</a></em></p>
<p><em>The Ritz-Carlton, Vienna, Schubertring 5-7, 1010 Wien, <a href="http://www.ritzcarlton.com/vienna">www.ritzcarlton.com/vienna</a></em></p>
<p><em>Roomz Vienna, Paragonstraße 1, 1110 Wien, </em><a href="http://www.roomz-vienna.com"><em>www.roomz-vienna.com</em></a></p>
<p><em>Sacher Wien, Philharmonikerstraße 4, 1010 Wien, <a href="http://www.sacher.com"><span style="color: #0000ff;">www.sacher.com</span></a></em></p>
<p><em>Hotel Sans Souci Wien, Museumstraße 1, 1070 Wien, <a href="http://www.sanssouci-wien.com">www.sanssouci-wien.com</a></em></p>
<p><em>Schloss Schönbrunn Suite, Schloss Schönbrunn, 1130 Wien, <a href="http://www.thesuite.at">www.thesuite.at</a></em></p>
<p><em>Sofitel Vienna Stephansdom, Praterstraße 1, 1020 Wien, <a href="http://www.sofitel-vienna-stephansdom.com">www.sofitel-vienna-stephansdom.com</a></em></p>
<p><em>Hotel Topazz, Lichtensteg 3, 1010 Wien, <a href="http://www.hoteltopazz.com">www.hoteltopazz.com</a></em></p>
<p><em>Das Triest, Wiedner Hauptstraße 12, 1040 Wien, <a href="http://www.dastriest.at">www.dastriest.at</a></em></p>
<p><em>Wombats City Hostels, <a href="http://www.wombats-hostels.com">www.wombats-hostels.com</a></em></p>
<p><strong>Ausgezeichnete Gourmet-Restaurants</strong></p>
<p>Neun Restaurants sind in Wien aktuell vom Guide Michelin ausgezeichnet, darunter drei Restaurants mit jeweils zwei Sternen:</p>
<p><strong>Restaurant Steirereck</strong></p>
<p>2 Guide-Michelin-Sterne</p>
<p>Am Heumarkt 2a</p>
<p>1030 Wien</p>
<p>+43 1 <a href="tel:+43%201%20713%2031%2068">713 31 68</a></p>
<p>Mo-Fr 11.30-14.30 Uhr, ab 18.30 Uhr</p>
<p><a href="http://www.steirereck.at">www.steirereck.at</a></p>
<p>Heinz Reitbauer präsentiert zeitgemäße österreichische Küche auf höchstem Niveau mit Produkten aus der Umgebung.</p>
<p><strong>Silvio Nickol Gourmet Restaurant Palais Coburg</strong></p>
<p>2 Guide-Michelin-Sterne</p>
<p>Coburgbastei 4</p>
<p>1010 Wien</p>
<p>+43 1 518 18-800</p>
<p>Di-Sa 18-23 Uhr</p>
<p><a href="http://www.palais-coburg.com">www.palais-coburg.com</a></p>
<p>Silvio Nickol präsentiert im Palais Coburg Genusskultur auf höchstem Niveau – in einem besonders exklusiven Ambiente.</p>
<p><strong>Mraz &amp; Sohn</strong></p>
<p>2 Guide-Michelin-Sterne</p>
<p>Wallensteinstraße 59</p>
<p>1200 Wien</p>
<p>+43 1 330 45 94</p>
<p>Mo-Fr 19-0 Uhr</p>
<p><a href="http://www.mraz-sohn.at">www.mraz-sohn.at</a></p>
<p>Moderne und kreative Küche der Familie Mraz in unprätentiöser Gegend mit wunderbarem Gastgarten.</p>
<p><strong>Restaurant Opus Hotel Imperial</strong></p>
<p>1 Guide-Michelin-Stern</p>
<p>Kärntner Ring 16</p>
<p>1010 Wien</p>
<p>+43 1 501 10 389</p>
<p>Mo-So 18-0 Uhr</p>
<p><a href="http://www.restaurant-opus.at">www.restaurant-opus.at</a></p>
<p>Im Interieur von Josef Hoffmann aus den 1930er-Jahren serviert man exquisit leichte Gerichte österreichischer Küche, inspiriert von globalen Trends.</p>
<p><strong>Le Ciel by Toni Mörwald</strong></p>
<p>1 Guide–Michelin-Stern</p>
<p>Kärntner Ring 9</p>
<p>1010 Wien</p>
<p>+43 1 515 80 9100</p>
<p>Di-Sa 12-15 Uhr und 19-0 Uhr</p>
<p><a href="http://www.leciel.at">www.leciel.at</a></p>
<p>Im Le Ciel werden französische und internationale Gerichte mit österreichischen Komponenten vereint.</p>
<p><strong>Walter Bauer</strong></p>
<p>1 Guide-Michelin-Stern</p>
<p>Sonnenfeslgasse 17</p>
<p>1010 Wien</p>
<p>+43 1 512 98 71</p>
<p>Mo-Fr 18-0 Uhr</p>
<p>Di-Fr 12-14 Uhr</p>
<p>In dem kleinen Restaurant von Walter Bauer sind immer Spitzenköche am Werk. Derzeit gibt es Edelküche auf französischem Niveau.</p>
<p><strong>Restaurant Konstantin Filippou</strong></p>
<p>1 Guide-Michelin-Stern</p>
<p>Dominikanerbastei 17</p>
<p>1010 Wien</p>
<p>+43 1 512 22 29</p>
<p>Mo-Fr 12-15 Uhr und 18.30-0 Uhr</p>
<p>www.konstantinfilippou.com</p>
<p>Starkoch Konstantin Filippou setzt in seinem Restaurant auf moderne Qualitätsküche mit persönlicher Handschrift. Das Ambiente ist bewusst schnörkellos gehalten.</p>
<p><strong>Restaurant Edvard im Palais Hansen Kempinski</strong></p>
<p>1 Guide-Michelin-Stern</p>
<p>Schottenring 24</p>
<p>1010 Wien</p>
<p>+43 1 236 1000 8082</p>
<p>Di-Sa 18-22 Uhr</p>
<p><a href="http://www.kempinski.com/vienna">www.kempinski.com/vienna</a></p>
<p>Chefkoch Anton Pozeg bietet hervorragende Gerichte auf hohem, internationalem Niveau mit regionalen und saisonalen Komponenten.</p>
<p><strong>Tian</strong></p>
<p>1 Guide-Michelin-Stern</p>
<p>Himmelpfortgasse 23</p>
<p>1010 Wien</p>
<p>+43 1 890 46 65</p>
<p>Di-Sa 12-0 Uhr (Küchenzeiten Di-Sa 12-14.30 Uhr und 18-21.30 Uhr)</p>
<p><a href="http://www.tian-vienna.com">www.tian-vienna.com</a></p>
<p>Das vegetarische Edel-Restaurant zeigt die Vielfalt der fleischlosen Küche auf hohem Niveau. Hier wird unter dem Motto „Experience Taste“ mit ungewöhnlichen und gesunden Zutaten gekocht.</p>
<hr />
<h2>Neuigkeiten und Veranstaltungen</h2>
<h3>EuroPride: Insider-Tipps von Tamara Mascara</h3>
<p>Die EuroPride: Persönlichkeiten der LGBT-Community verraten dazu ihre ganz persönlichen WienTipps.</p>
<p>Tamara Mascara ist Drag Queen, DJ und vertreibt ihre Luxury Eyelash Collection über ihren Online Shop.<br />
<a href="http://www.tamaramascara.com/">www.tamaramascara.com</a></p>
<p><strong>Mein Lieblingsort:</strong></p>
<p>Ich habe viele Lieblingsorte in Wien. Ich bin hier aufgewachsen und kenne die Stadt und ihre Eigenheiten sehr gut. Der Wiener Prater ist einer meiner Lieblingsorte. Das Angebot an Erholungsgebieten und Grünflächen, und natürlich der Wurstelprater mit seinen Fahrgeschäften und Restaurants. Der Prater verströmt immer noch das Flair eines Jahrmarkts zur Jahrhundertwende.</p>
<p>Prater, 1020 Wien, <a href="http://www.prateraktiv.at/">www.prateraktiv.at</a></p>
<p><strong>Mein Kultur-Tipp:</strong></p>
<p>Wien ist das ganze Jahr voller kultureller Highlights. Ich liebe die zwei großen Museen am Ring, besonders das Naturhistorische Museum mit seiner Sammlung an tausenden Taxidermien liebe ich sehr. Die Hermesvilla, etwas außerhalb der Stadt, ist für mich einer der schönsten Orte Österreichs. Besonders im Herbst und im Winter ist es dort wie verzaubert.</p>
<p>Naturhistorisches Museum, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien, <a href="http://www.nhm-wien.ac.at/">www.nhm-wien.ac.at</a><br />
Hermesvilla, Lainzer Tiergarten, 1130 Wien, <a href="http://www.wienmuseum.at/">www.wienmuseum.at</a></p>
<p>Mein Community-Tipp:</p>
<p>Die größte Gay Party Österreichs „The Circus“: Ich eröffne diese Party dreimal im Jahr mit einer opulenten Bühnenshow, es gibt verschiedene Floors, viele Performer und internationale DJs.</p>
<p><a href="http://www.thecircus.at/">www.thecircus.at</a></p>
<p><strong>Mein kulinarischer Tipp:</strong></p>
<p>Ich mag österreichische Küche sehr gerne, das Schweizerhaus ist eines meiner Lieblingsrestaurants und befindet sich ebenfalls im Prater! Die Labstelle im ersten Bezirk finde ich für etwas feinere Abende perfekt.</p>
<p>Schweizerhaus, Prater 116, 1020 Wien, <a href="http://www.schweizerhaus.at/">www.schweizerhaus.at</a><br />
Labstelle Wien, Lugeck 6, 1010 Wien, <a href="http://www.labstelle.at/">www.labstelle.at</a></p>
<p>Mein Shopping-Tipp:</p>
<p>Die besten Shops sind rund um die Mariahilfer Straße. Am besten nimmt man sich einen ganzen Tag Zeit und flaniert durch die Gassen und Läden.</p>
<ul>
<li><a href="http://europride2019.wien.info/">wien.info</a></li>
<li><a href="http://lgbt.wien.info/">wien.info</a></li>
<li><a href="http://www.facebook.com/LGBTVienna">facebook.com/LGBTVienna</a></li>
</ul>
<hr />
<h3>100 Jahre Rotes Wien</h3>
<p><strong>Die Jahre 1919 bis 1934 waren in Wien von umfangreichen Sozialreformen und großen Wohnbauprojekten geprägt.<br />
</strong></p>
<p>Die Jahre 1919 bis 1934 gingen in die österreichische Geschichtsschreibung als die Zeit des Roten Wien ein. Die mit absoluter Mehrheit gewählten Sozialdemokraten regierten die Stadt (und stellen übrigens seit 1945 wieder ununterbrochen den Bürgermeister und die Mehrheit im Gemeinderat). Zu den wichtigsten und bis in die Gegenwart wirkenden Errungenschaften des „Roten Wien“ zählt neben umfangreichen Reformen in der Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik vor allem der soziale Wohnbau, mit dem die extreme Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg bekämpft wurde.</p>
<p>Eine Ikone unter den Bauprojekten des „Roten Wien“ ist der imposante Karl-Marx-Hof im 19. Bezirk, der auch als Versailles der Arbeiter bezeichnet wird. Dieser Gemeindebau ist über einen Kilometer lang und beherbergt rund 1.300 Wohnungen sowie zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen. Im ehemaligen Brausebad und Wasserdepot des Karl-Marx-Hof ist heute eine Dauerausstellung eingerichtet. Das Rote Wien im Waschsalon informiert über Geschichte, Programm und Persönlichkeiten dieser Epoche, über Bautätigkeit, Bildungs- und Kulturangebot sowie Festkultur.</p>
<hr />
<h3>Gourmettreffen im Park</h3>
<p><strong>Bummeln und verweilen, verkosten und genießen: Das Genuss-Festival im Stadtpark ist ein kulinarisches Highlight des Wiener Frühlings.</strong></p>
<p>Eine wunderschöne Location und ein hochklassiges Angebot: Das Wiener Genuss-Festival lädt zu einem kulinarischen Wochenende. Im gepflegten und weitläufigen Stadtpark an der Wiener Ringstraße bauen rund 190 Produzenten und Manufakturen ihre Zelte und Marktstände auf. Sie bieten, so das Versprechen des Festivals, das Allerbeste aus Österreich in Sachen Lebensmittel, Feinkost und Spezialitäten.</p>
<p>Die drei Gourmet-Tage im frühlingshaften Grünen eignen sich perfekt fürs ausgiebige Gustieren und gemütliche Probieren. Die kulinarischen Köstlichkeiten können gleich vor Ort genossen oder für Zuhause gekauft werden. Geöffnet ist am Freitag von 11 bis 21 Uhr, am Samstag von 10 bis ebenfalls 21 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr, der Eintritt ist frei.</p>
<ul>
<li>Genuss-Festival, Stadtpark, Parkring, 1010 Wien, <a href="http://www.genuss-festival.at/">genuss-festival.at</a></li>
</ul>
<hr />
<h3>Neues aus der Wiener Gastronomie</h3>
<p><strong>Eine Weinbar am Naschmarkt, ein Spezialgeschäft für Hobby-BäckerInnen, ein Biergarten im Grünen, einige Neuübernahmen und spannende Restaurantprojekte: eine Übersicht über die jüngsten Bewegungen in der Wiener Gastronomieszene.</strong></p>
<p>Am Wiener Naschmarkt gibt es nicht nur feine Lebensmittel, sondern auch eine lebendige Gastronomieszene. Zu dieser gehört seit kurzem die Bar Krawall. Zu deren umfangreicher Weinkarte gesellen sich kulinarische Spezialitäten vom Bison, Wasserbüffel, Yak und Wild, exquisite Käse von der Wiener Käserei Lingenhel sowie das ausgezeichnete Joseph Brot. Die Wiener Café- und Konditoreikette Aida hat sich für ihre neueste Filiale im 4. Bezirk eine besondere Lokalität ausgesucht. In den prunkvollen Räumlichkeiten einer ehemaligen Hutmanufaktur aus der Jahrhundertwende werden Melange und Cremeschnitte serviert. Ein Vertreter der jungen Wiener Kaffeebrauergeneration ist unter die Kaffeeröster gegangen. Jonas Reindl Coffee Roasters hat sich im 7. Bezirk angesiedelt, schon länger besteht das Café im 9. Bezirk nahe der Universität. Kruste&amp;Krume Greißlerei nennt sich ein neues Spezialgeschäft rund ums Brotbacken im 4. Bezirk. Es offeriert hochwertige Mehle, jede Menge Zutaten und Werkzeuge sowie Kurse für Hobby-BäckerInnen. Die erste „Mehl-Greißlerei“ Österreichs organsiert auch ein großes Brotfestival, das  mit den besten BäckerInnen Österreichs und Gästen aus den Nachbarländern in der Wiener Marx-Halle stattfindet.</p>
<p>Wilde Ehe heißt ein neues Restaurant in einem Jahrhundertwendehaus im 18. Bezirk. Es liegt in der Nähe des beliebten Kutschkermarkts, von dem viele Bio-Zutaten für das Speisenangebot kommen. Das Restaurant „Gaumenspiel“ im 7. Bezirk wurde neu übernommen, die Küche des Stellas tendiert in Richtung mediterran und asiatisch, auch österreichisch inspirierte Speisen werden angeboten. Das Alt-Wiener Wirtshaus Buchecker &amp; Sohn einen neuen Standort im 4. Bezirk. Das auf klassische Wiener Küche spezialisierte Gasthaus bezieht ein vormals von Haubenkoch Christian Petz betriebenes Lokal in der Gußhausstraße nahe dem Karlsplatz.  2019 eröffnete die Hilton-Gruppe ihr neues Hotel Andaz Vienna Am Belvedere im 10. Bezirk. Sein Restaurant Eugen 21 versteht sich als Hotspot für FleischliebhaberInnen und bezieht sich in der Namensgebung auf Prinz Eugen von Savoyen, der das benachbarte Obere Belvedere als seine Sommerresidenz errichten ließ. Drinks und schöne Aussichten auf die Stadt offeriert die Rooftop-Bar Aurora des neuen Luxushotels.</p>
<p>Zu den zahlreichen tollen Bäckereien Wiens gesellt sich die Dampfbäckerei Öfferl. Das köstliche Brot und Gebäck dieser niederösterreichischen Bäckerei wird in Wiens Spitzengastronomie serviert und ist demnächst in einem eigenen Geschäft samt Schaubäckerei in bester Innenstadtlage zu kaufen. Der Donauturm im 22. Bezirk ist mit seinen 252 Metern Höhe ein beliebter Wiener Aussichtspunkt. Zu seinem sich beständig drehenden Restaurant in 170 Metern Höhe gesellt sich nun am Fuße des Turms das Donaubräu samt großem Gastgarten im grünen Donaupark.</p>
<ul>
<li>Bar Krawall, Naschmarkt Stand 975, 1060 Wien, <a href="http://www.facebook.com/Barkrawall">facebook.com/Barkrawall</a></li>
<li>Aida, Wiedner Hauptstraße 15, 1040 Wien, <a href="http://www.aida.at/">aida.at</a></li>
<li>Jonas Reindl Coffee Roasters, Westbahnstraße 13, 1070 Wien, <a href="http://www.jonasreindl.at/">jonasreindl.at</a></li>
<li>Kruste&amp;Krume Greißlerei, Heumühlgasse 3, 1040 Wien, <a href="http://krusteundkrume.at/">at</a></li>
<li>Kruste&amp;Krume Brotfestival, Marx-Halle, 1030 Wien,</li>
<li>Wilde Ehe, Kutschkergasse 22, 1180 Wien, <a href="http://www.wildeehe.org/">wildeehe.org</a></li>
<li>Stellas, Zieglergasse 54, 1070 Wien, <a href="http://www.stellas.at/">stellas.at</a></li>
<li>Buchecker &amp; Sohn im Gußhaus, Gußhausstraße 23, 1040 Wien, <a href="http://www.gasthaus-bucheckerundsohn.at/">gasthaus-bucheckerundsohn.at</a></li>
<li>Eugen 21, Andaz Vienna Am Belvedere, Arsenalstraße 10, 1100 Wien, <a href="http://www.andazviennaambelvedere.com/">andazviennaambelvedere.com</a></li>
<li>The LaLa, Neustiftgasse 23, 1070 Wien, <a href="http://www.the-lala.com/">the-lala.com</a></li>
<li>Dampfbäckerei Öfferl, Wollzeile 31, 1010 Wien, <a href="http://oefferl.bio/">bio</a></li>
<li>Donaubräu, Donauturm, Donauturmstraße 4, 1220 Wien, <a href="http://www.donauturm.at/">donauturm.at</a></li>
<li>Dstrict Steakhouse, The Ritz-Carlton Vienna, Schubertring 5-7, 1010 Wien, <a href="http://www.ritzcarlton.com/">ritzcarlton.com</a></li>
</ul>
<hr />
<h2>Bildergalerie</h2>
<p>
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</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wien &#8211; der Architektur- und Designführer</title>
		<link>https://reisewiki.at/wien-architektur-design-reisefuehrer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2016 08:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[Wiens 2000-jährige Geschichte ist in einzigartiger Dichte im Stadtbild gegenwärtig. Der Grundriss des Zentrums geht auf die Römerstadt und das mittelalterliche Straßennetz zurück. Romanische und <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wien-architektur-design-reisefuehrer/" title="Wien &#8211; der Architektur- und Designführer">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wiens 2000-jährige Geschichte ist in einzigartiger Dichte im Stadtbild gegenwärtig. Der Grundriss des Zentrums geht auf die Römerstadt und das mittelalterliche Straßennetz zurück. Romanische und gotische Kirchen prägen die Straßen und Plätze ebenso wie Paläste und Bürgerhäuser der barocken Residenzstadt. Die Ringstraße ist Ausdruck der modernen Großstadt des 19. Jahrhunderts, im 20. Jahrhundert setzten ausgedehnte Wohnhausanlagen Akzente in den äußeren Bezirken. Aktuell werden groß angelegte städtebauliche Maßnahmen umgesetzt; markante Bauten internationaler Star-Architekten ergänzen die Silhouette der Stadt.</strong></p>
<p>Durch seine Funktion als Residenz des Kaisers und europäisches Machtzentrum stand Wien jahrhundertelang im Fokus internationaler Aufmerksamkeit, war sich seiner besonderen Rolle aber auch bewusst. Dadurch entwickelte sich eine herausragende Baukultur, und noch heute können nur wenige Städte weltweit mit einer vergleichbaren Dichte an hochwertiger Architektur aufwarten. Seit mehreren Jahren bemüht sich Wien verstärkt, an seine historischen Höhepunkte anzuschließen und macht mit teils spektakulären Neubauten auf sich aufmerksam. Die am schnellsten wachsende Großstadt im deutschsprachigen Raum setzt heute vor allem im Wohnbau weltweit beachtete Maßstäbe. Konstanten der Wiener Architektur sind die Rücksicht auf gewachsene Strukturen, das Spürbarmachen historischer Schichten und der Dialog von Alt und Neu.</p>
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<p><strong>Höhepunkt mittelalterlicher Baukunst: der Stephansdom</strong></p>
<p>Das älteste architektonische Wahrzeichen der Stadt ist der Stephansdom. Unter der Herrschaft der Habsburger, die das Gesicht der Stadt vom späten 13. Jahrhundert bis 1918 entscheidend prägten, wurde der Dom zum sakralen Denkmal für die politischen Ambitionen des Herrscherhauses ausgebaut. Der 1433 vollendete, 137 Meter hohe Südturm, von den Wienern liebevoll „Steffl“ genannt, ist ein Meisterwerk spätgotischer Architektur in Europa. Jahrzehntelang war er das höchste steinerne Bauwerk Europas, bis heute ist er der unangefochtene Mittelpunkt der Stadt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1119" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/Stephansdom_1464094288.jpg" alt="Stephansdom" width="424" height="565" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/Stephansdom_1464094288.jpg 480w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/05/Stephansdom_1464094288-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 424px) 100vw, 424px" /></p>
<hr />
<h2><strong>Die barocke Residenzstadt</strong></h2>
<p>Wiens Aufstieg in die Reihe der großen europäischen Hauptstädte begann im Barock. Zu den bedeutendsten Baumeistern zählten Johann Bernhard Fischer von Erlach und Johann Lucas von Hildebrandt. Außerhalb der Stadtmauern entstand eine Kette von Sommerpalästen, darunter das Gartenpalais Schwarzenberg (1697-1704) sowie das Obere und Untere Belvedere des Prinzen Eugen von Savoyen (1714-22). Zu den bedeutendsten Stadtpalästen zählen das Winterpalais des Prinzen Eugen (1695-1724; heute Außenstelle des Belvedere) und das Palais Daun-Kinsky (1713-19; Auktionshaus Im Kinsky). Der Kaiser selbst ließ die Hofburg durch Bauten wie die Hofbibliothek (1722-26) und die Winterreitschule (1729-34) ergänzen. Wichtiger war den Habsburgern jedoch die Stiftung von Kirchen und Klöstern. So entstand vor den Mauern der Stadt Fischer von Erlachs Karlskirche (1714-39), die mit ihrer formal und inhaltlich komplexen Schaufassade zu den Hauptwerken des europäischen Barock zählt. In farbigen Innenräumen wie jenem der Peterskirche (1701-22) wird das zeitgenössische Bemühen um die Synthese von Architektur, Malerei und Skulptur sichtbar.</p>
<p><figure style="width: 446px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3365/thumb_preview_8fd1b5c7-b498-4818-a09a-435a34d4a371.jpg" alt="Karlskirche am Abend" width="446" height="660" data-ab-color="rgb(47,77,147)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Karlskirche am Abend © Österreich Werbung, Fotograf: Kalmar</figcaption></figure></p>
<p><strong>Ausbau zur Metropole: die Ringstraßen-Zeit</strong></p>
<p>Seit dem Barock wurden Überlegungen zur Erweiterung der hoffnungslos überfüllten Stadt angestellt, doch erst Kaiser Franz Joseph befahl 1857 die Abtragung der Befestigungsanlagen und die Verbindung der Inneren Stadt mit den Vorstädten. 1865 wurde die Ringstraße eröffnet. Sie ist als bedeutendster Prachtboulevard Europas eine städtebauliche und architektonische Leistung höchsten Ranges. Die originale Bausubstanz ist fast vollständig erhalten und vermittelt damit das authentische Bild einer Metropole des 19. Jahrhunderts. Die öffentlichen Repräsentationsbauten sprechen, ganz im Sinne des Historismus, durch ihren Stil: Die griechisch-antiken Formen von Theophil Hansens Parlament (1871-83) standen für Demokratie, die Renaissance der von Heinrich Ferstel erbauten Universität (1873-84) für die Blüte des Humanismus, die Gotik des Rathauses (1872-83) von Friedrich Schmidt für den mittelalterlichen Bürgerstolz.</p>
<p>Dominierend blieben die Bauten des Kaiserhauses: Eduard van der Nüll und August Sicardsburgs Opernhaus (1863-69) Gottfried Sempers und Carl Hasenauers Burgtheater (1874-88), ihr Kunsthistorisches und Naturhistorisches Museum (1871-91) sowie die Neue Hofburg (1881-1918). Zugleich war die Ringstraße bevorzugtes Wohngebiet des zumeist jüdischen Großbürgertums. Mit luxuriösen Palästen machten Familien wie Ephrussi, Epstein oder Todesco deutlich, dass sie die kulturelle Führungsrolle in der Wiener Gesellschaft übernommen hatten. Im Rahmen der Weltausstellung des Jahres 1873 präsentierte sich das neue Wien einem internationalen Publikum. An der Ringstraße wurden zahlreiche Hotels eröffnet, darunter das Hotel Imperial und das heutige Palais Hansen Kempinski.</p>
<p><figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/93/thumb_preview_1e50b6e1-3f8d-43f5-94a5-1aad83bdd28d.jpg" alt="Staatsoper in Wien" width="880" height="585" data-ab-color="rgb(8,11,10)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Staatsoper in Wien. Ringstraße bei Nacht. © Österreich Werbung, Fotograf: Viennaslide</figcaption></figure></p>
<p><strong>Laboratorium der Moderne: Wien um 1900</strong></p>
<p>Zu den letzten Bauten im Ringstraßenbereich zählte Otto Wagners Postsparkasse (1903-06), die mit ihrer von Ornament befreiten, nur mit „funktionalen“ Aluminiumknöpfen geschmückten Fassade und dem gläsernen Kassensaal heute zu den Ikonen der Architektur der Moderne zählt. Wie kein Zweiter stand Otto Wagner für den Aufbruch ins 20. Jahrhundert: Seine Stadtbahnbauten machten den öffentlichen Verkehr der Großstadt zu einem Thema der Architektur, die Kirche der Nervenheilanstalt am Steinhof (1904-07) gilt als erste moderne Kirche.</p>
<p>Mit seiner konsequenten Ausrichtung auf die Funktion eines Gebäudes („Etwas Unpraktisches kann nicht schön sein“) prägte Wagner eine ganze Generation von Architekten und machte Wien zum Laboratorium der Moderne. Neben Joseph Maria Olbrich, dem Erbauer der Secession (1897/98) und Josef Hoffmann, dem Architekten des am westlichen Stadtrand gelegenen Sanatorium Purkersdorf (1904) und Begründer der Wiener Werkstätte (1903) ist vor allem Adolf Loos zu nennen, der mit dem Looshaus am Michaelerplatz (1909-11) Architekturgeschichte schrieb. Die verschwenderische Marmorverkleidung der Geschäftszone steht in maximalem, aus der Funktion abgeleiteten Kontrast zur dekorlosen Fassade darüber, wodurch ihre „Nacktheit“ noch offensichtlicher wurde – eine Provokation, ebenso wie seine kulturkritischen Texte („Ornament und Verbrechen“), mit denen er größten Einfluss auf die Architektur des 20. Jahrhunderts nahm. Öffentliche Aufträge blieben Loos verwehrt. Zu seinen wichtigsten Werken zählen daher Villen, Wohnungseinrichtungen und Geschäftslokale wie der noch im Originalzustand erhaltene Schneidersalon Kniže am Graben (1910-13) und die restaurierte Loos-Bar (1908/09) nahe der Kärntnerstraße.</p>
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<h2><strong>Zwischen den Kriegen</strong></h2>
<p><strong>internationale Moderne und sozialer Wohnbau </strong></p>
<p>Nach dem Zerfall der Monarchie im Jahr 1918 wurde Wien Hauptstadt des neu gebildeten Kleinstaates Österreich. Im Herzen der Stadt errichteten die Architekten Theiss &amp; Jaksch 1931/32 das erste Hochhaus Wiens als exklusive Wohnadresse (Herrengasse 6-8). Zur Bekämpfung der Wohnungsnot der breiten Bevölkerung ließ die sozialdemokratische Stadtregierung in einem weltweit einzigartigen Bauprogramm innerhalb weniger Jahre 60.000 Wohnungen in hunderten Wohnhausanlagen im gesamten Stadtgebiet errichten, darunter den bekannten Karl Marx-Hof von Karl Ehn (1925-30). Eine Alternative zum Geschoßwohnbau wurde mit der 1932 eröffneten Werkbundsiedlung vorgestellt, an der 31 Architekten aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Holland und den USA teilnahmen und Modelle für leistbares Wohnen im Grünen zeigten. Mit Bauten von Adolf Loos, André Lurçat, Richard Neutra, Gerrit Rietveld zählt die Werkbundsiedlung, die derzeit mit großem Aufwand saniert wird, zu den wichtigsten Dokumenten der modernen Architektur in Österreich.</p>
<p>Die Moderne kam auch in bedeutenden Villenbauten zum Ausdruck. Das Haus Beer (1929-31) von Josef Frank steht beispielhaft für die verfeinerte Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit, während das vom Philosophen Ludwig Wittgenstein gemeinsam mit dem Architekten Paul Engelmann für seine Schwester Margarete errichtete Haus Stonborough-Wittgenstein (1926-28; heute Bulgarisches Kulturinstitut) durch seine ästhetische Radikalität und mathematische Strenge einen Sonderfall innerhalb der zeitgenössischen Architektur darstellt.</p>
<p><strong>Vertreibung, Krieg und Wiederaufbau</strong></p>
<p>Nach dem „Anschluss“ an das Deutsche Reich 1938 wurden zahlreiche jüdische Bauherren, Architektinnen und Architekten, die wesentlich für das hohe Niveau der Wiener Architektur verantwortlich gewesen waren, aus Österreich vertrieben. Während der NS-Zeit blieb Wien von baulichen Umgestaltungen weitgehend verschont, sieht man von den sechs zur Luftabwehr errichteten Flaktürmen von Friedrich Tamms (1942-45) aus massivem Stahlbeton ab, die heute als Mahnmale im Stadtbild präsent sind.</p>
<p>Die Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs standen im Zeichen des Wiederaufbaus der von Bomben schwer beschädigten Stadt. Die Architektur jener Zeit war von ästhetischem Pragmatismus geprägt, aber auch von dem Versuch, an die Zeit vor 1938 anzuknüpfen und aktuelle internationale Trends aufzugreifen. Zu den wichtigsten Bauten der 1950er-Jahre zählen Roland Rainers Stadthalle (1952-58), das von Oswald Haerdtl errichtete Wien Museum am Karlsplatz (1954-59) und das 21er Haus von Karl Schwanzer (1958-62).</p>
<p><strong>Die Jungen kommen</strong></p>
<p>Seit den 1960er-Jahren suchte eine junge Generation nach Alternativen zur moderaten Moderne der Wiederaufbaujahre. Mit visionären Entwürfen, konzeptuellen, experimentellen und vor allem temporären Architekturen, Interventionen und Installationen erhielten Raimund Abraham, Günther Domenig, Eilfried Huth, Hans Hollein, Walter Pichler und die Gruppen Coop Himmelb(l)au, Haus-Rucker-Co und Missing Link rasch international Aufmerksamkeit. Wenn auch zunächst mehr gezeichnet, als gebaut wurde, war der Einfluss auf die postmodernen und dekonstruktivistischen Tendenzen der 1970er- und 1980er-Jahre auch außerhalb Österreichs groß. Holleins futuristisches Kerzengeschäft „Retti“ am Kohlmarkt (1964/65) und Domenigs biomorphes Gebäude der Zentralsparkasse in Favoriten (1975-79) zählen zu den frühesten Beispielen, später kamen Holleins Haas-Haus (1985-90), der Dachausbau Falkestraße (1987/88) von Coop Himmelb(l)au oder Domenigs T-Center (2002-04) hinzu. Vor allem Domenig, Hollein, Coop Himmelb(l)au und die Architekten Ortner &amp; Ortner (ehem. Mitglieder von Haus-Rucker-Co) machten durch Aufträge aus dem Ausland die neue österreichische und Wiener Architektur zu einem festen internationalen Begriff.</p>
<p><strong>MuseumsQuartier und Gasometer</strong></p>
<p>Seit den 1980er-Jahren liegt ein Schwerpunkt des Bauens in Wien auf dem Verdichten des historischen Stadtgefüges, das als qualitativ hochwertiger urbaner Lebensraum nun nicht mehr in Frage gestellt wird. Zu den international bekanntesten Projekten zählt das von Ortner &amp; Ortner geplante MuseumsQuartier in den ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen (Wettbewerb 1987; 1998-2001), das mit Institutionen wie dem mumok &#8211; Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, dem Leopold Museum, der Kunsthalle Wien, dem Architekturzentrum Wien und dem Zoom Kindermuseum weltweit zu den größten Kulturarealen zählt. Nach Kontroversen in der Planungsphase wurde hier am Ende ein architektonischer Kompromiss zwischen Alt und Neu erzielt, dessen Erfolg als urbane Bühne mit vier Millionen Besuchern (2012) überwältigend ist.</p>
<p>Der Dialog von Alt und Neu, der in einer von der Geschichte so stark geprägten Stadt wie Wien auf der Tagesordnung der Baukultur stehen muss, kennzeichnet auch den Umbau der Gasometer in Simmering durch Coop Himmelb(l)au, Wilhelm Holzbauer, Jean Nouvel und Manfred Wehdorn (1999-2001). Hier wurde nicht nur neuer Wohnraum geschaffen, sondern auch ein historisches Industriedenkmal zu einem Signal im Stadtentwicklungsgebiet uminterpretiert.</p>
<p><figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1660/thumb_preview_02259b4b-05b4-4b8d-ab4d-a2159b2af35c.jpg" alt="Museumsquartier in Wien / Museum Leopold" width="880" height="590" data-ab-color="rgb(94,172,220)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Museumsquartier in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Bartl</figcaption></figure></p>
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<h2><strong>Neue Stadtviertel</strong></h2>
<p>In den vergangenen Jahren rückten die großen Bahnhöfe und ihr Umfeld in den Fokus der Planungen. Hier wurden nicht nur notwendige infrastrukturelle Maßnahmen gesetzt, sondern zugleich weiträumige innerstädtische Wohnareale und Geschäftsviertel erschlossen. Zu den Prestigeprojekten zählt der neue Hauptbahnhof (2010-14) mit den umgebenden Büro-Hochhäusern des Quartier Belvedere und den Wohn- und Schulbauten des Sonnwendviertels. Auf der Fläche des ehemaligen Nordbahnhofes entstehen derzeit 10.000 Wohnungen und 20.000 Arbeitsplätze, auf jener des Aspangbahnhofes wird an Europas größter Passivhaussiedlung „Eurogate“ gebaut, das Areal des Nordwestbahnhofes wird voraussichtlich ab 2020 für Wohnen und Arbeiten erschlossen. Das größte derzeit in Bau befindliche Wohnprojekt findet sich aber am nordöstlichen Stadtrand, wo in der Seestadt Aspern bis 2028 Wohn- und Arbeitsraum für insgesamt 40.000 Menschen geschaffen wird. Eine gezielte Förderpolitik ermöglicht dabei die Schaffung von leistbarem und qualitativ hochwertigem Wohnraum – ein besonderes Merkmal der Wiener Stadtplanung, das weltweit Beachtung findet.</p>
<p>Neben dem Wohnbau wird auch in den Neubau von Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen investiert. So wurde 2013 in einer der „grünen Lungen“ Wiens, dem Prater, der Campus WU für die größte Wirtschaftsuniversität Europas eröffnet. Um den zentralen Platz sind spektakuläre Bauten einer internationalen Architektenriege aus Großbritannien, Japan, Spanien und Österreich versammelt, die ein mitunter recht lautstarkes Gespräch über den Status quo der zeitgenössischen Architektur zu führen scheinen (Hitoshi Abe, BUSarchitektur, Peter Cook, Zaha Hadid, NO MAD Arquitectos, Carme Pinós).</p>
<p><strong>Hoch hinaus</strong></p>
<p>International ist auch die Reihe jener Architekten, die sich in den letzten Jahren mit Hochhäusern in die Silhouette Wiens eingeschrieben haben und dem Stephansdom eine nicht immer unproblematische Konkurrenz machen. Schon von weitem sichtbar ist Massimiliano Fuksas’ 138 bzw. 127 Meter hoher eleganter Twin Tower am Wienerberg (1999-2001). Der monolithische, 75 Meter hohe Turm des Hotel Sofitel am Donaukanal von Jean Nouvel ( 2007-10) reagiert dagegen auf die besondere städtebauliche Situation und inszeniert in seinem obersten Stockwerk neue Perspektiven auf das historische Stadtzentrum.</p>
<p>Ebenfalls am Wasser steht Dominique Perraults DC-Tower (2010-13) in der Donau-City – jener Hochhausstadt, in der sich seit Baubeginn 1996 die Ausdehnung der Stadt nördlich der Donau zeichenhaft verdichtet. Selbst in dieser Umgebung sprengt der schlanke und zugleich auffällig vertikal gefaltete Turm Perraults alle bisher bekannten Dimensionen; von seiner Bar kann man den höchsten Blick auf Wien genießen. Mit 250 m ist der Turm Österreichs höchstes Gebäude und beinahe doppelt so hoch wie der Stephansdom. Wien hat damit eine neue, tatsächlich unübersehbare architektonische Landmark erhalten – ob sie auch das Potenzial zu einem Wahrzeichen des neuen Wien hat, wird die Zukunft zeigen. Die Architekturgeschichte Wiens, wo europäische Geschichte Gegenwart ist und Neubauten in spannungsreichen Dialog mit einem großen und herausragenden baulichen Erbe treten, wird in jedem Fall noch spannende Kapitel bieten.</p>
<p><figure style="width: 834px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/9948/thumb_preview_c33f6a95-750d-4924-89fa-089644aca26f.jpg" alt="Hochhaeuser in Wien" width="834" height="660" data-ab-color="rgb(71,118,187)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Blick von der Donauinsel am Abend. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</figcaption></figure></p>
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<h2>Wien um 1900</h2>
<p><strong>Wien um 1900, das ist ein glänzendes Gewebe aus Gegensätzen wie „Traum und Wirklichkeit“ oder „Tod und Eros“ – und aus großen Namen der europäischen Kulturgeschichte. Am Beginn eines neuen Jahrhunderts konzentrierten sich in dieser Stadt Höchstleistungen der Literatur, Malerei, Architektur und Musik in einer Dichte, die ihresgleichen sucht.</strong></p>
<p><strong>Stadtwachstum und Stadtumbau</strong></p>
<p>Dass Wien um 1900 zum kulturellen Zentrum Mitteleuropas werden konnte, setzte zunächst das rasante Wachstum zur Großstadt voraus, in Konkurrenz mit den europäischen Metropolen London, Paris und Berlin. Durch Zuwanderung und zwei Stadterweiterungen vergrößerte sich die Stadt im 19. Jahrhundert um ein Vielfaches. Zwischen 1870 und 1910 stieg die Einwohnerzahl von rund 900.000 auf mehr als das Doppelte (über 2 Millionen) an. Die erste Stadterweiterung um die Mitte des 19. Jahrhunderts hatte den Prachtboulevard Ringstraße und die an ihn grenzenden monumentalen Häuserblöcke hervorgebracht. Rund 1,6 km² füllten sich zwischen 1860 und 1890 mit Kulturstätten (Oper, Burgtheater, Museen), Wohnpalästen (Miets- bzw. Zinshäusern) und Monumentalbauten für Politik, Kommerz und Bildung (Rathaus, Parlament, Börse, Universität, Kunstgewerbeschule). Viele der Palais an der Ringstraße waren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von den sogenannten „Ringstraßenbaronen“, reichen, oftmals jüdischen Bankiers und Großindustriellen, errichtet worden und dienten ihnen als Wohn- und Geschäftshäuser. Das Palais der Familie Ephrussi am Universitätsring erlangte durch Edmund de Waals Roman „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ (englische Originalausgabe 2010), der auf der Familiengeschichte der Ephrussis beruht und in ca. 30 Sprachen übersetzt wurde, weltweite Bekanntheit.</p>
<p>Gleichzeitig wurden alte Häuser umgebaut, aufgestockt oder ganz durch neue ersetzt. Damit erarbeitete sich die Wiener Architektur einen internationalen Ruf, die Bauindustrie prosperierte so, dass der Börsenkrach von 1873 sie nur vorübergehend lähmen konnte. Die Generation der Ringstraßenarchitekten hatte die großen öffentlichen Bauaufgaben bewältigt, für die Nachfolger blieben hauptsächlich private Aufträge. Immerhin war ein wichtiges öffentliches Infrastrukturprojekt, die für eine Großstadt unerlässliche Stadtbahn, so lange aufgeschoben worden, dass Otto Wagner es ab 1894 gestalten konnte: 45 km Bahnstrecke mit mehr als 30 Stationen.</p>
<p><strong>Konfliktreiches Nebeneinander</strong></p>
<p>Wien war die Hauptstadt eines weit über 50 Millionen Einwohner und an die 15 Nationen um-fassenden Reiches, der österreichisch-ungarischen Monarchie. Ihren Bestand sicherten vor allem der Langzeitregent Kaiser Franz Joseph I. (geb. 1830, reg. 1848-1916), die den Zusammenhang repräsentierende Symbolfigur, und der effiziente Verwaltungsapparat.</p>
<p>Aus allen Teilen des multinationalen Kaiserreiches strömten Zuwanderer in die Hauptstadt, verschiedenste ethnische und religiöse Gruppen trafen hier aufeinander. Ebenso verschieden und konfliktreich waren die sozialen Verhältnisse, speziell die Zuwanderer litten unter den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen des Liberalismus. Damit schlug aber auch die Stunde für die Organisation der Arbeiter, Gewerkschaftsbewegung und Sozialdemokratie formierten sich.</p>
<p>Das Schlagwort „Völkerkerker“ illustriert die Nationalitätenproblematik aus der Sicht der slawischen Einwohner – und das waren beinahe 50 Prozent der Bevölkerung: Während die Ungarn seit dem „Ausgleich“ von 1867 zweite Staatsnation waren, besaßen die Slawen (Tschechen, Polen, Serben, Kroaten, Ukrainer usw.) keinen vergleichbaren Status. Was in dieser spannungsreichen Epoche und in der gegenseitigen Befruchtung der Nationalitäten aber entstand und bis heute Bestand hat, ist sehr viel mehr als die Wiener Küche mit ihrer ungarischen Würze und ihrer böhmischen Reichhaltigkeit.</p>
<p><strong>Baukunst: Otto Wagner, Josef Hoffmann, Adolf Loos</strong></p>
<p>Otto Wagner (1841-1918) war Wiener, aber beinahe die Hälfte der Absolventen seiner Spezial-schule für Architektur an der Akademie der bildenden Künste, der „Wagner-Schule“, stammte aus den östlichen und südlichen Provinzen des Reiches. Beispielsweise Josef Hoffmann (1870-1956) aus Mähren oder Josef Plecnik (1872-1957) und Max Fabiani (1865-1962) aus Slowenien. Aus dem gemischtsprachigen Reichsteil Mähren (heute Tschechien) kamen auch Joseph Maria Olbrich (1867-1908) oder Adolf Loos (1870-1933).</p>
<p><figure style="width: 436px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4336/thumb_preview_132fed51-896f-4d87-a08d-1561b7a3d79a.jpg" alt="Majolikahaus " width="436" height="660" data-ab-color="rgb(69,114,181)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Majolikahaus. Otto Wagner-Bau in der Wienzeile. © Österreich Werbung, Fotograf: Wiesenhofer</figcaption></figure></p>
<p>Allein mit diesen Namen ist der wesentliche Teil des Baugeschehens um 1900 abgedeckt: die Stationen, Geländer und Brücken der Wiener Stadtbahn, Majolikahaus und Musenhaus an der Wienzeile, die erste moderne Kirche Europas, nämlich St. Leopold am Steinhof, und die Post-sparkasse, allesamt von Otto Wagner zwischen 1894 und 1910 entworfen. Die Villen von Josef Hoffmann, der 1903 gemeinsam mit Kolo Moser die Wiener Werkstätte gründete. Eine der Hoffmann-Villen auf der Hohen Warte ist das Doppelhaus für die Künstlerkollegen Kolo Moser und Carl Moll. Zwei Häuser weiter, in der Villa Ast, führte in den 1930er-Jahren Alma Mahler-Werfel, femme fatale des 20. Jahrhunderts und Titelheldin in Paulus Mankers Theater- und Partyspektakel „Alma“, ihren prominenten Salon. Das Ausstellungsgebäude der protestierenden Jungen, die „Secession“, baute Olbrich, der Wagners Mitarbeiter war. Die Wagner-Schüler Plecnik und Fabiani zeichnen für Zacherl-Haus und Heilig-Geist-Kirche bzw. Artaria-Haus und Urania verantwortlich.</p>
<p>Adolf Loos, der Streitbare, verpflichtete den Architekten auf das klassische Ornament. Das Erfinden neuer Ornamente hielt er für eine zeitverschwenderische Degenerationserscheinung. Als solche verstand Loos insbesondere die Jugendstil-Ornamente von Wagners Schülern und Mit-arbeitern und beinahe alles, was aus der Wiener Werkstätte kam. Das von Adolf Loos für die Schneiderfirma Goldman &amp; Salatsch errichtete Wohn- und Geschäftshaus auf dem Michaelerplatz kommt mit sparsam eingesetzter klassischer Ornamentation aus. Aber damit konnten die meisten an üppiges Neo-Barock gewöhnten Zeitgenossen noch viel weniger anfangen als mit dem „neuen“ Jugendstil-Dekor und verspotteten es als das „Haus ohne Augenbrauen“.</p>
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<p><strong>Literatur &amp; Kaffeehaus</strong></p>
<p>„Adolf Loos und ich, er wörtlich, ich sprachlich, haben nichts weiter getan als gezeigt, dass zwischen einer Urne und einem Nachttopf ein Unterschied ist &#8230;“, schrieb Karl Kraus (1874-1936) – übrigens in Böhmen geboren – über die Geistesverwandtschaft mit seinem Freund Loos. Maler und Musiker, Architekten, Dichter, Journalisten und andere Intellektuelle trafen sich im Café Griensteidl, im Café Central oder im Café Museum. Das Griensteidl befand sich im Vorgängerbau des 1899 fertig gestellten neobarocken Palais Herberstein am Michaelerplatz. Das Herberstein-Palais zeigt jenen ornamentalen Reichtum, den viele am gegenüberliegenden, nur zehn Jahre später errichteten Goldman &amp; Salatsch-Gebäude, heute „Loos-Haus“ genannt, vermissten. In den 1890er-Jahren war das Café Griensteidl Treffpunkt des Literatenkreises „Jung Wien“ um Hermann Bahr gewesen. Karl Kraus, ebenfalls Stammgast im Griensteidl, hatte an der anti-naturalistischen literarischen Moderne und ihrem Hang zur „Décadence“ vieles auszusetzen, besonders an Hermann Bahr. In der „Fackel“, der von 1899 bis 1936 herausgegebenen und zum größten Teil von Kraus allein verfassten Zeitschrift, machte er alles zum Stoff seiner Satire, was ihm missfiel. Solches Missfallen verschaffte Hermann Bahr jahrzehntelange Präsenz in der „Fackel“.</p>
<p><figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10888/thumb_preview_5686ac46-0603-4332-afa7-e736b65e3694.jpg" alt="Café Central, Wien" width="880" height="659" data-ab-color="rgb(61,136,199)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Das Café Central in der Wiener Innenstadt am Abend. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</figcaption></figure></p>
<p>Nachdem Kraus ins Café Central gewechselt war, rechnete er in der Satire &#8222;Die demolirte Literatur“ mit der im Literatencafé beheimateten „Jung-Wiener-Dichtergalerie“ ab. Zum Titel veranlasste ihn der Abriss (die Demolierung) besagten Vorgängerbaus samt Schließung des Cafés Griensteidl 1897. (1990 wurde im Palais Herberstein ein neues Café mit dem Namen „Griensteidl“ eröffnet.) Nichtsdestotrotz war Karl Kraus Freund und Förderer von Peter Altenberg (1859-1919), des Lebenskünstlers und Kaffeehausliteraten par excellence. Zu dessen Freundeskreis wiederum zählte auch Alban Berg, ein Repräsentant der musikalischen Moderne, der Orchesterlieder nach Texten von Altenberg komponierte.</p>
<p><strong>Musikalische Moderne: Atonalität und Antisemitismus</strong></p>
<p>Der Begriff „Atonalität“ bezeichnet am ehesten die Reizungen, mit denen die gerade an die Spät-romantik gewöhnten Ohren des Publikums konfrontiert waren, wenn Musik Schönbergs und seines Schülerkreises (u. a. Berg, Webern, Wellesz), der „Zweiten Wiener Schule“, zur Aufführung kam. Schönberg, der später eine Methode der „Komposition mit zwölf Tönen“ entwickeln sollte, dirigierte am 31. März 1913 im Goldenen Saal des Musikvereins den als „Watschenkonzert“ in die Musik-geschichte eingegangenen Skandal. Am Programm standen Werke von Webern, Schönberg, Zemlinksy, Berg und Mahler. Nach der Pause, als Bergs Lieder nach Ansichtskartentexten von Peter Altenberg an der Reihe gewesen wären, beendete ein Tumult mit gerichtlichem Nachspiel das Konzert.</p>
<p>Gustav Mahler (1860-1911), auch in Böhmen geboren, war 1897-1907 Direktor der Wiener Oper und damit eine Art Regent der damaligen europäischen Musikszene. Streitigkeiten u. a. über zu häufige Engagements in anderen Städten und antisemitische Angriffe veranlassten Mahler schließlich, vom begehrten Amt des Wiener Hofoperndirektors zurückzutreten. Mahlers Gattin Alma ist wegen ihres abwechslungsreichen Liebes- und Ehelebens nicht nur Musikliebhabern bekannt. Das Paar hatte sich in einem der berühmten Salons des Wiener Großbürgertums, dem Bertha Zuckerkandls, kennen gelernt. Die schwierige Beziehung zu Alma mag mit ein Grund für Mahler gewesen sein, die Praxis des Dr. Freud aufzusuchen. Aber es kam bis ein Jahr vor Mahlers Tod nur zu abgesagten Terminen. 1910 trafen sich die beiden schließlich auf Reisen in Leiden (Holland) und Freud analysierte einen Nachmittag lang Mahlers Verhältnis zu Frauen.</p>
<p><strong>Sexualität, Moral und Gesellschaft: Freud und Schnitzler</strong></p>
<p>Üblicherweise fanden die Analysen in der Wiener Berggasse auf Freuds berühmter Couch statt und dauerten viel länger. Die Familie Freuds lebte seit 1860 in Wien, Sigmund war 1856 noch in Mähren zur Welt gekommen, in der neuen Heimat studierte er Medizin. 1896 verwendet Freud erstmals den Begriff „Psychoanalyse“, 1899 erscheint die auf 1900 vordatierte “Traumdeutung“. Dass Freud die Sexualität als Zentrum vieler Handlungen und Wünsche darstellt, stört(e) und verstört(e) viele. Seine Zeitgenossen um 1900 umso mehr, als in den ehelichen Beziehungen eine krasse Doppelmoral herrschte und alles Geschlechtliche ein von Ängsten und Neugier umgebenes Tabuthema war.</p>
<p>Wie Freud und Mahler, lernten sich auch Freud und Arthur Schnitzler (1862-1931) sehr spät kennen, obgleich sie in derselben Stadt lebten, in ähnlichen Kreisen verkehrten und verwandte Themen behandelten. Erst 1922 kam es zu einer persönlichen Begegnung und Freud schrieb in einem Brief an Schnitzler, er habe den Dichter wohl aus einer Art Doppelgängerscheu gemieden, da er in Schnitzlers Dichtungen die „nämlichen Voraussetzungen, Interessen und Ergebnisse“ wie die eigenen zu finden glaubte.</p>
<p>Schnitzlers Vorfahren väterlicherseits stammten aus Ungarn. Arthur Schnitzler wurde zunächst Arzt wie sein Vater und befasste sich mit Hysterie- und Hypnosestudien. Als Schriftsteller behandelt er Sexualität, Verführung, Ehebruch und die damit verknüpfte Doppelmoral, aber auch den wachsenden Antisemitismus der Wiener Gesellschaft. Viele seiner Novellen und Theaterstücke, „Leutnant Gustl“, „Professor Bernhardi“, oder „ Der Reigen“, sind Klassiker der deutschen Literatur geworden. Schnitzlers „Traumnovelle“ inspirierte übrigens Stanley Kubrick zu seinem letzten Film „Eyes Wide Shut“ (1999).</p>
<p><strong>Ödipus, Generationskonflikte und Traditionsverbundenheit</strong></p>
<p>Die Geschichte von Ödipus, der seinen Vater tötete, ist seit der Antike Thema der Dichtkunst. Den Ödipuskomplex als wichtiges Entwicklungsstadium machte Freud bewusst. Vereinfacht und auf kulturelle Vorgänge umgelegt, müssen Künstler stets die Werke der vorausgehenden Generation in Frage stellen. Das geschah um 1900 deutlicher, als man es aus den Jahrhunderten davor kennt. Vielleicht, weil am Ausgang des „historistischen“ 19. Jahrhunderts mehr denn je ersichtlich war, dass es nicht nur den Stil der Väter gab. Waren doch so viele Stile der Vergangenheit erforscht und katalogisiert worden. Es kam zu lautstarken Austritten aus den Institutionen der Väter, wie dem Wiener Künstlerhaus, von dem sich 1897 die „Vereinigung bildender Künstler Österreichs“ abspaltete. Zu den Mitgliedern dieser bekanntesten Secession zählten Gustav Klimt (1862-1918), Kolo Moser (1868-1918), Josef Hoffmann (1870-1956) oder Joseph Maria Olbrich (1867-1908).</p>
<p>Zu mancher Entsetzen trat 1899 Otto Wagner, beinahe 60-jährig und seit 1894 ordentlicher Professor für Baukunst an der ehrwürdigen Wiener Kunstakademie, der Secession der „Jungen“ bei. Viele waren seine Schüler und Mitarbeiter: Olbrich, Architekt des 1898 errichteten neuen Ausstellungsgebäudes, ebenfalls Secession genannt, arbeitete an Wagners Stadtbahnbauten mit. Kolo Moser entwarf die Musenmedaillons an Wagners Haus Wienzeile 38 und die Glasfenster für die Kirche am Steinhof. Hoffmann hatte u. a. bei Wagner studiert. Mit ihrem „Meister“ waren die Wagnerschüler fest in der Tradition verankert, was über dem Protest gegen die „historistischen“ Väter oft übersehen wurde. Selbst im Namen des Vereinsorgans der Secessionisten, Ver Sacrum (Heiliger Frühling), ist die Tradition präsent, verweist er doch auf einen antiken Brauch der Erneuerung.</p>
<p><figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3311/thumb_preview_ea29a6ab-0375-4769-b4c6-d342923babc5.jpg" alt="Beethovenfries / Gustav Klimt / Secession in Wien" width="880" height="536" data-ab-color="rgb(37,57,48)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Beethovenfries. Gemälde von Gustav Klimt in der Wiener Secession. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure></p>
<p>Gustav Klimt (1862–1918), mit dem Heiligen Frühling um 1900 aufs engste verbunden, lernte in Ravenna und Venedig die Goldgründe und den ornamentalen Reichtum frühchristlicher und mittelalterlicher Mosaiken kennen. Seine „goldene Periode“ mit dem Hauptwerk „Der Kuss“ (1907/08) zeigt, wie er auf diese Vorbilder reagierte. Die freie Sinnlichkeit in vielen seiner Frauendarstellungen, Nacktheit, Schwangere und gewagte Posen illustrieren die Themen Tod und Eros, Kreislauf des Lebens, die in der Luft lagen und die in ihren „Medien“ auch Freud und Schnitzler behandelten.</p>
<p>Wenige Jahre vor dem ersten Weltkrieg reizten neue „Junge“ die Sehgewohnheiten: Egon Schiele (1890-1918) und Oskar Kokoschka (1886-1980), die bekanntesten Vertreter des österreichischen Expressionismus. Beide stellten 1908 bzw. 1909 unter Klimts Patronanz auf der Wiener Kunst-schau aus. Wenig früher, 1907, malte Picasso in Paris die „Demoiselles d&#8217;Avignon“, die als Initiationsbild des Kubismus gelten. Eine der wenigen modernen Bewegungen, auf deren Geburt „Wien um 1900“ keinen Anspruch erheben kann.</p>
<p><strong>Abendröte und Habsburgnostalgie</strong></p>
<p>Auf den Heiligen Frühling der Secession folgte kein Sommer, sondern der Erste Weltkrieg (1914-18). Darin ist aller ornamentaler Reichtum der Jahrhundertwende, ob nouveau oder klassisch, untergegangen, samt der Kultur, die ihn hervorbrachte. So konnte „Wien um 1900“ den Über-lebenden und den Nachgeborenen als glänzende Abendröte einer europäischen Hochkultur erscheinen. Joseph Roth (1894-1939) war kurz vor dem Ende der Habsburgermonarchie auch an einem der Ränder des Reiches zur Welt gekommen, in Galizien, heute Ukraine. Wie so viele der Genannten hatte Roth jüdische Vorfahren. Er schrieb, als die Zeit des entfesselten Antisemitismus anbrach, den „Radetzkymarsch“ (1932). Dieser Roman wurde und wird gerne als verklärend-nostalgische Darstellung der untergegangenen „k. u. k. Monarchie“ vereinnahmt, wenngleich er auch anders gelesen werden kann. Gerade Joseph Roth, exilierter Österreicher, katholischer Jude und sozialdemokratischer Monarchist, konnte gut zwischen Operette und Wirklichkeit unter-scheiden. Und erst recht musste er die Wirklichkeit der 1930er-Jahre als menschheits-geschichtlichen Rückschritt erleben, der selbst die gröbsten Unzulänglichkeiten der Monarchie in ein mildes Licht tauchte.</p>
<hr />
<h2><strong>Gustav Klimt und die Geburt der Moderne in Wien</strong></h2>
<p><strong>Gustav Klimt (1862-1918) prägte entscheidend die Malerei der Moderne und verhalf dem Jugendstil zu Weltruhm. Die Gemälde des Malergenies – allen voran „Der Kuss“, eines der bekanntesten Bilder der Welt – werden als Inbegriff für den Aufbruch in eine neue Zeit gesehen. In Wiener Museen und Kulturstätten sind zahlreiche Werke Klimts zu besichtigen.</strong></p>
<p>Im Wien um 1900 konzentrierte sich Hochkultur aus allen Bereichen. In Literatur, Bildender Kunst, Architektur und Musik entstand Neues und Wegweisendes in einer Dichte und Geschwindigkeit, die ihresgleichen sucht. 1910 war Wien mit zwei Millionen Einwohnern die fünftgrößte Stadt der Welt und das unbestrittene kulturelle Zentrum Mitteleuropas. Gustav Klimt fasste die Erkenntnisse und Entwicklungen von Kunst und Wissenschaft dieser Zeit des Auf- und Umbruchs in Bilder.</p>
<p>Künstlerisch spiegelt das Werk Klimts den Weg von der „Ringstraßenzeit“ bis in die Anfänge der Abstraktion. Beeinflusst von Hans Makart, dem tonangebenden Wiener Maler des ausgehenden 19. Jahrhunderts, übernahm Klimt mit seinem Bruder Ernst und mit Franz Matsch Aufträge zur Dekoration einiger Ringstraßenbauten. So gestalteten sie die Stiegenhäuser des Kunsthistorischen Museums und des Burgtheaters. Klimts weiteres Schaffen und sein in späteren Jahren entwickelter Stil ebneten hingegen den Weg für seine jüngeren Zeitgenossen Egon Schiele und Oskar Kokoschka.</p>
<p><strong>Secession und Wiener Werkstätte</strong></p>
<p>Bis heute sichtbare Folgen hat die von Gustav Klimt und seinen Künstlerkollegen 1897 als „Protest“ gegen einen überholten Kunstbegriff beschlossene Gründung der Künstlervereinigung „Wiener Secession“. Das von Joseph Maria Olbrich, einem Mitarbeiter Otto Wagners, geschaffene neue Ausstellungshaus, die Secession, trägt das wegweisende Motto „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“. Klimt schuf für das Haus den Beethovenfries. Ein Mitbegründer der Secession war Architekt Josef Hoffmann. Gemeinsam schufen die Künstler mit dem Palais Stoclet in Brüssel das wohl bedeutendste Jugendstil-Gesamtkunstwerk der Welt. Wesentlichen Einfluss hatte Klimt auch auf die 1903 von Hoffmann und Kolo Moser gegründete Wiener Werkstätte, die das Design nachhaltig veränderte. Zeugnisse für das Schaffen dieser Künstler und ihrer Zeitgenossen finden sich in Wien nicht nur in Museen und Sammlungen, sie prägen auch das Stadtbild.</p>
<p><figure style="width: 681px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4757/thumb_preview_0f4b14b4-bd36-4d30-9af1-0e44f1f9087f.jpg" alt="Druckwerk der Wiener Werkstätten " width="681" height="660" data-ab-color="rgb(253,253,253)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Druckwerk der Wiener Werkstätten. Exponat im Museum für angewandte Kunst (MAK). © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure></p>
<p>Auch die Gesellschaftsstruktur wandelte sich um die Jahrhundertwende dramatisch. An Klimts Frauen-Bildnissen lässt sich der Aufstieg eines selbstbewussten Bürgertums nachvollziehen. Mit seinem 1898 entstandenen Bildnis von Sonja Knips avancierte Klimt zum Porträtisten des wohlhabenden Wiener Großbürgertums. Seine Bilder, etwa von Fritza Riedler oder Adele Bloch-Bauer (eines der teuersten Gemälde der Welt) faszinieren bis heute ebenso wie das seiner langjährigen Begleiterin Emilie Flöge, einer emanzipierten und modernen Frau.</p>
<p>Viele Werke von Klimt, vor allem die seiner Anfänge, sind permanent in Wien zu sehen.</p>
<h3><strong>Albertina</strong></h3>
<p>Albertinaplatz 1, 1010 Wien, <a href="http://www.albertina.at">www.albertina.at</a></p>
<p>Die Wiener Albertina besitzt in ihrer grafischen Sammlung rund 170 Blätter Gustav Klimts, unter anderem mehrere Serien von Figurenstudien, die der Künstler im Zusammenhang mit wichtigen allegorischen Gemälden oder Porträtbildern geschaffen hat. Klimts Gemälde „Nixen“ („Silberfische“) ist das einzige Werk des Künstlers, das permanent im Original in der Albertina zu sehen ist. Es wird in der Schausammlung Claude Monets „Der Seerosenteich“ gegenübergestellt, beide Werke sind Interpretationen der um 1900 beliebten Wasserthematik. Faksimiles von Klimts fragilen Zeichnungen sind in den Prunkräumen zu sehen.</p>
<p><figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/350/thumb_preview_4608b6c0-2893-465d-89d2-3098ff458438.jpg" alt="Albertina in Wien / Nachtaufnahme" width="880" height="581" data-ab-color="rgb(22,28,60)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Albertina in Wien / Nachtaufnahme. © Österreich Werbung, Fotograf: Lammerhuber</figcaption></figure></p>
<h3><strong>Belvedere</strong></h3>
<p><em>Oberes Belvedere, Prinz-Eugen-Straße 27, 1030 Wien, <a href="http://www.belvedere.at">www.belvedere.at</a></em></p>
<p>Die ehemalige Residenz des Prinzen Eugen von Savoyen gehört mit seinen prachtvollen Gartenanlagen zu den international schönsten Barockensembles. Das Obere Belvedere beherbergt neben der weltgrößten Klimt-Gemäldesammlung, u. a. mit den Jugendstillikonen „Kuss“ und „Judith“, Meisterwerke von Schiele, Kokoschka, Waldmüller, Renoir, Monet und Van Gogh sowie bedeutende Sammlungen des 19. und 20. Jahrhunderts, des Barock und des Mittelalters. Im Unteren Belvedere sowie der Orangerie werden nach umfangreichen Adaptierungen seit 2007 laufend Sonderausstellungen gezeigt.</p>
<p><figure id="attachment_3101" aria-describedby="caption-attachment-3101" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3101" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053.jpg" alt="Belvedere, Wien" width="640" height="426" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053.jpg 640w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-3101" class="wp-caption-text">Belvedere, Wien</figcaption></figure></p>
<h3><strong>Burgtheater</strong></h3>
<p>Universitätsring 2, 1010 Wien, <a href="http://www.burgtheater.at">www.burgtheater.at</a></p>
<p>Gustav Klimt schuf, gemeinsam mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch, die beeindruckenden Deckenbilder der Feststiegen des Burgtheaters. Dargestellt sind das antike Theater in Taormina, das Londoner Globe Theatre und die Schlussszene aus Shakespeares „Romeo und Julia“. Im Hintergrund hat der Maler sich selbst und seine beiden Kollegen verewigt. Die wertvollen Entwurfszeichnungen zu diesen Deckenbildern wurden Ende der 1990er-Jahre am Dachboden des Burgtheaters gefunden. Nach ihrer Restaurierung sind sie permanent im „Klimt-Raum“ des Burgtheaters ausgestellt und können im Rahmen von Führungen sowie beim abendlichen Theaterbesuch besichtigt werden.</p>
<p><figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/612/thumb_preview_1adda447-7a02-40b2-851d-952e70203410.jpg" alt="Burgtheater " width="880" height="589" data-ab-color="rgb(26,95,165)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Wiener Burgtheater vor dem Rathausplatz. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun</figcaption></figure></p>
<h3><strong>Klimt-Villa</strong></h3>
<p>Feldmühlgasse 11, 1130 Wien, <a href="http://www.klimtvilla.at">www.klimtvilla.at</a></p>
<p>Von 1911 bis zu seinem Tod 1918 nutzte Gustav Klimt eine Villa im 13. Bezirk als Atelier. Dieses wurde revitalisiert und ist seit Ende September 2012 wieder für der Öffentlichkeit zugänglich. Klimt nutzte das ursprünglich ohne ersten Stock errichtete Gartenhaus als Atelierraum bzw. Werkstatt während seiner letzten Schaffensperiode. Im Erdgeschoß wird das Atelier anhand zeitgenössischer Beschreibungen und Abbildungen detailgetreu nachgebaut. Lebens- und Arbeitssituation sollen atmosphärisch und inhaltlich erfahrbar gemacht werden. Dies geschieht durch die Rekonstruktion der Möblierung des &#8222;Empfangszimmers&#8220; und des &#8222;Ateliers&#8220; auf Basis der Fotos von Moritz Nähr und vorhandener Originalmuster von Objekten (z. B. Teppich). In den anderen Räumen des Ateliers werden Informationen über Modelle und „Klientinnen“, die für Klimts Werke dieser Schaffensperiode von Bedeutung waren, vermittelt.</p>
<h3><strong>Kunsthistorisches Museum Wien</strong></h3>
<p>Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien, <a href="http://www.khm.at">www.khm.at</a></p>
<p>Gustav Klimt, sein Bruder Ernst und Franz Matsch wurden 1890 mit der Gestaltung der schmalen Wandbereiche zwischen den Bögen und Säulen im imposanten Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums beauftragt. Elf dieser <strong>40 Zwickel- und Interkolumnien-Bilder wurden von Gustav Klimt geschaffen, die anderen von seinem Bruder Ernst und von Franz Matsch. </strong>Dargestellt ist die Geschichte der Kunst und des Kunstgewerbes von den altägyptischen Anfängen bis in die Neuzeit. Mit diesen Bildern, in denen bereits die Zuwendung zum Symbolismus des Jugendstils erkennbar ist, schuf Gustav Klimt die stilistischen Schlüsselwerke für sein weltberühmtes Schaffen um 1900. Die Gemälde können beim Museumsbesuch besichtigt werden.</p>
<p><figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3634/thumb_preview_2e6da1f6-bfc5-49a3-a885-23d52aff39b6.jpg" alt="Kunsthistorisches Museum Wien" width="880" height="644" data-ab-color="rgb(45,48,47)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Kunsthistorisches Museum Wien &#8211; Halle. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure></p>
<h3><strong>MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst</strong></h3>
<p>Stubenring 5, 1010 Wien, <a href="http://www.mak.at">www.mak.at</a></p>
<p>Als Eigentümer des Archivs der Wiener Werkstätte kann das MAK wie kein anderes Museum die Geschichte und Bedeutung der Wiener Werkstätte belegen. Das Archiv, das dem MAK 1955 von seinem letzten Besitzer Alfred Hofmann geschenkt wurde, umfasst etwa 16.000 Entwurfs-zeichnungen, darunter 5.500 aus der Hand von Josef Hoffmann, rund 20.000 Stoffmuster, Plakate, Entwürfe für Postkarten, Modellbücher, Fotoalben und Geschäftskorrespondenz. Einen der Höhepunkte der MAK-Sammlung stellt Gustav Klimts neunteilige Werkzeichnung zum Mosaikfries (um 1910) im Speisezimmer des von Josef Hoffmann entworfenen Palais Stoclet in Brüssel dar, die nach mehrjähriger Restaurierung seit 2012 wieder permanent im MAK zu sehen ist. Das Palais Stoclet, das als eines der Hauptwerke der Wiener Werkstätte gilt, entstand im Auftrag von Adolphe Stoclet in der Avenue de Tervuren in den Jahren 1905 bis 1911. Es symbolisiert am deutlichsten die Utopie des Gesamtkunstwerks, einen Kerngedanken der Wiener Werkstätte.</p>
<p><figure style="width: 653px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4778/thumb_preview_934a6d3e-9ff4-4ad6-85f6-523bb382ccc5.jpg" alt="Stuhl um 1905 von Josef Hoffmann" width="653" height="660" data-ab-color="rgb(219,222,229)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Stuhl um 1905 von Josef Hoffmann. MAK Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure></p>
<h3><strong>Österreichisches Theatermuseum</strong></h3>
<p>Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien, <a href="http://www.theatermuseum.at">www.theatermuseum.at</a></p>
<p>Gustav Klimts Ölbild „Nuda Veritas“ (1899) ist Teil einer kleinen, kunsthistorisch wertvollen Sammlung aus dem Nachlass Hermann Bahr/Anna Bahr-Mildenburg. Der österreichische Schriftsteller Hermann Bahr (1863-1934), ein großer Förderer der Kunst der Jahrhundertwende, hatte das in der vierten Ausstellung der Wiener Secession im Jahre 1899 vertretene Bild von Klimt erworben. Die „Nuda Veritas“ ist permanent im Österreichischen Theatermuseum ausgestellt.</p>
<h3><strong>Secession</strong></h3>
<p>Friedrichstraße 12, 1010 Wien, <a href="http://www.secession.at">www.secession.at</a></p>
<p>Die Wiener Secession, deren Mitbegründer Klimt war, ist nicht nur eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern beherbergt auch den weltberühmten Beethoven-Fries. Der Bilderzyklus (34 x 2 Meter groß) ist dem Komponisten Ludwig van Beethoven gewidmet und war eines der Hauptwerke der großen Beethoven-Ausstellung 1902 in der Secession. Wegen ihrer Erotik und Drastik löste Klimts Wandmalerei damals neben Bewunderung auch heftige Kritik aus.</p>
<p><figure id="attachment_979" aria-describedby="caption-attachment-979" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-979" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/medres_00000018077-beethovenfries-gustav-klimt-secession-in-wien-oesterreich-werbung-Trumler-1024x568.jpg" alt="Beethovenfries / Gustav Klimt / Secession in Wien © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler" width="1024" height="568" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/medres_00000018077-beethovenfries-gustav-klimt-secession-in-wien-oesterreich-werbung-Trumler.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/medres_00000018077-beethovenfries-gustav-klimt-secession-in-wien-oesterreich-werbung-Trumler-300x166.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/04/medres_00000018077-beethovenfries-gustav-klimt-secession-in-wien-oesterreich-werbung-Trumler-768x426.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-979" class="wp-caption-text">Beethovenfries / Gustav Klimt / Secession in Wien © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure></p>
<h3>Wien Museum</h3>
<p>Karlsplatz, 1040 Wien, <a href="http://www.wienmuseum.at">www.wienmuseum.at</a></p>
<p>Das Wien Museum verfügt über eine hochkarätige Klimt-Sammlung und vor allem über den weltweit größten Bestand an seinen Zeichnungen, der absolute Meisterwerke, Skizzen und Vorstufen aus allen Phasen seines Schaffens umfasst. Das wichtigste Kunstwerk des Museums ist Klimts „Porträt Emilie Flöge“ (1902), sein erstes Damenporträt, in dem das Ornament im Vordergrund steht. Damit markiert es den Beginn jener Schaffensperiode des Künstlers, deren Bilder auf internationalen Auktionen Rekordpreise erzielten. Permanent ausgestellt sind zudem Klimts Gemälde „Pallas Athene“ (1898) und „Allegorie der Liebe“ (1895).</p>
<hr />
<h2>Design in Wien</h2>
<p>Wien ist seit langem Designstadt. Spätestens seit 1900 ist der Übergang von der imperialen Vergangenheit zur klassischen Moderne vollzogen und Wien ein Schmelztiegel für Kreative geworden. Damals wie heute zeigt sich Design in zahlreichen Geschäften, Hotels und Institutionen und lässt sich an vielen Orten der Stadt erleben und bestaunen.</p>
<h3>Designgeschichte in Wien</h3>
<p>Aufbauend auf der künstlerischen Tradition Wiens als prunkvolle Residenzstadt der Habsburger und Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie entwickelte der Architekt Otto Wagner einen neuen Stil und setzte damit noch immer sichtbare Akzente im Stadtbild. Als prägender Architekt der Jugendstilepoche beim Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert entwarf er unter anderem die Stadtbahn samt Stationsgebäuden, Geländer, Leuchten und Aufschriften. Am Gürtel wurde die Stadtbahn über weite Strecken als Hochbahn auf eleganten Bögen geführt. Heute fährt auf dieser Trasse die U6, in den Bögen haben sich viele Lokale der kreativen jungen Wiener Musikszene angesiedelt.</p>
<p>Mit innovativen Materialen – Stahlbeton und Aluminium – arbeitete Otto Wagner beim Gebäude der Postsparkasse. Hier gelang ihm eine besonders spannende Verbindung von Funktion und Ästhetik: Die Marmorverkleidung wurde mit Bolzen befestigt, was den Eindruck eines Schmuckornaments entstehen lässt. Das Gebäude wurde – typisch für den Jugendstil – ein Gesamtkunstwerk. Historisch steht der Jugendstil zwischen der Biedermeier-Epoche, die ab 1820 in Wien einen ersten Höhepunkt der schlichten Eleganz im Möbeldesign brachte – berühmt wurden etwa die Bugholzmöbel der Firma Thonet – und der Moderne mit ihrer streng funktionalistischen Formensprache.</p>
<p>Josef Hoffmann, einer von Otto Wagners Schülern, gründete gemeinsam mit Kolo Moser im Jahr 1903 die Wiener Werkstätte, die den Begriff des Kunstgewerbes neu definierte. In höchster Qualität und mit niedrigen Stückzahlen wurden in Zusammenarbeit mit den namhaftesten Künstlern der Zeit wie Gustav Klimt, Egon Schiele oder Oskar Kokoschka Alltagsgegenstände, Schmuck und Möbel hergestellt. Außenstellen in New York, Berlin und Zürich bildeten sichtbare Zeichen des internationalen Erfolgs. Auch hier spielte das Gesamtkunstwerk die übergeordnete Rolle: Beim Palais Stoclet in Brüssel und dem Sanatorium in Purkersdorf bei Wien, zwei von Josef Hoffmann entworfenen Gebäuden, wurde die gesamte Einrichtung von der Wiener Werkstätte entworfen. Trotz dieser Erfolge geriet das Unternehmen im Zuge der Weltwirtschaftskrise in Schwierigkeiten und musste 1932 seine Produktion einstellen. Heute gelten die Erzeugnisse der Wiener Werkstätte längst als Klassiker der Designgeschichte.</p>
<p><figure style="width: 685px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3747/thumb_preview_e8798957-360e-40f4-bc9a-fc0b18a76b65.jpg" alt="Firmenzeichen / Logo / Wiener Werkstätte " width="685" height="660" data-ab-color="rgb(243,243,245)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Firmenzeichen / Logo / Wiener Werkstätte. Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</figcaption></figure></p>
<p>In starkem Gegensatz zu Jugendstil und Wiener Werkstätte stand Adolf Loos, der wichtigste Architekt der Wiener Moderne. In seinen Schriften (vor allem „Ornament und Verbrechen“, „Die Potemkinsche Stadt“) geißelte er, mit spürbarer Lust an der Polemik, vor allem die Auffassung vom „Gesamtkunstwerk“, das Kunst und Handwerk verbinden sollte, und die Jugendstil-Ornamentik der Wiener Werkstätte. Loos sah das Kunstwerk streng vom Gebrauchsgegenstand getrennt. Von seinen architektonischen Arbeiten wurde vor allem das Loos-Haus am Michaelerplatz, direkt bei der Hofburg, bekannt. Wegen des Verzichts auf Fassadenschmuck erhielt es bald den Spitznamen „Haus ohne Augenbrauen“. Die „American Bar“ im Kärntner Durchgang in der Innenstadt ist in Wien besser als Loos-Bar bekannt. Hier kann man die Arbeit von Adolf Loos – er gestaltete sowohl das Portal als auch die gesamte Inneneinrichtung – bei einem guten Cocktail ganz aus der Nähe betrachten. Die Praxis wirkt nicht ganz so streng, wie Loos’ theoretische Schriften vermuten lassen.</p>
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<h3>Zeitgenössisches Design</h3>
<p>Anknüpfend an diese große Vergangenheit, damit spielend oder sich bewusst davon distanzierend, haben in den vergangenen Jahren Wiener DesignerInnen unverkennbare Formensprachen entwickelt. Wien beweist sich als kreatives Zentrum. Das gilt für Mode und Schmuck genauso wie für Accessoires und Interior Design, für die Gastronomie oder für Designhotels.</p>
<p>Der Modemacher Helmut Lang begann seinen Siegeszug in Wien, eine neue Riege an DesignerInnen wie Lena Hoschek oder Wendy &amp; Jim hat übernommen und feiert internationale Erfolge. Und selbst so traditionsreiche Unternehmen wie J. &amp;.L. Lobmeyr erweitern ihre Palette um innovative Designstücke. Lobmeyr gilt in Wien als Synonym für hochwertige, klassische Tischkultur und arbeitet immer wieder mit jungen GestalterInnen zusammen. So entwickelten etwa der Designer Mark Braun und der Meisterdestillateur Christoph Keller gemeinsam für Lobmeyr das Schnapsglas Stählemühle. Auch die seit 1718 bestehende Wiener Porzellanmanufaktur Augarten verbindet High-Tech-Design und Tradition, so wurde mit der Designschmiede Mostlikely die „Katzendose“ entwickelt.</p>
<p>Wiens Modeszene hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Geschäfte wie Meshit, Awareness &amp; Consciousness oder Art Point machen den 7. Bezirk zu einer Gegend, in der designaffine Stadtbummler sicher fündig werden. Hergestellt werden die Produkte nicht selten in angeschlossenen Hinterhofateliers.</p>
<p>Das Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au gehört mit seinem markanten, dekonstruktivistischen Stil längst zu den internationalen Stars dieser Branche. In Wien hat Coop Himmelb(l)au beispielsweise einen der Simmeringer Gasometer vom brachliegenden Industriedenkmal in ein Wohnhaus mit Shoppingcenter und Entertainmenthalle verwandelt. Zu den  Großprojekten gehört der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt, das Musée des Confluences in Lyon sowie das Musikkens Hus im dänischen Aalborg..</p>
<p>Auch im Produkt- und Interior-Design mischt die österreichische Kreativszene international kräftig mit. Das Wiener Designbüro EOOS hat unter anderem das weltweite Store-Konzept für Giorgio Armani Cosmetics und, gemeinsam mit dem Wasserforschungsinstitut Eawag der ETH Zürich, ein revolutionär neues Sanitärkonzept für die Bill &amp; Melinda Gates Foundation entwickelt. Das Designduo Walking Chair versteht sich als Think Tank für neue Wege im Design und entwarf unter anderem einen Konferenztisch namens Ping Meets Pong oder Luster aus Pfandflaschen.</p>
<p>Die Basis dafür bietet das kreative Klima Wiens. Im Innovation Cities Index <em>(<a href="http://www.innovation-cities.com">www.innovation-cities.com),</a></em> dem weltweit größten City-Ranking, das auf die Innovationskraft der Städte abzielt und 445 Städte analysiert, belegt Wien international Rang Spitzenplätze. In Wien verbinden sich Tradition und Innovation auch im Design auf schönste Weise, das Gestern und das Heute bestimmen den Puls der Stadt. Dafür sorgt eine Vielzahl an Geschäften, Hotels, Lokalen, Events und Institutionen.</p>
<h3>Mode, Schmuck und Accessoires</h3>
<p><strong>A&amp;C Store</strong></p>
<p>Lindengasse 25, 1070 Wien, <a href="http://www.awarenessandconsciousness.com">www.awarenessandconsciousness.com</a></p>
<p>Das Label Awareness &amp; Consciousness, gegründet von Christiane Gruber, einer Absolventin der Modeklasse an der Universität für Angewandte Kunst Wien, steht für zeitlose Kollektionen aus Jersey und Seide. In ihrem Shop gibt es auch Accessoires und Baby-Mode, genauso wie Schuhe, Schmuck und Taschen befreundeter DesignerInnen.</p>
<p><strong>Anukoo – Fair Fashion</strong></p>
<p>Gumpendorfer Straße 28, 1060 Wien, <a href="http://www.anukoo.at">www.anukoo.at</a></p>
<p>Mit der Modemarke Anukoo setzt die Organisation EZA Fairer Handel ihre Vision eines alternativen fairen Handels in die Praxis um. Das geradlinige Shopkonzept stammt von Atelier Heiss Architekten. Das Mobiliar aus Esche bietet einen natürlichen und doch exklusiven Hintergrund für die Präsentation der schicken Kollektionen mit Fair-Trade- und Öko-Zertifizierung.</p>
<p><strong>artup – Austrian Design in the City</strong></p>
<p>Bauernmarkt 8, 1010 Wien, <a href="http://www.artup.at">www.artup.at</a></p>
<p>In einem Shop mit Galeriecharakter präsentiert artup seit 2003 österreichisches Design. Mode, Accessoires, Wohnkultur und Souvenirs findet man hier in einem bunten Mix, frische Ideen sind als Unikate oder Kleinserien zu haben. GastdesignerInnen ermöglichen den Blick auf internationale Trends.</p>
<p><strong>Art Point</strong></p>
<p>Neubaugasse 35, 1070 Wien &amp; Bauernmarkt 11-13, 1010 Wien, <a href="http://www.artpoint.eu">www.artpoint.eu</a></p>
<p>Neben ihrer eigenen Modekollektion präsentiert die russisch-stämmige Designerin Lena Kvadrat ausgewählte Schuhe, Taschen und Accessoires anderer junger Label.</p>
<p><strong>eigensinnig</strong></p>
<p>Sankt-Ulrichs-Platz 4, 1070 Wien, <a href="http://www.eigensinnig.at">www.eigensinnig.at</a></p>
<p>Der Concept-Store eigensinnig betrachtet Mode als tragbare Kunst für Kreative, Querdenker und Visionäre. In den historischen Gewölben am idyllischen Sankt-Ulrichs-Platz finden DesignerInnen wie Hannibal, Daniel Andresen oder Biek Verstappen eine beeindruckende Präsentationsfläche.</p>
<p><strong>Göttin des Glücks</strong></p>
<p>Kirchengasse 17, 1070 Wien, <a href="http://www.goettindesgluecks.at">www.goettindesgluecks.at</a></p>
<p>Das Wiener Öko-Modelabel „Göttin des Glücks“ setzt bereits seit mehreren Jahren auf Fairtrade und zertifizierte Bio-Baumwolle für seine Entwürfe.</p>
<p><strong>Ina Kent</strong></p>
<p>Neubaugasse 34 &amp; Siebensterngasse 50, 1070 Wien, <a href="http://www.inakent.at">www.inakent.at</a></p>
<p>Die Designerin Ina Kent legt bei ihren Taschen Wert darauf, dass sie vielseitig einsetzbar und gut kombinierbar sind. Verarbeitung und Qualität des Materials erfüllen höchste Ansprüche. Kombiniert mit gutem Design ergibt das Taschen mit Geschichten – gemäß Ina Kents Motto: „Bags tell stories“.</p>
<p><strong>Meshit</strong></p>
<p>Westbahnstraße 25, 1070 Wien, <a href="http://www.meshit.at">www.meshit.at</a></p>
<p>Die Modemacherinnen Ida Steixner und Lena Krampf haben ganz jung angefangen, wurden im britischen Topshop gelistet und gewannen den Modepreis der Stadt Wien. Ihre frechen, urbanen Outfits gibt es im eigenem Shop in der Westbahnstraße, bald wird das Sortiment um Meshit-Unterwäsche erweitert.</p>
<p><strong>Michèl Mayer</strong></p>
<p>Singerstraße 7, 1010 Wien, <a href="http://www.michelmayer.at">www.michelmayer.at</a></p>
<p>Mit avantgardistischer Mode für Damen und Herren hat sich Michèl Mayer einen Namen gemacht. Im kleinen Shop unweit des Stephansdoms führt die Wiener Designerin außerdem eine eigene Kaschmir-Kollektion, die durch ihre Qualität besticht.</p>
<p><strong>PARK</strong></p>
<p>Mondscheingasse 20, 1070 Wien, <a href="http://www.park.co.at">www.park.co.at</a></p>
<p>Der futuristische, ganz in Weiß gehaltene Concept Store führt Designer wie Ann Demeulemeester, Raf Simons, Haider Ackermann und Edwina Hörl sowie Fotobücher und internationale Magazine.</p>
<p><strong>RUNWAY Vienna</strong></p>
<p>Goldschmiedgasse 10, 1010 Wien, <a href="http://www.runwayvienna.com">www.runwayvienna.com</a></p>
<p>Edle österreichische Designermode und Accessoires gibt es bei RUNWAY Vienna in noblem Ambiente am Petersplatz. Außerdem bietet der Store DesignerInnen eine Präsentationsfläche für Events und Modeschauen.</p>
<p><strong>Samstag Shop</strong></p>
<p>Margaretenstraße 46, 1040 Wien, <a href="http://www.samstag-shop.com">www.samstag-shop.com</a></p>
<p>Superated ist ein Wiener Designlabel für tragbare und leistbare Mode für Frauen und Männer, gegründet von Peter Holzinger und Christian Moser. Unter dem Namen „Samstag“ wurde in Wien der erste Shop eröffnet, hier gibt neben den superated-Kollektionen weitere interessante Labels wie La Casita de Wendy, Großer Heinrich oder Andy Wolf Eyewear.</p>
<p><strong>Song</strong></p>
<p>Praterstraße 11-13, 1020 Wien, <a href="http://www.song.at">www.song.at</a></p>
<p>In dem von Architekt Gregor Eichinger gestalteten Concept Store in der boomenden Praterstraße sind exklusive Stücke von Dries van Noten, AF Vandevorst oder Veronique Branquino erhältlich.</p>
<p><strong>Wall</strong></p>
<p>Westbahnstraße 5a, 1070 Wien, <a href="http://www.kaufhauswall.com">www.kaufhauswall.com</a></p>
<p>Gelungene Mischung aus Frisörladen und Streetwear-Store, der neben coolen Outfits auch Kosmetik, Schmuck sowie Foto- und Kunstbücher führt.</p>
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<hr />
<h3>Interior Design</h3>
<p><strong>Augarten Porzellan</strong></p>
<p>Spiegelgasse 3, 1010 Wien, <a href="http://www.augarten.at">www.augarten.at</a></p>
<p>Porzellanmuseum im Augarten, Obere Augartenstraße 1, 1020 Wien</p>
<p>Innerstädtisches Verkaufslokal der seit 1718 bestehenden Wiener Porzellanmanufaktur, deren exquisite, handbemalte Geschirrserien, Lampen, Vasen und anmutige Figuren weltweite Berühmtheit erlangten. Die Geschichte des Wiener Porzellans zeigt ein eigenes Porzellanmuseum, untergebracht in einem Seitenflügel der Porzellanmanufaktur im Augarten.</p>
<p><strong>Das goldene Wiener Herz</strong></p>
<p>Kirchberggasse 17/L1, 1070 Wien, <a href="http://www.dgwh.at">www.dgwh.at</a></p>
<p>Authentische und umweltfreundliche Wien-Souvenirs, entworfen von den Grafikdesignern Alexander Dworsky und Ursula Meyer, bietet Das goldene Wiener Herz am Spittelberg. Hier gibt es originelle Porzellanbecher, traditionelle Weingläser und mehrdeutige Postkarten mit einem neuen Blick auf die großen Wiener Klischees.</p>
<p><strong>Die Werkbank</strong></p>
<p>Breite Gasse 1, 1070 Wien, <a href="http://www.werkbank.cc">www.werkbank.cc</a></p>
<p>Das Geschäft zwischen MuseumsQuartier und Spittelberg versteht sich als Raum, Drehscheibe und Werkbank für Design. Hier finden sich Arbeiten junger heimischer Labels, von Möbeln und Wohnaccessoires bis hin zu Taschen, fein gearbeitetem Schmuck und vielem mehr.</p>
<p><strong>feinedinge</strong></p>
<p>Margaretenstraße 35, 1040 Wien, <a href="http://www.feinedinge.at">www.feinedinge.at</a></p>
<p>Aus feinem Porzellan gefertigte Speiseservices, Becher, Schalen, Sushi-Sets, Blumenvasen und Wandlichter, die zeitgemäßes Design mit echtem Gebrauchswert kombinieren.</p>
<p><strong>Lichterloh</strong></p>
<p>Gumpendorfer Straße 15-17, 1060 Wien + Showroom in der Ankerbrotfabrik, Absberggasse 27, 1100 Wien, <a href="http://www.lichterloh.com">www.lichterloh.com</a></p>
<p>Möbelklassiker des 20. Jahrhunderts, unter anderem von Charles und Ray Eames, Arne Jacobsen, Roland Rainer und Carl Auböck sind bei Lichterloh ebenso zu finden wie ausgewählte Neuanfertigungen österreichischer JungdesignerInnen. Ein gutes Beispiel dafür ist die limitierte Armbanduhr NORMALZEIT. Der in New York lebende Wiener Uhrendesigner Fredi Brodmann hat sie nach dem Vorbild der legendären Wiener Würfeluhren, die auf vielen öffentlichen Plätzen der Stadt zu sehen sind, gestaltet.</p>
<p><strong>J.&amp;.L. Lobmeyr</strong></p>
<p>Kärntner Straße 26, 1010 Wien, <a href="http://www.lobmeyr.at">www.lobmeyr.at</a></p>
<p>Das 1823 gegründete Wiener Traditionsunternehmen steht mit handgefertigten Lustern und kostbaren Glasserien für hochwertige Glaskultur und kunstvolle Lichtgestaltung – und arbeitet immer wieder mit jungen DesignerInnen zusammen.</p>
<p><strong>Lucy.D Studio</strong></p>
<p>Halbgasse 20/3, 1070 Wien, <a href="http://www.lucyd.com">www.lucyd.com</a></p>
<p>Die Produktpalette von Barbara Ambrosz und Karin Santorso umfasst Trinkschalen aus mund-geblasenem Kristallglas, multifunktionale Sitz-/Liegemöbel oder recyceltes Porzellangeschirr.</p>
<p><strong>Mano Design</strong></p>
<p>Grundsteingasse 36/1-3, 1160 Wien, <a href="http://www.manodesign.at"><span style="color: #0000ff;">www.manodesign.at</span></a></p>
<p>Aus hochwertigem Porzellan fertigt die Designerin Hedwig Rotter in ihrem Studio in Ottakring in Handarbeit Unikate, Kleinserien und limitierte Auflagen. Ihre Objekte wie Becher, Schalen, Teller, Vasen und Dekorationsobjekte zeichnen sich durch funktionale Vielfalt aus.</p>
<p><strong>das möbel &gt; das geschäft</strong></p>
<p>Gumpendorfer Straße 11, 1060 Wien, <a href="http://www.dasmoebel.at">www.dasmoebel.at</a></p>
<p>Zwischen MuseumsQuartier und Naschmarkt gelegene Einrichtungsgalerie auf drei Ebenen mit innovativem Möbeldesign und außergewöhnlichen Wohnaccessoires.</p>
<p><strong>Polka Studio</strong></p>
<p>Mariahilfer Straße 9/7, 1060 Wien, <a href="http://www.polkaproducts.com">www.polkaproducts.com</a></p>
<p>Das von Marie Rahm und Monica Singer gegründete Label Polka spielt mit Alltagsprodukten: Aus einer drahtverstärkten Stoffserviette wird ein Brotkorb, ein klassischer Emailkochtopf erhält unzählige kleine Füße.</p>
<p><strong>The Viennastore</strong></p>
<p>Herrengasse 5 + 6, Herrengasse 1/Palais Herberstein, 1010 Wien, <a href="http://www.theviennastore.at">www.theviennastore.at</a></p>
<p>Originelle und kitschfreie Wien-Souvenirs gibt es in gleich drei Geschäften in der Herrengasse. Vom „Vienna“ Weinglas über Würstelteller aus Porzellan bis zum Riesenrad-Keksausstecher findet sich hier Schönes und Kurioses. Einer der drei Shops, der Vienna1900Store neben dem Café Griensteidl, bietet Ausgesuchtes zur Wiener Jahrhundertwende.</p>
<hr />
<h3>Gastronomie-Design</h3>
<p><strong>Albertinapassage Dinnerclub</strong></p>
<p>Opernring/Ecke Operngasse, 1010 Wien, <a href="http://www.albertinapassage.at">www.albertinapassage.at</a></p>
<p>In einer aufgelassenen Fußgängerunterführung, direkt vor der Wiener Staatsoper, befindet sich dieser 800 Quadratmeter große Club mit Live-Musik, gehobener Gastronomie und ausgezeichneten Steaks. Das Designkonzept der Wiener Architekten Söhne &amp; Partner setzt auf den eleganten Kontrast der dunklen Möbel zu den weißen Elementen von Bar und Bühne.</p>
<p><strong>American Bar</strong></p>
<p>Kärntner Durchgang 10, 1010 Wien, <a href="http://www.loosbar.at">www.loosbar.at</a></p>
<p>Die Bar wurde 1908 von Adolf Loos entworfen und versteckt sich in einer kleinen Seitenstraße der Kärntner Straße. Auf nur 24 Quadratmetern bestimmen Holz, Glas, Messing und Onyx das heute denkmalgeschützte Frühwerk architektonischer Moderne.</p>
<p><strong>Café-Restaurant Corbaci</strong></p>
<p>MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien, <a href="mailto:corbaci@chello.at">corbaci@chello.at</a></p>
<p>Das Architekturzentrum Wien beherbergt mit dem Corbaci eines der schönsten Restaurants des MuseumsQuartiers. Entworfen wurde das Lokal mit dem orientalisch gefliesten Gewölbe von den französischen Architekten Anne Lacaton und Jean Philippe Vassal.</p>
<p><strong>ChinaBar an der Wien</strong></p>
<p>Hamburgerstraße 2, 1050 Wien, <a href="http://www.chinabaranderwien.at">www.chinabaranderwien.at</a></p>
<p>Ein ehemaliges Gasthaus am Rande des Naschmarkts hat der chinesische Gastronom Simon Xie Hong puristisch renoviert. In dunkelgrauer Kulisse werden Spezialitäten der scharfen Sichuan Küche auf höchstem Niveau serviert, im Sommer auch im ruhigen Garten.</p>
<p><strong>Heuer am Karlsplatz</strong></p>
<p>Treitlstraße 2, 1040 Wien, <a href="http://www.heuer-amkarlsplatz.com">www.heuer-amkarlsplatz.com</a></p>
<p>Das lichtdurchflutete urbane Lokal teilt sich diesen besonderen Ort mit der Kunsthalle am Karlsplatz. Das Architektenteam von BUSarchitektur setzte beim Interieur auf eine Mischung aus echten Lederbänken, alten Thonet-Stühlen, multifunktionalen Regalen und einer zentralen Bar. An der Decke ist der Verlauf des vor seiner Regulierung unter dem Restaurant verlaufenden Wienflusses angedeutet.</p>
<p><strong>Kussmaul</strong></p>
<p>Spittelberggasse 12, 1070 Wien, <a href="http://www.kussmaul.at">www.kussmaul.at</a></p>
<p>Die Architekten von BEHF hatten keine leichte Aufgabe. Schließlich sollten ein der Wiener Küchentradition verpflichtetes modernes Restaurant, eine Café-Pâtisserie und eine Bar gleichermaßen Raum finden. Gelungen ist dies im Restaurant mit gediegenen Designsesseln aus Japan und in den beiden trotz Reduktion gemütlichen Wintergärten.</p>
<p><strong>Labstelle</strong></p>
<p>Lugeck 6, 1010 Wien, <a href="http://www.labstelle.at">www.labstelle.at</a></p>
<p>Ein zeitgerechtes Restaurant im ersten Bezirk, sehr entspannt, der regionalen Küche verpflichtet – und doch urban. Gestaltet vom Architektenteam Traum Raum Harald Klune ist das 270 m² umfassende Gewölbe der <em>Labstelle ein genussvoller Gewinn für den Platz am Lugeck.</em></p>
<p><strong>O Boufés</strong></p>
<p>Dominikanerbastei 17, 1010 Wien, <a href="http://www.konstantinfilippou.com">www.konstantinfilippou.com</a></p>
<p>Direkt neben seinem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurant auf der Dominikanerbastei hat der Spitzenkoch Konstantin Filippou ein Bistro eröffnet. Raue Wände, Eames Chairs und ein grober Holzboden schaffen die richtige Atmosphäre für raffinierte Snacks und eine große Auswahl an Natural Wines.</p>
<p><strong>On Market</strong></p>
<p>Linke Wienzeile 36, 1060 Wien, <a href="http://www.on-market.at">www.on-market.at</a></p>
<p>Direkt am Naschmarkt gelegen, aber kulinarisch von den Küstengegenden Südchinas und Japans inspiriert. Die ehemalige Bankfiliale mit riesigen Fenstern und hohen Räumen wurde von der Architektin Birgit Eschenlor gestaltet.</p>
<p><strong>Palmenhaus</strong></p>
<p>Burggarten 1, 1010 Wien, <a href="http://www.palmenhaus.at">www.palmenhaus.at</a></p>
<p>Früher nutzte Kaiser Franz Joseph das Palmenhaus zum Entspannen, heute beherbergt die einzigartige Stahl-Glaskonstruktion im Burggarten ein trendiges Café-Restaurant.</p>
<p><figure style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10701/thumb_preview_c69ac727-4c3c-4d24-ad65-90e7b2f868b9.jpg" alt="Wien, Burggarten, Palmenhaus" width="880" height="659" data-ab-color="rgb(148,182,226)" data-adaptive-background="1" /><figcaption class="wp-caption-text">Abendliche Sommerstimmung vor dem Palmenhaus im Burggarten. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</figcaption></figure></p>
<p><strong>Roberto American Bar</strong></p>
<p>Bauernmarkt 11-13, 1010 Wien, <a href="http://www.robertosbar.com">www.robertosbar.com</a></p>
<p>Roberto Pavlovic gilt als einer der besten Barkeeper Wiens, die Roberto American Bar am Bauernmarkt ist sein erstes eigenes Lokal. Schwarzes Holz, eine geschwungene Theke, gemütliche <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A9par%C3%A9e">Séparée</a>s und ein beeindruckender Luster aus 80.000 aufgefädelten Perlen schaffen eine einzigartige Atmosphäre.</p>
<p><strong>Unger und Klein</strong></p>
<p>Gölsdorfgasse 2, 1010 Wien, <a href="http://www.ungerundklein.at">www.ungerundklein.at</a></p>
<p>Die von den Architekten „Eichinger oder Knechtl“ gestaltete Weinhandlung und Weinbar wird von einem langen, geschwungenen Weinregal dominiert, edle Tropfen und ausgesuchte Lebensmittel finden hier ihren Platz.</p>
<p><strong>Unger und Klein im Hochhaus</strong></p>
<p>Herrengasse 6-8, 1010 Wien, <a href="http://www.imhochhaus.at">www.imhochhaus.at</a></p>
<p>Wiens erstes Hochhaus wurde 1932 eröffnet und erfreute sich prominenter Bewohner wie Curd Jürgens oder Oskar Werner, bekannt ist es nach wie vor als „das Hochhaus“. In der rundum verglasten Mini-Espresso-Bar im Erdgeschoss dieses Gebäudes gibt es Kaffee von der hochgelobten Berliner Andraschko Kaffee Manufaktur und ausgezeichneten Wein. Für den Umbau des Lokals nach italienischem Vorbild zeichnete das Architektenbüro BEHF verantwortlich.</p>
<p><strong>Weingut &amp; Heuriger Christ</strong></p>
<p>Amtsstraße 10-14, 1210 Wien, <a href="http://www.weingut-christ.at">www.weingut-christ.at</a></p>
<p>Der „Design“-Heurige Christ vereint Tradition und Moderne der Wiener Heurigenkultur. Rainer Christ wurde schon mehrmals als Winzer des Jahres prämiert, sein Heuriger ist in den ungeraden Monaten täglich ab 15 Uhr geöffnet.</p>
<p><strong>Zum Schwarzen Kameel</strong></p>
<p>Bognergasse 5 + 7, 1010 Wien, <a href="http://www.kameel.at">www.kameel.at</a></p>
<p>Seit 1618 gibt es das Lokal für den feinen Gaumen „Zum Schwarzen Kameel“ in der Innenstadt, in der edlen Patisserie nur zwei Häuser weiter werden süße Köstlichkeiten fabriziert und angeboten.</p>
<hr />
<h2>Designhotels</h2>
<p><strong>25hours Hotel</strong></p>
<p>Lerchenfelder Straße 1-3, 1070 Wien, <a href="http://www.25hours-hotels.com/wien">www.25hours-hotels.com/wien</a></p>
<p>Von der Blütezeit des Zirkus zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich die Designer des 25hours Hotel inspirieren lassen. Schwere Samtvorhänge und Memorabilien aus der Manege treffen auf rohen Beton. Das Dachgeschoss ist eine cool-gemütliche Lounge, von der Dachterrasse geht der Blick über das nahe Parlament und die Stadt.</p>
<p><strong>Altstadt Vienna</strong></p>
<p>Kirchengasse 41, 1070 Wien, <a href="http://www.altstadt.at"><span style="color: #0000ff;">www.altstadt.at</span></a></p>
<p>Mitten im angesagten 7. Bezirk liegt das Hotel Altstadt Vienna, mehrere der Zimmer und Suiten wurden vom italienischen Stararchitekten Matteo Thun und der Modedesignerin Lena Hoschek neu eingerichtet – und kein Zimmer gleicht dem anderen.</p>
<p><strong>DO &amp; CO Hotel Vienna</strong></p>
<p>Stephansplatz 12, 1010 Wien, <a href="http://www.doco.com">www.doco.com</a></p>
<p>Das DO &amp; CO Hotel bietet einen einmaligen Blick auf den Stephansdom, urbanen Luxus der Sonderklasse und ein ausgezeichnetes Restaurant.</p>
<p><strong>Hollmann Beletage</strong></p>
<p>Köllnerhofgasse 6, 1010 Wien, <a href="http://www.hollmann-beletage.at"><span style="color: #0000ff;">www.hollmann-beletage.at</span></a></p>
<p>Mit nur 26 Zimmern ist das Hollmann Beletage ein sehr familiäres Wiener Designhotel in einem noblen, nur wenige Minuten vom Stephansplatz entfernten Gründerzeithaus.</p>
<p><strong>Hotel Daniel Vienna</strong></p>
<p>Landstraßer Gürtel 5, 1030 Wien, <a href="http://www.hoteldaniel.com">www.hoteldaniel.com</a></p>
<p>Neben dem Schloss Belvedere gelegen, setzt das Hotel Daniel auf reduzierte Eleganz. „Smart Luxury“ heißt das Konzept, die Architektur wurde mit dem österreichischen Staatspreis Architektur ausgezeichnet. Das Daniel befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, das aber nicht aus dem Barock oder der Ringstraße-Epoche stammt. Es wurde 1962 errichtet – als erstes Haus in Österreich im damals revolutionären Curtain-Wall-Stil.</p>
<p><strong>Palais Hansen Kempinski Vienna</strong></p>
<p>Schottenring 24, 1010 Wien, <a href="http://www.kempinski.com">www.kempinski.com</a></p>
<p>Das zur Eröffnung der Wiener Ringstraße gebaute Ringstraßen-Palais wurde 2013 von Boris Podrecca &amp; Atelier Hayde Architekten als Luxushotel neu gestaltet. Es beherbergt 98 Zimmer und 54 Suiten, Herzstück ist der großzügige Lobby-, Lounge- und Barbereich.</p>
<p><strong>Grand Ferdinand</strong></p>
<p>Schubertring 10-12, 1010 Wien, <a href="http://www.grandferdinand.com">www.grandferdinand.com</a></p>
<p>Das denkmalgeschützte Ringstraßen-Gebäude aus den 1950er-Jahren war früher Firmensitz der Veitscher Magnesitwerke. Deren Direktor hieß Dr. Hans Lauda, Großvater des Formel-1-Weltmeisters Niki Lauda. Sein ehemaliges Firmenauto, einen Jaguar, können die Gäste ausleihen. Die188 Zimmer des Grand Ferdinand verbinden zeitlose Eleganz mit zeitgemäßem Komfort.</p>
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<p><strong>grätzlhotel</strong></p>
<p>Belvedere/Meidlinger-Markt/Karmelitermarkt, <a href="http://www.graetzlhotel.com">www.graetzlhotel.com</a></p>
<p>Grätzl ist ein Wiener Ausdruck für einen Teil eines Stadtbezirks, für die unmittelbare Wohnumgebung. Das grätzlhotel ist kein klassisches Hotel, es besteht aus 18 individuellen Suiten, verteilt über drei Gebiete im 2., 4. und 12. Bezirk. Alle Suiten befinden sich in ehemaligen Geschäftslokalen, deren ursprüngliche Nutzung sich im modernen Design wiederfindet.</p>
<p><strong>The Guesthouse Vienna</strong></p>
<p>Führichgasse 10, 1010 Wien, <a href="http://www.theguesthouse.at"><span style="color: #0000ff;">www.theguesthouse.at</span></a></p>
<p>Zwischen Wiener Oper und Albertina hat der britische Stardesigner Sir Terence Conran ein Boutiquehotel mit nur 39 Zimmern und Suiten entworfen. Die Zimmer vermitteln das Gefühl einer gemütlichen und zugleich luxuriösen Wohnung im ersten Wiener Bezirk.</p>
<p><strong>Hotel Lamée</strong></p>
<p>Rotenturmstraße 15, 1010 Wien, <a href="http://www.hotellamee.com">www.hotellamee.com</a></p>
<p>Das Hotel Lamée ist ein edles, kleines Designhotel, gelegen in einem Haus aus den 1930er-Jahren nahe dem Stephansdom. Die moderne Interpretation des Grand Hotels ist auch in den insgesamt 32 Zimmern zu spüren, eine Dachterrasse mit Blick über Wien rundet das Bild ab.</p>
<p><strong>Magdas Hotel</strong></p>
<p>Laufbergergasse 12, 1020 Wien, <a href="http://www.magdas-hotel.at">www.magdas-hotel.at</a></p>
<p>Ein ehemaliges Seniorenheim wurde vom Architekturbüro AllesWirdGut ideenreich umgebaut, entstanden ist ein Hotel mit 78 Zimmern im Upcycling-Design und das Restaurant magdas Salon. In dem von der Caritas betriebenen Haus arbeiten 20 Flüchtlinge aus 14 Ländern, hier kommen also nicht nur die Gäste aus allen Teilen der Welt.</p>
<p><strong>Meliá Vienna<u> </u></strong></p>
<p>Donau-City-Straße 7, 1220 Wien, <a href="http://www.melia.com‎">www.melia.com‎</a></p>
<p>Das höchste Gebäude Österreichs wurde vom französischen Architekten Dominique Perrault entworfen. Ganz oben im 58. Stock befindet sich die atemberaubende Meliá Roof Top Bar, in den 239 Zimmern und 14 Suiten des Hotels logiert man von Stockwerk 4 bis 15.</p>
<p><strong>Le Méridien</strong></p>
<p>Opernring 13-15, 1010 Wien, <a href="http://www.lemeridienvienna.com">www.lemeridienvienna.com</a></p>
<p>Das trendige Ringstraßenhotel in der Nähe der Staatsoper ist mit einer coolen Mischung aus Alt und Neu ausgestattet, moderne Kunst und aktuelle Wiener Szene-DJs gibt es in der Lounge Bar Shambala.</p>
<p><strong>Motel One Wien</strong></p>
<p><a href="http://www.motel-one.com">www.motel-one.com</a></p>
<p>Die Budget-Designhotel-Kette Motel One betreibt in Wien vier Standorte: am Westbahnhof, in der Nähe der Staatsoper, in Praternähe und seit Sommer 2015 ein Haus mit 533 Zimmern am Wiener Hauptbahnhof.</p>
<p><strong>Rathaus Wein &amp; Design</strong></p>
<p>Lange Gasse 13, 1080 Wien, <a href="http://www.hotel-rathaus-wien.at"><span style="color: #0000ff;">www.hotel-rathaus-wien.at</span></a></p>
<p>In diesem Designhotel dreht sich alles um den Wein. Jedes der 40 Zimmer ist einem österreichischen Spitzenwinzer gewidmet, die Minibar ist ebenfalls mit Wein bestückt, zum Frühstück gibt es Wein-Käse, und auch für Wein-Kosmetik ist gesorgt.</p>
<p><strong>Hotel Sans Souci Wien</strong></p>
<p>Museumstraße 1, 1070 Wien, <a href="http://www.sanssouci-wien.com">www.sanssouci-wien.com</a></p>
<p>Das Interieur des Sans Souci, eingebettet zwischen MuseumsQuartier und Volkstheater, wurde vom Londoner Designkollektiv yoo konzipiert. 63 individuell gestaltete und großzügig angelegte Zimmer unterstreichen den Lifestyle-Anspruch des Designhotels.</p>
<p><strong>Hotel Schani Wien</strong></p>
<p>Karl-Popper-Straße 22, 1100 Wien, <a href="http://www.hotelschani.com">www.hotelschani.com</a></p>
<p>Die Architektur und das Interieur Design des Hotels in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes stammen aus der Feder von Gabriel Kacerovsky von archisphere. Die innovativen Ideen für eine digitale Hotellobby kommen vom Fraunhofer Institut: 135 Zimmer können individuell via Smartphone gewählt und aufgeschlossen werden.</p>
<p><strong>Sofitel Vienna Stephansdom</strong></p>
<p>Praterstraße 1, 1020 Wien, <a href="http://www.sofitel-vienna.com">www.sofitel-vienna.com</a></p>
<p>Das am Donaukanal errichtete Hochhaus des französischen Stararchitekten Jean Nouvel beherbergt neben dem Designcenter Stilwerk das Luxus-Hotel Sofitel Vienna Stephansdom, dessen Interieur ebenfalls von Nouvel gestaltet wurde. Auf der 18. Etage bietet das Restaurant „Das Loft“ französisch inspirierte Küche inklusive 360-Grad-Stadtpanorama und eine spektakuläre Deckeninstallation der Künstlerin Pipilotti Rist.</p>
<p><strong>Hotel Topazz</strong></p>
<p>Lichtensteg 3, 1010 Wien, <a href="http://www.hoteltopazz.com">www.hoteltopazz.com</a></p>
<p>Für die Architektur des Designhotels und seine auffällige Fassade zeichnen BWM Architekten aus Wien verantwortlich. Die ovalen Fenster der insgesamt 32 Zimmer geben dem Hotel ein einzigartiges Aussehen – von innen wie von außen.</p>
<p><strong>Das Triest</strong></p>
<p>Wiedner Hauptstraße 12, 1040 Wien, <a href="http://www.dastriest.at">www.dastriest.at</a></p>
<p>Das Triest hat als erstes Wiener Designhotel Maßstäbe gesetzt, es wurde von Sir Terence Conran designt und ist immer noch ein absoluter Hot-Spot zwischen Karlsplatz und Naschmarkt. Auch die kleine Silverbar ist einen Besuch wert, hier haben sich schon Robbie Williams und andere Showgrößen wohl gefühlt.</p>
<hr />
<h2>Design-Events &amp; -Institutionen</h2>
<p><strong>Austrian Fashion Association (AFA)</strong></p>
<p><a href="http://www.austrianfashionassociation.at">www.austrianfashionassociation.at</a></p>
<p>Die Austrian Fashion Association organisiert die Vergabe der Modeförderung des Bundes und der Stadt Wien. Das AFA Offspace in der Lindengasse ist eine Spielfläche für grenzüberschreitende Präsentationen von Mode und ihrem kreativen Umfeld – Fotografie, bildende Kunst, Performance und Musik.</p>
<p><strong>Blickfang Wien</strong></p>
<p>Einmal jährlich im Oktober im MAK, <a href="http://www.blickfang.com">www.blickfang.com</a></p>
<p>Mit über 150 Ausstellern präsentiert sich Blickfang einmal jährlich als Österreichs größte Designmesse für Möbel, Mode und Schmuck im MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst am Stubenring.</p>
<p><strong>designforumMQ</strong></p>
<p>MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien, <a href="http://www.designforum.at">www.designforum.at</a></p>
<p>Das Designforum im MuseumsQuartier beschäftigt sich mit designrelevanten Themen, die in Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Symposien, Vorträgen, Konferenzen und Events für eine breite Öffentlichkeit aufbereitet werden.</p>
<p><strong>Hofmobiliendepot. Möbel Museum Wien</strong></p>
<p>Andreasgasse 7, 1070 Wien, <a href="http://www.hofmobiliendepot.at">www.hofmobiliendepot.at</a></p>
<p>Mit knapp 160.000 Objekten beherbergt das Hofmobiliendepot die größte Möbelsammlung der Welt und bietet einen Überblick über die Geschichte der Wiener Möbelkunst von den kaiserlichen Hoflieferanten über berühmte Namen wie Adolf Loos, Otto Wagner und Josef Hoffmann bis heute.</p>
<p><strong>MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst</strong></p>
<p>Stubenring 5, 1010 Wien, <a href="http://www.mak.at">www.mak.at</a></p>
<p>Im MAK Design Shop sind limitierte Editionen heimischer DesignerInnen und im Rahmen von Aus-stellungen entwickelte Produkte erhältlich. Der MAK Design-Info-Pool dokumentiert das Schaffen von mehr als 800 österreichischen GestalterInnen, regelmäßige Design Showcases stellen ausgewählte DesignerInnen und Designstudios vor. Im Museum selbst ist das Wiener-Werkstätte-Archiv höchst sehenswert, ebenso wie das vom Wiener Designstudio EOOS gestaltete MAK Design Labor. Es bietet auf 2.000 m² inspirierende Bezüge zwischen Kunst und Alltag.</p>
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<p><strong>Modepalast</strong></p>
<p>Einmal jährlich im Mai im Künstlerhaus Wien, <a href="http://www.modepalast.com">www.modepalast.com</a></p>
<p>Verkaufsausstellung junger österreichischer und internationaler Mode-, Schmuck- und Accessoires-Labels mit jährlich wechselndem Länderschwerpunkt, Modeschauen und einer Fashion-Lounge.</p>
<p><strong>MQ Point</strong></p>
<p>MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien, <a href="http://www.mqw.at">www.mqw.at</a></p>
<p>Direkt im Haupteingang des MuseumsQuartier gelegen ist der MQ Point die erste Adresse für internationale Designartikel, eigens für das MuseumsQuartier kreierte Produkte, ausgefallene Geschenke und originelle Accessoires.</p>
<p><strong>Vienna Design Week</strong></p>
<p>Einmal jährlich im September/Oktober an verschiedenen Orten in Wien, <a href="http://www.viennadesignweek.at">www.viennadesignweek.at</a></p>
<p>Österreichisches Produkt-, Industrie- und Möbeldesign steht im Mittelpunkt der Vienna Design Week, deren reichhaltiges Veranstaltungsprogramm Ausstellungen, Spezialführungen, Diskussionen, Vorträge und eine Designverkaufsausstellung umfasst.</p>
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<hr />
<h2>Literaturtipp: ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön</h2>
<p><a href="https://www.amazon.de/gp/product/389705969X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389705969X&amp;linkCode=as2&amp;tag=reisefuehrer099-21">111 Orte in Wien die man gesehen haben muss</a></p>
<p>111 Einblicke und Einsichten in ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön verspricht der etwas andere Wien-Reiseführer: „hinter den diskret versteckten Tapetentüren der alten Monarchie ebenso wie in den schrill erleuchteten Entrees des New Vienna, in postmodernen Kaffeehäusern, musealen Beisln, politischen Waschsalons und längst vergessenen Hinterhöfen“.</p>
<p>Lesen Sie nach, wo sich Wien richtig böse, und wo ist es richtig gemütlich ist, wo sich das schönste Stundenhotel der Stadt befindet und wo der Kopf eines Mörders hinter Glas liegt …</p>
<p><a href="https://www.amazon.de/gp/product/389705969X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389705969X&amp;linkCode=as2&amp;tag=reisefuehrer099-21"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-4178 size-full" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/08/Werbung-amazon.jpg" alt="Werbung amazon" width="165" height="250" /></a></p>
<p>Dieses Buch ist ein wahrer Lesegenuss für all jene, die bei ihrem Besuch nicht nur das übliche Standard-Touristenprogramm abspulen möchten.</p>
<p>Von Peter Eickhoff  / Emons Verlag</p>
<p><strong>Spiegel-Bestseller Nr. 1</strong></p>
<p><em>Beitragsbild: Das Loft Restaurant, Sofitel Vienna Stephansdom. © WienTourismus/Christian Stemper</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wiens Geschichte, Kunst und Architektur</title>
		<link>https://reisewiki.at/wiens-kunst-architektur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2016 10:22:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://reisewiki.at/?p=3100</guid>

					<description><![CDATA[Mit seiner gelungenen Mischung aus imperialer Tradition und aktueller Kreativität hat sich die österreichische Hauptstadt als einer der Hauptakteure am globalen Tourismusmarkt etabliert. Rund 13 <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wiens-kunst-architektur/" title="Wiens Geschichte, Kunst und Architektur">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit seiner gelungenen Mischung aus imperialer Tradition und aktueller Kreativität hat sich die österreichische Hauptstadt als einer der Hauptakteure am globalen Tourismusmarkt etabliert. Rund 13 Millionen Übernachtungen verzeichnet die Metropole pro Jahr.</p>
<p>Geschichte ist in Wien allgegenwärtig: in den Bauten, in seiner Musik und in seinen Kunstwerken. Tauchen Sie ein in die vielfältige, spannende und noch immer lebendige Historie dieser Stadt! Starten Sie eine Zeitreise: Erleben Sie Wien in der Zeit der Römer, lernen Sie den Wiener Mozart kennen und verfolgen Sie die spannenden Veränderungen in Architektur und städtebaulichen Konzepten!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3101" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053.jpg" alt="Belvedere, Wien" width="640" height="426" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053.jpg 640w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Belvedere_Wien_1467367053-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p><em>Eingang zum Schloss Belvedere: Treten Sie ein ins historische Wien!<br />
</em></p>
<hr />
<h2>Vom Römerlager zur Hauptstadt der Republik</h2>
<p>Wiens Geschichte geht weit zurück. Einen ersten großen Entwicklungsschub gab es etwa 15 v. Chr., als die Römer das Militärlager Vindobona gründeten. Die Stadt Wien wurde erstmals urkundlich im Jahre 1137 erwähnt. Das heutige Stadtbild wird vom Barock und der Herrschaft von Kaiserin Maria Theresia dominiert. Doch Kaiser Franz Joseph hinterließ ebenfalls seine Spuren in der Stadt, als er die Stadtmauern im Jahr 1857 abreißen ließ und die Fertigstellung der prächtigen Ringstraße forcierte. Er starb im Ersten Weltkrieg nach 68-jähriger Regierungszeit.</p>
<p>Im Jahr 1918 wurde Wien die Hauptstadt der Republik Österreich. Nach der Annexion von Österreich durch Nazi-Deutschland im Jahr 1938 wurde Wien als &#8222;Reichsgau&#8220; (ein Landkreis des Dritten Reiches) bezeichnet. Im Jahr 1945 wurde sie wieder Hauptstadt der Republik Österreich. Die Stadt wurde zu einem der vier Amtssitze der Vereinten Nationen neben New York, Genf und Nairobi. Im Jahr 1979 wurde der UN-Komplex an am Ufer der Neuen Donau eröffnet und im Jahr 1995 reihte sich Wien in die Reihen der Hauptstädte der Europäischen Union ein.</p>
<hr />
<h2>Barock, Historismus und Jugendstil</h2>
<p>Wien verdankt seine universelle Anziehungskraft der spannungsreichen Verbindung von kaiserlich-nostalgischem Flair mit einer sehr kreativen Kulturszene, der verantwortungsvollen Pflege eines kostbaren Erbes und liebenswerter Traditionen im Einklang mit aktuellen Trends. Die Architektur aus der Kaiserzeit hat einen unauslöschlichen Eindruck in der Stadt hinterlassen. Prächtige Bauten, vor allem aus dem Barock, Historismus (&#8222;Ringstraße&#8220;) und Jugendstil prägen die Stadt. Ein beachtliches Erbe für die Hauptstadt der kleinen Republik Österreich mit nur 8,4 Millionen Einwohnern. In Wien überdauert bis heute die Romantik eines längst verlorenen Reiches.</p>
<p>Doch es ist nicht nur die kaiserliche Architektur der Stadt, die ihre Schönheit ausmacht. Wien bietet auch weltbekannte Museen, Kunstsammlungen und Kunstwerke. Das Kunsthistorische Museum Wien (Museum der Schönen Künste) beherbergt die weltweit größte Sammlung von Gemälden von Bruegel sowie die neu renovierte Kunstkammer, eine einzigartige Sammlung von Artefakten und Kuriositäten, die im Jahr 2013 wiedereröffnet wurde. Zahlreiche Werke von Gustav Klimt und Egon Schiele werden im Belvedere und im Leopold Museum im Museumsquartier ausgestellt.</p>
<p>Das Museumsquartier, eine kulturelle Attraktion von internationalem Rang, befindet sich im Stadtzentrum in der Nähe zu den berühmten Museen und wurde im Jahr 2001 eröffnet. Dieser zentral gelegene Kulturkomplex ist eine architektonisch faszinierende Kombination aus Barock (die ehemaligen Hofstallungen) und einer zukunftsorientierte Gestaltung der Architekten Ortner &amp; Ortner. Mit 60.000 Quadratmetern Nutzfläche auf acht unterschiedlichen Ebenen ist es eines der zehn größten Kulturareale der Welt und bietet eine einzigartige Mischung von Ausstellungsobjekten.</p>
<p>Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind: das Leopold Museum (wie bereits erwähnt) mit der weltweit größten Sammlung von Schiele-Bildern und Werken von renommierten modernen österreichischen Künstlern wie Klimt, Kokoschka und Gerstl; das mumok &#8211; Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, das Architekturzentrum Wien und die Kunsthalle Wien. Zwei Festhallen werden für hochkarätige Veranstaltungen wie die Wiener Festwochen, das Tanzfestival Impulstanz und auch für Popkonzerte genutzt. Ein Kindermuseum, ein Kindertheater, ein Informationszentrum für Jugendliche, und eine Reihe von attraktiven Restaurants, Cafés und Geschäfte ergänzen die reiche Auswahl an kulturellen Angeboten.</p>
<p>In der Nähe der Staatsoper beherbergt die <strong>Albertina</strong> die weltweit größte Sammlung von Grafiken mit etwa 60.000 Zeichnungen, einigen Millionen Drucken und einer umfangreichen Sammlung von Fotomaterial. Für leibliche Genüsse sorgt das gute Essen in Do &amp; Co Restaurant der Albertina nach dem Besuch einer der Ausstellungen.</p>
<p>Die Belvedere-Schlösser und Gärten bilden eine der europaweit schönsten Barockensembles. Das Obere Belvedere beherbergt die weltweit führende Sammlung österreichischer Kunst aus dem Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Zu den absoluten Highlights zählt die weltweit größte Sammlung von Werken von Gustav Klimt &#8211; einschließlich seiner bekanntesten Komposition, der Kuss. Das Untere Belvedere und die Orangerie sind Gastgeber ständig wechselnder Saisonausstellungen. Ein kurzes Stück vom Oberen Belvedere entfernt, befindet sich der ehemalige Österreich-Pavillon der Weltausstellung von 1958.</p>
<p>Am 24. April 2004 &#8211; 150 Jahre nach der Hochzeit von Kaiserin Elisabeth (1837-1898) und Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) – wurde das <strong>Sisi Museum in der Hofburg</strong> eröffnet. Die Exponate umfassen eine Reihe von persönlichen Gegenständen Elisabeths einschließlich einer Replik des Kleides, das sie am Vorabend ihrer Hochzeit trug, ihrem Morgenmantel und ihrem Sonnenschirm sowie Fächer und Handschuhe. Auch das luxuriöse Interieur des Eisenbahnwagens, den die Kaiserin auf Reisen benützte, kann besichtigt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3897/thumb_preview_afacadcf-adb5-4f8b-81ea-c55098e32739.jpg" alt="Kaiserin Elisabeth I. im ungarischen Krönungsornat (Gemaelde: Georg Raab) " width="656" height="660" data-ab-color="rgb(162,151,159)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p><em>Kaiserin Elisabeth I. im ungarischen Krönungsornat (Gemaelde: Georg Raab). Kaiserappartements in der Wiener Hofburg / Sisi Museum. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<hr />
<h2>Theater, Opern- und Musical-Theater</h2>
<p>Wien ist traditionell die Stadt der Kunst. Die Stadt verfügt über 50 Theater, darunter vier Opern und mehrere Musical-Theater, 150 Museen, zahlreiche Galerien und renommierte Theater-, Musik-und Tanzfestivals. All dies sorgt für ein außergewöhnlich reiches Kulturprogramm während des ganzen Jahres und macht die Stadt zu einer der führenden europäischen Kulturzentren.</p>
<p>Wien, als Stadt der Musik, genießt eine herausragende Reputation in der ganzen Welt. Keine andere Stadt war die Heimat so viele Komponisten von internationalem Ruf. Einige, wie Schubert, Strauss, Schönberg und Berg wurden, hier geboren, andere, wie Mozart, Beethoven, Haydn, Brahms und Mahler entschieden sich, dort zu leben. Wien verfügt über eines der besten Orchester der Welt &#8211; die Wiener Philharmoniker – sowie die Wiener Symphoniker und mehrere andere Orchester und Ensembles von ausgezeichnetem Ruf. Die Wiener Staatsoper ist eines der weltweit führenden Opernhäuser und wird durch drei weitere in der Stadt (Theater an der Wien, Volksoper, Kammeroper) ergänzt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/612/thumb_preview_1adda447-7a02-40b2-851d-952e70203410.jpg" alt="Burgtheater " width="880" height="589" data-ab-color="rgb(26,95,165)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Wiener Burgtheater vor dem Rathausplatz. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun</em></p>
<p>Die Wiener Sängerknaben verzaubern Musikliebhaber aus der ganzen Welt. Neben der klassischen Musik hat sich Wien auch als Stadt der Musicals etabliert, und die jüngsten Erfolge in der elektronischen Musik zeigen, dass auch die Avantgarde in Wien präsent ist. Eine ganz besondere Art, Musik zu genießen, bietet das Haus der Musik &#8211; eine einzigartige Hightech-Entdeckungsreise enträtselt das Phänomen der Musik: ein Ort, wo Geräusche sichtbar werden, Orgelpfeifen begehbar sind und Besucher virtuelle Dirigenten und Komponisten auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern erleben. Eine weitere Attraktion ist das Mozarthaus Vienna, das am 27. Januar 2006 eröffnet wurde – anlässlich von Mozarts 250. Geburtstag &#8211; in seinem ehemaligen Wohnhaus in der Domgasse.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Wiener Sängerknaben - &quot;Songs for Mary&quot; (Trailer)" width="678" height="381" src="https://www.youtube.com/embed/M1JwTKsqYDU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<hr />
<h2>Wien und seine Architektur</h2>
<p>Wiens 2000-jährige Geschichte ist eng mit der Stadt in ihrer gegenwärtigen Form verbunden. Das Design der Innenstadt geht auf eine römische Siedlung und das Straßennetz des Mittelalters zurück. Romanische und gotische Kirchen prägen den Charakter der Straßen und Plätze; ebenso zahlreiche Paläste und Stadthäuser aus der Barockzeit.</p>
<p>Die Ringstraße war der ultimative Ausdruck einer modernen Metropole im neunzehnten Jahrhundert; ausgedehnte Wohnanlagen in den Außenbezirken bestimmen den Ton des Zwanzigsten Jahrhunderts. Derzeit werden eine Reihe von Großplanungen umgesetzt. Stararchitekten arbeiten daran, die Skyline Wiens neu zu definieren.</p>
<p>Wegen seiner Rolle als Kaiserresidenz und als ein Zentrum der Macht in Europa war die österreichische Hauptstadt über Jahrhunderte im Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Dies förderte die Entwicklung wertvoller Architektur, wie sie heute in einem ähnlichen Ausmaß wohl nur wenige andere Städte bieten.</p>
<p>Im Laufe der Jahre hat sich die Stadt konsequent darum bemüht, diese historischen Highlights zu integrieren sowie den Weg für einige spektakuläre Neubauten freizumachen. Als die am schnellsten wachsende Großstadt im deutschsprachigen Raum setzt Wien heute weltweit neue Maßstäbe, vor allem im Wohnungsbau. Die Erhaltung der gewachsenen Strukturen und der Dialog zwischen Alt und Neu sind in der Wiener Architektur Konstanten.</p>
<p><strong>Architektur-Highlight des Mittelalters: der Stephansdom</strong></p>
<p>Die älteste architektonische Sehenswürdigkeit in Wien ist der Stephansdom. Unter den Habsburgern, die prägend auf das Erscheinungsbild der Stadt vom späten dreizehnten Jahrhundert bis 1918 wirkten, wurde der Dom nach und nach als ein Denkmal für die Ambitionen der herrschenden Dynastie erweitert. Der von den Wienern liebevoll &#8222;Steffl&#8220; genannte Dom mit seinem 137 Meter hohe Südturm wurde 1433 fertiggestellt. Er gilt als ein Meisterwerk der europäischen Spätgotik. Über lange Zeit war er das höchste Gebäude aus Stein in Europa und ist bis heute der unbestrittene Mittelpunkt der Stadt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1494/thumb_preview_d3255801-2c74-4abf-802d-bf37a14ebeb7.jpg" alt="Haas Haus und Stephansdom " width="851" height="660" data-ab-color="rgb(51,84,153)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Haas Haus und Stephansdom. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.</em></p>
<hr />
<h2>Kaiserliche Hauptstadt des Barock</h2>
<p>Wiens Aufstieg in die Reihen der großen europäischen Hauptstädte begann in der Barockzeit. Zu den wichtigsten Architekten dieser Zeit zählen Johann Bernhard Fischer von Erlach und Johann Lucas von Hildebrandt. Eine Reihe von Sommerpalästen entstand außerhalb der Stadtmauern. Das Gartenpalais Schwarzenberg (1697-1704), Prinz Eugens Winterpalais (1695-1724, heute eine Außenstelle des Belvedere) und das Palais Daun-Kinsky (1713-1719, heute das Auktionshaus im Kinsky) gehören zu den wichtigsten Stadtpalästen.</p>
<p>Der Kaiser erweiterte die Hofburg mit dem Bau der Hofbibliothek (1722-1726) und der Winterreitschule (1729 bis 1734). Auch Kirchen und Klöster prägten in der Zeit der Habsburger die Stadt. Etwa Fischer von Erlachs Karlskirche, die außerhalb der Stadtmauern zwischen 1714 und 1739 errichtet wurde. Sie ist eines der wichtigsten Werke des europäischen Barock mit einer wunderschön ausgeführten Fassade. Die farbenfrohen Innenräume der Kirchen wie etwa jener der Peterskirche (1701-1722) zeugen von Ehrgeiz der Architektur dieser Periode, Malerei und Skulptur in einem harmonischen Einklang zu bringen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3365/thumb_preview_8fd1b5c7-b498-4818-a09a-435a34d4a371.jpg" alt="Karlskirche am Abend" width="446" height="660" data-ab-color="rgb(47,77,147)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p>© Österreich Werbung, Fotograf: Kalmar.</p>
<p><em>Ein barockes Juwel: die Karlskirche. Im Sommer stellt das Wiener Stadtgartenamt vor der Kirche Palmen und Oleander auf.</em></p>
<p><strong>Eine Stadt wird zur Metropole</strong></p>
<p>Pläne, die hoffnungslos überfüllte Stadt zu erweitern, führten 1857 dazu, dass Kaiser Franz Joseph die Befestigungsanlagen der Stadtmauern abreißen ließ, sodass das historische Zentrum mit den Vorstädten verbunden werden konnte. 1865 eröffnet, ist die Ringstraße der wichtigste Vorzeigeboulevard in Europa. Die Gebäude sind fast alle in ihrer ursprünglichen Pracht erhalten. Sie bieten einen authentischen Eindruck von einer Metropole des Neunzehnten Jahrhunderts. Die Architektur der offiziellen öffentlichen Gebäude an der Ringstraße spiegelt ihren Zweck wider: die klassischen griechischen Formen von Theophil Hansen für das Parlament (1871-1883) beziehen sich auf die Demokratie, der Stil von Heinrich Ferstels Universitäts-Renaissance-Gebäudes (1873-1884) auf die Blüte des Humanismus, und Friedrich Schmidts gotisches Rathaus (1872-1883) steht für den Bürgerstolz des Mittelalters.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10723/thumb_preview_5a376757-0a22-4884-9fab-548a3e32e68a.jpg" alt="Wien, Blick vom Justizpalast auf Parlament" width="880" height="359" data-ab-color="rgb(167,189,215)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Wien, Blick vom Justizpalast auf Parlament. © Österreich Werbung, Fotograf: Volker Preusser</em></p>
<p>Die Bauten des Kaiserhauses dominieren den Ring bis heute: Eduard van der Nülls und August Sicardsburgs Staatsoper (1863-1869), Gottfried Sempers und Carl Hasenauers Burgtheater (1874-1888), das Kunsthistorische Museum, das Naturhistorische Museum (1871-91) und die Neue Hofburg (1881-1918). Zur gleichen Zeit war die Ringstraße der bevorzugte Aufenthaltsort für die meist jüdische Oberschicht. Familien wie die Ephrussis, die Epsteins und die Todescos errichteten luxuriöse Paläste und betonten so die  kulturelle Führung in der Wiener Gesellschaft. Die Weltausstellung 1873 gab Wien schließlich die Möglichkeit, sich einem internationalen Publikum zu präsentieren. Viele Hotels eröffneten an der Ringstraße einschließlich dem Hotel Imperial und dem heutigen Palais Hansen Kempinski.</p>
<p><strong>Fin de Siècle in Wien</strong></p>
<p>Eines der letzten Gebäude, das an der Ringstraße fertiggestellt wurde, war Otto Wagners Postsparkasse (1903-1906). Mit seiner schmucklosen Fassade und der gläsernen Kassenhalle ist es bis heute eine Ikone der modernen Architektur. Otto Wagner vertrat den Geist der Veränderung an der Wende des Jahrhunderts wie kein anderer. Seine S-Bahn-Stationen brachten architektonische Schönheit in das öffentliche Verkehrsnetz der Stadt, und seine Kirche am psychiatrischen Krankenhaus Steinhof gilt als erste moderne Kirche (1904-1907).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3106" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Karlsplatz__1467368232.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Karlsplatz__1467368232.jpg 640w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/07/Karlsplatz__1467368232-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p><em>Die U-Bahn-Station Karlsplatz ist eine architektonische Besonderheit: Die Station besteht aus zwei mit Ornamenten üppig verzierten, einander gegenüberliegenden Pavillons. Ausgeführt wurden sie von Otto Wagner als Stahlskelettbau mit vorgehängten Marmorplatten im Dekor des Jugendstils. </em></p>
<p>Wagners unbeirrbarer Fokus auf die Funktion eines Gebäudes beeinflusste eine ganze Generation von Architekten. Etwa Joseph Maria Olbrich, der die Secession (1897-1898) plante und Josef Hoffmann, Architekt des Sanatoriums Purkersdorf (1904) am westlichen Stadtrand der Stadt. Hoffmann gilt auch als Gründer der Wiener Werkstätte (1903).</p>
<p>Der wichtigste unter ihnen war Adolf Loos &#8211; das <strong>Looshaus</strong> am Michaelerplatz schrieb bei seiner Enthüllung Architekturgeschichte (1909 -1911). Die Geschäftsebene ist aufwendig mit Marmor verkleidet und steht in absolutem Gegensatz zu der schlichten Fassade im oberen Teil, sodass die &#8222;Nacktheit&#8220; der oberen Etagen noch deutlicher hervortritt. Diese funktionell motivierte Aussage war so provokativ wie Loos kulturkritische Texte („Ornament und Verbrechen“), mit denen er großen Einfluss auf die Architektur des 20. Jahrhunderts nahm.</p>
<p>Loos wurde von der öffentlichen Auftragsvergabe auf die schwarze Liste gesetzt. Seine wichtigsten Werke sind daher Villen, Wohnprojekte und Läden wie der Schneidersalon Knize am Graben (1910-1913), der in seinem ursprünglichen Zustand bis heute erhalten ist, und der restaurierten Loos Bar (1908-1909) unweit der Kärntnerstraße.</p>
<hr />
<h2>Literaturtipp: ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön</h2>
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<li><a href="https://www.amazon.de/gp/product/389705969X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389705969X&amp;linkCode=as2&amp;tag=reisefuehrer099-21"><span style="color: #0000ff;">111 Orte in Wien die man gesehen haben muss</span></a></li>
<li>Von Peter Eickhoff  / Emons Verlag</li>
<li><strong>Spiegel-Bestseller Nr. 1</strong></li>
</ul>
<p>111 Einblicke und Einsichten in ungewöhnliche Orte, überraschend, verstörend, amüsant und schön verspricht der etwas andere Wien-Reiseführer: „hinter den diskret versteckten Tapetentüren der alten Monarchie ebenso wie in den schrill erleuchteten Entrees des New Vienna, in postmodernen Kaffeehäusern, musealen Beisln, politischen Waschsalons und längst vergessenen Hinterhöfen“.</p>
<p>Lesen Sie nach, wo sich Wien richtig böse, und wo ist es richtig gemütlich ist, wo sich das schönste Stundenhotel der Stadt befindet und wo der Kopf eines Mörders hinter Glas liegt …</p>
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<p>Dieses Buch ist ein wahrer Lesegenuss für all jene, die bei ihrem Besuch nicht nur das übliche Standard-Touristenprogramm abspulen möchten.</p>
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<hr />
<h2>Ermäßigungen: die Wien-Karte</h2>
<p>Die Wien-Karte gilt als 72-Stunden-Netzkarte für die freie Fahrt auf Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie bietet aber auch eine Reihe von Ermäßigungen. Erhältlich ist sie in vielen Wiener Hotels, in der Touristinformation, in Reisebüros und in den Verkaufsstellen der öffentlichen Verkehrsmittel (<a href="http://www.wienkarte.at">www.wienkarte.at</a>). Die Inhaber der Wien-Karte können die Vorteile von mehr als 210 Preissenkungen und Sonderangeboten nützen. Die Palette reicht vom ermäßigten Museumseintritt bis hin zu Shopping-Angeboten. Details verrät eine Gutschein-Broschüre, die mit jeder Wien-Karte ausgehändigt wird. Alternativ gibt es auch eine etwas günstigere 48-Stunden-Wien-Karte, die die gleichen Vorteile wie das 72-Stunden-Pendant bietet.</p>
<p>Das zentrale Tourist-Informationsbüro von Wientourismus befindet sich direkt hinter der Wiener Staatsoper am Albertinaplatz (Ecke Maysedergasse, 1010 Wien). Neben allgemeinen Informationen und Unterstützung bei der Beschaffung von Hotelunterkünften bietet das Informationszentrum auch Eintrittskarten, Last-minute-Tickets für kulturelle Veranstaltungen und kostenfreiem WLAN, täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kunsthistorisches Museum Wien &#8211; eine Online-Führung</title>
		<link>https://reisewiki.at/kunsthistorisches-museum-wien-eine-online-fuehrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2016 08:08:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://reisewiki.at/?p=2658</guid>

					<description><![CDATA[Als Palast der schönen Künste ließen die Habsburger das Kunsthistorische Museum für ihre weltweit einmaligen Kunstsammlungen von den berühmten Architekten Gottfried Semper und Carl von <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/kunsthistorisches-museum-wien-eine-online-fuehrung/" title="Kunsthistorisches Museum Wien &#8211; eine Online-Führung">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Palast der schönen Künste ließen die Habsburger das Kunsthistorische Museum für ihre weltweit einmaligen Kunstsammlungen von den berühmten Architekten Gottfried Semper und Carl von Hasenauer im Stil der italienischen Renaissance erbauen und 1891 feierlich eröffnen. Bedeutende Maler wie Gustav Klimt gestalteten Teile der Deckenfresken. Doch der wahre Schatz sind die Kunstwerke, die wir der Sammelleidenschaft der Habsburg-Kaiser verdanken. Objekte aus dem alten Ägypten, der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit. Prachtvolle Skulpturen, unschätzbare Werke der größten Künstler der Renaissance und des Barock. Die weltweit größte und umfassendste Bruegel-Sammlung und vieles mehr finden sich sowohl im Kunsthistorischen Museum als auch in den dazugehörenden Häusern und Schlössern.</p>
<blockquote>
<div data-canvas-width="268.40908"><strong>Kunsthistorisches Museum Wien</strong></div>
<div data-canvas-width="171.13825999999997">Maria Theresien-Platz</div>
<div data-canvas-width="87.90713">1010 Wien</div>
<div data-canvas-width="152.31068">Dienstag – Sonntag</div>
<div data-canvas-width="108.00891999999996">10 bis 18 Uhr</div>
<div data-canvas-width="200.97781999999995">Donnerstag 10 bis 21 Uhr</div>
<div data-canvas-width="274.61479999999995">(Münzkabinett schließt um 18 Uhr)</div>
<div data-canvas-width="299.39592999999985">Juni, Juli und August täglich geöffnet</div>
<div data-canvas-width="299.39592999999985"></div>
</blockquote>
<div data-canvas-width="299.39592999999985"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/940/thumb_preview_ee12eba3-019f-44a2-8e11-013feeabd23c.jpg" alt="Kunsthistorisches Museum" width="435" height="660" data-ab-color="rgb(16,119,182)" data-adaptive-background="1" /></div>
<div data-canvas-width="299.39592999999985">
<p class="license"><em>Kunsthistorisches Museum. Maria Theresien Park vor dem KHM in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun</em></p>
</div>
<hr />
<h2>Ägyptisch-orientalische Sammlung</h2>
<p>Die Ägyptisch-Orientalische Sammlung des Kunsthistorischen Museums zählt zu den bedeutendsten Sammlungen ägyptischer Altertümer der Welt. Die mehr als 17.000 Objekte datieren in einen Zeitraum von fast 4500 Jahren, von der ägyptischen Vor- und Frühzeit (um 4000/3500 v. Chr.) bis in die frühchristliche Epoche. Geografisch reicht ihre Herkunft von Ägypten, Nubien, dem östlichen Mittelmeerraum und Mesopotamien bis auf die arabische Halbinsel. Die Ägyptische Sammlung ist in vier große Bereiche gegliedert: Totenkult, Kulturgeschichte, bildende Kunst und die Entwicklung der Schrift. Zu den Höhepunkten zählen unter anderem die reich dekorierte Kultkammer des Ka-ni-nisut aus dem Alten Reich, zahlreiche Sarkophage, Menschen &#8211; und Tiermumien, Totenbücher, Grabstelen, Götterfiguren, Objekte des täglichen Lebens wie Kleidung und Toilettengegenstände, Meisterwerke der Rundplastik wie der Ersatzkopf aus Giza. Zu den bedeutendsten Objekten der Orientalischen Sammlung zählen die Gesichtsstelen aus dem antiken Südarabien sowie eine Löwendarstellung vom Ischtartor aus Babylon.</p>
<hr />
<h2>Antiken-Sammlung</h2>
<p>Die Objekte der Antikensammlung umspannen einen Zeitraum von mehr als drei Jahrtausenden und reichen von der bronzezeitlichen Keramik Zyperns aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. bis hin zu frühmittelalterlichen Funden. In der Schausammlung sind etwa 2.500 Objekte zu sehen. Vor allem drei Schwerpunkte machen die Sammlung zu einer der besten ihrer Art: die einzigartigen antiken Prunkkameen, darunter die berühmte Gemma Augustea, die Schatzfunde aus der Völkerwanderungszeit und dem Frühmittelalter wie etwa der Goldschatz von Nagyszentmiklós sowie die  Vasensammlung mit Meisterwerken wie dem Brygos-Skyphos.<br />
Zu den weiteren Höhepunkten der Sammlung gehören die überlebensgroße Votivstatue eines Mannes aus Zypern, der Amazonensarkophag, die Bronzetafel mit dem berühmten Senatus consultum de Bacchanali bus, das Theseus-Mosaik aus Salzburg und nicht zuletzt der Jüngling vom Magdalensberg, um nur einige wenige zu nennen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/339/thumb_preview_1725afb9-ebf2-4514-904d-ec65be30f2a3.jpg" alt="Kunsthistorisches Museum in Wien / Antikensammlung" width="437" height="660" data-ab-color="rgb(46,39,31)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Kunsthistorisches Museum in Wien / Antikensammlung. © Österreich Werbung, Fotograf: Lammerhuber</em></p>
<hr />
<h2>Gemäldegalerie</h2>
<p>Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums zählt heute weltweit zu den größten und bedeutendsten ihrer Art.<br />
Der Grundstock der Sammlung sowie ihre wesentlichen Schwerpunkte wurden bereits im 17. Jahrhundert gelegt: die venezianische Malerei des 16. Jahrhunderts (Tizian, Veronese, Tintoretto), die flämische Malerei des 17. Jahrhunderts (Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck), altniederländische Malerei (Jan van Eyck, Rogier van der Weyden) und die altdeutsche Malerei (Albrecht Dürer, Lucas Cranach).<br />
Zu den weiteren Höhepunkten der Gemäldegalerie gehören heute der weltweit einzigartige Bestand an Bildern von Pieter Bruegel d. Ä. sowie Meisterwerke von Vermeer, Rembrandt, Raffael, Caravaggio, Velázquez und der italienischen Barockmalerei.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="shrinkToFit" src="http://press.khm.at/fileadmin/content/KHM/Presse/2015/KHM_Allgemein/GG_Saalansichten_Auswahl_07.jpg" alt="http://press.khm.at/fileadmin/content/KHM/Presse/2015/KHM_Allgemein/GG_Saalansichten_Auswahl_07.jpg" width="614" height="925" /></p>
<p><em>©KHM-Museumsverband</em></p>
<hr />
<h2>Kunstkammer Wien</h2>
<p>Die Kunstkammer Wien ist weltweit die bedeutendste ihrer Art und seit März 2013 in neuer Pracht wieder für alle zugänglich. Erleben Sie ein »Museum im Museum«: In 20 nach Themenschwerpunkten neu gestalteten Räumen eröffnet sich eine Welt des Schönen und Geistvollen, Kuriosen und Wunderbaren. Die Kunst- und Wunderkammern der Renaissance und des Barock waren enzyklopädische Universalsammlungen, die das gesamte Wissen ihrer Zeit zu erfassen versuchten. Vor allem das Seltene, Kuriose und Außergewöhnliche galt als erstrebenswert.<br />
Vom späten Mittelalter bis zur Barockzeit sammelten die Habsburger Kaiser und Fürsten hier exotische und rare Materialien, denen man oft auch magische Wirkungen zuschrieb – wie edle Steine, Straußeneier, Korallen, oder Haifischzähne, die man für Drachenzungen hielt. Die Künstler schufen aus diesen Naturprodukten virtuose Kunstkammerstücke.<br />
Insgesamt können Sie in der Kunstkammer Wien rund 2.200 faszinierende Objekte bestaunen. Zu den Höhepunkten der Kunstkammer Wien zählen herausragende Goldschmiedearbeiten wie die berühmte Saliera von Benvenuto Cellini, Spitzenleistungen der Skulptur wie die Krumauer Madonna, Bronzestatuetten, filigrane und bizarre Elfenbeinarbeiten,  Steingefäße, aber auch wertvolle Uhren, komplizierte Automaten, merkwürdige wissenschaftliche Instrumente, kostbare Spiele und vieles mehr.</p>
<hr />
<h2>Wiener Münzkabinett</h2>
<p>Das Wiener Münzkabinett geht auf die kaiserlich-habsburgische Sammlung zurück, deren ältestes erhaltenes Inventar aus dem Jahre 1547 stammt. Heute gehört es zu den fünf größten und bedeutendsten Münzsammlungen der Welt. Mit seinen rund 700.000 Objekten aus drei Jahrtausenden umfasste es nicht nur Münzen, sondern auch prämonetäre Geldformen, Papiergeld, Aktien sowie Medaillen, Orden und Ehrenzeichen. Hinzu tritt eine reiche Sammlung an Prägewerkzeugen.<br />
Die Ausstellung ist in drei Säle gegliedert: Saal I bietet einen Überblick zur Geschichte und Entwicklung der Medaille von ihren Anfängen um 1400 in Italien bis zum 20. Jahrhundert. Darüber hinaus werden hier österreichische und europäische Ehrenzeichen präsentiert. Im Saal II steht die Geschichte des Münz- und Papiergeldes im Mittelpunkt; der Bogen spannt sich von prämonetären Geldformen und Naturalgeld über die Erfindung der Münze im 7. Jahrhundert v. Chr. bis in die Gegenwart. Saal III ist Sonderausstellungen vorbehalten.</p>
<p>Hervorzuheben ist zudem noch die berühmte Porträtsammlung des <strong>Erzherzogs Ferdinand von Tirol</strong> (reg. 1564–1595), die den Münz- und Medaillenporträts gegenübergestellt wird.</p>
<hr />
<p>Beitragsbild: Kunsthistorisches Museum am Maria Theresien Platz © Österreich Werbung, Fotograf: Bohnacker</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wien &#8211; der Online-Reiseführer</title>
		<link>https://reisewiki.at/wien-reisefuehrer-online-kostenlos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2016 10:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wien-Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[als pdf herunterladen Empfehlenswerte Museen Kunsthistorisches Museum  „Der Turmbau zu Babel“ von Pieter Bruegel dem Älteren ist wohl das berühmteste Gemälde des Kunsthistorischen Museums, und <a class="mh-excerpt-more" href="https://reisewiki.at/wien-reisefuehrer-online-kostenlos/" title="Wien &#8211; der Online-Reiseführer">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/wien-reisefuehrer-online-kostenlos.pdf">als pdf herunterladen</a></li>
</ul>
<h2>Empfehlenswerte Museen</h2>
<h3>Kunsthistorisches Museum</h3>
<p><strong> „Der Turmbau zu Babel“ von Pieter Bruegel dem Älteren ist wohl das berühmteste Gemälde des Kunsthistorischen Museums, und es ist gleichsam eine Metapher für das Haus selbst. Denn die Bestände des KHM scheinen unerschöpflich zu sein.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3634/thumb_preview_2e6da1f6-bfc5-49a3-a885-23d52aff39b6.jpg" alt="Kunsthistorisches Museum Wien" width="880" height="644" data-ab-color="rgb(45,48,47)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Kunsthistorisches Museum Wien &#8211; Halle. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<p>Mit seiner Gemäldegalerie mit Werken von Raffael, Rubens, Rembrandt, Vermeer sowie der weltgrößten Bruegel-Sammlung zählt das „Kunsthistorische“ zu den bedeutendsten Museen der Welt. Ebenso unvergleichlich ist auch die Kunstkammer des KHM – quasi ein „Museum im Museum“: In 20 thematisch gestalteten Räumen öffnet sich eine Wunderwelt mit Preziosen vom späten Mittelalter bis zur Barockzeit, die die Kaiser und Fürsten des Hauses Habsburg sammelten: darunter auch eines der wertvollsten Objekte des Museums, das goldene Salzfass von Benvenuto Cellini, kurz Saliera genannt. Keinesfalls versäumen sollte man die zum KHM gehörende Kaiserliche <strong>Schatzkammer</strong> – in den zehn Minuten, in denen man vom Museum zur Schatzkammer spaziert, wird man angesichts von Hofburg und Heldenplatz schon auf die imperiale Pracht der Habsburger eingestimmt: In der Ausstellung sind dann nicht nur die prächtigen Gewänder der Kaiser, sondern auch die legendäre Reichskrone sowie die mit zahlreichen Diamanten, Rubinen und Smaragden besetzte österreichische Kaiserkrone zu sehen. Es soll ja Menschen geben, die ausschließlich für die Sammlungen des KHM nach Wien kommen – und dann einige Tage im Museum zubringen. Man sollte also für dieses Flaggschiff der österreichischen Kultur etwas Zeit mitbringen, denn wie gesagt – seine Ressourcen sind unerschöpflich.</p>
<p><a href="http://www.khm.at">www.khm.at</a></p>
<hr />
<h3>Heeresgeschichtliches Museum</h3>
<p><strong>„Kriege gehören ins Museum“ – das ist das Motto des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien, das in eine Zeit zurückführt, als die Donaumonarchie auch auf militärischem Gebiet noch eine Großmacht war.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3635/thumb_preview_199b6b78-e465-4c5e-83cb-2947f4b85b1c.jpg" alt="Arsenal in Wien / Heeresgeschichtliches Museum" width="880" height="579" data-ab-color="rgb(34,36,33)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Arsenal in Wien / Heeresgeschichtliches Museum. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<p>Schon in seiner Architektur, entstanden unter Kaiser Franz Joseph, schien man ehemaligen Kriegsgegnern und Verbündeten eine Reverenz erweisen zu wollen: vereinigen sich hier doch orientalische und venezianische Elemente in spielerisch-prunkvoller Art und Weise. Die Schauräume des Museums führen schließlich durch die österreichische Militärgeschichte, beginnend mit dem Dreißigjährigen Krieg, über die Türkenkriege, die napoleonischen Kriege bis zu den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts. Staunenswert das älteste noch erhaltene Luftfahrzeug, ein <strong>Kriegsballon</strong> aus dem Jahr 1796, oder die detailgetreu rekonstruierten Modelle von Flaggschiffen aus der Zeit, als die k. u. k. Monarchie noch eine veritable Seemacht war. Beklemmend der blutige Waffenrock und das Automobil des <strong>Thronfolgers</strong> Franz Ferdinand, die an das schicksalhafte Attentat vom 28. Juni 1914 in Sarajevo erinnern. Vollkommen neu konzipiert zeigt sich seit dem Gedenkjahr 2014 der Ausstellungssaal zum Ersten Weltkrieg. Dass das HGM heute ganz und gar unkriegerisch ist, zeigt das fantasievoll konzipierte Programm für Kinder. Überdies lädt das HGM das ganze Jahr über zu interessanten Vorträgen, Abendveranstaltungen und Events. Und im Dezember geht vor dem Museum der mittelalterliche Adventmarkt über die Bühne, einer der schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt.</p>
<p>Tipp: Jeden ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt ins Museum für alle Besucherinnen und Besucher gratis.</p>
<p><a href="http://www.hgm.or.at">www.hgm.or.at</a></p>
<hr />
<h3>Museum für angewandte Kunst</h3>
<p><strong>Dass Design auch Kunst sein kann, zeigt das Museum für angewandte Kunst, MAK, auf eindrucksvolle Weise. Ein großer Schwerpunkt widmet sich den stilgebenden Impulsen des Wiener Designs um 1900.</strong></p>
<p>Design gehört zum Alltag, egal ob es sich um unsere Kleidung, Geschirr oder das Interieur unseres Wohnraums handelt. Geschmack und Funktionalität haben sich jedoch im Laufe der Zeiten stark geändert – und das Museum für angewandte Kunst (MAK) gibt darüber einen kunstvollen Überblick vom Barock bis zur Gegenwart. Herzstück der Schausammlung ist der Teil „Wien 1900“, der die Entwicklungsgeschichte des Wiener Designs und Kunstgewerbes zur Zeit des <strong>Jugendstils</strong> zeigt. Damals entstand mit den Arbeiten der Wiener Werkstätte ein neuer revolutionärer Stil, der bald seinen Siegeszug durch die ganze Welt antrat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4757/thumb_preview_0f4b14b4-bd36-4d30-9af1-0e44f1f9087f.jpg" alt="Druckwerk der Wiener Werkstätten " width="681" height="660" data-ab-color="rgb(253,253,253)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Druckwerk der Wiener Werkstätten. Exponat im Museum für angewandte Kunst (MAK). © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<p>Besonders reichhaltig ist die Sammlung von Gründungsmitgliedern der Wiener Secession wie Josef <strong>Hoffmann</strong>, Koloman <strong>Moser</strong> und Joseph Maria <strong>Ollbrich</strong>. Wie zeitlos Wiener Design sein kann, zeigen auch die typischen Wiener Kaffeehaus-Stühle der Firma <strong>Thonet</strong>, die seit Ende des 19. Jahrhunderts quasi unverändert aus Bugholz hergestellt werden. Eine Vase von Josef Hoffmann, die in eine Holzmontierung eingespannt ist, erscheint wiederum wie ein extraterrestrisches Raumschiff. Fern von jedem Manierismus, sondern streng der Funktionalität gehorchend, wirken dagegen die ausgestellten Möbel von Adolf Loos und Otto Wagner. Und da Kunst und Alltag im MAK leicht verschwimmen, laden einige Objekte auch dazu ein, benützt zu werden: etwa die gemütlichen, bunten Sofas in den weiträumigen Gängen oder eine Couch von Jenny Holzer, die als moderner Kontrapunkt im Designbereich des 19. Jahrhunderts zum Verweilen einlädt. Und im MAK Design Shop lassen sich all jene Dinge erstehen, die mehr sind als nur Museumserinnerung: nämlich Stoffe, Hüte, Lampen, Spielsachen, Regenschirme und vieles mehr – allesamt in originellem Wiener Design.</p>
<p><a href="http://www.mak.at">www.mak.at</a></p>
<hr />
<h3>Österreichische Galerie Belvedere</h3>
<p><strong>Das Belvedere beherbergt die bedeutendste Sammlung österreichischer Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Publikumsmagnet Nummer eins sind die weltberühmten Werke von Gustav Klimt und Egon Schiele.</strong></p>
<p>Es ist eines jener Bilder, die zu Ikonen der Kunstgeschichte wurden: „Der Kuss“ von Gustav Klimt. Das wie in einen goldenen Schrein verschmolzene, liebende Paar wurde so berühmt, dass abertausende Reproduktionen Eingang in viele Wohnräume dieser Welt gefunden haben. Das Original befindet sich jedoch im Oberen Belvedere in Wien und stellt den Mittelpunkt der weltweit größten Klimt-Kollektion dar, darunter die berühmten Frauenporträts und die in strahlenden Farben im pointillistischen Stil angefertigten Landschaftsbilder. Weltgeschichte haben auch viele weitere Bilder des Museums im Belvedere geschrieben: etwa die expressionistischen Gemälde von Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Oder die Werke französischer Impressionisten wie Monet, Manet, Renoir oder Rodin, die die Künstler des Wiener Jugendstils bewunderten. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen jedoch Meisterwerke österreichischer Kunst vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/492/thumb_preview_e1ae5ade-fb9f-4adc-bbba-30103a8c3a38.jpg" alt="Tor des Schloss Belvedere / Oberes Belvedere in Wien" width="880" height="588" data-ab-color="rgb(86,154,207)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Tor des Schloss Belvedere / Oberes Belvedere in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun</em></p>
<p>Beim Rundgang durch das ehemalige Sommerpalais des Prinzen Eugen sind dabei viele „Déja-vu“-Momente garantiert, immer wieder hört man von entzückten Besuchern: „Ach, das kenn ich doch!“ Der Besuch des Oberen Belvedere ist jedoch mehr als nur ein Galeriebesuch mit weltberühmten Bildern, befindet man sich doch in einem der prächtigsten Barockschlösser Mitteleuropas. Immer wieder, besonders aber vom prunkvollen Marmorsaal aus, ergeben sich herrliche Ausblicke auf den barocken Garten, der nach dem Museumsbesuch zu einem Spaziergang einlädt.</p>
<p><a href="http://www.belvedere.at">www.belvedere.at</a></p>
<p><strong>Prinzen Eugen</strong></p>
<p>Prinz Eugen war zwar ein Feldherr von nur bescheidener Körpergröße, umso größer, herrschaftlicher und prunkvoller waren jedoch seine Palais, von denen jenes in der Himmelpfortgasse das älteste ist.</p>
<p>Als Prinz Eugen von Savoyen 1736 in Wien starb, war er der einflussreichste und reichste Mann Europas. Doch als er hier 1683 ankam, war er bettelarm. Und er blieb es mehr als ein Jahrzehnt, denn der Kaiser wollte ihn partout nicht befördern – da konnte sich Eugen in den Schlachten bewähren und verwunden lassen, so viel er wollte. Erst als er 1697 die Türkengefahr in Ungarn bannte, konnte er mit dem damit verbundenen höheren Salär – böse Zungen behaupten, mit der erbeuteten Kriegskasse des Sultans – sein prächtiges Palais in der Wiener Innenstadt bauen lassen. Die besten Architekten seiner Zeit waren dafür gerade gut genug: Johann Fischer von Erlach und Lucas von Hildebrandt. Das architektonische Ergebnis war um 1700 in ganz Europa eine Sensation, von überallher kamen Gäste, um dem Prinzen in seinem <strong>Winterpalais</strong> die Aufwartung zu machen. Seit 2013 ist nun das sorgfältig restaurierte Palais in der Himmelpfortgasse erstmals vollständig der Öffentlichkeit zugänglich. Eindrucksvoll ist bereits das barocke Stiegenhaus mit seinen gewaltigen Atlanten und einem ehrfurchtgebietenden Herkules. In den Gemächern geht der herrschaftliche Prunk weiter. Das Goldkabinett ist – wie der Name schon sagt – kunstvoll mit Gold an den Decken ausgekleidet, Spiegel verstärken die blendende Pracht. Das Belvedere nutzt das Winterpalais für wechselnde Ausstellungen mit österreichischer Kunst im internationalen Kontext. Daneben sind weiterhin die großflächigen Gemälde des savoyischen Prinzen im Schlachtenbildersaal zu bewundern. In dessen Zentrum steht „Die Schlacht von Turin“, nicht nur eine beeindruckendes Zeugnis von historischer Detailtreue, sondern auch ein amüsantes Suchbild: Ein Restaurator hat Ende des 19. Jahrhunderts in das Getümmel der tausenden Krieger wohl aus Spaß einen Radfahrer hineingemalt – und das, obwohl zum Zeitpunkt der Schlacht, 1706, die Erfindung des Fahrrads noch in weiter Ferne lag &#8230;</p>
<p><a href="http://www.belvedere.at/de/schloss-und-museum/winterpalais">www.belvedere.at/de/schloss-und-museum/winterpalais</a></p>
<hr />
<h3>Österreichisches Theatermuseum</h3>
<p>Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien, <a href="http://www.theatermuseum.at">www.theatermuseum.at</a></p>
<p>Gustav Klimts Ölbild „Nuda Veritas“ (1899) ist Teil einer kleinen, kunsthistorisch wertvollen Sammlung aus dem Nachlass Hermann Bahr/Anna Bahr-Mildenburg. Der österreichische Schriftsteller Hermann Bahr (1863-1934), ein großer Förderer der Kunst der Jahrhundertwende, hatte das in der vierten Ausstellung der Wiener Secession im Jahre 1899 vertretene Bild von Klimt erworben. Die „Nuda Veritas“ ist permanent im Österreichischen Theatermuseum ausgestellt.</p>
<hr />
<h3>Secession</h3>
<p>Friedrichstraße 12, 1010 Wien, <a href="http://www.secession.at">www.secession.at</a></p>
<p>Die Wiener Secession, deren Mitbegründer Klimt war, ist nicht nur eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern beherbergt auch den weltberühmten Beethoven-Fries. Der Bilderzyklus (34 x 2 Meter groß) ist dem Komponisten Ludwig van Beethoven gewidmet und war eines der Hauptwerke der großen Beethoven-Ausstellung 1902 in der Secession. Wegen ihrer Erotik und Drastik löste Klimts Wandmalerei damals neben Bewunderung auch heftige Kritik aus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10250/thumb_preview_1a443daf-579e-48d4-bae0-1b13831afa3f.jpg" alt="Secession am Getreidemarkt" width="519" height="660" data-ab-color="rgb(200,222,248)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Secession am Naschmarkt, entworfen vom Architekten J. M. Olbricht.© Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</em></p>
<hr />
<h3>Wien Museum</h3>
<p>Karlsplatz, 1040 Wien, <a href="http://www.wienmuseum.at">www.wienmuseum.at</a></p>
<p>Das Wien Museum verfügt über eine hochkarätige Klimt-Sammlung und vor allem über den weltweit größten Bestand an seinen Zeichnungen, der absolute Meisterwerke, Skizzen und Vorstufen aus allen Phasen seines Schaffens umfasst. Das wichtigste Kunstwerk des Museums ist Klimts „Porträt Emilie Flöge“ (1902), sein erstes Damenporträt, in dem das Ornament im Vordergrund steht. Damit markiert es den Beginn jener Schaffensperiode des Künstlers, deren Bilder auf internationalen Auktionen Rekordpreise erzielten. Permanent ausgestellt sind zudem Klimts Gemälde „Pallas Athene“ (1898) und „Allegorie der Liebe“ (1895).</p>
<hr />
<h2>Sehenswerte Architektur-Ziele</h2>
<p><strong>Wien hat ein intaktes historisches Stadtbild wie kaum eine andere Stadt. Für neue Architektur eine umso größere Herausforderung, weil sie in Dialog mit der historischen Substanz tritt. Dazu kommt eine Kultur des Um-und Ausbauens alter Bausubstanz, die inzwischen weltweit trendbestimmend ist.</strong></p>
<p><strong>Die Prunkbauten der Barock- und Gründerzeit</strong></p>
<p>Auf den ersten Blick wird das Stadtbild von Wien geprägt von den Prunkbauten aus der Barock- und Gründerzeit. Ein Fahrt mit <a href="http://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/channelView.do?pageTypeId=66526&amp;channelId=-46639&amp;contentId=67840&amp;contentTypeId=1001">Vienna-Ring-Tram</a> um die Wiener Ringstraße führt das gleich mehrfach vor Augen: Während der halbstündigen Fahrt werden via Kopfhörer und LCD-Bildschirm alle Details zu den Sehenswürdigkeiten an der Ringstraße in sieben Sprachen erklärt. Die Tram passiert wesentliche Bauten des Historismus: das <strong>Parlament, </strong>die <strong>Votivkirche, </strong>das <strong>Kunsthistorische</strong> und das <strong>Naturhistorische Museum, </strong>die <strong>Universität </strong>und das <strong>Rathaus</strong>. Griechische Säulen und Götter, mythologische Figuren, Bögen aus Gotik und Renaissance und an die 60 Denkmäler berühmter Persönlichkeiten zieren und umgeben die im historistischen Baustil gestalteten Gebäude.</p>
<p>Um etwa 150 Jahre früher datieren die bekannten Barockgebäude <strong>Schloss Belvedere, </strong>die <strong>Karlskirche am Karlsplatz </strong>und die <strong>Peterskirche</strong>. Im Gegensatz zum Historismus, wo die Architekten verschiedenste historische Baustile aufgriffen und imitierten, orientierten sich die Architekten hier an italienischen und französischen Vorbildern. Aus dem Mittelalter erhalten ist das Wahrzeichen Wiens, der <strong>Stephansdom</strong>, und die älteste Kirche Wiens, die gotische <strong>Ruprechtskirche</strong>.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1494/thumb_preview_d3255801-2c74-4abf-802d-bf37a14ebeb7.jpg" alt="Haas Haus und Stephansdom " width="851" height="660" data-ab-color="rgb(51,84,153)" data-adaptive-background="1" /></strong></p>
<p class="license">Haas Haus und Stephansdom. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.</p>
<p><em>Der Stephansdom ist nicht nur das Wahrzeichen von Wien. Er gilt als „Nationalheiligtum“ der Österreicher. Er ist einer der wichtigsten gotischen Bauten in Mitteleuropa. Noch während der Kaiserzeit durfte keine Kirche höher als der Stephansdom gebaut werden. Heute manifestiert sich gerade hier die Symbiose zwischen Alt und Moderne. Denn gleich neben den historischen Sandsteinergemäuern des Doms ragt der moderne Glaskomplex des Haas-Hauses in die Höhe. <a href="http://www.stephansdom.at">ww.stephansdom.at</a></em></p>
<p><strong>Jugendstil</strong></p>
<p>Selbstbewusst und eigenwillig wurde die Architektur in Wien erst mit dem Jugendstil, Anfang des 20. Jahrhunderts. Wichtigster Architekt dieser Epoche war Otto Wagner. Sein Verhältnis zur Tradition war nicht mehr imitierend. Im Gegenteil: Er warnte vor der Anbetung des Alten, und die Aufträge, die er annahm, sprechen für sich. Es waren Bauten des öffentlichen Lebens, wie die <strong>Österreichische Postsparkasse </strong>oder die<strong> Wiener Stadtbahn</strong>, bis heute eine Teilstrecke der Linie U6. Dafür plante er Anlage, Stationen und Geländer. Zwischen der Station Gumpendorferstraße und der Station Währinger Straße ist die Stadtbahn bis heute im Originalzustand erhalten. Unter dieser Strecke haben sich verschiedene Szene-Lokale angesiedelt, weshalb auch eine abendliche Tour lohnt.</p>
<p>Gleich neben dem Naschmarkt, über dem wichtigsten Jugendstilgebäude Wiens, der „<strong>Secession</strong>“, einem Werk von Otto Wagners Schüler J. M. Olbrich, ist übrigens der Leitspruch des Jugendstils verewigt: „Der Zeit ihre Kunst – der Kunst ihre Freiheit.“ Nebenan, entlang des Naschmarkts, ragen einige der wichtigsten Wohnhäuser aus der Jugendstilära in den Himmel.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/4760/thumb_preview_93062dab-aeff-434e-bffa-7f22537a401e.jpg" alt="Secession in Wien" width="808" height="660" data-ab-color="rgb(48,116,179)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p><em>Secession in Wien,© Österreich Werbung, Fotograf: Wiesenhofer</em></p>
<p>War Otto Wagner noch konsensfähig, so provozierte der Modernist Adolf Loos mit seinem <strong>Loos-Haus am Michaelerplatz</strong> einen Skandal – war die kahle, ungeschmückte Fassade seines Hauses doch das direkte Gegenüber der kaiserlichen Hofburg. Weil den Wienern die aus der Gründerzeit gewohnten Zierdächer über den Fenstern fehlten, kritisierten sie es damals als „Haus ohne Augenbrauen“. Die Folge: Adolf Loos musste Balkonkästen anbringen lassen.</p>
<blockquote>
<p class="LISTEUnterstrichen" style="margin-top: 0cm;"><strong><span lang="DE-AT">Tipp für Loos-Fans: die American Bar</span></strong></p>
<p class="LISTEText"><span lang="DE-AT">Kärntner Durchgang 10, 1010 Wien, <a href="http://www.loosbar.at">www.loosbar.at</a></span></p>
<p class="LISTEText"><span lang="DE-AT">Die Bar wurde 1908 von Adolf Loos entworfen und versteckt sich in einer kleinen Seitenstraße der Kärntner Straße. Auf nur 24 Quadratmetern bestimmen Holz, Glas, Messing und Onyx das heute denkmalgeschützte Frühwerk architektonischer Moderne.</span></p>
</blockquote>
<p>Ab den 1930er-Jahren wurden die sogenannten Gemeindebauten Bestandteil des Wiener Stadtbildes. Teils sind die Arbeiterwohnanlagen von gigantischen Ausmaßen und erinnern an wehrhafte Festungen, was auch beabsichtigt war. Einige der historischen Sozialbauten: der <strong>Lassallehof</strong> im 2. Bezirk, der <strong>Rabenhof </strong>im 3. Bezirk, der <strong>Reumannhof</strong> im 5. Bezirk und der <strong>über einen Kilometer lange Karl-Marx-Hof</strong> im 19. Bezirk.</p>
<p><strong>Das Architektenduo Coop Himmelb(l)au</strong></p>
<p>Die 1950er-Jahre waren geprägt vom Wiederaufbau. 20 Jahre später geriet wieder Bewegung in die Wiener Architekturszene, wenn auch zunächst theoretisch. Das Architektenduo Coop Himmelb(l)au legte damals den Grundstein für viele, erst Jahre später verwirklichte futuristische Gebäude. Die meisten und bekanntesten entstanden allerdings nicht in Österreich – so wie der Kristallpalast in Dresden, der Ostpavillon des Groninger Museums in den Niederlanden oder die BMW-Welt in München. Für Wien planten Coop Himmelb(l)au den <strong>GasometerB,</strong> das <strong>SEG-Apartment-Haus </strong>und das <strong>Wohn-und Bürohaus in der Schlachthausgasse.</strong></p>
<p><strong>Hans Hollein und sein Haas Haus<br />
</strong></p>
<p>Ein anderer österreichischer Architekt, Hans Hollein, setzte ebenfalls erst Jahre nach seinem Postulat „Alles ist Architektur“ seine Visionen um. Er erhielt aber immerhin einen der prominentesten Bauplätze der Stadt – schräg gegenüber dem <strong>Stephansdom</strong> entstand sein „<strong>Haas Haus</strong>“. Es geht keine Kompromisse mit seinem mittelalterlichen Gegenüber oder dem Neobarock der umliegenden Häuser ein. Der Ausblick aus dem Café oder dem Restaurant „Do &amp; Co“ im Haas-Haus ist ein Erlebnis.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1494/thumb_preview_d3255801-2c74-4abf-802d-bf37a14ebeb7.jpg" alt="Haas Haus und Stephansdom " width="851" height="660" data-ab-color="rgb(51,84,153)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Haas Haus und Stephansdom. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.</em></p>
<p><figure id="attachment_1839" aria-describedby="caption-attachment-1839" style="width: 683px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1839" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41128-683x1024.jpg" alt="Wien, 2015, Haas Haus, Sfephansdom, Do&amp;Co, Copyright www.peterrigaud.com" width="683" height="1024" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41128-683x1024.jpg 683w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41128-200x300.jpg 200w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41128-768x1152.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41128.jpg 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-1839" class="wp-caption-text"><em>Wien, Haas Haus, Stephansdom, Do&amp;Co, Copyright www.peterrigaud.com</em></figcaption></figure></p>
<p><strong>Das Hundertwasserhaus</strong></p>
<p>Eine Ausnahmeerscheinung stellt Friedensreich Hundertwasser dar. Zum einen kam er von der Malerei, zum anderen wollte er bewusst an den Jugendstil anschließen und wieder Architektur und Natur verbinden. Sein bekanntes <strong>Hundertwasserhaus</strong> aus den 1980er-Jahren ist ein sozialer Wohnbau mit 50 Wohneinheiten. Er zeichnet sich durch ungerade Linien, ornamentalen Schmuck, den böse Zungen „Behübschung“ nennen, und viele Pflanzen im und am Gebäude aus. Keine Türklinke gleicht der anderen, selbst die Böden sind uneben. Aufgrund des internationalen Aufsehens, das er mit dieser Wohnanlage erregte, realisierte Hundertwasser in der Folge um die 30 weitere Bauprojekte, unter anderem das <strong>Rogner Bad in Blumau</strong>.</p>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1736/thumb_preview_a67f3ee5-2686-47f6-b78d-cea0539b3140.jpg" alt="Hundertwasserhaus in Wien" width="880" height="587" data-ab-color="rgb(14,12,15)" data-adaptive-background="1" /></em></p>
<p class="license"><em>Hundertwasserhaus in Wien. Architekt: Friedensreich Hundertwasser. © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun</em></p>
<p>Um die Jahrtausendwende entstand in Wien das <strong>MuseumsQuartier</strong> – ein Kunst- und Kulturzentrum der Superlative. Innerhalb ehemaliger barocker Hofstallungen beherbergt es gleich drei teils monolithische Museumsbauten, Ausstellungsräume, Ateliers und Veranstaltungssäle für Tanz- und Theateraufführungen sowie ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Mittlerweile ist das Areal für viele Wienerinnen und Wiener zu einer Art zweitem Wohnzimmer geworden, in dem sie einfach gerne Zeit verbringen und dies Sommer wie Winter – mit Lesen, Ausgehen, Boule spielen, Eisstock schießen, Glühwein trinken und Chillen.</p>
<p><strong>Die neue Gründerzeit</strong></p>
<p>Seit einigen Jahren herrscht in der Wiener Architekturszene nun wieder Gründerzeitstimmung. Es begann in den 1990er-Jahren mit öffentlichen Aufträgen für Neubauten von Schulen und Kindergärten. Moderne Wohnbauten und Bürogebäude folgten. Beauftragt wurden in erster Linie junge, aufstrebende Architekturbüros mit hohem Anspruch. Diese junge Wiener Architektenszene spricht eine klare, zeitgemäße Formensprache, die sich in viel Glas, Stahl und Beton ausdrückt.</p>
<p><strong>Ein neues Stadtviertel im Süden Wiens</strong></p>
<p>Im Süden Wiens entststand rund um den neuen Hauptbahnhof ein neues Stadtviertel. Vom 66,7 Meter hohen Aussichtsturm „<strong>Bahnorama</strong>“, erhält man einen beindruckenden Überblick über eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Überhaupt konnten in den letzten Jahren namhafte Architekten Projekte in Wien realisieren: Die vom französische Stararchitekten Dominique Perrault geplanten <strong>DC Towers</strong>, mit bis zu 220 Metern Höhe, werden ein neues, weithin<strong>, mit bis zu 220 Metern Höhe sichtbares </strong>„Wahrzeichen“ auf der Donaucity. Der am Rand der historischen Altstadt stehende <strong>Nouvel-Tower</strong> ist ein weiteres Highlight moderner urbaner Architektur. Jean Nouvels Entwurf hält nicht nur optisch so manche Überraschung bereit. Im Gebäude befinden sich das Designzentrum „Stilwerk“, das 5-Sterne-Hotel „Sofitel“ und im 18. Stock ein <strong>Panoramarestaurant</strong>. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Wiener Innenstadt. Ein weiterer Hotspot innovativer Architektur befindet sich in unmittelbarer Nähe des Nouvel-Towers. Der Terminalneubau des „<strong>Twin City Liners</strong>“ am Donaukanal dient nicht nur als Abfahrts- und Ankunftsstelle von jährlich 500.000 Passagieren, die zwischen Wien und Bratislava verkehren. Er ist mittlerweile zum Szene-Treff avanciert.</p>
<p><figure id="attachment_1838" aria-describedby="caption-attachment-1838" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1838" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41195-1024x768.jpg" alt="Das Loft Restaurant, Sofitel Vienna Stephansdom ©WienTourismus/Christian Stemper" width="750" height="563" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41195.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41195-300x225.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/41195-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-1838" class="wp-caption-text"><em>Das Loft Restaurant, Sofitel Vienna Stephansdom. ©WienTourismus/Christian Stemper</em></figcaption></figure></p>
<p>Weil es heutige Architektur in Wien fast immer mit dem Erbe der Gründerzeit aufnehmen muss, lautet die Devise oft Um- oder Einbau. Daher hat sich in Wien auch eine lebendige Innenarchitekturszene entwickelt, die inzwischen trendbestimmend ist. Geschäfte wie der Manner Shop neben dem Stephansdom, Restaurants wie das Österreicher im MAK, Hotels und die Gestaltung von Museumsräumen finden weltweit Beachtung.</p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Wiener Hauptbahnhof</strong><br />
<a href="http://www.hauptbahnhof-wien.at">www.hauptbahnhof-wien.at</a></p>
<p><strong>Bahnorama</strong><br />
<a href="http://www.bahnorama.com">www.bahnorama.com</a></p>
<p><strong>Panoramarestaurant</strong><br />
<a href="http://www.sofitel.com/de/hotel-6599-sofitel-vienna-stephansdom/restaurant.shtml****">www.sofitel.com/de/hotel-6599-sofitel-vienna-stephansdom/restaurant.shtml****</a></p>
<p><strong>Architekturzentrum Wien</strong><br />
<a href="http://www.azw.at">www.azw.at</a></p>
<p><strong>Wien Architektur</strong><br />
Architekturkalender für Wien<br />
<a href="http://www.wienarchitektur.at">www.wienarchitektur.at</a></p>
<hr />
<h3><strong>Vienna-Ring-Tram</strong></h3>
<p>„Es ist mein Wille …“ – mit diesen Worten ordnete Kaiser Franz Joseph 1875 den Bau der Ringstraße an. Sie ist eine Entdeckungsreise – und eine Zeitreise auf den Spuren der Habsburger, mit architektonischen Meisterwerken entlang der Straße: der Staatsoper, dem Parlament, dem Rathaus und Burgtheater, der Universität und der Votivkirche, dem Kunsthistorischen und Naturhistorischen Museum.</p>
<p>Rundfahrt an der Wiener Ringstraße. <a href="http://www.wienerlinien.at">www.wienerlinien.at</a></p>
<hr />
<h3>MuseumsQuartier</h3>
<p>Gleich gegenüber dem Kunsthistorischen und dem Naturhistorischen Museum gelegen, hat sich das Kunst- und Kulturareal MuseumsQuartier der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts verschrieben. Eingebettet in ein revitalisiertes Ensemble aus dem Barock ist es der größte Kulturbau in der Geschichte Österreichs.</p>
<p>Historische und zeitgemäße Architektur durchdringen sich, verschmelzen Alt und Neu, Kunst und Naherholung, Künstler und Publikum miteinander. Drei Gebäude dominieren: Das Leopold Museum, das Museum Moderner Kunst (MUMOK) und die Kunsthalle Wien, Daneben beherbergt es das Architekturzentrum Wien, das ZOOM Kindermuseum, Künstlerateliers und über 50 Kulturinstitutionen. Das kulinarische Angebot ist ebenfalls breit aufgestellt: Von ambitionierter Küche im Designambiente über klassische österreichische Hausmannskost bis hin zu Bio- Köstlichkeiten und dem klassischen Kaffeehaus. U2-Station MuseumsQuartier <a href="http://www.mqw.at">www.mqw.at</a></p>
<hr />
<h3>Besucherzentrum im Parlament</h3>
<p>Hier gehen Historismus und zeitgenössische Architektur eine ungewöhnliche Symbiose ein. Luftiger Raum auf drei Ebenen – schwarz und weiß, Glas, Stein kombiniert mit modernsten Kommunikationstechnologien. Zugleich Startpunkt für Führungen durch das Parlament. Eingang an der Vorderseite des Parlaments, Ringstraße <a href="http://www.parlament.gv.at/GEBF/BSZ/">www.parlament.gv.at/GEBF/BSZ/</a></p>
<hr />
<h3>Donau-City</h3>
<p>Die neue Skyline Wiens – Hochhäuser und Wohnbauten direkt an der Donau sowie die UNO-City – machen die Donau-Platte zu einem Stadtentwicklungsgebiet ersten Rangs. Besonders sticht die Donaucity-Kirche hervor, außen mit Stahl, innen mit Birkenholz verkleidet. U1-Station UNO-City <a href="http://www.viennadc.at">www.viennadc.at</a></p>
<hr />
<h3>Gasometer</h3>
<p>Einstige Gas-Behälter wurden zu Wohnbauten und einem Shoppingcenter umfunktioniert – nach Entwürfen von Jean Nouvel, Coop Himmelb(l)au und Wilhelm Holzbauer. Sehenswert ist auch das dazugehörige Multiplexkino. U3-Station Gasometer <a href="http://www.wiener-gasometer.at">www.wiener-gasometer.at</a></p>
<hr />
<h3>Mustersiedlung 9=12</h3>
<p>Aus dem Projekt mit 9 Architekten und 12 Hausentwürfen entstanden 10 Häuser von 9 Architekten. Aufgabe war, die tiefe Sehnsucht nach einem Einfamilienhaus mit dem urbanen Lebensgefühl des Geschosswohnungsbaus zu verbinden und dabei nur Beton einzusetzen.**** Friedhofstraße 169 1140 Wien</p>
<hr />
<h3>Kunsthalle project space am Karlsplatz</h3>
<p>Ursprünglich nur ein Gebäude auf Zeit. Weil der Container aber so gut ankam, baute man ihn etwas kleiner und transparent noch einmal nach. Und weil es Wien ist, ist die Hälfte davon ein Restaurant und Café. Am Karlsplatz <a href="http://www.kunsthallewien.at">www.kunsthallewien.at</a></p>
<hr />
<h2>Ermäßigungen: die Wien-Karte</h2>
<p>Die Wien-Karte gilt als 72-Stunden-Netzkarte für die freie Fahrt auf Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie bietet aber auch eine Reihe von Ermäßigungen. Erhältlich ist sie in vielen Wiener Hotels, in der Touristinformation, in Reisebüros und in den Verkaufsstellen der öffentlichen Verkehrsmittel (<a href="http://www.wienkarte.at">www.wienkarte.at</a>). Die Inhaber der Wien-Karte können die Vorteile von mehr als 210 Preissenkungen und Sonderangeboten nützen. Die Palette reicht vom ermäßigten Museumseintritt bis hin zu Shopping-Angeboten. Details verrät eine Gutschein-Broschüre, die mit jeder Wien-Karte ausgehändigt wird. Alternativ gibt es auch eine etwas günstigere 48-Stunden-Wien-Karte, die die gleichen Vorteile wie das 72-Stunden-Pendant bietet.</p>
<p>Das zentrale Tourist-Informationsbüro von Wientourismus befindet sich direkt hinter der Wiener Staatsoper am Albertinaplatz (Ecke Maysedergasse, 1010 Wien). Neben allgemeinen Informationen und Unterstützung bei der Beschaffung von Hotelunterkünften bietet das Informationszentrum auch Eintrittskarten, Last-minute-Tickets für kulturelle Veranstaltungen und kostenfreiem WLAN, täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr.</p>
<hr />
<h2>Auf Galerie-Safarie in Wien</h2>
<p><strong>Ein Blick auf Hotspots der lebhaften Galerie-Szene führt in Prachtbauten, Fabrikhallen und zu Wiens internationaler Messe für zeitgenössische Kunst, der</strong> <strong>Vienna Fair.</strong></p>
<p><strong>Vienna Fair</strong></p>
<p>Man Muss nicht mehr nach Basel oder Miami reisen um einen repräsentativen Überblick über die aktuellen Strömungen der zeitgenössischen Kunst zu bekommen. Auf der <strong>Vienna Fair</strong> versammelt sich alljährlich das „Who is Who“ der nationalen und internationalen Galerie-Szene am Wiener Messegelände. Mit einer stetig wachsenden Fangemeinde zieht sie nicht nur Sammler, Künstler und kunstinteressiertes Publikum in ihren Bann. Die Vienna Fair bietet ihren Besuchern darüber hinaus ein äußerst vielfältiges Rahmenprogramm. Es reicht von Performance, Podiumsdiskussionen, bis hin zu Führungen. Einen besonderen Schwerpunkt legt die renommierte Kunstmesse seit ihrer Gründung auf Kunst aus Zentral- und Osteuropa und wurde dadurch zum erfolgreichen Wegbereiter für Künstler aus diesem Raum. Federführend für diese Positionierung zeichnen vor allem die Wiener Galerien, die ihre osteuropäischen Kontakte schon immer zu pflegen wussten.</p>
<p><strong>Street Art und Fabrik-Locations</strong></p>
<p>Neue Sichtweisen auf die Kunst finden sich in der Galerie-Szene des 7. Bezirks. Auch Kunstfotografie ist im Viertel vertreten: Im Falle der <strong>Galerie WestLicht</strong> mag der quasi-museale Rahmen einer permanenten Schau seltener Kameras technisch Interessierte anlocken, während zugleich ein breitgefächertes Ausstellungsprogramm auch Reportage-Fotografie inkludiert.</p>
<p>Ganz andere Stimuli setzt die <strong>Galerie Momentum</strong>, die Werke bekannter Fotokünstler wie Margherita Spiluttini oder Franz Hubmann in Auflagen von fünfzig und mehr Abzügen anbietet – schließlich soll die Kunstfotografie auch hier einem möglichst großen Kreis erschlossen werden. Dass sich gerade einen Steinwurf entfernt einer der bekanntesten Namen der österreichischen Galerieszene angesiedelt hat, mag überraschen – und verweist zugleich auf die Vielfalt der jungen Mini-Kunstmeile. Galeristin <strong>Ursula Krinzinger</strong> eröffnete hier in einem ehemaligen Fabrikgebäude den Ausstellungsraum „<strong>Krinzinger Projekte</strong>“: Wie für die Gegend nicht anders zu erwarten, kommen hier verstärkt junge, unbekannte Künstler zum Zug.</p>
<p><strong>Epizentrum MuseumsQuartier</strong> Fährt man mit der Straßenbahnlinie 49 vom Gürtel stadteinwärts durch den 7. Bezirk, und bleibt bis zum Volkstheater gemütlich sitzen, so erschließt sich auch der eigentliche Hintergrund für diese lokale Galerie- Offensive. Es ist das <strong>MuseumsQuartier</strong> (MQ), dessen internationale Strahlkraft die umliegenden Innenbezirke beflügelt – und neben Krinzinger auch andere arrivierte Galeristen aus dem 1. Bezirk anlockte. <strong>Hubert Winter</strong>, Spezialist für zeitgenössische internationale und österreichische konzeptuelle Kunst der 1970er- Jahre (und später), wagte als Erster den Schritt nach Wien-Neubau und siedelte sich bereits vor Jahren in der Breiten Gasse an. Der Sogwirkung des MuQua konnte sich auch der angrenzende, unterhalb der Mariahilfer Straße verlaufende 6. Bezirk nicht entziehen. Darauf verweist auch das Beispiel Gumpendorfer Straße: Konsequent schärfte der bereits vorher hier ansässige Galerist <strong>Hans Knoll</strong> sein Profil. Nur wenig Schritte entfernt, erarbeitet sich indessen die auf junge Kunst spezialisierte Galerie <strong>kunstbuero </strong>Amer Abbas einen ganz anderen Ruf: nämlich eine Art Missing Link zwischen urbanem „Think Tank“ und hipper Szene-Location zu sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10732/thumb_preview_15ec7aa3-5e8e-41aa-9d68-1ac1d6c5e1f1.jpg" alt="Museumsquartier" width="880" height="585" data-ab-color="rgb(2,8,4)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Sommerabend vor dem MQ Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Volker Preusser</em></p>
<p><strong>Gumpendorfer Galerie-Safari</strong></p>
<p>Ein guter Ausgangspunkt für eine ausgedehnte Wiener <strong>Galerie-Safari</strong> ist die Gumpendorfer Straße allemal. Denn auch dort, wo ihre Verlängerung, die Eschenbachgasse, bereits das goldene Schimmern der Sezessions-Kuppel erahnen lässt, ist eine kleine Galerien-Enklave entstanden. Um das Reproduzieren vertrauter Jugendstil-Sujets geht es dabei freilich nicht. Im Gegenteil. Vielmehr konnten Karin Handlbauer und Donata Fuchs hier die <strong>Galerie Mezzanin</strong> als spannende Plattform für aktuelle Kunsttendenzen positionieren, was nicht zuletzt auch die hier gezeigten Arbeiten des Medienkünstlers Peter Kogler belegen. Neue Medien zählen auch zu den Schwerpunkten der Galeristin <strong>Helga Krobath</strong>, deren gleichnamige Galerie die Räume des Palais Eschenbach bezog. Die ebenfalls in der Eschenbachgasse gelegene <strong>Galerie Martin Janda</strong> hat sich wiederum auf raumbezogene Arbeiten spezialisiert, die künstlerische Positionen ins Zentrum stellen. Und die ganz großen Namen der Kunstwelt werden indessen auf Hausnummer 9 präsentiert: Vanessa Beechcroft, Franz West, Heimo Zobernig, Olaf Breuning sind nur einige der internationalen Kunststars, die die hier gelegene Galerie Meyer Kainer präsentiert.</p>
<p><strong>Avantgarde zwischen Vintage-Läden</strong></p>
<p>Stars sind die eine Sache. Das feine Gespür für die maßgeblichen Tendenzen der Kunstwelt, die Liebe zum Experiment innerhalb des Galeriebetriebs, der Mut zum stets Neuen eine andere. Das auf der gegenüberliegenden Seite des Naschmarkts, von Vintage-Läden und Mode-Ateliers geprägte Freihaus-Viertel, wo sich rund um die Schleifmühlgasse ein weiteres spannendes Zentrum junger Kunst gebildet hat, stellt da keine Ausnahme dar. Das Gebot der Vielfalt gilt freilich auch hier. So bildet der Oberlichtsaal einer ehemaligen Druckerei auf Nummer 5 – nunmehr Adresse der profilierten <strong>Galerie Georg Kargl Fine Arts</strong> – einen imposanten Rahmen für auch größere Installationen. Gleich nebenan stärkt Kerstin Engholm seit Jahren ihre Reputation als feinsinniger „Kunsttrend-Scout“, während ein weiterer Avantgarde-Pionier des Viertels, die <strong>Christine König Galerie</strong>, mit der interessanten Einführung der LunchLectures von sich reden machte: Künstler, Kuratoren, aber auch Philosophen legen dabei ihre individuellen Zugänge zur Kunstszene bloß.</p>
<p><strong>Wiener Innenstadt: Revier der Platzhirsche</strong></p>
<p>Die Arbeit der arrivierten Platzhirsche – etwa der Galerien <strong>Ulysses, Krinzinger, Chobot, Heike Curtze, Ernst Hilger</strong> oder des Wiener Aktionismus-Spezialisten <strong>Charim</strong> – muss wohl nicht eigens vorgestellt werden. Insider der lokalen Galerieszene verweisen aber mit Vorliebe auf jene vielfältigen Experimente, die der Wiener City auch zukünftig Überraschendes bescheren mögen. Jene ausgewählten Vertreter der jungen österreichischen Kunst, die etwa Ernst Hilger in Kooperation mit dem <strong>Siemens_artLAB </strong>fördert, und die zugleich einen Schwerpunkt der <strong>Lukas Feichtner Galerie</strong> markieren, sind taugliche Beispiele für dieses Bemühen. Die stete Suche nach spannenden einzelgängerischen Positionen – besonderes Anliegen der <strong>Galerie Peithner- Lichtenfels</strong> in der Sonnenfelsgasse – ein anderes. Jeder Künstler eine Quelle, jede Innenstadt ein Fluss, sensibel auf aktuelle Strömungen: Die Suche nach „emerging artists“ treibt auch die <strong>Galerie layr:wüstenhagen contempora</strong>ry an – um zugleich ein „emerging art district“ zu definieren. Denn das in der Nähe der Seilerstätte im Entstehen begriffene Galerie-Viertel An der Hülben wäre so ein Zwischenstopp auf der heute zunehmend in Fahrt gekommenen Wien-Schiene in Richtung zeitgenössischer Kunst. Die Weichen für weitere Erfolge und die eine oder andere Neueröffnung sind dabei jedenfalls gestellt.</p>
<p><strong>LINKTIPPS</strong>:</p>
<ul>
<li>Westlicht Schauplatz für Fotografie <a href="http://www.westlicht.com">www.westlicht.com</a></li>
<li>Galerie Momentum <a href="http://www.momentum.co.at">www.momentum.co.at</a></li>
<li>Krinzinger Projekte <a href="http://www.galerie-krinzinger.at">www.galerie-krinzinger.at</a></li>
<li>Galerie Hubert Winter <a href="http://www.galeriewinter.at">www.galeriewinter.at</a></li>
<li>Galerie Hans Knoll <a href="http://www.knollgalerie.at">www.knollgalerie.at</a></li>
<li>Galerie Kunstbüro/Amer Abbas <a href="http://www.kunstbuero.at">www.kunstbuero.at</a></li>
<li>Galerie Mezzanin <a href="http://galeriemezzanin.com">http://galeriemezzanin.com</a></li>
<li>Galerie Krobath <a href="http://www.galeriekrobath.at">www.galeriekrobath.at</a></li>
<li>Galerie Martin Janda <a href="http://www.martinjanda.at">www.martinjanda.at</a></li>
<li>Galerie Meyer Kainer <a href="http://www.meyerkainer.com">www.meyerkainer.com</a></li>
<li>Galerie Georg Kargl <a href="http://www.georgkargl.com">www.georgkargl.com</a></li>
<li>Kerstin Engholm Galerie <a href="http://www.kerstinengholm.com">www.kerstinengholm.com</a></li>
<li>Galerie Peithner-Lichtenfels <a href="http://www.falter.at/was-laeuft/locations/677/galerie-peithner-lichtenfels">www.falter.at/was-laeuft/locations/677/galerie-peithner-lichtenfels</a></li>
<li>Galerie layr:wuestenhagen contemporary <a href="http://www.emanuellayr.com">www.emanuellayr.com</a></li>
</ul>
<hr />
<h2>Geheimtipps zum Ausgehen in Wien<strong><br />
</strong></h2>
<p>Urbane Lokalszene rund um die Stadtbahnbögen der U6</p>
<ul>
<li><strong>loop</strong> Djs und Cocktails im stilvollen Ambiente. 1080, Lerchenfelder Gürtel, U-Bahn-Bögen 26–27 <a href="http://www.loop.co.at">www.loop.co.at</a></li>
<li><strong>Mezzanin</strong> Cocktails und Sounds im futuristisch anmutenden &#8222;Livin&#8217;room&#8220;. 1160, Lerchenfelder Gürtel 43 <a href="http://www.eventszene.at/location/mezzanin-skkugmezzanin?en_id=117188">www.eventszene.at/location/mezzanin-skkugmezzanin?en_id=117188</a></li>
<li><strong>Chelsea</strong> Szenelokal mit zahlreichen Live-Events wie Konzerten, aber auch Fußball-Live- Übertragungen, mehrere Bars, für junge und jung gebliebene Nachtvögel. 1080, Lerchenfelder Gürtel U-Bahn-Bögen 29–30 <a href="http://www.chelsea.co.at">www.chelsea.co.at</a></li>
<li><strong>Weberknecht</strong> Studentenlokal mit Partykeller. 1160, Lerchenfelder Gürtel 49 <a href="http://www.weberknecht.net">www.weberknecht.net</a></li>
<li><strong>rhiz</strong> Bar und Veranstaltungslokal für Kunst-Projekte, Experimentelles und elektronische Musik – prominente Künstler und ebensolches Publikum 1080, Gürtelbögen 37–38 <a href="http://www.rhiz.org">www.rhiz.org</a></li>
<li><strong>Café Carina</strong> Konzertlokal in heruntergekommenem Rahmen. Hin und wieder echte Highlights. 1080, Josefstädter Straße 84 <a href="http://www.cafe-carina.at">www.cafe-carina.at</a></li>
<li><strong>B72</strong> Meistens DJs, Szenelokal, manchmal interessante, kleine feine Konzerte. Hernalser Gürtel U-Bahnbogen 72 <a href="http://www.b72.at">www.b72.at</a></li>
<li><strong>Blaustern</strong> Schicker In-Treff mit eigener Kaffeerösterei. 1090, Döblinger Gürtel 2 <a href="http://www.blaustern.at">www.blaustern.at</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere wichtigsten Locations zum Ausgehen</strong></p>
<p><strong>Flex</strong> Donaukanal, Abgang Augartenbrücke 1010 Wien Die Underground-Location Wiens – mit Punk-Background, betoniertem Subwoofer und Abwasserkanal vor der Haustür. Wechselnde Club-Abende. Live-Konzerte von Silicone Pumpgun bis Kruder &amp; Dorfmeister. Was in den 1990ern der Volksgarten war, ist heute das Flex. Von den Lesern des renommierten Musikmagazins „Spex“ wird das Lokal regelmäßig zum besten Club im deutschsprachigen Raum gekürt. <a href="http://www.flex.at">www.flex.at</a></p>
<p><strong>Porgy &amp; Bess</strong> Riemergasse 11 1010 Wien Ein Ort, der der jungen, wilden, undogmatische Szene eine Bühne bietet. Das ehemalige Pornokino ist zum kühlen, stylishen Hang-out mit Bar und zumeist exzellenter Live-Beschallung mutiert. Engagierte Programmierung mit punktuellen Osteuropa-Schwerpunkten. <a href="http://www.porgy.at">www.porgy.at</a></p>
<p><strong>Chelsea</strong> Lerchenfelder Gürtel, U-Bahn-Bögen 29–31 1080 Wien Rock-Veteran Othmar, ein ehemaliger Spitzen-Fußballer, hat aus den gemauerten Kellerbögen, über die die U-Bahn hinwegdonnert, einen veritablen Musik-Club gemacht. Inklusive TV-Monitoren, Scotch-Kollektion und dem höchsten Grad an Authentizität, den ein Veranstaltungsort in Sachen Brit-Pop, Neo-Punk und Retro- Rock in Wien haben kann. <a href="http://www.chelsea.co.at">www.chelsea.co.at</a></p>
<p><strong>WUK</strong> Währinger Straße 59 1090 Wien Eine der stimmigsten und stilvollsten Live-Lokalitäten Wiens. Das alternative, selbst verwaltete „Werk- &amp; Kulturhaus“ in einer ehemaligen Fabrik ist fast immer eine Empfehlung. <a href="http://www.wuk.at">www.wuk.at</a></p>
<p><strong>Fluc Wanne</strong> Praterstern 5 1020 Wien Eine Betonwanne mit Ober- und Untergeschoss, voll mit Avantgarde und Trash. Oben werden eher wilde DJ-Parties gefeiert, unten lärmen diverse Acts gegen den Betonbunker-Charakter der Lokalität an. Das Riesenrad dreht sich in Sichtweite. <a href="http://www.fluc.at">www.fluc.at</a></p>
<hr />
<h2>Wiens Totenkult: Friedhöfe besuchen<strong><br />
</strong></h2>
<p><strong>Schon zu Lebzeiten beschäftigen sich die Wiener mit dem Tod: Sie besingen ihn, spielen mit ihm, bauen ihm Denkmäler. Der Kult um den Tod ist schaurig-lustvolles Ereignis und strategischer Schachzug gegen die Endlichkeit aller Dinge.</strong></p>
<p><a href="https://reisewiki.at/wien-zentralfriedhof-fuehrung/"><strong>Zentralfriedhof</strong></a></p>
<p>Der Tod ist das letzte Fest des Lebens – und will, so traurig es ist, würdig begangen sein: Die Gräber der Wiener geben Zeugnis davon. Besonders am <strong>Zentralfriedhof</strong>, wohin die Stadt Wien zunächst die Gräber einiger Persönlichkeiten verlagerte – allen voran Beethoven und Schubert – und damit den Grundstein für einen der würdevollsten Friedhöfe überhaupt legte. Die wichtigsten Bauwerke, Haupttore, Aufbahrungshallen, Wartesäle und die zentrale Friedhofskirche stammen aus dem Jugendstil.</p>
<p><strong>Jüdische Friedhof</strong></p>
<p>Verloren und geheimnisvoll liegt hinter einer Backsteinmauer in Döbling der <strong>Jüdische Friedhof</strong>. Neben jenem von St. Marx ist er der zweite erhaltene Friedhof aus dem Biedermeier. Nur mit Führung zu besichtigen, erzählt er von der Bedeutung der Juden im 19. Jahrhundert und ihrer Bereitschaft zur Assimilation. Gruftkapellen wurden mit floralen Ornamenten des Klassizismus geschmückt und die Gräber der türkischen Juden sind vom Orient inspiriert, teils wurden sogar Elemente des Koran in die Grabsteine gemeißelt.</p>
<p><strong>Bestattungsmuseum</strong></p>
<p>Im <strong>Bestattungsmuseum</strong>, eine andere Wiener Besonderheit, ist zu sehen, in welcher Epoche man in welchem Sargmodell begraben worden wäre. Darunter ist auch der mehrfach genutzte josefinische Sarg, der nicht mit ins Grab versenkt wurde, sondern oben blieb. Es öffnete sich nur die Bodenklappe. Persönlicher waren da Särge, die man bei bester Gesundheit bestellte und die zu Lebzeiten, freundlich bemalt, als Kasten dienten.</p>
<p>Mit 1000 Objekten bietet es einen weltweit einzigartigen Gesamtüberblick über Totenkult und Bestattungsrituale, die Bundeshauptstadt Wien bildet dabei den Schwerpunkt. Die Thematik Sterben und Tod wird anhand der gezeigten Exponate<br />
in pietätvoller Weise als kulturelle Drehscheibe des Vergänglichen präsentiert, wodurch ein nachvollziehbarer Übergang zum heutigen Totenkult geschaffen wird.</p>
<p><strong>Augustiner Kirche</strong></p>
<p>Die <strong>Augustiner Kirche</strong> beherbergt eines der schönsten Grabmäler Wiens: Antonio Canova hat die trauernde Figurengruppe, die vom Betrachter abgewandt einer Grabpyramide zustrebt, 1805 in weißem Marmor in Szene gesetzt. Hier liegt die Lieblingstochter Kaiserin Maria Theresias – und geliebte Frau ihres Mannes. Der Schmerz über diesen Abschied teilt sich durch die Darstellung mit.</p>
<p><strong>Katakomben der Michaelerkirche</strong></p>
<p>In den Katakomben der nahe gelegenen <strong>Michaelerkirche</strong> trägt der Tod ein anderes Gesicht: Durch die klimatischen Bedingungen der Gruft wurden die Leichen mumifiziert. In spaltbreit geöffneten Särgen sieht man Tote mit über der Brust gekreuzten Armen. Auch das Gewand ist erhalten – seit über 300 Jahren.</p>
<p><strong>Kapuzinergruft</strong></p>
<p>In der <strong>Kapuzinergruft</strong> hingegen wurden seit 1633 die Herrscher aus dem Hause Habsburg und ihre nächsten Angehörigen bestattet. Unter den 140 Särgen sticht der Sarkophag von Maria Theresia hervor, der einzigen Frau auf Habsburgs Thron: Gemeinsam mit ihrem Mann, der mit ihr bestattet ist, sitzt sie auf einem Kissen, die Beine ausgestreckt und mit der Hand spielerisch ein Schwert umfassend.</p>
<p>Bei allem Pomp, der Tod ist Wirklichkeit. Und weil man ihn in der Stadt von Sigmund Freud doch nicht verdrängen kann, lädt man ihn ins Leben ein. In <strong>vielen, auch modernen Wiener Liedern</strong> wird er <strong>stimmungsvoll besungen</strong> – damit er vielleicht doch, als Freund, die Finger von einem lässt, wenn’s drauf ankommt.</p>
<p><strong>Besichtigungen und Führungen im Überblick:<br />
</strong></p>
<p><strong>Zentralfriedhof</strong><br />
Der bedeutendste Friedhof Wiens ist die letzte Ruhestätte für Menschen aller Religionen. Der Wiener Zentralfriedhof ist aber nicht nur Stätte der Totenruhe: Die Parklandschaft mit beeindruckender Flora und Fauna stellt einen Ort der Erholung<br />
und Besinnung dar. Führungen im Wiener Zentralfriedhof für bis zu 30 Personen. Anfragen, Buchungen unter<br />
Tel.: +43 6991 8124423<br />
<a href="http://www.viennatouristguide.at/Friedhoefe/Zentralfriedhof/Z_Startseite/z_start.htm">www.viennatouristguide.at/Friedhoefe/Zentralfriedhof/Z_Startseite/z_start.htm</a></p>
<p><strong>Wiener Zentralfriedhof</strong><br />
Haupteingang: Tor 2<br />
Simmeringer Hauptstr. 234<br />
1110 Wien<br />
<a href="http://www.viennatouristguide.at">www.viennatouristguide.at</a><br />
<a href="http://www.friedhoefewien.at">www.friedhoefewien.at</a></p>
<p><strong>Jüdischer Friedhof Währing</strong><br />
Der Jüdische Friedhof in Währing kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Anmeldung unter: <a href="mailto:juedischer.friedhof@gruene.at">juedischer.friedhof@gruene.at</a> oder bei Sabine Pfeifer unter Tel.: +43 1 400081581.<br />
<a href="http://waehring.gruene.at">http://waehring.gruene.at</a></p>
<p><strong>Bestattungsmuseum</strong><br />
Die Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Eine telefonische Voranmeldung ist erforderlich.</p>
<p><strong>Bestattungsmuseum Wien</strong><br />
Goldegggasse 19<br />
1040 Wien<br />
Tel.: +43 1 50195-0<br />
<a href="http://www.bestattungwien.at">www.bestattungwien.at</a></p>
<p><strong>Michaelergruft</strong><br />
Die Michaelergruft unter der gleichnamigen Kirche in der Innenstadt zählt zu den verborgenen und doch bedeutenden Kulturdenkmälern der Stadt.<br />
<a href="http://www.michaelerkirche.at">www.michaelerkirche.at</a></p>
<p><strong>Kapuzinergruft</strong><br />
<a href="http://www.kaisergruft.at">www.kaisergruft.at</a></p>
<p><strong>Katakombenführungen unter dem Stephansdom</strong><br />
Führungen durch die Katakomben finden ganzjährig statt. Die Dauer der Führung beträgt etwa 30 Minuten.<br />
<a href="http://www.stephanskirche.at">www.stephanskirche.at</a></p>
<p><strong>St. Marxer Friedhof </strong></p>
<p>Heutzutage kommen zahlreiche Gäste aus aller Welt, um vor allem das Mozart-Grab in St. Marx zu besuchen. Mozart starb 1791 und wurde in einem Armengrab auf dem St. Marxer Communalen Friedhof beigesetzt.</p>
<p>St.-Marxer-Friedhof<br />
Leberstraße 6 – 8<br />
1030 Wien<br />
<a href="http://www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/friedhof-st-marx.html">www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/friedhof-st-marx.html</a></p>
<hr />
<h2>Der Wiener Prater</h2>
<p><a href="http://www.praterservice.at">www.praterservice.at</a><br />
<a href="http://www.prater.at">www.prater.at</a></p>
<h3>Das Wiener Riesenrad</h3>
<p><a href="http://www.wienerriesenrad.com">www.wienerriesenrad.com</a></p>
<p>Ende des vorletzten Jahrhunderts war Eisen groß in Mode. Genauer: Kühne Eisenkonstruktionen, die dem Fortschritt der Technik ihren Tribut zollten. In Paris baute Gustave Eiffel daraus einen oben spitz zulaufenden Turm und im selben Jahr (1897) entstand auch ein wesentliches Wahrzeichen der Donaumetropole. Aber Wien war anders, bereits damals. Denn der Erbauer Gabor Steiner, Betreiber eines Vergnügungsparks, wusste ganz instinktiv was im <strong>Wiener Prater</strong> gut ankommt: Nämlich sich im Kreise drehen. Das Oben und das Unten ein paar Minuten lang vertauschen. Die Welt aus stets neuer Perspektive sehen. All das ermöglichte das <strong>Wiener Riesenrad</strong>, das die Londoner Firma Basset kühne 65 Meter Richtung Praterhimmel zog.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/1979/thumb_preview_67d5713b-6294-4fa4-bc19-33dabcf3968c.jpg" alt="Riesenrad im Prater in Wien" width="880" height="577" data-ab-color="rgb(53,141,204)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p><em>Riesenrad im Prater in Wien.© Österreich Werbung, Fotograf: Bartl</em></p>
<p>Seither hat es nicht nur dem umliegenden Vergnügungspark des Wiener Praters gute Dienste geleistet, sondern der ganzen Stadt. Nach dem „Steffl“, dem Wiener Stephansdom, gilt <strong>das Riesenrad</strong> als zweitbekanntestes Wahrzeichen Wiens, wobei es mitunter für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte. Etwa 1914, als die kühne Kunstreiterin Madame Solange d’ Atalide eine Riesenrad-Runde drehte – allerdings auf dem Rücken ihres Pferdes, das sie wiederum aufs Dach eines der kreisenden roten Wägelchen stellte. Unübersehbar ist das Riesenrad freilich auch so. Es kann von zahlreichen Orten der Stadt aus gesehen werden, gilt als wesentliches Element der Silhouette Wiens. Aber könnte man auch für den restlichen Wurstelprater behaupten. Ohne ihn würde Wien ein Stückchen Seele verlieren.</p>
<p>Vom Verkehrsknotenpunkt Praterstern kommend, betritt man den Vergnügungspark durch ein neu gestaltetes Eingangsportal, welches Gastronomiebetriebe, Infostände und Shops im Stil der Wiener Jahrhundertwende beherbergt. Gleich dahinter, in unmittelbarer Nähe zum Riesenrad befindet sich <a href="http://www.madametussauds.com"><strong>Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett </strong></a>und hier dreht sich alles um nationale und internationale Prominenz. Man trifft auf Peter Alexander, Kaiserin Maria Theresia oder Barack Obama, lebensecht in Wachs nachgebildet und kann sich selbstverständlich mit seinen Idolen fotografieren lassen.</p>
<p>Im Jahre 1766 ging es los – „mit Ballenschlagen, Kegelscheiben und anderen erlaubten Unterhaltungen“ wie der weltoffene Kaiser Joseph II. verfügte. Mit der öffentlichen Freigabe des alten kaiserlichen Jagdreviers wurde der Grundstein zur Schaffung des heute legendären Wiener Vergnügungsparks gelegt. So tauchte nach den Hasen und Hirschen bald ein neues Wesen in den feuchten Wiesen der damaligen Donauauen auf: Nämlich die Figur des Wurstels, eines ebenso volkstümlichen wie lustig-frechen Charakters, der dem Wiener Wurstelprater den Namen verlieh. Beliebt waren die Kasperltheaterbuden, die damals aus dem Boden schossen allemal – standen sie doch ganz in der Tradition der Hofnarren, die sich mehr Kritik an Gott und Kaiser erlauben konnten, als es der durchschnittliche Bürger im Traum gewagt hätte. „Den Kasperl erschlägt man nicht so einfach, dafür ist er zu robust“, heißt es bis heute in Wien. Diese Urnatur prägt auch den ganzen Wiener Wurstelprater. Denn auch der Vergnügungspark war im Laufe seiner langen Geschichte nicht unterzukriegen, und hat im 2. Wiener Bezirk treu die Stellung gehalten. Dass sich dabei manche der volkstümlichen Attraktionen zäh behaupten konnten, ist Teil dieses Naturells.</p>
<p>So verspricht der Bummel zwischen den Jahrmarktbuden auch eine Reise in die Vergangenheit, bei der neben süßer Zuckerwatte auch jede Menge Nostalgie serviert wird. Denn vieles, was andernorts längst verschwunden ist, wurde an Europas traditionellstem Rummelplatz liebevoll gepflegt und hat sich bis heute erhalten. Darunter auch die hölzerne Spiralrutsche des denkmalgeschützten Tobogan, der sich im Frühling 2009 endlich wieder so präsentieren durfte, wie ihn Generationen von Pratergehern liebten: weiß-blau lackiert und mit groben Jutesäcken als ideale Rutschunterlage. Ein Stück <strong>Low-Tech-Entertainment</strong> ganz im Sinne des historischen Wiener Praters.</p>
<h3>Das legendäre Restaurant „Schweizerhaus</h3>
<p><a href="http://www.schweizerhaus.at">www.schweizerhaus.at</a></p>
<p>Wer sich nach dieser kleinen Rutschpartie auf Spurensuche begibt, wird gleich um die Ecke belohnt. Gegenüber von der Spiralrutsche befindet sich das legendäre Restaurant „<strong>Schweizerhaus</strong>“ an der Straße des Ersten Mai, berühmt für seine Kartoffelpuffer, die opulente Schweinehaxe („Stelzen“) und das tschechische Budweiser Bier, das Kenner hier gerne als „Schnitt“ bestellen, als Mischung einer helle und einer dunklen Sorte.</p>
<p>Aber die Praterwelt dreht sich auch ohne Bier seit über hundert Jahren im Kreise. Seit 1887 versehen hier die Pferdchen des „1. Wiener Pony Caroussels“ ihren Dienst, steuern zur Orgelmusik den satten Geruch von Pferdestreu bei. Ganz und gar unscheinbar drückt sich daneben gleich ein weiterer, freilich allzu leicht übersehbarer Klassiker in die Ecke: Eine „Alt-Wiener Schiffschaukel“, die inmitten des Zirpens und Blinkens moderner Geräte längst anachronistisch durch die Praterluft schwankt: rot, gelb, blau lackierte Schiffchen. Es ist der Arbeitsplatz, an dem einst eine archetypische Wiener Rummelplatz-Figur die Handbremse zog: Nämlich der berüchtigte Hutschenschleuderer.</p>
<p>Die groben Kerle sind heute verschwunden. Geblieben ist aber das ewige Versprechen, mit dem der Prater seine Besucher in den Bann zieht. Das deutet ein anderer Klassiker an, der sich wenige Schritte vom berühmten Riesenrad befindet. Auch hier dreht sich ein altes Karussell im Kreis, der Technik-Veteran „Dampf- Carousel“ aus 1897. Weiß lackierte Hutschpferde, ein Märchenschwan, ein Affe im roten Lakaien-Frack und nicht zuletzt die Bilder der Ringelspiel-Sektionen Asien- Orient-Samoa-Amerika halten bis heute ein wesentliches Versprechen des Wiener Wurstelprater hoch: Nämlich jenen Hauch von Exotik, der den Alltag ausblendet, dabei kleine, willkommene Fluchten erlaubt. Dass im Spiegelkabinett Dicke plötzlich dünn werden und die Irrwege im Glaslabyrinth für alle gleich verschlungen sind, dient demselben Effekt. À propos Schlagen: Auch der einst populäre Watschenmann &#8211; eine mit Leder überzogene Hau-Drauf!-Puppe, findet sich bis heute hier. Kein Wunder, dass sich diese schlichten Klassiker erhalten haben.</p>
<h3>Das Prater Museum</h3>
<p>Wer den Wiener Wurstelprater mit diesem Wissen durchstreift, darf sich auf spannende Entdeckungen gefasst machen. Näheres dazu verrät ein Blick in das liebevoll eingerichtete <strong>Prater Museum</strong>, das die Erinnerungen an die Schausteller und Monstrositäten der alten Tage wie eine pittoreske Gruft verwahrt: Lionel, der haarige Löwenmensch, Poster von den Südsee-Damen der „Samoaner-Truppe“ finden sich hier. Und Hinweise auf eine jener exotischen Tierschauen, die einst den Urwald in die Prater-Au brachten: „Riesenspinnen zum 1. Mal in Wien. 120 jähr. Riesenkrokodil mit seinen Jungen. 60 verschiedene Modeschlangen.“ So lauten die Ankündigungen aus der alten Zeit.</p>
<h3>Geisterbahn aus den Fifties</h3>
<p>Der Blick auf die vergilbten Plakate von Riesen, Zwergen und Siam-Zwillingen, auf den ersten Wiener Fesselballon und die Laterna magica hat sich im Laufe der Jahrhunderte verdichtet. Eine Welt der Wünsche in Miniatur, die die Träume der Dekaden wie ein Riesen-Kaleidoskop ist der Prater dabei geblieben. Das verrät die Geisterbahn aus den Fifties, die am Jantschweg mit grünen Drachenschuppen und King Kong‘s Stampferbeinen auf uns warten. Einen vitalen Haarwuchs haben die Kulissenbauer dieser Dekade dem Affenmonster verpasst, doch zugleich hat der Teufel – auch das macht die Ecke so heimelig – hier noch ein erkennbares Gesicht: doppelt gehörnt, krebsrot und mit Fledermausflügeln schaurig garniert. Ein Teufel, der wie ein Teufel aussieht. Das ist ähnlich beruhigend wie der Gevatter Tod, der später im schwarzen Uterus der knarrenden, herrlich holprigen Geisterbahnwege fast wie ein alter Freund aus dem Spanplattensarg kippen wird. Es sind diese feinen nostalgischen Details, die für viele Prater-Besucher das eigentliche Faszinosum ausmachen. Und die aus einem unscheinbaren Ringelspiel eine Zeitmaschine machen, in der sich zwei, drei Ären im Kreis drehen: Mini- Straßenbahn im alten Ringstraßen-Look, ein US-Jeep aus Tagen der Nachkriegszeit, darüber ein Helikopter, den Donald Duck bruchgelandet haben könnte. Dazu eine blinkende Feuerwehr, die nur die Vorfreude der aufgeregten Knirpse löschen kann. Und nicht zu vergessen: ein grüner Traktor der österreichischen Traditionsmarke Steyr-Daimler-Puch. Auch er gehört zum Ringelspiel, das einen in die Vergangenheit entführt. Immerhin wurden ja Generationen von Konfirmanden aus Österreichs Dörfern hierher gekarrt, mit dem traditionellen Ziel, sich einmal so richtig mit Zuckerwatte und fettigen Langos vollzustopfen. Der erste Schluck Bier, die funkelnagelneue Uhr, der Crash-Kurs der Halbstarken im bereits 1926 hier eingeführten Autodrom – für viele Österreicher bedeutet der Praterrummel auch eine Initiation.</p>
<h3>Mit der Liliputbahn durch die Praterauen</h3>
<p><a href="http://www.liliputbahn.at">www.liliputbahn.at</a></p>
<p>Nur logisch, dass sich rund um diese verzauberte Welt eine große, beruhigende Grünzone legt – als ob das „echte Wien“ und die wilden Rummelplatz-Träume des Wurstelprater einen zwischengeschobenen Puffer brauchen würden. Auch heute ist der Wurstelprater ja bloß ein kleinen Teil der weitläufigen Praterauen dar, die mit eigenen Attraktionen locken. Etwa der legendären <strong>Liliputbahn</strong>, Wiens beliebter Kleineisenbahn, die Fahrgäste neben der schnurgerade verlaufenden Prater Hauptallee hin und her zieht. Wiener Melange plus Milchrahmstrudel im berühmten Cafe-Restaurant <a href="http://www.lusthaus-wien.at"><strong>Lusthaus</strong></a>, vielleicht ein schneller Sprung zur Pferdewette auf die benachbarte <strong>Trabrennbahn Krieau</strong>, oder die obligate Joggingrunde – so sehen die beliebten Sonntagnachmittags- Attraktionen aus, die die grüne Lunge der Stadt den Prater-Besuchern bietet. Und im <a href="http://www.kuffner.ac.at"><strong>Planetarium</strong></a>, gleich neben dem Riesenrad gelegen, kann man sogar fremde Planeten sehen.</p>
<hr />
<h2>Auf Kaiserin Sissis Spuren wandeln &#8211; <strong>Sisi-Sehenswürdigkeiten</strong></h2>
<p><strong>Elisabeth von Österreich-Ungarn</strong></p>
<ul>
<li>24. Dezember 1837 in München, Königreich Bayern; † 10. September 1898 in Genf</li>
</ul>
<p>Als die in München geborene Elisabeth aus dem Hause Wittelsbach 1854 Kaiser Franz Joseph I. heiratete, war ihr nicht bewusst, was damit auf sie zukommen sollte. Ursprünglich sollte der Kaiser ihre Schwester Helene heiraten, doch der 23- Jährige verliebte sich in Bad Ischl in die erst 15 Jahre junge Elisabeth. Die <strong>Kaiservilla in</strong> <strong>Bad Ischl</strong> mit ihrem Park bewahrt bis heute das Andenken an Elisabeth. Dort liebte sie später die waldreiche, bergige Umgebung, in die sie lange Reit- und Wanderausflüge unternahm.</p>
<blockquote><p>„Ich bin erwacht in einem Kerker“ Die junge Kaiserin in Wien</p></blockquote>
<p>Die Hochzeit fand in Wien statt. Das junge Kaiserpaar residierte fortan in <strong>Schloss Schönbrunn</strong> und in der <strong>Hofburg.</strong>Der Wiener Hof galt als der konservativste in ganz Europa und Elisabeth litt unter der strengen Etikette, verkörpert in der Kaiserinmutter Sophie. Aber auch die Ehe war nicht glücklich. Dem pedantischen Kaiser, dessen Interesse einzig dem Militär galt, fand sich eine junge Frau gegenüber, die sich für Mythologie, Geschichte und Literatur begeisterte. Um die Erziehung der Kinder – Elisabeth brachte in den ersten Jahren ihrer Ehe die Töchter Sophie und Gisela sowie den Sohn Rudolf zur Welt – kümmerte sich Sophie. So oft sie konnte, floh Elisabeth in das nahe bei Wien gelegene <strong>Laxenburg</strong>. In dem großzügigen Park mit seinem Weiher und der neogotischen Franzensburg konnte Elisabeth ihrer großen Leidenschaft, dem Reiten, frönen.</p>
<p>Die ersten Jahre ihrer Ehe waren eine politisch bewegte Zeit, in der die Habsburgermonarchie ihre Vormachtstellung in Europa einbüßte und nach schweren militärischen Niederlagen die italienischen Besitzungen verlor. Franz Joseph widmete Elisabeth nur wenig Zeit; seine außerehelichen Affären verletzten sie tief. Elisabeth wurde daraufhin krank und depressiv, begann aber auch erste Reisen zu unternehmen, um der bedrückenden Enge in Wien zu entkommen.</p>
<blockquote><p>„Ein Schiff will ich mir bauen“ Freiheitsdrang und Schönheitskult</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3530/thumb_preview_db93f4f1-e838-4e77-8e90-e3dd372ae9f0.jpg" alt="Gemälde mit Elisabeth I. und Franz Joseph I. in jungen Jahren" width="784" height="660" data-ab-color="rgb(38,37,35)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Gemälde mit Elisabeth I. und Franz Joseph I. in jungen Jahren. Hofburg in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<p>Die neu erlangte Freiheit verwandelte Elisabeth in eine selbstbewusste Frau, die ihr Leben mehr und mehr eigenständig gestaltete. Sie kümmerte sich exzessiv um ihr Äußeres und wurde zu jener legendären Schönheit, als die sie in die Geschichte einging. Ihr Schönheitsideal war untypisch für ihre Zeit: Sie definierte es als natürlich und individuell. Einen besonderen Kult betrieb Elisabeth dabei um ihr fersenlanges Haar und ihre schlanke Taille. Um einen Taillenumfang von 51 cm zu erreichen, ließ sie sich in ein enges Korsett schnüren, betrieb fanatisch Sport und unterzog sich langen Hungerkuren. Der Etikette des Wiener Hofes entflohen, wurde sie zum Opfer ihres Schönheitswahns und beklagte „Sklavin ihrer Haare“ zu sein.</p>
<p>Am Wiener Hof aber begehrte Elisabeth auf. Sie erhob Anspruch auf Mitsprache bei der Erziehung ihrer Kinder und forderte, selbst über ihre persönlichen Angelegenheiten und den Ort ihres Aufenthaltes bestimmen zu können. Sie nahm Griechisch- und Ungarischunterricht und stand in enger Verbindung mit dem ungarischen Grafen Andrássy, der später der erste ungarische Ministerpräsident wurde. Vehement setzte sie sich bei Franz Joseph für den österreichisch-ungarischen Ausgleich ein, der schließlich zur Gründung der Österreichisch- Ungarischen Doppelmonarchie führte. Fortan war Elisabeth auch Königin von Ungarn, ein Titel, den sie immer mit Stolz trug.</p>
<blockquote><p>„Denn es wandelt dir zur Seite deines Herzens Königin“ Eine Freundin für den Kaiser</p></blockquote>
<p>In den folgenden Jahren mischte sich Elisabeth nicht mehr in die Tagespolitik ein. Sie war noch einmal Mutter geworden. Anders als bei ihren ersten Kindern übernahm sie bei Marie Valerie von Anbeginn an die Erziehung. Franz Joseph versuchte, Elisabeth an Wien zu binden, indem er ihr die <strong>Hermes Villa</strong> zum Geschenk machte. Die westlich von Schönbrunn im Lainzer Tiergarten gelegene Villa wurde von dem bedeutenden Ringstraßen-Architekten Carl von Hasenauer errichtet. Noch heute vermittelt die Villa einen Eindruck kaiserlichen Wohngefühls abseits höfischer Repräsentation. Alles in allem entsprach sie jedoch mehr dem Geschmack des Bauherren, als dem der Beschenkten, weshalb Elisabeth sich hier nur selten aufhielt. Zumal diese auf ihre ausgedehnten Reisen nicht mehr verzichten wollte. Aktiv förderte sie deshalb die Beziehung des Kaisers zu der jungen Schauspielerin Katharina Schratt, um weiterhin ungestört ihren Freiheitsdrang auszuleben. Nach dem Selbstmord ihres Sohnes Rudolf 1889 wurde Elisabeths Reisetätigkeit zusehends rastloser. Von schweren Depressionen geplagt, sehnte sie ihren Tod herbei…</p>
<blockquote><p>„Kommt wohl die letzte Träne als Perle einst zu dir“  Todessehnsucht und Ende in Genf</p></blockquote>
<p>Der italienische Anarchist Luigi Luccheni wollte schon lange durch ein spektakuläres Attentat auf sich aufmerksam machen. Als der französische Thronprinz früher als geplant aus Genf abreiste, erfuhr er in der Zeitung von der Anwesenheit Elisabeths in der Stadt. Es war der 10. September 1898, als sie das Schiff besteigen wollte, um nach Montreux zurückzukehren, von wo sie am Vortag angereist war. Luccheni stürzte sich auf die nur von einer Hofdame begleitete Kaiserin und rammte ihr eine Feile ins Herz. Nicht einmal zwei Stunden später starb Elisabeth knapp 61-jährig an ihren Verletzungen. Ihre Leiche wurde nach Wien gebracht, wo sie in der <strong>Kaisergruft</strong> beigesetzt wurde.</p>
<p>44 Jahre lang war Elisabeth die Kaiserin eines untergehenden Großreiches. Den familiären und repräsentativen Aufgaben, die damit verbunden waren, stellte sie die Verwirklichung ihres Freiheitsdranges entgegen. Der ungeliebten Rolle der Kaiserin versuchte sie nicht zuletzt in ihrer Lyrik zu entkommen, worin sie sich als Feenkönigin Titania neu zur Welt brachte.</p>
<blockquote><p>„Eine Möwe bin ich von keinem Land“ Der Sisi-Mythos</p></blockquote>
<p>Für ihre Zeitgenossen war sie die schönste Frau Europas. Am Sisi-Kult arbeitete sich die Nachwelt ab und erfand immer neue Zuschreibungen: Die literarische Décadence erklärte sie zur schwermütigen und kunstverliebten Femme fatale, und der österreichische Film der 1950er Jahre schuf, über den darin grassierenden Sissi-Kitsch hinausgehend, mit dem Sissi-Film eine Identifikationsfigur für weibliche Selbstverwirklichung und Rebellion.</p>
<p>Ein eindeutiges Bild lässt sich nicht leicht zeichnen, denn Elisabeth überwachte nicht nur, was die Mitwelt von ihr erfuhr, sondern bestimmte auch, was der Nachwelt von ihren persönlichen Aufzeichnungen erhalten blieb. Ein Bild schon zu Lebzeiten als alterslose Schönheit. So gestaltete sich Elisabeth in verblüffend modern anmutender Weise als Kunstfigur, die ein Jahrhundert nach ihrem Tod als „Sisi“ längst zu einer Art Markenzeichen geworden ist. Dass Elisabeth auch intelligent, sprachenbegabt, belesen und politisch aktiv war, hat erst eine jüngere Historikergeneration sichtbar gemacht. Und sie schuf neue Bilder: Das einer vom Dichter Heinrich Heine inspirierten – mäßig begabten – Lyrikerin, die schwierigste Parforcejagden ritt und im Alter makabre Todesfantasien lyrisch durchspielte.</p>
<p><strong>Sisi-Sehenswürdigkeiten</strong></p>
<h3>Schloss Schönbrunn</h3>
<p>Die Sommerresidenz der Habsburger, seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO, birgt in ihren 40 Prunkräumen 300 Jahre österreichischer Geschichte. Der angrenzende weiträumige Park konnte sein barockes Aussehen bewahren und bietet mit dem Neptunbrunnen, der Römischen Ruine, dem Palmenhaus, dem Irrgarten, der Gloriette und dem ältesten Zoo der Welt weitere herausragende Sehenswürdigkeiten. <a href="http://www.schoenbrunn.at">www.schoenbrunn.at</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/3894/thumb_preview_b1d62ec2-f921-4818-a2fe-a14826e588a0.jpg" alt="Vieux-Laque-Salon / Schloss Schönbrunn " width="880" height="610" data-ab-color="rgb(43,36,30)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Vieux-Laque-Salon / Schloss Schönbrunn. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<hr />
<h3>Sisi Museum</h3>
<p>Im originalen Wohnumfeld Elisabeths in der Hofburg wurde in den Kaiserappartements das <strong>Sisi Museum</strong> eingerichtet. Das Museum vermittelt einen Eindruck vom Privatleben der Kaiserin und zeigt neben Schmuck, Kleidern, Möbeln und Alltagsgegenständen vor allem die berühmten Porträs Elisabeths. <a href="http://www.hofburg-wien.at/wissenswertes/sisi-museum.html">www.hofburg-wien.at/wissenswertes/sisi-museum.html</a></p>
<hr />
<h3>Schloss und Park Laxenburg</h3>
<p>25 Kilometer südlich vom Stadtzentrum Wiens gelegen, bilden das „Alte Schloss“, der unter Maria Theresia erbaute „Blaue Hof“, die nahe gelegene barocke Pfarrkirche und der riesige Englische Park mit der inmitten eines Weihers gelegenen neugotischen Franzensburg eines der schönsten Ausflugsziele in der Umgebung Wiens. Der große Park mit seinen Kanälen, Brücken, Grotten, Tempeln und Pavillons lädt zu Wanderungen ein, für die Fahrt auf dem Schlossteich können Boote gemietet werden. <a href="http://www.laxenburg.at">www.laxenburg.at</a></p>
<hr />
<h3>Hermesvilla im Lainzer Tiergarten</h3>
<p>Nahe der Residenz sollte die Villa liegen, die Franz Joseph Elisabeth zum Geschenk machen wollte, gleichzeitig aber abgelegen genug sein, um der menschenscheuen Kaiserin als Refugium zu dienen. Die Wahl fiel auf das ehemalige kaiserliche Jagdrevier des Lainzer Tiergartens an den östlichen Ausläufern des Wienerwaldes. Das riesige, von einer Steinmauer eingefasste Areal ist mit seinem reichen Wildbestand und den weiträumigen Wanderwegen in den Sommermonaten eines der beliebtesten Ausflugsziele Wiens. <a href="http://www.wienmuseum.at">www.wienmuseum.at</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/7899/thumb_preview_3949259f-fe3b-415f-a6bd-fbcfda045d42.jpg" alt="Hermesvilla / Lainzer Tiergarten" width="658" height="660" data-ab-color="rgb(41,41,39)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Hermesvilla / Lainzer Tiergarten. Bett von Kaiserin Elisabeth I. © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<hr />
<h3>Kaisergruft</h3>
<p>Im Herzen Wiens unter der Kapuzinerkirche gelegen, bergen die im 17. Jahrhundert errichteten Gewölbe in 138 Metallsärgen die Mitglieder des Habsburgischen Herrscherhauses. Neben den von berühmten Künstlern entworfenen Prunksärgen etwa Kaiserin Maria Theresias und Kaiser Karls VI, stehen die unscheinbaren Kindersärge und jener schlichte Kupfersarg Kaiser Josephs II. <a href="http://www.kaisergruft.at">www.kaisergruft.at</a></p>
<hr />
<p><strong>Kaiservilla in Bad Ischl</strong></p>
<p>Im Herzen des Salzkammergutes gelegen, ist Bad Ischl seit 150 Jahren Kurort und Treffpunkt der Prominenz aus Politik und Kultur. Inmitten eines großen Parks mit altem Baumbestand liegt die Kaiservilla. Elisabeth liebte den großen Park, den sie ihren „Wundergarten“ nannte, und den nahe gelegenen Jainzen, ihren „Zauberberg“. Die Schauräume der Villa scheinen eben erst von ihren einstigen Bewohnern verlassen zu sein. <a href="http://www.kaiservilla.at">www.kaiservilla.at</a></p>
<hr />
<h3>Stadtführungen auf den Spuren Kaiserin Elisabeths in Wien</h3>
<p>„Wenn man nicht nach seiner Art glücklich sein kann, so bleibt einem nichts übrig, als sein Leid zu lieben.“ Stadtspaziergang auf den Spuren des Mythos Kaiserin Elisabeth (wahlweise mit dem Zusatzangebot Sisi Museum und Kaiserappartements) <a href="http://www.fremdenfuehrerwien.at">www.fremdenfuehrerwien.at</a></p>
<p>„Sisi und Franz Josef – die Geschichte einer Liebe“ Stadtspaziergänge von City Tours <a href="http://www.citytours.co.at">www.citytours.co.at</a></p>
<p><a href="http://www.wienfuehrung.at">www.wienfuehrung.at</a></p>
<p>„Sisis Verse – das Poetische Tagebuch der Kaiserin Elisabeth“ In den Kaiserappartements der Hofburg liest die Schauspielerin Elisabeth-Joe Harriet Auszüge aus dem Tagebuch der Kaiserin. <a href="http://www.elisabeth-joe.harriet.com">www.elisabeth-joe.harriet.com</a></p>
<hr />
<h2>Ballkalender: Tipps für den Ballbesuch</h2>
<h3>Ballgeschichte</h3>
<p>In Wien finden im Winter über 400 Bälle statt, frequentiert von 300.000 tanzfreudigen Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt. Ein einmaliges Flair entsteht durch <strong>das zeremonielle Programm</strong>. Der Grund für die karnevaleske Ball-Sucht der Wiener ist im 18. Jahrhundert zu finden: Das Tragen von Masken und Kostümen war dem Adel im privaten Rahmen vorbehalten. Zum Ausgleich öffnete Kaiser Josef II. die Tanzveranstaltungen in den Redoutensälen der Hofburg für alle. Dabei schauten sich die Wiener <strong>die höfischen Sitten</strong>dieser Feiern ab und behielten sie bis heute bei: <strong>Strenge Kleidungsvorschriften</strong>, Eröffnungsfanfare, der Einzug der Debütantinnen und Debütanten und der Ausruf „Alles Walzer!“, Tanzordnungen und Musikwechsel sowie die sogenannte Mitternachtseinlage, meist eine Quadrille, und der dezidierte Schluss zeugen davon. Einmalig ist auch die <strong>Damenspende</strong>, ein ausgewähltes Geschenk für jede Besucherin beim Eintritt in den Saal.</p>
<p>Der <strong>Walzer als Paartanz </strong>irritierte zunächst und bot Anstoß zu moralischer Entrüstung. Der Wiener Kongress (1814/15), der zur Neuordnung Europas nach Napoleons Feldzügen in Wien tagte, machte ihn salonfähig. Die politische Arbeit war so reichlich von Bällen begleitet, dass der legendäre Spruch „Der Kongress tanzt!“ entstand. Was der Kongress tanzte, war schließlich weltbewegender als jeder Beschluss: Der <strong>Wiener Walzer</strong> wurde zum <strong>König der Tänze</strong> gekürt.</p>
<p>Die berauschenden Drehbewegungen im Walzer-Schritt brachten intimes Vergnügen in die kirchlich-festlichen Ballsäle. Und <strong>Johann Strauß Vater</strong> (1804 – 1849), der die Vorherrschaft des Walzers mit 152 solcher gelungenen Kompositionen begründete, spielte mit seinem Orchester von Wien bis London zu diesem schwärmerischen Tanz auf. „Darf ich bitten?“ ist die schönste Einladung einer langen Ballnacht und lässt Herzen schneller schlagen. Bei der Damenwahl – hier fordern die Frauen die Herren auf – erfahren auch Männer, welches Gefühl es ist, der Erwählte zu sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/2557/thumb_preview_6fb188ba-2878-4913-a18f-abec7372223b.jpg" alt="Ball in der Strauss Ära /historisches Aquarell / 1876 in Wien " width="801" height="660" data-ab-color="rgb(222,219,210)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Ball in der Strauss Ära /historisches Aquarell / 1876 in Wien. Strauss Museum (Wohnung). © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler</em></p>
<p>Viele der Wiener Bälle werden heute <strong>von Berufsständen ausgerichtet</strong>. Der <strong>Kaffeesieder-Ball</strong>verwandelt die Wiener Hofburg mit einem elegant-charmanten Programm in das festlichste Tanzcafé der Stadt; die <strong>Zuckerbäcker</strong> warten bei ihrem Ball mit einem Ballett von Mehlspeisen auf. Vielen gilt der <strong>Ball der Wiener Philharmoniker</strong>als inoffizieller Höhepunkt der Ballsaison; er findet in den Sälen des Wiener Musikvereins statt, von wo aus auch das Neujahrskonzert jährlich in die Welt übertragen wird. Der <strong>Opernball</strong>, der im Wiener Opernhaus, „im schönsten Ballsaal der Welt“ stattfindet, ist der Staatsball der Republik Österreich und zugleich Ball der Künstler der Wiener Staatsoper.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/94/thumb_preview_46094136-a2bd-4185-a78b-068badd221ed.jpg" alt="Staatsoper in Wien" width="880" height="609" data-ab-color="rgb(5,5,5)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Staatsoper in Wien. Nachtaufnahme mit Fassadenbeleuchtung. © Österreich Werbung, Fotograf: Viennaslide</em></p>
<hr />
<h3>Ballkalender: die schönsten Bälle</h3>
<p><strong>Wiener Opernball</strong></p>
<p>Der „Ball der Bälle“ ist <strong>der Wiener Opernball</strong> in der Wiener Staatsoper. Dieses gesellschaftliche Topereignis, zu dem jedes Mal bis zu 12.000 Besucher aus dem In- und Ausland kommen, wird live im Fernsehen übertragen und geht in seiner Tradition zurück auf die Zeit des Wiener Kongresses. Damals wurde die Zusammenkunft von Monarchen und Staatsoberhäuptern wichtiger Nationen zur politischen Neuordnung Europas von vielen gesellschaftlichen Veranstaltungen begleitet. Aus dieser Zeit rührt auch der bekannte Ausspruch „Der Kongress tanzt“ Unter dem Namen „Wiener Opernball“ fand dieser schließlich erstmalig 1935 statt. Seitdem wird alljährlich, am letzten Donnerstag im Fasching, das Wiener Opernhaus mit abertausenden Rosen geschmückt und heimischer sowie internationaler Prominenz aus Politik, Kultur und Sport Tür und Tor der prunkvollen Oper in der Wiener Innenstadt geöffnet.</p>
<p>Mehr als 600 Personen arbeiten für den aufwendigen Umbau und die Dekorierung der Oper. Ihnen stehen bis zum Einlass am Donnerstag nur 70 Stunden zur Verfügung. Zu aller erst wird die Bestuhlung im Parterre des Zuschauerraumes demontiert, dann auf einem Gerüst ein Fußboden eingezogen, der eine ebene Tanzfläche von mehr als 800 m² bildet. Seit 2008 wird zusätzlich vor dem Haupteingang am Ring ein überdachter und abgeschirmter Eingangsbereich mit rotem Teppich aufgebaut. Am Mittwoch Abend findet eine Generalprobe statt, die öffentlich zugänglich ist. An der opulenten Eröffnung sind rund 180 Tanzpaare beteiligt – <strong>das Jungdamen-und Herrenkomitee</strong>. Anschließend wird traditionell mit dem von Johann Strauß geprägten Kommando „<strong>Alles Walzer</strong>“ die Tanzfläche für alle Ballbesucher freigegeben.</p>
<p><strong>Karten für den Wiener Opernball</strong><br />
<a href="http://www.wiener-staatsoper.at">www.wiener-staatsoper.at</a></p>
<p><strong>Kaffeesiederball</strong><br />
Renommierter Ball in der Hofburg und den Redoutensälen.</p>
<p><a href="http://www.kaffeesiederball.at">www.kaffeesiederball.at</a></p>
<p><strong>Zuckerbäckerball</strong><br />
Der Zuckerbäckerball findet jährlich in der Hofburg statt.</p>
<p><a href="http://www.zuckerbaeckerball.com">www.zuckerbaeckerball.com</a></p>
<p><strong>Ballkalender</strong></p>
<p>Hier finden Sie alle wichtigen Informationen und Termine zu allen Bällen Österreichs.<br />
<a href="http://www.ballkalender.at">www.ballkalender.at</a></p>
<p><strong>Wiener Tanzschulen</strong><br />
<a href="http://www.tanzschulen.co.at">www.tanzschulen.co.at</a></p>
<p><strong>Johann Strauß jun. Wohnung</strong><br />
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie<br />
und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Die Wohnung<br />
des Komponisten ist jederzeit zu besuchen. Achtung: spezielle Öffnungszeiten!<br />
<a href="http://www.wienmuseum.at">www.wienmuseum.at</a></p>
<p><strong>Stadtführung „Tanz in Wien</strong><br />
<a href="http://www.ahre.at/wien/fuehrungen/wien-tanz-fuehrung.htm">www.ahre.at/wien/fuehrungen/wien-tanz-fuehrung.htm</a></p>
<p><strong>Etikette-Kurs</strong><br />
Der renommierte Tanzlehrer Thomas Schäfer-Elmayer gibt auch „Benimmkurse“.<br />
<a href="http://www.elmayer.at/etikette">www.elmayer.at/etikette</a></p>
<hr />
<h3>Ballausstattung in Wien</h3>
<p><strong>Abendmode für Damen</strong><br />
Joppich ist die erste Adresse in Wien für Ballkleidung.<br />
<a href="http://www.balina.joppich.eu">www.balina.joppich.eu</a></p>
<p><strong>Tanzschuhe für Damen</strong><br />
<a href="http://www.tanzboutique.at">www.tanzboutique.at</a></p>
<p><strong>Kleiderverleih</strong><br />
Smoking und Abendrobe für eine Nacht? Alles zu finden beim Kleiderverleih.<br />
<a href="http://www.kleiderverleih.at">www.kleiderverleih.at</a></p>
<p><strong>Frackverleih Lambert Hofer</strong><br />
<a href="http://www.lamberthofer.at/abendgarderobe/">www.lamberthofer.at/abendgarderobe/</a></p>
<hr />
<h2>Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker</h2>
<p>.Diese alljährlich live in über 50 Länder der Erde übertragene Veranstaltung findet traditionell am 1. Jänner im Goldenen Saal des Wiener Musikvereines statt. Die bisherigen Dirigenten des hauptsächlich den Werken der Strauß-Dynastie gewidmeten Konzertes zählen allesamt zu Koryphäen ihres Fachs: beispielsweise Herbert von Karajan, Lorin Maazel, Claudio Abbado oder zuletzt Georges Prêtre.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/97/thumb_preview_f56ea9e2-e7e1-40f9-93be-e06ae4d99e33.jpg" alt="Musikverein in Wien / Nachtaufnahme" width="880" height="586" data-ab-color="rgb(18,34,86)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Veranstaltungsort des Neujahrskonzerts: das Konzerthaus des Musikvereins in Wien. © Österreich Werbung, Fotograf: Viennaslide</em></p>
<p>Karten für das Wiener Neujahrskonzert zu bekommen ist für viele kein aussichtsreiches Unterfangen. Mit Glück kann man auf der Internetseite des Orchesters per Los eine gewinnen. Der Grund für dieses Interesse liegt wahrscheinlich darin, dass nicht nur die Dirigenten, sondern auch das Orchester der Wiener Philharmoniker bei Anhängern klassischer Musik allerhöchstes Ansehen genießen. Der Austragungsort des Wiener Neujahrskonzertes, der Wiener Musikverein, ist ebenso nicht „irgendein“ Konzerthaus, sondern eines der prunkvollsten und bekanntesten der Welt.</p>
<p><strong>Einzige Möglichkeit, per Los Karten für das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker zu erhalten</strong><br />
<a href="http://www.wienerphilharmoniker.at">www.wienerphilharmoniker.at</a></p>
<p><strong>Veranstaltungsort desNeujahrskonzerts</strong><br />
<a href="http://www.musikverein.at">www.musikverein.at</a></p>
<hr />
<h2>Der Wiener Naschmarkt</h2>
<p><strong>Es ist kein Zufall, dass es immer heißt, in Wien beginne der Balkan. Wenn man über den Wiener Naschmarkt und</strong>–<strong>an einem Samstag </strong>– <strong>über den daran anschließenden Flohmarkt schlendert, spürt man ganz deutlich, warum.</strong></p>
<p>Zwei große Handelsrouten kreuzten sich einst in Wien: die Bernsteinstraße, die den Norden mit dem Süden verband, und die Donauroute mit ihrem Ost-West-Verlauf. Zu Wasser und zu Lande wurden schon vor hunderten von Jahren Waren aus dem Abend- und Morgenland nach Wien gebracht und besonderer Beliebtheit erfreuten sich dabei seit eh und je exotische Lebensmittel. Zusätzlich sorgten Bauern aus der Provinz mit heimischen Produkten für das leibliche Wohl der einst kaiserlichen Hauptstadt. All diese Anbieter sammelten sich auf dem ursprünglich „Aschenmarkt“ genannten Markt, aus dem im 19. Jahrhundert der „Naschmarkt“ wurde – passend zum verlockenden Angebot an Obst, Gemüse und süßen Naschwaren.</p>
<p><figure id="attachment_1832" aria-describedby="caption-attachment-1832" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1832" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Naschmarkt_1466069589-300x199.jpg" alt="Naschmarkt" width="300" height="199" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Naschmarkt_1466069589-300x199.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/Naschmarkt_1466069589.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1832" class="wp-caption-text"><em>Naschmarkt</em></figcaption></figure></p>
<p>In den 1920er-Jahren erhielten die Händler schließlich kleine Geschäftslokale für ihre Ware, damit sie ihren Marktstand nicht mehr täglich auf- und abbauen mussten. Auch bei schlechtem Wetter waren Lebensmittel und Verkäufer so viel besser geschützt, eine echte Errungenschaft für den ganzjährig stattfindenden Markt. In drei schmalen Zeilen wurden die Waren von nun an vor den kleinen Markthäuschen ausgebreitet und lautstark angepriesen.</p>
<p>Seither feilscht ganz Wien um die frischen und raren Viktualien auf dem Naschmarkt. Und schlendert man von der Sezession beim Karlsplatz bis zur Kettenbrückengasse durch den Markt, spürt man es durch die lauten Anpreisungen der Händler über alle Zeiten hinweg: das Flair des Balkans. Von überall her strecken sich einem Schafskäse, Oliven, Wasabi-Nüsse oder pflückfrische Datteln entgegen. Es tönt „schöne Frau“, „junger Mann“, „Probieren, der Herr?“ und „Bitteschön, was darf es sein?“.</p>
<p>Vorbei an nordischen Fischständen, einheimischen Obst- und Gemüsehändlern, die auch selten gewordene Sorten wie Lederäpfel und Pastinaken führen, und an „<strong>Gemüse-Edith</strong>“ mit neuen Pilzen aus dem Burgenland … Betörende Gerüche dringen aus den orientalischen und asiatischen Kleingeschäften. Die „<strong>Käsehütte</strong>“ lockt mit exquisiten Sorten – vom norwegischen Karamell-Käse bis zum korsischen Brin d’Amour. Bäckereien, Marktstände mit Fleisch und Meeresfrüchten, Essigspezialitäten, der „Gurken Leo“, sie alle verbreiten eine Basar-Stimmung wie sie lebhafter wohl kaum sein könnte.</p>
<p>Und wenn man nicht aufpasst, hat man die Einkaufstasche schneller mit Köstlichkeiten gefüllt als einem lieb ist: „Casanova’s Antipasti“ verlocken mit schier endlosen Vorspeisen-Variationen, „Bio-Welt“ und die „Ayurveda Coast“ verführen mit ihrem reichhaltigen Angebot zum gesunden Großeinkauf, aber auch Blumen und Topfkräuter aus Österreich leuchten farbenfroh um die Wette.</p>
<p><figure id="attachment_1834" aria-describedby="caption-attachment-1834" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1834 size-large" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30547-809x1024.jpg" alt="Naschmarkt. (c) Wien Tourismus" width="750" height="949" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30547-809x1024.jpg 809w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30547-237x300.jpg 237w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30547-768x973.jpg 768w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30547.jpg 1024w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-1834" class="wp-caption-text"><em>Naschmarkt. (c) Wien Tourismus</em></figcaption></figure></p>
<p>Delikatessen aus <strong>Persien</strong> erfreuen alle Sinne: getrocknete Sternfrüchte, Baby- Kiwis, Berberitzen, Nüsse, Feigen, arabische Schokolade. Herr Reza vom „Kaspien-Markt“ lässt seine Kunden gerne davon kosten. Der ehemalige Architekt plaudert gern und erzählt vom Lieblingsessen des letzten Schahs von Persien, der sich jede Woche einmal Berberitzenreis zubereiten ließ. Das Rezept in englischer Sprache gibt es auf Anfrage!</p>
<p>Ahmad Maan, Sohn eines Heilkundigen aus Bagdad, führt seine Familientradition hier am Naschmarkt weiter und bietet Gewürze, Tees und Öle in seinem „<strong>Kräuterhaus</strong>“ an. Ob Kardamomsamen, Boxhornklee, Galgantwurzel, Mistelkraut oder das „marokkanische Gold“, das Arganöl – alles entfaltet seine spezifische Wirkung auf den Körper. Auf Wunsch fertigt der stets fröhliche Iraker für die diversen Kalamitäten eigene Heilmittelmischungen an. Tipp: Die Gedächtnisleistung fördert arabischer Weihrauch!</p>
<p>Das Wiener Traditionsunternehmen <strong>Gegenbauer</strong>, gegründet 1929, flankiert mit gleich zwei attraktiven Ständen die Naschmarktgasse. Zur Linken duftet es nach feinem Essig – der Enkel des Gründers hat in leidenschaftlicher Forschungsarbeit innovative Essigprodukte entwickelt, deren Einzigartigkeit sich vor dem Kauf auch probieren lässt: Vogelbeeressig, Quittenessig, Marillenessig in Glasballons gereift. In manchen Gourmet-Restaurants dienen Gegenbauer-Essige nicht nur der Speisenverfeinerung, sondern werden sogar als antialkoholischer Digestif gereicht. Der Grund: Die 60 aromatisch-delikaten Sorten edelsauren Trinkessigs wirken basisch bzw. entsäuernd!</p>
<p><strong>Gegenbauers Kaffee- und Kornmühlen</strong> befinden sich vis-a-vis. Eine Kaffeesorte wird hier auf dreierlei Arten geröstet: als „Morning“, „Naschmarkt“ und „Evening“. Doch auch Kornsorten lassen sich bei niedriger Temperatur rösten und entwickeln dabei exquisiten Geschmack. Gegenbauer lässt hierfür von Biobauern alte Sorten wie Emmer, das luteinhältige Einkorn, Bergweizen, Nackthafer und Nacktgerste anbauen. Als innovatives und gesundes Produkt hat das Röstgetreide bereits viele Küchen erobert!</p>
<p>Am Ende des Naschmarkts, nahe der Kettenbrückengasse, fällt ein freundlicher Blumenstand auf. „<strong>Hopf Rosen</strong>“ setzt auf Freilandrosen aus Österreich und bietet sogar essbare Rosen an. Und auch die Edelzüchtung „Christiane Hörbiger“ zu Ehren der österreichischen TV-Darstellerin findet man hier.</p>
<p>Jeden Samstag findet außerdem ein <strong>Bauernmarkt</strong> mit frischen „Schmankerln“ aus dem näheren Umland statt. Weil Einkaufen hungrig macht und die tagesfrische Qualität der Produkte sich geradezu anbietet, sie in kulinarische Köstlichkeiten zu verwandeln, wurde aus einer der beiden Verkaufsstraßen mittlerweile eine Restaurant-Zeile. Dabei steht das gastronomische Angebot in seiner Vielfalt den Viktualienständen aber in nichts nach.</p>
<p>In einer zweiten Zeile bietet der Naschmarkt eine große Vielfalt an <strong>Gastronomie</strong> für jeden Geschmack: vom edlen Fischrestaurant über Sushi und asiatische Küche, klassische Wiener Küche, italienische Grillspezialitäten, Pasta, Palatschinken oder griechische Spezialitäten bis hin zur multikulturell geprägten Küche, die sich ihre Inspirationen aus allen Köstlichkeiten des Naschmarkts holt. Und weil hier wirklich alle gut kochen, sind die winzigen Lokale mittags meist brechend voll. Im Sommer platzen die Mini-Restaurants auch abends aus allen Nähten, da die Gastronomie – im Gegensatz zu den Marktständen – bis 24 Uhr geöffnet hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/10733/thumb_preview_aecbae73-f98f-4390-8abf-80f04bcf8e4f.jpg" alt="Wiener Naschmarkt " width="880" height="584" data-ab-color="rgb(11,12,14)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Abendstimmung in den Restaurant-Gassen des Wiener Naschmarktes. © Österreich Werbung, Fotograf: Volker Preusser</em></p>
<p><strong>LINKTIPPS:</strong></p>
<p><strong>Führungen über den Naschmarkt</strong><br />
<a href="http://www.viennawalks.com">www.viennawalks.com</a></p>
<p><strong>Übersicht über die Stände</strong><br />
<a href="http://www.wienernaschmarkt.eu/staende.html">www.wienernaschmarkt.eu/staende.html</a></p>
<p><strong>Der Wiener Naschmarkt</strong><br />
6. Bezirk, Wienzeile zwischen Sezession und Kettenbrückengasse<br />
Mo – Fr 6.00 – 19.30 h,<br />
Sa 6.00 – 17.00 h</p>
<p><strong>Gastronomie:</strong><br />
Mo – Sa 6.00 – 23.00 h</p>
<p>Angeführte Stände Nr.<br />
Ayurveda Coast 600<br />
Biowelt 326 – 330, 364 &#8211; 373<br />
Dr. Falafel 515, 544, 545<br />
Gasthaus „Zur eisernen Zeit“ 316<br />
Gegenbauer Essigbrauerei 111 – 114<br />
Gegenbauer Rösterei 56<br />
Gemüse Edith Jarosch 28<br />
Gurken Leo 246<br />
Hopf Rosen Landparteienplatz<br />
Käsehütte 509<br />
Kaspien-Markt &#8211; Reza Odabai 241<br />
Kräuterhaus &#8211; Ahmad Maan 24 &#8211; 27<br />
Palatschinkenkuchl 131 &#8211; 138</p>
<hr />
<h2>Der schönste Flohmarkt der Stadt</h2>
<p><strong>Jeden Samstag verwandelt sich der Abschnitt im Anschluss an den Naschmarkt, von der U-Bahn Station Kettenbrückengasse bis hin zur Pilgramgasse, in eine bunte Welt aus keineswegs fabrikneuen Dingen.</strong> <strong>Viele davon stammen aus dem 20. Jahrhundert, andere sind bedeutend älter und rare Antiquitäten.</strong></p>
<p>Der einmal wöchentlich stattfindende Flohmarkt bietet eine Fülle an Entdeckungen. Einiges wird auf Teppichen am Boden feilgeboten, anderes auf Tischen präsentiert. Bei Sonne reflektieren die Sonnenstrahlen aus Spiegeln und poliertem Silbergeschirr, spalten sich an Kristalllampen und -vasen ins Regenbogenspektrum auf, huschen über Porzellan und CD-Hüllen, bringen das Weiß und die Neonfarben in den Kleiderkisten zum Leuchten. Bereits seit dem Mittelalter ist diese Form des Darbietens von Altwaren in Wien etabliert – seit 1977 findet der „Wiener Flohmarkt“ hier an der linken Wienzeile statt, wobei sich unter die vielen Privatanbieter auch einige Händler mischen.</p>
<p><figure id="attachment_1843" aria-describedby="caption-attachment-1843" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1843" src="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30558-1-1024x688.jpg" alt="Flohmarkt beim Naschmarkt ©WienTourismus/Popp &amp; Hackner" width="750" height="504" srcset="https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30558-1.jpg 1024w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30558-1-300x202.jpg 300w, https://reisewiki.at/wp-content/uploads/2016/06/30558-1-768x516.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-1843" class="wp-caption-text"><em>Flohmarkt beim Naschmarkt. ©WienTourismus/Popp &amp; Hackner</em></figcaption></figure></p>
<p>Eingerahmt von imposanten Jugendstilbauten ist der samstägliche Wiener Flohmarkt ein Treffpunkt für alle, die multikulturelle Atmosphäre lieben. Er ist eine Mischung aus alten Dingen und jungen Leuten und macht den Besuch sowohl für Flohmarktenthusiasten als auch für Flaneure zu einem Erlebnis der besonderen Art.</p>
<p><strong>Der Wiener Flohmarkt:</strong> Linke Wienzeile zwischen den U-Bahn Stationen Kettenbrückengasse und Pilgramgasse, Samstags von 6.30 – 18.00 h</p>
<hr />
<h2>Wien-Tipps für Weintrinker: der Heurigen-Ausflug<strong><br />
</strong></h2>
<p><strong>Mit 700 ha Anbaufläche ist Wien die einzige Metropole Europas mit ökonomisch bedeutendem Weinbau. Ein Teil davon wird in einige der international besten Lokale exportiert, aber den größten Teil trinken die Wiener selbst. Warum, ist einfach erklärt. Nur hier gibt es das Phänomen des „Heurigen“!</strong></p>
<p>„Ich muss im früher‘n Leben eine Reblaus g‘wesen sein &#8230;“, singt Hans Moser. Den Schädling Reblaus gibt es zwar schon lange nicht mehr, aber Moser, der einstige Star des österreichischen Films, beschreibt in dem Lied sehr gut die Beziehung der Wiener zu ihrem Wein, nämlich eine sehr innige. Die Wurzeln für diese Zuneigung reichen zwar zurück bis ins Jahr 750 v. Chr., der Durchbruch kam jedoch erst 1784: Seit damals dürfen Wiener Winzer im eigenen Lokal Wein und selbst erzeugte Lebensmittel verkaufen. Mit diesem Erlass war der „Heurige“ geboren und seit damals gibt es kaum einen Spaziergang durch die malerischen Weinberge an den Stadtgrenzen, der nicht zum Wiener Wein führt.</p>
<p>Ob Winter oder Sommer, immer wieder entfliehen die Wiener dem Alltag mit einer kleinen Reise an den <strong>Stadtrand</strong>. Dort, inmitten der sattgrünen Weingärten, am wärmenden Kachelofen oder unter schattigen Laubbäumen, fühlen sich die Wiener am allerwohlsten. Der Drang zum <strong>Heurigenausflug</strong> erfasst übrigens alle Gesellschaftsschichten und beim Heurigen haben sie auch alle Platz. Einfache Holzbänke auf einer Wiese oder im Gastraum, Selbstbedienung bei den Speisen und moderate Preise beim Wein sorgen dafür, dass schon mal der Generaldirektor neben dem Bauarbeiter oder die Ministerin neben dem kleinen Beamten sitzt. Aber genau diese Mischung und der gemeinsame Genuss einfacher Freuden macht die Beliebtheit dieses Ortes aus.</p>
<p>Auch unterschiedliche Altersgruppen existieren hier friedlich nebeneinander. Der Heurige war nämlich immer schon kinderfreundlich. Fast jeder Betrieb verfügt über eine Wiese, manche sogar über einen Spielplatz. Außerdem muss beim Heurigen niemand still sitzen bleiben, auf weiße Tischtücher Acht geben oder Angst haben, dass ein verschütteter Apfelsaft jemanden aufregen könnte. Die besten Heurigen verfügen zudem über einen wunderbaren Ausblick. Wenn dann die Nacht hereinbricht, die Lichter der Stadt mit den Sternen um die Wette funkeln, sind das Eindrücke, um die die Bewohner anderer Großstädte die Wiener zu Recht beneiden.</p>
<p>So paradox es klingt, aber genau diese Vorzüge haben dem Hauptdarsteller dieser Geschichte geschadet, dem Wiener Wein. Die Winzer mussten sich nämlich ob des Besucherandrangs lange Zeit nicht um die Qualität ihres Weines kümmern. Dabei bieten der Boden und die klimatischen Voraussetzungen exzellente Bedingungen für hochwertigen Wein. Doch diese muss man geschickt zu nutzen wissen. Trotz der geringen Anbaufläche ist das Gebiet nämlich enorm differenziert.</p>
<p>Die Donau schafft in Wien ein besonderes Kleinklima und trennt die Stadt in mehrere geologische Zonen. Der weit ins Stadtgebiet hineinreichende Wienerwald wiederum bewirkt, dass im Süden Wiens ein anderes Klima herrscht als im Norden und Westen der Stadt. Nicht jede Rebsorte gedeiht überall gleich gut und wer hier Spitzenprodukte erzeugen will, muss Feinheiten beherrschen, die in anderen, größeren Anbaugebieten Europas den Winzern nicht abverlangt werden.</p>
<p>Geografisch gesehen liegen die wesentlichen Anbaugebiete im Bereich <strong>Kahlenberg-Bisamberg</strong>, dem Nord-Osten der Stadt, und ganz im Süden auf dem Mauerberg. Die Südlage und das milde Klima eignen sich besonders für die Rebsorten Veltliner, Riesling, Weißburgunder oder diverse Rotweinsorten. Eine Wiener Spezialität mit langer Tradition ist auch der „Gemischte Satz“. Hier wachsen die Reben verschiedenster Sorten bunt gemischt in einem Weingarten. Die Trauben werden gemeinsam geerntet und verarbeitet. Anders als bei einer Cuvée, wo die Weine reinsortig vergoren und kurz vor der Füllung verschnitten werden, findet hier die Vermählung schon in der Natur statt. So können die feinen Unterschiede der Böden und des Kleinklimas in den Weingärten durch das jeweils optimale Traubenmaterial genutzt werden.</p>
<p>Und so geschah es vor noch nicht allzu langer Zeit: Der Wiener Wein stieg ins internationale Spitzenfeld auf. Wie bei vielen Produkten österreichischer Herkunft musste aber das heimische Publikum erst durch Sommeliers und Gourmetkritiker aus dem Ausland davon überzeugt werden, dass der Wiener Wein inzwischen hervorragend ist. Dieser Qualitätssprung, dem viele weitere Winzer folgten, freut nun die Wienerinnen und Wiener und ihre Gäste, denn noch immer wird der überwiegende Teil der jährlichen Produktion direkt beim Heurigen getrunken. Auf einfachen Holzbänken und in trauter Eintracht der verschiedenen Gäste.</p>
<p><strong>Wein- und Heurigentipps:<br />
</strong></p>
<ul>
<li><strong>Wien Wein</strong><br />
<a href="http://www.wienwein.net">www.wienwein.net</a></li>
<li><strong>Weingut Christ</strong><br />
<a href="http://www.weingut-christ.at">www.weingut-christ.at</a></li>
<li><strong>Edelmoser Wien</strong><br />
<a href="http://www.edlmoser.at">www.edlmoser.at</a></li>
<li><strong>Zahel-Wein aus Wien</strong><br />
<a href="http://www.zahel.at">www.zahel.at</a></li>
<li><strong>Heuriger Wieninger</strong><br />
<a href="http://www.heuriger-wieninger.at">www.heuriger-wieninger.at</a></li>
<li><strong>Zimmermann</strong><br />
<a href="http://www.weinhof-zimmermann.at">www.weinhof-zimmermann.at</a></li>
<li><strong>Wenn Sie wissen wollen, welcher Heurige gerade „ausg‘steckt“ (= geöffnet) hat:</strong><br />
<a href="http://www.heurigenkalender.at">www.heurigenkalender.at</a></li>
<li><strong>Heurige, die von Eltern empfohlen werden:</strong><br />
<a href="http://www.feuerwehrwagner.at">www.feuerwehrwagner.at</a><br />
<a href="http://www.nierscher.at">www.nierscher.at</a></li>
</ul>
<hr />
<h2>Die Wiener Weihnachtsmärkte</h2>
<p>Der größte Christkindlmarkt des Landes findet vor dem <strong>Wiener Rathaus</strong> statt. Die großen Fenster des neugotischen Rathauses verwandeln sich in von Künstlern gestaltete, bunte Fenster eines riesigen Adventkalenders. In den riesigen Bäumen des Rathausparks hängt leuchtender, überdimensionaler Christbaumschmuck. An 150 Ständen kann man essen, Glühwein trinken und Weihnachtsgeschenke kaufen. Dieser Winterzauber, der mittlerweile drei bis vier Millionen Besucher aus aller Welt anlockt, geht auf eine wirklich alte Tradition zurück. Bereits im Jahr 1298 erteilte Albrecht I. den Wiener Bürgern das Privileg zur Abhaltung eines „Dezember- Marktes“ oder „Krippenmarktes“.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/419/thumb_preview_ddfbe593-7707-4ae9-aa86-e8ad0951e645.jpg" alt="Adventmarkt am Rathausplatz" width="880" height="587" data-ab-color="rgb(40,93,161)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Christkindlmarkt vor dem Wiener Rathaus. © Österreich Werbung, Fotograf: Bartl</em></p>
<p>Es gibt in Wien aber noch 20 andere offizielle Weihnachtsmärkte. Vor <strong>Schloss Schönbrunn</strong> etwa wartet neben dem Weihnachtsmarkt ein umfangreiches Rahmenprogramm. Dazu passend finden in den Weißgoldzimmern des Kaiser-Schlosses unter dem Motto „Sternenstaub und Schneegestöber“ Weihnachts-Lesungen für Kinder statt. Vor dem festlich beleuchteten <strong>Schloss Belvedere</strong> wird ein ganzes Weihnachtsdorf aufgebaut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://views.austria.info/uploads/image/file/9947/thumb_preview_62cdcee7-3c4e-4a15-b3d3-2d1e46f25b80.jpg" alt="Weihnachtsmarkt vor dem Oberen Belvedere" width="831" height="660" data-ab-color="rgb(40,41,62)" data-adaptive-background="1" /></p>
<p class="license"><em>Wiener Adventmarkt am Schloss Belvedere. © Österreich Werbung, Fotograf: Popp Hackner</em></p>
<p>Kenner besuchen besonders gerne den Markt <strong>am Spittelberg</strong>, der eingebettet in die idyllischen Biedermeiergassen mit einem ganz eigenen Flair und hochwertigem Kunsthandwerk aufwartet. Und Trendbewusste, die abseits Punsch genießen wollen, finden sich im Eispalast des <strong>MuseumsQuartier</strong> ein. Neben Punsch und Glühwein werden DJ Sounds, eine Eisstockbahn und magische Lichtspiele geboten.</p>
<ul>
<li><strong>Wiener Christkindlmarkt</strong><br />
<a href="http://www.christkindlmarkt.at">www.christkindlmarkt.at</a></li>
<li><strong>Weihnachtsmarkt am Spittelberg</strong><br />
<a href="http://www.spittelberg.at/index.php?de_wm_weihnachtsmarkt">www.spittelberg.at/index.php?de<em>wm</em>weihnachtsmarkt</a></li>
<li><strong>Weihnachtsmarkt Schönbrunn</strong><br />
<a href="http://www.weihnachtsmarkt.co.at">www.weihnachtsmarkt.co.at</a></li>
<li><strong>Weihnachtsdorf Belvedere</strong><br />
<a href="http://www.weihnachtsdorf.at">www.weihnachtsdorf.at</a></li>
</ul>
<hr />
<h2>Wiener Festwochen</h2>
<p>Bespielt werden zahlreiche Orte in der ganzen Stadt. Ob MuseumsQuartier – eines der zehn größten Kulturareale weltweit –, Theater an der Wien, Musikverein, Schauspielhaus oder die Märkte und Plätze der Stadt. Klassisches, Zeitgenössisches oder klassische Moderne in Oper und Konzert, legendäre Theatermarathons oder die Wiener Sängerknaben im Gemeindebau gehören ebenso zum Programm wie die alljährliche Reihe „Into the City“, deren Ziel es ist, unterschiedliche Communitys in Wien anzusprechen und in das kulturelle Treiben der Stadt einzubeziehen.</p>
<p>Bei „Bed and Breakfast“ beweisen Gastarbeiter ihre Gastfreundschaft, und „Eine lange Nacht am Naschmarkt“ bringt nicht nur Musik zur Aufführung, sondern fragt auch nach den Menschen, die hier arbeiten. So sind die Wiener Festwochen nicht nur ein Spiegel für die Kulturbegeisterung und Festlaune dieser Stadt, sondern auch ein Angebot zur Offenheit gegenüber anderen Kulturen, auch gegenüber den anderen Kulturen in der eigenen Stadt.</p>
<p>Termin: Mai / Juni</p>
<p><a href="http://www.festwochen.at">www.festwochen.at</a></p>
<hr />
<h2>Jazz Fest Wien</h2>
<p><strong>Wenn sich für zwei Sommerwochen Parkett und Logen mit einem ausgelassenen Publikum füllen und die Klänge des Jazz Resonanz finden in dem gewaltigen Bühnenraum, dann hat wieder das Jazz Fest in der Wiener Staatsoper seine Zelte aufgeschlagen.</strong></p>
<p>Herbie Hancock war hier und Keith Jarrett, Oscar Peterson und der Erfinder des Bossa Nova Joao Gilberto. Und da die Initiator/inn/en des größten österreichischen Jazzfestivals den Jazzbegriff weit fassen, ebenso Juliette Greco und Ray Charles. Für sie alle war die als eine der ersten Prachtbauten am Ring 1863 bis 1869 errichtete Wiener Oper Bühne. Es sind neben den großen Namen und der programmatischen Offenheit auch die Aufführungsorte, die zum besonderen Flair des Jazz Fest Wien beitragen.</p>
<p>Den ganzen Sommer über ist der gesamte Rathausplatz eine Landschaft der Kultur und internationalen Gastronomie. Im Arkadenhof des imposanten neugotischen Rathauses hat Gilberto Gil das Publikum begeistert und die Stars der Wiener Downbeat-Szene haben die Nächte zum Tag gemacht. Open Air gibt es bei der von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Fernwärmeanlage Spittelau.</p>
<p>Einen weiteren Festivalbezirk bildet das MuseumsQuartier, einer der zehn größten Kulturbezirke weltweit, das mit seinem Mix aus barocken Fassaden, modernen Museen, Galerien, exzellenter Gastronomie, Konzert- und Tanzsälen und mehreren Höfen eine lebendige Oase inmitten einer Millionenstadt bietet. Dazu kommen natürlich die Jazzclubs der Stadt wie das Porgy &amp; Bess und das traditionsreiche Jazzland. Ein besonderes Augenmerk der Veranstalter gilt den heimischen Musikern.</p>
<p>Termin: Juni / Juli</p>
<p><a href="http://www.viennajazz.org">www.viennajazz.org</a></p>
<hr />
<h2>Sightrunning: laufend Wien entdecken</h2>
<p><strong>Mit den Guides von Vienna-Sightrunning lernt man die österreichische Hauptstadt von einer ganz anderen Seite kennen – und tut gleichzeitig der eigenen Fitness, Ausdauer und Gesundheit etwas Gutes.</strong></p>
<p>Der Stephansdom, die Hofburg, das Parlament und die weltberühmte Ringstraße: Wiens Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem per Fiaker, Bus, Straßenbahn oder zu Fuß erkunden. Wer es eher sportlich mag, kann sich die Stadt unter Anleitung fachkundiger Sportwissenschaftler aber auch „erlaufen“. Start ist im eigenen Hotel oder am innerstädtischen Kongressort. Von dort geht es auf drei verschiedenen Routen entweder durch die historische City, auf den Spuren des „dritten Mannes“ am Wienfluss und dem Kanal entlang zum Prater und dem Riesenrad oder aber von der Donau aus hinauf zum aussichtsreichen Leopoldsberg. Die Routen sind zwischen acht und zehn Kilometer lang und werden jedem Laufniveau gerecht. Auf Wunsch lassen sich aber auch individuelle Touren für Einzelpersonen oder Gruppen zusammenstellen.</p>
<p><a href="http://www.vienna-sightrunning.at">www.vienna-sightrunning.at</a></p>
<hr />
<h2>Baden gehen in Wien</h2>
<h3>Badeschiff Wien</h3>
<p>Direkt in der Wiener City existiert ein Freibad: Beim Donaukanal am Schwedenplatz befindet sich <strong>das Badeschiff</strong>, wo man von früh bis spät schwimmen, in der Sonne liegen oder sich einfach treiben lassen kann. Abends kommen dann noch Konzerte oder Clubbings hinzu, und so nimmt es nicht wunder, dass das Badeschiff mit seinen Abkühlungsmöglichkeiten zu einem der bekanntsten Plätze der Stadt wurde. Auch diese Idee ist übrigens nicht ganz neu: Bereits im Jahr 1903 wurden am Donaukanal zwei „schwimmende Freibäder“ eröffnet, eines bei der Rotundenbrücke, das andere unterhalb der Nussdorfer Wehranlage.</p>
<p><a href="http://www.badeschiff.at">www.badeschiff.at</a></p>
<hr />
<h3>Strandbad Gänsehäufel<u></u><strong><u><br />
</u></strong></h3>
<p>Wien im Jahr 1900: Während Freud über der Traumdeutung, die Maler in der Sezession und die Literaten im Kaffeehaus saßen, pachtete Florian Berndl eine Insel auf der Alten Donau, einem nach der großen Donauregulierung „abgestorbenen“ Seitenarm des mächtigen Flusses. Er machte seine kleine Insel, den Gänsehaufen – so bezeichnet, weil die Anrainer ihre Gänse dort auf die Weide brachten –, zu einem Naturparadies für alle Bewohner Wiens. Mit Hilfe seiner Frau baute Berndl einige Hütten aus Holz und Flechtwerk, ließ einen ausrangierten Tramwaywagen auf die Insel transportieren, und schon waren Garderoben und Kantine für die Badegäste entstanden. Da sich das Unternehmen als großer Erfolg entpuppte, übernahm die Gemeinde Wien sehr schnell das kleine Paradies der Insulaner: 1907 wurde das städtische <strong>Strandbad Gänsehäufel</strong> feierlich eröffnet.</p>
<p>1946 gingen die Architekten Max Fellerer und Eugen Wörle als Preisträger der Ausschreibung für die Neugestaltung des Bades hervor. Es gelang ihnen hervorragend, die alten Baumbestände in ihr Bauwerk zu integrieren und insgesamt dafür zu sorgen, dass das 270.000 Quadratmeter große Badeareal mit seinen 2 Kilometern Sandstrand trotz dieser Dimensionen immer noch intim wirkt. So verfügen die Bewohner und Besucher der Stadt noch heute über eines der größten und schönsten Naturbäder Europas – und das sieben U-Bahn-Minuten vom Stephansdom entfernt.</p>
<p><strong>Strandbad Gänsehäufel</strong><br />
22., Moissigasse 21<br />
Tel.: +43 1 269 90 16</p>
<p><a href="http://www.wien.gv.at/freizeit/baeder/uebersicht/sommerbaeder/gaensehaeufel.html">http://www.wien.gv.at/freizeit/baeder/uebersicht/sommerbaeder/gaensehaeufel.html</a></p>
<hr />
<h2 class="record_text">7 Übernachtungstipps</h2>
<div class="record_text">
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<li>Boutique Hotel Stadthalle: <a href="http://www.hotelstadthalle.at">www.hotelstadthalle.at</a></li>
</ol>
<ol start="2">
<li>Kärntnerhof Wien: <a href="http://www.kaerntnerhof.com">www.kaerntnerhof.com</a></li>
</ol>
<ol start="3">
<li>Hotel Altstadt Vienna: <a href="http://www.altstadt.at">www.altstadt.at</a></li>
</ol>
<ol start="4">
<li>Hotel Rathaus: <a href="http://www.hotel-rathaus-wien.at">www.hotel-rathaus-wien.at</a></li>
</ol>
<ol start="5">
<li>Hollmann-Beletage: <a href="http://www.hollmann-beletage.at">www.hollmann-beletage.at</a></li>
</ol>
<ol start="6">
<li>25 hours: <a href="http://www.25hours-hotels.com/wien/">www.25hours-hotels.com/wien/</a></li>
</ol>
<ol start="7">
<li>Hotel Schwalbe: <a href="http://www.hotelschwalbe.com">www.hotelschwalbe.com</a></li>
</ol>
</div>
<h2 class="record_text"></h2>
<hr />
<h2 class="record_text">Empfehlenswerte Speiselokale in Wien</h2>
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<p><strong>Gastronomie Wien (Stand 2018)</strong></p>
<ol>
<li><strong>Eckel (Restaurant), Wien</strong></li>
<li><strong>Figlmüller, Wien</strong></li>
<li><strong>Gmoakeller (Wirtshaus), Wien</strong></li>
<li><strong>Plachutta (Rindfleischparadies), Wien</strong></li>
<li><strong>Huth, Wien</strong></li>
<li><strong>Weibels Wirtshaus, Wien</strong></li>
<li><strong>Zum Schwarzen Kameel (Stadtlokal), Wien</strong></li>
<li><strong>Mraz &amp; Sohn, Wien</strong></li>
<li><strong>Glacis Beisl (Stadtlokal), Wien</strong></li>
<li><strong>Zu den drei Hacken/Drei Hacken Magazin (Wirtshaus/Weinlokal), Wien</strong></li>
</ol>
<ol>
<li><strong> Eckel (Restaurant)<br />
</strong></li>
</ol>
<p>Längst ist der „Eckel“ zu einer Wiener Institution geworden. Einmal, weil der Großvater der heutigen Wirtin, Hans Eckel, schon im Jahr 1931 ein berühmt gewordenes Standard-Werk über die österreichische Küche mit dem Titel „Was koche ich heute?“ verfasst hat. Andererseits, weil man hier seit Jahrzehnten die Tradition gepflegter Gastlichkeit und guter Küche hochgehalten hat. Gut heißt aber nicht zwangsläufig nur regional – ganz im Gegenteil: Hier isst man zwar ein Kalbsbutterschnitzel mit Erdäpfelpüree, das von Insidern als das beste der Stadt bezeichnet wird, doch im Fischkalter schwimmen auch immer ein paar Hummer herum. Und so tummeln sich auf der Speisekarte in trauter Eintracht Forelle blau, Esterházy-Rostbraten oder Erdäpfelsuppe neben Hummercocktail, Gänseleberterrine und Entenbrust. In der Zubereitung fühlt man sich der Klassik verpflichtet, schielt nicht nach neuen Moden, sondern macht das, was man macht, einfach gut. Ebenso legendär wie das Lokal selbst ist der Weinkeller, in dem man nicht nur die heimischen Spitzengewächse, sondern auch Bordeaux, Burgunder &amp; Co. in beachtlicher Jahrgangstiefe und zu stets fairen Preisen findet.</p>
<p><a href="http://www.restauranteckel.at">www.restauranteckel.at</a></p>
<hr />
<ol start="2">
<li><strong> Figlmüller<br />
</strong></li>
</ol>
<p><strong>Wer Figlmüller sagt, der muss auch Schnitzel sagen, denn das Wiener Schnitzel vom Figlmüller ist wohl das bekannteste der Stadt.</strong></p>
<p>Der Figlmüller, ein an sich unspektakuläres Lokal in einem alten „Durchhaus“ im Herzen von Wien, ist das Epizentrum des Wiener Schnitzels und der Beweis dafür, dass man auch mit einem einzigen Gericht berühmt werden kann – sofern es sich dabei um ein Schnitzel handelt. Dieses wird hier vom Schwein zubereitet (wie es sich ja für ein original Wiener Schnitzel gehört!), dünn ausgeklopft und goldgelb ausgebacken. Somit ergibt sich eine beachtliche Größe und das Schnitzel ist nicht nur ein Gaumen-, sondern auch ein Augenschmaus. Zwar stehen die anderen Gerichte des Hauses etwas im Schatten dieses Stars, doch es lohnt sich, hier auch einmal eine glacierte Kalbsleber oder den gekochten Beinschinken mit Erdäpfelpüree zu probieren. Nur einmal um die Ecke wird im „Figlmüller Bäckerstraße“ das identische Konzept genauso erfolgreich umgesetzt. Das dritte Lokal der Familie, „Figls“ genannt, befindet sich in Grinzing, dem Mekka des Wiener Weinbaus. Dennoch spielt hier das Bier eine wichtige Rolle und man lässt sich sogar ein eigenes, naturtrübes Hausbier brauen. Daneben bietet man zu einer abwechslungsreichen und inspirierten Küche – die Bandbreite reicht von der frischen Weißwurst über den Tafelspitz bis zum Steak, das im Sommer am Holzkohlengrill zubereitet wird – auch eine ambitioniert zusammengestellte Auswahl von Wiener Weinen an.</p>
<p><a href="http://www.figlmueller.at">www.figlmueller.at</a><br />
<a href="http://www.figls.at">www.figls.at</a></p>
<hr />
<ol start="3">
<li><strong> Gmoakeller (Wirtshaus)<br />
</strong></li>
</ol>
<p><strong>In diesem rustikalen Wirtshaus, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Hochkultur-Institutionen Akademietheater und Konzerthaus befindet, scheint auf erfreuliche Art die Zeit stehen geblieben zu sein.</strong></p>
<p>Das Lokal selbst ist legendär: 1858 eröffnet, wurde es in der Nachkriegszeit 40 Jahre lang von zwei Schwestern geführt und viele bekannte und weniger bekannte Wiener Künstler gingen hier ein und aus. Als die Wirtin, Grete Novak, im Jahr 1999 verstarb, widmete ihr sogar die New York Times einen Nachruf … Seither wird das Lokal vom jungen Wirt Sebastian Laskovsky geführt – als traditionelles Wiener Wirtshaus mit hohem Qualitätsanspruch. Im nach wie vor original erhaltenen Ambiente werden all jene Köstlichkeiten angeboten, die zur Wiener Küche gehören: von der Tafelspitzsulz über die gebackene Leber mit Mayonnaisesalat und dem Blunz’ngröst’l bis hin zum Wiener Zwiebelrostbraten. Das alles wird in klassischer Manier zubereitet und zu leistbaren Preisen serviert. Daneben trägt man aber auch saisonalen Gegebenheiten Rechnung: Im Mai steht der Spargel auf der Speisekarte und zu Martini das Gansl – natürlich mit dem traditionellen „Staubigen“. Wer lieber schon einen fertigen Wein trinkt, wird auf der tadellos sortierten Weinkarte ebenfalls problemlos fündig.</p>
<p><a href="http://www.gmoakeller.at">www.gmoakeller.at</a></p>
<hr />
<ol start="4">
<li><strong> Plachutta (Rindfleischparadies)<br />
</strong></li>
</ol>
<p><strong>Was der Figlmüller beim Schnitzel, ist der Plachutta beim Rindfleisch. In der Tradition legendärer Wiener Rindfleisch-Tempel sind die Plachutta-Lokale inzwischen selbst schon Legende.</strong></p>
<p>Um das Phänomen Plachutta zu verstehen, muss man wissen, dass gekochtes Rindfleisch seit Jahrhunderten in der Wiener Küche eine ausgesprochen wichtige Stellung einnimmt. Dies wird unter anderem dadurch dokumentiert, dass es eine eigene Wiener Schule der Rindfleischzerteilung gibt, die mehr Teile kennt als irgendeine andere auf der Welt. So entstehen unter anderem Stücke wie der Tafelspitz, der Kavalierspitz, das Schulterscherzel oder das Hüferschwanzel. Sie alle werden vorzugsweise mit Gemüse, Markscheiben und Aromaten gekocht und ergeben so ein saftiges Kochfleisch. Meisterkoch Ewald Plachutta, einst einer der Top-Küchenchefs der Stadt, kehrte irgendwann der Haute Cuisine den Rücken und beschloss, sich fortan ganz dem Rindfleisch und der Wiener Küche zu widmen. Inzwischen entstanden nach dem Stammlokal „Hietzinger Bräu“ (inzwischen: Plachutta Hietzing) noch weitere Lokale, wo man es versteht, das Rindfleisch mit seinen klassischen Beilagen von Rösterdäpfeln bis Cremespinat, Schnittlauchsauce oder Apfelkren, perfekt und stilvoll in Kupferpfandln serviert, auf den Tisch zu bringen. In allen Lokalen erhält man auch Ewald Plachuttas Kochbücher, die zu Standardwerken der österreichischen Küche geworden sind.</p>
<p><a href="http://www.plachutta.at">www.plachutta.at</a></p>
<hr />
<ol start="5">
<li><strong> Huth</strong></li>
</ol>
<p><strong>Der Huth ist das beste Beispiel für ein zeitgemäßes Wiener Wirtshaus: modern im Erscheinungsbild, aber klassisch in Sachen Gastfreundschaft und Küche.</strong></p>
<p>Eigentlich betreiben Gabi und Robert Huth ja ein kleines Gastro-Imperium mitten in der Stadt, zu dem drei Lokale gehören, denen eines gemeinsam ist: die hohe Qualität des Dargebotenen. Da sind das „da moritz“, ein „Italiener“ mit fantastischer Pizza und einem ebensolchen „Bistecca Fiorentina“, zu dem man unter anderem hausgemachte Pommes frites in der Papiertüte serviert, sowie das „Huth-Beisl“, in dem man Wert auf eine besondere Bierkultur samt dazu passender Küche legt. Im „Stammhaus“ schließlich, der „Huth-Gastwirtschaft“, einem hellen, modern eingerichteten Lokal mit hohen Fensterbögen, ist man küchenmäßig sowohl der Tradition als auch der Qualität verpflichtet. Stets findet man Klassiker wie die Grammelknödel auf Speckkraut, Beef Tatar, ausgelöstes Wiener Backhendl, Tafelspitz oder Powidltascherl auf der Karte. Ergänzt wird dieses Angebot durch monatlich wechselnde, saisonale Schwerpunkte – von Spargel über Wild bis zum Gansl um Martini. Bestens begleitet werden diese Genüsse nicht nur durch ein perfekt gezapftes Bier, sondern auch von größtenteils heimischen Weinen von der tadellos sortierten Weinkarte.</p>
<p><a href="http://www.zum-huth.at">www.zum-huth.at</a></p>
<hr />
<ol start="6">
<li><strong> Weibels Wirtshaus, Wien</strong></li>
</ol>
<p><strong>Hans Weibel ist ein Pionier der Wiener Weinkultur und darum spielt der Rebensaft in allen seinen Lokalen eine zentrale Rolle – aber der Mensch lebt nicht nur vom Wein allein.</strong></p>
<p>Am Anfang stand das Vis-à-vis, eine winzige Weinbar im Durchgang Bäckerstraße-Wollzeile, mit Weinfreak Hans Weibel hinter der Theke und vielen damals meist noch halbwissenden Weinfreunden davor. Heute umfasst der Weibel‘sche Genuss-Kosmos neben dem Weibel auch noch das „Wein in the City“, ein legeres Lokal mit traditioneller Wiener Küche, von kleinen Happen bis zum ganzen Menü, und das „Weibels Wirtshaus“ für gehobene Ansprüche. Überkreative Eingebungen sind hier jedoch nicht zu befürchten, vielmehr hält man sich an Bewährtes, das da und dort verändert und verfeinert wird, wobei im Vordergrund stets das hochwertige Grundprodukt und eine solide Zubereitung steht. Bei Kalbsrahmbeuscherl, Erdäpfelschaumsuppe mit Eierschwammerln, geschmortem Kalbsschulterscherzel oder Steinpilzravioli kann man schon ganz schön durstig werden, aber das ist hier wie gesagt das geringste Problem: In Hans Weibels Weinfundus findet sich garantiert immer die richtige Flasche, und wenn sie einmal in einem der Lokale nicht vorrätig sein sollte, wird sie einfach flugs über die Straße getragen.</p>
<p><a href="http://www.weibel.at">www.weibel.at</a></p>
<hr />
<ol start="7">
<li><strong> Zum Schwarzen Kameel (Stadtlokal), Wien</strong></li>
</ol>
<p><strong>Das Schwarze Kameel ist weit mehr als nur ein Lokal und mit Gründungsjahr 1618 längst eine nicht wegzudenkende Wiener Institution.</strong></p>
<p>Ursprünglich war in dem Haus Bognergasse 5 eine „Gewürzkrämerei“ zu Hause, die der Besitzer, Johan Baptist Cameel, nach dem Erwerb im Jahr 1618 „Zum Schwarzen Kameel“ nannte – was das zweite „e“ im Namen erklärt. Auch wird die Lokalität noch heute „Zum Stiebitz“ genannt, was wiederum an eine Besitzerfamilie erinnert, die hier zwei Jahrhunderte lang wirkte. Wie zu allen Zeiten ist das „Kameel“ auch heute noch ein Treffpunkt für ein ebenso illustres wie buntes Publikum: von Wiener Prominenz und Gesellschaft bis hin zu Touristen, die wenigstens einmal das Flair des wunderschönen und original erhaltenen Jugendstil-Ambientes atmen wollen. Die Besitzerfamilie Friese betreibt ein formidables Restaurant und eine Imbiss- und Feinkostabteilung mit einer Vielzahl eigener Produkte. Legendär ist der handgeschnittene Beinschinken, den man hier gerne mit Kren, Schwarzbrot und einem Glas Wein genießt. Feiner geht es natürlich im Restaurant zu, wo unter der kundigen Leitung von Maître Johann Georg Gensbichler Klassiker der Wiener und internationalen Küche auf höchstem Niveau kredenzt werden. Dazu schöpft man aus einem Weinkeller mit rund 800 verschiedenen Etiketten.</p>
<p><a href="http://www.kameel.at">www.kameel.at</a></p>
<hr />
<ol start="8">
<li><strong> Mraz &amp; Sohn, Wien</strong></li>
</ol>
<p><strong>Warum dieses besondere Restaurant noch als Geheimtipp gilt? Weil es abseits der touristischen Hauptrouten liegt und auch in Sachen Ambiente unkonventionelle Wege geht.</strong></p>
<p>Wirklich erstklassige Adressen brauchen nicht unbedingt wirklich erstklassige Lagen. Das ist auch beim Mraz &amp; Sohn so. Denn die Lage des in Drei-Generationen-Stärke geführten Familienrestaurants im 20. Wiener Gemeindebezirk ist für ein Etablissement dieser Art ziemlich ungewöhnlich. Doch kaum hat man die unscheinbare Eingangstür durchschritten, sind die Reparaturwerkstätten, Supermärkte und Imbissstände da draußen auch schon wieder vergessen. Stattdessen fühlt man sich wie in einer anderen, glamouröseren Welt, in der es Kristalllusterketten von der Decke zu regnen scheint und poppig-bunte Kunstwerke von dunkellila gestrichenen Wänden leuchten. Ähnlich außergewöhnlich – und mindestens ebenso geschmackvoll – präsentiert sich die Speisekarte: „Octopus mit Grammelknödel“ wird hier als Vorspeise gereicht, gefolgt von „Brust &amp; Bries vom Kalb mit Lakritzöl und knusprigem Trüffeleis“ oder „wildgefangenem Steinbutt mit knuspriger Kapernblüte, cremigem Seeigel, Granny Smith und grünem Curry“. Und als Nachtisch darf es dann „gegrillte Melone“ oder einfach nur „Alpenmilchschoko“ – natürlich aufs Raffinierteste verfeinert – sein. Wer es weniger süß mag, wählt stattdessen aus den 60 Käse- sowie zwölf hausgebackenen Brotsorten, die zum krönenden Abschluss auf einem riesigen Wagen an den Tisch gerollt werden.</p>
<p><a href="http://www.mrazundsohn.at">www.mrazundsohn.at</a></p>
<hr />
<ol start="9">
<li><strong> Glacis Beisl (Stadtlokal), Wien</strong></li>
</ol>
<p><strong>Auf der alten Wiener Stadtmauer liegt ein wenig versteckt dieses Lokal, das mit seinem romantischen Garten ein beliebter Treffpunkt für ein bunt gemischtes Publikum ist.</strong></p>
<p>An die 300 Jahre sind die Gemäuer alt und was heute das bestens frequentierte „MuseumsQuartier“ ist, wurde in der Kaiserzeit für die Hofstallungen und militärische Einrichtungen genutzt. Benannt ist das Lokal, das schon seit der Nachkriegszeit als Stadtheuriger bestand, nach dem „Glacis“, einer freien Fläche vor den historischen Stadtmauern. Heute hat hier eine moderne Gastronomie Einzug gehalten, in der man auf eine gut durchlüftete und da und dort erneuerte Wiener Küche setzt. Da darf natürlich das klassische Gulasch ebenso wenig fehlen wie das Kalbsbutterschnitzel oder das gemischte Gekochte vom Biorind mit seinen Beilagen. Firm ist man aber auch bei allen angenehmen Nebengeräuschen der Kulinarik – vom sauber gezapften Bier über eine feine Edelbrandauswahl bis hin zur ambitioniert zusammengestellten Weinkarte.</p>
<p><a href="http://www.glacisbeisl.at">www.glacisbeisl.at</a></p>
<hr />
<ol start="10">
<li><strong> Zu den drei Hacken/Drei Hacken Magazin (Wirtshaus/Weinlokal), Wien</strong></li>
</ol>
<p><strong>Das Gasthaus „Zu den drei Hacken“ ist eines der ältesten in der Stadt: Ein Juwel, das sorgsam gepflegt und mit zeitgemäßem kulinarischem und önophilem Leben erfüllt wird.</strong></p>
<p>Bekannte Künstler wie Franz Schubert, Johann Nestroy oder Moritz von Schwind haben hier schon getafelt, gezecht, komponiert oder skizziert … Und sie wussten offensichtlich, dass in den „Drei Hacken“ gut sitzen und essen ist. Wenig hat sich seither am Erscheinungsbild dieses traditionsreichen Hauses mit seinen schönen Gewölben verändert. Und auch die Küche ist klassisch, dabei aber von hoher Qualität und mustergültiger Umsetzung: Was soll man denn auch noch besser machen an einem knusprigen Schweinsbraten mit Kraut und Knödel, gerösteten Nierndln mit Petersilerdäpfeln oder dem typischen Fiakergulasch mit Semmelknödel, Spiegelei, Würstel und Gurkerl? Ja, man kann hier wirklich fast so speisen wie zu Schuberts Zeiten – nur die Weine sind sicherlich wesentlich besser geworden und hier in reicher Auswahl vorhanden. Dafür sorgt Patronne Josefine Zawadil, die außerdem im Weinhandel tätig ist, was sich im unweit vom Stammhaus gelegenen „Drei Hacken Magazin“ noch deutlicher erkennen lässt. Da schlendert man durch die Weinregale, sucht sich den passenden Tropfen selbst aus und genießt ihn im Lokal zu einer feinen Wiener Küche mit Pfiff.</p>
<p><a href="http://www.vinum-wien.at">www.vinum-wien.at</a></p>
<hr />
<p>Beitragsbild: Restaurant des Do &amp; Co am Stephansplatz © WienTourismus/Peter Rigaud</p>
</div>
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